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Dokumentenidentifikation DE4024242A1 07.02.1991
Titel Kolbenpumpe
Anmelder Zahnradfabrik Friedrichshafen AG, 7990 Friedrichshafen, DE
Erfinder Pannek, Günter, 7079 Böbingen, DE;
Reichenmiller, Michael, 7076 Waldstetten, DE
DE-Anmeldedatum 31.07.1990
DE-Aktenzeichen 4024242
Offenlegungstag 07.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.02.1991
IPC-Hauptklasse F04B 49/02
IPC-Nebenklasse F04B 21/02   
Zusammenfassung Eine Kolbenpumpe, insbesondere Radialkolbenpumpe, weist ein Gehäuse (3) auf, in dem über eine Antriebswelle (4) aus betätigbare Förderkolben (6) verschiebbar sind, die über eine Saugbohrung (22), in der ein verstellbares, den Durchflußquerschnitt veränderndes Ventilglied (24) eingesetzt ist, mit Druckmittel versorgt werden. Der Schließkopf (27) des Ventilgliedes (24) weist eine erste Kegelstufe (38) mit einem kleinen Kegelwinkel auf, an die sich eine zweite Kegelstufe (39) mit einem größeren Kegelwinkel anschließt, worauf ein Übergangsbereich (40A, 40B) zu dem Schaft (28) des Ventilgliedes folgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus der DE-OS 37 34 928 ist bereits eine Radialkolbenpumpe bekannt, bei der in die Saugbohrung für die Kolben ein Ventilglied als Leistungsregler eingesetzt ist. Das Ventilglied weist einen Drehkolben auf, der beim Verdrehen den Durchflußquerschnitt von einem Maximalwert bis zu einem Minimalwert ändert. Durch einen derartigen Leistungsregler wird es möglich, eine Kolbenpumpe an eine schwankende Leistungsaufnahme eines Verbrauchers, z. B. eines Hydromotors für den Lüfterantrieb eines Kraftfahrzeuges, anzupassen. Auf diese Weise ergibt sich eine Leistungsersparnis und damit ein geringerer Kraftstoffverbrauch. Nachteilig bei der bekannten Einrichtung ist jedoch, daß eine gleichmäßige Befüllung der Förderzylinder, insbesondere im unteren Regelbereich bei Teilbefüllung, nicht in allen Fällen erreicht werden kann. Durch ein ungleichmäßiges Befüllen besteht jedoch die Gefahr, daß Druckpulsationen und damit Geräusche entstehen.

In der älteren Anmeldung P 38 31 319 ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, in die Saugbohrung ein Sitzventil oder ein Kolbenschieberventil einzusetzen, wobei in der Saugbohrung eine Stromteilung derart erfolgt, daß neben einem durch das Ventilglied geregelten Regelstrom ein Konstantstrom bereitgestellt wird. Dabei kann der Regelstrom über einen relativ großen Bereich je nach Anforderung dem Hydromotor eines Kühlerlüfters und gegebenenfalls weiteren Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden. Der Konstantstrom kann z. B. für die Versorgung einer Niveauregulierung und/oder als Schmierstrom verwendet werden. Au diese Weise läßt sich eine bedarfsabhängige und damit energiesparende Ansaugstromregelung für einen Hauptverbraucher erzielen, während gleichzeitig noch ein Mindeststrom bereitgestellt wird, der gegebenenfalls für andere Zwecke verwendet werden kann. Ein weiterer Vorteil dieser Ausbildung besteht darin, daß neben dem großen Regelbereich für ein oder mehrere Verbraucher auch eine bessere Befüllung aller Förderzylinder erreicht wird.

