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Dokumentenidentifikation DE3935161A1 02.05.1991
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von mehreren Teilproben aus einer Sammelprobe eines körnigen Stoffes, vorzugsweise einer aufbereiteten Koks- oder Ballastkohle
Anmelder Ruhrkohle AG, 4300 Essen, DE
Erfinder Kryscik, Tadeusz, Dipl.-Ing., 4350 Recklinghausen, DE
Vertreter Herrmann-Trentepohl, W., Dipl.-Ing., 4690 Herne; Kirschner, K., Dipl.-Phys.; Grosse, W., Dipl.-Ing.; Bockhorni, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 21.10.1989
DE-Aktenzeichen 3935161
Offenlegungstag 02.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.1991
IPC-Hauptklasse G01N 1/02
IPC-Nebenklasse G01N 33/22   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zur Gewinnung von mehreren Teilproben aus einer Sammelprobe eines körnigen Stoffes, vorzugsweise einer aufbereiteten Koks- oder Ballastkohle, bei dem die Sammelprobe einer ersten Verarbeitungsstufe zugeführt und aus dieser einer zweiten Verarbeitungsstufe übergeben wird, in der eine nach Verjüngung verbliebene Restmenge über einen Bogenwinkel gestreut und dabei in mehrere Behälter abgefüllt wird, die jeweils eine Teilprobe erhalten, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die erste Verarbeitungsstufe in einer Sammlung der Probenmenge und in einem Abzug aus dem gesammelten Gut besteht, der in die zweite Verarbeitungsstufe überführt wird, und daß in der zweiten Verarbeitungsstufe das Verstreuen der Restmengen über einen konstanten Bogenwinkel während programmierbarer Zeiträume erfolgt, zwischen die die Zeiträume eingeschaltet sind, in denen der Verwurf am Anfang und/oder Ende des Bogenwinkels abgegeben wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von mehreren Teilproben aus einer Sammelprobe eines körnigen Stoffes, vorzugsweise einer aufbereiteten Koks- oder Ballastkohle gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

Die Probenahme bildet die Voraussetzung für die Beurteilung eines oder mehrerer Qualitätsmerkmale körniger Stoffe, insbesondere körniger Rohstoffe, wenn sich die Untersuchung des gesamten Gutes z. B. wegen seiner Menge verbietet. Das ist bei zahlreichen Stoffen der Fall und kommt insbesondere im Steinkohlenbergbau bei der Aufbereitung der Förderkohle zu Koks- oder Ballastkohle vor. An die Beurteilung der stofflichen Zusammensetzung der von der Aufbereitung abgegebenen Produkte stellen die Verbraucher besonders hohe Anforderungen, weil sie große Mengen abnehmen. Das gilt z. B. für die Feststellung der Rohfeuchte, d. h. des Wassergehaltes, der über das Gewicht der aufbereiteten Koks- bzw. Ballastkohle deren Menge wesentlich mitbestimmt. Auch kann es sich um die Feststellung des Aschegehaltes handeln, der seinerseits ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Kohle darstellt. Die Erfindung wird daher im folgenden anhand dieses Anwendungsgebietes näher erläutert.

Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die Hestellung von Teilproben mit übereinstimmenden Qualitätsmerkmalen, also z. B. von unter sich gleicher Feuchte, d. h. stofflicher Zusammensetzung. In der Steinkohlenaufbereitung werden häufig drei Teilproben dieser Art aus einer Sammelprobe gewonnen. Dabei werden die Teilproben mehrerer Sammelproben in Container zusammengefaßt. Die Sammelproben werden in der Regel zeitproportional aus der Produktion z. B. einer Schicht entnommen. Hierbei dient ein Container als Reverenzprobe, welche aufbewahrt wird, während die beiden anderen Container unabhängig voneinander von verschiedenen Labors auf die gewünschten Qualitätsmerkmale untersucht werden. Eine weitgehende Übereinstimmung der Labor erlaubt dann eine zutreffende Aussage über das jeweils untersuchte Qualitätsmerkmal. In der Steinkohlenaufbereitung ergibt sich daraus ein besonderes Problem, weil schon die Sammelproben eine im Vergleich mit der gesamten Fördermenge völlig untergeordnete Menge darstellen und bei der Gewinnung noch wesentlich verjüngt werden müssen.

