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Dokumentenidentifikation DE3838150C2 13.06.1991
Titel Verfahren zur Ultraschall-Überwachung von Räumen, insbesondere bei Kraftfahrzeugen
Anmelder Kabelwerke Reinshagen GmbH, 5600 Wuppertal, DE
Erfinder Bergmann, Jürgen, Dipl.-Ing., 4352 Herten, DE
Vertreter Buse, K., Dipl.-Phys.; Mentzel, N., Dipl.-Phys.; Ludewig, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5600 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 10.11.1988
DE-Aktenzeichen 3838150
Offenlegungstag 31.05.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.06.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1991
IPC-Hauptklasse G08B 13/16
IPC-Nebenklasse B60R 25/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren der im Ober- begriff des Anspruches 1 angegebenen Art. Bei diesem aus der DE-OS 34 32 292 bekannten Verfahren arbeitet das Ultraschall-Alarmsystem mit einer Ultraschall-Sender-Empfängeranordnung, die nach dem Echolotprinzip arbeitet. Der Sendeimpuls ist beim Eintreffen der Raumantwort bereits abgeschaltet. Damit wird die reine Reflexion des Raumes gemessen. Ein Interferieren mit der emittierten Schallwelle ist nicht möglich. Die zur Durchführung des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung ist auch nicht in der Lage, ein zeitlich synchrones Senden und gleichzeitiges Empfangen von Ultraschall- Signalen zu gewährleisten, da das Sendesignal nicht vom Auswerter selber, sondern von einem separaten Oszillator erzeugt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches, preiswertes und sehr zuverlässiges Überwachungsverfahren der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu entwickeln, das auch in Ruhezeiten erfolgende Änderungen im Überwachungsraum nachträglich eindeutig feststellen kann. Dies wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruches angeführten Maßnahmen erreicht, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.

Die Erfindung befaßt sich mit dem im Überwachungsraum entstehenden Interferenzfeld, das sich aus der Überlagerung der verschiedenen Ultraschallwellen ergibt, die dort durch den Ultraschallgeber entstehen und als Reflexions-Signale an den diversen Objekten und den Begrenzungswänden im Überwachungsraum reflektiert werden. Das Augenmerk der Erfindung liegt dabei nicht auf dem stationären Zustand des Interferenzfeldes, sondern vor allem auf der Anfangsphase beim Aufbau des Interferenzfeldes. Die Erfindung verfolgt den zeitlichen Aufbau dieses Interferenzfeldes am Ort des Ultraschall- Empfängers und hält diesen in einem Zeit-Meßwert-Profil fest. Die Erfindung hat erkannt, daß dieses Profil eine eindeutige und zuverlässige Information über die bestehende individuelle Beschaffenheit des Überwachungsraumes ist. Dieses Profil ändert sich bereits merkbar, wenn ein einzelnes Objekt im Überwachungsraum erscheint oder entfernt wird, oder auch nur seinen Platz im Raum verändert. Dies stellt der Auswerter beim erfindungsgemäßen Verfahren deshalb fest, weil er das dann sich ergebende abweichende neue Zeit-Meßwert-Profil mit dem abgespeicherten, vorausgehenden Referenzprofil vergleicht. Aus Sicherheitsgründen, die Fehlalarme vermeiden sollen, wird eine Toleranzspanne bei dem sich aus diesem Vergleich ergebenden Differenzprofil gewährt, um etwaige Änderungen im zeitlichen Aufbau des Interferenzfeldes durch unmaßgebliche Effekte, wie Temperaturänderungen im Fahrzeuginnenraum, auszuschließen.

