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Dokumentenidentifikation DE4114133A1 07.11.1991
Titel Kraftübertragungsvorrichtung
Anmelder Nippon Cable System Inc., Takarazuka, Hyogo, JP
Erfinder Nakao, Makoto, Sanda, Hyogo, JP
Vertreter Türk, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Gille, C., Dipl.-Ing.; Hrabal, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 30.04.1991
DE-Aktenzeichen 4114133
Offenlegungstag 07.11.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.11.1991
IPC-Hauptklasse F16H 61/36
IPC-Nebenklasse F16C 1/10   
Zusammenfassung Es ist eine Kraftübertragungsvorrichtung mit einem Rahmen, einer Auswahleinrichtung und einer Hebeeinrichtung offenbart, die in dem Rahmen in Vor/Zurück-Richtung des Rahmens angeordnet sind, nahezu parallel zueinander ausgerichtet sind, wobei eine Auswahlwelle an der Rückseite des Rahmens so angeordnet ist, daß sie um eine erste Achse drehbar gelagert ist, die eine Ebene schneidet, die senkrecht zu einer Achse in Vor/Zurück-Richtung liegt, diese Auswahlwelle hat ein Verbindungsteil, welche ein Teil desselben ist, und innerhalb einer Ebene angeordnet ist, die die senkrechte Ebene schneidet, mit einem Handgriff, der sich senkrecht erstreckt und mit der Auswahlwelle verbunden ist, so daß er um eine zweite Achse drehbar ist, die die erste Achse schneidet und sich in Rechts/Links-Richtung des Rahmens erstreckt. Die Auswahleinrichtung hat ein freies Ende, welches mit dem Verbindungsteil verbunden ist und die Hebeeinrichtung hat ein freies Ende, welches drehbar mit dem o. g. Schalthebel verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kraftübertragungsvorrichtung, insbesondere eine Vorrichtung zur Kraftübertragung, bei der ein oder mehrere Druck/Zug-Steuerkabel (im folgenden Kabel genannt) verwendet werden, um Schaltkräfte zu übertragen.

Heutzutage werden Kraftübertragungsvorrichtungen vom Kabeltyp (im folgenden Vorrichtung genannt) verwendet, um ferngesteuert etwas zu schalten, z. B. bei frontangetriebenen Automobilen mit Frontmotor, bei hinterradangetriebenen Bussen oder Lastzügen mit Frontmotor, bei hinterradangetriebenen Bussen oder Lastzügen mit Heckmotor od. dgl. Die vorliegende Vorrichtung hat Vorteile, weil sie leicht und preiswert ist und weil die Position zum Einbau der Vorrichtung relativ frei ausgewählt werden kann.

In der Vorrichtung in Fig. 7 sind die Gestänge (51, 52) mit zwei hier nicht gezeigten Kabeln verbunden und so angeordnet, daß die Gestänge parallel zueinander verlaufen. Die Gestänge (51, 52) werden durch einen einzigen Schalthebel (53) bedient.

Der Auswahlvorgang bei der Kraftübertragung wird durch Drücken/Ziehen des Gestänges (51) zum Auswählen in der Längsrichtung erzielt. Das Drücken/Ziehen wird durch eine Neigung des Schalthebels (53) nach rechts oder links, d. h. in Richtung der Pfeile P oder Q erzielt. Weiterhin wird der Hebevorgang bei der Kraftübertragung durch Drücken/ Ziehen des Gestänges (52) zum Heben in der Vor/Zurück-Richtung erzielt. Das Ziehen/Drücken wird durch eine Veränderung des Winkels des Schalthebels (53) in der Vor/Zurück-Richtung, d. h. in Richtung der Pfeile R oder S erzielt.

In der Vorrichtung in Fig. 7 ist der Schalthebel (53) mit einem Rahmen über ein Kugelgelenk (54) verbunden. Weiterhin ist ein Paar von Gestängen (51, 52) durch Führungsröhrchen (55, 56) verschiebbar geführt, wobei jedes Röhrchen einen Grundabschnitt aufweist, der verdrehbar mit einer Kabelkappe (in der Figur nicht gezeigt) und welche am Rahmen (ebenfalls in der Figur nicht gezeigt) befestigt ist. Ein Steuerkabel zum Heben ist mit dem Schalthebel (53) über eines der Gestänge (52) verbunden, ein Steuerkabel zum Auswählen ist über einen ersten Arm (58) eines Kniehebels (57) mit dem anderen Gestänge (51) verbunden.

