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Dokumentenidentifikation DE3337084C3 28.03.1991
Titel Einrichtung zum Auffinden defekter Brennstabhüllrohre aus einem zu einem kompletten Brennelement zusammengefaßten Brennstabbündel wassergekühlter Kernreaktoren
Anmelder ABB Reaktor GmbH, 6800 Mannheim, DE
DE-Anmeldedatum 12.10.1983
DE-Aktenzeichen 3337084
Offenlegungstag 25.04.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.09.1988
Date of publication of amended patent 28.03.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.03.1991
IPC-Hauptklasse G21C 17/06
IPC-Nebenklasse G21F 7/06   G01N 29/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Auffinden defekter Brennstabhüllrohre aus einem zu einem kompletten Brennelement zusammengefaßten Brennstabbündel wassergekühlter Kernreaktoren, mit einem in einem Brennelementlagerbecken angeordneten und relativ zum Brennelement positionierten Manipulator, der ein geschlossenes Gehäuse zur Aufnahme von Antriebselementen für die Bewegung einer außerhalb des Gehäuses angeordneten Prüfsonde aufweist, wobei zur Übertragung die Antriebselemente über ein innerhalb des Gehäuses befindliches Hebelgestänge mit einer den Gehäuseboden durchsetzenden Drehdurchführung und von dieser mit einem außerhalb des Gehäuses befindlichen Hebelgestänge mit der Prüfsonde verbunden sind, wobei ein Verbindungsstück über mehrere, von einer Basisplatte auskragende Bolzen an der Oberseite des Brennelementlagergestells arretiert ist, wobei das zu prüfendene Brennelement in der Prüfposition festlegbar ist und wobei ein dem Verbindungsstück zugeordneter Schlitten das Gehäuse des Manipulators trägt.

Eine derartige Einrichtung ist aus der Informationsbroschüre "Nuclear Customer Services-Failed Fuel Rod Detection System (FFRDS)" der Firma BBC Brown Boveri vom September 1982 bekannt. Dort ist nach einer in der Fig. 3 dargestellten Prüfmechanik ein Hebelgestänge an zwei Stellen durch den Boden eines Gehäuses geführt, um die Fahrbewegung der innerhalb des Gehäuses angeordneten Spindelmutter auf die außerhalb des Gehäuses befindliche Prüfsonde zu übertragen. Das in der Fig. 2 dieser Informationsbroschüre gezeigte Inspektionsgerät sagt nichts über die Aufgabe des den Manipulator tragenden Schlittens aus. Übertragungsfehler, die aufgrund unvermeidbarer Toleranzen bei der Herstellung der Gelenkarme des Hebelgestänges entstehen, werden durch die Durchführung an zwei Stellen des Gehäusebodens vergrößert. Da der Abstand zwischen zwei Brennstabhüllrohren nur ca. 2 mm beträgt, ist die Anfahrgenauigkeit der Sonde daher oftmals nicht ausreichend.

Es ist die Aufgabe der Erfindung bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art die Anfahrgenauigkeit der Sonde zu erhöhen.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Drehdurchführung aus einer drehbaren Vollwelle und einer diese koaxial umfassenden, relativ zur Vollwelle verdrehbaren Hohlwelle gebildet ist und daß der Schlitten in eine brennelementnahe Prüfposition und in eine brennelementferne Position verstellbar ist.

Durch die koaxial ausgebildete Durchführung ist zur Umsetzung einer bestimmten Linearbewegung eine größere Winkelbewegung als beim Stand der Technik an der Durchführungsstelle erforderlich. Somit wird das Übersetzungsverhältnis der Linearbewegung zur Drehbewegung günstiger und die Anfahrgenauigkeit der Sonde erhöht. Da der Schlitten eine vorbestimmte Prüfposition einnimmt, trägt diese Positionsbestimmung zur Erhöhung der Anfahrgenauigkeit der Sonde bei.

