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Dokumentenidentifikation DE3927428A1 20.12.1990
Titel Großflächiges Wandbild
Anmelder Latzke, Rainer Maria, Kettenis, BE
Erfinder Latzke, Rainer Maria, Kettenis, BE
Vertreter Bartels, H.; Held, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Fink, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.08.1989
DE-Aktenzeichen 3927428
Offenlegungstag 20.12.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.1990
IPC-Hauptklasse B44C 5/02
IPC-Nebenklasse A47G 35/00   B44F 1/00   E04F 13/08   E04B 1/61   
Zusammenfassung Bei einem großflächigen Wandbild, insbesondere zur wenigstens nahezu vollständigen Bedeckung mindestens einer Wand (1) eines Raumes, ist das Bild auf einer mit der Wand (1) lösbar zu verbindenden Trägerplatte angeordnet, die in wenigstens zwei Plattenabschnitte unterteilt ist. Zusätzlich zu den Plattenabschnitten (3) ist für jede Trennstelle zwischen zwei unmittelbar benachbarten Plattenabschnitten (3) ein Abdeckelement (5) vorgesehen für eine Anordnung auf der dem Bildbetrachter zugewandten Seite des Bildes. Das Abdeckelement (5) bildet einen Teil des Bildes, der dem Betrachter näher liegt als die auf den Plattenabschnitten (3) vorhandenen Bildteile. Die Plattenabschnitte (3) und jedes der Abdeckelemente (5) sind mittels Verbindungselementen (6) mit der zu bedeckenden Wand (1; 101) verbindbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein großflächiges Wandbild, insbesondere zur wenigstens annähernd vollständigen Bedeckung mindestens einer Wand eines Raumes.

Die bekannten Wandbilder dieser Art werden vom Künstler direkt auf die Wandfläche gemalt. Der Zeitaufwand für die Herstellung des Bildes ist damit sehr groß, was sich in den Kosten niederschlägt. Mit sehr hohen Kosten sind auch aus einzelnen Fliesen zusammengesetzte Wandbilder verbunden, nicht zuletzt weil die Herstellung solcher Fliesen sehr teuer ist. Als weiterer Nachteil kommt hinzu, daß die unvermeidlichen Fugen zwischen den Fliesen störend sind. Zwar können solche Fugen bei Tapeten vermieden werden, mittels deren ebenfalls großflächige Wandbilder realisiert werden können. Tapeten sind aber für Räume, in denen eine hohe Feuchtigkeit herrschen kann, beispielsweise Hallenschwimmbäder, nicht verwendbar.

Frei von diesen Nachteilen ist ein großflächiges Wandbild mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Die Kosten eines derartigen Bildes sind wesentlich geringer als diejenigen eines vom Künstler auf die Wand gemalten Bildes, weil der Künstler nicht an Ort und Stelle unter erschwerten Bedingungen zu arbeiten braucht und vor allem eine Vervielfältigung möglich ist, weil das Bild praktisch beliebig oft in einem geeigneten Druckverfahren oder Kopierverfahren auf die Trägerplatte oder auf eine auf die Trägerplatte aufzubringende Trägerschicht aufgebracht werden kann. Ferner brauchen nur eine feuchtigkeitsbeständige Trägerplatte und ein feuchtigkeitsbeständiger Druck oder ein feuchtigkeitsbeständiges Bild, beispielsweise ein feuchtigkeitsbeständiges Großfoto, verwendet zu werden, um mit dem Bild die Wand beispielsweise einer Schwimmhalle schmücken zu können. Von großem Vorteil ist ferner, daß keine Trennfugen zwischen den Plattenabschnitten in Erscheinung treten, weil die Abdeckelemente Bildteile darstellen, die in räumlich richtiger Zuordnung dem Betrachter näher liegen als die auf den Plattenabschnitten vorhandenen Bildteile. Durch die Abdeckelemente kann sogar ein plastischer Eindruck des Bildes verstärkt werden. In seinem ästhetischen Gesamteindruck steht deshalb das erfindungsgemäße Bild einem vom Künstler direkt auf die Wand gemalten Bild nicht nach. Hinzu kommen noch zwei weitere wesentliche Vorteile gegenüber einem direkt auf die Wand gemalten Bild. Zum einen kann das Bild zunächst provisorisch aufgestellt werden, wodurch der Käufer sich einen Eindruck über die Wirkung des Bildes auf die Gestaltung des Raumes machen kann, was in gleichem Maße anhand von Entwürfen in kleinerem Maßstabe nicht möglich ist. Ferner hat der Käufer die Möglichkeit, verschiedene Bilder zunächst provisorisch aufstellen zu lassen, um sich dasjenige aussuchen zu können, was ihm am besten gefällt oder sich mit der größten Harmonie in die Raumgestaltung einfügt. Schließlich ermöglicht die erfindungsgemäße Lösung einen Austausch des Bildes gegen ein solches mit einem anderen Motiv oder auch bei an sich sehr teuren Bildern ein Leasing für eine bestimmte Zeit.