Der Kniehebel (57) ist drehbar mit dem Rahmen verbunden, wobei der zweite Arm (59) des Kniehebels (57) mit einer Welle (61) verbunden ist, so daß der Kniehebel (57) ohne Bewegung der Welle (61) gedreht und in axialer Richtung bewegt werden kann. Die Welle (61) ist mit einem Kugelbauteil (60) des Kugelgelenkes (54) des Schalthebels (53) verbunden.

In dem Fall, daß zwei parallel angeordnete Steuerkabel durch die Veränderung des Winkels eines Schalthebels, der senkrecht zu diesen Steuerkabeln liegt und der nach vorne, nach hinten, nach rechts oder nach links bewegt wird, gedrückt oder gezogen werden, tritt folgendes Problem auf. Dabei muß betont werden, daß ein Steuerkabel direkt gedrückt oder gezogen werden kann, wenn ein Schalthebel in einer Richtung bewegt wird, die in Richtung des Steuerkabels verläuft, d. h. in der Vor/Zurück-Richtung (in der Richtung der Pfeile R oder S in Fig. 7). Wenn der Schalthebel aber nach rechts oder nach links bewegt wird, muß die Richtung der Kraft umgelenkt werden, und zwar über einen Mechanismus zur Richtungsänderung, wie z. B. ein Kniehebel (57) od. dgl.

Dadurch wird eine Konstruktion kompliziert und groß, weiterhin muß die Fertigung sorgfältiger erfolgen und die Materialien müssen einen geringeren Reibungskoeffizienten haben, damit der Reibungswiderstand gesenkt werden kann. Dadurch entstehen höhere Produktionskosten.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben beschriebenen Probleme zu lösen und eine Kraftübertragungsvorrichtung zu schaffen, deren Konstruktion sehr einfach ist, deren Reibungsverlust bei der Kraftübertragung klein ist, und deren Produktionskosten darüberhinaus gering sind.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Kraftübertragungsvorrichtung vorgeschlagen mit:

  • a) einem Rahmen,
  • b) einer Auswahleinrichtung und einer Hebeeinrichtung, die in einem Rahmen so angeordnet sind, daß sie sich in der Vor/Zurück-Richtung des Rahmens erstrecken und nahezu parallel zueinander angeordnet sind,
  • c) einer Auswahlwelle, die an der Rückseite des Rahmens so befestigt ist, daß sie sich um eine erste Achse drehen kann, welche eine Ebene schräg schneidet, die senkrecht zu einer sich in der Vor/Zurück- Richtung erstreckenden Achse liegt, wobei die Auswahlwelle ein Verbindungsbauteil hat, welches ein Teil desselben ist, und welches innerhalb einer Ebene liegt, die von der Vor/Zurück-Achse geschnitten wird,
  • d) mit einem sich senkrecht erstreckenden Schalthebel, der mit der Auswahlwelle so verbunden ist, daß er um eine zweite Achse verdrehbar ist, die die o. g. erste Achse schneidet und sich in der Rechts/Links- Richtung des Rahmens erstreckt,
  • e) die Auswahleinrichtung hat ein freies Ende, welches mit dem Verbindungsbauteil verbunden ist, und
  • f) die Hebeeinrichtung hat ein freies Ende, welches mit dem o. g. Schalthebel drehbar verbunden ist.


Die o. g. erste Achse kann in einer Position angeordnet sein, die man erhält, wenn man die Querachse des Rahmens um die senkrechte Achse dreht (d. h. eine Drehung in der horizontalen Ebene) oder kann in einer anderen Position sein, die man erhält, wenn man die Längsachse des Rahmens um die Querachse dreht.

D. h. in der vorliegenden Erfindung muß die erste Achse eine senkrecht zur Längsachse liegende Ebene diagonal schneiden.

Vorzugsweise soll das o. g. Verbindungsbauteil die erste Achse nahezu im rechten Winkel schneiden und in einer Ebene angeordnet sein, die nahezu senkrecht zur Längsachse liegt.

