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Dokumentenidentifikation DE3928450A1 07.03.1991
Titel Verfahren zur Abdichtung von Sägezahn-Sheddächern und Sägezahn-Sheddach
Anmelder Wurzel, Hans-Jürgen, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Wurzel, Hans-Jürgen, 8500 Nürnberg, DE
Vertreter Rau, M., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schneck, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 29.08.1989
DE-Aktenzeichen 3928450
Offenlegungstag 07.03.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.03.1991
IPC-Hauptklasse E04B 7/12
IPC-Nebenklasse E04D 3/00   E04D 13/06   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zur Abdichtung von Sägezahn-Sheddächern umfassend eine Mehrzahl von verglasten, etwa vertikalen Abschnitten und eine Mehrzahl von schräg verlaufenden Abschnitten aus Beton, Blech o. dgl., wobei zwischen den vertikalen, verglasten Abschnitten und den geneigten Abschnitten Entwässerungsrinnen verlaufen, ist zur Erzielung einer auch über lange Zeit witterungsbeständigen, ästhetisch ansprechenden und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnenden Lösung vorgesehen, daß die schräg verlaufenden Dachabschnitte mit einer im Abstand zu diesen verlaufenden, selbsttragenden, wetterbeständigen, plattenartigen Eindeckung versehen werden, welche vorzugsweise durch Trapez-Profil-Platten gebildet ist. Die Erfindung richtet sich auf ein nach einem derartigen Verfahren hergestelltes Dach.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Abdichtung von Sägezahn-Sheddächern umfassend eine Mehrzahl von verglasten, etwa vertikalen Abschnitten und eine Mehrzahl von schräg verlaufenden Abschnitten aus Beton, Blech od.dgl, wobei zwischen den vertikalen, verglasten Abschnitten und den geneigten Abschnitten Entwässerungsrinnen verlaufen. Außerdem betrifft die Erfindung ein derartiges Sägezahn-Sheddach.

Bei herkömmlichen Sägezahn-Sneddächern tritt das Problem auf, daß die Abdichtung des schräg verlaufenden Dachabschnittes, wenn sie mit Dachpappe versehen ist, undicht werden kann, weil aufgrund des relativ großen Neigungswinkels die Dachpappe unter dem Einfluß der Schwerkraft insbesondere in Randbereichen ihren Halt verliert oder sogar flächig nach unten abgeleitet. Bei der Sanierung eines solchen Daches tritt nach einigen Jahren das gleiche Problem wieder auf, so daß eine dauerhafte und zufriedenstellende Lösung herkömmlicherweise nicht erreicht wird.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Ersteindeckung bzw. Sanierung eines Sägezahn-Sheddaches bzw. ein derartiges Dach zu schaffen, wobei sichergestellt ist, daß auch unter dem jahrelangen Einfluß wechselnder Witterungsbedingungen eine zuverlässige, optisch ansprechende Eindeckung der schräg verlaufenden Dachabschnitte gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die schräg verlaufenden Dachabschnitte mit einer im Abstand zu diesen verlaufenden, selbsttragenden, wetterbeständigen, plattenartigen Eindeckung versehen werden.

Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, daß die plattenartige Eindeckung durch Trapez-Profil-Platten gebildet ist, welche z.B. in Form von kunststoffüberzogenen Metallplatten kommerziell in unterschiedlichen Ausführungsformen entsprechend der jeweiligen Anforderung verfügbar sind. Es ist auf diese Weise eine ökonomische Anpassung an die geforderten Abmessungen und die Realisierung ästhetisch sehr ansprechender Lösungen möglich.

Die erfindungsgemäße Gesamtkonzeption ermöglicht eine dauerhafte Sanierung und Neueindeckung von Dächern der in Betracht stehenden Art, wobei auch bei erheblichem Scnneeanfall und bei Orientierung der schrägen Dachabschnitte in Westrichtung, d.h. bei starker Witterungseinwirkung, keine Probleme auftreten. Die erfindungsgemäße plattenartige Eindeckung ermöglicht darüber hinaus eine Hinterlüftung der entsprechenden Dachabschnitte.