Die Drehdurchführung der Einrichtung ist vorzugsweise so ausgebildet, daß sie einen mit einer Grundplatte des Gehäuses verschraubten Flansch aufweist, daß sich koaxial durch den Flansch die Hohlwelle und die Vollwelle erstreckt, daß jeweils an den Enden von Voll- und Hohlwelle ein Hebel angelenkt ist, der mit einem weiteren Hebel derart gelenkig verbunden ist, daß innerhalb und außerhalb des Gehäuses je ein spiegelbildliches Hebelgestänge in Form eines Parallelogrammes gebildet ist, das innerhalb des Gehäuses an einem die linienförmigen Antriebsbewegungen ausführenden Schlitten und außerhalb des Raumes an einem die Sonden tragenden Schlitten seinen Festpunkt hat.

Der den Festpunkt des im Gehäuse angeordneten Hebelgestänges bildende Schlitten kann von zwei über je einen Schrittmotor angetriebene Kugelumlaufspindeln bewegt werden. Die vom Schrittmotor vorgegebenen Wege werden dadurch spielfrei übertragen.

Eine weitere Ausgestaltung der Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß der das Gehäuse tragende Schlitten in an der Grundplatte angebrachten Schienen geführt ist, daß die Schlittenbewegung über ein fernbedienbares Gestänge und/oder mit Hilfe eines hydraulisch/pneumatischen Zylinders erfolgt und daß der Schlitten mehrere Paßbohrungen aufweist, in die sich von einer Grundplatte des Gehäuses auskragende über eine Gewindeverbindung gesicherter Paßstifte erstrecken.

Bei einer Störung der Manipulatorbewegung während einem Prüfvorgang kann über den den Manipulator tragenden Schlitten ein Ausfahren der Sonden aus den Räumen zwischen den Hüllrohren durchgeführt werden. Fällt dabei die hydraulisch/pneumatische Steuerung aus, so kann der Schlitten auch über das fernbedienbare Gestänge bedient werden.

Nach einer vorteilhaften Ausbildung der Festlegung des Brennelementes ist eine Zentrieraufnahme aus entlang einer Führung gegenläufig bewegbaren Backen gebildet.

Damit kann die Öffnung der Zentrieraufnahme verschiedenen Brennelementabmessungen besser angepaßt werden.

Anhand eines Ausführungsbeispieles und der Zeichnungen Fig. 1 bis 7 wird eine Einrichtung nach der Erfindung beschrieben. Dabei zeigt die

Fig. 1 in einer Seitenansicht zum Teil schematisch eine Einrichtung nach der Erfindung,

Fig. 2 und 2a eine Ansicht entlang der Linie II-II der Fig. 1,

Fig. 3 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht,

Fig. 4 eine Aufsicht nach Fig. 3 bei abgenommener Abdeckhaube,

Fig. 5 Einzelheiten der Drehdurchführung,

Fig. 5a eine Ansicht in Pfeilrichtung Va der Fig. 5,

Fig. 6 den im Wasser eines Brennelementlagerbeckens angeordneten Teil des Manipulators und

Fig. 7 eine Ansicht in Pfeilrichtung VII der Fig. 1.

