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Dokumentenidentifikation DE3339659C2 20.12.1990
Titel Radnabe mit integrierter Bremse
Anmelder SO.M.A. Europe Transmissions Société Nouvelle Mécanique & Automobile, Saint-Etienne Cedex, FR
Erfinder Rogier, Léonce, St. Denis, FR
Vertreter Staeger, S., Dipl.-Ing.; Sperling, R., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 02.11.1983
DE-Aktenzeichen 3339659
Offenlegungstag 03.05.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.12.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.1990
IPC-Hauptklasse F16D 65/853
IPC-Nebenklasse B60T 1/06   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Radnaben mit integrierter Bremse von der Art, die beispielsweise zur Ausrüstung von Industriefahrzeugen, landwirtschaftlichen Maschinen, Maschinen oder Fahrzeugen für den öffentlichen Verkehr oder auch Fördermaschinen oder Anlagen verwendet werden, wie z. B. bei Kränen oder Laufkränen. Eine solche Radnabe ist ausgestattet mit einem drehbar auf einem allgemein als Achsschenkel bezeichneten Träger angeordneten Gehäuse, das zur Aufnahme eines Fluids geeignet ist, und mit einem auf dem Achsschenkel drehfest aufgekeilten Kranz, wobei in dem Innenraum des Gehäuses eine Bremse mit mindestens einer zur drehfesten Verbindung mit der betreffenden Radachse geeigneten drehbaren Scheibe vorgesehen ist.

Aus der nicht-vorveröffentlichten DE-PS 32 43 117 ist eine Radnabe mit Untersetzungsgetriebe und integrierter Bremse bekannt, bei der die Umspülung der Bremsvorrichtung mit entsprechendem Hydrauliköl von der mittigen mit Keilnuten versehenen Aufnahme der Bremsscheiben her erfolgt, die den über diese zahnkranzartige Vorrichtung drehfest mit der Zentralwelle des Planetengetriebes verbunden sind. Dieser Zahnkranz weist zum einen axiale Bohrungen auf, in die radiale, nach außen führende Bohrungen einmünden. Diese Bohrungen enden zwischen den auf diesem Zahnkranz festgelegten Bremsscheiben und dienen der Ölzirkulation in dem abgeschlossenen Raum der Bremse.

Diese Anordnung ist nicht ganz zufriedenstellend, da bei häufiger Bremsbetätigung das Fluid infolge unzureichender Möglichkeit der Wärmeabgabe über das zulässige Maß erhitzt wird und es dadurch zu Betriebsstörungen kommen kann.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel steht diese Bremskammer über einen ringförmigen Spalt, der in der Trennwand zwischen Bremskammer und Planetengetrieberaum um die die Zentralwelle umgehende Hülse herum freigelassen ist, mit dem Planetengetrieberaum in Strömungsverbindung. Zwar wird hierdurch ein Austausch des Kühl- und Schmiermediums gestattet, jedoch ist dieses Öl während des Betriebs zwangsläufig einer Zentrifugalkraft ausgesetzt, die dazu führt, daß es sich ringförmig gegen die Innenwand der jeweiligen Kammer anlegt und so ein tatsächlicher Austausch zwischen den beiden Kammern während des Betriebs nicht stattfinden kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform steht die Bremskammer über in der Außenwand des Gehäuses ausgebildete Kanäle mit einer besonderen Ölquelle in Strömungsverbindung, wodurch von außen eine Zirkulation des Bremsfluids bewirkt wird.

Diese Ausführungsform hat den Nachteil, daß sie eine rotierende Abdichtung zwischen der Nabe und dem fahrzeugfesten Teil enthält, die störungsanfällig ist und ständiger Wartung bedarf.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Radnabe mit integrierter Bremse zu schaffen, die bei einfachem und kostengünstigem Aufbau eine hohe Betriebssicherheit ohne übermäßige Erhitzung des die Bremsen umspülenden Fluids bereitstellt.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Maßnahmen gelöst.

Aus der US-PS 33 66 211 ist ein Schmiersystem für nasse Kupplungen bekannt, bei dem im Kupplungsgehäuse ein mit einer Druckplatte verbundener umgebördelter Rand vorgesehen ist, der eine Art Kanal bildet, und der in dem Sumpf der Kupplung eingetaucht ist. An einer geeigneten Stelle ist am Gehäuse ein Abgreifrohr befestigt, das in den lichten Durchmesser des umgebogenen kanalförmigen Randes hineinragt und während der Rotation der Kupplung die sich infolge der Fliehkraft in diesem umgebogenen Rand ansammelnde Ölflüssigkeit abgreift und zur Zentralwelle ableitet.