Da es auf die Anfangsphase beim Interferenzfeld-Aufbau im Überwachungsraum ankommt, gibt der Ultraschallgeber vorzugsweise nur eine definierte Sendezeit lang Ultraschall-Impulse ab, wobei aber die Meßzeit des Ultraschall-Empfängers mit dem Ansteuerungssignal des Gebers zeitlich exakt abgestimmt sein muß, um stets reproduzierbare Meßabläufe zu gewährleisten. Die Meßzeit braucht also hinsichtlich ihres Anfangs und Endes nur eine stets gleiche Position bzgl. der Sendezeit der Ultraschall-Impulse zu haben. Im einfachsten Fall wird man die Meßzeit gleich der Sendezeit wählen, weil beide durch dasselbe Steuerungsmittel im Auswerter dann exakt gleich ausgelöst werden können.

Eine besonders einfache und doch sehr zuverlässige Auswertmöglichkeit besteht, wenn man das Zeit-Meßwert-Profil gemäß Anspruch 2 quantisiert und die dann erlangte Zahlenreihe von Meßwerten als Referenzdaten in eine Datenbank gibt. Die Maßnahmen des Anspruches 3 ergeben eine einwandfreie Ermittlung dieser Referenzdaten aus einer Vielzahl von Meßgängen, wo sich auch etwaige mechanische Schwingungen der Objekte oder Raumgrenzen erfassen lassen. Die im Anspruch 4 vorgesehenen mehrfachen Datenspeicher begründen eine Lernfähigkeit der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Vorrichtung, die sich jeweils auf geänderte Betriebsbedingungen im Überwachungsraum selbsttätig einstellt. Dadurch können Temperaturschwankungen oder Luftdruckschwankungen im Überwachungsraum nicht zu Fehlalarm führen. Dabei sind die Empfindlichkeit und Störsicherheit der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Vorrichtung groß. Die Vorrichtung paßt sich nicht nur veränderten Umweltbedingungen an, sondern reagiert auch auf langsamste Bewegungen. Die Maßnahmen nach Anspruch 5 sichern, daß nur eindeutige Meßergebnisse Alarm auslösen. Die Empfindlichkeit läßt sich durch die Aussetzer im Ansteuerungssignal des Ultraschallgebers nach Anspruch 6 erhöhen, weil dadurch das Zeit-Meßwert-Profil beim zeitlichen Aufbau des Interferenzfeldes besonders markant ausfällt.

Die Maßnahme des Anspruchs 7 gibt eine Selbstjustage des erfindungsgemäßen Verfahrens, die einen kostspieligen hardwaremäßigen Aufwand vermeidet. Die Leistungsaufnahme läßt sich, ohne Beeinträchtigung der Überwachungssicherheit durch die Maßnahmen nach Anspruch 8 gering halten.

Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung.

In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch, in Form eines Blockschaltbildes, den Aufbau und auch die prinzipielle Wirkungsweise einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erforderlichen Vorrichtung und

Fig. 2 bis 4 in unterschiedlichen Maßstäben, die an verschiedenen, nachfolgend noch näher angegebenen Stellen der Schaltung von Fig. 1 anfallenden Signale und Meßprofile.

Die zur Durchführung des Verfahrens benutzte Vorrichtung 10 umfaßt die aus Fig. 1 ersichtlichen elektronischen Bauteile, die vorteilhaft in zwei, dort durch Strichpunktlinien jeweils umgrenzten gesonderten Gehäusen 11, 11&min; gruppenweise untergebracht sind. Ausgehend von einem Auswerter 12 (Mikro- Computer) im Gehäuse 11&min; wird über eine elektrische Leitung 13 und einen Sendeverstärker 14 ein aus der obersten Kurve in Fig. 2 ersichtliches Ansteuerungssignal 15 erzeugt, und zwar für eine definierte, aus der obersten Figur in Fig. 3 ersichtliche Sendezeit 16 von hier ca. 0,07 Sekunden. Dieses am Ausgang 17 des Sendeverstärkers 14 anfallende Signal 15 beaufschlagt einen Ultraschallgeber 18, der den entsprechenden Ultraschall-Impuls 19 erzeugt und damit die durch Kreise im Überwachungsraum 20 der Fig. 1 angedeutete Schallstrahlung erzeugt, die nachfolgend kurz als "Sendeimpuls 19" bezeichnet werden soll. Der Sendeimpuls 19 hat also einen vom Auswerter 12 genau vorbestimmten Sendeimpuls-Beginn t1 und ein die Sendezeit 16 genau definierendes Impulsende t2. Damit ist der Sendeimpuls 19 reproduzierbar, wobei die damit erzeugte äquivalente Schallwelle folgendes, aus der obersten Figur in Fig. 2 ersichtliches Aussehen hat:

Die in Fig. 2 vertikal verlaufenden Strichlinien bestimmen mit ihrem dort angedeuteten Abstand 21 eine Teilung von 0,2 msec. der dortigen, horizontal verlaufenden Zeitskala. Das Ansteuerungssignal 15 umfaßt ein Rechteckprofil mit einer Frequenz von 25 kHz. Um ein noch näher zu beschreibendes markantes Meßergebnis in der mittleren und unteren Kurve von Fig. 2 bzw. 3 zu erhalten, ist das Ansteuerungssignal 15 mit Aussetzern 22 gemäß der obersten Kurve in Fig. 2 versehen, die nach fünf Schwingungen sich über einen Zeitraum von zwei Signallängen hier erstreckt und somit am Ultraschallgeber 18 eine entsprechende Schwebung im Sendeimpuls 19 erzeugt. Damit wird der Überwachungsraum 20 und die dort befindlichen Objekte 23 bestrahlt. An den in Fig. 1 nicht näher angezeigten Wänden des Überwachungsraumes einerseits und an den Objekten 23 im Überwachungsraum 20 andererseits wird nun der Sendeimpuls 19 reflektiert, was in Fig. 1, ausgehend von dem als Punkt angenommenen Objekt 23 die in Fig. 1 durch Kreislinien verdeutlichten, reflektierten Signale 24 erzeugt, die nachfolgend kurz "Reflexionssignale 24" bezeichnet werden sollen.

Die Sendeimpulse 19 und die ausgelösten Reflexionssignale 24 erzeugen im Überwachungsraum 20 ein Interferenzfeld 25, das in Fig. 1 durch die Überschneidung und die Schnittpunkte der die kugelförmigen Schallwellen veranschaulichten Kreise verdeutlicht ist. Dabei kommt es erfindungsgemäß auf die Anfangsphase bei der Entstehung dieses Interferenzfeldes 25 an, also dem zeitlichen Ablauf seiner Entstehung, der nachfolgend als "zeitlicher Aufbau des Interferenzfeldes" genannt werden soll. Dieser Aufbau des Interferenzfeldes 25 wird nun von einem Ultraschallempfänger 28 an einem definierten Ort 26 überwacht. An diesem Ort 26 wird somit durch den Aufbau des Feldes 25 eine spezifische Aussage über die jeweilige Beschaffenheit des Überwachungsraumes 20 und der dort befindlichen Gegenstände 23 erlangt. Weil also der Sendeimpuls 19 stets exakt reproduzierbar ist, wie bereits erwähnt wurde, sind auch die zum Aufbau des Interferenzfeldes 25 sich einstellenden Reflexionssignale 24 gleich, solange im Überwachungsraum 20 keine Änderung eintritt, womit auch das Interferenzfeld 25 in stets gleichem zeitlichen Ablauf entsteht, also bei unverändertem Überwachungsraum reproduzierbar ist.

