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Dokumentenidentifikation DE4013464A1 31.10.1991
Titel Gummieren der Druckform einer Druckmaschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 6900 Heidelberg, DE
Erfinder Rodi, Anton, 6906 Leimen, DE;
Beisel, Hermann, 6909 Walldorf, DE;
Müller, Bernd, 6907 Nußloch, DE
DE-Anmeldedatum 27.04.1990
DE-Aktenzeichen 4013464
Offenlegungstag 31.10.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.1991
IPC-Hauptklasse B41F 7/24
IPC-Nebenklasse B05C 1/08   B05D 1/28   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einem Farb- und einem Feuchtwerk, welche mittels Farb- und Feuchtauftragwalzen mit einer Druckform zusammenwirken, und mit einer Steuereinrichtung zur Verlagerung der Feuchtauftragwalze in eine Anlage- beziehungsweise Abstandsstellung zur Druckform. Insbesondere für eine einfache Handhabung wird vorgeschlagen, daß zum Aufbringen einer Gummierung auf die Druckform (8) die Feuchtauftragwalze (7) von einer Gummierungseinrichtung (11) mit einer Gummierungsflüssigkeit (13) versorgt wird und von der Steuereinrichtung in ihre Anlagestellung zur Druckform (8) verlagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einem Farb- und einem Feuchtwerk, welche mittels Farbund Feuchtauftragwalzen mit einer Druckform zusammenwirken, und mit einer Steuereinrichtung zur Verlagerung der Feuchtauftragwalze in eine Anlage- beziehungsweise Abstandsstellung zur Druckform.

Wenn ein Druckvorgang beendet wird (zum Beispiel Abstellen einer Offset-Druckmaschine über Nacht), so ist es zweckmäßig, die Druckplatte vor Umwelteinflüssen, die zum Beispiel Korrosion verursachen können, zu schützen. Hierzu wird ein sogenanntes Gummierungsmittel eingesetzt, das zum Beispiel Gummiarabikum enthält. Das Gummierungsmittel wird vom Drucker auf die Druckplatte aufgetragen, wodurch sich eine Schutzschicht bildet, die bei der Wiederaufnahme des Druckvorgangs vom Drucker wieder zu entfernen ist. Das bisherige Vorgehen ist zeitaufwendig und - in Bezug auf das Entfernen der Schutzschicht aufgrund der einzusetzenden chemischen Mittel - gegebenenfalls nur in Verbindung mit Schutzmaßnahmen durchführbar.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine der eingangs genannten Art anzugeben, bei der auf rationelle und gesundheitlich unbedenkliche Weise das Gummieren der Druckform durchführbar ist. Ferner soll auch auf einfache Weise das Entfernen der Gummierung vorgenommen werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Aufbringen einer Gummierung auf die Druckform die Feuchtauftragwalze von einer Gummierungseinrichtung mit einer Gummierungsflüssigkeit versorgt wird und von der Steuereinrichtung in ihre Anlagestellung zur Druckform verlagert ist. Das Aufbringen der Gummierung erfolgt also nicht mehr manuell, sondern wird automatisch mittels des Feuchtwerks, insbesondere der Feuchtauftragwalze, in der Druckmaschine vorgenommen. Ein Ausbau der zu konservierenden Druckform, insbesondere Druckplatte (Aluminiumplatte), aus der Offset-Druckmaschine ist daher nicht erforderlich. Die im "Normalbetrieb" (zum Beispiel Fortdruckzustand) ein Feuchtmittel zur Druckform liefernde Feuchtauftragwalze übernimmt daher erfindungsgemäß eine Doppelfunktion, indem sie während des Gummierungsvorgangs die Gummierungsflüssigkeit auf die Druckform überträgt.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Gummierungseinrichtung eine in die Gummierungsflüssigkeit eintauchende Gummierungs- Tauchwalze aufweist, die mit der Feuchtauftragwalze zusammenwirkt. Die Gummierungs-Tauchwalze fördert die Gummierungsflüssigkeit aus einer Wanne und überträgt einen Gummierungsfilm auf die Feuchtauftragwalze, die wiederum die Übertragung bis auf die Druckform vornimmt.