Der Druck oder allgemein die Wiedergabe des Bildes auf die Trägerplatte oder eine Trägerschicht schließt nicht aus, daß einzelne Bilder Abwandlungen erfahren, weil in einem gewissen Rahmen zusätzliche Bildbestandteile in einem zweiten Druck- oder Übertragungsvorgang aufgebracht werden können.

Zwar ist eine Unterteilung des Bildes prinzipiell in jeder Richtung möglich. In der Regel genügt jedoch ein geradliniger Verlauf der Trennstellen lotrecht zum oberen und unteren Bildrand, weil üblicherweise die Raumhöhe nicht so groß ist, daß auch eine Teilung in horizontaler Richtung notwendig ist, um eine problemlose Handhabung der Plattenabschnitte zu gewährleisten.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform haben alle Plattenabschnitte zumindest zunächst die gleiche Form und gleiche Größe, und die Abmessungen sind an das übliche Industrieraster angepaßt. Der Transport auch innerhalb eines Hauses ist dann ohne Probleme möglich.

Damit das Bild ohne Schwierigkeiten an unterschiedliche Wandgrößen angepaßt werden kann, sind vorzugsweise wenigstens zwei Gruppen von Plattenabschnitten vorgesehen. Die eine Gruppe besteht aus Plattenabschnitten, welche einen linken oder einen rechten Bereich des Bildes tragen, auch wenn das Bild sich über mehr als eine Wand erstreckt. Die Plattenabschnitte der zweiten Gruppe tragen alle gleiche Bildteile, damit sie in beliebiger Anzahl nebeneinander angeordnet werden können. Diese variable Gestaltung des mittleren Bildbereiches ist zumindest dann problemlos, wenn ein Bildmotiv dargestellt ist, das in beliebiger Breite auftreten kann, also beispielsweise ein Blick auf Wasser oder auf die Wüste.

Zusätzlich zu dieser Grobanpassung des Bildes an die Größe der zu bedeckenden Wand gibt es verschiedene Möglichkeiten der Feinanpassung. Beispielsweise kann man Abdeckelemente mit unterschiedlicher Breite vorsehen, die es ermöglichen, den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Plattenabschnitten zu variieren. Man kann aber auch im Bedarfsfalle die Plattenabschnitte in ihrer Breite und/oder Höhe reduzieren, sofern man ein Bildmotiv wählt, das eine solche Veränderung zuläßt, ohne daß sie merkbar in Erscheinung tritt.