Die Entnahme der verschiedenen Sammelproben erfolgt im allgemeinen und deshalb vorzugsweise auch im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens aus der laufenden Förderung der Produkte, z. B. durch einen Schwenkförderer, in dem eine drehende Förderschnecke das Förderorgan bildet. Die Schnecke ist meistens aus zu Schneckengängen geformten Flügeln zusammengesetzt, die das Gut umwälzen und dadurch eine Vergleichmäßigung bewirken. Zur Entnahme einer Sammelproble schwenkt das Aufgabeende des Schneckenförderers durch den Abwurf eines Förderbandes, während das Abgabeende die Sammelprobe an den nachgeschalteten Probenteiler weitergibt. In diesem wird jede Sammelprobe für sich verjüngt und auf die Teilproben verteilt. Die erste Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht demnach in der Behandlung der Probe bei der Aufnahme in den Probeteiler und in der anschließenden Verteilung auf die Teilproben.

Die Erfindung geht dabei von einem vorbekannten Verfahren aus. Hierbei findet bereits in der ersten Stufe des Verfahrens eine Verjüngung der Sammelprobe statt. Dazu ist dem erwähnten schwenkbaren Schneckenförderer welcher aus dem Bandabwurf die Sammelprobe entnimmt, ein zweiter gleichartiger Schneckenförderer nachgeschaltet, der zeitproportional auf Rechts -und auf Linkslauf umgeschaltet wird. Je nach Drehsinn gelangt das Fördergut entweder in den Verwurf oder in die zweite Verarbeitungsstufe.

Die zweite Verarbeitungsstufe arbeitet mit einem rotierenden Schwenkförderer, welcher ebenfalls als Schneckenförderer ausgebildet ist und das Gut der ersten Verarbeitungsstufe aufnimmt. Er streut das Fördergut in einen Trichter, der oberhalb seines Auslaufes für jede Teilprobe einen Abzugsschlitz aufweist, unter dem der betreffende Container angeordnet ist. In dieser zweiten Verarbeitungsstufe findet eine abermalige Verjüngung statt. Dabei wird das ausgestreute Material, welches nicht durch die Schlitze in die Sammelgefäße gelangt, durch den Trichterauslauf als Verwurf abgeführt.

Der Hauptnachteil des geschilderten Funktionsablaufes besteht darin, daß die so gewonnenen Teilproben unterschiedliche stoffliche Zusammensetzungen, z. B. unterschiedliche Wassergehalte zeigen mit der Folge, daß die Laborergebnisse nicht übereinstimmen und auch durch die Refferenzprobe nicht ausreichend genau verifiziert werden können. Diese Unzulänglichkeiten beruhen u. a. darauf, daß die Schneckenförderer aufgrund ihres Förderprinzips unterschiedliche Mengen ausbringen. Da jede Sammelprobe in sich inhomogen ist, gelangen in nicht vorhersehbarer Weise bei der Verjüngung unterschiedlich zusammengesetzte Teilmengen in die Verwürfe und die Schlitze des Probenteilers. Diese unerwünschte Wirkung wird noch verstärkt, wenn bei intermittierendem Betrieb des im Trichter rotierenden Schneckenförderers dieser bei jedem Streuvorgang durch unterschiedliche Drehlagen unterschiedlicher Ausgangspositionen einnimmt.

