PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3230326C2 19.09.1991
Titel Schutzummantelung für einen Innenschlauch
Anmelder Phoenix AG, 2100 Hamburg, DE
Erfinder Katz, Gerd, 2104 Hamburg, DE;
Friederich, Hans-Werner, Dipl.-Ing., 2090 Winsen, DE
DE-Anmeldedatum 14.08.1982
DE-Aktenzeichen 3230326
Offenlegungstag 16.02.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.09.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1991
IPC-Hauptklasse B24C 5/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzummantelung für einen Innenschlauch gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei der Oberflächenbehandlung von Werkstücken aller Art dienen Strahlgebläse, die mit Sand, Strahlgranulat oder anderem ähnlichem feinkörnigen Material arbeiten. Um eine schnelle und gründliche Oberflächenbehandlung bei den Werkstücken zu ermöglichen, werden bei derartigen Strahlgebläsen Höchstgeschwindigkeiten des Granulats angestrebt. Die für solche Strahlgebläse zur Anwendung kommenden Gummischläuche sind daher außerordentlich starken Beanspruchungen ausgesetzt. Sie haben dementsprechend Verstärkungseinlagen, die überdurchschnittlich hohe Drücke aufnehmen können und außerdem Beschichtungen, die gegenüber dem zur Anwendung kommenden Granulaten noch eine verhältnismäßig hohe Lebenserwartung aufweisen. Da die Gefährdung des Bedienungspersonals verhältnismäßig groß ist, wenn aus einem schadhaft gewordenen Schlauch das Granulat aus einer Schadensstelle austritt, ist bereits vorgeschlagen worden, das Schlauchende in Nähe der Strahldüse mit einer Schutzummantelung aus Gummi zu umgeben. Zwischen dem verstärkten Schlauch und dem Schutzschlauch ist ein zylindrischer Raum offen, der nach hinten erweitert ist. Platzt ein derartiger Schlauch in der Schutzmantelzone, so wird das Granulat nach hinten abgelenkt und vermeidet so eine Gefährdung des Bedienungspersonals. Ein derartig mit Schutzummantelung versehener Schlauch ist bereits aus dem deutschen Gebrauchsmuster 81 23 070 bekannt.

Es hat sich als nachteilig erwiesen, daß die dort vorgesehene Schutzummantelung infolge ihrer Flexibilität nicht hinreichend fest im Griff gehalten werden kann. Außerdem stört die Befestigungsschelle, mittels der die Schutzummantelung auf dem Strahlschlauch in Nähe der Düse befestigt ist.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schutzummantelung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem ein festes und sicheres Greifen am Schutzmantel gewährleistet ist. Außerdem soll wegen der Verletzungsgefahr eine störende Schelle in Griffnähe vermieden werden. Weiterhin soll auch das Austauschen der Schutzummantelung vereinfacht und sicherer werden.

Gelöst wird diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Schutzummantelung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale.

Durch die hohe Festigkeit des konisch gestalteten Schutzmantels wird zunächst ein sicherer Griff ermöglicht, so daß das Bedienungspersonal den Strahlschlauch sicher halten kann. Durch das Abrunden des radialen Endflansches werden auch kleinere Verletzungen bei der Handhabung des Strahlschlauches mit Sicherheit vermieden. Durch dem am Ende des Schutzmantels befestigten Schutzschlauch aus Gummi kann wie bisher ein eventuell austretendes Granulat nach hinten abgelenkt werden. Die Konizität des Schutzmantels oder seiner Innenfläche ist verhältnismäßig gering. Sie ist nur so groß, daß der Schutzschlauch am Ende leicht aufgezogen werden kann und einen zylindrischen Spalt von einigen Millimetern zum Innenschlauch offenbleibt.

Am vorderen Ende des Schutzmantels ist die konische Gestaltung so ausgeführt, daß eine unmittelbare Abstützung auf dem Schlauch entsteht. Der Schutzmantel besteht vorzugsweise aus Metall oder hartem Kunststoff.

