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Dokumentenidentifikation DE3937861A1 16.05.1991
Titel Mehrteilige Platine zur Befestigung eines Schuhs an einem Fahrradpedal
Anmelder Look S.A., Nevers, FR
Erfinder Peyre, Henri, Saint Benin d'Azy, FR
Vertreter Manitz, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Finsterwald, M., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Heyn, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8000 München; Rotermund, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 14.11.1989
DE-Aktenzeichen 3937861
Offenlegungstag 16.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.1991
IPC-Hauptklasse B62M 3/16
IPC-Nebenklasse B62M 3/08   A43B 3/14   
Zusammenfassung Eine mehrteilige Platine zur Befestigung eines Schuhs an einem Fahrradpedal besteht aus einer ersten mit dem Schuh fest verbindbaren Grundplatte und einer an dieser befestigbaren pedalseitigen Platte. Die Grundplatte ist dabei mit Hilfe von Justiereinrichtungen an der Schuhsohle befestigbar, in ihrer Lage relativ zur Schuhsohle veränderbar und weist Einrichtungen zur Befestigung der an der Grundplatte anliegenden pedalseitigen Platte auf, die nur eine einzige fixierte Lage der pedalseitigen Platte bezüglich der Grundplatte zulassen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer mehrteiligen Platine zur Befestigung eines Schuhs an einem Fahrradpedal, bestehend aus einer ersten, mit dem Schuh fest verbindbaren Grundplatte sowie einer an dieser befestigbaren pedalseitigen Platte.

Eine derartige Platine ist beispielsweise aus der FR-A-79 22 562 bekannt.

Bei dieser bekannten Platine weist die am Schuh angeordnete Grundplatte ein Langloch auf, das sich in Schuhlängsrichtung erstreckt und in dem eine Gewindemutter längsverschieblich angeordnet ist. Auf der von der Sohle abgewandten Seite ist die Grundplatte beiderseits des Langlochs mit einer quer zum Langloch verlaufenden rippenartigen Struktur versehen.

Die pedalseitige Platte besitzt eine zentrale Befestigungsbohrung, um die herum an der dem Schuh zugewandten Seite eine sternförmige rippenartige Struktur vorgesehen ist. Bei der Befestigung der pedalseitigen Platte an der Grundplatte wird zwischen die pedalseitige Platte und die Grundplatte eine Zwischenscheibe eingesetzt, die an ihrer der pedalseitigen Platte und an ihrer der Grundplatte zugewandten Oberfläche jeweils mit einer angepaßten rippenartigen Struktur versehen ist und eine zentrale Bohrung zum Durchtritt einer Befestigungsschraube aufweist.

Im zusammengebauten Zustand erfolgt dabei die Justierung zum einen in Schuhlängsrichtung durch Verschieben der Anordnung von pedalseitiger Platte und Zwischenscheibe relativ zur Grundplatte entlang des Langlochs und zum anderen durch Verdrehen der pedalseitigen Platte relativ zur an der Grundplatte anliegenden Zwischenscheibe.

Diese bekannte mehrteilige Platine ist sehr aufwendig aufgebaut und daher teuer in der Herstellung. Darüberhinaus ist die Justierung kompliziert durchzuführen, da die Justierung gleichzeitig an zwei Justiereinrichtungen, nämlich zur Längsverschiebung zwischen Grundplatte und Zwischenscheibe und zur Verdrehung zwischen Zwischenscheibe und pedalseitiger Platte, durchzuführen ist. Weiterhin ist bei dieser bekannten Anordnung nachteilig, daß beim Ersetzen einer verschlissenen pedalseitigen Platte die Justierung erneut vorgenommen werden muß.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine mehrteilige Platine der oben genannten Art derart weiterzubilden, daß bei kostengünstigem Aufbau eine schnelle und einfache Justierung, insbesondere auch beim Austausch der pedalseitigen Platte, erfolgen kann.

Diese Aufgabe wird bei der Platine nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Grundplatte mit Hilfe von Justiereinrichtungen an der Schuhsohle befestigbar und in ihrer Lage relativ zur Schuhsohle veränderbar ist und daß die Grundplatte Einrichtungen zur Befestigung der an der Grundplatte anliegenden pedalseitigen Platte aufweist, die nur eine einzige fixierte Lage der pedalseitigen Platte bezüglich der Grundplatte zulassen.

