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Dokumentenidentifikation DE2942020C2 13.06.1991
Titel Spule zur Erzeugung eines magnetischen Quadrupolfeldes sowie deren Verwendung
Anmelder National Research Development Corp., London, GB
Erfinder Hutchison, James McDonald Strachan, Skeene, Aberdeen, GB;
Sutherland, Robert John, Peterculter, Aberdeen, GB;
Edelstein, William Alan;
Mallard, John Rowland, Aberdeen, GB
Vertreter Mitscherlich, H., Dipl.-Ing.; Gunschmann, K., Dipl.-Ing.; Körber, W., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmidt-Evers, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 17.10.1979
DE-Aktenzeichen 2942020
Offenlegungstag 08.05.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.06.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1991
IPC-Hauptklasse H01F 7/20
IPC-Nebenklasse G01R 33/38   A61B 5/05   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spule zur Erzeugung eines magnetischen Quadrupolfeldes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Spulen dieser Art dienen insbesondere zur Feldgradienten- Steuerung bei Kernmagnetresonanz (NMR)-Analyse- und -Abbildungsgeräten.

Spulen dieser Art sind bekannt aus

"Bulletin de la Soci}t} Française des Electriciens", 8e serie, tome V, No. 58 (Okt. 1964) 658-662, und "IEEE Transactions on Nuclear Science", (Juni 1967), 389-392.

Dort sind zylindrische Quadrupol-Wicklungen angegeben, bei denen die Leiter symmetrisch in jedem Quadranten, jedoch ungleichförmig, proportional zu cos 2R positioniert sind, wobei R der Winkel ist, der an der Achse des Zylinders gegenüberliegt. Der Stromfluß ist in jedem Quadranten in Gegenrichtung.

Bei den üblichen Formen der NMR-Abbildung ist es erforderlich, die Proben drei verschiedenen Arten von Magnetfeldern auszusetzen:

  • (1) ein gleichförmiges Feld konstanten Wertes, das herkömmlich mit B&sub0; bezeichnet wird und dessen Größe der benötigten Larmor-Präzessionsfrequenz der unter Beobachtung stehenden Kerne geteilt durch das gyromagnetische Verhältnis für die Kerne gleich ist. Das Feld kann sich je nach dem Untersuchungsgegenstand durch ein beträchtliches Volumen hindurch erstrecken;
  • (2) ein Hochfrequenzfeld, das normal bei oder nahe der Larmor-Präzessionsfrequenz liegt und senkrecht zu B&sub0; gerichtet ist;
  • (3) ein Satz von Feldern, von denen jedes durch Komponenten gekennzeichnet ist, die in ihrer Intensität mit dem Abstand von einer Nullebene zunehmen und auf den beiden Seiten der Nullebene entgegengesetzt gerichtet sind. Wenn solch ein Feld dem Feld B&sub0; mit einer gewählten Orientierung der Nullebene überlagert wird, werden in B&sub0; Gradienten erzeugt, derart, daß die örtlichen Werte der Feldintensität eine lineare Zunahme von der Nullebene in einer Richtung und eine lineare Abnahme von der Nullebene in der entgegengesetzten Richtung zeigen. Die Richtung, in der das resultierende Feld zunimmt, ist als Feldgradientenrichtung bekannt.


Bei kernmagnetischen Resonanzvorrichtungen ist es häufig erforderlich, Spulen zu haben, die magnetische Gradientenfelder erreichen, die parallel bzw. senkrecht zur Richtung des statischen Hauptmagnetfeldes sind. Die Erzeugung solcher Felder ist in der vorliegenden Anmeldung weiter unten anhand der Fig. 2a und 2b erläutert.