Es ist bekannt, das Feuchtwerk von Offset-Druckmaschinen mit einem Reibzylinder zu versehen, der maschinenangetrieben ist und mit der Feuchtauftragwalze zusammenwirkt. Dieser sorgt im Fortdruckbetrieb dafür, daß das von einer Feuchtmittelliefereinrichtung der Feuchtauftragwalze zugeführte Feuchtmittel (insbesondere Wasser) in die auf der Feuchtauftragwalze befindliche Farbe auf mechanischem Wege eingearbeitet wird. Ferner erhält die Feuchtauftragwalze über den Reibzylinder ein zusätzliches Antriebsmoment, so daß Schlupffreiheit zur Druckform besteht. Bei der Druckform handelt es sich vorzugsweise um die bereits erwähnte Druckplatte, die auf einen Plattenzylinder der Offset- Druckmaschine aufgespannt ist. Der erwähnte Reibzylinder wird vorzugsweise zur Übertragung des Gummierungsmittels zur Feuchtauftragwalze verwendet, indem dieser ein Bindeglied zwischen der Gummierungs-Tauchwalze und der Feuchtauftragwalze bildet.

Alternativ ist es jedoch auch möglich, eine Sprühvorrichtung zu verwenden, die die Feuchtauftragwalze und/oder den Reibzylinder mit der Gummierungsflüssigkeit versorgt. Das heißt, die Gummierungsflüssigkeit wird auf die Mantelfläche der Feuchtauftragwalze und/oder des Reibzylinders aufgesprüht.

Das Feuchtwerk der Offset-Druckmaschine weist vorzugsweise eine Feuchtmittel-Tauchwalze auf, die zur Feuchtmittelübertragung über eine Dosierwalze mit der Feuchtauftragwalze zusammenwirkt. Feuchtmittel- Tauchwalze und Dosierwalze sind vorzugsweise durch Zahnradeingriff miteinander verbunden.

Um den Eintritt von Gummierungsflüssigkeit in die Feuchtmittelliefereinrichtung (insbesondere Feuchtmittel-Tauchwalze mit Feuchtmittelwanne sowie Dosierwalze) zu unterbinden beziehungsweise zu minimieren, wird bei der Übertragung von Gummierungsflüssigkeit die Rotationsgeschwindigkeit der Feuchtmittel-Tauchwalze und/oder der Dosierwalze auf eine möglichst geringe Drehzahl eingestellt. Dies erfolgt durch eine entsprechende Arbeitsweise eines Feuchtwerkantriebs. Überdies ist es vorteilhaft, wenn der Feuchtwerkantrieb die Drehzahl der Dosierwalze derart einstellt, daß sich ein möglichst kleiner Schlupf zwischen der Feuchtauftragwalze und der Dosierwalze einstellt. Die genannten Maßnahmen haben ferner den Vorteil, daß hierdurch nur eine relativ geringe Feuchtmittelmenge der Feuchtauftragwalze zugeführt wird, so daß es nicht zu einer Verwässerung der Gummierungsflüssigkeit kommt.

Ein Übertritt von Gummierungsflüssigkeit in die Feuchtmittelliefereinrichtung beziehungsweise das Einmischen von zu viel Feuchtmittel in die Gummierungsflüssigkeit wird mit Sicherheit dann verhindert, wenn eine Trenneinrichtung bei der Übertragung von Gummierungsflüssigkeit die Dosierwalze von der Feuchtauftragwalze abstellt. Dies kann bei heute auf dem Markt befindlichen Offset-Druckmaschinen durch die vorhandenen Einstellmittel erfolgen oder - bei zukünftigen Bauformen - durch speziell ausgebildete Trenneinrichtungen vorgenommen werden, die manuell vom Bedienpult aus oder von einem die Maschinensteuerung vornehmenden Rechner betätigbar sind.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Gummieren einer Druckform einer Druckmaschine, insbesondere Offset-Druckmaschine, die ein Farb- und ein Feuchtwerk aufweist, wobei die Zuführung der Gummierungsflüssigkeit über das Feuchtwerk erfolgt.

Insbesondere ist vorgesehen, daß eine Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks die Gummierungsflüssigkeit auf die Druckform überträgt. Hierzu nimmt die Feuchtauftragwalze eine Anlagestellung zur Druckform ein.

Um - wie erwähnt - einerseits das Einmischen von zu viel Feuchtmittel in die Gummierungsflüssigkeit zu verhindern und andererseits nur möglichst wenig oder kein Gummierungsmittel einer Feuchtmittelliefereinrichtung zuzuführen, ist vorgesehen, daß während des Gummierungsvorgangs die Verbindung zwischen der Feuchtauftragwalze und einer Feuchtmittelliefereinrichtung unterbrochen oder auf eine möglichst kleine Feuchtmittelfördermenge eingestellt wird.