Der konisch gestaltete Schutzmantel ist am vorderen Ende am Endflansch mit verschiedenen Befestigungsmitteln ausgerüstet. Es kann sich dabei um eine Kupplungsklaue oder auch um einen Bundspannring handeln. Bei der Kupplungsklaue, die vorzugsweise aus zwei Klauen besteht, wird ein zylindrisches Teil, das ebenfalls Klauen aufweist, mit den am Flansch angeordneten Klauen verriegelt. Die Innenfläche dieses vorgesetzten zylindrischen Teils ist fest mit dem Innenschlauch verbunden und besitzt an der vorderen Stirnseite eine Einrichtung zum Befestigen der Strahldüse. Wird ein Bundspannring verwendet, so kann dieser ebenfalls eine Hülse umfassen, an der die Düse befestigt ist. Auch hier dient die Innenfläche zur Aufnahme des Strahlschlauches. Am anderen weiter offenen Ende des Schutzmantels ist das Schutzschlauchende mittels Schelle in eine Ringnut eingepreßt. Der Schutzmantel sollte dabei zweckmäßigerweise so lang sein, daß es den betrieblichen Anforderungen voll gerecht wird. Dazu genügt eine Länge von 50 - 100 cm. Der Schutzschlauch ist je nach Betriebsbedingungen jedoch einige Meter lang, er ist dem Innenschlauch angepaßt.

Die Erfindung wird in Verbindung mit zwei Abbildungen beispielsweise beschrieben. Die Abb. 1 und 2 zeigen Querschnitte durch eine Schutzummantelung und unterscheiden sich im wesentlichen durch die unterschiedliche Ausbildung des konisch gestalteten Rohres am radialen Flansch und die daran angeordnete Befestigungseinrichtung.

Nach Abb. 1 ist ein Innenschlauch (1) aus Gummi mit kräftigen Verstärkungseinlagen versehen. Der Schlauch (1) ist von einem konischen Schutzmantel (2) umgeben, dessen Konizität nach hinten erweitert ist. In Nähe des Flansches (3) liegt der Schutzmantel das Rohr (2) fest auf dem Schlauch (1) auf. Der Flansch (3) ist mit einem Klauenpaar (4) und (5) versehen, so daß die Klauen (6) und (7) eines zylindrischen Rohres (8) fest verriegelt werden können. Der Schlauch (1) ist gleichzeitig mit dem Rohr (8) durch entsprechende Rippen (9) zusätzlich fixiert. An der Stirnseite (10) des Rohres (8) ist die nicht dargestellte Düse befestigt. Am unteren Ende des konischen Schutzmantels (2) ist der Schutzschlauch (11) befestigt. Dieser wird mittels einer Spannschelle (12) fest in eine Nut (13) des konischen Schutzmantels (2) gepreßt. Auf diese Weise entsteht eine schnelle und sichere Verbindung zwischen dem Schutzschlauch (11) und dem Schutzmantel Rohr (2). Falls am Strahlschlauch (1) ein Schaden eintritt, kann das Granulat durch den Ringspalte (14) nach hinten entweichen, ohne daß das Bedienungspersonal in Gefahr gerät.

Nach Abb. 2 ist das konische Rohr (15) mit einem abgerundeten Flansch (16) versehen. In Abweichung zu Abb. 1 ist an diesem Flansch (16) ein Bundspannring (17) befestigt. Dieser kann durch eine Klemmspange (18) den zylindrischen Teil (19) mit großer Festigkeit umfassen. An dem zylindrischen Teil (19) kann die Düse befestigt werden. Diese Ausführung zeichnet sich durch eine besonders einfache Befestigung des vorderen Schlauchendes und der Düse aus, so daß ein Austauschen besonders schnell erfolgen kann.


Anspruch[de]
  1. 1) Schutzummantelung aus Gummi oder gummiähnlichem Material für einen mit Verstärkungseinlagen versehenen Innenschlauch aus Gummi für ein Strahlgebläse, wobei sich zwischen der Schutzummantelung und dem Innenschlauch (Strahlschlauch) ein zylindrischer Hohlraum befindet, der nach hinten offen ist, und wobei die Schutzummantelung mittels einer Spannschelle befestigt ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a) die Schutzummantelung besteht aus einem Schutzschlauch (11), der am hinteren Ende eines zusätzlichen Schutzmantels (2, 15) befestigt ist, wobei die Spannschelle (12) den Schutzschlauch (11) in eine äußere Ringnut (13) des Schutzmantels (2, 15) einpreßt;
    2. b) der Schutzmantel (2, 15) besteht aus einem innen leicht konisch gestalteten Rohr hoher Festigkeit mit einem abgerundeten und an seinem vorderen Ende angeordneten radialen Endflansch (3) und einem daran angeordneten Befestigungsmittel für die Strahldüse;
    3. c) der Schutzmantel (2, 15) liegt in der Nähe des Endflansches (3) fest am Innenschlauch (1) an, während durch den konischen Bereich des Schutzmantels (2, 15) ein sich nach hinten geöffneter Hohlraum gebildet wird.
  2. 2) Schutzummantelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel am Endflansch (3) des Schutzmantels (2) als Kupplungsklaue (4, 5) ausgebildet ist.
  3. 3) Schutzummantelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel als Bundspannring (17) ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com