Die o. g. Auswahleinrichtung (und die Hebeeinrichtung) umfassen vorzugsweise ein Röhrchen mit einem Endbereich, welcher durch eine runde Muffe mit dem vorderen Ende des Rahmens verbunden ist, wobei in dieses Röhrchen ein Gestänge eingesetzt ist. Das eine Ende dieses Gestänges ist bei der Auswahleinrichtung mit einem Steuerkabel für einen Auswahlvorgang bzw. bei der Hebeeinrichtung mit einem Steuerkabel für den Hebevorgang verbunden.

Weiterhin schneidet die erste Achse die zweite Achse vorzugsweise unter einem Winkel von 35° bis 55°. Besonders vorteilhaft sind 45°.

Die Ausdrücke, welche in den Ansprüchen die Richtungen in bezug auf den Rahmen beschreiben, wie z. B. vor und zurück, rechts und links sowie die Ausdrücke Längsachse (Vor/Zurück-Achse), Querachse (Rechts/Links- Achse), senkrechte Achse und ähnliche Ausdrücke werden nur benutzt, um die räumliche Zuordnung zwischen einzelnen Bauelementen zu beschreiben. Deshalb gelten die o. g. Ausdrücke nicht in bezug auf die Richtungen eines Automobiles. Z. B. kann die Vor/Zurück-Richtung des Rahmens der Rechts/Links-Richtung eines Autos entsprechen.

Wenn bei der o. g. Kraftübertragungsvorrichtung der Schalthebel in der Rechts/Links-Richtung bewegt wird, entsteht eine zusammengesetzte Drehung um die erste Achse und um die zweite Achse. Daher kann der Schalthebel in der Rechts/Links-Richtung bewegt werden. Im Anschluß an die Neigung des Schalthebels dreht sich die Welle zum Auswählen und dann dreht sich das Verbindungsbauteil um die erste Achse. Gleichzeitig wird eine Komponente in der Vor/Zurück-Richtung an der Auswahlbaugruppe aufgebracht und so ein Auswahlvorgang durchgeführt. Daneben hat eine Komponente in Rechts/Links-Richtung oder in Auf/Nieder-Richtung keinen Effekt auf den Auswahlvorgang.

Im Anschluß an die Neigung des Schalthebels in Rechts/Links-Richtung schwingt auch die Hebeeinrichtung in der Rechts/Links-Richtung. Die Komponente der Vor/Zurück-Richtung wird aber aufgrund der Drehung um die o. g. zweite Achse des Schalthebels nicht übertragen. Deshalb wird die Bewegung in der o. g. Richtung nicht ausgeführt und so bleibt es lediglich bei der Ausführung des Auswahlvorganges.

Weiterhin, wenn ein Bediener den Schalthebel in der Vor/Zurück-Richtung neigt, wird der Schalthebel um die zweite Achse gedreht, so daß die Hebeeinrichtung in Vor/Zurück-Richtung gedrückt oder gezogen wird, so daß ein Hebevorgang ausgeführt wird.

In diesem Falle wird die Auswahlwelle nicht um die erste Achse gedreht. Deshalb schwingt auch das Verbindungsbauteil nicht. Die Hebeeinrichtung wird also nicht durch den Hebevorgang beeinflußt.

In dem Fall, daß der Hebevorgang nach dem Auswahlvorgang ausgeführt wird, wird die zweite Achse in der Vor/Zurückrichtung geneigt, so daß die zweite Achse gehoben (oder bewegt) wird, und zwar aus einer Ebene, die die Vor/Zurück-Achse (Längsachse) senkrecht schneidet. Da aber der Winkel zwischen der zweiten Achse und der Ebene gering ist, hat dieser Unterschied keine Auswirkungen auf den Hebevorgang.

Gemäß der vorliegenden Erfindung benötigt die Vorrichtung überhaupt keinen Kniehebel od. dgl. wie oben angeführt, da eine Bewegung des Schalthebels nach rechts oder links in eine Bewegung in Vor/Zurück- Richtung umgeformt wird, und zwar erfolgt dieses über die Auswahlwelle, welche zu dem Steuerkabel geneigt ist.

