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Dokumentenidentifikation DE4110733A1 10.10.1991
Titel Getriebe
Anmelder Zahnradfabrik Friedrichshafen AG, 7990 Friedrichshafen, DE
Erfinder Härdtle, Willy, 7778 Markdorf, DE;
Herlitzek, Werner;
Schobinger, Alfred, 7990 Friedrichshafen, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.1991
DE-Aktenzeichen 4110733
Offenlegungstag 10.10.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.10.1991
IPC-Hauptklasse F16H 3/46
IPC-Nebenklasse E02F 9/20   F16H 57/08   F16H 57/00   F16H 57/02   F16H 57/04   
Zusammenfassung Dieses Getriebe findet insbesondere Anwendung in Baumaschinen und besteht aus einem schaltbaren Planetengetriebe (9), das ohne zusätzlichen Platzbedarf im gleichen Getriebegehäuse (1) für ein einfaches Stirnzahnrad (3) von diesem selbst antreibbar ist. Das antreibende Stirnzahnrad bildet dabei ein außen- und innenverzahntes Hohlrad des Planetengetriebes (9). Dessen an sich gegenüber der Abtriebswelle (6) drehbare Sonnenradhohlwelle (17) ist mittels einer Kriechgangschiebemuffe (25) gegenüber dem Gehäuse (4) oder gegenüber einem Stegflansch (14) blockierbar. Im ersten Falle treibt das Hohlrad (3) über die Planetenräder (19) und seine eine auf der Abtriebswelle (6) drehfeste Stegflanschnabe (15) mit hoher Untersetzung ab. Bei Verbindung der Sonnenradhohlwelle (17) mittels der Schiebemuffe (25) mit der kupplungsseitigen Stegflanschnabe (14) nehmen die dann zum Stegflansch (15) blockierten Planetenräder (19) die Planetenbolzen (16) und den Stegflansch (15) auf der Abtriebswelle (6) mit gleicher Drehzahl mit, also ohne Untersetzung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getriebe nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Getriebe dieser Art, die unter anderem als Lastschaltwendegetriebe für schwere Baumaschinen usw. verwendet werden, sind durch die DE-A1 25 29 248 bekannt. Dabei wird ein einziges außenverzahntes Stirnrad auf einer Abtriebwelle, welche über im Getriebegehäuse befindliche Lager auf beiden Seiten abgestützt wird, von einem Zahnrad auf einer vorgeschalteten Zwischenwelle angetrieben. In der Regel besitzt die Abtriebswelle an beiden Enden Anschlußflansche außerhalb des eigentlichen Getriebegehäuses, welche ihrerseits z. B. die Vorder- und Hinterachsantriebe eines Fahrzeuges treiben. Um möglichst vielen Einbauverhältnissen gerecht zu werden, darf der Abstand zwischen den Anschlußflanschen und der Abstand zwischen diesen und dem Stirnzahnrad nur gering sein.

Bei der Verwendung dieser Getriebe unter extremen Verhältnissen, z. B. mit Sonderfahrzeugen an großen Steigungen bzw. schlechten Bodenbeschaffenheiten oder bei schwierigen Transporten, zeigte sich ein Bedarf an einer zusätzlichen Untersetzungsstufe, z. B. einem Kriechgang.

Die Aufgabe der Erfindung wird darin gesehen, bei einem Getriebe der eingangs geschilderten Art eine zusätzliche zuschaltbare Untersetzungsstufe zu schaffen, ohne den Bedarf an Einbauraum nennenswert zu vergrößern.

Die Lösung dieser Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 insbesondere dadurch erreicht, daß der Zahnkranz des Stirnrades auch innen verzahnt ist und konzentrisch innerhalb desselben der innen verzahnte Zahnkranz als Hohlrad nutzendes, zuschaltbares Planetengetriebe vorgesehen ist, dessen Planetenräder mit dem Stirnrad und einem Sonnenrad kämmen, wobei eine Hohlwelle des Sonnenrades über eine Kupplung in einer ersten Schaltstellung mit einem Planetenträger der Planeten verbindbar und der Planetenträger mit der Abtriebswelle drehfest verbunden ist.