Der nach diesem Verfahren arbeitende Probenteiler leidet außerdem unter zahlreichen Betriebsstörungen und darunter, daß diese nur schwer zu beseitigen sind. Insbesondere sind das Getriebe des Zwischenförderers durch das Umschalten auf unterschiedliche Drehrichtungen des Schneckenorgans und die Welle, über die die Schwenkenergie dem nachgeschalteten Förderer zugeführt wird, hohen Beanspruchungen ausgesetzt. Ferner kommt es insbesondere beim Ausstreuen in den Trichter der zweiten Verarbeitungsstufe zu Anbackungen des meist feuchten Fördergutes an den Trichterwänden, die davon nur mechanisch befreit werden können. Das muß in regelmäßigen Abständen erfolgen, um weitere Verfälschung der Proben zu verhindern. Solche Arbeiten und Reparaturen sind durch die Häufung der verschiedenen Baugruppen auf engem Raum nur unter großen Schwierigkeiten durchführbar. Die Probleme verschärfen sich weiter dadurch, daß die beschriebenen Teile des Probenteilers in einem ohnehin beengten Raum, d. h. meistens zwischen aufeinanderfolgenden Förderern untergebracht werden müssen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Verfahren auf einfache Weise so zu führen, daß sich in den Teilproben vergleichbare Verhältnisse zur Ermittlung der Qualitäten ergeben.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß der Erfindung wird in der ersten Verarbeitungsstufe anstelle einer Probenteilung die Sammlung des als Sammelprobe entnommenen Gutes durchgeführt, wodurch eine gleichmäßige Zusammensetzung und Abgabemenge des Probengutes erreicht wird, das in die zweite Verarbeitungsstufe überführt wird.

In der zweiten Verarbeitungsstufe wird erfindungsgemäß die aus der ersten Stufe kommende Menge verjüngt. Dabei wird der Verwurf an höchstens zwei Stellen des Teilers abgegeben, während die Restmenge über einen Bogenwinkel verstreut wird, der für sämtliche Verteilungsvorgänge konstant bleibt. Da die Abgabemengen ebenfalls konstant sind und das Gut in der ersten Stufe homogenisiert worden ist, stimmt die stoffliche Zusammensetzung der Teilproben in den Behältern überein.

Die Erfindung hat außerdem den Vorteil, daß die Umschaltung eines Förderorgans auf Rechts- und Linkslauf und die Rotation des Stetigförderers in der zweiten Verarbeitungsstufe zu Gunsten einer schwingenden Bewegung entfällt. Dadurch werden Reparaturen seltener, aber auch einfacher. Sie lassen sich leichter durchführen, weil durch den Einsatz anderer Baugruppen und durch Verkleinerung insbesondere die beweglichen Teile des Probenteilers leichter zugänglich sind. Anbackungen des Gutes lassen sich stark vermindern, weil das Abführen des Verwurfes stets an den gleichen Stellen erfolgt. Verfälschungen der Teilproben durch anbackendes Gut sind praktisch ausgeschlossen. Allenfalls notwendig werdende Reinigungsarbeiten sind wegen der vergrößerten Bewegungsspielräume leichter durchführbar.

Unter praktischen Verhältnissen lassen sich die bei dem bevorzugten Anwendungsgebiet der Erfindung in der Regel erforderlichen drei Teilmengen jeweils während eines Zeitraumes von ca. 20 sec. ausbringen, so daß der beim Verstreuen durchmessene Bogenwinkel in der Minute etwa dreimal durchfahren werden kann. Das genügt, um danach einen Stillstand einzuschalten, währenddessen lediglich Verwurf abgeführt wird. Der Bogenwinkel, über den das Gut verstreut wird, kann unter den gleichen Annahmen praktisch auf den Schlitzabstand beschränkt und so weit reduziert werden, daß er mit einem Schwenkzylinder als Antrieb des hin- und herschwingenden Förderers auskommt. Das erlaubt den Verzicht auf ein Getriebe zur Vermittlung der Schwenkenergie auf die Welle, welche den ausstreuenden Förderer schwenkt und hat deswegen den Vorteil eines praktisch verschleißunempfindlichen Antriebes, der im Störungsfall auch leicht aus- und eingewechselt werden kann.

Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren außerdem durch die Abführung des Gutes aus der ersten Verarbeitungsstufe weiter verbessert. Das erfolgt von außen nach innen durch einen Zentralablauf unmittelbar in den Förderer der zweiten Verarbeitungsstufe. Hierdurch wird die gesamte Probenmenge durch diesen Förderer geführt, so daß keine Ungleichmäßigkeiten beim Ausstreuen und beim Verwurf auftreten.

Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen

Fig. 1 eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitende Vorrichtung in Ansicht und teilweise im Schnitt,

Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1,

Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 1,

Fig. 4 eine Ansicht etwa in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 1,

Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 1 und

Fig. 6 schematisch ein Einbaubeispiel der in den Fig. 1 bis 5 wiedergegebenen Vorrichtung, die als Probenteiler dient.

Aus Fig. 6 sind die Hauptteile des allgemein mit (1) bezeichneten Probeteilers ersichtlich, der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet und dessen Einzelheiten aus den Fig. 1 bis 5 hervorgehen. Außerdem zeigt die Fig. 6 ein Einbaubeispiel und die Gewinnung von Sammelproben. Danach wird Ballastkohle (2) in einer bestimmten Förderhöhe (H) auf einer Bandanlage (3) aus einer Aufbereitung als Produkt abgefördert und z.B. in Waggons geladen. Die Abwurftrommel (4) des Förderbandes gibt das körnige Gut im freien Fall und in einem nach einer Wurfparabel (5) gekrümmten Förderstrom ab. Ein Schneckenförderer (6) ist mit seinem Schneckentrog in einem vertikalen Schwenkgelenk bzw. Scharnier (7) so aufgehängt, daß seine Aufgabe (8) auf das bewegliche Schneckenorgan (9) durch die Wurfparabel in beiden Richtungen schwingt. Bei laufendem Förderorgan (9) wird dadurch eine Sammelprobe (10) aus dem Förderstrom gewonnen. Wie schematisch in Fig. 3 dargestellt, ist jedoch diese Sammelprobe in unterschiedlichen Mengen über die Länge des beweglichen Förderorgans (9) verteilt. Die Gewinnung jeder Sammelprobe erfolgt rechnergestützt zeit- oder mengenproportional.

Der Abwurf des Schwenkförderers (6) gelangt gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel in ein Becherwerk (11) und zwar in dessen horizontalen Teil. Die Sammelprobe (10) wird über den vertikalen Teil in den anschließenden horizontalen Teil gefördert und dem Probenteiler (1) von oben zugeführt. Aus dem Probenteiler gelangt der Verwurf in Richtung des Pfeiles (12) auf einen Förderer (13), welcher das Gut des Verwurfes dem Förderstrom des Förderbandes (3) hinzufügt. Die aus der Sammelprobe (10) gewonnenen Teilproben werden in Container (14) abgeführt, deren Inhalt regelmäßig auf bestimmte Qualitätsmerkmale, hier auf Rohfeuchte untersucht wird.

Die Hauptteile des Probenteilers sind der unter dem Förderer (11) angeordnete Sammelbehälter (15), der darunter angeordnete Stetigförderer (16), dessen Förderorgan ebenfalls eine Transportschnecke (17) ist, sowie das Traggehäuse (18).

Die Einzelheiten des Sammelbehälters (15) sind hauptsächlich aus den Fig. 1 und 5 ersichtlich. Danach hat der auf dem Traggehäuse (18) verlagerte Sammelbehälter (15) einen zylindrischen Mantel, der einen oberen Anschlußflansch (19) für den Austrag (20) des Becherwerkes (11) aufweist. In der Mitte des Zylinders befindet sich ein Verteilerkegel (21), der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem Abstreifer (22) versehen ist.

Neben dem zylindrischen Gehäuse (23) des Sammelbehälters (15) ist eine Motorgetriebeeinheit (24) stationär verlagert. Die Abtriebswelle des Getriebes wirkt auf einen Keilriementrieb (25), welcher den beweglichen Teil (26) eines Kugeldrehkranzes umlaufen läßt. Dieser weist nach oben gerichtete Bügel (27) auf, mit denen der Kegel (21) fest verbunden ist. Unter dem Kegel sitzen auf den Bügeln Arme (28, 29), welche eine Außenspirale (30) halten. Über weitere Arme (31, 32) ist mit dem beweglichen Teil (26) des Kugeldrehkranzes auch eine Innenspirale (33) verbunden. Die beiden Spiralen schrappen das auf dem Boden (34) liegende Gut der Sammelprobe (10) durch den hohlen Ablauf (35), sobald sich die beiden Spiralen (30 und 33) in Richtung des Pfeiles (36&min;) drehen. Der Ablauf (35) wird von einem Ablaufrohr (36) begrenzt, durch den das aus dem Sammelbehälter abgeführte Gut der trichterförmigen Aufgabe (35&min;) des Förderers (16) zugeführt wird.

