Warning: fopen(111data/log202008120549.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Spinnereimaschine mit einer Vielzahl von Arbeitspositionen - Dokument DE3943560A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3943560A1 05.09.1991
Titel Spinnereimaschine mit einer Vielzahl von Arbeitspositionen
Anmelder Zinser Textilmaschinen GmbH, 7333 Ebersbach, DE
Erfinder Bührer, Matthias, 7311 Schlierbach, DE;
Kiehl, Werner, Dr., 7410 Reutlingen, DE;
Heitmann, Uwe, 7320 Göppingen, DE
Vertreter Wilhelm, H., Dr.-Ing.; Dauster, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.12.1989
DE-Aktenzeichen 3943560
File number of basic patent 39418235
Offenlegungstag 05.09.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.09.1991
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
Zusammenfassung Spinnereimaschine mit einer Vielzahl von Arbeitspositionen, die jeweils wenigstens eine angetriebene Walze enthalten.
Angetriebene Walzen von Spinnereimaschinen erstrecken sich über eine einzelne oder eine Vielzahl von Arbeitspositionen und unterliegen im Betrieb Torsions- und Biegebeanspruchungen.
Gemäß der Erfindung ist die Walze als eine Hohlwalze ausgebildet, die auf einer stationären Achse gelagert ist. Die Hohlwalze ist innen drehfest mit einem Rotor eines Elektromotors verbunden, dessen Stator drehfest auf der Achse angeordnet ist.
Verwendung bei Synthetikverarbeitungsmaschinen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spinnereimaschine, insbesondere eine Synthetikverarbeitungsmaschine, mit einer Vielzahl von Arbeitspositionen, die jeweils wenigstens eine angetriebene Walze enthalten.

Bei Spinnereimaschinen, wie beispielsweise Synthetikverarbeitungsmaschinen, insbesondere Streckzwirn- oder Streckspulmaschinen, ist es bekannt, Lieferwerke mit maschinenlangen, endseitig angetriebenen Lieferwalzen zu versehen, die sich über alle Arbeitsstellen einer Maschinenseite in Maschinenlängsrichtung erstrecken. Diese Walzen unterliegen aufgrund ihrer großen Länge sowie aufgrund des jeweils endseitigen Antriebs während des Betriebs zum Teil erheblichen Torsionsbeanspruchungen.

Bei einer Kreuzspulen erzeugenden Maschine ist es bekannt (DE-AS 11 16 340), einen Teil der Antriebsleistung zum Aufwickeln der Kreuzspule durch einen innerhalb einer die Spulenhülse aufnehmenden Spindel angeordneten Elektromotor aufzubringen. Der übrige Teil der Antriebsleistung wird durch eine angetriebene Friktionstrommel aufgebracht, an der die Spule mit ihrem Umfang anliegt.

Es ist auch bekannt (DE-OS 25 32 514), eine Walze zum Abziehen von Kunststoffäden aus einer Spinndüse mit einem innerhalb der zylindrischen Walze angeordneten Stator zu versehen. Der rohrförmige Mantel der zylindrischen Walze ist tangential magnetisierbar und als rohrförmiger Hystereseläufer aus elektrisch gut leitendem Stahl ausgebildet.

Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Spinnereimaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der Antrieb von an Arbeitspositionen laufenden Walzen verbessert ist.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Walze als eine Hohlwalze ausgebildet ist, die auf einer stationären Achse gelagert ist, und daß die Hohlwalze innen drehfest mit einem Rotor eines Elektromotors verbunden ist, dessen Stator drehfest auf der Achse angeordnet ist.