Nachteilig dabei ist jedoch, daß das Öffnungs- und Schließverhalten des Ventilgliedes nicht proportional zur Pumpenfördermenge ist; d. h. die Pumpe fördert nicht linear zum Öffnungshub des Ventilgliedes. Insbesondere bedeutet dies, daß man bereits in bestimmten Bereichen bei kleinen Hubänderungen (Drosselverstellweg) große Änderungen bezüglich der Fördermengen erreicht. Derartige Änderungen sind deshalb nicht nur sehr schwierig zu regeln, sondern ergeben darüber hinaus auch eine Instabilität bei der Pumpenförderung.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kolbenpumpe der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die so gestaltet ist, daß wenigstens ein weitgehend proportionales bzw. lineares Förderverhalten zum Öffnungshub des Ventilgliedes über den gesamten Hub erreicht wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Schließkopfes wird insbesondere erreicht, daß bei Beginn der Öffnung nicht sofort, wie es bei bekannten Ventilgliedern der Fall ist, eine übermäßig große Fördermenge auftritt, wohingegen bei den bekannten Ventilgliedern während des letzten Bereiches des Öffnungshubes nur noch eine geringe Durchsatzerhöhung erreicht wird.

Dadurch, daß nunmehr die Umfangswand des Schließkopfes wenigstes zwei Kegelstufen mit den angegebenen Kegelwinkelgrößen aufweist, kann erreicht werden, daß beim Öffnen zuerst nur ein flacher Ringspalt und damit nur ein geringer Durchflußquerschnitt freigegeben wird. Erst mit zunehmendem Hub wird der Kegelwinkel größer, womit auch entsprechend die Durchsatzmenge erhöht wird. Durch eine entsprechende Wahl der Winkelgrößen kann dabei die Erhöhung der Durchsatzmenge so gewählt werden, daß sie sich linear zu dem Hub verhält.

Eines der Hauptvorteile dieser Ausgestaltung ist, daß auf diese Weise der Verstellmechanismus für das Regelventil, welcher z. B. von hydraulischer, pneumatischer oder mechanischer Art sein kann, wesentlich einfacher ausgestaltet werden kann. Bei Einsatz eines Regelmagneten ergibt sich damit eine deutliche Vereinfachung der Regelelektronik.

Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn auch der Übergangsbereich nach den beiden Kegelstufen zu dem Schaft hin ebenfalls wenigstens annähernd eine Kegelform mit einem Winkel von wenigstens 40° aufweist.

Durch diese Ausgestaltung wird weitgehend über den gesamten Öffnungshub wenigstens annähernd ein lineares Verhalten erreicht.

In Versuchen hat sich herausgestellt, daß besonders gute Ergebnisse erzielt werden, wenn der Winkel der zweiten Kegelstufe wenigstens annähernd doppelt so groß ist wie der Winkel der ersten Kegelstufe. Dabei sind Winkelbereiche für die erste Kegelstufe von 4-6°, vorzugsweise 5°, und für die zweite Stufe von 8-12°, vorzugsweise 10°, als geeignet gefunden worden.

Eine andere sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung kann darin bestehen, daß der Übergangsbereich zweistufig ausgebildet ist, wobei der Winkel, der sich an die zweite Kegelstufe anschließt, kleiner ist, als der Winkel des zweiten Bereiches.

Durch diese Ausgestaltung erhält man im unteren Hubbereich, d. h. im letzten Bereich des Öffnungshubes, eine Spreizung, d. h. insgesamt eine flachere Öffnungskennlinie. Mit anderen Worten, im letzten Bereich wird die Linearität in Richtung einer etwas geringeren Durchsatzerhöhung reduziert.

Dies hat den Vorteil, daß für den der Pumpe nachgeordneten Hydraulikmotor bei einem Übergang von der max. Öffnungsstellung, d. h. konstanten Drehzahl, in den Drehzahlregelbereich durch das Schließen des Ventilgliedes der Regelvorgang, d. h. der Übergang, sanfter wird. Wäre der Übergang zu abrupt, würde dies zu einem hörbaren Geräusch führen.

In der Praxis haben sich als vorteilhafte Winkel für den ersten Abschnitt des Übergangsbereiches ca. 45° und für den zweiten, daran sich anschließenden und damit letzten Abschnitt des Übergangsbereiches ca. 60° oder mehr herausgestellt.

Das Ventilglied kann in einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung z. B. als an sich bekanntes Sitzventil ausgebildet sein, wobei sich der Fußdurchmesser der ersten Kegelstufe unmittelbar an den Dichtdurchmesser eines Ansatzes im Deckel (als Ventilsitz) anschließt.

