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Dokumentenidentifikation DE3917948A1 13.12.1990
Titel Haargeeltube
Anmelder Soltenau, Rupert, 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 01.06.1989
DE-Aktenzeichen 3917948
Offenlegungstag 13.12.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.1990
IPC-Hauptklasse A45D 24/26
IPC-Nebenklasse A46B 11/00   B65D 47/42   B65D 35/36   B65D 35/44   
Zusammenfassung Herkömmliche Haargeltuben besitzen vorne eine große Gelaustrittsöffnung, von der aus das Gel ins Haar gebracht werden muß. Um die daraus resultierende umständliche Art der Anwendung des Haargels zu verbessern, soll die neue Vorrichtung als multifunktionale Haargeltube sein genaues Dosieren, problemloses Auftragen, gleichmäßiges Verteilen und funktionelles Frisieren gewährleisten.
Dies wird erreicht, indem in eine herkömmliche Haargeltube am verschlossenen Ende oder an der Seite wenigstens ein Kamm integriert ist, dem im Bereich seiner Zinken Austrittsöffnungen für das Haargel zugeordnet sind. Die Austrittsöffnungen sind mit einer lösbaren Verschlußeinrichtung verschließbar, welche so gestaltet sein kann, daß der Kamm in geschlossenem Zustand der Tube nur zum Teil in ihr aufgehoben ist und somit regulär verwendbar ist.
Die Vorrichtung erleichtert den bisherigen Gebrauch von Haargel aus Tuben und macht die Art seiner Anwendung zweckmäßiger.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Haargeeltube.

Eine Haargeeltube soll einerseits problemloses, längeres Aufbewahren des Geels und andererseits seine Dosierung und Anwendung ermöglichen.

Haargeeltuben sind seit Jahren bekannt und werden in bekannter Form auf dem Markt dargeboten. Sie sind aus einem dehnbaren Kunststoff hergestellt und bestehen aus einem tubenförmigen, am hinteren Ende verschlossenen Hohlkörper, dessen vorderes Ende eine Öffnung für das Haargeel aufweist. Diese ist mit einer aufschraubbaren Kappe zu verschließen.

Der Nachteil der bisherigen Haargeeltube liegt in der umständlichen Art der Anwendung. Um das Haargeel ins Haar zu bekommen, muß man das Geel gefühlsmäßig dosierend aus der Tube auf die Hand drücken und es dann ins Haar schmieren. Dort ist es schwer und ungenau verteilbar. Außerdem verkleben sich dabei die Finger und man benötigt zusätzlich einen Kamm, um das mit Geel versehene Haar im Nachhinein zu frisieren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Geel sogleich auf einen gesonderten Kamm zu drücken und diesen dann zum Auftragen auf das Haar zu benutzen. Auch diese Methode ist ebenso umständlich wie unbefriedigend, da der Kamm das Geel schlecht behält und es ebenfalls nicht gleichmäßig verteilt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die vorgenannten Nachteile zu beseitigen und eine Vorrichtung zu schaffen, die genaues dosieren, problemloses auftragen, gleichmäßiges verteilen und funktionelles frisieren gewährleistet, ohne auf von der Tube losgelöste Gerätschaften zurückgreifen zu müssen. Zu entwickeln war also eine Multifunktionstube, deren alte Funktionen zusätzlich erhalten bleiben, da im Einzelfall das Auftragen des Geels mit der Hand noch erforderlich sein kann.

Da die Erfindung ein auf dem Markt bereits erfolgreich eingeführtes Produkt verbessern möchte, ist die gewerbliche Anwendbarkeit offensichtlich.

Erreicht ist obengenanntes Ziel dadurch, daß in eine herkömmliche Haargeeltube, bestehend aus einem dehnbaren Kunststoff, am verschlossenen Ende oder an der Seite wenigstens ein Kamm integriert ist, dem im Bereich seiner Zinken Austrittsöffnungen für das Haargeel in geeigneter Größe und ausreichender Zahl zugeordnet sind, und daß die Austrittsöffnungen durch eine lösbare Verschlußeinrichtung verschließbar sind.

Um eine solche Geeltube zu erhalten, wird der wenigstens eine integrierte Kamm, der aus einem geeigneten Kunststoff, womöglich dem selben der Tube, oder einem sonstigen geeigneten Material besteht, auf herkömmliche Weise untrennbar mit der Tube verbunden. Damit das Geel auch über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden kann, ist die Gesamtheit aller Geelaustrittsöffnungen mit einer auf den Kammzinken aufsteckbaren oder an der Tube anbringbaren Kappe verschließbar, an welcher Vorsprünge vorgesehen sind, die verschließend in die Austrittsöffnungen eindringen. Zur besseren Befestigung der Kappe ist wenigstens eine Durchgangsöffnung oder Aussparung vorgesehen, in welcher in geschlossenem Zustand der Tube die Kammzinken entweder ganz oder lediglich über ein Teilstück ihrer Länge aufgehoben sind. Das in letzterem Fall über die Kappe herausragende Teilstück kann als regulärer Kamm verwendet werden. Die Kappe wird nach bekannter Methode, z. B. mit einem Klemmverschluß, an der Tube angebracht.

Die Haargeeltube mit integriertem Spenderkamm bereitet in der Herstellung keine Schwierigkeiten, da alle notwendigen Teile nach bekannten Techniken hergestellt und verbunden werden können. Zudem ist der Kostenaufwand sehr gering.

