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Dokumentenidentifikation DE4114846A1 14.11.1991
Titel Kolbenmotor
Anmelder Zahnradfabrik Friedrichshafen AG, 7990 Friedrichshafen, DE
Erfinder Weckbrodt, Klaus, 7072 Heubach, DE
DE-Anmeldedatum 07.05.1991
DE-Aktenzeichen 4114846
Offenlegungstag 14.11.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.11.1991
IPC-Hauptklasse F03C 1/24
IPC-Nebenklasse F03C 1/04   F01B 1/06   
Zusammenfassung Ein Kolbenmotor, insbesondere Radialkolbenmotor ist mit in einem Gehäuse verstellbaren Kolben (8) und mit einer in dem Gehäuse gelagerten Abtriebswelle (3) versehen. Die Abtriebswelle (3) ist mit einem Steuerzapfen (7) versehen, welcher eine mit einer Druckmittelzuführung verbundene segmentartige Druckversorgungsnut (14) für die Kolben (8) und eine segmentartige Entsorgungsnut (15), die mit einer Druckmittelausgangsleitung (10) zur Druckmittelabfuhr verbunden ist, aufweist. Die Kolbenräume sind jeweils über Verbindungsbohrungen (20) während der Rotation der Abtriebswelle (3) mit der Druckversorgungsnut (14) verbindbar. Eine Seitenwand (25) der Druckversorgungsnut (14) ist gegenüber einer senkrecht zur Längsachse (26) der Abtriebswelle (3) gerichtete Achse derart schräggestellt, daß die Breite der Druckversorgungsnut (14), ausgehend von einem Maß, das größer ist als der Durchmesser oder der Querschnitt der Verbindungsbohrung (20), in Drehrichtung der Abtriebswelle (3) abnimmt. Die Abtriebswelle (3) ist über eine Verstelleinrichtung (30) in axialer Richtung verstellbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kolbenmotor nach der in Anspruch 1 näher definierten Art.

Ein Kolbenmotor dieser Art ist z. B. in der DE-OS 37 16 163 beschrieben.

Ein derartiger Radialkolbenmotor wird häufig bei Kraftfahrzeugen zum Antrieb von Nebenagregaten verwendet. Der vorbekannte Kolbenmotor arbeitet bei einem bestimmten Druck mit einem stets konstanten Volumendurchsatz. Dies bedeutet, daß stets eine gleichbleibende Abtriebsleistung bzw. Abtriebsdrehmoment vorhanden ist, und zwar unabhängig vom Bedarf des Verbrauchers.

Bei Axialkolbenmotoren ist es bekannt, Volumendurchsatzänderungen durch Änderungen der Schrägstellung der Taumelscheibe zu erreichen. Der Volumendurchsatz bzw. das Schluckvolumen von Flügelzellenmotoren kann durch eine Verschiebung des äußeren Ringes erreicht werden. Die bekannten Radialkolbenmotoren können jedoch nur durch aufwendige Hubverstellungen bezüglich ihres Volumendurchsatzes geändert werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kolbenmotor, insbesondere einen Radialkolbenmotor, der eingangs erwähnten Art so auszugestalten, daß auf relativ einfache Weise der Volumendurchsatz und damit das Abtriebsdrehmoment geändert werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Druckversorgungsnut läßt sich das Schluckvolumen der jeweiligen Belastung anpassen; d. h. der Volumendurchsatz läßt sich bei unverändertem Hub der Kolben und unveränderter Bohrungsgröße für die Kolben praktisch bei gleichem oder annähernd gleichem Druck ändern. Je nach der axialen Lage der Abtriebswelle wird nämlich die Füllung der Zylinder bzw. der Kolbenräume früher oder später beendet. Befindet sich z. B. die Verbindungsbohrung seitlich so verschoben im Bereich der schrägen Seitenwand derart, daß während der Rotation der Abtriebswelle vorzeitig die Verbindungsbohrung aus dem Bereich der Druckversorgungsnut gelangt, so wird die Befüllung der Kolbenräume früher abgeschlossen. Zwar wird damit gleichzeitig auch der Druck in den Kolbenräumen abgebaut und es stellt sich ein gewisser Unterdruck ein, aber beim Ausschieben des Druckmittels, im allgemeinen Öl, stellt sich wieder der gewünschte Druck ein.