Ebenso ist als Ventilglied ein an sich bekanntes Kolbenschieberventil möglich, wobei der obere in Kolbenform ausgebildete Bereich des Ventilgliedes den gleichen Durchmesser aufweist, wie der Fußdurchmesser der ersten Kegelstufe.

Nach der Erfindung ist es auch möglich, die Seuerkontur anstelle am Schließkopf in einem Gehäusedeckel oder unmittelbar in das Gehäuse einzuarbeiten. Desgleichen kann man anstelle der gestuften Steuerkontur am Schließkopf oder im Gehäuse eine mathematische Kurve mit derselben beschriebenen Wirkung vorsehen.

Nachfolgend sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 einen vereinfachten Schnitt durch eine Radialkolbenpumpe mit dem erfindungsgemäßen Ventilglied als Sitzventil;

Fig. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung des Sitzventiles nach der Fig. 1;

Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung eines Kolbenschieberventiles als Ventilglied und

Fig. 4 einen Schnitt, in welchem die Steuerkontur ins Gehäuse verlegt ist.

Die in der Fig. 1 dargestellte Radialkolbenpumpe ist grundsätzlich von bekannter Bauart, weshalb nachfolgend nur kurz auf die wichtigsten Teile eingegangen wird.

Sie besitzt ein durch einen vorderen und einen hinteren Deckel 1 und 2 abgeschlossenes Gehäuse 3 mit einer Welle 4. In üblicher Weise ist die Welle 4 mit einem Nocken 5 versehen, der mehrere, z. B. sechs sternförmig zur Welle angeordnete Förderkolben 6 nacheinander in eine Hubbewegung versetzt. Jeweils in einem Innenraum 7 sich abstützende Federn 8 halten die Förderkolben 6 an dem Nocken 5 auf Anlage. Die Förderkolben 6 bewegen sich in Zylinderbohrungen 10, die durch Schraubkappen 11 abgeschlossen sind. Gleichzeitig dienen die Schraubkappen 11 auch zum Abstützen der durch im Inneren der Federn 8 angeordnete Bolzen geführten Federn.

Über Einlaßöffnungen 13 in den Umfangswänden der Förderkolben 6 wird Druckmittel, im allgemeinen Öl, jeweils beim Saughub aus einem Nockenraum 14 gefördert. Alle Innenräume 7 der Förderkolben 6 treten in Abhängigkeit von ihrer Lage während des Umlaufes der Welle 4 über Druckkanäle 15 mit einem Ringraum 16 in Verbindung. Zwischen dem Ringraum 16 und den jeweiligen Druckkanälen 15 ist als Auslaßventil eine Dichtscheibe 18 durch einen elastischen Ring 17 angeordnet. Über eine Bohrung 20 ist der Ringraum 16 mit einem Auslaßanschluß 21 zur Weiterleitung an Verbraucher verbunden.

In dem Deckel 2 ist eine mit einem nicht dargestellten Tank verbundene Saugbohrung 22 angeordnet. Senkrecht zu der Saugbohrung 22 ist diese durchschneidend eine Bohrung 23 angeordnet, in der zur Leistungsregelung ein Ventilglied 24 eingesetzt ist. Das Ventilglied 24 ist mit einem Verlängerungsteil 19 versehen, das gegebenenfalls einstückig mit dem Ventilglied 24 ist und axial verstellbar in einem Elektromagneten 26 von diesem in axialer Richtung verschiebbar angeordnet ist. Der Elektromagnet 26 ist mit seinem Gehäuse in eine Gewindebohrung 25 des Deckels 2 eingeschraubt.

Das Ventilglied weist einen Schließkopf 27 und einen daran sich anschließenden Schaft 29 auf, der mit dem Verlängerungsteil 19 verbunden ist.