In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Kraftübertragungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 eine Teilschnittvorderansicht der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 3a eine Aufsicht einer Komponente der Drehung des Schalthebels um eine erste Achse der Bewegung während eines Auswahlvorganges der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig 3b eine Vorderansicht einer Komponente der Drehung des Schalthebels um eine erste Achse der Bewegung während eines Auswahlvorganges der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 3c eine Seitenansicht einer Komponente der Drehung des Schalthebels um eine erste Achse der Bewegung während eines Auswahlvorganges der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 4a eine Aufsicht einer Komponente der Drehung des Schalthebels um eine zweite Achse der Bewegung während eines Auswahlvorganges der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 4b eine Vorderansicht einer Komponente der Drehung des Schalthebels um eine zweite Achse der Bewegung während eines Auswahlvorganges der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 4c eine Seitenansicht einer Komponente der Drehung des Schalthebels um eine zweite Achse der Bewegung während eines Auswahlvorganges der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht der einzelnen Stationen des Hebevorganges,

Fig. 6 ist eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Auswahlwelle der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung und

Fig. 7 zeigt eine perspektivische Darstellung einer konventionellen Kraftübertragungsvorrichtung.

Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.

Eine Kraftübertragungsvorrichtung gemäß Fign. 1 und 2 enthält einen Rahmen (1) zum Einbauen, der fest mit einem tunnelförmigen Gehäuse od. dgl. zwischen dem Fahrersitz und dem Beifahrersitz verbunden ist.

Der Rahmen (1) hat eine Wand (2) an der Vorderseite. Die Wand (2) ist mit einem Steuerkabel für den Auswahlvorgang (3) und mit einem Steuerkabel für den Hebevorgang (4) versehen. Jedes Ende der Steuerkabel (3, 4) ist so angeordnet, daß es ungefähr in der Vor/Zurück-Richtung des Rahmens (1) verläuft. Das Steuerkabel zum Auswählen (3) und das Steuerkabel zum Heben (4) hat Durchführungen (5) bzw. (6). Die Durchführungen (5, 6) sind an der o. g. Wand (2) durch Kabelkappen (7, 8) od. dgl. befestigt. Die Kabelkappen (7, 8) haben einen Sockel (9, 10) an ihrem Ende. Jedes Führungsröhrchen (11, 12) ist mit einem kugelförmigen Abschnitt (13, 14) am Ende ausgebildet, wobei diese kugelförmigen Abschnitte (13, 14) drehbar auf den Sockelbereichen (9, 10) nach Art einer Gelenkverbindung aufgenommen sind. Jeder Endbereich des Gestänges (15, 16) ist in ein Führungsröhrchen (11, 12) eingesetzt, so daß die Gestänge (15, 18) in axialer Richtung verschiebbar, und um diese Richtung drehbar gelagert sind. Jedes Ende des Gestänges ist am Ende eines inneren Kabels (oder inneren Kernes) des o. g. Steuerkabels zum Auswählen und dem Steuerkabel zum Heben so befestigt, daß sie in derselben Achse liegen.

Weiterhin umfaßt die in den Ansprüchen genannte Auswahleinrichtung die Kabelkappe (7), das Führungsröhrchen (11) und das Gestänge (15) in der gezeigten Ausführungsform. Die Hebeeinrichtung umfaßt die Kabelkappe (8) , das Führungsröhrchen (12) und das Gestänge (16).

An der gegenüberliegenden Seite der o. g. Wand (2) des Rahmens (1) ist eine Klammer (22) vorgesehen, die unter einem Winkel von 45° zur Längsachse des Rahmens geneigt und in der horizontalen Ebene angeordnet ist. Diese Klammer (22) hat ein Paar senkrechte Wände (22a, 22b), die sich einander gegenüberliegen.

In der Klammer (22) ist eine Welle (19) angeordnet, die die Form eines "Y" hat, wobei beide Enden der Welle (19) innerhalb der o. g. senkrechten Wände (22a, 22b) der Klammer (22) drehbar gelagert sind. Die Drehachse dieser Welle (19) wird im folgenden als erste Achse bezeichnet.

Der Körper der Welle (19) besteht aus einer Auswahlwelle (21) und ein abgezweigtes Teil der Welle (19) bildet die Hebewelle (20). Ein Teil der Hebewelle (20) ist an der Auswahlwelle (21) in der Nähe ihres Mittelpunktes unter einem Winkel von 45° befestigt. Die Auswahlwelle (20) ist so ausgerichtet, daß sie ungefähr senkrecht zu der Richtung der Kontrollkabel (3, 4) verläuft.

Am oberen Ende der Hebewelle (20) ist eine kurze Achse (20a) befestigt, wobei die Hebewelle (20) eine Nabe (27) eines Schalthebels (24) aufweist, so daß die Nabe (27) um die kurze Achse (20a) herum gedreht werden kann. Der Schalthebel (24) erstreckt sich in Auf/Nieder- Richtung. Die Drehachse des Schalthebels (24) wird im folgenden als zweite Achse bezeichnet.