Die Fig. 1 zeigt in ausgezogenen Linien gezeichnet das Verbindungsstück eines Manipulators 7 während seiner Absetzbewegung auf die Oberseite 2 des in unterbrochenen Linien angedeuteten Brennelementlagergestells 3, das in einem nicht dargestellten Wasserbecken angeordnet ist. Bolzen 4 kragen von einer Basisplatte 5 des Verbindungsstücks 1 nach unten aus und dienen zur Arretierung des Verbindungsstücks in Bezugspunkten des Lagergestells. Wie die Fig. 7 zeigt, sind die Bolzen in T- Nuten 6 geführt und befestigt, die in diagonal kreuzender Richtung in die Unterseite der Basisplatte eingebracht sind. Die Bolzen sind dabei nach der Art von Kulissensteinen ausgebildet und erlauben ein problemloses Einstellen der Bolzen auf verschiedene Lagergestellabmessungen. Ebenfalls in unterbrochenen Linien gezeichnet ist oberhalb des Verbindungsstücks ein Gehäuse des Manipulators 7 und am Haken 8 eines nicht dargestellten Hebezuges ein zu prüfendes Brennelement 9 zu sehen. Das Brennelement 9 und der Manipulator 7 befinden sich dabei unterhalb einer mehrere Meter dicken Wasserschicht. Wie später noch näher zu erläutern ist, bewegen sich Sonden 10 innerhalb des Wassers. Über an einer Grundplatte 11 des Gehäuses 46 angelenkte Paßbolzen 12 ist dasselbe auf einem Schlitten 13 abgestützt. Die Paßbolzen 12 ragen dabei in entsprechende Paßbohrungen 14 des Schlittens 13 und sind mittels Scheiben 15 und Schrauben 16 gesichert (Fig. 3). Wie auch aus der Fig. 2 zu ersehen ist, besteht der Schlitten 13 aus einer eine Aussparung 17 aufweisenden Platte 18, die an gegenüberliegenden Seiten mit Rollkörpern 19 versehen ist. Über die Rollkörper ist der Schlitten 13 in an der Basisplatte 5 befestigten Schienen 20 in Pfeilrichtung 21 bewegbar. Auf der Basisplatte 5 ist weiterhin eine Zentrieraufnahme 22 für das zu untersuchende Brennelement angeordnet. Sie besteht aus einem Gegenlager 23, das aufgrund seiner Langlochbefestigung 24 in Pfeilrichtung 25 zum Zwecke einer Anpassung an unterschiedliche Größen des Brennelementfußes 26 verstellbar ist. Dem Gegenlager 23 gegenüberliegend ist auf der Basisplatte 5 eine Haltevorrichtung 27 für eine Exzenterwelle 28 befestigt. Auf einem abgesetzten Bund 29 der Exzenterwelle ist eine Wippe 30 angeordnet, an deren freien Enden nicht dargestellte Seile befestigt sind. Über diese Seile kann die Exzenterwelle gedreht werden. Ebenfalls auf dem abgesetzten Bund befindet sich ein Anschlag 31, der bei entsprechender Einstellung derart auf der Basisplatte zum Anliegen kommt, daß die Exzenterwelle vor Erreichen ihres höchsten Punktes an dem zu zentrierenden Brennelementfuß angelegt ist. Am Brennelementkopf 32 greift das Hebezeug an, so daß das Brennelement 9 frei hängt und über den Brennelementfuß 26 zentriert ist. Im Bereich des zu zentrierenden Brennelements weist die Basisplatte eine Aussparung 36 auf, damit das Brennelement dort nicht aufsitzen kann. Alternativ zu der beschriebenen Zentrieraufnahme besteht sie aus zwei gegenläufig bewegbaren Backen 34 die entlang einer Führung 35 bewegbar sind (Fig. 2a). Der Schlitten 13, der zum Zwecke der Gewichtsersparnis mit einer Aussparung 17 versehen ist, ist in eine brennelementnahe Prüfposition (wie in Fig. 2 dargestellt) und in eine brennelementferne Position verstellbar. Der Bewegungsablauf erfolgt fernbedient, indem ein nicht dargestelltes Stangenwerkzeug von einem Standort außerhalb des Wasserbeckens an dem Festpunkt 37 des Gestänges 38 in Eingriff gebracht und um den Festpunkt gedreht wird. Von der Basisplatte 5 kragen zwei mit einer Durchgangsbohrung 39 versehene Laschen 40 aus, die an der Unterseite der Basisplatte befestigt sind. In die Durchgangsbohrungen ist ein Gewindebolzen 41 mit Hilfe des gleichen Stangenwerkzeuges zum Zwecke der Festlegung des Schlittens 13 eindrehbar. Der Abstand zwischen den Durchgangsbohrungen ist somit gleich dem Fahrweg des Schlittens. Geführt ist der Gewindebolzen in einer an der Oberseite befestigten Lasche 42. Unweit dieser Lasche kragt ebenfalls von der Oberseite des Schlittens 13 ein Halteelement 43 aus, an dem das Gestänge 38 angreift und die Längsbewegung des Schlittens 13 auslöst. Der Schlitten läßt sich auch über hydraulische oder pneumatische Antriebselemente bewegen. Die handbetätigbare Gestängesteuerung bleibt jedoch erhalten, um bei Störungen an der Manipulatorsteuerung stets das Zurückfahren der Sonden 10 aus dem Brennelement zu gewährleisten. Ließe sich der Schlitten nicht zurückfahren, so wäre ein Ausbau mit Beschädigungen an Sonden, Manipulator und Brennelement verbunden.