Der Empfänger 28 gibt das zeitabhängige Signal als äquivalente Wechselspannung an einen Empfangsverstärker 27, an dessen Ausgang 29 dann ein Wechselspannungssignal 30 anfällt, dessen Aussehen aus der mittleren Kurve 30 in Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist. Das Empfangssignal 30 wird über eine bestimmte Meßzeitlänge ausgewertet, die ausweislich der Fig. 3 im Zeitpunkt t1&min; beginnt und im Zeitpunkt t2&min; endet, womit sich die mit 36 in Fig. 3 bezeichnete "Meßzeit 36" ergibt. Auch in Fig. 3 ist die horizontale Zeitachse durch vertikale Strichlinien eingeteilt, deren Abstand 31 10 msec. gegenüber dem Abstand 21 von Fig. 2 von 0,2 msec. beträgt. Der Abstand 21 der Zeitskala von Fig. 2 erscheint daher im Maßstab der Fig. 3 als eine Zeitlänge von nur 0,48 mm. Im Maßstab von Fig. 3 beschränkt sich die ganze Länge der in Fig. 2 gezeigten Kurve 30 auf der anfänglichen 4,4 mm des in Fig. 3 dargestellten Empfangssignals 30. Damit ein stets reproduzierbares Empfangssignal 30 gemäß Fig. 3 erreicht wird, liegt der Empfangssignal-Beginn t1&min; stets in definierter zeitlicher Lage zu dem obenerwähnten Sendeimpuls-Beginn t1. Damit nimmt auch das Empfangssignal-Ende t2&min; eine definierte Lage zu t1 bzw. t2 des Sendeimpulses 19 ein. Die Sendezeit 16 wie auch die Meßzeit 36 werden vom Auswerter 12 bestimmt. Im vorliegenden Fall ist daher der Einfachheit wegen t1 = t1&min;, und auch die Sendezeit 16 ist gleich der Meßzeit 36 gewählt, weshalb auch t2 und t2&min; zeitlich zusammenfallen. Dies ist auch an der Lage der oberen und mittleren Kurve 15, 30 in Fig. 3 zu erkennen. Die Länge der Sende- und Meßzeit 16, 36 werden in Abhängigkeit von der Größe des zu überwachenden Raumes 20 ausgewählt. Man will, wie bereits erwähnt wurde, den Einlaufzustand des Interferenzfeldes 25 bis zu seinem stationären Zustand erfassen.

Wie aus Fig. 1 erkennbar, wird die Wechselspannung des Empfangssignals 30 durch einen Vollweg-Gleichrichter 32 und einen nachfolgenden Tiefpaßfilter 33 integriert und damit die in der untersten Kurve von Fig. 2 und 3 dargestellte Hüllkurve 40 gewonnen, die ein für die Beschaffenheit des Überwachungsraumes 20 spezifisches Profil erzeugt, das nachfolgend als "Zeit-Meßwert-Profil 40" benannt werden soll. Dieses ist in Fig. 4 schematisch mit seinem ersten Profilteilstück als ausgezogene Linie 40 dargestellt, die übereinstimmend mit dem Beginn der Meßzeit 36, und hier auch der Sendezeit 16, beginnt. Als Ordinate in Fig. 4 erscheinen die Meßwerte, die als Druckwerte p des am Ort 26 anfallenden Interferenzfeldes 25 aufzufassen sind. Das Profil 40 ist ein unipolares, positives Signal. Der Tiefpaßfilter 33 filtert die eingangs erwähnte Trägerfrequenz von 25 kHz weg.

Über die Leitung 34 gelangt das Zeit-Meßwert-Profil 40 zu einem A/D-Wandler 35, wo es quantisiert wird und über die Leitung 37 zum Auswerter 12 gelangt, wo es weiter ausgewertet wird. In Fig. 4 sind die Quantisierungs-Zeitpunkte tn eingetragen, an denen über das Profil 40 durch den Wandler 35 ein bestimmter Meßwert In jeweils anfällt, der als binäre Zahl zum Auswerter 12 gelangt. Aus dem Profil 40 erhält somit der Auswerter 12 die Meßwerte In als binäre Zahlenreihe, die er in einem ersten Speicher 38 einer zum Auswerter 12 gehörenden Datenbank 39 festhält. Zwischen dem Ansteuerungs-Signal 15, nämlich dessen Signal-Beginn t1 und den aus Fig. 4 ersichtlichen Quantisierungs-Zeitpunkten tn besteht absolute Synchronität. Die über das Empfangs-Signal 30 erlangte Antwort über die Beschaffenheit des Überwachungsraumes 20 ist in der Datenbank 39 als eine Reihe von digitalen Referenzwerten verfügbar, die, wenn sich die Beschaffenheit des Überwachungsraumes nicht ändert, jederzeit reproduzierbar ist. Die Quantisierungs-Zeitpunkte tn ergeben sich aus festen Zeitschritten dt.