Insbesondere ist es erwünscht, innerhalb eines Volumens zwei magnetische Quadrupolfelder zu erreichen. Dies ist bei den Anordnungen gemäß dem Stand der Technik nur möglich, wenn zwei Spulen derart vorgesehen werden, daß sie zwangsläufig unterschiedliche Durchmesser besitzen. Die beiden Spulen werden auch Wicklungen aufweisen, die in Winkelrichtung gegeneinander versetzt sind. Wenn ferner eine Abschirmung (im Sinne eines Faradayschen Käfigs) erforderlich ist, würde ferner eine zusätzliche eng gewickelte Spule innerhalb der beiden Spulen vorzusehen sein, die das Quadrupolfeld erreichen. Somit wären in Dickenrichtung drei Spulen erforderlich, und zwar von der Mitte nach außen die Abschirmung, die erste Quadrupol- Feldspule und die zweite Quadrupol-Feldspule. Dies erfordert einen hohen Raumbedarf, wodurch der Raum, der für ein zu untersuchendes Objekt (z. B. einen menschlichen Körper) zur Verfügung steht, das innerhalb der Abschirmung vorzusehen ist, verringert. Wenn andererseits ein vorgegebener fester Innendurchmesser zu beachten ist, wird das Gesamtvolumen des gleichförmigen Magnetfeldes wesentlich vergrößert, was wiederum einen wesentlich größeren Permanentmagneten erforderlich macht.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Spulenanordnung anzugeben, bei der bei ausreichender Größe des Raums für Proben ein hoher Wirkungsgrad sowohl in bezug auf eine Abschirmung als auch im Bezug auf die Erzeugung der Quadrupolfelder erreicht ist.

Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung können zwei Quadrupol-Feldspulen innerhalb des gleichen Durchmessers angeordnet werden, und zwar unter der Voraussetzung, daß die Leiter jeder Wicklungsanordnung in einem gemeinsamen Format Seite an Seite zwischeneinander angeordnet sind. Die sich ergebende Kombination zweier Spulen ist dabei so eng gewickelt, daß die Spulenwicklungen selbst als Abschirmung dienen, weshalb eine zusätzliche Abschirmung nicht mehr erforderlich ist.

Die Erfindung wird durch die besondere Verwendung gemäß den Ansprüchen 2 bis 4 weiter gebildet.

Der Aufbau und die Betriebsweise einer Ausführungsform der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1a und 1b im Schnitt durch ein gleichförmiges Feld die Verteilung der gewünschten Feldgradienten zur NMR-Abbildung;

Fig. 2a und 2b schematische Abbildungen von Leitern zur Erzeugung der Feldgradienten gemäß Fig. 1a und 1b.

Fig. 3 schematisch eine Spule gemäß der Erfindung;

Fig. 4 grafisch die Variation der Wicklungsdichte auf der Spule der Fig. 3;

Fig. 5 schematisch eine Feldgradientenspule, die mit einer HF-Spule zur Verwendung bei NMR überwickelt ist; und

Fig. 6 schematisch eine NMR-Vorrichtung, in die die Spule der Fig. 5 eingesetzt ist.

In 1a und 1b ist ein gleichförmiges Magnetfeld B&sub0; durch Linien 10 wiedergegeben, wobei die Richtung des Feldes nach oben durch Pfeilspitzen 12 angedeutet ist. Das Feld muß man sich so vorstellen, daß es sich über und unter der Zeichenebene erstreckt, wobei ein Kreis in dieser Ebene den Schnitt des Feldes durch eine zur Feldrichtung senkrechte zylindrische Fläche 14 wiedergibt. In Fig. 1a ist eine Durchmesserebene 16 in Längsrichtung der Fläche 14 angedeutet, welche Ebene senkrecht zur Feldrichtung liegt. Eines der gewünschten Feldgradientenmuster zur NMR-Abbildung (imaging) ist symmetrisch zur Ebene 16 und wird erzeugt, indem dem Feld B&sub0; entgegengesetzt gerichtete örtliche Felder überlagert werden, von denen jedes von der Ebene 16 nach außen hin zunimmt. Solche lokalen Felder B&sub1; und B&sub2; werden durch Sätze von Vektoren 18 bzw. 20 wiedergegeben, die bei Annäherung an die Fläche 14 in ihrer Länge zunehmen. Im wesentlichen sind die Gradienten in Richtungen parallel zu dem Feld B&sub0; derart festgelegt, daß B&sub0; örtlich durch B&sub1; verstärkt, aber örtlich durch B&sub2; geschwächt wird. Ein anderes gewünschtes Feldgradientenmuster ist symmetrisch um eine Längs-Durchmesserebene 22 parallel zur Richtung des Feldes B&sub0;, wie in Fig. 1b gezeigt. Wie vorher werden dem Feld B&sub0; durch B&sub3; und B&sub4; angedeutete lokale Felder überlagert, aber in diesem Fall sind die Gradienten in zum Feld B&sub0; senkrechten Richtungen zu erkennen. Die Felder B&sub3; und B&sub4; sind also durch Sätze von Vektoren 24 und 26 wiedergegeben, die progressiv in der Länge zunehmen, wenn der Beobachtungspunkt sich von der Ebene 22 zu der Fläche 14 hin verschiebt. B&sub3; wirkt zur Verstärkung und B&sub4; zur Abschwächung von B&sub0;.