Dadurch ist es möglich, bekannte lange Walzen in mehrere Teilstücke zu unterteilen, die jeweils durch einen eigenen Motor angetrieben werden. Somit wird zum einen eine Walze nicht mehr auf Torsion beansprucht, zum anderen ist die Regelung der Walzengeschwindigkeit durch diese Einzelantriebe verbessert. Eine Walze erstreckt sich beispielsweise über eine Arbeitsstelle oder auch über mehrere Arbeitsstellen. Insbesondere bei Spinnereimaschinen mit sehr vielen Arbeitsstellen ist eine Walze für eine Gruppe von Arbeitspositionen von Vorteil. Durch die Ausbildung der Walze als Hohlwalze verringern sich zudem die Ansprüche an die Lagerung der Walzen. Bekannte, sehr lange Walzen benötigen aufgrund der auftretenden Torsions- oder Biegekräfte eine entsprechend dimensionierte Lagerung. Dies wird bei der Erfindung vermieden, da für dieselbe Länge einer bekannten Walze mehrere erfindungsgemäße Walzen vorgesehen sind und ein Antriebsmotor nicht endseitig, sondern im Inneren einer Walze angebracht ist.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hohlwalze als eine Galette ausgebildet ist. Dadurch ist es möglich, eine Galette an einer Streckeinrichtung einer Streckzwirn-, Streckspulmaschine o. dgl. individuell anzutreiben und zu regeln.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß durch die Achse hindurch elektrische Zuleitungen zu dem Stator gelegt sind, die wenigstens in dem Bereich, in dem die Hohlwalze auf der Achse gelagert ist, im Inneren der Achse verlaufen. Dadurch sind die elektrischen Leitungen zum einen unsichtbar untergebracht und zum anderen verlaufen sie innerhalb der Achse völlig geschützt vor Beschädigungen oder anderen Einflüssen.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen.

Fig. 1 zeigt eine Streckeinrichtung einer Streckmaschine, die eine Vielzahl solcher Streckeinrichtungen aufweist, bei der eine Lieferwalze und eine Galette jeweils als eine einen Antriebsmotor aufnehmende Hohlwalze ausgebildet sind,

Fig. 2 einen Schnitt durch eine Ausführungsform einer Lieferwalze gemäß Fig. 1 und

Fig. 3 eine Ausführungsform einer Hohlwalze für ein Lieferwerk, bei der die Hohlwalze sich über drei Lieferstellen erstreckt und immer einen Motor enthält.

In Fig. 1 durchläuft ein synthetischer Faden (5) ein Lieferwerk (1) einer Streckeinrichtung einer Streckmaschine und läuft in mehreren Schlingen über eine Galette (7) und eine Verlegerolle (6), von der er in Richtung des Pfeils (28) abgezogen wird. Das Lieferwerk (1) besteht aus einer angetriebenen Lieferwalze (2) und einer Druckrolle (3), die nicht angetrieben ist. Die Galette (7) ist ebenfalls angetrieben und verstreckt den in mehreren Schleifen zwischen Verlegewalze (6) und Galette (7) verlegten Faden. Sowohl die angetriebene Lieferwalze (2) als auch die Galette (7) sind als Hohlwalzen ausgebildet und im Inneren mit jeweils einem Antriebsmotor versehen, deren elektrische Zuleitungen durch die Bezugszeichen (4) und (8) gekennzeichnet sind. An einer Streckmaschine sind beispielsweise bis zu 78 solcher als Streckeinrichtung ausgebildete Arbeitspositionen vorgesehen.

Gemäß Fig. 2 drückt die nicht angetriebene Druckrolle (3) auf die Lieferwalze (2) und wird durch die angetriebene Lieferwalze (2) durch Friktion mitgenommen. Die Lieferwalze (2) ist eine Hohlwalze (13), die an ihren Stirnenden über Wälzlagerungen (10) auf einer in einem Maschinengestell (11) drehfest gehaltenen Achse (9) gelagert ist. In den Innenraum (27) der Hohlwalze (13) ist ein Elektromotor eingebaut. Eines der Stirnenden der Hohlwalze (13) ist als ein lösbarer Deckel (19) ausgebildet. Der Elektromotor weist einen Stator (15) auf, der auf der Achse (9) drehfest angebracht ist. Der Elektromotor weist weiterhin einen Rotor (14) auf, der drehfest mit der Hohlwalze (13) verbunden ist. Der Elektromotor ist vorzugsweise als Reluktanzmotor ausgebildet. Der Rotor (14) besteht beispielsweise aus Permanentmagneten, die in das Gehäuse (13) eingeklebt oder auch lösbar in anderer Weise fest mit dem Gehäuse (13) verbunden sind. Die Zuleitung der elektrischen Kabel (4) erfolgt durch eine Bohrung (12), die vom maschinengehäuseseitigen Ende der Achse (9) her in Längsrichtung in die Achse (9) eingebracht ist. Über eine radiale Bohrung im Bereich der Wicklung des Stators (15) sind die Kabel (4) dem Stator (15) zugeleitet.