Wird die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitende Vorrichtung 10 eingeschaltet, so wird zunächst die Datenbank 39 mit den Referenzwerten In nach dem vorbeschriebenen Verfahren angelegt. Zweckmäßigerweise werden dabei die Referenzwerte durch mehrfach wiederholte Meßvorgänge der beschriebenen Art aus mehreren nacheinander erzeugten Profilen 40 ermittelt. Diese Zahlenreihe aus Referenzwerten In stellt den derzeitigen Zustand des Überwachungsraumes dar.

Nach dem Einschalten der Vorrichtung werden in an sich beliebigen zeitlichen Abständen, von z. B. 0,5 sec. Messungen ausgeführt, die über das beschriebene Profil 40&min; zu neuen Datenreihen In&min; führen, und die vom Auswerter 12 mit den verfügbaren Referenzwerten In der Datenbank 39 verglichen werden. Dabei mag als neues Profil 40&min; die in Fig. 4 gepunktet angedeutete Linie sich ergeben, die zu den angedeuteten neuen Meßwerten In&min; führt, die bezüglich des Ansteuerungs-Signal-Beginns t1 natürlich an den exakt gleichen Quantisierungs-Zeitpunkten tn abgelesen werden. Aus den in Fig. 4 mit dI bezeichneten Abweichungen zwischen dem jeweiligen Meßwert In&min; und dem abgespeicherten Referenzwert In wird auf eine Veränderung des Überwachungsraumes 20 geschlossen. Bei dem Vergleich wird aber bei jedem Referenzwert In eine ebenfalls in Fig. 4 als markante vertikale Strecke veranschaulichte Toleranzspanne i berücksichtigt, deren Größe für unterschiedliche Referenzwerte unterschiedlich groß sein kann. Die Größe der Toleranzspanne i kann ferner in Abhängigkeit von der Streuung der vorausgehenden Meßergebnisse bei den wiederholt durchgeführten Meßgängen zur Ermittlung der abgespeicherten Referenzwerte In abhängig gemacht werden, weil damit im Überwachungsraum sich ergebende natürliche Schwankungen, z. B. eine im Kraftfahrzeug pendelnde Schlaufe, berücksichtigt werden. Schließlich kann die Größe der Toleranzspanne i von den Abweichungen dI an den übrigen Quantisierungs-Zeitpunkten tn abhängig gemacht werden.

Im angenommenen Beispiel von Fig. 4 liegt die aus dem neu ermittelten Profil 40&min; sich ergebende Meßwert-Reihe In&min; innerhalb der angenommenen Toleranzspanne i der zum Referenzprofil 40 gehörenden Referenzwert In. Dies erkennt der Auswerter 20 als zulässige Schwankungen bzw. Änderungen im Überwachungsraum 20 an, die nicht auf ein meldepflichtiges Ereignis zurückzuführen sind und daher nicht zur Auslösung eines Alarms in dem daran angeschlossenen Alarmgeber 41 führen. In Fig. 4 ist aber auch, als Strichkurve, ein Profil 40&min;&min; eines weiteren Meßvorgangs eingezeichnet, dessen an den jeweiligen Quantisierungs-Zeitpunkten tn anfallenden Meßwerte In 2&min; außerhalb der Toleranzspanne i liegen und demgegenüber größere, in Fig. 4 angedeutete Abweichungen dI&min;&min; ergeben. Dies wird im übrigen auch, wie ersichtlich, an mehreren Meßwerten In&min;&min; festgestellt, was der Auswerter 12 aufgrund seines Auswerteprogramms als ein im Überwachungsraum 20 sich ergebendes meldepflichtiges Ereignis erkennt und daher über die Leitung 42 den Alarmgeber 41 auslöst. Dazu können akustische und/oder optische Alarmsignale abgegeben werden. Bei einem Kraftfahrzeug wird zugleich die Zündspannung zum Motor unterbrochen.