In vorteilhafter Weise wird man die Druckversorgungsnut derart ausgestalten, daß die Breite der Druckversorgungsnut an dem von der größeren Ausgangsbreite abgewandten Ende wenigstens annähernd dem Durchmesser oder Querschnitt der Verbindungsbohrung entspricht.

Durch diese Ausgestaltung wird ein kontinuierlicher Übergang von einer minimalen Drehmomentabgabe bis zu einer maximalen Größe, die der Größe von ungeregelten Radialkolbenmotoren entspricht, erreicht.

Aus Dichtigkeitsgründen zwischen der Druckversorgungsnut und der Entsorgungsnut wird man im allgemeinen die Druckversorgungsnut nur über einen Umfangsbereich von 150 bis 170° vorsehen.

Von Vorteil ist es weiterhin, wenn vorgesehen ist, daß die Schrägstellung der Seitenwand derart gewählt ist, daß die Verstellung der Abtriebswelle proportional zu dem Drehmomentbedarf eines Verbrauchers ist.

Durch diese Ausgestaltung erfolgt die Verstellung der Abtriebswelle proportional zur Belastung, d. h. proportional zu dem abzugebenden Drehmoment, womit eine einfache Regelung des Verschiebeweges der Abtriebswelle gegeben ist.

Zur Verstellung der Abtriebswelle, was im allgemeinen nur in einer Größenordnung von wenigen Millimetern sein wird, z. B. 1-3 mm, sind die verschiedenartigsten Verstellglieder, wie z. B. mechanischer, hydraulischer oder pneumatischer Art möglich.

Die Verstellglieder können dabei von außen her durch elektrische oder elektronische Stellglieder je nach Wunsch bzw. Bedarf separat verstellt werden.

Eine einfachere Verstellung, welche selbstregelnd ausgebildet sein kann, kann darin bestehen, daß die Verstellglieder hydraulische Verstellkolben aufweisen, die mit dem Zulaufdruck zu dem Kolbenmotor beaufschlagbar sind.

Dies bedeutet, daß man zur Verschiebung der Abtriebswelle keine Fremdenergie benötigt.

Dabei kann vorgesehen sein, das die Verstellkolben in axialer Richtung des Kolbenmotores verschiebbar sind und an einer radialen Kolbenanlagefläche der Abtriebswelle oder einem mit der Abtriebswelle verbundenen Teil angreifen.

Auf diese Weise läßt sich die Abtriebswelle sehr einfach verstellen.

Eine Selbstregelung wird erreicht, wenn vorgesehen ist, daß an eine gegen die Kolbenanlagefläche gerichtete Anschlagfläche eine federartige Einrichtung angepreßt ist.

Durch die federartige Einrichtung, z. B. Tellerfedern, wird ein Gegendruck erzeugt. Sinkt der Druck im System ab, so wird der Volumendurchsatz erniedrigt, während umgekehrt bei einem Ansteigen des Druckes der Volumendurchsatz durch eine entsprechende Verschiebung der Abtriebswelle gesteigert wird.

Dabei erfolgt die Verschiebung druckproportional. In diesem Falle ist zwar ein geringer Druckunterschied erforderlich, um den gewünschten Steuerdruck zu erhalten, aber bei Verwendung von ensprechend hohen Drücken, z. B. 200 bar, kann sich der Druckunterschied auf wenige Bar beschränken. Dies bedeutet, daß sich dieser Druckunterschied nicht nachteilig auswirkt.

Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 Einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Radialkolbenmotor nach der Linie I-I der Fig. 2;

Fig. 2 einen Querschnitt durch den Radialkolbenmotor;

Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung des erfindungsgemäßen Steuerzapfens;

Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3;

Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3 (in vergrößerter Darstellung und ohne Exzenter);

Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3;

Fig. 7 eine Ansicht des Steuerzapfens entsprechend der Ansicht nach Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;

Fig. 8 einen Längsschnitt durch einen Radialkolbenmotor von geringfügig anderer Bauart mit einer Verstelleinrichtung.