Durch die erfindungsgemäßen Merkmale wird gewährleistet, daß im wesentlichen ohne zusätzlichen axialen Raumbedarf und ohne komplizierte zusätzliche Bauteile eine Ölzirkulation in der Nabe herbeigeführt wird, so daß eine ausreichende Kühlung durch Zuführen abgekühlten Öls gesichert ist.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung angegeben.

Bei einer weiteren Variante weist die Bremse in Querrichtung im Innenraum des Kranzes eine Druckplatte auf, die ebenso wie er auf dem Achsschenkel verkeilt ist, wobei die erfindungsgemäßen Fördermittel gemäß einer zweiten Ausführungsform zumindest einen Durchgang besitzen, der in Querrichtung in der Druckplatte ausgebildet ist, sowie ein Rohr, das, in diesen Durchgang hineingesteckt, auf der Seite des Kranzes mit Spiel letzteren dank einer Öffnung durchquert, welche zu diesem Zweck in diesem ausgebildet ist, und welches Rohr an dem Kranz nach außen in Richtung auf das Gehäuse vorspringt.

Welche Ausbildung auch gewählt wird, dank der erfindungsgemäß ausgebildeten Fördermittel gibt es während des Betriebs stets automatisch eine Zwangszuführung von Kühlfluid zu dem Innenraum des Kranzes, wobei das Fluid mittels der Fördermittel dem Außenraum, der sich ringförmig zwischen dem Kranz und der Gehäusewandung erstreckt, selbst dann entnommen wird, wenn aus Gründen, die oben dargelegt worden sind, das Schmiermittel wegen der Wirkungen der Zentrifugalkräfte nur relativ schwer zurückgeführt werden kann.

Auf diese Weise wird die Kühlung der Bremse in geeigneter Weise stets sichergestellt, welcher Betriebszustand auch immer herrschen möge.

Gemäß einem zweiten Gesichtspunkt ist die erfindungsgemäße Radnabe vorzugsweise noch dadurch gekennzeichnet, daß zumindest über einen Bereich seiner Länge das Gehäuse kreisförmig gewellt ist, und zwar derart, daß der ringförmige Außenraum zwischen dem Kranz und der Gehäusewandung radiale zellenartige Ausbuchtungen bildet.

Praktisch erstrecken sich diese zellenartigen Ausbuchtungen von dem Flanschring an, der das Gehäuse zum Zwecke der Befestigung einer Radfelge aufweist, auf der Innenfläche dieses Flansches, wobei sie kreisförmig mit den Durchgängen abwechseln, die üblicherweise ein solcher Flanschring aufweist, damit die zur Befestigung des Rads notwendigen Bolzenschrauben hindurchtreten können.

Diese zellenartigen Ausbuchtungen gestatten vorteilhafterweise, den verfügbaren Raum für die Kühlflüssigkeit zu vergrößern, ohne den allgemeinen diametralen Raumbedarf der Anordnung zu vergrößern; zusätzlich stellen sie eine Vergrößerung der Oberfläche nach außen dar und somit eine Verbesserung der Kühlbedingungen für das Fluid, für das sie darüber hinaus vorteilhafterweise einen Umrühreffekt herbeiführen.

Aus den gleichen Gründen verbessern sich vorteilhafterweise die Kühlbedingungen der Bremse ebenfalls.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher hervor. Es zeigt

Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße Radnabe entlang der unterbrochenen Linie I-I in Fig. 2B,

Fig. 2A eine Halbansicht von hinten aus Richtung des Pfeils IIA in Fig. 1,

Fig. 2B eine Halbansicht im Axialschnitt entlang der Linie IIB-IIB in Fig. 1, welche die Ansicht in Fig. 2A vervollständigt,

Fig. 3 eine Detailansicht im Axialschnitt der erfindungsgemäßen Radnabe entlang der Linie III-III in Fig. 2A,

Fig. 4 eine Teilansicht eines Axialschnitts einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Radnabe,

Fig. 5 eine Teilansicht eines Querschnitts durch diese Variante entlang der Linie V-V in Fig. 1, und

Fig. 6 ein Ausschnitt eines Bereichs der Fig. 2B, wobei jedoch eine andere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Radnabe dargestellt ist.

