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Dokumentenidentifikation DE3704150C2 08.11.1990
Titel Trainingsgerät zum Erlernen der Grundbegriffe für das Reiten eines Pferdes
Anmelder Grüttemeier, Rüdiger, 4900 Herford, DE
Erfinder Grüttemeier, Rüdiger, 4900 Herford, DE
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 11.02.1987
DE-Aktenzeichen 3704150
Offenlegungstag 25.08.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.11.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.1990
IPC-Hauptklasse A63B 69/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät zum Erlernen der Grundbegriffe für das Reiten eines Pferdes nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Um einem Pferd die durch das Reiten bedingte Arbeit zu erleichtern, ist es notwendig, daß der Reiter eine Reihe von Grundbegriffen, die auch als Reithilfen bezeichnet werden können, beherrscht. Darunter sind beispielsweise der korrekte Sitz eines Reiters auf dem Pferd hinsichtlich seiner Grundhaltung und Zügelführung, eine korrekte Beinhaltung und ähnliches zu verstehen. Außerdem ist es notwendig, dem Pferd bei den verschiedenen Gangarten, beispielsweise beim Anreiten, Antraben oder Angaloppieren durch eine entsprechende Körperbewegung oder Körperhaltung Hilfe zu leisten. Darüber hinaus ist es besonders wichtig, dem Pferd beim sogenannten Biegen, beispielsweise durch eine Druckverlagerung im Sattel, Hilfe zu geben. Diese Grundbegriffe bzw. Grundhilfen sind vom angehenden Reiter im Reitunterricht mittels eines lebenden Pferdes zu erlernen. Solange diese Grundbegriffe bzw. Grundhilfen vom angehenden Reiter nicht beherrscht werden, kommt es zwangsläufig zu Mißhandlungen des Pferdes. Dieser Tatbestand ist besonders schlimm, wenn in Reitschulen die Reitschüler im stündlichen Rhythmus wechseln.

Aus der DE-PS 1 78 110 ist bereits ein Reitlehrgerät bekannt, bei dem das Kopfteil des Reitlehrgerätes durch einen Schenkeldruck des Reiters bewegt wird. Dazu betätigt der Reiter einseitig befestigte Blattfedern, an deren freien Enden Seile befestigt sind, die mit dem anderen Ende am Kopfteil festgelegt sind. Bei diesem Reitlehrgerät soll dem angehenden Reiter nur die auf den Schenkeldruck erfolgende Reaktion des Pferdes verdeutlicht werden. Durch die Verbindung dieser mechanischen Bauteile kann dem Reiter kein Gefühl für den jeweils richtigen Schenkeldruck vermittelt werden, damit er ein später gerittenes, lebendes Pferd nicht unnütz quält. Um ein gerittenes Pferd richtig zu führen, ist es notwendig, daß der Reiter nicht nur eine einzige Bewegung richtig ausführt, sondern auch die Kombination beherrscht. So ist beispielsweise eine Abstimmung der Zügelführung und -haltung mit dem Schenkeldruck und eine richtige Körperhaltung des Reiters notwendig. Diese Hilfen zum Lenken und Führen eines Pferdes müssen aufeinander abgestimmt sein.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Trainingsgerät der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß sämtliche Hilfen zum Lenken und Führen eines Pferdes in gerechter Anwendung erlernbar sind.

Die gestellte Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Da der Reitkörper der äußeren Kontur eines lebenden Pferdes nachgebildet ist, wird dem Reitschüler nunmehr Gelegenheit gegeben, die notwendigen Grundbegriffe und Grundhilfen zunächst im Sinne von theoretischen Kenntnissen zu erlernen. Durch die Meßglieder wird dann die jeweilige Haltung des Reiters ermittelt und im Sinne einer Fehleranzeige ausgewertet. Da die Fehler auf der Anzeigevorrichtung erscheinen, kann die Körper- oder Beinhaltung solange verändert werden, bis eine korrekte Haltung erreicht ist. Die Vorgabe der vom Reitschüler einzunehmenden Körper- oder Beinhaltung kann durch ein Programm erfolgen, wobei die jeweiligen Anordnungen auch auf der Anzeigevorrichtung erscheinen können. Die Steuerung der Fehleranzeigevorrichtung durch das Auswertgerät ist schaltungstechnisch besonders einfach und besonders zuverlässig. Die Meßglieder können in besonders vorteilhafter Weise als in der Technik allgemein bekannte und bewährte Sensoren ausgebildet sein.

