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Dokumentenidentifikation DE3922041A1 17.01.1991
Titel Fernbedienung
Anmelder Deutsche Thomson-Brandt GmbH, 7730 Villingen-Schwenningen, DE
Erfinder Heer, Andreas, 7730 Villingen-Schwenningen, DE
DE-Anmeldedatum 05.07.1989
DE-Aktenzeichen 3922041
Offenlegungstag 17.01.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.01.1991
IPC-Hauptklasse H03J 9/00
IPC-Nebenklasse G04C 23/00   G04G 15/00   G11B 15/02   
IPC additional class // G05B 19/02  
Zusammenfassung Bekanntlich können Videorecorder derart vorprogrammiert werden, daß sie bestimmte Sendungen zu gegebenen Zeitpunkten aufnehmen. Andere Geräte sind nur über z. B. Schaltuhren in der Netzzuleitung ein- und ausschaltbar.
Mit der angemeldeten Fernbedienung können mehrere Geräte von nur einem Geber, der eine Uhrfunktion und einen Speicher besitzt, fernbedient ein- und ausgeschaltet werden, wobei gleichzeitig die unterschiedlichen Einstellwerte (Frequenz, Lautstärke, Höhen, Tiefen, Balance, Stückauswahl) programmiert werden.
Fernbedienung für elektronische Geräte.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fernbedienung mit einem uP.

Es sind z.B. Videogeräte und Audiogeräte bekannt, die mit Hilfe einer Ultraschall- oder IR-Fernbedienung bedienbar sind. Daneben gibt es Videorecorder mit einer eingebauten Uhr, welche derart vorprogrammiert werden können, daß sie zu gewünschten Zeiten bestimmte Sendungen aufnehmen. Die gleiche Uhr schaltet nach der voreingestellten Zeit die Aufnahme wieder aus. Diese fernbedienbare Programmierung des Videorecorders erfordert jedoch einen besonderen in diesem angeordneten Speicher zur Aufnahme der Programmschritte für die automatischen Schaltvorgänge. Andere Geräte ohne derartigen Speicher können auf diese Weise ohne größeren Aufwand nicht bedient werden.

Es gibt jedoch verschiedene Audio-Komponenten wie z.B. Tuner, Verstärker und Cassettenrecorder, welche ebenfalls fernsteuerbar aber in Bezug auf Ein- und Ausschalten nicht vorprogrammierbar sind. Man könnte das automatische Ein- und Ausschalten derartiger Geräte dadurch bewirken, daß man in die Netzzuleitungen Zeitschaltuhren einbaut. Außer dem großen Aufwand besitzt diese Maßnahme aber noch den Nachteil, daß andere Programmschritte zur Einstellung der einzelnen Geräte nicht durchführbar sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit nur einem Fernbedienungsgeber mehrere elektronische Geräte bedienen und programmieren zu können. Die Erfindung besitzt den Vorteil, daß beliebige Geräte zu beliebigen Zeitpunkten ein- und ausschaltbar sind, wobei auch noch die einzelnen Einstellwerte der beliebigen Geräte vorprogrammierbar sind.

Nachstehend wird die Erfindung mit Hilfe der Zeichnung näher erläutert.

Es ist ein Aufbau gezeigt, der aus mehreren einzelnen Audio-Komponenten zusammengesetzt ist. Es handelt sich z.B. um einen Tuner 1, einen CD-Spieler 2, einen Tape-Recorder 3 und einen Audio-Verstärker 4, die über codierte Infrarotsignale empfangende Stufen 1a, 2a, 3a und 4a fernsteuerbar sind. Diese Infrarotsignale werden von einem IR-Sender 5 ausgestrahlt, der seine Fernsteuerinformation aus dem Mikroprozessor 6 empfängt.

An den Mikroprozessor 6 als zentrale Steuereinheit ist ein Dreh-Encoder 7 zur Eingabe von Funktionen zur Steuerung der Geräte angeschlossen. Mit einer mit der Steuereinheit verbundenen Tastatur 8 können Werte der voreingestellten Funktion verändert werden, die in einem flüchtigen Speicher 10 ablegbar sind. Die eingegebenen Daten sind über eine Anzeige 9 anzeigbar. In einem nichtflüchtigen Speicher 11 befindet sich die Software der Steuereinheit.

In dem flüchtigen Speicher 10 können nun vorprogrammierte Daten wie Uhrzeiten als Ein- und Ausschaltzeiten für die elektronischen Geräte 1-4 abgelegt werden. Außerdem sind in dem Speicher 10 z.B. einzelne Werte für die Empfangsfrequenz des Tuners, zur Einstellung der Lautstärke, Höhen und Tiefen und der Balance des Verstärkers, Stückwahl für den CD-Spieler oder auch für den Tape-Recorder ablegbar.

Auf diese Weise können zu den gewünschten Zeitpunkten unterschiedliche Sendungen empfangen oder aufgenommen oder wiedergegeben werden. Durch die erfindungsgemäße Fernbedienung ist man unabhängig von individuellen, jedem elektronischen Gerät zugeordneten Fernsteuergebern zur Zeitprogrammierung, weil sämtliche Geräte von der gleichen Einheit aus fernbedient werden können.

Eine praktische Anwendung der angemeldeten Fernbedienung kann man sich z.B. in der Weise vorstellen, indem diese so programmiert ist, daß sie von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr den Tuner und den Tape-Recorder einschaltet zur Aufzeichnung einer Reportage eines Rundfunksenders A und daß von 19.15 Uhr bis 20.15 Uhr der Tuner auf einen Rundfunksender B zur Wiedergabe eines Konzertes eingestellt wird. Ebenso kann der CD-Spieler durch die Fernbedienung automatisch von 6.00 Uhr bis 6.15 Uhr zum Wecken des Benutzers eingeschaltet werden. Die Fernbedienung muß dabei derart positioniert sein, daß sie die entsprechenden Geräte mit ihren Fernsteuersignalen erreichen kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Fernbedienung mit einem Mikroprozessor , dadurch gekennzeichnet, daß in dem Mikro-Prozessor (6) Speicherplätze (10) zur Aufnahme eingebbarer Programme zur Bedienung und Fernsteuerung von mehreren unterschiedlichen elektronischen Geräten (1 bis 4) vorgesehen sind, welche von einer in dem Fernbedienungsgeber eingebauten Uhr gesteuert werden.
  2. 2. Fernbedienung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eingebbaren Programme die Schaltfunktionen für die fernbedienbaren elektronischen Geräte (1 bis 4) mittels besonderer Adressierung nacheinander ausführen.
  3. 3. Fernbedienung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es zur vorprogrammierbaren Ein- und Ausschaltung der einzelnen elektronischen Geräte (1 bis 4) dient.
  4. 4. Fernbedienung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es zur vorprogrammierbaren Einstellung von Bedienungsfunktionen der elektronischen Geräte (1 bis 4) dient.
  5. 5. Fernbedienung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fernbedienungsgeber (5) eine Anzeigevorrichtung (9) besitzt, mit welcher die eingegebenen einzelnen Adressen der elektronischen Geräte und deren Steuerfunktionen anzeigbar sind.






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