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Dokumentenidentifikation EP0261563 28.02.1991
EP-Veröffentlichungsnummer 0261563
Titel Einrichtung zur Inspektion von Kernreaktor-Brennstäben.
Anmelder ABB Reaktor GmbH, 6800 Mannheim, DE
Erfinder Scharpenberg, Dipl.-Ing., Rainer, D-6948 Wald-Michelbach, DE;
Heckhausen, Dipl.-Ing., Herrman-Josef, D-6940 Weinheim, DE
DE-Aktenzeichen 3767628
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 16.09.1987
EP-Aktenzeichen 871135083
EP-Offenlegungsdatum 30.03.1988
EP date of grant 23.01.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.1991
IPC-Hauptklasse G21C 17/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Inspektion von Kernreaktor-Brennstäben, die als Brennstabbündel in einem Brennelement zusammengefaßt sind, wobei in mehreren Ebenen mit Ultraschall-Prüfköpfen bestückte Finger einer Prüfsonde in die Räume zwischen den Brennstäben einfahrbar sind.

Eine derartige Einrichtung ist aus der DE-OS 34 19 765 bekannt. Dort ist die Sonde parallel zur Längserstrekkung des Brennelementes bewegbar um eine Inspektion in mehreren Ebenen zu ermöglichen. Die vertikale Bewegung der Sonde über mehrere Meter (ein Brennelement ist ca. vier Meter lang) erfordert einen präzisen und damit aufwendigen Spindeltrieb. Das Brennelement und somit auch die Einrichtung sind aus Gründen des Strahlenschutzes in einer Wasservorlage angeordnet. Die vertikale Fahrbewegung der Sonde in die verschiedenen Prüfebenen kann daher nur langsam erfolgen. Neben dem nacheinander auf den verschiedenen Ebenen ablaufenden Prüfvorgang trägt insbesondere die erforderliche Vertikalbewegung der Sonde zu einem erheblichen Zeitaufwand bei. Da die Inspektion der Brennstäbe bei abgeschalteter Reaktoranlage erfolgt, geht die Inspektionszeit an der Verfügbarkeit des Kernkraftwerkes verloren.

Es stellt sich die Aufgabe, den Inspektionsaufwand zu verringern, aber trotzdem ein präzises Positionieren der Sonde in Richtung der zu durchfahrenden Räume sicherzustellen.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß für jede Ebene eine separate Prüfsonde vorgesehen ist, und daß vor dem Einfahren der Prüfsonden die Einfahrposition jeder Prüfsonde unabhängig von der Einfahrposition der anderen Prüfsonden korrigierbar ist. Dadurch ist sichergestellt, daß eine Schieflage des Brennelmentes bzw. eine Verbiegung der Brennstäbe (Abweichung von der Normalen) problemlos, d. h. ohne die Gefahr des Anlaufens einer Prüfsonde an einen Brennstab beherrscht wird. Erst durch das separate Positionieren wird das gleichzeitige Prüfen in mehreren Ebenen möglich.

Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß ein Rahmengestell die den verschiedenen Ebenen zugeordneten Sonden aufnimmt, daß das Rahmengestell zusammen mit den Sonden in Einfahrrichtung der Sonden bewegbar ist und daß über einen gemeinsamen Antrieb die Sonden aller Ebenen quer zur Einfahrrichtung verfahrbar sind. Dieser einfach aufgebaute Rahmen, der nicht mehr Platz in Anspruch nimmt als die bekannte Einrichtung mit vertikal verfahrbaren Sonden, gestattet die gemeinsame Bewegung der Sonde sowohl in Einfahrrichtung als auch quer dazu.