Die lokalen Felder B&sub1; bis B&sub4; müssen im Wert klein im Vergleich zu B&sub0; sein und können durch Quadrupole erzeugt werden, wie sie in Fig. 2a und 2b gezeigt sind. In Fig. 2a sind vier Leiter 28, 30, 32, 34, die längs auf der zylindrischen Fläche 14 liegen und gleichförmig über den Umfang der Fläche 14 verteilt sind, in Reihe mit einer Stromquelle derart verbunden, daß die Richtung des Stromflusses (konventionell gezeigt) in benachbarten Quadranten umgekehrt wird.

Solch eine Anordnung erzeugt bekanntlich eine Sattelfeld oder quadrupolares Feld, wie durch Vektoren 35x, 35y angedeutet, deren Längen jeweils die Variation der Feldstärke auf Durchmessern 36 und 38 wiedergeben, die zueinander senkrecht sind. Die Vektoren 35x sind zur Achse des Zylinders gerichtet, wo das Feld null ist, und die Vektoren 35y sind von der Achse weg gerichtet. Wenn das Feldmuster der Fig. 2a dem gleichförmigen Feld B&sub0; überlagert wird und die Orientierung so festgelegt wird, daß der Durchmesser 38 mit der Ebene 16 fluchtet, dann wird die Bedingung von Fig. 1a durch die Feldkomponenten auf dem Durchmesser 36 und parallel zu ihm erfüllt. Die Komponenten auf dem und parallel zu dem Durchmesser 38 liefern keinen Beitrag zu den erforderlichen Gradienten und sind im Wert relativ zu B&sub0; zu klein, um eine merkliche Rotation des resultierenden Feldes zu erzeugen.

In Fig. 2b sind vier Leiter 40 bis 46 auf ähnliche Art angeordnet wie die von Fig. 2a, abgesehen davon, daß das Muster um 45° eines Bogens auf dem Umfang der Fläche 14 versetzt ist. Das resultierende Sattelfeld ist ähnlich versetzt, aber die Komponentenfelder können so aufgelöst oder bestimmt werden, daß sie die Vektoren 48, 50 ergeben, die dem in Fig. 1b geforderten Gradientenmuster entsprechen. Wieder können die Komponenten parallel zu dem die Leiter 42 und 46 enthaltenden Durchmesser außer Betracht gelassen werden.

Wenn nun die Leiteranordnungen der Fig. 2a und 2b interpoliert werden, können die beiden Gradientenmuster der Fig. 1a und 1b vorgesehen werden, während die unabhängige Steuerung der Ströme in den beiden Wicklungen und daher der Gradientenwerte aufrechterhalten wird. In der Praxis werden die durch die einzelnen Leiter 28 bis 34 und 40 bis 46 wiedergegebenen Pole durch überlappende Vielfachwindungs- Wicklungen erzeugt. Das erfindungsgemäße Konzept erstreckt sich ferner auf die nichtgleichförmige Verteilung solcher einzelner Wicklungen, um bei Überlappung eine im wesentlichen gleichförmige Andeutung von Leitern zu bilden, die als Faradayschirm wirksam ist.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen zylindrischen Spulenkern 52, der zwei Sätze von Leitern in der in Fig. 2a und 2b angedeuteten Art trägt. Sätze von Leitern, die mit den Leitern 28, 30, 32, 34 jeweils verknüpft sind, sind angeschlossen und bilden eine unabhängige Wicklung und Sätze von Leitern, die den Leitern 40, 42, 44, 46 zugeordnet sind, sind zur Bildung einer zweiten unabhängigen Wicklung angeschlossen. Das Wicklungsmuster ist durch Leiter a bis f dargestellt, die dem Leiter 28 zugeordnet sind und Strom in derselben Richtung führen wie dieser Leiter; ähnlich sind Leiter g bis m dem Leiter 30 zugeordnet und führen Strom in demselben Sinn wie dieser Leiter. Um in den Leitern 28 und 30 einen Stromfluß in entgegengesetzten Richtungen zu erzeugen, sind die zugeordneten Leiter auf folgende Art untereinander verbunden. Verbindungen an dem entfernten Ende des Kerns 52 sind in Fig. 3 durch gestrichelte Linien und die am nahen Ende durch ausgezogene Linien gezeigt, und dementsprechend wird die Richtung des Stromflusses mit AUF oder AB beschrieben. Für eine Stromzufuhr an das entfernte Ende des Leiters 28 beginnt die Folge:

28 (AUF), g (AB), d (AUF), h (AB), e (AUF), j (AB), f (AUF), 30 (AB).

Das Muster wird dann abgesehen von einer Stromumkehr identisch wiederholt in dem nächsten Quadranten, der durch die Leiter 30 und 32 begrenzt wird. Diese Verbindungsfolge ist vorteilhaft insofern, als die Strompfade an den Enden des Kernes kurz gehalten werden. Andere Folgen sind möglich, aber können längere Umfangsstrompfade an den Enden des Kernes mit sich bringen; was zu erwünschten axialen Magnetfeldern und induktiver Wechselwirkung mit dem Hochfrequenz-Magnetfeld führt.

Für die zweite Wicklung sind nur die dem Leiter 40 zugeordnete Leiter p bis u gezeigt. Es sollte beachtet werden, daß jede Gruppe zusammengehöriger Leiter ungleichförmig über einen Quadranten verteilt ist, mit kleineren Abständen bei dem Zentrum des Quadranten und weiteren Abständen zu den Grenzen des Quadranten hin. Zu verschiedenen Quadrupolen gehörige, benachbarte Gruppen überlappen sich in dem Sinn, daß die äußeren Leiter der zwei Gruppen dazwischengelegt sind, so daß kein Leiter durch einen anderen überlagert wird.

Zwei Bedingungen müssen erfüllt werden: erstens muß jede Wicklung, obwohl ungleichförmig in der Verteilung, die Identität und Lage jedes Pols der Quadrupolstrukturen bewahren, und zweitens muß die Anzahl zugehöriger Leiter im Verhältnis zu dem Umfang des Kernes 52 so gewählt werden, daß insbesondere in den Bereichen dichter Überlappung sämtliche Leiter untergebracht werden können, aber so, daß der weiteste Zwischenraum zwischen Leitern nicht ausreicht, um interferierenden elektrischen Feldern zu gestatten, in das Innere des Kernes 52 einzudringen.

Ein Muster der Leiterverteilung, das sich als nutzbar erwiesen hat, ist in Fig. 4 dargestellt. Jeder Punkt auf dem Umfang des Kernes 52 ist identifiziert durch den Winkel R der Abweichung von dem Leiter 40 im Uhrzeigersinn. Die Dichte der Wicklung bei diesem Punkt auf dem Umfang, ausgedrückt als N Leiter pro Radiant, ist durch die folgende Beziehung gegeben:

N&sub1; = N&sub0; cos 2R für die Wicklung 40, 42, 44, 46 etc. und N&sub2; = N&sub0; sin 2R für die Wicklung 28, 30, 32, 34 etc., worin N&sub0; der Wert der Maximaldichte für jede Wicklung ist. Die Wicklungsanordnungen sind vollständig definiert, wenn jede Vorzeichenänderung bei N&sub1; oder N&sub2; als Umkehr der Stromrichtung interpretiert wird. Der Einfachheit halber ist in Fig. 4 eine cosinus-Kurve 54 in einer Richtung gezeichnet, um den numerischen Wert von N&sub1; zu zeigen, sowie eine Sinus-Kurve 56, um ähnlich den numerischen Wert von N&sub2; zu zeigen. Offensichtlich fällt ein Maximum von N&sub1; mit einem Nullwert von N&sub2; zusammen, wobei sich die Positionen in Abständen von 45° abwechseln. Die der Summe der Kurven 54 und 56 gleiche kumulative Wicklungsdichte ist durch Kurve 58 wiedergegeben, eine Sinuswelle doppelter Frequenz, die den vorherigen Maximalwerten von N&sub1; und N&sub2; überlagert ist. Die größte unterzubringende Dichte ist daher mal das einzelne Maximum und tritt auf bei 22,5° und in darauffolgenden 45°-Abständen.

