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Dokumentenidentifikation DE4108562A1 19.09.1991
Titel Mischung zur Herstellung eines Holzbetonestrichs
Anmelder Stark, Robert, Wien, AT
Erfinder Stark, Robert, Wien, AT
Vertreter Geyer, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 15.03.1991
DE-Aktenzeichen 4108562
Offenlegungstag 19.09.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1991
IPC-Hauptklasse C04B 18/26
IPC-Nebenklasse C04B 16/06   C04B 18/16   C04B 18/14   C04B 14/12   C04B 14/18   C04B 28/02   E04F 15/12   
IPC additional class // (C04B 28/02,18:26)C04B 16:06,18:16,18:14,14:12,14:18  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Mischung zur Herstellung eines Betonestrichs unter Verwendung von zerkleinertem Holz und Bindemittel, wobei die Mischung aus einem hydraulischen Bindemittel und einer Zuschlagmischung aus entstaubten und imprägnierten Holzflocken mit einer Flockengröße von bevorzugt 4 bis 8 mm, weiters Hartschaumstoff in Granulat- oder Flockenform, wie etwa Styropor, sowie Keramiksplittern besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Estrichmischung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Holzbetonestriche aus Holzspänen, gebunden mit diversen chemischen Mitteln, sind bekannt. Solche Estriche bilden häufig Blasen und weisen auch Risse auf. Die Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb ist gering.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Estrich zu schaffen, der gegenüber bekannten Estrichen in wesentlich geringerem Ausmaß zu Blasen- und Rißbildung neigt und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb besitzt.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe dienen erfindungsgemäß die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Die Ansprüche 2 und 3 betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Mischung.

Das erfindungsgemäße Produkt ist eine Estrichmischung, die nur eines üblichen, hydraulischen Bindemittels, wie etwa Zement oder Gips, bedarf.

Die Estrichmischung besteht aus Holzflocken mit einer Flockengröße von bevorzugt 4 bis 8 mm, wobei es wesentlich ist, daß die Holzflocken entstaubt sind, um eine gute Bindung im fertigen Estrich zu erreichen. Weiter werden die Holzflocken gegen Feuchtigkeitsaufnahme imprägniert. Die Flocken werden mit Hartschaumstoff- Granulat oder -Flocken, z. B. Styropor, und Keramiksplittern (Mineralsplittern) in ausgewogener Dosierung vermengt, wobei es auf das Mengenverhältnis der einzelnen Bestandteile zueinander ankommt. Die Zuschlagmischung besteht aus zwei Raumteilen der vorgenannten Holzflocken, ein bis ein/einhalb Raumteile Hartschaumstoff- Granulat mit 3 bis 6 mm Korngröße sowie 1/6 bis 1/3 Raumteile Keramiksplitter einer Korngröße von 0 bis 5 mm. Diese Mischung gibt nach Zugabe des hydraulischen Bindemittels eine schaufelgerechte, streichfähige Masse, die ohne maschinelle Verdichtung, nach dem Trocknen, den gewünschten fußwarmen Estrich ergibt. Der Härtegrad des Estrichs ist außerdem durch Wahl der Menge der Keramikanteile regelbar. Die sorgfältige Entstaubung der Holzflocken ist notwendig, da es sonst bei nichtmaschineller Verdichtung zu unerwünschten Nestbildungen kommen würde. Die verarbeitungsmäßig günstigen Kleinteile in der Estrichmasse werden durch Beigabe der Keramiksplitter erreicht. Als Keramiksplitter werden vorzugsweise Ziegelsplitt, Gas-Beton-Grieß, Perlite, Bimsstein-Grieß, Schlacken-Granulat, Blähton u. ä. eingesetzt. All diese Materialien sowie auch die Holzflocken sind umweltfreundliche Produkte, die aus Recycling-Prozessen stammen.


Anspruch[de]
  1. 1. Mischung zur Herstellung eines Holzbetonestrichs unter Verwendung von zerkleinertem Holz und Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus einem hydraulischen Bindemittel und einer Zuschlagmischung aus entstaubten und imprägnierten Holzflocken mit einer Flockengröße von bevorzugt 4 bis 8 mm, weiter Hartschaumstoff in Granulat- oder Flockenform, wie etwa Styropor, sowie Keramiksplittern besteht.
  2. 2. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagmischung aus zwei Raumteilen Holzflocken, 1 bis 1,5 Raumteilen Hartschaumstoff in Granulatform von einer Korngröße zwischen 3 und 6 mm und 1/6 bis 1/3 Raumteilen Keramiksplitter einer Korngröße von 0 bis 5 mm besteht.
  3. 3. Mischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramiksplitter Splitter von Ziegeln, Gasbeton, Perlite, Bimsstein, Blähton, Schlacke sind.






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