Zur Integrierung von Bewegungsablauf und Abstützung des Rahmengestells ist vorgesehen, daß an einer Unterseite des Rahmengestells wenigstens zwei parallel zueinander erstreckte Spindelmuttern befestigt sind, daß in Konsolen einer Tragplatte gelagerte Spindeln in die Spindelmuttern eingreifen und sowohl zur Bewegung des Rahmengestells als auch zu dessen Abstützung dienen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung ist vorgesehen, daß das Rahmengestell in jeder Ebene eine in ihrem Mittelbereich als Spindel ausgebildete Welle trägt, daß die Welle in ihrem Mittelbereich eine als Spindelmutter wirkenden Sondenträger aufnimmt, daß der Mittelbereich von zwei Holmen begrenzt ist, die relativ zur Welle festgelegt sind und mindestens um das Maß eines Brennstabdurchmessers weiter in der gleichen Richtung wie die Finger der Sonde von der Welle auskragen, daß der Abstand zwischen den Holmen gleich der Sollbreite eines Brennelmentes ist und daß die Welle relativ zu ihren Lagerstellen verschiebbar ist. Durch einfache mechanische Hilfsmittel gelingt hier die Nachführung der Sonden bei Brennelmenten, die in ihrer senkrechten Erstreckung von der Normalen abweichen.

Damit die einmal eingenommene Position der Holme sich nicht selbstätig verstellt wird vorgeschlagen, daß die Welle ihre in gegenüberliegenden Seitenwänden des Rahmengestells angeordneten Lagerstellen durchsetzt, daß die aus den Seitenwänden herausragenden freien Enden mit einem Widerlager versehen sind und daß zwischen dem Widerlager und der jeweiligen Seitenwand eine Druckfeder angeordnet ist.

Eine weitere Ausbildung der Einrichtung sieht vor, daß jeder Welle ein Schneckenrad zugeordnet ist, das mit der Welle eine Nut-/Federverbindung eingeht und daß eine quer zu den Wellen erstreckte Schneckenwelle in alle Schneckenräder gleichzeitig eingreift. Nachdem die Position der in den einzelnen Ebenen angeordneten Sonden korrigierbar ist wird jetzt die gleichmäßige Bewegung aller Sonden bei ihrem Weg von einem Zwischenraum zum nächsten sichergestellt. Die Nut-/Federverbindung gestattet die Axialbewegung der Welle relativ zum Schneckenrad.

Vorzugsweise ist jedes Schneckenrad in einer dem Rahmengestelle zugeordneten Nabe in seiner axialen Bewegungsrichtung begrenzt. Die seitliche Festlegung des Schneckenrades verhindert, daß dasselbe die Axialbewegung der Welle mit ausführt.

Eine andere Ausgestaltung sieht vor, daß von einer Aufnahmeplatte für ein Brennelement zwei parallel zueinander und zum Brennelment erstreckte Streben auskragen, daß sich zwischen den Streben ein jeweils jeder Ebene zugeordneter Spindeltrieb quer zu den Streben erstreckt, daß in einer jedem Spindeltrieb zugeordneten Spindelmutter ein Sonderträger befestigt ist, auf dem ein Antriebselment für die Einfahrbewegung der Sonde in die Räume zwischen den Brennstäben angeordnet ist. Dabei lassen sich die Sonden der verschiedenen Ebenen unabhängig voneinander positionieren als auch unabhängig voneinander die Einfahrbewegung durchführen. Dabei wird die Positionierung der Sonden auf einfache Weise dadurch erzielt, daß eine zur Führung der Sondenfinger vorgesehenen Leiste zwischen den Sondenfingern einen Ultraschall-Wandler trägt, daß der Wandler Schallwellen in Richtung der Einfahrrichtung aussendet und daß die zurücklaufenden Echos zur Positionsbestimmung der Sonde relativ zu einem Brennstab dienen. Dadurch erhält der als Sender un Empfänger ausgebildete Wandler ein maximales Echo, wenn sich die Sondenmitte mit der Mitte des beschallten Brennstabes trifft. Die Einfahrbewegung der jeweiligen Sonde kann dann unmittelbar erfolgen.

Eine andere Ausgestaltung sieht vor, daß eine weitere Strebenanordnung um 90° versetzt zur ersten vorgesehen ist, die auf gegenüber der ersten Strebenanordnung versetzten Ebenen weitere Sonden trägt. Damit ist die gleichzeitige Prüfung eines Brennelementes von zwei Seiten möglich.

Anhand von zwei Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen Figur 1 bis 6 wird die Erfindung beschrieben.