Der hierzu benötigte axiale Freiraum ist praktisch gleich groß gegenüber der bisher für das einfache Stirnrad erforderlich gewesenen Breite. Grünstig ist auch die mit der nahezu vollständigen Umhüllung des Planetengetriebes durch die Außenwände des Hohlrades und durch die Abtauchung im Getriebesumpf erzielte hohe Geräuschdämmung und günstige Wärmeabfuhr an das Öl. Die Möglichkeit, die Schiebemuffen-Schaltbetätigung für dieses Planetengetriebe auf gleicher Drehachse anzuordnen wie eine ebenfalls fakultativ nachrüstbare Achsabschaltvorrichtung, erleichtert die ergonomisch günstige Anordnung der Bedienungselemente für beide Kupplungen. Weitere Vorteile ergeben sich aus den besondere Ausgestaltungsmaßnahmen beschreibenden Unteransprüchen.

Mit einer als Klauenkupplung gestalteten Kupplung, bei der die Schiebemuffe mit einer Kupplungsverzahnung an einem Gehäusekragen und mit einer Kupplungsverzahnung an der Sonnenradhohlwelle zusammenwirkt, kann zwischen beiden Schaltstellungen eine Neutralstellung vorgesehen werden.

Dadurch, daß sowohl die kupplungsseitige Nabe des einen Stegflansches als auch dessen auf der Abtriebswelle drehfest gehalterte kupplungsabgewandte Nabe entsprechend großen Naben beidseits des Hohlrades als Laufflächen bzw. Lager dienen, während die Naben des Hohlrades ihrerseits von in Gehäusewänden abgestützten Wälzlagern außen umfaßt sind, wird eine unmittelbare Krafteinleitung des Getriebes in das Gehäuse ohne lange, Biegekräfte verursachende Abstände erreicht.

Dadurch, daß sich mindestens das kupplungsseitige, der die Hohlradnaben außen umfassenden Wälzlager in einem Gehäusesteg befindet, der mit einem die Schiebemuffen und die Kupplung axial überkragenden Lagergehäusedeckel gehalten ist, der eine etwa radial über dem zugeordneten Hohlradnaben-Wälzlager befindliche Flanschebene am Gehäuse abdichtet und eine ausreichend große lichte Öffnung zum seitlichen Einsetzen des Stirnzahnrades aufweist, wird das fakultative Auswechseln bzw. Nachrüsten des Stirnrades gegen ein im Durchmesser gleich großes Stirnrad mit innerem Planetengetriebe ermöglicht, ohne daß dazu über dem Stirnrad befindliche Wellen oder Zahnräder usw. demontiert werden müßten.

Dadurch, daß die Kupplung in einem der Lagergehäusedeckel vorgesehen wird, ergibt sich eine besonders einfache Nachrüstbarkeit bzw. Austauschbarkeit.

Dadurch, daß die Sonnenradwelle gegenüber dem auf der Abtriebswelle gehalterten kupplungsabgewandten Stegflansch und gegenüber einem ihrer Kupplungsverzahnung axial vorgeordneten Ringbund auf der Abtriebswelle durch Anlaufscheiben axial fixiert ist, kann ohne weiteren Platzbedarf in axialer Richtung vermieden werden, daß z. B. durch Schaltkräfte an der Schiebemuffe das Hohlrad gegenüber dem seinen Außenzahnkranz antreibenden Antriebsrad aus der Flucht geschoben wird.

Dadurch, daß die Sonnenradhohlwelle an ihrem freien Ende mittels eines Nadellagers gegen die Abtriebswelle reibungsgünstig abgestützt ist, kann im Zusammenwirken mit den ebenfalls nadelgelagerten Planetenbolzen ein günstiger Wirkungsgrad der Getriebeendstufe erreicht werden.

Dadurch, daß die Abtriebswelle mit einer an ein Druckölversorgungssystem angeschlossenen Zentralbohrung versehen ist, aus welcher Radialkanäle zumindest zu den Lagern der Hohlradnaben und der Planetenräder führen, ist die zuverlässige Schmierung auch der normaler Spritzölkühlung weniger zugänglichen inneren Schmierstellen zuverlässig sichergestellt.