Als Druckform wird vorzugsweise eine auf einen Plattenzylinder aufgespannte Druckplatte, insbesondere Aluminiumplatte, verwendet.

Zur Entfernung der Gummierung von der Druckform ist es möglich, einen in der Druckmaschine erfolgenden Waschvorgang durchzuführen. Bei diesem Waschvorgang nimmt die Feuchtauftragwalze ihre Anlagestellung zum Plattenzylinder ein, so daß beim Abwaschen der auf den Plattenzylinder aufgespannten Druckplatte die Waschflüssigkeit auch zur Feuchtauftragwalze gelangt, so daß dort vorhandene Gummierungsreste ebenfalls entfernt werden. Insbesondere erfolgt bei diesem Waschvorgang eine Trennung zur Feuchtmittelliefereinrichtung, das heißt, die Waschflüssigkeit gelangt nicht in das Feuchtmittelreservoir der Druckmaschine. Bei diesem Waschvorgang kann ferner zur Reinigung eines dem Feuchtwerk angehörenden Reibzylinders dieser in seine Anlagestellung zur Feuchtauftragwalze verlagert werden, so daß sowohl die Druckform und die Feuchtauftragwalze als auch der Reibzylinder von der Gummierung beziehungsweise von Gummierungsresten befreit werden.

Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und zwar zeigt:

Fig. 1 die Walzenanordnung eines Feuchtwerks einer Offset-Druckmaschine in schematischer Darstellung,

Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Walzenanordnung,

Fig. 3 die Walzenanordnung der Fig. 1 mit abgekoppelter Feuchtmittelliefereinrichtung und

Fig. 4 die Walzenanordnung des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 in Waschstellung.

Die Fig. 1 zeigt einen Teil der Walzen einer Offset-Druckmaschine in schematischer Darstellung. Wesentliche Komponenten der Offset-Druckmaschine, wie zum Beispiel das Farbwerk, der Gummituchzylinder und der Druckzylinder sind - der Einfachheit halber - nicht dargestellt. Aus Fig. 1 geht ein Feuchtwerk 1 mit einer Feuchtmittelliefereinrichtung 2 hervor, die eine mit Feuchtmittel 3 gefüllte Feuchtmittelwanne 4 aufweist. Eine mit Antrieb versehene Feuchtmittel-Tauchwalze 5 taucht mit einem Abschnitt ihrer Mantelfläche in das Feuchtmittel 3 ein.

Das Feuchtwerk 1 weist ferner eine Dosierwalze 6 auf, die über ein Zahnradgetriebe mit der Feuchtmittel-Tauchwalze 5 gekuppelt ist. Mit der Dosierwalze 6 wirkt eine Feuchtauftragwalze 7 zusammen, die in Anlagestellung in Kontakt mit einer Druckform 8 tritt. Die Druckform 8 ist vorzugsweise als auf einem Plattenzylinder 9 aufgespannte Druckplatte (nicht dargestellt) ausgebildet.

Ferner ist ein angetriebener Reibzylinder 10 vorgesehen, der mit der Feuchtauftragwalze 7 zusammenwirkt.

Im Fortdruckbetrieb der Offset-Druckmaschine wird das Feuchtmittel 3 von der Feuchtmittel-Tauchwalze 5 als dünner Feuchtfilm zur Dosierwalze 6 übertragen und gelangt von dort über die Feuchtauftragwalze 7 zur Druckform 8. Die Dosierung des Feuchtmittels erfolgt einerseits durch Variation der Pressung und andererseits durch Variation des Schlupfes zwischen der Dosierwalze 6 und der Feuchtauftragwalze 7. Der Reibzylinder 10 hat die Aufgabe, Feuchtmittelpartikel (insbesondere Wasser) in die auf der Feuchtauftragwalze befindliche Farbe eines (nicht dargestellten) Farbwerks einzuarbeiten. Diese Farbe stammt einerseits von der Druckform 8 und gegebenenfalls andererseits von einer Zwischenwalze, die in Anlagestellung zu einer Farbwerkwalze und zur Feuchtauftragwalze 7 steht und insoweit ein Verbindungsglied zwischen dem Feuchtwerk 1 und dem Farbwerk bildet (nicht dargestellt).