Um zu vermeiden, daß Temperaturschwankungen, Luftdruckänderungen oder die Bauteildrift bereits einen Fehlalarm veranlassen, verfügt die zum erfindungsgemäßen Verfahren benutzbare Vorrichtung 10 über eine Lernfähigkeit, die anhand der Fig. 4 erläutert werden kann. Auszugehen ist zunächst davon, daß im Speicher 38 der Datenbank 39 die aus dem Profil 40 sich ergebenden Referenzwerte In gespeichert sind. Fällt bei einer späteren Messung eine noch tolerierbare Abweichung an, die z. B. zu dem neuen Profil 40&min; von Fig. 4 führt, so nimmt der Auswerter 12 die entsprechenden Werte In&min; als die schallgemäße Beschreibung der aktuellen Beschaffenheit des Überwachungsraumes 20 an und hält diese als neue Referenzwerte In&min; in einem zweiten Speicher 38&min; seiner Datenbank 39 fest, der in Fig. 1 ebenfalls eingezeichnet ist. Der andere Speicher 38 wird gelöscht und steht für die Aufnahme künftiger, den späteren Zustand des Überwachungsraumes 20 kennzeichnender Meßdaten zur Verfügung. Bei der Ermittlung der neuen Referenzwerte für den zweiten Speicher 38&min; kann auch so verfahren werden, daß zu den bis dahin geltenden Referenzwerten In in neuermittelten, tolerierbaren Meßwerte In&min; rechnerisch hinzugezählt und daraus ein Zwischenwert ermittelt wird, der dann als künftiger neuer Referenzwert im Speicher 38&min; aufgenommen wird. Damit folgt die Vorrichtung langsamer, aber auch vorsichtiger etwaigen Änderungen in den Verhältnissen des Überwachungsraumes 20.

Um eine optimale Ausnutzung des Spannungsbereiches vom Wandler 35 zu erhalten, sollte die Vorrichtung einjustiert werden, damit sie den Verhältnissen des Überwachungsraumes 20 optimal angepaßt ist. Im Überwachungsraum 20 liegende größere Gegenstände können nämlich die Amplitude des Empfangssignals 30 stark beeinflussen. Deshalb wird beim Einschalten der Vorrichtung 10, noch bevor die ersten Referenzwerte In ermittelt werden, die optimale Trägerfrequenz im Sendeimpuls 19 ermittelt. Dazu werden, gesteuert von einem Programm des Auswerters 12, Testfrequenzen gesendet, die eine Raumantwort erzeugen, wobei jene Sendefrequenz ausgewählt wird, deren Amplitude im optimalen Bereich des A/D- Wandlers 35 liegt. Dadurch wird die Selektivität des Wandlers 35, aber auch des Ultraschallgebers 18 und des Empfängers 28ausgenutzt, die sich aus deren Resonanz-Kennlinie ergibt. Diese Selbstjustierung bietet den Vorteil, daß die Vorrichtung optimal ohne weiteren hardwaremäßigen Aufwand seitens des Auswerters 12 realisiert werden kann.