Bei der Platine nach der Erfindung wird die Grundplatte auf einfache Weise mit Hilfe von Justiereinrichtungen darstellenden Befestigungsmitteln an der Schuhsohle in die gewünschte Position gebracht. Da die pedalseitige Platte nur eine einzige Position bezüglich der Grundplatte einnehmen kann, muß die Justierung nur bei der Erstmontage erfolgen. Bei einem später erfolgenden Austausch einer verschlissenen Platte gegen eine neue, nimmt die pedalseitige Platte dann wieder die einzige fixierte Lage ein, so daß die einmal eingestellte Justierung immer erhalten bleibt. Auf diese Weise ist ein schneller Wechsel der pedalseitigen Platte möglich, da auf eine Neujustierung verzichtet werden kann. Für den Radfahrer ergibt sich durch die Konstruktion nach der Erfindung der entscheidende Vorteil, daß er selbst die pedalseitige Platte an einem einmal einjustierten Schuh austauschen kann, ohne daß er eine Hilfsperson zur Justierung benötigt.

Eine vorteilhafte Ausbildung der mehrteiligen Platine nach der Erfindung ist im Patentanspruch 2 angegeben. Bei dieser Ausgestaltung kann die Grundplatte in den durch die Öffnungen und die Befestigungselemente vorgegebenen Grenzen in beliebigen Richtungen in ihrer Ebene verschoben werden, so daß gleichzeitig eine Längsjustierung und eine Rotationsjustierung möglich ist.

Die Ausbildung nach Anspruch 3 erlaubt das Vorsehen von größeren Öffnungen und damit eines größeren Verstellbereiches. Darüberhinaus kann durch das Zwischenelement der vom Kopf der Schraube ausgeübte Druck gleichmäßiger auf den Rand der Öffnung verteilt werden.

Die Ausbildung nach Anspruch 4 ist besonders vorteilhaft, wenn ein großer Verstellbereich in Längsrichtung des Schuhs erwünscht ist.

Bei der nach Anspruch 5 vorgesehenen Ausbildung der Erfindung mit Einrichtungen zur Führung der rechteckigen Zwischenelemente werden diese von der Einrichtung zur Führung am Verdrehen gehindert und bleiben so in einer für die Justierung und für die Befestigung vorteilhaften Lage bezüglich der Grundplatte.

Bei der Ausbildung nach Anspruch 6 wird eine optimale Krafteinleitung von der mehrteiligen Platine in die Schuhsohle erzielt, wobei insbesondere vorteilhaft ist, wenn die Spitze des gedachten Dreiecks zur Ferse weist.

Das Vorsehen von Paßorganen nach Anspruch 9 erlaubt eine sichere, verschiebungs- und verdrehfeste Positionierung der pedalseitigen Platte an der Grundplatte, so daß die an der Grundplatte eingestellte Justierung zuverlässig auf die pedalseitige Platte übertragen wird. Eine einfache und kostengünstige Ausbildung dieser Paßorgane geschieht in der Ausbildung nach Anspruch 10, wobei die Paßorgane in einem Stanz- Press-Vorgang gemeinsam mit den in der Grundplatte vorgesehenen Öffnungen und ggf. der Einrichtung zur Führung der Zwischenelemente hergestellt werden können.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der mehrteiligen Platine nach der Erfindung wird im Anspruch 11 angegeben. Bei dieser Ausbildung wird die pedalseitige Platte mit der Grundplatte durch zwei zueinander im Winkel angeordnete Klemmflächen verbunden, so daß nur noch ein Befestigungselement zur Befestigung der pedalseitigen Platte in der Grundplatte notwendig ist. Diese Ausbildung erlaubt ein noch schnelleres Auswechseln der pedalseitigen Platte.

Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung werden in den verbleibenden Ansprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigt:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine an einem Schuh angebrachte erste Ausführungsform,

Fig. 2 eine Grundplatte der ersten Ausführungsform,

Fig. 3 eine pedalseitige Platte dieser ersten Ausführungsform,

Fig. 4 eine erste Ausführungsform eines Zwischenelements,

Fig. 5 eine Grundplatte einer zweiten Ausführungsform in der Aufsicht,

Fig. 6 dieselbe Grundplatte wie in Fig. 5 im Längsschnitt,

Fig. 7 einen Schnitt durch die zweite Ausführungsform,

Fig. 8 eine pedalseitige Platte der zweiten Ausführungsform und

Fig. 9 eine zweite Ausführungsform eines Zwischenelements.