Um den Verhältnissen beim Reiten eines lebenden Pferdes besonders nahe zu kommen, ist es vorteilhaft, wenn auf den Reitkörper ein Reitsattel für den Reitschüler aufgelegt ist, und daß im Innenraum des Reitsattels mehrere der Auswerteinrichtung zugeordnete Meßglieder angeordnet sind. Dadurch wird erreicht, daß auch eine notwendige Gewichtsverlagerung des Reitschülers registriert wird.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Reitkörper im wesentlichen aus einem Rumpf und einem die Bewegungen der Beine eines lebenden Pferdes nachvollziehenden Schreitwerk gebildet ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Reitschüler mit den Bewegungen des Pferdes in den verschiedenen Gangarten bekannt zu machen. Unter Gangarten wird beispielsweise Schritt, Trab oder Galopp verstanden. In Verbindung mit den betätigbaren Meßgliedern können dann für die jeweilige Gangart notwendige Reithilfen gegeben werden. Dabei werden Fehler wieder auf der Anzeigevorrichtung angezeigt. Eine Korrektur kann dabei durch den Reitschüler selbst vorgenommen werden.

Zweckmäßigerweise besteht das Schreitwerk aus vier den Vorder- und Hinterbeinen eines lebenden Pferdes nachgebildeten Lenkern, die mit einem Ende am Rumpf des Reitkörpers angelenkt sind. Damit bei sich nicht vorwärts bewegenden Reitkörper mittels der Lenker die Beinbewegungen eines lebenden Pferdes simulierbar sind, ist in besonders vorteilhafter Weise jedem Lenker des Schreitwerkes ein Antrieb zugeordnet. Dabei ergibt sich eine besonders einfache konstruktive Gestaltung bei einer hohen Betriebssicherheit, wenn jeder Antrieb im wesentlichen aus zwei Kolbenzylindereinheiten gebildet ist. Durch die Verwendung von zwei Kolbenzylindereinheiten für jeden Lenker besteht die Möglichkeit, daß dieser in zwei Richtungen bewegbar ist. Bei Kolbenzylindereinheiten handelt es sich um Bauteile, die durch entsprechende Mittel einfach steuerbar sind. Besonders vorteilhaft sind dabei Hydraulikzylinder, da zwischen den Endstellungen der Kolben praktisch jede Zwischenstellung erreichbar ist. In weiterer Ausbildung des Anmeldungsgegenstandes ist noch vorgesehen, daß seitlich neben dem Reitkörper ein in Umlauf bringbares, endloses Förderband vorgesehen ist, dessen Umlenkrollen auf Horizontalachsen gelagert sind. Die Geschwindigkeit dieses Förderbandes kann auf die Geschwindigkeit eines lebenden Pferdes beim Voltigieren eingestellt werden. Der Reitschüler kann dann durch entsprechende Laufbewegungen trotz laufenden Förderbandes seine Stellung beibehalten und das Aufsitzen auf ein trabendes Pferd üben.

Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand von weiteren Unteransprüchen. In der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles wird der Anmeldungsgegenstand näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 ein neuerungsgemäßes Trainingsgerät schematisch in perspektivischer Ansicht,

Fig. 2 den Antrieb für das Schreitwerk des Treibkörpers schematisch in Ansicht.