Besonders geeignet für eine Veränderung ihrer Abmessungen sind Abdeckelemente, welche ein Spalier ohne Begrenzung oder ein anderes Zierelement darstellen. Ein solches Spalier oder dergleichen kann sowohl für die sich in vertikaler Richtung erstreckenden Abdeckelemente verwendet werden als auch für Anpassungselemente, welche längs des oberen Randes eines Plattenabschnittes verlaufen. Solche Anpassungselemente ermöglichen eine stufenlose Anpassung der Bildhöhe an die Wandhöhe. Sie fügen sich besonders dann harmonisch in das Bild ein, wenn die Plattenabschnitte in ihrem oberen Bereich das Bild eines Bogens aus dem gleichen Spalier oder dergleichen tragen. Seitlich an diese Abdeckelemente und oben sowie unten an die Anpassungselemente schließen sich, da das Spalier oder dergleichen ohne Begrenzung ist, vorzugsweise Begrenzungsleisten oder Abdeckungsprofilstäbe, vorzugsweise in der Farbe des Spaliers, an.

Eine gewisse Anpassung in der Breite und in der Höhe läßt sich ferner mit Hilfe von Bildrandteilen beispielsweise in Form einer Wanddurchbruchbegrenzung erreichen. Derartige Bildrandteile vermitteln dem Betrachter den Eindruck, als ob er das Bild durch eine Umrahmung oder einen Mauerdurchbruch hindurch sehen würde. Da die Breite dieser Bildrandteile verändert werden kann, läßt sich mit ihrer Hilfe die für das Bild zur Verfügung stehende Fläche mit den Abmessungen des Bildes in Übereinstimmung bringen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Abdeckelemente sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 8, solche der Verbindungselemente Gegenstand der Ansprüche 17 bis 24.

Die Trägerplatten für das Bild können aus allen geeigneten Werkstoffen oder Werkstoffkombinationen bestehen. Besonders vorteilhaft sind Trägerplatten aus Polyurethanschaum, Preßspan, Gips oder Metall. Diese Platten können auch auf der Bildseite mit einem Laminat versehen sein. Es ist deshalb nicht erforderlich, daß die Platten direkt bedruckt werden. Das Bild kann beispielsweise auch auf eine Folie oder dergleichen gedruckt werden, die dann auf eine vorzugsweise formstabile Platte aufgebracht wird.

Im folgenden ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeipiels,

Fig. 2 einen unvollständig dargestellten Querschnitt des ersten Ausführungsbeispiels und der angrenzenden Wand im montierten Zustand,

Fig. 3 einen Einzelheiten zeigenden, vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2,

Fig. 4 einen Querschnitt entsprechend Fig. 1 zu Beginn der Montage,

Fig. 5 eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels,

Fig. 6 einen unvollständig dargestellten Schnitt des zweiten Ausführungsbeispiels und der angrenzenden Wand im montierten Zustand,

Fig. 7 einen Einzelheiten zeigenden, vergrößert dargestellten Ausschnitt der Fig. 6,

Fig. 8 eine unvollständige Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels.

Ein großflächiges Bild, das zur vollständigen Bedeckung einer fensterlosen Wand einer Schwimmhalle dient, stellt, wie Fig. 1 zeigt, einen Blick auf einen großen See oder eine Meeresbucht dar. Im Vordergrund des Bildes befindet sich eine Balustrade 4, die von in der Erstreckungsrichtung der Balustrade 4 aneinander gereihten Bogen 2 überspannt wird. Diese Bogen 2 werden von vertikal verlaufenden, gleich ausgebildeten Stützen getragen, die sich vom unteren bis zum oberen Bildrand erstrecken und dem Betrachter näher liegen als die Balustrade.

Das Bild befindet sich auf einer selbstragenden Trägerplatte, welche in vertikaler Richtung in vier gleich große Plattenabschnitte 3 unterteilt ist. Im Ausführungsbeispiel ist das Material der Plattenabschnitte 3 ein Polyurethanschaum. Sofern die Vorderseite der Plattenabschnitte nicht oder nicht mit der erforderlichen Qualität bedruckt werden kann, ist die Vorderseite mit einem für das Bedrucken geeigneten Material beschichtet oder laminiert.

