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Dokumentenidentifikation DE3314112C2 23.01.1992
Titel Fadenspeicher
Anmelder Savio & C. S.p.A., Mailand/Milano, IT
Erfinder Calamani, Sergio, Mailand/Milano, IT
Vertreter Schönwald, K., Dr.-Ing.; von Kreisler, A., Dipl.-Chem.; Fues, J., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Selting, G., Dipl.-Ing.; Werner, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 5000 Köln
DE-Anmeldedatum 19.04.1983
DE-Aktenzeichen 3314112
Offenlegungstag 27.10.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.01.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.1992
IPC-Hauptklasse B65H 51/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fadenspeicher zur Speicherung und Lieferung von Fäden, insbesondere von fortlaufenden Fasersträngen und dünnen Bändern, mit einem feststehenden Körper, einer Welle, die auf mindestens einem Wälzlager drehbar in dem Körper gelagert ist, einer Motoreinheit für den Antrieb der Welle, einem Stützkörper für Fadenwicklungen, der an einem Ende der Welle von mindestens einem Wälzlager getragen wird, einem mit der Welle fest verbundenen Fadenwindungsverteilarm, dessen freies Ende seitlich von dem Fadenwindungsstützkörper absteht und durch den ein von dem einen Ende der Welle kommender rohrförmiger Kanal verläuft und mit einer Einrichtung zur Verhinderung von Drehungen des Fadenwindungsstützkörpers auf der Welle sowie mit Hilfsmitteln für den Transport der Fadenwindungen entlang des Fadenwindungsstützkörpers in Richtung auf dessen freies Ende.

Es ist bekannt, daß bei vielen Verarbeitungsmaschinen der Faden nicht direkt von einer Spule, einem Kops, einer Bandrolle oder dergleichen zugeführt wird, sondern daß dieser die Verarbeitungsmaschine erst erreicht, nachdem er zuvor auf ein Gerät aufgewickelt wurde, wo sich ein Fadenvorrat oder eine Fadenreserve bildet, die dann von der Verarbeitungsmaschine abgezogen wird.

Die am häufigsten verwendeten Geräte haben im wesentlichen die Form einer Trommel, an derem einen Ende Fadenwindungen aufgespult werden, während dann der Faden vom anderen Ende der Trommel abgezogen wird. Es sind dabei Vorrichtungen vorgesehen, die die auf der Trommel aufgewickelten Fadenwindungen verschieben, so daß sie sich von dem einen Ende der Trommel, an dem sie aufgespult wurden, in Richtung auf das andere Ende bewegen, wo der Faden abgezogen wird.

Bei einigen bekannten Geräten (US-PS 36 72 590; US-PS 37 02 176) dreht sich die Trommel um ihre eigene Achse, während der Faden durch ein kleines Loch oder eine Lieferöse abgezogen wird.

Bei anderen bekannten Geräten (US-PS 30 93 339; US-PS 38 34 635) ist die Trommel, auf der die Fadenwindungen aufgewickelt werden, feststehend und der Faden wird an der Basis der Trommel von einem rotierenden Arm zugeführt.

Für die Verschiebung der Fadenwindungen entlang der äußeren Oberfläche der Trommel sind mechanische Einrichtungen verschiedener Art bekannt (US-PS 26 25 340, US-PS 34 19 225 und US-PS 30 93 339), die eine in Relation zur Trommel oszillierende Platte aufweisen, die an dem Ende der Trommel angeordnet ist, an dem die Fadenwindungen abgelegt werden. Bei einer solchen Platte ist ein kreisbogenförmiger Teil ihrer Oberfläche immer im Kontakt mit einem Abschnitt derjeniger Windung, die ihr am nächsten ist, und die zuletzt vom rotierenden Arm abgelegt worden ist. Das Oszillieren der Platte verursacht die Verschiebung der Windung, mit der die Platte in Berührung ist. Diese Windung wiederum verschiebt und läßt die Windungen, die neben ihr liegen, auf der Trommel vorrücken.

Dieses Verschiebesystem für die Windungen hat schwerwiegende Nachteile, die beispielsweise darin bestehen, daß die Windungen dazu neigen, gegenseitig aneinander zu haften, wenn der Faden sehr haarig ist, sowie darin, daß die Windungen bei einigen bestimmten Fäden dazu neigen, sich übereinander zu legen: Dies trifft besonders dann zu, wenn der Faden die Form eines dünnen Bandes oder fortlaufenden Faserstranges mit etwas verbreitertem und abgeplattetem Querschnitt hat, wie es normalerweise bei synthetischen Materialien der Fall ist.