Dadurch, daß der untere Bereich des Stirnzahnrades von einer bis etwa zur Mitte der Abtriebswelle hochreichenden eigenen Ölwanne eng umgeben ist und zumindest die eine Stirnwand des Hohlrades mit mehreren Axialbohrungen im Bereich der Hohlradinnenverzahnung versehen ist, wird ein intensiver radialer Öldurchfluß durch das Planetengetriebe weiter sichergestellt.

Für den Fall, daß die Abtriebswelle axial vor der drehfest aufgezogenen Stegflanschnabe einer Abschaltkupplung zu einer mit einem Führungszapfen in sie konzentrisch eingeschobenen Wellenverlängerung hat, die aus je einer gleich großen Mitnehmerverzahnung auf beiden freien Enden der Abtriebswelle und der Wellenverlängerung und einer darauf axial verschieblichen Schiebemuffe besteht, wobei die Wellenverlängerung auf der kupplungsabgewandten Seite des Hohlrades von einem eigenen Wälzlager in einem die Abschaltkupplung axial übergreifenden deckelförmigen Lagergehäuse gehaltert ist, dessen Flanschbund die äußere Axialfixierung des Außenringes des zugehörigen Hohlradnabenlagers bildet, besteht die Möglichkeit, die Getriebeendstufe ohne Beeinträchtigung des Planetengetriebes mit einer ebenfalls fakultativ nachrüstbaren Abschaltmöglichkeit für die triebliche Abtrennbarkeit eines der Wellenenden, z. B. für Schnellfahrten, vorzusehen.

Durch die Verwendung eines Rollenlagers auf der einen Hohlradnabe und eines Kugellagers auf der anderen Hohlradnabe lassen sich auch Wärmedehnungen im Bereich des Planetengetriebes ohne unzulässige Klemmwirkungen bewältigen.

Beschädigungsgefahren für das Getriebe beim Umschalten sind mit einem Ansteuerungssystem vermeidbar, das z. B. Schaltungen der Getriebeendstufe nur im Stillstand bzw. bei Motordrosselung gestattet.

Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombinationen der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und einzelnen Anspruchsmerkmalen aus der Aufgabenstellung. So ist es beispielsweise denkbar, das Stirnzahnrad auch als Riemenscheibe oder Kettentrieb auszugestalten.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Getriebe in der Anwendung als Verteilergetriebe für ein Fahrzeug mit Vorder- und Hinterradantrieb bei eingeschaltetem Kriechgang und zugeschaltetem Vorderachsantrieb.

Fig. 2 zeigt die untere Hälfte des gleichen Getriebes mit abgeschaltetem Kriechgang und abgeschaltetem Vorderachsantrieb.

In Fig. 1 umschließt das Getriebegehäuse 1 in seinem unteren Bereich ein vorgeschaltetes Zahnrad 2 und ein Stirnzahnrad 3 der Getriebeendstufe. In je einem deckelartigen Lagergehäuse 4, 5 ist die vom Zahnrad 2 über das Stirnzahnrad 3 angetriebene Antriebswelle 6 in Lagern 7 radial abgestützt und axial fixiert durch Sicherungsringe 8 auf der Außenseite der Außenringe der Lager 7 in der Innenwand des jeweiligen Lagergehäuses 4 bzw. 5. Eine Achsabschaltkupplung 31 für den Vorderradantrieb liegt links vom Sonnenrad 44. Eine Kupplung 45 zum Zu- oder Abschalten des Getriebes 1 liegt im Bild rechts vom Sonnenrad 44.