Die Figuren zeigen eine Radnabe 10, bei der es sich um die Nabe eines Radmotors handelt, die auf einem festen Träger 11 angebracht wird, der allgemein als Achsschenkel bezeichnet wird, und entweder starr oder lenkbar am Ende einer Achse befestigt ist, in welcher die zugeordnete Antriebswelle drehbar aufgenommen ist.

Letztere ist in den Zeichnungen nicht dargestellt.

In an sich ebenfalls bekannter Weise besitzt die erfindungsgemäße Radnabe 10 ein Gehäuse 12, das im wesentlichen rohrförmig ist und im Inneren drehbar auf dem Achsschenkel 11 unter Zwischenschaltung zweier Wälzlager 13 angeordnet ist. Auf der dem Achsschenkel 11 abgewandten Seite ist der Hohlkörper 12 in der dargestellten Ausführungsform mittels eines lösbaren Deckels 14 verschlossen.

Außen weist das Gehäuse 12 einen Flanschring 17 auf, an welchem das betreffende Rad mittels seiner Radfelge angeflanscht werden kann. Der Flanschring ist zu diesem Zweck mit nebeneinander angeordneten Durchgängen 18 versehen, durch die Schraubenbolzen zur Befestigung einer solchen Radfelge erforderlich hindurchführen.

Das Gehäuse 12 ist geeignet, eine zur Schmierung und zur Kühlung dienende Flüssigkeit aufzunehmen.

Zwischen dem Gehäuse und dem Achsschenkel 11 ist ein Dichtungsring 19 vorgesehen, ebenso ein mit 20 bezeichneter Dichtungsring zwischen dem Gehäuse und dem es verschließenden Deckel 14. Des weiteren ist zum Einfüllen der notwendigen Schmier- und Kühlflüssigkeitsmenge in diesem Deckel 14 eine in axialer Richtung verlaufende Öffnung 22 ausgebildet, die normalerweise mittels eines lösbaren Stopfens 23 (Fig. 2A und 3) abgedichtet ist.

In der in Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform und gemäß einem Aspekt der Erfindung ist das Gehäuse 12 auf der Seite des Flanschrings 17, die dem Deckel 14 abgewandt ist, d. h. auf der Seite des Ringflanschs, die auf der Seite des Achsschenkels 11 liegt, kreisförmig gewellt, und bildet somit radiale zellenartige Ausbuchtungen 25.

Diese zellenartigen Ausbuchtungen 25 erstrecken sich, so wie dargestellt, in axialer Richtung von dem Flanschring 17 an zur Innenfläche, d. h. auf der Fläche des Ringflanschs, welche zum Achsschenkel 11 gewandt ist, und sie wechseln kreisförmig mit den am Flansch vorgesehenen Durchgängen 18 ab.

Sie können sich somit radial bis in unmittelbare Nähe des Außenumfangs des Flanschrings 17 erstrecken, ohne den diametralen Raumbedarf der Anordnung zu vergrößern oder sich mit den Durchgängen 18 zu überlagern, die der Flanschring 17 aufweist; sie verhindern somit nicht den Durchgang der für die Befestigung der Felge notwendigen Schraubenbolzen durch den Flanschring 17.

In der dargestellten Ausführungsform sind Durchgänge 18 in dem Flanschring 17 vorgesehen, ebenso wie eine gleiche Anzahl von zellenartigen Ausbuchtungen.

In der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform ist in dem Gehäuse 12 auf der Seite des ihn schließenden Deckels 14 ein Untersetzungsgetriebe 26 angeordnet.

In an sich bekannter Weise weist das Untersetzungsgetriebe 26 eine Vielzahl von Planetenrädern 27 auf, die gleichmäßig kreisförmig um die Achse der Anordnung verteilt und jeweils einzeln drehbar auf Trägerachsen angeordnet sind, welche selber von einem Planetenträger getragen werden.

