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Dokumentenidentifikation EP0261562 29.08.1991
EP-Veröffentlichungsnummer 0261562
Titel Einrichtung zur Inspektion eines Kernreaktor-Brennelementes.
Anmelder ABB Reaktor GmbH, 6800 Mannheim, DE
Erfinder Scharpenberg, Dipl.-Ing., Rainer, W-6948 Wald-Michelbach, DE;
Heckhausen, Dipl.-Ing., Hermann-Josef, W-6940 Weinheim, DE
DE-Aktenzeichen 3771627
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 16.09.1987
EP-Aktenzeichen 871135075
EP-Offenlegungsdatum 30.03.1988
EP date of grant 24.07.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.08.1991
IPC-Hauptklasse G21C 17/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Inspektion eines Kernreaktor-Brennelementes mit einem in die Räume zwischen den Brennstäben einfahrbaren, von einer Sonde getragenen Ultraschallprüfkopf und mit einem in einem wassergefüllten Becken angeordneten, gekapselten Gehäuse zur Aufnahme eines Hebeltriebes zur Bewegung der außerhalb des Gehäuses angeordneten Sonde, wobei eine Drehdurchführung eine Wand des Gehäuses durchdringt, die an ihrem außerhalb des Gehäuses angeordneten Ende mit einem Hebelgestänge versehen ist, das einen Träger zur Aufnahme der Sonde aufweist.

Eine derartige Einrichtung ist aus der DE-OS 33 37 084 bekannt.

Dort soll die mit einem Ultraschallprüfkopf ausgestattete Sonde nur an einer Position und zwar im unteren Endbereich des Brennelementes in die Räume zwischen den Brennstäben eingefahren werden. Dazu durchdringt die Drehdurchführung die Unterseite des in Höhe des Brennelementfußes abgestellten Gehäuses und trägt über ein Hebelgestänge die Sonde.

Von Seiten der Betreiber von Kernkraftwerken stellt sich nunmehr die Forderung, die Brennstäbe nicht nur an einer STelle sonderen auf mehreren Ebenen auf Wassereinschluß zu prüfen. Aus der DE-OS 34 19 765 ist es zwar bekannt eine Sonde in vertikaler Richtung zu verfahren um die Brennstäbe in mehreren Ebenen nacheinander prüfen zu können. Dazu ist ein Antriebssystem erforderlich, das die vertikale Bewegung der Sonden über eine Brennelementlänge von ca. 4 Metern ermöglicht. Neben dem aufwendigen Antrieb erfordert die Vertikalbewegung in dem wassergefüllten Becken einen großen Zeitaufwand, der noch durch das schrittweise Prüfen in mehreren Ebenen erhöht wird. Da die Prüfung der Brennelemente nur bei abgeschaltetem Reaktor erfolgt, geht die Prüfzeit an der Verfügbarkeit des Kernkraftwerkes verloren.

Es soll daher eine Einrichtung gefunden werden, die eine gleichzeitige Prüfung auf mehreren Ebenen bei reduziertem Zeitaufwand ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Drehdurchführung in Richtung der Wasseroberfläche des Beckens erstreckt ist und daß von der Drehdurchführung mehrerer stationär angeordneter Hebelgestänge auskragen, die an ihren der Drehdurchführung abgewandtem Ende je eine Sonde tragen. Durch die Anordnung von mehreren Sonden ist die gleichzeitige Prüfung in verschiedenen Ebenen des Brennelementes möglich. Eine zeitaufwendiges Verfahren einer Sonde in vertikaler Richtung, um nacheinander in verschiedenen Ebenen prüfen zu können ist nicht erforderlich.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Einrichtung sieht vor, daß die freien Enden der Hebelgestänge über eine Traverse miteinander verbunden sind und daß die Traverse die Sonde trägt. Diese Ausbildung kommt mit zwei Hebelgestängen aus. An der Traverse sind jedoch mehr als zwei Sonden anbringbar. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß das von dem Gehäuse abgewandte Ende der Drehdurchführung in eine Deckplatte geführt ist, die über Streben mit dem Gehäuse verbunden ist. Aufgrund der zusätzlichen Führung wird eine stabilisierte Ausbildung der Einrichtung erzielt.

Anhand von Ausführungsbeispielen und einer Zeichnung wird die erfindungsgemäße Einrichtung beschrieben.