Das Stirnzahnrad 3 verfügt hier über je einen außen- und innenverzahnten Zahnkranz 42, 43 und bildet ein Hohlrad mit zwei ein Planetengetriebe 9 radial stirnseitig überdeckenden Hohlradstegen 10, 11, von deren Innendurchmesser Naben 12, 13 in Achsrichtung nach außen hervorkragen. Beide Naben 12, 13 sind drehbar geführt auf jeweils einer Stegnabe 14, 15, welche dem Planetenträger 46 der Planetenbolzen 16 beidseits angeformt sind. Davon ist die in der Zeichnung links dargestellte Stegnabe 15 auf die Antriebswelle 6 drehfest auf eine Keilverzahnung aufgeschoben, während die andere Stegnabe 14 auf einer von ihr umschlossenen Sonnenrad-Hohlwelle 17 drehbar gelagert ist. Auf ihrem unter der Hohlradnabe 12 axial hervorkragenden freien Ende hat die Stegnabe 14 eine Kupplungs-Mitnahmeverzahnung 24. Die Sonnenradwelle 17 ist einerseits über die mit dem Sonnenrad 44 kämmenden Planetenräder 19 gegen die Innenverzahnung der als Hohlrad dienenden Stirnzahnrades 3 und andererseits über ein Nadellager 20 radial unter der Kupplungsverzahnung 18 zur Abtriebswelle 6 drehbar gelagert. Die Planetenräder 19 sind vorzugsweise ebenfalls mit Nadellagern 21 auf den Planetenbolzen geführt. Die Hohlradnaben 12, 13 sind durch Wälzlager 22, 23 gegenüber dem Getriebegehäuse 1 bzw. Zwischenwänden desselben radial abgestützt. Dabei ist das kupplungszugewandte Lager 22 vorzugsweise ein Kuppellager, während das kupplungsabgewandte Lager 23 vorzugsweise ein Rollenlager ist. Die Sonnenradwelle 17 hat unmittelbar axial vor der Kupplungsverzahnung 18 der Stegradnabe 14 eine entsprechende axiale Kupplungsverzahnung 24, in der Länge einer auf ihr verschieblichen Schiebemuffe 25, und ihr ist auf einem vom Gehäuse 4 her gegen sie nach innen vorkragenden Gehäusekragen 26 eine ebenfalls entsprechende, gehäusefeste Kupplungsmitnahmeverzahnung 27 zugeordnet. Axial zwischen der Sonnenradwelle 17 bzw. deren Nadellager 20 und einem der Abtriebswelle 6 vor dem kupplungsseitigen Lager 7 angeformten Ringbund 29 befindet sich eine Anlaufscheibe 28. Ist die lichte Öffnung 30 des kupplungsseitigen Lagergehäuses 4 im Getriebegehäuse 1 ausreichend groß, kann das Stirnzahnrad 3 samt mindestens einer zugehörigen Nabe 10 von der Seite her in das Getriebe 1 eingebaut werden.

Ist das hier beschriebene Getriebe 1 ein Verteilergetriebe mit abschaltbarem Vorderachsantrieb, so kann, wie im Beispiel gezeigt, die Abtriebswelle 6 innerhalb der Lager 7 noch unterteilt und eine Axialabschaltung 31 der drehfesten Stegnabe 15 außen vorgeordnet sein. Dazu hat die Abtriebswelle 6 axial vor der drehfest auf ihr aufgezogenen Stegflanschnabe 15 einen ebenfalls in die vorhandene und nur entsprechend verlängerte Keilverzahnung eingreifend, einen Mitnehmerzahnkranz 32 mit der Breite einer weiteren Schiebemuffe 33 und etwa radial darunter eine Innenlagerbohrung 34, in welcher ein entsprechender Einsteckzapfen der außen vorgeordneten Wellenverlängerung 35 paßt und dort ein Nadellager 36 aufweist. Die Wellenverlängerung 35 ist mit einem an die Stirnseite der Abtriebswelle 6 heranreichenden Außenbund 37 versehen, der eine mit der Schiebemuffe 33 in Eingriff bringbare drehfeste Mitnahmeverzahnung aufweist. Axial zwischen dem Außenbund 37 der Wellenverlängerung 35 und dem zugeordneten Lager 7 ist eine Ölzufuhrbuchse 38 mit radialem Kanal zu einer inneren Zentralbohrung 39 aus der Wellenverlängerung 35 in die eigentliche Abtriebswelle 6 führend vorgesehen. Davon gehen diverse radial Stichkanäle speziell zu den Gleit- oder Wälzlagern bei 12, 14 und 13, 15 sowie bei 16 und zu den Planetenrädern 19 ab.

Eine das Stirnzahnrad 3 in seinem unteren Bereich eng umschließende eigene Ölwanne 40 und Axialbohrungen 41 auf der Höhe der Innenverzahnung durch die Hohlradstege sorgen dafür, daß jederzeit eine ausreichende Versorgung der Zahnkränze und Lager mit Öl sichergestellt ist.