Gemäß Ausbildungen, die, da sie nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, nicht näher im Detail beschrieben werden, ist der Planetenträger drehfest mit dem Gehäuse 12 verbunden und axial mittels Schrauben 31 an dem das Gehäuse verschließenden Deckel 14 angeflanscht, wobei er axial gegen einen geschlitzten Federring 32 anliegt, der axial zwischen ihm und dem Deckel 14 eingesetzt und sich in Eingriff mit einer Ringnut 33 befindet, die zu diesem Zweck an der Innenfläche des Gehäuses 12 ausgebildet ist. Der Deckel 14 liegt mittels einer Schulter 34 selber ebenfalls axial am zugeordneten Rand des Gehäuses an.

In an sich bekannter Weise wirken die Planetenräder 27 zwischen einer Zentralwelle 36, die drehfest mit der zugeordneten Antriebswelle verbunden ist und einem Kranz 37, der drehfest mit einem Träger39, allgemein als Kranzträger bezeichnet, verbunden ist, wobei der Kranz über den Kranzträger an dem Achsschenkel 11 festgelegt ist.

In der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform ist der Kranzträger 39 einstückig mit dem Kranz 37 ausgebildet, wobei er mittels Schrauben 41, die gleichmäßig im Kreis verteilt sind, axial an dem Achsschenkel 11 befestigt ist. Zwischen dem Kranzträger 39 und dem Achsschenkel 11 wirken planseitig Klauenmittel 42.

Diese Anordnungen sind für sich nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung; sie werden daher nicht näher im Detail beschrieben.

In dem Innenraum des Kranzes 37 ist eine Bremse 43 angeordnet.

In an sich bekannter Weise weist eine derartige Bremse 43 zumindest eine drehbare Scheibe 44 auf, die dazu bestimmt ist, drehfest mit der betreffenden Antriebswelle verbunden zu werden.

Es sind eine Vielzahl von drehbaren Scheiben 44 vorgesehen, die mit festen Scheiben 45 abwechseln, wobei zwischen diesen Scheiben Reibbeläge vorgesehen sind, die von den einen oder den anderen dieser Scheiben getragen werden.

In der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform sind die festen oder äußeren Scheiben 45 axial auf einen einzigen Trägerbolzen 47 aufgeschoben, der allen gemeinsam ist und der von dem Kranzträger 39 getragen axial in Richtung des Deckels 14 weist.

Mittels einer Keilnutenanordnung sind die drehbaren oder inneren Scheiben 44 drehfest auf einer Trägernabe 50 aufgekeilt, welche mittels einer Keilnutenverzahnung in Eingriff mit der Zentralwelle 36 steht und in der dargestellten Ausführungsform eine drehende Verbindung zwischen der Zentralwelle 36 und der zugeordneten Antriebswelle sicherstellt, beispielsweise mittels Aufschiebens auf letztere.

Der Trägerbolzen 47 der festen Scheiben 45 ist jenseits des Außenumfangs der drehbaren Scheiben 44 angeordnet.

In der dargestellten Ausführungsform, und gemäß Anordnungen derart, wie sie in der DE 32 43 117 beschrieben worden sind, ist die Innenwandung des Kranzes 37 bezüglich der Achse der Anordnung gegenüber den festen Scheiben 45 exzentrisch, wobei der Außenumfang dieser festen Scheiben 45 selber bezüglich der Achse exzentrisch ausgebildet ist, um mit der genannten Innenwand des Kranzes 37 zusammenzuwirken.

Die drehbaren Scheiben 44 und die festen Scheiben 45 sind gemeinsam dazu ausgebildet, unter der Kontrolle einer Steuereinheit 52 einer axialen Klemmung zwischen zum einen einem Druckteil 53 und zum anderen einer Abstützfläche 54 ausgesetzt zu werden, wobei das Druckteil 53 im Innenraum des Kranzes 37 angeordnet ist und von der Steuereinheit 52 beaufschlagt wird. Die Abstützfläche 54 befindet sich unter Zwischenschaltung von Stiften 55, welche axial den Planetenträger 29 durchqueren, in axialer Anlage gegen den Deckel 14, der das Gehäuse 12 abschließt.

Das dem Kranzträger 39 benachbarte Druckteil 53 ist mittels der Durchgänge 46 auf die Köpfe von Schrauben 41 aufgesetzt, welche ersteren axial an dem Achsschenkel 11 befestigen und es somit selber auf diesem festlegen.