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform der mehrteiligen Platine nach der Erfindung. Dabei ist eine Grundplatte 2 auf nachfolgend beschriebene Weise mit einer nur andeutungsweise gezeigten Schuhsohle 40 verbunden: In die Schuhsohle 40 sind drei Ankerteile 41 eingelassen. Die Ankerteile 41 sind an den Eckpunkten eines gedachten Dreiecks angeordnet, dessen Spitze zur Schuhspitze hin weist. Jedes der Ankerteile 41 ist mit einer Gewindebohrung 42 zur Aufnahme von Befestigungsschrauben 27 für die Grundplatte 2 versehen.

Die in Fig. 2 dargestellte Grundplatte 2 besitzt in etwa dreieckige Kontur und weist in der Nähe eines jeden Eckbereiches eine rechteckige Öffnung 20 auf, deren Breite geringer ist als die sich in Schuhlängsrichtung erstreckende Längsausdehnung. Die Öffnungen 20 sind somit parallel versetzt in der Grundplatte 2 angeordnet.

Des weiteren sind in der Grundplatte drei Befestigungsbohrungen 22 vorgesehen, die mit einem Gewinde versehen sind. Jede Befestigungsbohrung 22 wird dabei vom Innendurchmesser einer aus der Grundplatte (von der Schuhsohle weg) herausgedrückten Hülse gebildet. Der Außendurchmesser dieser über die Grundplatte 2 geringfügig (etwa 1 bis 5 mm) hervorstehenden Hülse dient als Paßorgan 23 für eine an der Grundplatte 2 anzubringende pedalseitige Platte 3.

Die mit den Befestigungsbohrungen 22 versehenen Paßorgane 23 sind in der Grundplatte 2 ebenfalls an den Eckpunkten eines gedachten Dreiecks vorgesehen, wobei die Spitze dieses Dreiecks nach hinten zur Ferse weist. Dabei sind die beiden vorderen Befestigungsbohrungen 22 jeweils neben der vorderen rechteckigen Öffnung 20 angeordnet und die hintere Befestigungsbohrung 22 liegt in etwa in der Mitte zwischen den beiden hinteren rechteckigen Öffnungen 20.

Zwischen den beiden hinteren rechteckigen Öffnungen 20 und der vorderen rechteckigen Öffnung 20 erstreckt sich quer über die Grundplatte 2 im wesentlichen rechtwinklig zur Längsmittelebene 24 eine Führungseinrichtung 21. Die Führungseinrichtung 21 besteht aus einer aus der Grundplatte 2 nach unten (von der Schuhsohle weg) herausgedrückten Sicke, die sich über etwa dreiviertel der Breite der Grundplatte 2 in diesem Bereich bis in die Nähe der Grundplattenränder erstreckt.

Die Befestigung der Grundplatte 2 an der Schuhsohle 40 erfolgt mittels der Befestigungsschrauben 27. Dabei kann der Durchmesser des Schraubenkopfes 28 größer sein als die Breite einer jeden rechteckigen Öffnung 20, so daß sich der Schraubenkopf 28 auf der Grundplatte 2 im Randbereich einer Öffnung 20 abstützen kann. Vorteilhaft ist jedoch, wie in Fig. 1 gezeigt, die Verwendung eines in Fig. 4 dargestellten Zwischenelements 5.

Das Zwischenelement 5 besitzt rechteckige Gestalt und ist mit einem Langloch 50 versehen. Die Längserstreckung des Zwischenelements 5 ist so bemessen, daß das Zwischenelement 5 länger ist als die Längserstreckung einer rechteckigen Öffnung 20 in der Grundplatte 2. Insbesondere wenn die Grundplatte 2 mit einer oben beschriebenen Führungssicke 21 versehen ist, ist zumindest eine Schmalseite des Zwischenelementes 5 mit einer im wesentlichen geraden Kante 51 versehen, die an einer der sich quer zur Längsmittelebene 24 erstreckenden Kanten 25, 25&min; der Führungssicke 21 anliegen kann. Dabei ist die Längsabmessung des Zwischenelements 5 so bemessen, daß bei Anliegen der geraden Kante 51 an der Führungssicke 21 der der geraden Kante 51 gegenübergelegene Randbereich 52 auf der Grundplatte 2 im Bereich des Randes der rechteckigen Öffnung 20 aufliegt.