Wie Fig. 1 zeigt, ist von den vier rechteckförmigen, nebeneinander angeordneten Plattenabschnitten 3 der sich ganz rechts befindende Plattenabschnitt mit einem Bereich des Gesamtbildes bedruckt, der eine Uferzone mit Vegetation zeigt, welche zum Teil durch den auf diesem Plattenabschnitt dargestellten Teil der Balustrade 4 hindurch sichtbar ist. Links neben diesem Bildbereich befindet sich auf dem anschließenden Plattenabschnitt 3 das Ende der sichtbaren Uferzone. Im Vordergrund sind durch die Balustrade 4 hindurch noch Pflanzen sichtbar, wodurch die Verbindung zu dem rechts anschließenden Bildbereich unterstrichen wird.

Der links neben dem das Uferende zeigenden Bildbereich angeordnete Plattenabschnitt 3 zeigt nur Wasser mit darüber angedeuteten Wolken. Man kann deshalb, ohne die Harmonie des Bildes zu stören, im Bedarfsfalle auch zwei oder drei derartige Bildbereiche nebeneinander anordnen, sofern die Abmessung der zu bedeckenden Wand 1 dies erfordert. Die linke Seitenzone des Bildes, die auf einen vierten Plattenabschnitt 3 aufgedruckt ist, zeigt im Vordergrund hinter der Balustrade 4 Pflanzen.

Sofern das Bild sich auch über eine an die Wand 1 anschließende Wand erstrecken sollte, wäre es zweckmäßig, statt der die Pflanzen zeigenden Randzone das Bild mit der nur Wasser und gegebenenfalls angedeutete Wolken zeigenden Bildzone, die man auch als Füllzone bezeichnen kann, im Eckbereich fortzusetzen und die in Fig. 1 links dargestellte Randzone erst am Bildende anzuordnen.

Die Trennfugen zwischen den Plattenabschnitten 3 sind durch leistenartige Abdeckelemente 5 verdeckt, welche auf der Bildseite der Plattenabschnitte 3 aufliegen und je einer der Stützen darstellen. Daß diese Abdeckelemente 5 vor der Bildfläche angeordnet sind, ist nicht störend, sondern unterstützt die plastische Wirkung des Bildes, da die Stützen auch im Bild dem Betrachter näher liegend als die Balustrade 4 und die hinter dieser sichtbare Landschaft.

Wie die Fig. 2 bis 4 zeigen, werden die die Stützen darstellenden Abdeckelemente 5 und die Plattenabschnitte 3 mit Hilfe von Schienen 6 lösbar zusammengehalten und lösbar mit der Wand 1 verbunden, und zwar derart, daß sich die Plattenabschnitte 3 im Abstand von der Wand 1 befinden und dadurch eine Hinterlüftung gewährleistet ist. Die Schienen 6, die aus Metall oder Kunststoff bestehen und sich zumindest nahezu über die gesamte Höhe der Plattenabschnitte 3 erstrecken, weisen einen Grundkörper 7 auf, der die Form eines im Querschnitt rechteckförmigen Rohres hat, dessen Vorderwand mit einem mittig angeordneten Längsschlitz 8 versehen ist. An die Vorderseite des Grundkörpers 7 sind Wangenteile 9 angeformt, die sich über die gesamte Länge der Schiene 6 erstrecken und von der Vorderseite lotrecht abstehen. Der Zwischenraum zwischen den beiden Wangenteilen 9 fluchtet mit dem Längsschlitz 8. Außerdem fluchten mit dem Längsschlitz 8 Bohrungen 10 in der zur Anlage an der Wand 1 bestimmten Rückseite des Grundkörpers 7. Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, werden die Bohrungen 7 von Schrauben 11 durchdrungen, mittels deren die Schiene 6 an der Wand 1 lösbar befestigt wird. Die Fig. 2 und 3 zeigen ferner, daß im montierten Zustand die seitlichen Randzonen der Plattenabschnitte 3 mit ihrer Rückseite an der Vorderseite der Grundkörper 7 der Schienen 6 anliegen, und zwar derart, daß die seitlichen Stirnflächen 3&min; der Plattenabschnitte gleichzeitig an einem der Wangenteile 9 anliegen.