Die Abstützfläche 54 ist in der dargestellten Ausführungsform drehend auf dem Gehäuse 12 verkeilt, sie weist z. B. an ihrem Außenumfang einen axial umgebogenen Rand 56 auf, mittels welchem sie auf dem Planetenträger 29 aufgesetzt und zentriert ist; der axial umgebogene Rand 56 weist zumindest eine Einkerbung 57 auf, mittels welcher er in Eingriff mit einem radialen Vorsprung 58 steht, der an dem Planetenträger 29 hervortritt.

Die Steuereinheit 52 ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und wird daher nicht näher im Detail beschrieben.

Es reicht daher aufzuzeigen, daß sie in der dargestellten Ausführungsform zum einen einen Betriebskolben 60 umfaßt, dessen Zylinder 61 mit einer unter Druck stehenden Fluidquelle verbunden werden kann und auf die Druckplatte 53 drückt; zum anderen weist sie einen Hilfs- oder Ruhekolben 62 auf, der einer Schichtung von Tellerfedern 63 ausgesetzt und geeignet ist, auf den Betriebskolben 60 einzuwirken und über ihn auf das Druckteil 53; der Zylinder 64 dieses Hilfskolbens ist normalerweise mit einer unter Druck stehenden Fluidquelle verbunden, die getrennt ist von der vorhergehenden, um den Rückstau sicherzustellen.

Erfindungsgemäß sind dem Kranz 37, in dessen Innenraum 65 die drehbaren Scheiben 44 und die festen Scheiben 45 der Bremse 53 angeordnet sind, Fördermittel zugeordnet für eine Strömungsverbindung zwischen dem genannten Innenraum 65 und dem Außenraum 66, der sich ringförmig zwischen dem Kranz und der Wandung des Gehäuses 12 erstreckt.

In der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform weisen die Fördermittel zumindest einen Durchgang 68 auf, der in Schrägrichtung in dem Kranz 37 gegenüber den Scheiben 44, 45 der Bremse 43 ausgebildet ist.

Dabei handelt es sich um Durchgänge, die sich im wesentlichen tangential in den Innenraum 65 einmünden. In der dargestellten Ausführungsform sind zwei solcher Durchgänge 68 im Abstand nebeneinander liegend ausgebildet (vgl. Fig. 1).

Es versteht sich, daß für jede betreffende Querebene des Kranzes 37 eine Vielzahl von Kanälen 68 vorgesehen sein kann, die beispielsweise bevorzugt kreisförmig um die Achse der Anordnung verteilt sind.

Die Schrägung dieser Durchgänge 68 ist in Abhängigkeit der Drehrichtung des Gehäuses eingerichtet ist, die dem Vorwärtsgang des betreffenden Fahrzeugs entspricht, und die in Fig. 2B mit einem Pfeil F gekennzeichnet ist.

Es können, wenn gewünscht, analoge Durchgänge für einen umgekehrten Drehsinn vorgesehen sein, der dann dem Rückwärtsbetrieb des betreffenden Fahrzeugs entspricht.

In einem solchen Fall besitzt der Kranz 37 in Querrichtung zumindest einen Durchgang 68, der in die eine Richtung abgeschrägt ist und zumindest einen schrägen Durchgang 68 in entgegengesetzter Richtung (in den Figuren nicht dargestellt).

Während des Betriebes hat das in dem dem Gehäuse 12 befindliche Schmier- und Kühlfluid die Tendenz, sich ringförmig an der Innenwandung des Gehäuses anzulegen; es kann durch die Durchgänge 68, welche die erfindungsgemäßen Fördermittel bilden, in Querrichtung fließen, wobei es durch diese Durchgänge zu dem Innenraum 65 des Kranzes 37 geleitet wird und dort die gewünschte Kühlung der Scheiben 44, 45 der darin befindlichen Bremse 43 sicherstellen.

Quer über diese Scheiben, welche Labyrinthe bilden, und quer durch die Kanäle, die zwischen den Planetenrädern 28 des Untersetzungsgetriebes 27 und dem Kranz 37 gebildet sind, erreicht das Fluid wieder den äußeren Raum 66.

In dem Fall, in dem eine oder mehrere Passagen 68 in umgekehrter Richtung vorgesehen sind, erreicht zumindest ein Teil des Schmier- und Kühlfluids das Außenvolumen 66 des Kranzes 37 über diese Passage oder Passagen.