Vorteilhafterweise wird die plattenartige Eindeckung durch Z-Profilteile im Abstand zu dem schräg verlaufenden Dachabschnitt gehalten. Hierdurch wird einerseits eine mechanisch stabile Konstruktion erreicht, andererseits wird der Strömungswiderstand für die Hinterlüftung so niedrig gehalten, daß diese zuverlässig gewährleistet ist.

Zur Sanierung der Entwässerungsrinne als solcher kann in an sich bekannter Weise vorgesehen sein, daß sie mit einer neuen, sich längs des verglasten Abschnittes und bis unter die plattenartige Eindeckung hoch erstreckenden bituminösen Bahneindeckung belegt wird.

Die Erfindung betrifft auch ein Sheddach der eingangs genannten Art, welches sich dadurch auszeichnet, daß auf die schräg verlaufenden Dachabschnitte eine plattenartige Eindeckung in einem definierten Abstand von diesem verlaufend angebracht ist, wobei die plattenartige Eindeckung vorzugsweise durch Trapez-Profil-Platten gebildet ist.

Im Rahmen der Erfindung ist also nicht nur vorgesehen, bestehende derartige Sägezahn-Sheddächer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu sanieren, sondern zur Vermeidung der Nachteile herkömmlicher derartiger Sheddächer auch bei Neukonstruktionen eine erfindungsgemäße Ausgestaltung vorzusehen.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sägezahn-Sheddaches in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigen

Fig. 1 eine schematische Aufsicht auf ein erfindungsgemäßes Sägezahn-Sheddach,

Fig. 2 eine schematische Seiten-Profilansicht zur Veranschaulichung der einzelnen Dachabschnitte,

Fig. 3 einen Schnitt des Randbereiches längs der Linie III-III in Fig. 1,

Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 1,

Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 1 und

Fig. 6 einen Schnitt durch den Firstbereich.

Ein in Fig. 1 bzw. 2 schematisch als Ganzes dargestelltes Sägezahn-Sheddach umfaßt eine Mehrzahl schräg verlaufender Abschnitte 1, welche z.B. einen Neigungswinkel von etwa 45° aufweisen. An den höchsten Punkt jedes derartigen schrägen Dachabschnittes 1 schließt sich ein etwa vertikaler Abschnitt 2 an, der in der Regel über den größten Teil seiner Höhe verglast ist. Am Fußbereich jedes vertikalen Abschnittes 2 bis zum Beginn des jeweils nächsten schräg verlaufenden Abschnittes 1 ist eine Entwässerungsrinne 3 vorgesehen. Bei der Darstellung in Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Eindeckung nicht eingezeichnet, welche in den Fig. 3 bis 6 näher dargestellt ist. Hieraus wird deutlich, daß die plattenartige Eindeckung 4 aus einer Mehrzahl von Trapez-Profil-Platten 5 besteht. Die schräg verlaufenden Abschnitte 1 können beispielsweise in Form von Betonplatten realisiert sein. Die Trapez-Profil- Platten 5 sind mit Hilfe von Metall-Z-Profilen 6 im Abstand A von der Oberfläche 7 der schräg verlaufenden Dachabschnitte 1 befestigt. Dabei weist ein Schenkel der Z-Profile 6 Bohrungen für Befestigungsschrauben 8 zur Verbindung mit den Trapez-Profil-Blechen 5 und der andere Schenkel Bohrungen für Schrauben zur Einbringung in Dübel 9 in den Dachabschnitten 1 auf.