Auf einer Konsole (37&min;) des Traggehäuses (18) ist eine Motorgetriebeeinheit (37) verlagert, welche die Schneckenwelle antreibt. Der Schneckentrog (38) wird von einem Rohr gebildet, welches eine Abwurföffnung (39) im Bereich einer Schrägwand (40) des Traggehäuses freiläßt. Die Schneckenwelle ist zweifach und daher auch am freien Ende des Schneckentroges (38) bei (41) gelagert.

Die Konsole (37&min;) sitzt auf einer Buchse (42), die ihrerseits eine Achse umgibt, welche zweifach bei (43 und 44) gelagert ist. An eine Schwinge (45) ist die Kolbenstange (46) eines Schwenkantriebes angeschlossen, deren Einzelheiten weiter unten erläutert werden. Durch den Schwenkantrieb kann die Konsole (37&min;) mit dem Gehäuse (18) des Förderers (16) unabhängig von der Bewegung des Kugeldrehkranzes hin- und hergeschwenkt werden, die über den Riementrieb (25) vermittelt wird.

Wie sich aus der Darstellung der Fig. 2 ergibt, mündet der rohrförmige Ablauf (35) im Mittelpunkt (47) der Schwenkbewegung des Schneckenförderers (16). Die Schwenkbewegung erfolgt in beiden Richtungen des Pfeiles (48). Das Traggehäuse weist daher einen halbzylindrischen Flansch (49) auf, wobei die anschließende Schrägwand (40) nach einem Kegelstumpf gekrümmt ist. Hierbei ist die Steigung so gewählt, daß unter normalen Umständen Anbackungen an der Kegelstumpfwand nicht auftreten können.

Unter dem Flansch befinden sich drei Abzugsöffnungen (50-52), unter denen die zylindrischen Hälse von drei Containern dargestellt sind, von denen einer in Fig. 6 bei (14) wiedergegeben ist. Die Schlitze (50-52) werden in Richtung des Bogenwinkels von jeweils zwei Schiebern (53, 54) begrenzt, welche die tangentiale Schlitzbreite vorgeben. Die Schieberstangen (55, 56) sind auf einer bogenförmigen Leiste (57) verschieblich und über Aussparungen (58, 59) in gewählten Stellungen feststellbar.

Die Fig. 3 zeigt außerdem die Schwinge (45) in ihren verschiedenen Positionen. Dadurch ist der Abwurf des Stetigförderers (16) zwischen den mit A und B bezeichneten Positionen über den dazwischenliegenden Bogenwinkel schwenkbar. Die Verhältnisse sind nach Fig. 3 so gewählt, daß der Mittenabstand der beiden außenliegenden Schlitze (50 und 52) 60 Grad beträgt, wobei die Schlitze (50-52) um gleiche Bogenwinkel gegeneinander versetzt sind. Die Punkte (A und B) sind durch einen Bogenwinkel von 118 Grad gegeneinander versetzt. Dadurch ergibt sich in den Stellungen (A und B) ein jeweils gleicher Abstand des Abwurfes (39) von den ihn benachbarten Schlitzen (50 und 52) .

Nach Fig. 4 befinden sich unter den Schlitzen (50-52) rohrförmige Ausläufe (60-62), die einen staubdichten Anschluß der Container ermöglichen. Die Verlagerung des Traggehäuses erfolgt über U-förmige Träger, von denen einer bei (63) in Fig. 4 dargestellt ist.