Bei Verwendung der Zwischenelemente 5 wird die Befestigungsschraube 27 durch das Langloch 50 im Zwischenelement 5 und durch die rechteckige Öffnung 20 in der Grundplatte hindurchgesteckt und in die Gewindebohrung 42 des Ankerteils 41 in der Schuhsohle 40 eingeschraubt. Dabei stützt sich der Kopf 28 der Befestigungsschraube 27 am Rand entlang des Langlochs 50 des Zwischenelementes 5 ab und das Zwischenelement 5 stützt sich seinerseits am Rand der rechteckigen Öffnung 20 auf der Grundplatte 2 ab.

Auf diese Weise kann die Grundplatte 2 einerseits quer zur Schuhlängsrichtung bewegt werden, wobei die geraden Kanten 51 der Zwischenelemente 5 an der zugeordneten Querkante 25 bzw. 25&min; der Führungssicke 21 entlang gleiten, und andererseits in Schuhlängsrichtung bewegt werden, wobei sich die Zwischenelemente 5 mit ihrer jeweiligen geraden Kante 51 an der Führungssicke 21 abstützen und die Befestigungsschrauben 27 in den Langlöchern 50 der Zwischenelemente 5 gleiten.

Durch diese Befestigung der Grundplatte 2 an der Schuhsohle 40 kann sowohl eine Justierung der Grundplatte 2 in Schuhlängsrichtung als auch in Querrichtung des Schuhs erfolgen. Zusätzlich läßt diese Befestigungsart auch ein Verdrehen der Grundplatte 2 um eine Hochachse zu. Die Verdrehung kann dabei um einen virtuellen Drehpunkt erfolgen, wenn alle drei Befestigungsschrauben 27 gelöst sind, oder um jeweils eine leicht angezogene Befestigungsschraube 27, während die verbleibenden beiden Befestigungsschrauben gelockert sind.

An der an der Schuhsohle 40 befestigten und einjustierten Grundplatte 2 ist eine pedalseitige Platte 3 mit Hilfe von Befestigungsschrauben 32 angebracht. Die Befestigungsschrauben 32 sitzen dabei in Schraubenöffnungen 31 in der pedalseitigen Platte 3, die den Befestigungsbohrungen 22 in der Grundplatte 2 zugeordnet sind.

Die Schraubenöffnungen 31 weisen dabei in ihrem zur Grundplatte 2 gerichteten Endbereich 31A einen Durchmesser und eine Länge auf, die die Aufnahme der Paßorgane 23 gestattet. In ihrem mittleren Bereich 31B ist der Durchmesser geringer ausgebildet und zum Durchtritt des Schaftes der Befestigungsschraube 32 angepaßt. Der untere Bereich 31C der Schraubenöffnung 31 weist einen Durchmesser und eine Länge auf, die die versenkte Aufnahme des Schraubenkopfes 33 der Schraube 32 gestatten. Auf diese Weise ist der Schraubenkopf 33 der Befestigungsschraube 32 in der pedalseitigen Platte geschützt aufgenommen und so vor mechanischem Verschleiß beim Gehen mit dem mit vollständiger Platine ausgerüsteten Schuh geschützt. Ein zusätzlicher Schutz der Befestigungsschraube 32 kann erzielt werden, wenn der untere Abschnitt 31C der Schraubenöffnung 31 lang genug ist, um noch einen nicht gezeigten, beispielsweise aus Kunststoff bestehenden und die Schraubenöffnung 31 abdichtenden Stopfen aufzunehmen.

Wie aus Fig. 3 zu sehen ist, besitzt die pedalseitige Platte 3 an ihrer zur Grundplatte 2 gewandten Seite drei rechteckige Ausnehmungen 30, die den rechteckigen Öffnungen 20 der Grundplatte zugeordnet sind. Die Abmessungen der rechteckigen Ausnehmungen 30 sind jedoch sowohl in der Länge als auch in der Breite größer als die der rechteckigen Öffnungen 20 in der Grundplatte 2, wobei die sich in Längsrichtung erstrekkenden Abmessungen so groß sind, daß sie die Aufnahme der Zwischenelemente 5 gestatten. Die Breite der rechteckigen Ausnehmungen 30 ist dabei größer als die Breite der Zwischenelemente 5, so daß die Zwischenelemente 5 innerhalb der rechteckigen Ausnehmungen 30 - an den Schmalseiten geführt - quer zur Längsmittelebene 34 der pedalseitigen Platte 3 verschoben werden können. Bei dieser Ausführung gleitet die gerade Kante 51 eines jeden Zwischenelementes 5 an den geraden Querkanten 35 bzw. 35&min; der zugehörigen rechteckigen Ausnehmung 30, wobei vorteilhafterweise die von der geraden Kante 51 abgewandt gelegene Kante 51&min; ebenfalls gerade und parallel zur Kante 51 verlaufend ausgebildet ist und an der zugeordneten Kante 35&min; bzw. 35 der rechteckigen Ausnehmung 30 gleitet. Bei dieser Ausführungsform kann auf das Vorsehen der Führungssicke 21 in der Grundplatte 2 verzichtet werden oder ein entsprechender Aufnahmeraum 37 für die Führungssikke 21 in der pedalseitigen Platte vorgesehen sein.

