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Dokumentenidentifikation DE3590511C2 13.06.1991
Titel Bahnspannungssteuervorrichtung
Anmelder Mitsubishi Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Taguchi, Toshio;
Matsuoka, Hitoshi, Hiroshima, JP;
Miyake, Mitsunao, Mihara, Hiroshima, JP
Vertreter Henkel, G., Dr.phil.; Feiler, L., Dr.rer.nat.; Hänzel, W., Dipl.-Ing.; Kottmann, D., Dipl.-Ing, Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 17.10.1985
DE-Aktenzeichen 3590511
WO-Anmeldetag 17.10.1985
PCT-Aktenzeichen JP8500582
WO-Veröffentlichungsnummer 8602318
WO-Veröffentlichungsdatum 24.04.1986
Date of publication of WO application in German translation 09.10.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.06.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1991
IPC-Hauptklasse B65H 23/188

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bahnspannungssteuervorrichtung einer Rollen-Rotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine typische Bahnspannungssteuervorrichtung zur Verwendung bei einer Rotationsdruckmaschine, mit einer Tänzerwalze, besitzt den in Fig. 2 dargestellten Aufbau, wobei eine laufende Druckpapierbahn 2 von einer Rolle auf einem Rollenstern 1 unter einer Zugwirkung durch eine Beschickungs- Zugwalze 4 über verschiedene Leitwalzen 3 und eine Tänzerwalze 5 zu einer Druckeinheit 6 zugeführt wird. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der JP-PS 54-42 420 bekannt.

Im normalen Hochgeschwindigkeits- oder Schnelldruckbetrieb wird die Stellung der Tänzerwalze 5 durch eine Tänzerwalzenstellungs-Detektorvorrichtung 7 abgegriffen. Abweichungen von der Sollstellung werden erfaßt und auf eine Drehzahlregeleinrichtung 8 gegeben, über die die Drehzahl einer der Tänzerwalze vorgeordneten Zugwalze 4 gesteuert wird, so daß durch die erhöhte oder verminderte Förderkapazität der Zugwalze sich die Sollstellung der Tänzerwalze wieder einpendelt. So wird normalerweise die Stellung der Tänzerwalze 5 durch die Drehzahlregeleinrichtung 8 einwandfrei auf der Neutralstellung gehalten, und damit wird die Drehzahl der Zugwalze geregelt.

Beim Anfahren und im Betrieb mit niedriger Geschwindigkeit ist jedoch die Zugspannung in der laufenden Bahn 2 vergleichsweise niedrig, und die Tänzerwalze 5 bleibt in ihrer unteren Grenzstellung und bewegt sich (auch dann) nicht höher, wenn das oben umrissene Regelsystem einwandfrei arbeitet. Wenn dann die Drehzahl der Rotationsdruckmaschine bei Drehzahlerhöhung eine bestimmte Größe erreicht oder überschreitet, und wenn der Druckzylinder angestellt und die laufende Bahn 2 sodann unter eine gegebene Bahnspannung oder eine höhere Zugspannung gesetzt wird, beginnt das Bahnspannungssteuersystem einwandfrei (wie vorgesehen) zu arbeiten, wobei sich die Tänzerwalze 5 in eine höhere Stellung verlagert und dann in ihrer Neutralstellung bleibt.

Aus obigen Ausführungen geht hervor, daß die Bahnspannung der laufenden Bahn 2 bei der herkömmlichen Bahnspannungssteuervorrichtung vor und nach dem Anstellen des Druckzylinders für eine kurze Zeit ziemlich instabil wird und daß die laufende Bahn 2 mangels ausreichender Bahnspannung mäanderförmige Bewegungen ausführt und damit Fehler, wie fehlerhaften Schnitt o. dgl., hervorruft, wodurch zu Beginn des Druckvorgangs verhältnismäßig viel Makulatur entsteht.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bahnspannungsregelvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die auch bei niedriger Geschwindigkeit die erforderliche Bahnspannung vor dem Einlauf in die Maschine gewährleistet und diese auch beim Hochfahren der Drehzahl der Druckmaschine ohne Spannungsschwankungen beibehält.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Druckzylinderstellungs-Detektorvorrichtung vorgesehen ist, von der die Druckan- und Druckabstellung des Druckzylinders feststellbar ist und von der entsprechende Signale eine Steuervorrichtung einer Tänzerwalzenstellungs- Sperrvorrichtung gebbar sind.