In Strömungsrichtung hinter dem Schließkopf 27, d. h. stromabwärts, liegt ein Saugkanal 28, der mit einer in dem Deckel 2 eingegossenen Ringnut 30 verbunden ist. Die Ringnut 30 selbst ist über mehrere über den Umfang einer mit dem Deckel 2 einstückigen Prallplatte 31 verteilte Öffnungen 32 an den Nockenraum 14 angeschlossen.

Das in der Fig. 1 dargestellte Ventilglied 24 ist als Sitzventil ausgebildet und besitzt damit an seinem Schließkopf 27 im oberen Bereich einen Bund 33 als Sitz. Die Lage des Schließkopfes 27 bestimmt die von der Saugbohrung 22 in den Saugkanal 28 fließenden Regelstrom, der dann in dem Nockenraum 14 zum Ansaugen durch die Förderkolben 6 zur Verfügung steht. Von der Saugbohrung 22 aus zweigt vor dem Ventilglied 24 bzw. Schließkopf 27 über eine Blendenbohrung 34 mit einer weiteren Ringnut 35 ab. Die Ringnut 35 ist über mehrere zwischen den Förderkolben 6 liegende Schrägbohrungen 36 in dem Gehäuse 3 ebenfalls an den Nockenraum 14 angeschlossen. Über die Blendenbohrung 34 wird eine Konstantstrommenge festgelegt, die unabhängig von der Lage des Schließkopfes 27 des Ventilgliedes 24 bzw. dessen Öffnungs- oder Schließzustand fließen kann.

Das Ventilglied 24 bzw. dessen Schließkopf 27 ist so ausgebildet, daß sich über den gesamten Öffnungshub des Ventilgliedes 24 wenigstens annähernd ein lineares Verhalten bezüglich Öffnungshub und Durchsatzmenge einstellt, wobei selbstverständlich im letzten Bereich, d. h. kurz vor der maximalen Öffnung, im Bedarfsfalle auch noch ein anderes Verhältnis gewählt werden kann.

Aus der Fig. 2 ist die Ausbildung des Schließkopfes 27 für das als Sitzventil ausgebildete Ventilglied gemäß Fig. 1 näher ersichtlich. Unmittelbar an den Bund 33, der im Schließzustand dichtend auf einem Ventilsitz 37 in dem Deckel 2 aufliegt, schließt sich der Fußdurchmesser einer ersten Kegelstufe 38 an. Der Kegelwinkel der ersten Kegelstufe, d. h. der Winkel gegenüber der achsparallelen Richtung des Ventilgliedes 24, beträgt 5°. An die erste Kegelstufe 38 schließt sich eine zweite Kegelstufe an, wobei der Kegelwinkel 10° beträgt.

In Richtung auf den Schaft 29 zu folgt als nächstes ein Übergangsbereich, der sich aus einem ersten Abschnitt 40A und einem daran sich anschließenden Abschnitt 40B zusammensetzt. In einer Abrundung mündet der Übergangsbereich 40B in den Außendurchmesser des Schaftes 29 ein. Die beiden Abschnitte des Übergangsbereiches 40A und 40B sind ebenfalls im wesentlichen kegelförmig ausgebildet, wobei der Kegelwinkel des ersten Abschnittes 40A ca. 45° beträgt, während der Kegelwinkel des zweiten Abschnittes 40B 60° oder mehr beträgt.

Grundsätzlich könnte man die Außenfläche des Schließkopfes 27 statt mit hintereinander folgenden Kegeln auch in einer kontinuierlichen Bogenform ausbilden, aber zum einen würde eine derartige Herstellung aufwendiger sein und zum anderen würden sich dabei unkontrollierte Abreißkanten ergeben. Erstaunlicherweise hat sich nämlich herausgestellt, daß stufen- bzw. sprunghafte Übergänge jeweils gezielte Abreißkanten erzeugen, womit sich ein günstigeres Öffnungsverhalten ergibt, welches weitgehend viskositätsunabhängig ist. Wie aus der Fig. 2 weiterhin ersichtlich ist, schließt sich der Fußdurchmesser der ersten Kegelstufe 38 unmittelbar an den Dichtdurchmesser des Sitzes 37 an.