In dieser Position werden die Plattenabschnitte 3 von den Abdeckelementen 5 festgehalten, welche die an die Wangenteile 9 angrenzenden Randzonen der Plattenteile überdecken, wodurch nicht mehr erkennbar ist, daß das Bild im Bereich der Schienen 6 Trennstellen aufweist. Im Ausführungsbeipiel stehen von den Abdeckelementen 5 mittig und in Längsrichtung derselben im Abstand voneinander angeordnete Rastzapfen 12 ab, welche an ihrem freien Ende einen verdickten Kopf tragen. Dieser elastisch deformierbare Kopf hintergreift, wie Fig. 3 zeigt, die den Längsschlitz 8 berandenden Materialpartien des Grundkörpers 7, wenn die Raststifte 12 so tief zwischen die Wangenteile 9 eingesteckt sind, daß das Abdeckelement 5 an der Vorderseite der übergriffenen Plattenabschnitte 3 anliegt. Mit einer Kraft, die größer ist als die Haltekraft der Köpfe der Rastzapfen 12 können das Abdeckelement 5 wieder von der Schiene gelöst und die Plattenabschnitte 3 wieder abgenommen werden.

Wie Fig. 2 zeigt, schließt sich an den einen seitlichen Rand des Bildes ein Hohlkasten 13 an, der über die dem Betrachter zugekehrten Vorderseite des benachbarten Abdeckelementes 5 übersteht und einen Mauerrand darstellt, der einen Mauerausschnitt begrenzt. Ein entsprechender Hohlkasten ist neben dem anderen seitlichen Rand des Bildes vorgesehen. Auch längs des oberen Randes kann ein solcher Hohlkasten 13 an der Wand 1 befestigt sein. Durch solche Bildrandteile wird nicht nur die Illusion verstärkt, das Bildmotiv durch einen Durchbruch in der Wand hindurch zu sehen. Auch der plastische Eindruck des Bildes wird verstärkt. Ferner ermöglichen derartige Bilderrandteile in vielen Fällen, auf eine Änderung der Maße der Plattenabschnitte 3 und/oder auf eine Änderung des Zwischenraumes zwischen zwei benachbarten Plattenabschnitten 3 zu verzichten.

Das in den Fig. 5 bis 7 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von demjenigen gemäß den Fig. 1 bis 4 im wesentlichen nur dadurch, daß statt der leistenförmigen Abdeckelemente 5Abdeckelemente 105 in Form von hohlen Halbsäulen vorgesehen sind. Sich entsprechende Teile sind deshalb mit um hundert größeren Bezugszahlen gekennzeichnet, und bezüglich der übereinstimmenden Merkmale wird Bezug auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel genommen.

Um den Aufwand für die lösbare Verbindung der Plattenabschnitte 103 mit der Wand 101 sowie der Abdeckelemente 105 mit den Plattenabschnitten 103 und der Wand 101 möglichst gering zu halten, sind Winkelprofilschienen 106 vorgesehen, deren einer Schenkel an der Wand 101 anliegt und mit dieser mittels Schrauben 111 lösbar verbunden ist. Der andere Schenkel steht lotrecht von der Wand 101 ab. Diese Winkelprofilschienen 106 sind vertikal verlaufend im Abstand nebeneinander an der Wand 101 festgelegt, und zwar derart, daß die von der Wand 101 abstehenden Schenkel derjenigen Winkelprofilschienen 106, auf denen die Randzone zweier benachbarter Plattenabschnitte 103 aufliegen, spielfrei von je einem der Abdeckelemente 105 übergriffen werden können. Wie Fig. 7 zeigt, sind die von der Wand 101 abstehenden Schenkel der Winkelsprofilschienen 106 mit einer Längsnut versehen in welche eine Nase 105&min; des Abdeckelementes 105 einrastet. Die Abdeckelemente 105 können deshalb auch bei diesem Ausführungsbeispiel die Plattenabschnitte 103 in Anlage an der Vorderseite des an der Wand 101 befestigten Schenkels halten und eine seitliche Randzone des Bildbereiches überdecken. Es bereitet keine Schwierigkeiten, die Abdeckelemente 105 soweit elastisch auszubilden, daß die Nasen 105&min; in die zugeordneten Längsnuten eingerastet und aus diesen wieder ausgehoben werden können, falls das Bild wieder abgebaut werden muß.