Für die Verschiebung des Fadens auf der Trommel sind auch andere Systeme bekannt (US-PS 10 52 212), bei denen das Gerät aus zwei Gruppen von umfangsmäßig angeordneten Stangen und Teilen zum radialen und axialen Verschieben einer jeden Stangengruppe relativ zur anderen Gruppe besteht, derart, daß eine jede Stangengruppe jeweils den Faden, der um die Stangengruppen gewickelt ist, aufnimmt, ihn axial verschiebt und ihn auf die andere Stangengruppe gleiten läßt. Auch dieses Verschiebesystem für Fadenwicklungen hat Nachteile, die beispielsweise darin bestehen, daß die Windungen die Neigung haben, frei zu fallen und sich aufeinander zu legen, und daß jegliche Kontrolle über die Lage der Fadenwindungen fehlt.

Bei weiteren bekannten Systemen (US-PS 31 31 729 und US-PS 37 76 480 (Fig. 10)) werden die Fadenwindungen auf mehrere Gurte, die um die zentrale Achse des Gerätes herum verteilt sind, gewickelt. Jeder dieser Gurte läuft endlos über zwei Riemenscheiben, von denen jeweils eine an jedem Ende des Gerätes angeordnet ist. Die Riemenscheiben, die an einem Ende des Gerätes angeordnet sind, sind fest verbunden mit Zahnrädern, die im Eingriff sind mit einer Schneckenschraube, die von einem Motor angetrieben wird und die koaxial zum Gerät angeordnet ist. Eine Drehbewegung der Schneckenschraube bewirkt eine Drehbewegung der Zahnräder, die mit ihr im Eingriff sind, und folglich auch eine Drehbewegung der Riemenscheiben sowie den Transport der auf den Riemenscheiben montierten Gurte. Die äußere Lauffläche der endlosen Gurte stellt eine Anlagefläche für die Fadenwindungen dar und bewirkt auch deren Vorwärtsbewegung in Richtung auf das freie Ende des Gerätes. Mit anderen Worten: Die Fadenwindungen, die auf die aus den Gurten bestehenden Anlagefläche in der Nähe des einen Endes des Gerätes aufgewickelt werden, werden von diesen Gurten zum anderen Ende des Gerätes transportiert, wo sie abgenommen werden. Dieser Gerätetyp hat wesentliche Nachteile, die teils in seinem komplizierten Aufbau bestehen (eine große Anzahl von Riemenscheiben und Getriebeteilen ist notwendig), und darin, daß solche Gurte sehr schnell verschleißen, zumal der Faden von den Gurten mit sehr hoher Geschwindigkeit abgezogen wird und auf diesen Gurten reibt. Da dieser Gerätetyp ständig einem plötzlichen Anhalten und Starten ausgesetzt ist, neigt der Faden, der auf den Gurten abgelegt wird, dazu zu rutschen, woraus sich Überlagerungen von Windungen ergeben. Schließlich erlauben diese Stütz- und Transportgurte für Fadenwindungen dank ihrer glatten und ebenen Oberfläche keine Positionskontrolle der auf ihnen aufgewickelten Fadenwindungen.

Bei solchen Geräten mit feststehender Trommel, auf der die Windungen von einem rotierenden Arm abgelegt werden, sind Hilfsmittel verschiedener Art vorgesehen, um die Drehung der Trommel zu verhindern, die auf einer rotierenden Welle, die auch den Fadenverteilarm trägt, montiert ist. Gemäß bekannten Ausführungsformen (US-PS 30 93 339, US-PS 37 20 384, US-PS 37 37 112, US-PS 37 96 384, US-PS 37 76 480 und FR-PS 21 03 687) sind mehrere Zahnräder, die auf der Welle oder an dem Verteilarm montiert sind, sowie verschiedene untereinander koaxiale und jeweils fest mit der starren Grundplatte und mit der Trommel verbundene Kronräder vorgesehen: Dieses mechanische System, das aus vielen untereinander im Eingriff befindlichen Zahnrädern besteht, verursacht hohe Kosten in der Herstellung und Montage. Auch ergibt sich aufgrund der Getriebeteile ein hohes Geräuschniveau während des Betriebes.

Bei anderen Gerätetypen (US-PS 38 34 635) wird die Drehbewegung der Trommel auf magnetischem Wege verhindert: Dabei sind in der Trommel Permanentmagnete integriert, während sich weitere Permanentmagnete in einem Gehäuse außerhalb der Trommel befinden, die entgegengesetzt zu denen in der Trommel angeordnet sind. Auch in diesem Fall ergeben sich Nachteile, insbesondere aufgrund der Tatsache, daß die Trommel nicht absolut still stehen bleibt, insbesondere wenn der Faden intermittierend mit hoher Geschwindigkeit von ihr abgezogen wird. Ein weiterer Nachteil besteht in den erhöhten Herstellkosten für derartige Geräte.