Das in der Fig. 1 rein schematisch aufgezeigte, erfindungsgemäße Trainingsgerät besteht im wesentlichen aus einem Reitkörper 1, einer Fehleranzeigevorrichtung 2 und einer Plattform 3, auf die der Reitkörper 1 aufgestellt ist. Wie die Figur zeigt, ist der Reitkörper 1 eine Originalnachbildung eines lebenden Pferdes und besteht demzufolge aus einem als Hohlkörper ausgebildeten Rumpfteil 4 und vier am Rumpfteil 4 angelenkten Lenkern 5, die den Vorder- und Hinterbeinen eines lebenden Pferdes entsprechen und in ihrer Gesamtheit ein Schreitwerk 6 bilden. Jeder Lenker 5 weist zumindest im mittleren Bereich noch ein im Sinne von Kniegelenken zu sehendes Gelenk auf. Am Rumpfteil 4 ist außerdem noch ein Halsteil 4a und ein Kopfteil 4b vorgesehen. Auf die die Rückenpartie des Rumpfteiles 4 bildende Außenfläche ist ein bekannter Reitsattel 7 aufgelegt, der mit Steigbügeln 8 ausgerüstet ist.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind im Bereich unterhalb des Sattels 7 bzw. bei einem aufsitzenden, nicht dargestellten Reitschüler in seinem Arbeitsbereich an jeder Seite des Rumpfes 4 drei als Sensoren ausgebildete Meßglieder 9 vorgesehen, die durch strichpunktiert gezeichnete Kreise symbolisch angedeutet sind. Ferner sind im Übergangsbereich zwischen dem Halsteil 4a und dem Kopfteil 4b an jeder Seite zwei weitere, ebenfalls als Sensoren ausgebildete Meßglieder 10 angeordnet. Desweiteren ist noch im Sattel 7 ebenfalls ein weiteres Meßglied 11 installiert. Aus der Fig. 1 ist erkennbar, daß die Meßglieder 9 durch eine entsprechende Haltung der Beine des Reitschülers betätigbar sind. Die Meßglieder 10 werden durch die nicht dargestellten Zügel und das Meßglied 11 oder die Meßglieder 11 durch die Gewichtsverlagerung des Reitschülers beaufschlagt. Durch die Betätigung der Meßglieder 9 bis 11 wird auf der Fehleranzeigevorrichtung 2 angezeigt, ob der Reitschüler Fehler begeht, oder ob seine Haltung bzw. Gewichtsverlagerung korrekt ist. Es ist einleuchtend, daß solange Korrekturen durchgeführt werden können, bis eine Haltung bzw. Gewichtsverlagerung des Reitschülers erreicht ist, die einer Sollage bzw. Sollhaltung entspricht.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird als Fehleranzeigevorrichtung 2 ein allgemein bekannter Monitor verwendet. Dieser liegt in der Geradeaus-Blickrichtung des Reitschülers und ist außerdem innerhalb eines Spiegels 12 befestigt. Ein weiterer Spiegel 13 steht seitlich neben dem Reitkörper 1 und im rechten Winkel zum Spiegel 12. Durch die Spiegel 12, 13 kann der Reitschüler in besonders vorteilhafter Weise seine eigene Körperhaltung kontrollieren.

Das erfindungsgemäße Trainigungsgerät kann auch zum Erlernen der Reitkunst für Blinde eingesetzt werden. Das Anzeigegerät 2 müßte dann so ausgelegt sein, daß vom aufsitzenden Reiter die Fehler durch akustische Signale wahrgenommen werden können. Weiterhin ist noch vorteilhaft, daß auch Behinderte gefahrlos die Freude am Reiten genießen können. Außerdem kann manchen Personen die Angst vor Tieren in der Größe von Pferden genommen werden.

Die für das erfindungsgemäße Trainigungsgerät verwendeten elektronischen Bauteile sind in funktioneller Hinsicht mit den Nerven eines lebenden Pferdes gleichzusetzen.

Um den Reitkörper 1 besonders einfach herstellen zu können, ist es vorteilhaft, wenn dieser aus einem Fibermaterial oder einem gummielastischen Material gefertigt ist.