Der Schalthebel (24) umfaßt die o. g. Nabe (27), die auf der Hebewelle (20) aufsitzt, einen Arm (28), der sich von der Nabe (27) nach unten erstreckt und einen Handgriff (29), der sich von der Nabe (27) nach oben erstreckt. Der Handgriff (29) ist leicht in Richtung der Welle nach innen gekrümmt. Der Handgriff (29) ist also so gekrümmt, daß er auf einer Seite eines Punktes liegt, in dem sich die erste Achse und die zweite Achse schneiden, er hat also die Form eines Hundebeines bzw. eines "L". Der Handgriff (29) kann aber auch eine gerade Form aufweisen.

Das Endstück des o. g. Gestänges (16) der Hebeeinrichtung ist mit dem freien Ende des Armes (28) über eine Art Gelenkverbindung od. dgl. verbunden.

In der Nähe eines Endes (30) der in Vor-/Zurück-Richtung geneigten Auswahlwelle (21) erstreckt sich ein Verbindungsteil (31), welches nach unten zeigt.

Das Auswahlgestänge (15) ist mit dem Ende des Verbindungsteiles (31) über eine Gelenkverbindung od. dgl. verdrehbar verbunden.

Die Position des Verbindungsteiles (31) ist nicht auf die Nähe des o. g. Endes beschränkt. Eine mögliche Position kann auch so ausgewählt werden, daß sie mit der Hebewelle (20) in Berührung kommt und zwischen den beiden Steuerkabeln (3, 4) angeordnet ist.

Im folgenden wird die Bedienung einer Vorrichtung beschrieben, die wie oben beschrieben konstruiert ist.

Als erstes wird der Auswahlvorgang in Richtung der Pfeile A und B (in der Rechts/Links-Richtung), wie dies in Fign. 1 und 2 gezeigt ist, erklärt.

Der wichtige Punkt bei der vorliegenden Erfindung ist es, daß der Schalthebel nach rechts und links geneigt werden kann, um über eine, aus einer Drehung um die erste Achse I der Auswahlwelle (21) und eine andere Drehung um die zweite Achse II des Schalthebels (24) zusammengesetzten Drehung zu wählen, obwohl keine Drehachse vorgesehen ist, die sich in Längsrichtung der Steuerkabel erstreckt, wobei deshalb die Drehung um die erste Achse I in eine Vor/Zurück-Bewegung des Verbindungsteiles umgewandelt werden muß.

Um die o. g. Funktion klar zu zeigen, wird die Drehung um die erste Achse in den Fign. 3a bis 3c und die Drehung um die zweite Achse Fign. 4a bis 4c im folgenden beschrieben.

Zu Beginn ist der Schalthebel (24) mit der Welle fest verbunden. Wenn der Schalthebel (24) aus der neutralen Position (wie in Fig. 3a mit den durchgehenden Linien gezeichnet) in Richtung des Pfeiles A geneigt wird, wird der Handgriff (24) um die erste Achse I zusammen mit der Welle (19) in Richtung des Pfeiles E gedreht (wie mit der gestrichelten Linie gezeichnet), d. h. in Richtung zwischen den Richtungen von Pfeil A und Pfeil C (oder zusammengesetzten Richtung von Pfeil A und Pfeil C). Das Verbindungsteil (31) wird infolge der Drehung ebenfalls in Richtung des Pfeiles E in Fig. 3c geneigt, so daß der Drückvorgang in Richtung des Steuerkabels auf das Auswahlkabel übertragen wird.

Die Komponente der Bewegung in einer Richtung senkrecht zu dem Steuerkabel wird durch die Drehung um den Sockelbereich (9) des Gestänges (5) und des Röhrchens (11) aufgehoben.

Als nächstes wird angenommen, daß die Welle (19) fixiert ist. In dieser Situation wird nur der Schalthebel um die zweite Achse II in Richtung des Pfeiles H, wie in Fign. 4a bis 4c gezeigt, gedreht.