Die Schiebemuffe 25 für die Getriebeendstufe ergibt in der Position nach Fig. 1 eine Arretierung der Sonnenradhohlwelle 17 am Gehäuse 1 bzw. 4, so daß das Hohlrad 3 über die Planetenräder 19 und die Planetenbolzen 16 die Stegradnabe 15 bzw. die Welle 6, 35 stark untersetzt antreibt.

Fig. 2 zeigt dazu im Unterschied die Schiebemuffe 25 für die Kupplung 45 nur im Eingriff mit der Sonnenradhohlwelle 17 und außer Eingriff mit dem Ringbund 26, so daß keine Blockierung des Planetengetriebes 9 und damit auch keine Untersetzung zustande kommt. Vielmehr wirkt dann das bei praktisch gleichem axialen Bauraum auch als Planetengetriebehohlrad dienende Stirnzahnrad 3 nur als einfaches Zahnrad, das über die Planetenräder 19 die zum Stegflansch 15 blockierte Sonnenradwelle 17 die Abtriebswelle 6 unübersetzt antreibt.

Ein nicht gezeichnetes, an sich beliebiges Ansteuerungssystem kann Getriebeschäden infolge unzulässiger Beanspruchungen bei zugeschalteter Untersetzungsstufe dadurch vermeiden, daß es eine Umschaltung nur bei Fahrzeugstillstand und bei eingelegten unteren Gängen bzw. vorgegebener Motordrosselung ermöglicht.

Die im Beispiel noch gezeigte Achsabschaltkupplung 31 kann je nach Bedarf verwendet und unabhängig von der Kriechgangkupplung 45 betätigt werden. Mit den aufgezeigten Mitteln ist es gelungen, in ein an sich beliebiges vielseitig verwendbares Mehrstufengetriebe eine zusätzliche Untersetzungsstufe derart zu integrieren, daß gegenüber einer bisher allein bekannten Einfachlösung ein stark erweiterter Einsatzbereich ohne wesentliche Gehäuseänderungen bei gleichem Platzbedarf und notfalls auch nachrüstbar geschaffen werden kann.