Die Fig. 3 bis 6 zeigen Einzelheiten des Manipulators zum Bewegen der die Ultraschallprüfköpfe 44 tragenden Sonden. Die Grundplatte 11, von der die Paßbolzen 12 zum Schlitten 13 des Verbindungsstücks 1 wegführen, und eine Abdeckhaube 45 begrenzen ein wasserdicht ausgebildetes Gehäuse 46, das die Antriebselemente einschließt. Die Abdeckhaube ist mit Schrauben 47 unter Zwischenschaltung eines Rundschnurringes 48 an der Grundplatte 11 befestigt. Über die Verschraubung 49 gelangen die elektrischen Versorgungskabel in das Gehäuse 46. Durch eine Druckluftquelle 50 wird der Innenraum des Gehäuses mit einem Druck beaufschlagt, der höher ist als der im umgebenden Wasser 51 herrschende Druck. Eventuelle Leckagen im Bereich der Dichtungen führen nicht zu Beschädigungen an den Antriebselementen. Überwachungseinrichtungen 52 signalisieren einen Druckverlust, so daß rechtzeitig Gegenmaßnahmen zur Abdichtung eingeleitet werden können. Die für eine Umwandlung einer linienförmigen in eine Drehbewegung und von der Drehbewegung wieder in eine gleichartige Linienbewegung erforderlichen Bauteile sind in den Fig. 3 und 6 dargestellt. Ein Flansch 54 durchsetzt die Grundplatte 11 und ist mit derselben durch Schrauben 55 starr verbunden. Im Bereich des Durchtrittes sorgen Rundschnurringe 56 für die notwendige Abdichtung. Eine Vollwelle 57 und eine Hohlwelle 58 sind koaxial zueinander und zum Flansch 54 angeordnet. Die Hohlwelle 58 ist über Kugellager 59 unter Zwischenschaltung einer Distanzhülse 60 im Flansch 54 geführt und in axialer Richtung abgestützt. Zur axialen Festlegung der Hohlwelle 58 dient ein mit derselben über eine Klauenkupplung 61 verschraubter Flansch 62, der mit einem Kugellager 63 gleichzeitig zur radialen Führung der Vollwelle 57 beiträgt. Ihre weitere radiale Abstützung erfährt die Vollwelle durch ein unmittelbar in der Hohlwelle geführtes Kugellager 63. An ihrem in das Gehäuse 46 des Manipulators 7 ragenden Ende ist die Vollwelle 57 mit einem Vierkant 64 versehen, in das ein Träger 65 zentrierend aufgesteckt und über eine Klemmschraube 66 gesichert ist. Der Träger 65 dient unter Zwischenschaltung einer Distanzhülse 67 zur Abstützung der Vollwelle in axialer Richtung gegenüber der Hohlwelle und dem Flansch 54. Die dem Wasser 51 des Beckens zugewandten Kugellager sind mittels Rundschnurringen 68 und Wellendichtringen 69 gegen eindringendes Wasser geschützt. An den jeweils in dem Wasser angeordneten Enden weist die Vollwelle einen fest mit ihr verbundenen Träger 70 und die Hohlwelle eine Nabe 71 auf. An den Trägern 65, 70 der Vollwelle 57 sind spiegelbildlich ausgebildete und spiegelbildlich zueinander angeordnete Hebel 72, 73 verschraubt, so daß der im Wasser des Beckens angeordnete Hebel 73 dieselbe Bewegung ausführt wie der im wassergeschützten Gehäuse 46 angeordnete Hebel 72 sie vorgibt. Ihre lagengenaue Position erhalten die Hebel durch eine Nut/Federverbindung 74. Auch die auf gleiche Weise mit der Nabe 71 und dem Flansch 62 der Hohlwelle verbundenen Hebel 76, 77 sind spiegelbildlich ausgebildet und spiegelbildlich zueinander angeordnet. Die Art ihrer Befestigung ist in der Fig. 5a am Beispiel der Verbindung mit dem Träger 65 zu erkennen. Wie die Fig. 3 zeigt, ist im wassergeschützten Gehäuse das freie Ende des an dem Träger 65 der Vollwelle befestigten Hebels 72 über einen kugelgelagerten Bolzen 75 mit einem weiteren Hebel 78 gelenkig verbunden. Auf gleiche Weise ist der am Flansch 62 der Hohlwelle 58 befestigte Hebel 77 ebenfalls über einen kugelgelagerten Bolzen 79 mit einem weiteren Hebel 80 verbunden. Die Enden der weiteren Hebel 78, 80 sind an einem Drehpunkt 81 zusammengeführt, um den sie über Kugellager 82 bewegbar sind. Ein Gewindebolzen 83, um den beide Hebel 78, 80 bewegbar sind, ist in einem Schlitten 84 eingeschraubt und bildet einen Festpunkt 85, der zusammen mit dem Schlitten 84 in X- oder Y-Richtung bewegbar ist.