In Wirklichkeit ist die Drehung in Richtung des Pfeiles E und die Drehung in Richtung des Pfeiles H zusammengesetzt, wobei der Schalthebel (24) von der ursprünglichen Position aus gesehen nur in Richtung des Pfeiles A gedreht wird, wie dies in den gestrichpunkteten Linien der Fign. 4a bis 4c gezeigt ist. D. h. obwohl das Hebekabel (4) in Richtung des Pfeiles I in Fig. 2 aufgrund der Komponente um die erste Achse I gedrückt wird, wird das Hebekabel (4) in Wirklichkeit quer bewegt. Im ganzen wird das Hebekabel (4) in Richtung der Steuerkabel nicht beeinflußt.

In Wirklichkeit tritt die o. g. Drehung um die erste Achse I und die Drehung um die zweite Achse II gleichzeitig auf, so daß der Schalthebel (24) im wesentlichen in Richtung des Pfeiles A geneigt wird.

Wird z. B. der Schalthebel (24) in Richtung des Pfeiles A um 7° bis 10° geneigt, so beträgt der Drehwinkel um die erste Achse I 10° bis 14,5° und der Drehwinkel um die zweite Achse II 7° bis 10°.

In dem Fall, daß der Schalthebel (24) in Richtung des Pfeiles B geneigt wird, ergibt sich ein Vorgang, der entgegengesetzt ist zu dem oben beschriebenen Vorgang für eine Bewegung in Richtung des Pfeiles A. D. h. der Vorgang weist eine aus den Drehungen in Richtung der Pfeile F und G zusammengesetzte Drehung auf. Das Auswahlkabel (3) wird dann in Richtung des Pfeiles J in Fig. 2 gezogen.

Im folgenden wird ein Hebevorgang erklärt bei der der Schalthebel (24) in Fig. 1 in Richtung der Pfeile C oder D geneigt wird. Wenn der Schalthebel (24) in Richtung der Pfeile C oder D aus der neutralen Position oder einer Position, in welcher der Schalthebel (24) in Richtung der Pfeile A oder B geneigt worden war, geneigt wird, wird der Schalthebel (24) um die Hebewelle (20) herumgedreht, wie in Fig. 5 gezeigt. Der Arm (28), der an dem Schalthebel vorgesehen ist, wird dabei gleichzeitig in Richtung der Pfeile K und L gedreht, wobei ein Gestänge (16) und ein inneres Kabel (15), die mit dem Arm (28) verbunden sind, gedrückt oder gezogen werden, und zwar in Richtung der Pfeile I oder J. Solange der Schalthebel (24) lediglich um die zweite Achse II gedreht wird, wird die Auswahlwelle dadurch nicht gedreht. D. h., während des Hebevorganges wird das Auswahlgestänge (15) und das Auswahlkabel (13) weder gedrückt noch gezogen.

In der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 schneiden sich die erste Achse I und die zweite Achse II in einem Winkel von 45°. Dieser Winkel kann aber auch zwischen 35° und 55° betragen.

Weiterhin ist in der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 die erste Achse I geneigt, um in Richtung nach rechts oder links zu schwingen (in Richtung der Pfeile S1 oder S2 in Fig. 6), wobei sie in der horizontalen Ebene (einer Ebene senkrecht zu der Auf/Nieder-Achse (Z-Z-Achse in Fig. 6)) liegt. Es ist aber auch möglich, z. B. eine Richtung zu wählen, die im vorderen Teil ansteigt (Pfeil S3) oder im vorderen Teil abfällt (Pfeil S4) und in der vertikalen Ebene, die die Vor/Zurück-Achse (Y-Y-Achse) umfaßt, liegt. Weiterhin kann eine Richtung auch aus einer Kombination von Richtungen bestehen, z. B. "S1 +S3" oder "S2+S4". Die erste Achse muß also lediglich eine Komponente in Vor/Zurück-Richtung aufweisen, so daß ein Auswahlvorgang durchgeführt werden kann, wobei jede Richtung verwendet werden kann, die eine senkrecht zur Vor/Zurück-Achse (Y-Y-Achse) liegende Ebene unter einem bestimmten Winkel schneidet. Derselbe Vorgang kann erzielt werden, wenn die erste Achse in irgendeine Richtung zeigt.

Das Verbindungsteil, mit welchem die Auswahleinrichtung verbunden ist, muß lediglich innerhalb einer Ebene liegen, welche die Vor/Zurück-Achse und die erste Achse schneidet. Wenn das Verbindungsteil innerhalb einer Ebene liegt, die nahezu senkrecht zur ersten Achse ist und weiter in einer Ebene liegt, welche die Vor/Zurück-Achse im rechten Winkel schneidet, wird die Komponente in Richtung der Vor/Zurück-Achse maximal und der Auswahlvorgang wird deshalb besonders wirkungsvoll.