Zum erleichterten Justieren der Platine 1 kann jede der Ausnehmungen 30 mit einer zentralen Öffnung 36 versehen sein, die in Fig. 3 in einer der Ausnehmungen 30 gestrichelt angedeutet ist. Durch die zentrale Öffnung 36 kann ein Werkzeug zur Verstellung der darunterliegenden Befestigungsschraube 27 eingeführt werden und die Öffnung 36 kann zum Schutz der Befestigungsschraube 27 mit einem - nicht gezeigten - abdichtenden Stopfen verschlossen werden. Zur Justierung kann aber auch eine mit Öffnungen 36 ausgerüstete pedalseitige Justierplatte vorgesehen sein, während eine für den Einsatz am Fahrrad vorgesehene Platine 1 mit einer pedalseitigen Platte 3 ohne die Öffnungen 36 ausgestattet ist.

Die pedalseitige Platte 3 besitzt an ihrer zur Schuhspitze gewandten Kante sowie in ihrem zur Ferse gewandten Bereich Einrichtungen 38, 38&min; zur Verbindung mit einem entsprechend ausgerüsteten Fahrradpedal. Die Einrichtungen 38, 38&min; können in bekannter Weise ausgebildet sein.

Fig. 5 zeigt eine andere Ausbildung einer Grundplatte 102, die ähnlich wie die Grundplatte 2 aufgebaut ist. An ihren vorderen, zur Spitze weisenden Schrägkanten 121 trägt die Grundplatte 102 jeweils einen nach unten (von der Schuhsohle weg) hervorstehenden Schenkel 125, in dem eine parallel zur jeweiligen Schrägkante 121 verlaufende und zur Längsmittelebene 124 hin offene Nut 126 ausgebildet ist. Die der Grundplatte 102 gegenübergelegene Begrenzungsfläche 129 der jeweiligen Nut 126 bildet dabei eine Klemmfläche 129, die mit einer Klemmfläche 136 zusammenwirkt, welche an einem Vorsprung 141 an der jeweiligen vorderen Schrägkante 139 der zugehörigen pedalseitigen Platte 103 vorgesehen ist.

Zur Befestigung der pedalseitigen Platte 103 an der Grundplatte 102 wird die pedalseitige Platte 103 auf die Grundplatte 102 aufgesetzt und soweit nach vorne verschoben, daß die Vorsprünge 141 in die Nut 126 eingreifen. Um das Vorschieben der pedalseitigen Platte entlang der Grundplatte zu ermöglichen, müssen die Ausnehmungen 130 in der pedalseitigen Platte 103 länger sein als die Längserstreckung der Zwischenelemente 5. Auch die einzig vorhandene Schraubenöffnung 131 im rückwärtigen Bereich der pedalseitigen Platte 103 muß dabei zumindest in ihrem der Grundplatte zugewandten Abschnitt 131A als Langloch-Ausnehmung ausgebildet sein, um ein Längsverschieben der pedalseitigen Platte 103 über das Paßorgan 23 zu ermöglichen.