Erfindungsgemäß ist eine Gummierungseinrichtung 11 vorgesehen, die eine Gummierungs-Tauchwalze 12 aufweist, welche in eine mit Gummierungsflüssigkeit 13 gefüllte Wanne 14 eintaucht.

In der Fig. 1 nimmt die Walzenanordnung eine Stellung ein, in der auf die Druckform 8 eine Gummierung aufgebracht wird. Von der angetriebenen Gummierungs-Tauchwalze 12 gefördertes Gummierungsmittel 13 wird auf den Reibzylinder 10 und von dort auf die Feuchtauftragwalze 7 übertragen und gelangt dann auf die Druckplatte. Mithin werden dem Feuchtwerk 1 angehörende Walzen, nämlich die Feuchtauftragwalze 7 und der Reibzylinder 10 erfindungsgemäß für einen anderen, weiteren Zweck, nämlich das Gummieren der Druckform 8 verwendet. Es ist daher möglich, die Gummierung automatisch aufzutragen. Die Gummierung bildet eine Schutzschicht, die eine Korrosion usw. der Druckplatte verhindert.

Um sicherzustellen, daß während des Aufbringens der Gummierung möglichst wenig Feuchtmittel 3 zur Feuchtauftragwalze 7 übertragen wird, so daß keine Verwässerung der Gummierungsflüssigkeit 13 erfolgt und überdies zu gewährleisten, daß nur vernachlässigbare Gummierungsflüssigkeitsmengen zur Feuchtmittelliefereinrichtung 2 übertragen werden, wird die Feuchtmittel-Tauchwalze 5 und damit auch die Dosierwalze 6 auf eine sehr geringe Drehzahl eingestellt. Ferner wird - zur Erzielung oder Verstärkung des gleichen Effekts - die Drehzahl der Dosierwalze mittels eines (nicht dargestellten) Feuchtwerkantriebs derart eingestellt, daß ein möglichst geringer Schlupf zwischen der Feuchtauftragwalze 7 und der Dosierwalze 6 besteht.

Die Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 darin unterscheidet, daß die Gummierungseinrichtung 11 als Sprühvorrichtung 15 ausgebildet ist, die Gummierungsflüssigkeit auf die Feuchtauftragwalze 7 aufsprüht. Von dort wird dann die Gummierungsflüssigkeit 13 auf die Druckform 8 übertragen. Alternativ ist es auch möglich, daß die Sprüheinrichtung 15 eine Position einnimmt, in der ihr Sprühstrahl auf den Reibzylinder 10 trifft, der die Gummierungsflüssigkeit zur Feuchtauftragwalze 7 überträgt. Auch beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 werden Drehzahl und Schlupf der Dosierwalze 6 - wie vorstehend erwähnt - zur Vermeidung eines Verwässern der Gummierungsflüssigkeit in entsprechender Weise eingestellt.

Alternativ zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist es jedoch auch möglich, mittels einer (nicht dargestellten) Trenneinrichtung die Dosierwalze 6 von der Feuchtauftragwalze 7 abzustellen, so daß im Gummierungsbetrieb keine Gummierungsflüssigkeit in die Feuchtmittelliefereinrichtung 2 beziehungsweise Feuchtmittel 3 in die Gummierungsflüssigkeit 13 eintreten kann.

Die Abstandsstellung zwischen Feuchtauftragwalze 7 und Dosierwalze 6 ist selbstverständlich auch beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 realisierbar um auch dort die gewünschten Effekte zu erzielen.

Soll die Gummierung wieder von der Druckform 8 entfernt werden, so wird diese mittels einer (nicht dargestellten) Waschvorrichtung gewaschen. Bei diesem Waschvorgang ist - gemäß Fig. 4 - vorgesehen, daß die Feuchtauftragwalze 7 ihre Anlagestellung an den Plattenzylinder 9 einnimmt. Hierdurch gelangt die Waschflüssigkeit ebenfalls zur Feuchtauftragwalze 7 und von dort auch zum Reibzylinder 10 (sofern dieser vorhanden ist). Um zu verhindern, daß die Waschflüssigkeit zur Feuchtmittelliefereinrichtung 2 und/oder zur Gummierungseinrichtung 11 gelangt, wird mit der Trenneinrichtung eine Abstandsstellung zwischen der Feuchtauftragwalze 7 und der Dosierwalze 8 herbeigeführt sowie die Gummierungseinrichtung 11 derart verlagert, daß der Reibzylinder 10 keinen Kontakt mehr zur Gummierungs-Tauchwalze 12 hat. In der beschriebenen Stellung der Walzenanordnung wird daher nicht nur die Druckform 8 gewaschen, sondern es wird auch die Feuchtauftragwalze 7 und der Reibzylinder 10 von Gummierungsresten befreit. In gleicher Weise läßt sich nach einem Druckvorgang auch die Farbe von der Feuchtwalze abwaschen.