Die Galette (7) ist entsprechend der Lieferwalze (2) aufgebaut, so daß sie nicht mehr gesondert beschrieben wird.

In Fig. 3 sind Lieferwerke von drei Lieferpositionen in Längsrichtung einer Spinnereimaschine nebeneinander und nicht orthogonal zu einer Maschine wie in den Fig. 1 und 2 angeordnet.

Eine als Hohlwalze (18) ausgebildete Lieferwalze erstreckt sich über drei Lieferpositionen. Auf die Hohlwalze (18) drücken drei nicht angetriebene Druckrollen (16), wobei zwischen jeder Druckrolle (16) und einer auf der Hohlwalze (18) angebrachten Rändelung (17) ein Faden geliefert wird. Die Hohlwalze (18) ist über Lagerungen (21) drehbar auf einer drehfest in einem Maschinengestell (22) gehaltenen Achse (23) gelagert. In die Hohlwalze (18) ist in ähnlicher Weise, wie in Fig. 2, ein Elektromotor eingesetzt. Dazu weist auch die Hohlwalze (18) auf einer Stirnseite einen lösbaren Deckel (20) auf. Der Stator (25) des Elektromotors ist drehfest auf der Achse (23) angeordnet. Der Rotor (24) ist drehfest mit der Hohlwalze (18) verbunden. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist der Elektromotor in der Mitte der Hohlwalze (18) angebracht, wodurch eine günstige Kraftverteilung erreicht ist. Bei einer anderen Ausführungsform ist der Elektromotor zu einer der Stirnseiten der Hohlwalze (18) hin versetzt angeordnet. An beide Enden der Achse (23) schließen weitere Achsen (23) an. Eine solche Anordnung ist beispielsweise geeignet für Streckzwirn- oder Streckspulmaschinen.

Bei einer anderen Ausführungsform einer Hohlwalze gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hohlwalze an einer Stirnseite einen größeren Innendurchmesser aufweist als im übrigen Bereich des Hohlraums. Der Bereich größeren Durchmessers ist für die Aufnahme eines kräftigen Elektromotors vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnereimaschine, insbesondere Synthetikverarbeitungsmaschine, mit einer Vielzahl von Arbeitspositionen, die jeweils wenigstens eine angetriebene Walze enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze als eine Hohlwalze (2, 18) ausgebildet ist, die auf einer stationären Achse (9, 23) gelagert ist, und daß die Hohlwalze (2, 18) innen drehfest mit einem Rotor (14, 24) eines Elektromotors verbunden ist, dessen Stator (15, 25) drehfest auf der Achse (9, 23) angeordnet ist.
  2. 2. Spinnereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (2) der einzelnen Arbeitspositionen Bestandteil von Lieferwerken (1) sind, die jeweils eine an die betreffende Walze (2) angedrückte Druckrolle (3) enthalten.
  3. 3. Spinnereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlwalze (18) sich über mehrere Arbeitspositionen erstreckt, und daß der Hohlwalze (18) mehrere Druckrollen (16) zugeordnet sind.
  4. 4. Spinnereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlwalze als eine Galette (7) ausgebildet ist.
  5. 5. Spinnereimaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Achse (23, 9) hindurch elektrische Zuleitungen (4, 8) zu dem Stator (25) gelegt sind, die wenigstens in dem Bereich, in dem die Hohlwalze (18, 2) auf der Achse (9, 23) gelagert ist, im Inneren der Achse (9, 23) verlaufen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com