In der Fig. 3 ist als Ventilglied 24 ein Kolbenschieberventil dargestellt, wobei der obere Bereich 21 des Schließkopfes 27 eine Zylinderform aufweist, mit der er dichtend, d. h. paßgenau in den Sitz 37 eintauchen kann. Grundsätzlich ist die Umfangsfläche des Schließkopfes 27, die mit dem Sitz 37 zusammenarbeitet, in gleicher Weise mit den verschiedenen Kegelstufen aufgebaut wie das Sitzventil nach der Fig. 2. Der wesentliche Unterschied besteht lediglich darin, daß der Fußdurchmesser der ersten Kegelstufe 38 mit dem Durchmesser des zylinderförmigen oberen Bereiches 41 des Schließkopfes 27 identisch ist.

Die Regelung der über das Ventilglied 24 strömenden Durchflußmenge kann beliebig in Abhängigkeit von dem Verbraucher erfolgen, wobei die Stellung des Ventilgliedes durch den entsprechend gesteuerten Elektromagneten 26 erfolgt. In geschlossener Stellung des Ventilgliedes 24 fließt lediglich über die Blendenbohrung 34 ein entsprechender Konstantstrom, der z. B. zur Niveauregulierung eines Fahrzeuges verwendet werden kann. Wird über den Elektromagneten 26 ein Öffnungshub für das Ventilglied 24 eingeleitet, z. B. bei einer Regelung der Kühlwassertemperatur des Fahrzeuges über einen Hydromotor, so wird entsprechend der Stellung des Schließkopfes 27 des Ventilgliedes 24 ein mehr oder weniger großer Durchflußquerschnitt zu dem Saugkanal 28 freigegeben. Der dann fließende Regelstrom kann dann z. B. den Hydrolüfter mit der entsprechenden Drehzahl antreiben. Dabei kann der Konstantstrom für die Niveauregulierung unbeeinflußt davon bleiben.

Der Vorteil der Aufteilung des Übergangsbereiches in zwei Abschnitte mit dem größeren Kegelwinkel für den zweiten Abschnitt 40B liegt darin, daß dadurch die durchströmende Flüssigkeitsmenge stärker umgelenkt, d. h. gespreizt wird, wodurch sich unter anderem auch ein besseres Strömungsverhalten bei einer Weiterführung in einem Kanal ergibt, der z. B. rechtwinklig zur Längsachse des Ventilgliedes 24 liegt. Dadurch steht eine bessere Angriffsfläche für den Öffnungsimpuls des Ventilgliedes 24 zur Verfügung. In der linken Hälfte der Fig. 2 und 3 ist ein einfacher Übergangsbereich ohne einen zweiten Abschnitt mit großem Kegelwinkel gestrichelt dargestellt.

In einfacher Ausgestaltung kann das gesamte Magnetventil als Patrone ausgebildet sein, die damit als komplette Einheit in die Kolbenpumpe eingesetzt werden kann.

In der Ausführung nach Fig. 4 hat der Schließkopf 127 des Ventilgliedes 124 einen zylindrischen Steuerdurchmesser 42 und die Kegelstufen 138 und 139 sowie der Übergangsbereich 140A und 140B sind in den Deckel 2 eingearbeitet. Die Steuerkontur kann in allen Ausführungen auch als eine entsprechende mathematische Kurve ausgebildet sein.

Obwohl das Ausführungsbeispiel lediglich für Radialkolbenpumpen beschrieben worden ist, läßt sich selbstverständlich im Rahmen der Erfindung das erfindungsgemäße Ventilglied 24 auch zur Leistungsregelung von Axialkolbenpumpen und gegebenenfalls auch von Flügelzellenpumpen verwenden.