Obwohl nachfolgend nur ein Radialkolbenmotor von grundsätzlich bekannter Bauart beschrieben ist, wobei nur auf die erfindungsgemäßen Teile näher eingegangen wird, ist die Erfindung grundsätzlich auch für einen Axialkolbenmotor mit entsprechenden artentypischen Abänderungen geeignet.

Der dargestellte Radialkolbenmotor weist ein Gehäuse 1 mit einem Deckel 2 auf. In dem Gehäuse 1 und dem Dekkel 2 ist gemäß Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1, 2 und 8 eine Abtriebswelle 3 mit einem Exzenter 4 angeordnet.

Die Abtriebswelle 3 besitzt auf einer Seite einen Abtriebszapfen 5 mit einem Gleitlager 6 als erste Lagerstelle. Auf der anderen Seite des Exzenters befindet sich die zweite Lagerstelle, welche ebenfalls als Gleitlager ausgebildet ist. Im Bereich der zweiten Lagerstelle ist auch einen Steuerzapfen 7 zur Steuerung des Druckmittels angeordnet. Auf dem Exzenter 4 ist zusätzlich noch ein Ring und eine Lagerbuchse 24 vorgesehen.

Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 ist der Steuerzapfen 7 in dem Deckel 2 gelagert. Selbstverständlich kann dieser jedoch auch direkt in dem Gehäuse gelagert sein und der Gehäusedeckel befindet sich auf der anderen Seite (siehe Fig. 8). Ebenso muß der Steuerzapfen 7 mit der Abtriebswelle 3 nicht einstückig sein.

In der Ebene des Exzenters 4 befinden sich über diesem und über den Umfang gleichmäßig verteilt in Bohrungen des Gehäuses angeordnete Kolben 8, welche in radialer Richtung verschiebbar sind. Über Druckleitungen 9 und dazugehörige Verbindungsbohrungen 20 wird Öl in Abhängigkeit von der Stellung des rotierenden Steuerzapfens 7 in die Kolbenräume dar Kolben eingeleitet. Im unteren Bereich des Gehäuses 1 befindet sich eine Ölauslaßleitung 10, wobei im Bedarfsfalle gegebenfalls auch eine zweite Auslaßleitung 10a vorhanden sein kann.

Der erfindungsgemäße Steuerzapfen 7 ist in den Fig. 3 bis 7 deutlicher dargestellt. Die in den Fig. 3 bis 6 dargestellte Lage des Steuerzapfens 7 zeigt jeweils Ansichten bzw. Schnitte, die gegenüber der in der Fig. 1 dargestellten Ansicht des Steuerzapfens 7 um 90° gedreht sind.

Über eine in der Fig. 3 nur prinzipmäßig gestrichelt dargestellte Zuleitung 11 (siehe auch Fig. 2) wird Druckmittel in eine Umfangsnut bzw. Ringnut 12 in den Steuerzapfen 7 eingeleitet. Von der Ringnut 12 aus führt eine Verbindungsbohrung in Form einer Schrägbohrung 13 mit einer Einlaßöffnung 22 zu einer segmentartigen Druckversorgungsnut 14.

Auf der gleichen Ebene des Steuerzapfens 7 befindet sich auf der anderen Hälfte, d. h. der Druckversorgungsnut 14 gegenüberliegend, eine ebenfalls segmentartige Entsorgungsnut 15.

Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, sind die Druckversorgungsnut 14 und die Entsorgungsnut 15 in üblicher Weise durch einen Steg 16 voneinander getrennt, der den Steuerzapfen 7 zur Abdichtung vollständig durchsetzt. Er weist parallel zueinander verlaufende Längsseiten auf, nämlich eine vordere Längsseite 23A und eine hintere Längsseite 23B - jeweils bezogen auf die Drehrichtung des Steuerzapfens 7 (siehe auch Teile in den Fig. 5 und 7). Die Gesamtlänge der Druckversorgungsnut 14 kann sich über einen Bereich von Null bis 150° oder maximal ca. 170° erstrecken.