Die bereits obenerwähnte Wirksamkeit der Vorrichtung 10 in zeitlichen Abständen von z. B. 0,5 sec. dient einer drastischen Minderung der Leistungsaufnahme der Überwachungsvorrichtung, was insbesondere für die Überwachung von abgestellten Kraftfahrzeugen bedeutsam ist. Über das Steuerprogramm im Auswerter 12 wird die Überwachungsvorrichtung 10 nach dem Einschalten zwischen den Meßvorgängen in einem sogenannten "Stand-by-Modus" gefahren, wo sie praktisch abgeschaltet, aber jederzeit zu einer Messung bereit ist. Das ruhende System wird über eine mit 43 in Fig. 1 angedeutete Weckschaltung geweckt. Eine in Fig. 1 angedeutete Spannungs- Versorgungs-Einheit 44 hält über die Leitung 45 lediglich den Auswerter 12 und daher den Ablauf des dortigen Steuerprogramms ständig in Betrieb, von wo aus über eine Steuerleitung 45&min; die über den Ausgang 46 beaufschlagte Versorgungsleitung 47 von der Spannung abgeschaltet ist. Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich, werden über diese Versorgungsleitung 47 alle weiteren Bauteile, wie die Verstärker 14, 27, der Gleichrichter 32 und der Tiefpaßfilter 33 beaufschlagt. Während der erwähnten Ruhezeiten ist die Versorgungsleitung 47 abgeschaltet,und die damit verbundenen elektronischen Bauteile verbrauchen keine Energie. Nach Ablauf der Ruhezeit weckt das Weckglied 43 über die Leitung 48 den Auswerter 12, der dann über die Steuerleitung 45&min; die Versorgungsleitung 47 der Überwachungsvorrichtung 10 einschaltet und damit den geschilderten Meßvorgang für die beschriebene Sendezeit 16 von ca. 0,07 sec. eingeschaltet.