Die erfindungsgemäße Lehre erlaubt daher das automatische Gummieren der Druckform 8 sowie die Reinigung der Druckform 8 und der zur Gummierung verwendeten Bauteile der Offset-Druckmaschine. Die erfindungsgemäße Lehre erfaßt selbstverständlich auch den Fall, daß die Gummierungs-Tauchwalze 12 nicht unter Zwischenschaltung des Reibzylindes 10 auf die Feuchtauftragwalze 7 wirkt, sondern eine direkte Kontaktstellung zu letzterer einnimmt.


Anspruch[de]
  1. 1. Druckmaschine mit einem Farb- und einem Feuchtwerk, welche mittels Farb- und Feuchtauftragwalzen mit einer Druckform zusammenwirken, und mit einer Steuereinrichtung zur Verlagerung der Feuchtauftragwalze in eine Anlage- beziehungsweise Abstandsstellung zur Druckform, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbringen einer Gummierung auf die Druckform (8) die Feuchtauftragwalze (7) von einer Gummierungseinrichtung (11) mit einer Gummierungsflüssigkeit (13) versorgt wird und von der Steuereinrichtung in ihre Anlagestellung zur Druckform (8) verlagert ist.
  2. 2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummierungseinrichtung (11) eine in die Gummierungsflüssigkeit (13) eintauchende Gummierungs-Tauchwalze (12) aufweist, die mit der Feuchtauftragwalze (7) zusammenwirkt.
  3. 3. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Gummierungs-Tauchwalze (12) und der Feuchtauftragwalze (7) ein zum Feuchtwerk (1) gehörender Reibzylinder (10) angeordnet ist.
  4. 4. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sprühvorrichtung (15) die Feuchtauftragwalze (7) und/oder den Reibzylinder (10) mit der Gummierungsflüssigkeit (13) versorgt.
  5. 5. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Feuchtwerk (1) eine Feuchtmittel-Tauchwalze (5) aufweist, die zur Feuchtmittelübertragung über eine Dosierwalze (6) mit der Feuchtauftragwalze (7) zusammenwirkt.
  6. 6. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Übertragung von Gummierungsflüssigkeit (13) ein Feuchtwerkantrieb die Rotationsgeschwindigkeit der Feuchtmittel-Tauchwalze (5) und/oder der Dosierwalze (6) auf eine gegenüber dem Fortdruckbetrieb geringe Drehzahl einstellt.
  7. 7. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuchtwerkantrieb die Drehzahl der Dosierwalze (6) derart einstellt, daß sich ein möglichst kleiner Schlupf zwischen der Feuchtauftragwalze (7) und der Dosierwalze (6) einstellt.
  8. 8. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Trenneinrichtung, die bei der Übertragung von Gummierungsflüssigkeit (13) die Dosierwalze (6) von der Feuchtauftragwalze (7) abstellt.
  9. 9. Verfahren zum Gummieren einer Druckform einer Druckmaschine, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, die ein Farb- und ein Feuchtwerk aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Gummierungsflüssigkeit (13) über das Feuchtwerk (1) erfolgt.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feuchtauftragwalze (7) des Feuchtwerks (1) die Gummierungsflüssigkeit (13) auf die Druckform (8) überträgt.
  11. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während des Gummierungsvorgangs die Verbindung zwischen der Feuchtauftragwalze und einer Feuchtmittelliefereinrichtung (2) unterbrochen oder auf eine möglichst kleine Feuchtmittelfördermenge eingestellt wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckform (8) eine auf einem Plattenzylinder (9) aufgespannte Druckplatte verwendet wird.
  13. 13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Waschvorgang der aufgespannten, vorzugsweise gummierten Druckplatte die Feuchtauftragwalze (7) ihre Anlagestellung zum Plattenzylinder (9) einnimmt und eine Trennung zur Feuchtmittelliefereinrichtung (2) erfolgt.
  14. 14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Mitreinigung eines dem Feuchtwerk (1) angehörenden Reibzylinders (10) dieser eine Anlagestellung zur Feuchtauftragwalze (7) einnimmt.






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