Von der Entsorgungsnut 15 aus führt ebenfalls eine Schrägbohrung 17 zu einer weiteren Umfangsnut 18, von der aus durch eine ebenfalls nur gestrichelt dargestellte Leitung 19, z. B. über den Freiraum hinter der hinteren Stirnseite der Abtriebswelle 3, zu der Auslaßöffnung 10 bzw. 10A führt.

Das von einer vorgeschalteten Pumpe kommende Drucköl gelangt über eine Einlaßöffnung 11A in das Gehäuse 1 des Motores und von da aus über die Leitung 11 in die Ringnut 12. Die Weiterleitung des Druckmittels erfolgt über die Schrägbohrung 13 und die Druckversorgungsnut 14 in die drei Verbindungsbohrungen 20 in dem Deckel 2, an die sich jeweils die schrägen Druckleitungen 9 für jeden Kolben 8 anschließen. Dies bedeutet, daß für jeden der drei Kolben 8 eine Verbindungsbohrung 20 und eine daran sich anschließende schräge Druckbohrung 9 vorgesehen ist.

In der in den Fig. 3 und 5 dargestellten Position befindet sich der druckbeaufschlagte Kolben gerade über dem Steuerzapfen 7. Aus der unteren und links dargestellten Verbindungsbohrung 20 wird jeweils nach dem Arbeitshub der Kolben 8 das Öl ausgestoßen. Dabei wird es in die Entsorgungsnut 15 geleitet, von wo aus es über die Schrägbohrungen 17 und die Umfangsnut 18 und die Leitung 19 das Gehäuse 1 über den Auslaß 10 und gegebenenfalls 10A verläßt.

Wie aus der Fig. 1 und insbesondere aus der vergrößerten Darstellung in der Fig. 7 ersichtlich ist, ist eine Seitenwand 25 der Druckversorgungsnut 14 gegenüber der senkrecht zur Längsachse 26 der Antriebswelle 5 gerichteten Achse schräg gestellt. Die zweite Seitenwand liegt in üblicher Weise senkrecht zur Längsachse 26. In der Fig. 7 ist zusätzlich auch der Verlauf der Seitenwand gestrichelt dargestellt, wie er beim Stand der Technik der Fall ist d. h., beim Stand der Technik sind beide Seitenwände parallel zueinander.

Die Schrägstellung der Seitenwand 25 ist dabei so gewählt, daß die Breite der Druckversorgungsnut 14 in Drehrichtung (siehe Pfeil) abnimmt. Die Ausgangsbreite bei Nutbeginn 27 ist dabei deutlich größer als der Querschnitt bzw. der Durchmesser der Verbindungsbohrung 20. Der Durchmesser der Verbindungsbohrungen 20 ist in der Fig. 7 gestrichelt eingezeichnet. Am Nutende 28, d. h. auf der dem Nutbeginn 27 gegenüberliegenden Seite besitzt die Verbindungsnut noch eine Breite, die annähernd dem Durchmesser der Verbindungsbohrung 20 entspricht. Die Seitenwand 25 verläuft linear von dem Nutbeginn 27 bis zum Nutende 28. Die Gesamtlänge der Druckversorgungsnut 14 erstreckt sich über ca. 160°.

Die Abtriebswelle 3 ist zusammen mit dem einstückig ausgebildeten Steuerzapfen 7 in axialer Richtung verschiebbar, wozu die Lager als Schwimmbüchsen ausgebildet sind und zusammen mit der Abtriebswelle 5 verschoben werden. Da nur Verschiebewege von wenigen Millimetern erforderlich sind, führt dies weder zu konstruktiven Problemen noch zu einer nennenswert größeren Baulänge. Wird die Abtriebswelle 3 in der Zeichnung nach links verschoben, so befinden sich die Öffnungen der Verbindungsbohrungen 20 im Bereich der schrägen Seitenwand 25 (siehe Fig. 7) und gelangen auf diese Weise während der Rotation früher aus dem Bereich der Druckversorgungsnut 14. Dies bedeutet, daß die Befüllung der Kolbenräume für die Kolben 8 früher beendet wird. Lediglich dann, wenn die Abtriebswelle 3 ganz nach rechts verschoben wird, und sich die Öffnungen der Verbindungsbohrungen 20 in dem Bereich zwischen der linken Seitenwand und der gestrichelten Linie in der Fig. 7 befinden, wird eine maxmale Befüllung von Anfang bis Ende erreicht.