Dabei zeigt:

  • Figur 1 Eine Vorderansicht einer Einrichtung zur Inspektion von Brennelementen,
  • Figur 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Figur 1,
  • Figur 3 eine Einzelheit III der Figur 2,
  • Figur 4 eine andere Ausbildung der Einrichtung,
  • Figur 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V der Figur 4 und
  • Figur 6a bis 6f eine in einem größeren Maßstab dargestellte Sonde mit Ultraschall-Aufzeichnung.

Eine in den Figuren 1 und 2 dargestellte Inspektionseinrichtung ist zusammen mit einem zu prüfenden Brennelement 1 in einem mit 2 angedeuteten wassergefüllten Becken angeordnet. Die Inspektionseinrichtung weist ein Rahmengestell 3 auf, das aus parallelerstreckten gegenüberliegend angeordneten Seitenwänden 4 besteht, an deren Stirnseiten 5 über Verbindungselemente 6 eine Grund- 7 und eine Deckplatte 8 befestigt ist. An der Unterseite der Grundplatte 7 sind über Schrauben 9 zwei Spindelmuttern 10 angelenkt. In den Spindelmuttern 10 sind parallelerstreckte Spindeln 11 von zwei Spindeltrieben 12 geführt, die in Konsolen 13 gelagert sind. Die Konsolen 13 sind mit einer Tragplatte 14 verschweißt, die ihrerseits am Boden des Beckens 2 abgestützt ist. Die Spindeltriebe 12 dienen somit in vorteilhafterweise sowohl zum Bewegen des Rahmengestells 3 in Pfeilichtung 5 als auch zu dessen Abstützung.

In den Ebenen 16, 17 und 18 (Figur 1) durchsetzt je eine Welle 19 die gegenüberliegenden Seitenwände 4 des Rahmengestells 3. Die gegenüberliegenden Lagerstellen 20 der jeweiligen Welle 19 werden durch Lagerkonsolen 21 gebildet, die an den Seitenwänden verschraubt sind. Mit ihren freien Enden durchsetzt die Welle 19 sowohl die jeweilige Lagerstelle 20 als auch die jeweilige Seitenwand 4. Das freie Wellenende trägt ein Widerlager 21. Zwischen dem Widerlager und der nach außen gerichteten Fläche einer Seitenwand 4 ist eine Druckfeder 22 angeordnet, die eine Bewegung der Welle 19 in ihrer Achsrichtung innerhalb eines vorgegebenen Spielraumes erlaubt.

Ein als Gewindespindel ausgebildeter Mittelteil 23 der Welle 19 wird von einer auf der Welle 19 befestigten Scheibe 24 begrenzt. Jede Scheibe 24 trägt einen Holmen 25, der in gleiche Richtung von der Welle 19 auskragt, wie die Finger 26 einer Sonde 27. Eine in das Gewinde des Mittelteils 23 eingreifende Spindelmutter ist als Sondenträger 28 ausgebildet und gestattet somit eine Bewegung der Sonden in Achsrichtung der Welle 19 sobald diese Welle in Drehung versetzt wird. Auf der gleichen Ebene wie die Welle 19 ist eine Stange 29 parallel zur Welle 19 angeordnet und ebenfalls in der Lagerkonsole 21 gelagert (Figur 2). Die Stange 29 durchsetzt in einer Art Gleitlagerverbindung die dem Brennelment abgewandte Seite der Holme 25 und des Sondenträgers 28. Sie dient somit zur Arretierung von Holmen und Sondenträger sowie zu der Führung dieser Bauteile bei ihrer Bewegung in Achsrichtung der Welle 19.

Die Welle 19 mit den ihr zugeordneten Bauteilen ist aus Gründen der besseren Übersicht in der Figur 1 nur für die Ebene 16 ausführlich dargestellt. Sie ist für die Ebenen 17 und 18 ebenso ausgebildet und daher dort nur durch eine strichpunktierte Linie angedeutet.