Durch die Verwendung von Halbsäulen mit unterschiedlich großem Radius kann bei diesem Ausführungsbeispiel die Bildbreite eine Feinanpassung an die Abmessungen der Wand erhalten. Selbstverständlich kann unabhängig hiervon die Zahl der Plattenabschnitte 103 wie beim ersten Ausführungsbeispiel variiert werden, wofür insbesondere der in Fig. 5 links dargestellte Plattenabschnitt geeignet ist.

Wie in Fig. 6 angedeutet, kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel ein Bildrandteil, beispielsweise in Form eines Hohlkastens 113, vorgesehen sein, der eine Mauerrandbegrenzung eines Wanddurchbruches darstellt.

Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 besteht wie die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele aus mehreren, nebeneinander angeordneten, rechteckförmigen Plattenabschnitten, von denen diejenigen beiden, welche nicht nur an dem in Fig. 8 dargestellten rechten Bildrand, sondern auch an dem nicht dargestellten linken Bildrand vorgesehen sind, ein Bildrandmotiv oder Eckmotiv tragen. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich dabei um eine Uferzone. Diese Plattenabschnitte sind mit 203 bezeichnet.

Zwischen diesen Plattenabschnitten 203 kann eine beliebige Anzahl von Plattenabschnitten 203&min; angeordnet sein, die alle den gleichen Bildteil tragen, bei dem es sich im Ausführungsbeispiel um den Blick auf einen See oder das Meer handelt.

Die Längsfugen zwischen den Plattenabschnitten 203, zwischen letzteren und den Plattenabschnitten 203&min; sowie zwischen den Plattenabschnitten 203&min;, sind von rechteckförmigen Abdeckelementen 205 abgedeckt, die alle gleich ausgebildet sind und das Bild eines Spaliers ohne Begrenzung tragen. Die in vertikaler Richtung gemessene Länge dieser Abdeckelemente kann ebenso an die Erfordernisse angepaßt werden, wie die Breite. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Länge 2,80 m und ist beliebig verringerbar. Die Breite beträgt 55 cm und ist bis zu einer Breite von 20 cm stufenlos verringerbar. Dadurch kann die Bildbreite paßgenau an die Wandbreite angepaßt werden. Selbstverständlich wird der Abstand zwischen zwei nebeneinander angeordneten Plattenabschnitten stets so gewählt, daß nur ein schmaler, für die Überdeckung vorgesehener Rand der Plattenabschnitte überdeckt wird.

Um das Bild auch in der Höhe paßgenau an die Wandhöhe anpassen zu können, schließt sich an den oberen Rand jedes Plattenabschnittes ein Anpassungselement 215 an, dessen in vertikaler Richtung gemessene Breite von 40 cm stufenlos auf 10 cm verringert werden kann. Die in Bildquerrichtung gemessene Länge der Anpassungselemente 215 ist gleich der Breite der Plattenabschnitte 203 und 203&min;. Diese Länge kann aber soweit verkürzt werden, daß sich die Anpassungselemente 215 zwischen zwei benachbarten Abdeckelementen 205 erstrecken.