Die Verstellung der Abtriebswelle 5 ist beispielsweise in dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 8 dargestellt. Das Ausführungsbeispiel nach der Fig. 8 ist grundsätzlich von gleicher Bauart, weshalb für gleiche Teile auch die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Lediglich der Gehäusedeckel 2 befindet sich auf der anderen Seite und statt einer Umfangsnut 18 und eine Leitung 19 wird in diesem Falle das Druckmittel durch eine Axialbohrung 29 in einen Raum vor der hinteren Stirnseite der Abtriebswelle 3 bzw. des Steuerzapfens 7 geleitet, wovon es zu dem Auslaß 10 gelangt.

In dem Gehäuse 1 sind sich gegenüberliegend in den freien Bereichen zwischen den Kolben 8 Verstellkolben 30 vorgesehen, die sich in entsprechenden Bohrungen in dem Gehäuse 1 befinden. Die Verstellkolben 30 weisen auf einer Seite jeweils einen Kolbenraum 31 auf, der jeweils über eine Ringnut 32 im Gehäuse und Bohrungen 33 mit der Druckversorgungsnut 14 verbunden ist. Dies bedeutet von der Druckversorgungsnut 14, die unter dem Zulaufdruck steht, wird Druckmittel abgezweigt, womit die Verstellkolben 30 mit ihren vorderen Stirnflächen gegen eine Axialscheibe 34 gedrückt werden, die eine radiale Kolbenanlagefläche an dem Exzenter bildet. Auf der anderen Seite des Exzenter 4 befindet sich ebenfalls eine Scheibe 35, an der das Lager 6, das als Schwimmbüchse ausgebildet ist, anliegt. Auf der anderen Seite des Lagers 6 ist eine weitere Axialscheibe 36 angelegt, auf die eine Tellerfeder 37 als federartige Einrichtung drückt. Mit ihrem anderen Ende ist die Tellerfeder 37 an dem Deckel 2 abgestützt.

Die Tellerfeder 37 erzeugt einen Gegendruck zu den Anpreßdrücken der Verstellkolben 30.

Aus der Fig. 8 ist weiterhin auch ersichtlich, daß von der Druckversorgungsnut 14 auch Bohrungen 38 , 39 und 40 zur Versorgung der Gleitlager mit Schmieröl abzweigen.

Selbstverständlich ist die dargestellte Verstelleinrichtung zur axialen Verschiebung der Abtriebswelle 3 nur beispielsweise anzusehen. Im Bedarfsfalle sind für deren Verstellung auch noch andere Verstellmöglichkeiten denkbar.

Die Verstellmöglichkeit nach der Fig. 8 ist durch die Versorgung der Kolbenräume 31 mit dem Zulaufdruck selbstregelnd. In Abhängigkeit von dem Druck erfolgt durch die Tellerfedern 37 oder die Verstellkolben 30 eine entsprechende Verschiebung der Antriebswelle in axialer Richtung. Bei einem entsprechend hohen Druck wird die Abtriebswelle 3 entgegen der Kraft der Tellerfeder 37 nach links verschoben, womit die Öffnungen der Verbindungsbohrungen 20 in den Bereich der geraden Seitenwand 25 geraten, und damit ein größerer Befüllungsgrad der Kolbenräume erreicht wird, woraus eine entsprechende Druckregelung solange erfolgt, bis wieder ein Gleichgewichtszustand erreicht wird und die Abtriebswelle 3 eine entsprechende Zwischenposition einnimmt. Bei entsprechend niedrigem Druck überwiegt die Kraft der Tellerfedern 37, womit die Abtriebswelle 3 nach rechts bis in den Bereich der schrägen Seitenwand 25 für eine minimale Befüllung der Kolbenräume verschoben wird.