Die beschriebene Vorrichtung arbeitet rechnergestützt. Nach dem Rechnersignal wird der Schwenkförderer (6) zeitproportional durch den Förderstrom (5) geschwenkt und nimmt dabei jeweils eine Sammelprobe (10) auf. Die Sammelprobenmenge ist auf den Inhalt des Sammelbehälters (15) abgestellt. Die Spiralen (30, 33) schrappen das Gut der Probe (10) in den Stetigförderer (16), wobei die Betätigung des Antriebes (24) zeitproportional und rechnergestützt eingeleitet wird. Der Schwenkantrieb (37) wird zeitproportional vom Rechner ein- und ausgeschaltet. Während einer Schwenkbewegung bewegt sich der Abwurf (39) über den beschriebenen Bogenwinkel, wodurch das Probengut in die Schlitze (50-52) und die Ausläufe (60-62) in die darunter stehenden Container gelangt. Zwischen die Schlitze fallendes Probengut gelangt von selbst in den Verwurf. Die Schwenkbewegungen sind auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, nach dessen Ablauf der Förderer in einer der Positionen (A oder B) festgehalten wird. In diesen Positionen läuft das bewegliche Förderorgan (17) weiter, wodurch das dem Förderer zugeleitete Probengut in den Verwurf gelangt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Gewinnung von mehreren Teilproben aus einer Sammelprobe eines körnigen Stoffes, vorzugsweise einer aufbereiteten Koks- oder Ballastkohle, bei dem die Sammelprobe einer ersten Verarbeitungsstufe zugeführt und aus dieser einer zweiten Verarbeitungsstufe übergeben wird, in der eine Verjüngung durchgeführt und die verbliebene Restmenge über einen Bogenwinkel gestreut und dabei in mehrere Behälter abgefüllt wird, die jeweils eine Teilprobe aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Verarbeitungsstufe in einer Sammlung der Probenmengen und in deren Abzug in zeitkonstanten Mengen in die zweite Verarbeitungsstufe besteht, und daß in der zweiten Verarbeitungsstufe die Verjüngung durchgeführt wird, wobei das Verstreuen der Restmengen zur Abfüllung in die Behälter über einen konstanten Bogenwinkel während programmierbarer Zeiträume erfolgt, zwischen die Zeiträume eingeschaltet sind, in denen die wesentlichen Mengen des Verwurfes am Anfang und/oder Ende des Bogenwinkels abgegeben werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verstreuens zwischen der Auffüllung auf die Teilproben Verwürfe erfolgen.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgegebene Bogenwinkel während eines Zeitraumes von ca. 20 sec. in einer Richtung durchfahren und während eines vorgegebenen Zeitraumes drei Fahrten durchgeführt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und wenigstens einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abführung des Probengutes in die zweite Verarbeitungsstufe von außen nach innen durch einen Zentralablauf erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch einen die Sammelprobe aufnehmenden Sammelbehälter (15) mit einer Austragsvorrichtung (30, 33) und einem Zentralablauf (35), einen unter dem Zentralablauf (35) angeordneten Stetigförderer (16) auf einer Schwenkwelle, die mit dem Zentralablauf (35) ausgefluchtet ist und ein Traggehäuse (18), welches auf einem kegelstumpfförmigen Teil Austragsschlitze (50-52) zum Abziehen der Teilmengen aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (23) des Sammelbehälters (15) stationär angeordnet ist und die Austragsvorrichtung aus einer oder mehreren um die Zentralachse des Behältergehäuses (23) schwenkbaren Spiralen (30, 33) besteht, die das Probengut über den Boden (34) des Sammelbehälters (15) in den Zentralablauf (35) schrappen.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Förderorgan des Stetigförderers (16) eine Transportschnecke (17) ist, deren Austrag (39) über den Austragsschlitzen (50-52) beweglich ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 und wenigstens einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Weite der Austragsschlitze (50, 52) mit Schiebern (53, 54) ver- und einstellbar ist, wobei die Schieberstangen (55, 56) einzeln feststellbar sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5 und wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb (46) des Stetigförderers (16) von einem doppelt wirkenden, hydraulischen Zylinder gebildet wird.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 5 und einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggehäuse (18) einen halbierten Kegelstumpf (40) aufweist, dessen Steigung steiler als der Böschungswinkel des Probegutes gewählt ist.






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