Wie zu bemerken ist, nehmen in der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsformen die zellenartigen Ausbuchtungen 35, die an dem Gehäuse 12 ausgebildet sind, an der Bildung des Außenraums des Kranzes 37 teil, der sich dadurch vorteilhafterweise vergrößert.

In der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform weitet sich zumindest einer der Durchgänge 68, entlang zumindest eines Bereiches seines Weges in Richtung auf seine Mündung in den Außenraum 66 des Kranzes 37 (Fig. 2B), und zwar dergestalt, daß daraus eine progressive Beschleunigung des Fluids in dem Kanal erfolgt, bevor es in den Innenraum 65 des Kranzes 37 eintritt.

In der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsvariante umfassen die erfindungsgemäßen Fördermittel zumindest einen Durchgang 77, der in Querrichtung in dem Druckteil 53 ausgebildet ist, und ein Rohr 71, das, in den Durchgang 70 auf der Seite des Kranzes 37 eingesetzt, mit Spiel zumindest axial letzten aufgrund einer Öffnung 72 durchquert, die zu diesem Zweck in dem Kranz ausgebildet ist, es springt dann, außen an diesem in Richtung auf die Wandung des Gehäuses 12 vor. Vorzugsweise, und wie dargestellt, mündet der Durchgang 70, den auf diese Weise in Querrichtung die Druckplatte aufweist, in axialer Richtung in den Innenraum 65 des Kranzes 37, und zwar in der Nähe des Innenumfangs dieser Druckplatte 53 und somit in vorteilhafter Weise im Inneren der Scheiben 44 und 45 der Bremse 43.

Praktisch erstreckt sich ein solcher Durchgang 70 im wesentlichen radial, wobei das Rohr 71 die Form eines T besitzt; das Rohr 71 besitzt in Umfangsrichtung zwei Öffnungen 74A und 74B, von denen die eine in Umfangsrichtung in die eine Drehrichtung und die andere in die entgegengesetzte Drehrichtung gewandt ist.

Vorzugsweise ist, wie dargestellt, ein Rückschlagventil 75 zwischen den beiden Öffnungen 74A und 74B des Rohrs 71 vorgesehen, um ein wirksames Funktionieren einer der Öffnungen entsprechend dem betreffenden Drehsinn des Gehäuses 12 sicherzustellen.

Es kann eine Vielzahl von Durchgängen 70 in dem Druckteil 53, jeweils mit einem Rohr 71 versehen, vorgesehen sein.

Ein solcher Durchgang 70 ist in Umfangsrichtung zwischen den Schrauben 41 vorgesehen, die axial den Kranzträger 39 mit dem Achsschenkel 11 verbinden.

In dem Fall, in dem, wie dargestellt, axial wirkende Federn 76 vorgesehen sind, die sich jeweils einzeln an einer Schale 77 abstützen, die mittels eines Stößels 78 an dem Kranzträger 39 befestigt sind und auf das Druckteil 53 einwirken; um dieses permanent gegenüber den Scheiben 44, 45 der Bremse 43 in Abstand zu halten und auf diese Weise jegliche axiale Klemmung verhindern, die zwischen zwei Bremsvorgängen auftreten könnte, sind der oder die Durchgänge 70, die dieses Druckteil 53 aufweist, zwischen diesen Federn 76 eingerichtet.

In diesem Fall gibt es in Umfangsrichtung abwechselnd Schrauben 41, Durchgänge 70 und Federn 76.

Wie zu erkennen ist, sind in der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform die festen Scheiben 45 der Bremse 43 drehfest auf dem Kranz 37 mittels einer Keilnutenverzahnung angeordnet, die zu diesem Zweck zwischen ihnen und dem Kranz 37 ausgebildet ist.

Gemäß einer Ausführungsvariante, die in Fig. 6 dargestellt ist, und die dem Typ der in Verbindung mit den Fig. 1- 3 beschriebenen Ausführungsformen entspricht, ist in zumindest einem der Durchgänge 68, die der Kranz 37 aufweist, hier in jedem der Durchgänge, ein Rohr 80 eingesetzt, das axial nach außen an dem Kranz 37 in Richtung auf den Gehäuse 12 vorspringt.

Es kann sich dabei einfach, wie dargestellt, um eine Hülse handeln, die in Längsrichtung geschlitzt und somit federnd in radialer Richtung verformbar in einen solchen Durchgang 68 eingepreßt ist.