Jeder Welle 19 ist über eine Nut-/Federverbindung 30 ein Schneckenrad 31 zugeordnet. Eine Überwurfmutter 59 übergreift eine Nabe 60 der Lagerstelle 20 derart, daß ein Ringspalt 61 gebildet wird, der einen Bund 62 des Schneckenradkörpers mit einem vorgebbaren Spiel aufnimmt (Figur 3). Damit wird sichergestellt, daß das Schneckenrad in seiner axialen Bewegung begrenzt ist. An seiner Drehbewegung wird es dagegen durch die Nabe 60 nicht gehindert. Die Nut-/Federverbindung 30 ist mit einem solchen Spiel ausgestattet, daß bei ruhendem Schneckenrad 31 eine Axialbewegung der Welle 19 relativ zum Schneckenrad möglich ist. In jedes Schneckenrad 31 greift eine Schneckenwelle 32 ein, die sich zwischen der Grund- 7 und der Deckplatte 8 erstreckt und an dort befestigten Lagerstellen abgestützt ist. Über einen Antrieb 33 wird die Schneckenwelle 32 in Drehung versetzt und erlaubt die gleichzeitige Verstellung der in verschiedenen Ebenen 16, 17, 18 angeordneten Sondenträger in Achsrichtung der Welle 19.

Die Funktion der in Figur 1 bis 9 dargestellten Inspektionseinrichtungen wird nachfolgend erläutert.

Das zu prüfenden Brennelment 1 ist im Becken 2 oder unmittelbar an der Tragplatte 14 in nicht dargestellter Weise im Bereich der Aussparung 34 der Tragplatte 14 festgelegt, so daß die Lage zwischen dem Rahmengestell 3 und dem Brennelement 1 vorzugeben ist. Zur Beschleunigung des Prüfungsverfahren sind bei dem Ausführungsbeispiel auf drei stationären Ebenen 16, 17 und 18 Sonden 27 angeordnet, deren mit Ultraschallprüfköpfen bestückte Finger 26 in die Räume zwischen den Brennstäben 35 des Brennelementes 1 einfahren um defekte Brennstäbe festzustellen. Angetrieben durch die Spindeltriebe 10 wird das Rahmengestell 3 in Einfahrrichtung der Sonden (Pfeilrichtung 15) soweit an das Brennelement herangefahren, bis die Endbereiche 36 der Holmen 25 die äußeren Brennstäbe 35a und 35b der der Welle 19 zugewandten ersten Brennstabreihe 37 kontakten. Da die Endbereiche 36 mindestens um das Maß eines Brennstabdurchmessers weiter von der Welle 19 auskragen als die freien Enden der Finger 26 ist jetzt die Sonde 27 jeder Ebene 16, 17, 18 entsprechend der auf diesem Niveau anzutreffenden Brennelement-Konfiguration positioniert. Durch die an den freien Enden der Wellen 19 angreifenden Druckfedern 22 kann die Welle 19 die Abweichung der Holmen von der Brennelement-Normalen ausgleichen. Die Welle 19 führt also die durch eine Brennstabverbiegung (in einem solchen Fall weichen die Brennstäbe in der Regel in der selben Richtung von der Normalen ab) stattfindende Verschiebung der Holmen durch die feste Verbindung zwischen Scheibe 24 und Welle 19 mit aus. Da die Innenflächen der Holmen den Bezugspunkt für die Sonden darstellen, können die Finger der Sonden 27 nach vorheriger Verstellung des Sondenträgers 28 durch das Schneckenrad 31 präzise in die Räume zwischen den Brennstäben einfahren. Die Korrektur mit den Holmen stellt sicher, daß Brennstabverbiegungen mit Abweichungen zwischen den einzelnen Ebenen in der Größenordnung von einigen Millimetern ausgeglichen werden und ein Anlaufen eines Fingers 26 an einen Brennstab vermieden wird.

Eine andere Ausbildung der Einrichtung ist in den Figuren 4 und 5 dargestellt. Wie die Figur 5 zeigt, sind hier die Sonden 27 ebenfalls in verschiedenen Ebenen 38, 39, 40 angeordnet. Ein zu prüfendes Brennelement 1 ist in einer Aussparung 41 einer Basisplatte 42 abgestützt und über zwei mittels eines Antriebs 43 steuerbaren Klemmbacken 44 gehalten. Vor der Basisplatte 41 erstrecken sich in vertikaler Richtung drei Streben 45. In verschiedenen Ebenen erstrecken sich zwischen den Streben Spindeltriebe 46, so daß mehrere Sonden 27 um 90° versetzt zueinander in die Räume zwischen den Brennstäben 35 einfahren können. Hierzu ist es erforderlich, daß die Ebenen 38a, 39a, 40a der um 90° versetzten Sonden ein gegenüber den Ebenen unterschiedliches Höhenniveau aufweisen, um ein gleichzeitiges Einfahren von verschiedenen Brennelment-Seiten aus zu ermöglichen. Bei jedem zwischen den Streben angeordneten Spindeltrieb 46 ist an der Spindelmutter 47 ein Sondenträger 48 befestigt, der seinerseits ein Antriebselement 49 für die Einfahrbewegung der Sonden in die Räume zwischen den Brennstäben aufweist.