Die Plattform 3 ist kastenförmig ausgebildet und an der dem Fußboden zugewandt liegenden Seite offen. In dem Innenraum der Plattform 3 sind die das Schreitwerk 6 bildenden Bauteile angeordnet, wie die Fig. 2 zeigt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist an jedem ein Bein eines lebenden Pferdes darstellenden Lenker 5 ein Hydraulikzylinder 14 angelenkt, der unter einem Winkel zur Horizontalen steht. An dem Zylindergehäuse jedes Hydraulikzylinders 14 ist noch die Kolbenstange eines weiteren Hydraulikzylinders 15 angelenkt, wodurch erreicht wird, daß der Anlenkpunkt der Kolbenstange jedes Hydraulikzylinders 14 an den jeweiligen Lenker 5 sich kurven- oder bogenförmig bewegt, um die Originalbewegung der Hufe eines lebenden Pferdes zu simulieren. Die Steuerung der Hydraulikzylinder 14, 15 erfolgt in nicht näher erläuterter Weise durch eine Steuerung, vorzugsweise durch eine frei programmierbare Steuerung, deren Bauteile in einem an der Plattform 3 angeordneten Schaltkasten 16 installiert sind. Die Steuerung ist so ausgelegt, daß die natürlichen Gangarten eines Pferdes, wie z. B. Schritt, Trab, Galopp, simulierbar sind. Damit der Reitschüler das jeweils gewählte Programm erkennt, sind noch in der Frontplatte des Schaltkastens 16 mehrere Leuchtdioden angeordnet.

Damit ein Reitschüler auch die Grundbegriffe des Voltigierens erlernen kann, ist in der Plattform 3 seitlich neben dem Reitkörper 1 ein in Pfeilrichtung A umlaufendes Transportband 17 vorgesehen, welches von einem nicht dargestellten Antrieb, vorzugsweise mit regelbarer Geschwindigkeit, antreibbar ist. Das Obertrum des Transportbandes 17 liegt in einer Ebene mit der oberen Begrenzungsfläche der Plattform 3. Die Umlenkrollen laufen um nicht dargestellte horizontale Achsen um. Beim Voltigieren läuft das an einer Leine geführte, lebende Pferd auf einer Kreisbahn im Trab. Beim Trainingsgerät würde durch die Steuerung das Schreitwerk 6 entsprechend simuliert. Der Reitschüler müßte auf dem umlaufenden Transportband 17 Laufbewegungen ausführen, damit er seine Position gegenüber dem Reitkörper 1 beibehält. Durch diese Anordnung kann er das Aufsitzen auf ein lebendes, trabendes Pferd üben.

Wie aus der Fig. 1 noch erkennbar, sind in der oberen Begrenzungsplatte der Plattform 3 zwei parallel zum Förderband 17 verlaufende Schlitze 18 vorgesehen, durch die die Kolbenstangen der Hydraulikzylinder 14 hindurchführbar sind.

Da für die Unterbringung der Hydraulikzylinder eine gewisse Bauhöhe der Plattform 3 notwendig ist, ist es zweckmäßig, wenn zumindest eine der seitlichen Begrenzungen der Plattform 3 stufenförmig ausgebildet ist, damit der Aufstieg auf die Plattform 3 erleichtert wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine stirnseitige Begrenzung mit einer Stufe 19 versehen. Ausgehend von einer normalen Stufenhöhe von 18 cm beträgt demzufolge die Höhe der Plattform 3 36 cm. Bei sich ändernder Höhe ändert sich selbstverständlich auch die Anzahl der Stufen. Je nach den örtlichen Gegebenheiten am Aufstellort des Reitkörpers 1 könnten auch mehrere oder alle Seiten stufenförmig ausgebildet sein.

Der Reitkörper 1 könnte bevorzugt in Reitschulen aufgestellt werden, wo dann unter Anleitung eines Reitlehrers die Grundbegriffe erlernt werden können. Jedoch sind auch andere Möglichkeiten gegeben.

In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der Reitkörper 1 für eine bestimmte Dauer benutzt werden kann, wenn in einem Münzautomaten eine bestimmte Summe eingeworfen wurde.

Die Auswerteinrichtung, in die die von den Meßgliedern 9, 10 und 11 eingespeisten Signale umgesetzt werden, ist nicht dargestellt und auch nicht beschrieben, da derartige Einrichtungen allgemeiner Stand der Technik sind. In besonders einfacher Weise könnte die Auswerteinrichtung mit dem Anzeigegerät 2 in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sein.