In der Fig. 4 sind die Hebel 72, 76, 78, 80 lediglich in gestrichelten Linien angedeutet, um den Schlitten 84 und seine Antriebselemente besser erkennen zu können. Der Schlitten 84 wird von einer Mutter 86 getragen, die einer Kugelumlaufspindel 87 zugeordnet ist. Parallel zur Kugelumlaufspindel 87 erstreckt sich eine Stange 88, die über dem Schlitten 84 zugeordneten Gleitlager 89 zu dessen Führung bei Bewegung in Y-Richtung beiträgt. Soll eine solche Bewegung stattfinden, so wird die Kugelumlaufspindel 87 über einen Schrittmotor 90 mit Hilfe eines Zahnriementriebs 91 in Drehung versetzt und bewegt die Mutter 86 mit dem Schlitten 84. Ein gleichartiger Schrittmotor 92 sorgt über eine ebenfalls zahnriemengetriebene Kugelumlaufspindel 93 und eine parallel dazu erstreckte Stange 94 für eine Bewegung des Schlittens 84 in X- Richtung. Dazu ist es erforderlich, daß die Kugelumlaufspindel 93 und die ihr zugeordnete Stange 94 über Lagerböcke 95 unmittelbar auf der Grundplatte 11 befestigt sind. Der Schlitten 84 und die zugehörigen Antriebselemente sind dagegen von einem Gestell 96 getragen, das der Mutter 97 der Kugelumlaufspindel 93 und dem Gleitlager 99 der Stange 94 zugeordnet ist. Initiatoren 98 sorgen dafür, daß die Bewegungen des Schlittens 84 über vorgebbare Endstellungen nicht hinausführen können.