In Fig. 4 ist dargestellt, wie die Regenrinne 3 zwischen einem vertikalen Abschnitt 2 und einem schräg verlaufenden Abschnitt 1 mit einer neuen bituminösen Eindeckung 10 versehen ist, welche sich seitlich an dem vertikalen Abschnitt 2 längs dessen Unterseite 11 und unter die plattenartige Eindeckung 4 nach oben bis in einen Überlappungsbereich 12 über die ursprüngliche bituminöse Abdeckung 13 erstreckt. Der Überlappungsbereich 12 liegt damit unter der Eindeckung 4 und ist Witterungseinflüssen damit nicht mehr ausgesetzt.

Der Grundkörper der Entwässerungsrinne 3 als solcher wird durch eine Stahlrinne 14 gebildet, welche mit Entwässerungsöffnungen 15 versehen ist, von welchen sich Entwässerungsrohre 16 weg erstrecken, welche mit üblichen Siebabdeckungen 17 versehen sind. Im Übergangsbereich zwischen dem vertikalen Abschnitt 2 und der Entwässerungsrinne 3 ist ein längs verlaufender Flansch 18 vorgesehen. Das Glas 19 des vertikalen Abschnitts 2 ist so positioniert, daß dessen Außenseite vor dem Flansch 18 im Inneren der Entwässerungsrinne 3 liegt.

Aus Fig. 5 ergibt sich die Ausgestaltung der Seitenkante 20 des Daches, an welcher ein im wesentlichen L-förmiges Abschlußprofil 21 vorgesehen ist, dessen einer Schenkelansatz 22 das äußerste Trapez-Profil 5 übergreift.

In Fig. 6 ist die Firstausbildung näher veranschaulicht, wobei längs des Firstes ein First-Profil-Blech 22 verläuft, welches ebenfalls im wesentlichen als L-Profil ausgebildet ist, und dessen einer Schenkel 23 mit der Eindeckung 4 mittels Schrauben 24 verschraubt ist, und dessen anderer Schenkel ein im Sanierungsfall gegebenenfalls vorhandenes Abschlußblech 25 an der Oberkante 26 der Glaswand 19 übergreift. Zwischen diesem bestehenden Abschlußblech 25 und einem L-Schenkel 27 ist eine mit Ausnehmungen versehene Lüftungsleiste 28 vorgesehen, so daß Luft in Richtung des Pfeils 29 eintreten kann und den durch den Abstand A der Eindeckung 4 zum schrägen Dachabschnitt 1 gebildeten Zwischenraum durchlüftet.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Abdichtung von Sägezahn-Sheddächern umfassend eine Mehrzahl von verglasten, etwa vertikalen Abschnitten und eine Mehrzahl von schräg verlaufenden Abschnitten aus Beton, Blech od.dgl., wobei zwischen den vertikalen, verglasten Abschnitten und den geneigten Abschnitten Entwässerungsrinnen verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die schräg verlaufenden Dachabschnitte (1) mit einer im Abstand zu diesen verlaufenden, selbsttragenden, wetterbeständigen, plattenartigen Eindeckung (4) versehen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenartige Eindeckung (4) durch Trapez-Profil-Platten (5) gebildet ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenartige Eindeckung (4) durch Z-Profilteile (6) im Abstand zu dem schräg verlaufenden Dachabschnitt (1) gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerungsrinne (3) mit einer neuen, sich längs des verglasten Abschnittes und bis unter die plattenartige Eindeckung (4) hoch erstreckende bituminöse Bahneindeckung (10) belegt wird.
  5. 5. Sägezahn-Sheddach mit einer Mehrzahl von verglasten, etwa vertikalen Abschnitten und eine Mehrzahl von schräg verlaufenden Abschnitten aus Beton, Blech od.dgl., wobei zwischen den vertikalen, verglasten Abschnitten und den geneigten Abschnitten Entwässerungsrinnen verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die schräg verlaufenden Dachabschnitte (1) eine plattenartige Eindeckung (4) in einem definierten Abstand von diesem verlaufend angebracht ist.
  6. 6. Dach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenartige Eindeckung (4) durch Trapez-Profil- Platten (5) gebildet ist.






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