Mit Hilfe der gemachten Erfindung ist die Anwendung des Haargeels wesentlich erleichtert und verbessert worden. Entsprechend dem Druck auf die Tube tritt in geöffnetem Zustand an den Austrittsöffnungen das Haargeel in genau dosierbaren Mengen über die ganze Breite des Kammes aus. Läßt man dabei den Kamm durch das Haar gleiten, so verteilt sich das Geel direkt, problemlos und gleichmäßig im Haar. Zudem wird gleichzeitig mit diesem Vorgang das Haar frisiert. Wie ersichtlich fallen alle zusätzlichen Gerätschaften, die früher benötigt wurden, weg. Außerdem kann man bei geeignet gewählter Kappenform die Tube in geschlossenem Zustand als nichtspendenden Kamm für Nachregulierungen an der Frisur verwenden. Hierdurch bleibt der reguläre Kamm vom klebrigen Geel verschont. Es ist also eine Multifunktionstube geschaffen worden, indem neue Eigenschaften der alten Tube hinzugefügt wurden. Daß man die Erfindung auch bei anderen Geels und sogar bei Flüssigkeiten verwenden kann, versteht sich von selbst.

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an mehreren Ausführungsbeispielen im Längsschnitt und in der Sicht von oben dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäß veränderte Haargeeltube, wobei (1) die Haargeeltube, (2) die Kammzinken und (3) die Austrittsöffnungen darstellen. Der integrierte Kamm befindet sich am verschlossenen Ende der Tube.

Fig. 2 zeigt ebenfalls den Gegenstand der Erfindung, wobei sich der integrierte Kamm (2) an der Seite der Tube (1) befindet.

Fig. 3 zeigt drei verschiedene Möglichkeiten die Kammzinken (2) und die Austrittsöffnungen (3) anzuordnen in der Sicht von oben. Die Austrittsöffnungen können zwischen den Zinken, vor den Zinken oder umgeben von zwei Reihen Zinken angebracht sein. (10) stellt das verschlossene Ende der Tube (1) dar.

Fig. 4 zeigt die Verschlußeinrichtung in Form einer völlig von der Tube (1) abnehmbaren, auf die Kammzinken (2) aufsteckbaren Kappe (4), wobei (5) die Vorsprünge, die verschließend in die Austrittsöffnungen eindringen, und (6) die Durchgangsöffnungen für die Kammzinken darstellen. In diesem Fall besitzt die Kappe für jede einzelne Kammzinke eine Durchgangsöffnung und umschließt, sobald sie aufgesteckt ist, den oberen Teil der Tube mantelförmig von allen Seiten.

Fig. 5 zeigt die Geeltube (1) in geschlossenem Zustand, wobei die Kappe (4) die Kammzinken (2) in ihrer ganzen Länge aufnimmt.

Fig. 6 zeigt ebenfalls die Geeltube (1) in geschlossenem Zustand. Jedoch sind hier die Kammzinken (2) nur über ein Teilstück (8) ihrer Länge in der Kappe aufgehoben. Das herausragende TeiIstück (9) kann als regulärer Kamm verwendet werden.

Fig. 7 zeigt eine Kappe (4), die untrennbar, schwenkbar mit der Geeltube (1) verbunden ist. Es wird eine halbierte Kappe verwendet, die in geschlossenem Zustand nur eine Seite des Kammes (2) abdeckt, also nur von der Seite beigesteckt wird. Passend dazu sind die Geelaustrittsöffnungen (3) seitlich angebracht. Auf diese Weise wird den Vorsprüngen (5) trotz der horizontalen Schwenkbewegung ermöglicht, verschließend in die Austrittsöffnungen einzudringen. Die Aussparungen (7) nehmen die Kammzinken (2) auf und gewährleisten so einen besseren Sitz für die Kappe.

Fig. 8 zeigt drei verschiedene, geeignete Stellen für die Geelaustrittsöffnungen (3). Diese können im Bereich der Kammzinkenwurzeln, in der Mitte der Zinken (2) oder an deren Spitze angebracht sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Haargeeltube dadurch gekennzeichnet,

    daß in eine herkömmliche Haargeeltube (1) bestehend aus einem dehnbaren Kunststoff am verschIossenen Ende oder an der Seite wenigstens ein Kamm (2) integriert ist, dem im Bereich seiner Zinken (2) Austrittsöffnungen (3) für das Haargeel in geeigneter Größe und ausreichender Zahl zugeordnet sind, und daß die Austrittsöffnungen (3) durch eine lösbare Verschlußeinrichtung (4) verschließbar sind.
  2. 2. Haargeeltube nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,

    daß der wenigstens eine integrierte Kamm (2) aus einem geeigneten Kunststoff, womöglich dem selben der Tube, oder einem sonstigen geeigneten Material besteht, wie z. B. Metall, Hartplastik, Horn etc.
  3. 3. Haargeeltube nach den Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet,

    daß der wenigstens eine integrierte Kamm (2) auf herkömmliche Weise, z. B. durch aufkleben, einsetzen, einschweißen oder bereits als gespritzter Teil der Tube untrennbar mit dieser verbunden ist.
  4. 4. Haargeeltube nach den Ansprüchen 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet,

    daß die Gesamtheit aller Geelaustrittsöffnungen (3) mit einer auf den Kammzinken (2) aufsteckbaren oder an der Tube (1) anbringbaren Kappe (4) verschließbar ist, an welcher Vorsprünge (5) vorgesehen sind, die verschließend in die Austrittsöffnungen (3) eindringen.
  5. 5. Haargeeltube nach den Ansprüchen 1, 2, 3 und 4 dadurch gekennzeichnet, daß in der Kappe (4) wenigstens eine Durchgangsöffnung (6) oder Aussparung (7) vorgesehen ist, in welcher in geschlossenem Zustand der Tube (1) die Kammzinken (2) entweder ganz oder lediglich über ein Teilstück ihrer Länge aufgehoben sind, sodaß ein weiteres Teilstück über der Kappe (4) herausragt.






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