Das Justieren zum positionsgenauen Einfahren der Sonden wird in den Figuren 6a bis 6f demonstriert. Die Figuren 6a bis 6c zeigen einen Halter 50 für die Finger 26, an deren freien Enden die Ultraschallprüfköpfe 51 zu erkennen sind. Eine Leiste 52, die mit ihren Schlitzen 53 der Führung der Finger 26 dient, trägt in symmetrischer Anordnung zwischen den Fingern einen Ultraschall-Wandler 54. Er ist zum Senden von Schallwellen und zum Empfangen der zurückgeworfenen Echos ausgerüstet. Zum Positionieren der Sonden fährt jeder einer Ebene zugeordnete Spindeltrieb quer zur Einfahrrichtung der Sonden. Von den dabei ständig von den Ultraschallwandler 54 ausgesandten Schallwellen zeigen die Figuren 6a bis 6f drei Ergebnisse. Nach der Figur 6a läuft die Schallwelle (symbolisiert durch den Pfeil 55) am Brennstab vorbei. Die Ultraschall-Aufzeichnung nach Figur 6d liefert keine Reflektion und die eine Tor-Schaltung darstellende Ausklinkung 56 bleibt leer. Nach der Figur 6b wirkt das stärkste Echo, da sich die Sondenmitte mit der Mitte des Brennstabes 35 deckt. Die Torschaltung nach Figur 6e bestätigt die richtige Lage des Echos. In dieser Position kann die Sonde ohne Kollisionsgefahr in die Zwischenräume einfahren. Die Figur 6c zeigt die Ablenkung der Schallwelle, symbolisiert durch den Pfeil 57. Die dazugehörige Ultraschall-Aufzeichnung nach der Figur 6f läßt daher kein Echo erkennen.

  • 1 Brennelement
  • 2 Becken
  • 3 Rahmengestell
  • 4 Seitenwand
  • 5 Stirnseite
  • 6 Verbindungselement
  • 7 Grundplatte
  • 8 Deckplatte
  • 9 Schrauben
  • 10,47 Spindelmutter
  • 11 Spindel
  • 12,46 Spindeltrieb
  • 13 Konsole
  • 14 Tragplatte
  • 15 Pfeilrichtung
  • 16,17,18,38,39,40,38a,39a,40a Ebene
  • 19 Welle
  • 20 Lagerstelle
  • 21 Lagerkonsole
  • 22 Druckfeder
  • 23 Mittelteil
  • 24 Scheibe
  • 25 Holmen
  • 26 Finger
  • 27 Sonde
  • 28,48 Sondenträger
  • 29 Stange
  • 30 Nut-/Federverbindung
  • 31 Schneckenrad
  • 32 Schneckenwelle
  • 33,43 Antrieb
  • 34,41 Aussparung
  • 35 Brennstäbe
  • 36 Endbereiche der Holmen
  • 37 Brennstabreihe
  • 42 Basisplatte
  • 44 Klemmbacken
  • 45 Streben
  • 49 Antreibselement
  • 50 Halter
  • 51 Ultraschall-Prüfkopf
  • 52 Leiste
  • 53 Schlitz
  • 54 Ultraschallwandler
  • 55,57 Pfeil
  • 56 Ausklinkung
  • 58 Widerlager
  • 59 Überwurfmutter
  • 60 Nabe
  • 61 Ringspalt
  • 62 Bund