Es kann gezeigt werden, daß N&sub0; auch die Anzahl von Leitern ist, die für jede Wicklung in jedem Quadranten vorzusehen ist. Die Bestimmung von N&sub0; und die Verteilung der äußeren Leiter von benachbarten Polen der zwei Wicklungen kann manuell durchgeführt werden, wenn die Dimensionen der Leiter und des Kernes 52 bekannt sind, aber es hat sich als nützlich erwiesen, ein einfaches Computerprogramm für den Zweck zu entwickeln.

Im Zusammenhang mit einer NMR-Abbildung wird eine Feldgradientenspule, die wie anhand von Fig. 3 beschrieben aufgebaut ist, vorteilhaft in der in Fig. 5 gezeigten Anordnung angewandt. Für eine Versuchsperson wird eine Feldgradientenspule auf einen Kern 52 von 500 mm Durchmesser und einem Meter Länge gewickelt. Die Länge der Wicklung ist natürlich kleiner als die Länge des Kernes 52, aber sollte einem Verhältnis von Länge zu Durchmessser von wesentlich über eins entsprechen, um eine zufriedenstellende Gleichförmigkeit des Feldgradienten sicherzustellen. Ein Draht von 1,8 mm Durchmesser hat ausreichende Abstände bei Wahl eines Wertes von N&sub0; = 19, und die Wicklungen werden durch eine Schicht 62 von hitzehärtbarem Harz in ihrer Stellung gehalten und gleichzeitig isoliert. Eine Hochfrequenzspule 64 wird dann mit Kupferrohr direkt über die Harzschicht 62 um die Achse des Kernes 52 herum gewickelt. Für den besten Rauschabstand sollte die Spule 64 symmetrisch auf dem Kern 52 angebracht sein und muß elektrisch symmetriert betrieben werden. Die Feldgradientenwicklungen liefern dann eine wirksame Faraday- Abschirmung, wenn sowohl die Spule 64 angesteuert wird, um ein hochfrequentes Magnetfeld an die Probe anzulegen, als auch die Spule mit einem Empfänger-Verstärker verbunden ist, um durch die Präzession von Kernen in der Probe induzierte Signale zu ermitteln. Die (gegenseitige) induktive Kopplung zwischen den Feldgradientenwicklungen und zwischen jeder dieser Wicklungen und der Hochfrequenzspule ist nahe null, so daß effektiv keine Wechselwirkung zwischen den Wicklungen bei Betrieb besteht. Wenn die Spule 64 nicht symmetriert ist, wird der Rauschabstand herabgesetzt, und kann, was schlimmer ist, bei der Ermittlungs-Betriebsart die teilweise außerhalb der Spule befindliche Versuchsperson als Antenne wirken und Störungen einführen.