Die in der Zeichnung perspektivisch dargestellte Einrichtung ist in einem wassergefüllten Becken 1 auf einem nicht dargestellten Auflager abgestellt. Ein strichpunktiert angedeutetes Brennelement 2, das aus einer Vielzahl längserstreckter Brennstäbe besteht ist positionsgenau zur Einrichtung, in der Regel auf demselben Auflager, arretiert. Ein wasserdicht gekapseltes Gehäuse 3 enthält einen aus der DE-OS 33 37 084 bekannten Hebeltrieb. Eine Drehdurchführung 4, die die Umsetzung der Bewegung des Hebeltriebes auf eine außerhalb des Gehäuses 3 angeordnetes Hebelgestänge sicherstellt, erstreckt sich durch eine dem Boden 6 des Beckens 1 abgewandte Wand 7 des Gehäuses 3.

Der ca. vier Meter aus dem Gehäuse ragende Bereich der Drehdurchführung 4 ist etwa so lang wie das zu prüfende Brennelment. In der Nähe der Wand 7 und in der Nähe ihres freien Endes trägt die Drehdurchführung je ein spiegelbildlich ausgebildetes Hebelgestänge 5, 6. Zur Stabilisierung der Drehdurchführung ist ihr freies Ende in einer Deckplatte 8 geführt, die über drei Streben 9, 10 und 11 mit dem Gehäuse 3 verbunden ist. Die Bewegung der an der Drehdurchführung angelenkten Holmen 12, 13 des jeweiligen Hebelgestänges 5, 6 werden über die Drehgelenke 14, 15 und die Holme 16, 17 zu dem Drehpunkt 18 übertragen. Ein den Drehpunkt 18 durchsetzender Bolzen 19 ist in einer Tragplatte 20 drehbar gelagert, die ihrerseits mit dem Hebelgestänge 5, 6 verbunden ist. Zwischen den Tragplatten 20 erstreckt sich eine an denselben befestigte Traverse 21 und führt somit die Bewegung der Hebelgestänge 5, 6 mit aus. Die Traverse 21 trägt auf verschiedenen Ebenen Sonden 22, die etwa rechtwinklig von der Traverse auskragen. Eine Sonde 22 besteht aus einem an der Traverse 21 lösbar befestigten Halter 23 und zwei Fingern 24, die an ihrem freien Ende einen Ultraschallprüfkopf 25 tragen. Durch die Verwendung einer Traverse kommt die Einrichtung mit zwei Hebelgestängen aus, obwohl die Traverse mehr als zwei Sonden tragen kann.

Nach einem anderen Ausführungsbeispiel können von der Drehdurchführung 4 so viele Hebelgestänge auskragen, wie Sonden erforderlich sind. Jedes Hebelgestänge trägt dann eine Sonde, so daß die Traverse 21 entfallen kann.

Mit einer einzigen Fahrbewegung in die Räume zwischen den Brennstäben werden die Brennstäbe auf drei Ebenen gleichzeitig geprüft. Eine Sondenbewegung in Richtung der Längserstreckung des Brennelementes ist nicht erforderlich.


Anspruch[de]
  • 1. Einrichtung zur Inspektion eines Kernreaktor-Brennelementes mit einem in die Räume zwischen den längserstreckten Brennstäben einfahrbaren, von einer Sonde getragenen, Ultraschallprüfkopf und mit einem in einem wassergefüllten Becken angeordneten gekapselten Gehäuse zur Aufnahme eines Hebeltriebes zur Bewegung der außerhalb des Gehäuses angeordneten Sonde, wobei eine Drehdurchführung eine Wand des Gehäuses durchdringt, die an ihrem außerhalb des Gehäuses angeordneten Ende mit einem Hebelgestänge versehen ist, das einen Träger zur Aufnahme der Sonde aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehdurchführung (4) in Richtung der Wasseroberfläche des Beckens (1) erstreckt ist und daß von der Drehdurchführung (4) mehrere stationär angeordnete Hebelgestänge (5, 6) auskragen, die an ihren der Drehdurchführung (4) abgewandten Ende je eine Sonde (22) tragen.
  • 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den freien Enden der Hebelgestänge (5, 6) Tragplatten (20) zugeordnet sind, die über eine Traverse (21) miteinander verbunden sind und daß die Traverse (21) die Sonden (22) trägt.
  • 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem Gehäuse (3) abgewandte Ende der Drehdurchführung (4) in einer Deckplatte (8) geführt ist, die über Streben (9, 10, 11) mit dem Gehäuse (3) verbunden ist.






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