Bezugszeichenliste

1 Gehäuse

2 Deckel, Gehäusedeckel

3 Abtriebswelle

4 Exzenter

5 Abtriebszapfen

6 Lager, Gleitlager

7 Steuerzapfen

8 Kolben

9 Druckbohrung, Druckleitungen

10 Ölauslaßleitung

10A Druckmittelausgangsleitung

11 Leitung, Zuleitung

11A Einlaßöffnung

12 Ringnutöffnung

13 Schrägbohrung

14 Druckversorgungsnut

15 Entsorgungsnut

16 Steg

17 Schrägbohrung

18 Nutende, Umfangsnut

19 Leitung

20 Verbindungsbohrung

21 -

22 Einlaßöffnung

23A vordere Längsseite

23B hintere Längsseite

24 Lagerbuchse

25 Seitenwand

26 Längsachse

27 Nutbeginn

28 Nutende

29 Axialbohrung

30 Verstellkolben

31 Kolbenräume

32 Verbindungskanäle

33 Bohrung

34 Kolbenanlagefläche/Axialscheibe

35 Scheibe

36 Anschlagfläche, Axialscheibe

37 Tellerfeder

38-40 Bohrungen


Anspruch[de]
  1. 1. Kolbenmotor, insbesondere Radialkolbenmotor, mit einem Gehäuse verstellbaren Kolben und mit einer in dem Gehäuse gelagerten Abtriebswelle, wobei die Abtriebswelle mit einem Steuerzapfen versehen ist, welcher eine mit einer Druckmittelzuführung verbundene segmentartige Druckversorgungsnut für die Kolben und eine segmentartige Entsorgungsnut, die mit einer Druckmittelausgangsleitung zur Druckmittelabfuhr verbunden ist, aufweist, wobei die Kolbenräume jeweils über Verbindungsbohrungen während der Rotation der Abtriebswelle mit der Druckversorgungsnut verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine Seitenwand (25) der Druckversorgungsnut (14) gegenüber der senkrecht zur Längsachse der Abtriebswelle (3) gerichteten Achse derart schräggestellt ist, daß die Breite der Druckversorgungsnut (14), ausgehend von einem Maß, das größer ist als der Durchmesser oder der Querschnitt der Verbindungsbohrung (20), in Drehrichtung der Abtriebswelle (3) abnimmt, und daß die Abtriebswelle (3) über eine Verstelleinrichtung (30) in axialer Richtung verstellbar ist.
  2. 2. Kolbenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Druckversorgungsnut (14) an dem von der größeren Ausgangsbreite abgewandten Nutende (18) wenigstens annähernd dem Durchmesser oder Querschnitt der Verbindungsbohrung (20) entspricht.
  3. 3. Kolbenmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Druckversorgungsnut über einen Umfangsbereich von Null bis 150°, maximal bis 170° erstreckt.
  4. 4. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägstellung der Seitenwand (25) derart gewählt ist, daß die Verstellung der Abtriebswelle (3) proportional zu dem Drehmomentenbedarf eines Verbrauchers ist.
  5. 5. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung mechanische Verstellglieder aufweist.
  6. 6. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung hydraulische oder pneumatische Verstellglieder (30) aufweist.
  7. 7. Kolbenmotor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellglieder (30) durch elektronische Steuerglieder betätigbar sind.
  8. 8. Kolbenmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellglieder Verstellkolben (30) aufweisen, die mit dem Zulaufdruck zu dem Kolbenmotor beaufschlagbar sind.
  9. 9. Kolbenmotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellkolben (30) in axialer Richtung des Kolbenmotors verschiebbar sind und an einer radialen Kolbenanlagefläche (34) der Abtriebswelle (3) oder einem mit der Abtriebswelle verbundenen Teil angreifen.
  10. 10. Kolbenmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an eine gegen die Kolbenanlagefläche (34) gerichtete Anschlagfläche (Axialscheibe 36) eine federartige Einrichtung (37) angepreßt ist.






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