Damit das Spalier ein gefälligeres Aussehen erhält, ist es in der Form einer Arkade ausgeführt, weshalb jeder der Plattenabschnitte 203 und 203&min; am oberen Bildrand einen Bogen zeigt, dessen Stirnfläche mit dem gleichen Spalier versehen ist wie die Abdeckelemente 205 und die Anpassungselemente 215.

Die Abdeckelemente 205 sind seitlich, die Anpassungselemente 215 oben und unten von je einer Leiste 216 begrenzt. Eine entsprechende Begrenzungsleiste kann auch längs des Randes jedes Bogens verlaufen. Vorzugsweise haben diese Begrenzungsleisten 216 eine Farbe wie das Spalier, um den visuellen Eindruck zu begünstigen, daß sie Bestandteile des Spaliers sind.

Die Plattenabschnitte 203 und 203&min; sowie die Abdeckelemente 205 und die Anpassungselemente 215 werden in gleicher Weise wie die entsprechenden Teile der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele an der zu schmückenden Wand lösbar befestigt. Ferner können wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen Bildrandteile in Form von Wanddurchbegrenzungen vorgesehen sein.

Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale sind als weitere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Großflächiges Wandbild, insbesondere zur wenigstens nahezu vollständigen Bedeckung mindestens einer Wand eines Raumes, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) das Bild auf einer mit der Wand lösbar zu verbindenden Trägerplatte angeordnet ist,
    2. b) die Trägerplatte in wenigstens zwei Plattenabschnitte (3; 103; 203, 203&min;) unterteilt ist,
    3. c) zusätzlich zu den Plattenabschnitten (3; 103; 203, 203&min;) für jede Trennstelle zwischen zwei unmittelbar benachbarten Plattenabschnitten (3; 103; 203, 203&min;) ein Abdeckelement (5; 105; 205) vorgesehen ist für eine Anordnung auf der dem Bildbetrachter zugewandten Seite des Bildes,
    4. d) das Abdeckelement (5; 105; 205) einen Teil des Bildes, der dem Betrachter näher liegt als die auf den Plattenabschnitten (3; 104; 203, 203&min;) vorhandenen Bildteile bildet,
    5. e) Verbindungselemente (6; 106) vorgesehen sind, mit denen die Plattenabschnitte (3; 103; 203, 203&min;) und jedes der Abdeckelemente (5; 105; 205) verbindbar ist und die ihrerseits mit der zu bedeckenden Wand (1; 101) verbindbar sind.
  2. 2. Bild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckelemente (5; 105; 205) auf den der Trennstelle benachbarten Zone der beiden unmittelbar benachbarten Plattenabschnitten (3; 103; 203, 203&min;) aufliegen.
  3. 3. Bild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Trennstellen geradlinig sind und wenigstens eine lotrecht zum oberen und unteren Bildrand verläuft.
  4. 4. Bild nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Abdeckelemente (5; 105; 205), insbesondere solche veränderbarer Breite und/oder Höhe, vorgesehen sind, die alle den gleichen Bildteil bilden.
  5. 5. Bild nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Anpassungselemente (215) veränderbarer Breite und/oder Länge vorgesehen sind, die sich an den oberen oder unteren Rand der Plattenabschnitte (203, 203&min;) anschließen.
  6. 6. Bild nach Anspruch 4 oder 5, dadruch gekennzeichnet, daß die Abdeckelemente (205) und die Anpassungselemente (215) das Bild eines Spaliers oder dergleichen ohne Begrenzung tragen.
  7. 7. Bild nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Abdeckelemente (205) seitlich und an die Anpassungselemente (215) oben und unten je eine Begrenzungsleiste (216) anschließt.
  8. 8. Bild nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Abdeckelementen (5; 105; 205) gebildete Bildteil ein Träger in Form einer Stütze, eines Pfeilers, einer Halbsäule oder dergleichen ist.
  9. 9. Bild nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die einen Träger darstellenden Abdeckelemente (5; 105; 205) eine dem dargestellten Träger auf der dem Betrachter zugewandte Seite entsprechende Außenkontur haben.
  10. 10. Bild nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckelemente (5; 205) Teile einer Arkade oder dergleichen bilden.