Damit wird erreicht, daß die Last oder Belastung der Tänzerwalze beim Anstellen des Druckzylinders an einem Gegendruckzylinder unmittelbar auf die laufende Bahn übertragen werden kann und die Zugspannung in der Bahn unter Vermeidung plötzlicher Stellungsänderungen der Tänzerwalze stabilisiert wird, so daß Störungen, wie gelegentlicher Zickzacklauf der Bahn oder Schnittfehler an der Bahn bei Einleitung des Druckvorgangs, vermieden werden und damit ein erheblicher Beitrag zu einer Verringerung von Ausschuß oder Makulatur zu Beginn des Druckvorgangs geleistet wird.

Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bahnspannungssteuervorrichtung für eine Rotationsdruckmaschine und

Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der eingangs beschriebenen herkömmlichen Rotationsdruckmaschine.

Erfindungsgemäß wird eine Zugwalze in ihrer Drehzahl so geregelt, daß eine Tänzerwalzen-Sperre in der Phase vor dem Anstellen eines Druckzylinders einer Druckeinheit eine Tänzerwalze in ihrer Neutralstellung zu halten und die Tänzerwalze in der Phase nach dem Anstellen des Druckzylinders aus ihrem Haltezustand freizugeben vermag.

Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform einer Bahnspannungssteuervorrichtung für eine Rollen-Rotationsdruckmaschine gemäß der Erfindung umfaßt einen Rollenstern 1, eine Druckpapier-Bahn 2, mehrere Leitwalzen 3, eine Zugwalze 4, eine Tänzerwalze 5, eine Druckeinheit 6, eine Tänzerwalzenstellungs-Detektorvorrichtung 7, eine Drehzahl-Regelvorrichtung 8 und eine Zugwalzen-Drehzahländerungsvorrichtung 9.

Weiter vorgesehen sind eine Tänzerwalzen-Bewegungssperre 10 an der Tänzerwalze 5, um letztere in einer Neutralstellung zu halten, eine Druckzylinder-Stellungsdetektorvorrichtung 11 an der Druckeinheit 6 zum Erfassen des Druckan- und Druckabzustands des Druckzylinders in der Druckeinheit 6 und eine Tänzerwalzensperre-Steuervorrichtung 12 zum Steuern des Ein-Aus-Zustands der Tänzerwalzen-Sperre 10.

Bei dieser Bahnspannungssteuervorrichtung wird die laufende Bahn 2 vom Rollenstern 1 unter der Leitwirkung der einzelnen Leitwalzen 3 zur Zugwalze 4 geführt und dann über letztere und die Tänzerwalze 5 zur Druckeinheit 6 geleitet.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Druckzylinder der Druckeinheit 6 noch nicht an einen Gegendruckzylinder angestellt ist, kann die Druckzylinder-Stellungsdetektorvorrichtung 11 die Druckab-Stellung des Druckzylinders feststellen und ein Signal erzeugen, das der Tänzerwalzensperre-Steuervorrichtung 12 und der Tänzerwalzen-Sperre 10 zugeführt wird, so daß diese die Tänzerwalze 5 in ihrer Neutralstellung halten.

Wenn der Druckzylinder in der Druckeinheit 6 angestellt worden ist, liefert die Druckzylinder-Stellungsdetektorvorrichtung 11 ein Druckansignal, das der Tänzerwalzensperre-Steuervorrichtung 12 zugeführt wird, so daß die Tänzerwalzen-Sperre 10 aus ihrem Haltezustand freigegeben wird.

In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, daß die Geschwindigkeitsänderungsgröße der Zugwalze 4 durch die Tänzerwalzenstellungs-Detektorvorrichtung 7, die Drehzahl-Regelvorrichtung 8 und die Zugwalzen-Drehzahländerungsvorrichtung 9 entweder vor oder nach dem Anstellen des Druckzylinders an den Gegendruckzylinder so eingestellt wird, daß die Tänzerwalze 5 ständig in ihrer Neutralstellung haltbar ist.


Anspruch[de]
  1. Bahnspannungssteuervorrichtung einer Rollen-Rotationsdruckmaschine mit einer einen Druckzylinder und einen Gegendruckzylinder aufweisenden Einheit und einem Rollenträger, die eine angetriebene, in ihrer Drehzahl steuerbare Zugwalze, eine Tänzerwalze mit einer Tänzerwalzenstellungs- Detektorvorrichtung zwischen Rollenträger und erster Druckeinheit aufweist, deren Signale eine Drehzahlsteuervorrichtung des Antriebs der Zugwalze beeinflußt, wobei durch die Drehzahlsteuervorrichtung die Stellung der Tänzerwalze in eine Sollstellung einregelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckzylinderstellungs-Detektorvorrichtung (11) vorgesehen ist, von der die Druckan- und Druckabstellung des Druckzylinders feststellbar ist und von der entsprechende Signale an eine Steuervorrichtung (12) einer Tänzerwalzenstellungs-Sperrvorrichtung (10) gebbar sind.






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