Anstelle des Zwischenelementes 5 kann bei dieser Ausführungsform der Platine 101 auch das in Fig. 9 dargestellte Zwischenelement 105 verwendet werden, das die Form eines langgestreckten Ovals aufweist und ebenfalls mit einem Langloch 150 versehen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrteilige Platine zur Befestigung eines Schuhs an einem Fahrradpedal, bestehend aus einer ersten, mit dem Schuh fest verbindbaren Grundplatte sowie einer an dieser befestigbaren pedalseitigen Platte, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2) mit Hilfe von Justiereinrichtungen an der Schuhsohle (40) befestigbar und in ihrer Lage relativ zur Schuhsohle (40) veränderbar ist und daß die Grundplatte (2) Einrichtungen zur Befestigung der an der Grundplatte (2) anliegenden pedalseitigen Platte (3) aufweist, die nur eine einzige fixierte Lage der pedalseitigen Platte (3) bezüglich der Grundplatte (2) zulassen.
  2. 2. Mehrteilige Platine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2) mehrere Öffnungen (20) aufweist und daß die Justiereinrichtungen Befestigungselemente (27) umfassen, die die Öffnungen (20) durchdringen und in der Schuhsohle (40) verankerbar sind, wobei die Öffnungen (20) für die Befestigungselemente (27) größer sind als der Schaftdurchmesser der Befestigungselemente (27) und daß sich ein Kopf (28) eines jeden Befestigungselements (27) im Bereich des Umfangs einer jeden Öffnung (20) an der Grundplatte (2) abstützt.
  3. 3. Mehrteilige Platine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Öffnung (20) ein Zwischenelement (5) zugeordnet ist, das zwischen dem Kopf (28) des zugeordneten Befestigungselements (27) und der Grundplatte (2) angeordnet ist und eine vom Schaft des Befestigungselements (27) durchsetzte Öffnung (50) aufweist, daß Außenabmessungen des Zwischenelements (5) größer sind als die entsprechenden Abmessungen der Öffnung (20) der Grundplatte (2) und daß sich der Kopf (28) des Befestigungselements (27) am Zwischenelement (5) abstützt.
  4. 4. Mehrteilige Platine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (20) in der Grundplatte (2) im wesentlichen rechteckige Gestalt besitzt und daß das Zwischenelement (5) rechteckige oder ovale Gestalt besitzt und mit einem Langloch (50) versehen ist.
  5. 5. Mehrteilige Platine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Grundplatte (2) Einrichtungen (21) zur Führung der rechteckigen Zwischenelemente (5) in einer ersten Richtung vorgesehen sind und daß sich das Langloch (50) jedes Zwischenelements (5) im montierten Zustand im rechten Winkel zur ersten Richtung erstreckt.
  6. 6. Mehrteilige Platine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (27) an den Eckpunkten eines gedachten Dreieckes liegen.
  7. 7. Mehrteilige Platine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des gedachten Dreiecks zur Ferse weist.
  8. 8. Mehrteilige Platine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (27) durch Schrauben gebildet sind, die in ein mit einer Gewindebohrung (42) versehenes Ankerteil (41) in der Schuhsohle (40) einschraubbar sind.
  9. 9. Mehrteilige Platine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2) zumindest eine Befestigungsbohrung (22) aufweist, daß jeder Befestigungsbohrung (22) eine passende Öffnung (31) für ein Befestigungselement (32) in der pedalseitigen Platte (3) zugeordnet ist, und daß zwischen der Grundplatte (2) und der pedalseitigen Platte (3) Paßorgane (23) zur formschlüssigen Verbindung von Grundplatte (2) und pedalseitiger Platte (3) vorgesehen sind.
  10. 10. Mehrteilige Platine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Paßorgane (23) aus der Grundplatte (2) herausgedrückt sind und Befestigungsbohrungen (22) für die Befestigungselemente (32) aufweisen und daß in der pedalseitigen Platte (3) vorgesehene Öffnungen (31) für die Befestigungselemente (32) die Paßorgane (23) aufnehmen.
  11. 11. Mehrteilige Platine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Grundplatte (102) zwei zueinander in einem Winkel angeordnete Klemmflächen (129) vorgesehen sind, die mit Klemmflächen (136) an der pedalseitigen Platte (103) zusammenwirken.
  12. 12. Mehrteilige Platine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die grundplattenseitigen Klemmflächen (129) von den Begrenzungsflächen einer Nut (126) gebildet sind, die jeweils in einem seitlichen, nach unten hervorstehenden Schenkel (125) der Grundplatte (102) ausgebildet ist und daß die Klemmflächen (136) an der pedalseitigen Platte (103) an seitlichen Vorsprüngen (141) der pedalseitigen Platte (103) ausgebildet sind.
  13. 13. Mehrteilige Platine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (32) zur Befestigung der pedalseitigen Platte (3) an der Grundplatte (2) durch in der pedalseitigen Platte (3) versenkt angeordnete Schrauben gebildet sind, die in die mit einem Gewinde versehenen Öffnungen (31) in der Grundplatte (2) eingeschraubt sind.






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