Bezugszeichen

1 Deckel

2 Deckel

3 Gehäuse

4 Welle

5 Nocken

6 Förderkolben

7 Innenraum

8 Feder

9 -

10 Zylinderbohrung

11 Schraubkappe

12 Bolzen

13 Einlaßöffnungen

14 Nockenraum

15 Druckkanal

16 Ringraum

17 gummielastischer Ring

18 Dichtscheibe

19 Verlängerungsteil

20 Bohrung

21 Auslaßanschluß

22 Saugbohrung

23 Bohrung für 26

24 Ventilglied

25 Gewindebohrung

26 Elektromagnet

27 Schließkopf

28 Saugkanal

29 Schaft

30 Ringnut

31 Prallplatte

32 Öffnungen

33 Bund

34 Blendenbohrung

35 Ringnut

36 Schrägbohrung

37 Ventilsitz

38 1. Kegelstufe

39 2. Kegelstufe

40A 1. Abschn. Übergangsber.

40B 2. Abschn. Übergangsber.

41 oberer Bereich

42 Steuerdurchmesser

124 Ventilglied

127 Schließkopf

138 Kegelstufe

139 Kegelstufe

140A Übergangsbereich

140B Übergangsbereich


Anspruch[de]
  1. 1. Kolbenpumpe, insbesondere Radialkolbenpumpe, mit einem Gehäuse, in dem über eine Antriebswelle aus betätigbare Förderkolben verschiebbar sind, die über eine Saugbohrung, in der ein verstellbares, den Durchflußquerschnitt veränderndes Ventilglied eingesetzt ist, mit Druckmittel versorgt werden dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkopf (27) des Ventilgliedes (24) eine erste Kegelstufe (38) mit einem kleinen Kegelwinkel aufweist, an die sich eine zweite Kegelstufe (39) mit einem größeren Kegelwinkel anschließt, worauf ein Übergangsbereich (40A, 40B) zu dem Schaft (29) des Ventilgliedes folgt.
  2. 2. Kolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich (40A, 40B) wenigstens annähernd eine Kegelform aufweist mit einem Kegelwinkel von mindestens 40°.
  3. 3. Kolbenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der zweiten Kegelstufe (39) wenigstens annähernd doppelt so groß ist wie der Winkel der ersten Kegelstufe (38).
  4. 4. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der ersten Kegelstufe (38) ungefähr 4-6° beträgt.
  5. 5. Kolbenpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der ersten Kegelstufe (38) wenigstens annähernd 5° beträgt.
  6. 6. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der zweiten Kegelstufe (39) wenigstens annähernd 8-12° beträgt.
  7. 7. Kolbenpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der zweiten Kegelstufe (39) wenigstens annähernd 10° beträgt.
  8. 8. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich (40A, 40B) zweistufig ausgebildet ist, wobei der Winkel, der sich an die zweite Kegelstufe (39) anschließt, kleiner ist als der Winkel des zweiten Bereiches (40B).
  9. 9. Kolbenpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel im ersten Bereich des Übergangsbereiches (40A) 45° beträgt, während der Winkel im zweiten Bereich (40B) ca. 60° oder mehr beträgt.
  10. 10. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (24) als Sitzventil ausgebildet ist, wobei sich der Fußdurchmesser der ersten Kegelstufe (38) unmittelbar an den Dichtdurchmesser eines Ventilsitzes (37) in dem Gehäuse (1) bzw. dessen Deckel (2) anschließt.
  11. 11. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (24) als Kolbenschieberventil ausgebildet ist, wobei der obere Bereich des Ventiles in Kolbenform den gleichen Durchmesser aufweist wie der Fußdurchmesser der ersten Kegelstufe (38).
  12. 12. Kolbenpumpe, insbesondere Radialkolbenpumpe, mit einem Gehäuse, in dem von einer Antriebswelle betätigbare Förderkolben verschiebbar sind, die über eine Saugbohrung mit Druckmittel versorgt werden, in der ein verstellbares, den Durchflußquerschnitt veränderndes Ventilglied eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schließkopf (127) des Ventilgliedes (124) einen zylindrischen Steuerdurchmesser (42) aufweist und die Kegelstufen (138, 139) sowie der Übergangsbereich (140A, 140B) in den Deckel (2) bzw. das Gehäuse (3) eingearbeitet sind (Fig. 4).
  13. 13. Kolbenpumpe nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der das Förderverhalten beeinflussenden Stufung eine entsprechende mathematische Kurve vorgesehen ist.






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