In jedem Fall sollte die zweite Achse II parallel zu der Rechts/Links- Achse (X-X-Achse) liegen.

Weiterhin ist in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 der Arm (28) des Schalthebels (24) vom Schnittpunkt der ersten Achse und der zweiten Achse verschoben.

Der Handgriff (29) und der Arm (28) können aber auch auf einer Linie angeordnet sein, die diesen Schnittpunkt enthalten. In diesem Fall hat man den Vorteil, daß die Bewegung in Querrichtung des Gestänges (18) aufgrund des Auswahlvorganges minimiert werden kann.

Weiterhin ist in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 die Welle so konstruiert, daß sie die Form eines "Y" hat. Als Welle (19) kann man aber auch eine gerade Form mit einer Abzweigung benutzen. Falls eine solche gerade Form verwendet wird, kann eine Auswahlwelle mit einer Achse an ihrem Mittelpunkt, die sich in Richtung auf die Längsrichtung der Auswahlwelle neigt, oder eine Kugelverbindung verwendet werden, die durch eine Führung in Drehrichtung beschränkt ist.

In den Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und 2 ist die Auswahlwelle mit einem Verbindungsteil an der Unterseite versehen. Die Auswahlwelle kann aber auch mit dem Verbindungsteil an der oberen Seite vorgesehen sein. Weiterhin ist es in der Ausführungsform in Fig. 6 gezeigt, daß das Verbindungsteil sowohl nach rechts als auch links abstehen kann.

Weil in der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kein Kniehebel vorgesehen ist, ist die Konstruktion sehr einfach, kompakt und die Produktionskosten sind niedrig.


Anspruch[de]
  1. 1. Kraftübertragungsvorrichtung mit
    1. a) einem Rahmen,
    2. b) einer Auswahleinrichtung und einer Hebeeinrichtung, die in einem Rahmen so angeordnet sind und sich in der Vor/Zurück-Richtung des Rahmens erstrecken und nahezu parallel zueinander angeordnet sind,
    3. c) einer Auswahlwelle, die an der Rückseite des Rahmens so befestigt ist, daß sie sich um eine erste Achse drehen kann, welche eine Ebene schräg schneidet, die senkrecht zu einer sich in der Vor/Zurück-Richtung erstreckenden Achse liegt, wobei die Auswahlwelle ein Verbindungsbauteil hat, welches ein Teil desselben ist, und welches innerhalb einer Ebene liegt, die von der Vor/Zurück-Achse geschnitten wird,
    4. d) einem sich senkrecht erstreckenden Schalthebel, der mit der Auswahlwelle so verbunden ist, daß er um eine zweite Achse verdrehbar ist, die die o. g. erste Achse schneidet und sich in der Rechts/Links-Richtung des Rahmens erstreckt,
    5. e) die Auswahleinrichtung hat ein freies Ende, welches mit dem Verbindungsbauteil verbunden ist, und
    6. f) die Hebeeinrichtung hat ein freies Ende, welches mit dem o. g. Schalthebel drehbar verbunden ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Achse in einer Position angeordnet ist, die man erhält, wenn die Rechts/Links-Achse des Rahmens um eine senkrechte Achse in einem bestimmten Winkel gedreht wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Achse in einer Position angeordnet ist, die man erhält, wenn man die Vor/Zurück-Achse des Rahmens um die Rechts/Links-Achse in einem bestimmten Winkel dreht.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil die erste Achse im wesentlichen senkrecht schneidet und innerhalb einer Ebene angeordnet ist, die die Vor/Zurück-Achse nahezu unter einem rechten Winkel schneidet.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahleinrichtung und die Hebeeinrichtung Führungsröhrchen umfassen, die Enden aufweisen, die mit der Vorderseite des Rahmens über runde Muffen verbunden sind und die Gestänge aufweisen, die an ihren Enden verschiebbar in die Röhrchen eingeführt sind und die an ihren anderen Enden mit Steuerkabeln verbunden sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Achse die zweite Achse in einem Winkel zwischen 35° und 45° schneidet.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Achse die zweite Achse unter einem Winkel von 45° schneidet.






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