  11. 11. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß alle Plattenabschnitte (3; 103; 203, 203&min;) eine gleiche Form und eine gleiche Größe haben.
  12. 12. Bild nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß alle Plattenabschnitte eine Breite von 1,20 m haben.
  13. 13. Bild nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Gruppen von Plattenabschnitten (3; 103; 203, 203&min;) vorgesehen sind, von denen diejenigen der ersten Gruppe die linken und die rechten Bereiche des Bildes und diejenigen der zweiten Gruppe einen Mittelbereich des Bildes tragen.
  14. 14. Bild nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß alle Plattenabschnitte (3; 103; 203&min;) der zweiten Gruppe gleiche Bildteile tragen und vorzugsweise in ihrer Breite verringerbar sind.
  15. 15. Bild nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildteile der Plattenabschnitte (3; 103; 203&min;) der zweiten Gruppe eine horizontale, den Horizont darstellende Linie tragen.
  16. 16. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 15, gekennzeichnet durch Bildrandteile (13; 113) in Form einer Wanddurchbruchbegrenzung mit einer vom Bildrand gegen den Betrachter verlaufenden Fläche und einer sich an diese anschließende, zumindest im wesentlichen parallel zur Bildfläche verlaufenden Fläche.
  17. 17. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (5; 105; 205) eine Anlagefläche für die Rückseite der Randzone wenigstens eines Plattenabschnittes (3; 103; 203, 203&min;) aufweisen und die an dieser Anlagefläche anliegende Randzone zwischen dieser Anlagefläche und einem der Abdeckelemente (5; 105; 205) festlegbar ist.
  18. 18. Bild nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (5; 105; 205) eine Anschlagfläche für die zwischen der Vorderseite und der Rückseite verlaufende Stirnfläche (3&min;) wenigstens eines der Plattenabschnitte (3; 103; 203, 203&min;) aufweisen.
  19. 19. Bild nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (105) den einen Teil einer Schnappverbindung bilden, deren anderer Teil (105&min;) an den Abdeckelementen (105) vorgesehen ist.
  20. 20. Bild nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (5) mit einer Aufnahme für wenigstens ein die Aufnahme zu hintergreifen vermögendes Steckerelement (12) versehen sind.
  21. 21. Bild nach Anspruch 20 dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (5) einen Grundkörper (7) mit der Querschnittsform eines Vierkantrohres und einem mittig angeordneten Längsschlitz (8) in der Vorderwand haben und von der Vorderwand lotrecht zwei ebene Wangenteile (9) mit einem Zwischenraum voneinander abstehen, der mit dem Längsschlitz (8) fluchtet.
  22. 22. Bild nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Erstreckung der Wangenteile (9) weg von der Vorderwand des Grundkörpers (7) höchstens gleich der Dicke der Plattenabschnitte (3) ist.
  23. 23. Bild nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (105) zwei im rechten Winkel zueinander stehende Schenkel aufweisen, von denen der eine wenigstens eine Bohrung für eine Befestigungsschraube (111) aufweist und der andere mit einer Rastvertiefung oder einem Rastvorsprung versehen ist, die mit einem Rastvorsprung beziehungsweise Rastvertiefung an den Abdeckelementen (105) zusammenwirken.
  24. 24. Bild nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (105) als Vorsprung oder Leiste beziehungsweise als Nut ausgebildet sind.
  25. 25. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte aus Polyurethanschaum, Preßspan, Gips oder Metall besteht.
  26. 26. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte auf der Bildseite mit einer Beschichtung oder einem Laminat versehen ist.
  27. 27. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte mit einem Siebdruck oder einem Offsetdruck versehen ist.
  28. 28. Bild nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Bereich des Bildes mit einem zusätzlichen Bildbestandteil überdeckt ist.






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