Anspruch[de]
  • 1. Einrichtung zur Inspektion von Kernreaktor-Brennstäben, die als Brennstabbündel in einem Brennelement zusammengefaßt sind, wobei in mehreren Ebenen mit Ultraschall-Prüfköpfen bestückte Finger einer Prüfsonde in die Räume zwischen den Brennstäben einfahrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Ebene (16, 17, 18) eine separate Prüfsonde (27) vorgesehen ist, daß vor dem Einfahren der Prüfsonden (27) die Einfahrposition jeder Prüfsonde unabhängig von der Einfahrposition der anderen Prüfsonden korrigierbar ist.
  • 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rahmengestell (3) die den verschiedenen Ebenen (16, 17, 18) zugeordneten Sonden (27) aufnimmt, daß das Rahmengestell (3) zusammen mit den Sonden (27) in Einfahrrichtung der Sonden bewegbar ist und daß über einen gemeinsamen Antrieb die Sonden aller Ebenen quer zur Einfahrrichtung verfahrbar sind.
  • 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Unterseite des Rahmengestells (3) wenigstens zwei parallel zueinander erstreckte Spindelmuttern (10) befestigt sind, daß in Konsolen (13) einer Tragplatte (14) gelagerte Spindeln (11) in die Spindelmuttern (10) eingreifen und sowohl zur Bewegung des Rahmengestells (3) als auch zu dessen Abstützung dienen.
  • 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmengestell (3) in jeder Ebene (16, 17, 18) eine in ihrem Mittelbereich (23) als Spindel ausgebildete Welle (19) trägt, daß die Welle (19) in ihrem Mittelbereich (23) eine als Spindelmutter wirkenden Sondenträger (28) aufnimmt, daß der Mittelbereich (23) von zwei Holmen (25) begrenzt ist, die relativ zur Welle (19) festgelegt sind, und mindestens um das Maß eines Brennstabdurchmessers weiter in der gleichen Richtung wie die Finger (26) der Sonde (27) und der Welle (19) auskragen, daß der Abstand zwischen den Holmen (25) gleich der Sollbreite eines Brennelementes (1) ist und daß die Welle (19) relativ zu ihren Lagerstellen (20) verschiebbar ist.
  • 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (19) ihre in gegenüberliegenden Seitenwänden (4) des Rahmengestells (3) angeordneten Lagerstellen (20) durchsetzt, daß die aus den Seitenwänden herausragenden freien Enden mit einem Widerlager (58) versehen sind und daß zwischen dem Widerlager und der jeweiligen Seitenwand eine Druckfeder (22) angeordnet ist.
  • 6. Einrichtung nach Anspruch 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Welle (19) ein Schneckenrad (31) zugeordnet ist, das mit der Welle (19) eine Nut-/Federverbindung (30) eingeht und daß eine quer zu den Wellen (19) erstreckte Schneckenwelle (32) in alle Schneckenräder gelichzeitig eingreift.
  • 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schneckenrad (31) in einer dem Rahmengestell (3) zugeordneten Nabe in seiner axialen Bewegungsrichtung begrenzt ist.
  • 8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Basisplatte (42) zur Aufnahme eines Brennelementes 1 zwei parallel zueinander und zum Brennelement 1 erstreckte Streben (45) auskragen, daß sich ein jeweils jeder Ebene (38, 39, 40) zugeordneter Spindeltrieb (46) quer zu den Streben (45) erstreckt, daß an einer jedem Spindeltrieb zugeordneten Spindelmutter ein Sondenträger (48) befestigt ist, auf dem ein Antriebselement für die Einfahrbewegung der Sonde (27) in die Räume zwischen den Brennstäben angeordnet ist.
  • 9. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Führung der Sondenfinger (26) vorgesehene Leiste (52) zwischen den Sondenfingern einen Ultraschall-Wandler (54) trägt, daß der Ultraschall-Wandler Schallwellen in der Einfahrrichtung aussendet und daß die zurücklaufenden Echos zur Positionsbestimmung der Sonde (27) relativ zu einem Brennstab dienen.
  • 10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Strebenanordnung um 30° versetzt zur ersten vorgesehen ist, die auf gegenüber der ersten Strebenanordnung verschiedenen Ebenen (38a, 39a, 40a) weitere Sonden (27) trägt.






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