Den spiegelbildlich zu den Hebeln 72, 77 an der Nabe 71 der Hohlwelle 58 und dem Träger 70 der Vollwelle 57 im Wasser des Beckens angeordneten Hebeln 76, 73 sind gemäß Fig. 3 und 6 weitere Hebel 100, 101 über je einen kugelgelagerten Bolzen 102 zugeordnet. Mit ihren Enden bilden sie einen gemeinsamen Drehpunkt 103, der über einen in einem die Sonden tragenden Schlitten 104 durch einen dort eingeschraubten Gewindebolzen seinen Festpunkt 106 hat. Der Festpunkt 85 des im wassergeschützten Gehäuse 46 angeordneten Schlittens 84 und der Festpunkt 106 des die Sonden 10 tragenden Schlittens 104 sind also senkrecht übereinander angeordnet. Durch die die Grundplatte 11 durchsetzenden Bauteile wird die punktgenaue Bewegung der beiden Festpunkte 85, 106 sichergestellt. Der Schlitten 104 ist in X-Richtung über eine in einem Gehäuse 107 befindliche Stangen/ Gleitlagerführung 108 bewegbar. In Y-Richtung sorgen zwei an der Unterseite der Grundplatte 11 über Lagerböcke 109 befestigte Stangen 110 für die Führung des Schlittens 104. Die eine Stange 110 ist von einem Gleitlager 111 umschlossen, während auf der anderen Stange 110 lediglich eine Rolle 112 abläuft. Von der Sondenhalterung 113 führt eine Versorgungsleitung 114 weg, die die Signale der Ultraschallprüfköpfe 44 zu einer nicht dargestellten Auswerteeinheit weiterleitet. Der Sondenhalterung 113 ist weiterhin ein über eine elektrische Zuleitung 115 versorgter Kraftaufnehmer 116 zugeordnet, um bei Anlaufen der Sonden 10 an ein Hindernis die Sondenfahrbewegung zu stoppen. Die Sondenhalterung ist weiterhin mit einem dem Querschnitt der Sonden angepaßten Führungsstück 117 versehen, um die Sonden bei ihrer Fahrbewegung zu stützen.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Auffinden defekter Brennstabhüllrohre aus einem zu einem kompletten Brennelement zusammengefaßten Brennstabbündel wassergekühlter Kernreaktoren, mit einem in einem Brennelementlagerbecken angeordneten und relativ zum Brennelement positionierten Manipulator, der ein geschlossenes Gehäuse zur Aufnahme von Antriebselementen für die Bewegung einer außerhalb des Gehäuses angeordneten Prüfsonde aufweist, wobei zur Übertragung der Antriebsbewegung die Antriebselemente über ein innerhalb des Gehäuses befindliches Hebelgestänge mit einer den Gehäuseboden durchsetzenden Drehdurchführung und von dieser mit einem außerhalb des Gehäuses befindlichen Hebelgestänge mit der Prüfsonde verbunden sind, wobei ein Verbindungsstück über mehrere, von einer Basisplatte auskragende Bolzen an der Oberseite des Brennelementlagergestells arretiert ist, das zu prüfende Brennelement in der Prüfposition festlegbar ist und wobei ein dem Verbindungsstück zugeordneter Schlitten das Gehäuse des Manipulators trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehdurchführung aus einer drehbaren Vollwelle (57) und einer diese koaxial umfassenden, relativ zur Vollwelle verdrehbaren Hohlwelle (58) gebildet ist und daß der Schlitten (13) in eine brennelementnahe Prüfposition und in eine brennelementferne Position verstellbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Hohlwelle (58) und die Vollwelle (57) koaxial durch einen mit einer Grundplatte (11) des Gehäuses (46) verschraubten Flansch (54) erstrecken, daß jeweils an den Enden von Voll- und Hohlwelle ein Hebel angelenkt ist, der mit einem weiteren Hebel derart gelenkig verbunden ist, daß innerhalb und außerhalb des Gehäuses (46) je ein spiegelbildliches Hebelgestänge in Form eines Parallelogramms gebildet ist, das innerhalb des Gehäuses (46) an einem die linienförmigen Antriebsbewegungen ausführenden Schlitten (84) und außerhalb des Gehäuses an einem die Sonden (10) tragenden Schlitten (104) seinen Festpunkt (85, 106) hat.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Festpunkt des im Gehäuse angeordneten Hebelgestänges bildende Schlitten (84) von zwei über je einen Schrittmotor (90, 92) angetriebene Kugelumlaufspindeln (87, 93) bewegt wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuse (46) tragende Schlitten (13) in an der Basisplatte (5) angebrachten Schienen (20) geführt ist, daß die Schlittenbewegung über ein fernbedienbares Gestänge (38) und/oder mit Hilfe eines hydraulisch/pneumatischen Zylinders erfolgt und daß der Schlitten (13) mehrere Paßbohrungen (14) aufweist, in die sich von einer Grundplatte (11) des Gehäuses (46) auskragende über eine Gewindeverbindung gesicherte Paßstifte (12) erstrecken.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zentrieraufnahme (22) aus entlang einer Führung (35) gegenläufig bewegbaren Backen (34) gebildet ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Basisplatte (5) T-förmig ausgebildete Nuten (6) eingearbeitet sind, in denen die Bolzen (4) nach Art eines Kulissensteines verschiebbar und festlegbar sind.






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