Eine schematische Kernmagnetresonanzordnung, welche die Spule der Fig. 5 umfaßt, ist in Fig. 6 gezeigt. Ein gleichförmiges Magnetfeld B&sub0; wird zwischen zwei planparallelen Polstücken 70 hergestellt. Eine in Draufsicht erkennbare zylindrische Spulenanordnung 72 liegt zwischen den Polstücken 70, und eine (nicht gezeigte) Probe wird in die Spule eingebracht. Die Anordnung 72 umfaßt einen zylindrischen Kern 52, der in den Fig. 3 und 5 gezeigten Art gewickelt ist, wobei die jeweiligen, um die Leiter 28, 30, 32, 34 und 40, 42, 44, 46 gruppierten polaren Wicklungen durch entsprechend numerierte Bögen angedeutet sind. Die Hochfrequenzspule 64 von Fig. 5 ist eng über die polaren Wicklungen gewickelt, aber der Einfachheit halber ist die isolierende Harz-Schicht 62 weggelassen worden. Eine variable Stromversorgung 74 erregt die Leiter 28, 30, 32, 34 der polaren Wicklungen, und eine ähnliche unabhängige Stromversorgung 76 erregt die Leiter 40, 42, 44, 46 der Wicklungen. Eine Einheit 78 liefert eine symmetrische Verbindung 80 zur Hochfrequenzspule 64 und ist bei 82 wahlweise mit der Erregungsschaltung oder der Ermittlungsschaltung der NMR- Instrumentausrüstung (nicht gezeigt) verbunden.

Bei der herkömmlichen NMR-Abbildungsanordnung, auf die oben in der Beschreibung Bezug genommen worden ist, war die Feldgradienten-Spule außerhalb der Hochfrequenzspule und ihres zugehörigen elektrostatischen Schirmes. Die Anordnung der Fig. 5 bietet daher einen bedeutenden Vorteil in der Verminderung des durch die Feldgradientenspule 60 umschlossenen Volumens und der Eliminierung eines gesonderten elektrostatischen Schirmes.

Der Rahmen der Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf den Zusammenhang mit NMR, und im allgemeinen ermöglichen der Wicklungsaufbau und das Verfahren, wie oben anhand von Fig. 3 beschrieben, die Erzeugung eines Sattelfeldes gesteuerter Orientierung in Verbindung mit dem anhaftenden Merkmal der elektrostatischen Abschirmung. Dies ist ersichtlich aus einer Überlagerung der durch Fig. 2a und 2b angegebenen Felder bei Abwesenheit eines starken gleichförmigen Feldes, wobei die Richtung und Größe des resultierenden Feldes durch Einstellung des absoluten und relativen Maßes der Erregung der beiden Qudrupole bestimmt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Spule zur Erzeugung eines magnetischen Quadrupolfeldes in einem zylindrischen Volumen mit der Anordnung mehrerer Leiter in jedem Quadranten eines zylindrischen Kerns, die in Längsrichtung auf der Oberfläche des Kerns liegen und die symmetrisch in jedem Quadranten, jedoch ungleichförmig derart verteilt sind, daß die Wicklungsdichte an dem Zentrum des Quadranten am größten ist, und die so miteinander verbunden sind, daß in benachbarten Quadranten der Strom in Gegenrichtung fließt, gekennzeichnet durch zwei unabhängig angeschlossene Anordnungen von Leitern (28, 30, 32, 34 und 40, 42, 44, 46), die einander ähnlich sind, jedoch zueinander um 45° versetzt sind, derart, daß zwei ähnliche magnetische Quadrupolfelder, die um 45° versetzt sind, vorgesehen sind,

    wobei die Leiter jeder Anordnung auf dem Kern (52) so Seite an Seite und zwischeneinander angeordnet sind, daß kein Leiter von einem anderen überlagert ist und

    wobei die Anordnungen zusammen eine im wesentlichen gleichförmige Anordnung von Leitern über dem Kern (52) bilden, die eine elektrostatische Abschirmung bildet.
  2. 2. Verwendung der Spule nach Anspruch 1 als Feldgradientenspule für eine kernmagnetische Resonanzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule in einem gleichförmigen Magnetfeld angeordnet ist, das zwischen zwei Polstücken (70) vorgesehen ist, und so angeordnet ist, daß die magnetischen Quadrupolfelder als magnetische Gradientenfelder für das gleichförmige Magnetfeld in Richtungen parallel bzw. senkrecht zu dem gleichförmigen Magnetfeld wirken.
  3. 3. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine spiralgewickelte Hochfrequenzspule (64) derart vorgesehen ist, daß deren Achse mit der Achse des Kerns (52) in Koinzidenz ist und sich eng über die Feldgradientenspule erstreckt.
  4. 4. Verwendung der Spule nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der Feldgradientenspule ausreichend groß ist, um innerhalb des Kerns (52) einen Menschen aufzunehmen.






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