Ein derartiges Rohr 80 gestattet es, Schmier- und Kühlfluid in nächster Nähe der Wandung des Hohlkörpers 12 aufzunehmen, insbesondere in dem Fall, wo, wie dargestellt, das Gehäuse 12 nicht mit napfförmigen Ausbuchtungen versehen ist.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere können, wenn gewünscht, und wie schematisch mit unterbrochenen Linien in Fig. 2B dargestellt, die Durchgänge 82 in den festen Scheiben 45 der Bremse 43 in der Nähe ihrer Trägerstifte 47 vorgesehen sein, um eine fehlerhafte Abschirmung der Schmier- und Kühlflüssigkeit zu verhindern, die in dem Innenraum 65 des Kranzes 37 vorhanden ist, und um das notwendige axiale Wandern zurück in den Außenraum 66 des Kranzes 37 zu erleichtern.


Anspruch[de]
  1. 1. Radnabe mit integrierter Bremse, insbesondere für Industriefahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen oder Fahrzeuge und Maschinen für den öffentlichen Verkehr, mit einem drehbar auf einem allgemein als Achsschenkel bezeichneten Träger (11) angeordneten Gehäuse (12) das zur Aufnahme eines Fluids geeignet ist, und mit einem auf dem Achsschenkel drehfest aufgekeilten Kranz (37), wobei in dem Innenraum (65) des Gehäuses eine Bremse (43) mit mindestens einer zur drehfesten Verbindung mit der betreffenden Radachse geeigneten drehbaren Scheibe (44) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kranz (37) und der Wandung des Gehäuses (12) ein ringförmiger Außenraum (66) angeordnet ist und am Kranz (37) Fördermittel (68, 71, 80) zum Fördern des Fluids vom Außenraum (66) zum Innenraum (65) ausgebildet sind.
  2. 2. Radnabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel als zumindest ein Durchgang (68) durch den Kranz (37) ausgebildet sind.
  3. 3. Radnabe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchgang (68) schräg verläuft.
  4. 4. Radnabe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kranz (37) mindestens einen weiteren Kanal (68) aufweist, der in entgegengesetzter Richtung schräg verläuft.
  5. 5. Radnabe nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der Durchgänge (68) zumindest über einen Bereich seines Weges in Richtung seiner Mündung in den Außenraum (66) des Kranzes (37) sich erweiternd ausgebildet ist.
  6. 6. Radnabe nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kranz (37) in mindestens zwei unterschiedlichen Querebenen je einen Durchgang (68) aufweist.
  7. 7. Radnabe nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in einen der Durchgänge (68), den der Kranz in Querrichtung aufweist, ein Rohr (80) eingesetzt ist, das in Richtung der Wand des Gehäuses (12) an dem Kranz (37) nach außen vorspringt.
  8. 8. Radnabe nach Anspruch 1, in welcher die Bremse in Querrichtung in dem Innenraum (65) des Kranzes eine Druckplatte (53) besitzt, die an dem Achsschenkel (11) festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel zumindest einen Durchgang (70) umfassen, der radial verlaufend in der Druckplatte (53) ausgebildet ist, und ein Rohr (71), das in den genannten Durchgang (70) auf der Seite des Kranzes eingesetzt, diesen mit Spiel durch eine in dem Kranz ausgebildete Öffnung (72) durchdringt und an dem Kranz in Richtung auf die Wandung des Gehäuses (12) nach außen vorspringt.
  9. 9. Radnabe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchgang (70) in den Innenraum (65) des Kranzes (37) in der Nähe des Innenumfangs der Druckplatte (53) einmündet.
  10. 10. Radnabe nach mindestens einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Durchgang (70) eingesetzte Rohr die Form eines T aufweist und zwei Öffnungen (74A, 74B) besitzt, die in einander entgegengesetzte Umfangsrichtungen weisen.
  11. 11. Radnabe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rückschlagventil (75) zwischen den beiden Öffnungen (74A, 74B) des Rohrs (71) eingesetzt ist.
  12. 12. Radnabe nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) zumindest über einen Bereich einer Längserstreckung über den Umfang gewellt ausgebildet ist, und zwar derart, daß der Außenraum (66), der sich ringförmig zwischen dem Kranz (37) und dem Gehäuse (12) erstreckt, in radialer Richtung zellenartige Ausbuchtungen (25) bildet.






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