Bezugszeichen

1 Getriebegehäuse

2 vorgeschaltetes Zahnrad

3 Stirnzahnrad der Getriebeendstufe

4 Lagergehäuse rechts

5 Lagergehäuse links

6 Abtriebswelle

7 Wellenlager in 4, 5

8 Sicherungsringe für 7

9 Planetengetriebe

10 Hohlradsteg rechts

11 Hohlradsteg links

12 Hohlradnabe rechts

13 Hohlradnabe links

14 Stegnabe rechts

15 Stegnabe links

16 Planetenbolzen

17 Sonnenrad-Hohlwelle

18 Kupplungsverzahnung auf 14

19 Planetenräder von 9

20 Nadellager von 17

21 Nadellager von 19

22 Kugellager auf 12

23 Rollenlager auf 13

24 Kupplungsverzahnung auf 17

25 Schiebemuffe

26 Gehäusekragen gegen 17

27 Kupplungsverzahnung auf 26

28 Anlaufscheibe bei 26

29 Ringbund von 6

30 Öffnung für Lagergehäuse 4

31 Achsabschaltkupplung auf 6

32 Mitnehmerzahnkranz für 3

33 Schiebemuffe von 31

34 Innenlagerbohrung von 6

35 Wellenverlängerung mit Einsteckzapfen

36 Nadellager für 35

37 Außenbund mit Mitnahmeverzahnung

38 Ölzuführbuchse

39 Zentralbohrung

40 Ölwanne für 3

41 Axialbohrungen in 10

42 Außenverzahnung von 3

43 Innenverzahnung von 3

44 Sonnenrad

45 Kupplung

46 Planetenträger


Anspruch[de]
  1. 1. Getriebe, insbesondere für Baumaschinen, bei dem die Abtriebswelle (6) in gegenüberliegenden Gehäusewänden gelagert ist und über ein einziges, außenverzahntes Stirnzahnrad (3) mit einem Zahnrad (2) auf einer vorgeschalteten Zwischenwelle trieblich verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß das Stirnzahnrad (3) zusätzlich zu seiner Außenverzahnung (42) eine Innenverzahnung (43) aufweist,
    2. - in welcher Planetenräder (19) kämmen, die sowohl mit dem Stirnzahnrad (3) als auch einem Sonnenrad (44) kämmen,
    3. - und daß eine Hohlwelle (17) des Sonnenrades (44) über eine Kupplung (45) in einer ersten Schaltstellung mit dem Gehäuse (1) und in einer zweiten Schaltstellung mit einem Planetenträger (46) der Planetenräder (19) verbindbar ist,
    4. - wobei der Planetenträger (46) mit der Abtriebswelle (6) drehfest verbunden ist.
  2. . Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Kupplung (45) eine Klauenkupplung mit einer Schiebemuffe (25) ist,
    2. - deren Mitnahmeverzahnung (32) mit einer Kupplungsverzahnung (27) an einem Gehäusekragen (26) und mit einer Kupplungsverzahnung (24) an der Sonnenradhohlwelle (17) zusammenwirkt, und
    3. - daß die Schiebemuffe (25) zwischen den beiden Schaltstellungen eine Neutralstellung einnimmt.
  3. 3. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Abtriebswelle (6) in Lagergehäusen (4, 5) gelagert ist,
    2. - die mit dem Gehäuse (1) lösbar verbunden sind und Öffnungen im Gehäuse (1) abdecken, von denen mindestens eine die Montage der vormontierten Abtriebswelle (6) zuläßt.
  4. 4. Getriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (45) in einem der beiden Lagergehäuse (4, 5) angeordnet ist.
  5. 5. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonnenradhohlwelle (17) gegenüber dem auf der Abtriebswelle (6) gehalterten kupplungsabgewandten Stegflansch (15) und gegenüber einem ihrer Kupplungsverzahnung (24) axial vorgeordneten Ringbund (29) auf der Abtriebswelle (6) durch Anlaufscheiben (28) axial fixiert ist.
  6. 6. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonnenradhohlwelle (17) an ihrem freien Ende mittels eines Nadellagers (20) gegen die Abtriebswelle (6) abgestützt ist.
  7. 7. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Abtriebswelle (6) eine an ein Druckölversorgungssystem angeschlossene Zentralbohrung (39) aufweist,
    2. - aus welcher Radialkanäle zumindest zu den Lagern der Hohlradnaben (12, 13) und zu den Planetenradlagern (21) führen.
  8. 8. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß der untere Bereich des Stirnzahnrades (3) von einer bis etwa zur Mitte der Abtriebswelle (6) hochreichenden eigenen Ölwanne (40) eng umgeben ist
    2. - und daß zumindest ein Hohlradträgersteg (10) mit mehreren Axialbohrungen (41) versehen ist.
  9. 9. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Abtriebswelle (6) axial vor der drehfest aufgezogenen Stegflanschnabe (15) eine Abschaltkupplung (31) zu einer Wellenverlängerung (35) aufweist,
    2. - welche mit einem Führungszapfen in eine ihr zugewandte Innenlagerbohrung (34) der Antriebswelle (6) mit einem Führungszapfen eingesteckt ist,
    3. - und welche aus je einer gleich großen Mitnahmeverzahnung auf den freien Enden der Abtriebswelle (6) und der Wellenverlängerung (35) sowie einer auf diese Mitnahmeverzahnungne axial verschieblichen Schiebemuffe (33) besteht,
    4. - wobei die Wellenverlängerung (35) von einem eigenen Wälzlager (7) geführt ist, das in einem die Abschaltkupplung (31) axial übergreifenden Gehäuseseitendeckel (5) gehalten ist,
    5. - dessen Flanschbund die äußere Axialfixierung des Außenringes des zugewandten Hohlradnabenlagers (23) bildet.
  10. 10. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (22) der kupplungszugewandten Hohlradnabe (12) gegenüber dem Gehäuse (1) ein Kugellager (22) und das Lager (23) der kupplungsabgewandten Hohlradnabe (13) gegenüber dem Gehäuse (1) ein Rollenlager ist.
  11. 1. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß ein Ansteuerungssystem für die Betätigung der Kupplung (45) vorhanden ist,
    2. - welches deren Umschaltung nur bei Fahrzeugstillstand ermöglicht
    3. - und welches deren Umschaltung nur in den unteren Gängen des Fahrzeuggetriebes bzw. bei einer vorgegebenen Motordrosselung ermöglicht.






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