Mit dem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren werden nicht die Bewegungen an sich, sondern Änderungen im Überwachungsraum detektiert. Dadurch können auch Bewegungen erkannt werden, welche in den vorgenannten Ruhezeiten des Verfahrens ablaufen. Verschiebt sich nämlich beispielsweise das Objekt 23 im Meßraum 20 um eine bestimmte Strecke, so gelangen die Reflexions-Signale 24 in anderer zeitlicher Folge an den Ort 26 des überwachenden Ultraschallempfängers 28 und bilden dort einen anderen zeitlichen Aufbau des erfaßten Interferenzfeldes 25, der dann stets als eine Reihe von Meßwertdaten In&min;&min; ermittelt wird, die nach Fig. 4 nach einem meldepflichtigen Ereignis gehören, das den Alarmgeber 41 auslöst. Das Verfahren reagiert selbst auf langsamste Bewegungen, weil es auf den Ort des Objektes 23 empfindlich reagiert. Dennoch paßt sich das erfindungsgemäße Verfahren, wie beschrieben wurde, an veränderte Umweltbedingungen flexibel an. Eine große Störsicherheit ist gewährleistet. Durch die Steuerung mit dem Auswerter 12 wird auch eine hohe Flexibilität erreicht, denn das Steuerprogramm kann auch vorsehen, daß nicht sogleich, wenn an einer Stelle oder in einem Bereich des neu ermittelten Meßprofils 40&min;&min; sich Abweichungen gegenüber dem Referenzprofil 40 von Fig. 4 ergeben, Alarm ausgelöst wird. Vielmehr ist es in diesem Fall möglich, daß das Verfahren, möglichst in wesentlich kürzeren Zeitabständen, durch ein erneutes "Nachschauen" sich weitere Meßdaten in Form von weiteren Meßprofilen 40&min;&min; verschafft, die dann gemeinsam ausgewertet werden. Ergibt die Summe dieser Kontrollmessungen, daß auch dann noch nicht tolerierbare Änderungen dI&min;&min; gemäß Fig. 4 vorliegen, dann wird vom Auswerter 12 der Alarm ausgelöst. Im anderen Fall, wenn die weiteren Meßprofile eine Korrektur des anmeldepflichtigen anfänglichen Meßprofils 40&min;&min; erbracht haben, die innerhalb des Toleranzbereiches liegt, dann unterbleibt der Alarm. Dadurch wird Fehlalarm vermieden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Ultraschall-Überwachung von Räumen (20), insbesondere bei Kraftfahrzeugen, bei welchem ein Ultraschallgeber (18) während sich wiederholenden Sendezeiten den Überwachungsraum (20) und die dort befindlichen Objekte (23) mit einem Ultraschallimpuls (Sendeimpuls 19) definierter Sendedauer (16) bestrahlt, ein Ultraschallempfänger (28) über mit den Sendezeiten (16) abgestimmten Meßzeiten (36) das Ultraschallfeld mißt, ein Auswerter (12) das während der Meßzeiten (36) jeweils anfallende Zeit-Meßwert-Profil (40) erfaßt, abspeichert, mit dem bei einem vorausgehenden Sendeimpuls angefallenen Profil vergleicht, und den Alarmgeber (41) dann aktiviert, wenn die beim Vergleich ermittelte Abweichung (dI; dI&min;&min;) eine bestimmte Toleranzspanne (i) übersteigt, dadurch gekennzeichnet, daß am Ort des Ultraschallempfängers (28) der zeitliche Aufbau des durch die Überlagerung der vom Ultraschallgeber (18) abgestrahlten und der im Überwachungsraum (20) reflektierten Schallwellen entstehenden Interferenzfeldes ermittelt und als Zeit-Meßwert-Profil (40) gespeichert wird und hierzu Sendezeiten (16) und Meßzeiten (36) zumindest näherungsweise zusammenfallen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerter (12) das Zeit-Meßwert-Profil (40) an feststehenden, mit dem Ansteuerungssignal (15, t1) für den Ultraschallgeber (18) exakt abgestimmten Zeitpunkten (tn), insbesondere in definierten Zeitschritten (dt), quantisiert (In) und die so erlangte Zahlenreihe (In) der zugehörigen Meßwerte über die derzeitige Beschaffenheit des Überwachungsraumes (20) in einer Datenbank (39), vorzugsweise digital, abspeichert (38), wobei diese Zahlenreihe die Referenzdaten (In) für die spätere Vergleichsarbeit des Auswerters (12) bildet.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzdaten (In) in der Datenbank (39) aus einer Vielzahl von in aufeinanderfolgenden Meßvorgängen (40, 40&min;) erlangten Meßwerte ermittelt werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerter (12) die geltenden Referenzdaten (40, 40&min;) jeweils wechselweise in einen von zwei Speichern (38, 38&min;) aufnimmt, wobei der Auswerter (12) die bei der Quantisierung des aktuellen Zeit-Meßwert- Profils anfallenden Meßwerte (In&min;) nur dann als neuen Referenzwert akzeptiert bzw. zur Referenzwert-Ermittlung heranzieht, wenn diese im Vergleich mit dem bisher geltenden Referenzwert (In) eine bestimmte Toleranzspanne (i) nicht übersteigt, andernfalls aber den Alarmgeber (41) wirksam setzt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerter (12) bei einer ermittelten Störung vor dem Wirksamsetzen des Alarmgebers (41) zunächst eine oder mehrere Nachmessungen ausführt, vorzugsweise in einer gegenüber dem Normalbetrieb kürzeren zeitlichen Folge, sowie auswertet und erst nach Auswertung dieser Meßergebnisse entscheidet, ob der Alarmgeber (41) wirksam zu setzen ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschallgeber (18) durch ein Ansteuerungssignal (15) angesteuert wird, welches markante Aussetzer (22) aufweist, die eine Schwebung im Ultraschallimpuls (19) erzeugen.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerter (12) vor Ermittlung der Referenzdaten (In) diejenige Sendefrequenz für den Ultraschallgeber (18) selbsttätig auswählt, die, in Abhängigkeit von der jeweiligen Beschaffenheit des Überwachungsraums, an den Meßbereich des Auswerters (12, 35) optimal angepaßt ist.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Meßgängen zur Ermittlung der jeweiligen Zeit-Meßwert-Profile (40) die Stromversorgung (47) von Bauteilen (14, 27, 32, 33) normalerweise abgeschaltet ist (stand-by-modus) und eine Weckschaltung (43) die Stromversorgung (47) in zyklischer Folge einschaltet (48, 45&min;).






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