In nicht dargestellter Weise kann jeder Antrieb für die Lenker 5 aus einer um eine Horizontalachse rotierend antreibbaren Kurvenscheibe für jede Gangart oder aus einer oszillierenden antreibbaren Steuerkurve gebildet sein, da dadurch die elektrische Steuerung des Schreitwerkes verfeinfacht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Trainingsgerät zum Erlernen der Grundbegriffe für das Reiten eines Pferdes, mit einem der äußeren Kontur eines lebenden Pferdes nachgebildeten Reitkörper (1), und mit einer im Blickfeld des Reiters liegenden Fehleranzeigevorrichtung (2), dadurch gekennzeichnet, daß der Reitkörper (1) einen aus einem elastischen Material gefertigten Hohlkörper beinhalten, der zumindest im Bereich seiner äußeren Begrenzung mehrere vom aufsitzenden Reiter betätigbare Meßglieder (9, 10) aufweist, denen ein Auswertgerät zugeordnet ist, in dem die von den Meßgliedern (9, 10) erzeugten Signale einspeis- und verarbeitbar sind, und daß die Fehleranzeigevorrichtung (2) durch das Auswertgerät steuerbar ist.
  2. 2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Reitkörper (1) ein Reitsattel (7) für den Reitschüler aufgelegt ist, und daß im Innenraum des Reitsattels (7) mehrere dem Auswertgerät (2) zugeordnete Meßglieder (11) angeordnet sind.
  3. 3. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reitkörper (1) im wesentlichen aus einem Rumpfteil (4) und einem die Bewegungen der Beine eines lebenden Pferdes nachvollziehenden Schreitwerk (6) gebildet ist.
  4. 4. Trainingsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schreitwerk aus vier, den Vorder- und Hinterbeinen eines lebenden Pferdes nachgebildeten Lenkern (5) gebildet ist, die mit einem Ende am Rumpfteil (4) des Reitkörpers (1) angelenkt sind.
  5. 5. Trainingsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Lenker (5) zumindest im mittleren Bereich ein Gelenk aufweist.
  6. 6. Trainingsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Lenker (5) des Schreitwerkes (6) ein Antrieb zugeordnet ist.
  7. 7. Trainingsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antrieb aus einer um eine Horizontalachse rotierenden Kurvenscheibe oder aus einer oszillierend antreibbaren Steuerkurve gebildet ist.
  8. 8. Trainingsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antrieb im wesentlichen aus zwei Kolbenzylindereinheiten (14, 15), vorzugsweise aus zwei Hydraulikzylindern, gebildet ist.
  9. 9. Trainingsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange einer Kolbenzylindereinheit (14) an dem freien Ende des zugeordneten Lenkers (5) angelenkt ist, daß diese Kolbenzylindereinheit (14) gegenüber der Horizontalen geneigt ist und daß die andere Kolbenzylindereinheit (15) mit ihrer Kolbenstange an dem Gehäuse der anderen Kolbenzylindereinheit (14) angelenkt ist.
  10. 10. Trainingsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in einer dem Reitkörper (1) zugewandt liegenden Begrenzungsplatte Schlitze (18) für die Kolbenstangen der Kolbenzylindereinheiten (14, 15) vorgesehen sind.
  11. 11. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich neben dem Reitkörper (1) ein in Umlauf bringbares Transportband (17) vorgesehen ist, dessen Umlenkrollen auf Horizontalachsen gelagert sind.
  12. 12. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Reitkörper (1) zwei im rechten Winkel zueinander stehende Spiegel (12, 13) zugeordnet sind, wobei ein Spiegel (12) in der Geradeausblickrichtung des aufsitzenden Reiters liegt.
  13. 13. Trainingsgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der im Blickfeld des aufsitzenden Reiters liegende Spiegel (12), die Fehleranzeigevorrichtung (2) und das Auswertgerät eine Baueinheit bilden.
  14. 14. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reitkörper (1) auf einer kastenförmigen, zur Bodenfläche offenen Plattform (3) aufgestellt ist, und daß die Plattform (3) zumindest an einer seitlichen Begrenzung stufenförmig ausgebildet ist.
  15. 15. Trainingsgerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rumpfteil (4) ein Halsteil (4a) und ein Kopfteil (4b) angeordnet sind, und daß im Übergangsbereich zwischen dem Halsteil (4a) und dem Kopfteil (4b) mindestens ein Meßglied (10) liegt.
  16. 16. Trainingsgerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßglieder (9 bis 11) als Sensoren ausgebildet sind.
  17. 17. Trainingsgerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reitkörper (1) aus einem Fibermaterial gefertigt ist.






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