Schließlich sind Geräte mit stillstehender Trommel und rotierendem Fadenverteilarm bekannt (US-PS 39 44 156 und US-PS 37 91 598), bei denen die Drehbewegung der Trommel mit Hilfe von drehenden Reiblagern verhindert wird: Dieses System hat den Nachteil hoher Herstellkosten, die durch die hohen Kosten der Lager entstehen und den Nachteil eines hohen Energieverbrauchs durch die Lager.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die in der Lage ist, Verarbeitungsmaschinen mit Fäden zu versorgen, insbesondere mit fortlaufenden Fasersträngen oder dünnen Bändern, synthetischen oder anderen Materials, die eine korrekte Lage der Fadenwindungen mit einem definierten gegenseitigen Abstand gewährleistet und die einen einfachen und ökonomischen Aufbau mit langer Lebensdauer und sicherer Funktionsweise aufweist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß der Fadenwindungsstützkörper aus mehreren starren Führungen besteht, die um die Achse der Welle herum angeordnet sind, daß jede dieser Führungen einen nach außen offenen endlosen Kanal hat, daß die Hilfsmittel zum Transport der Fadenwindungen aus mehreren Kugeln oder Rollen bestehen, die in den Kanälen beweglich geführt sind, und sich untereinander im wesentlichen berühren, während sie nach außen aus den Kanälen vorstehen, und daß mit der Welle eine koaxial zu dieser Welle verlaufende Schneckenschraube verbunden ist, mit der die Kugeln in einem Teilbereich ihrer Umlaufbahn im Eingriff sind.

Im bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen die Teile, die die Drehbewegung des Stützkörpers für die Fadenwindungen verhindern, aus zwei Kegelrädern mit Frontverzahnung, von denen eines auf einer Seite und das andere auf der anderen Seite des Fadenwindungsverteilarms angeordnet ist, wobei die Kegelräder auf der Welle mit Hilfe von verschiedenen Wälzlagern montiert sind. Die Achsen der beiden Kegelräder schneiden sich untereinander und schneiden auch die Achse der Welle. Die Verzahnungen der beiden Kegelräder greifen in einem Bereich ineinander, der im wesentlichen diametral dem Bereich entgegengesetzt ist, in dem zwischen den Kegelrädern der Fadenverteilarm hervorragt. Mit jedem der beiden Kegelräder ist ein zahnförmiger Zapfen fest verbunden, der radial nach außen absteht und jeweils in einen von Wänden begrenzten Sitz pendelnd eingreift, wobei sich ein Sitz an dem Gehäuse und der andere an dem Wicklungsstützkörper befindet.

Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 einen partiellen axialen schematischen Schnitt durch den gesamten Fadenspeicher,

Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,

Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt der Vorrichtung, an der Stelle, wo der Fadenverteilerarm den Kugelführungen am nächsten kommt,

Fig. 4 einen Querschnitt im vergrößerten Maßstab einer Kugelführung,

Fig. 5 eine Frontansicht im stark vergrößerten Maßstab eines zahnförmig ausgebildeten Teils, das sich in einem entsprechenden ortsfesten Sitz befindet und

Fig. 6 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1, mit einem Detail des ausrastbaren Körpers, der an dem freien Ende der Vorrichtung montiert ist und der als Sicherheitselement fungiert.

Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung besteht aus einem starren Körper 1, der an einem feststehenden Teil befestigt werden kann und an dem ein Elektromotor montiert ist, von dem in Fig. 1 lediglich das äußere Gehäuse 2 gezeigt ist. Eine vom Elektromotor angetriebene längsgestreckte Welle 4 ist auf Wälzlagern 3 gelagert. Von der Welle 4 steht ein Arm 5 seitlich ab, durch den ein Kanal verläuft, der sich von dem freien Ende bis zu dem in Fig. 1 links dargestellten freien Ende der Welle 4 erstreckt.

Auf der Welle 4 sind Wälzlager 6 montiert, die den Stützkörper für die Fadenwicklungen frei drehbar auf der Welle tragen. Dieser Stützkörper besteht aus einem im wesentlichen scheibenförmig ausgebildeten starren Teil 7, das acht starre Führungen, die rundherum um die Achse der Welle 4 verteilt sind, aufweist: Jede Führung setzt sich zusammen aus einer zentralen ringförmig geschlossenen Platte 8 (s. Fig. 1, 2 und 3), die zwischen zwei seitlichen Platten 9 eingeschlossen und mit dieser fest verbunden ist, wie in Fig. 4 deutlich zu sehen ist. Die Platten 9 bilden zusammen mit der Platte 8 einen nach außen offenen Kanal, in dem eine fortlaufende Reihe von metallischen Kugeln 10 angeordnet ist, die auf der Kante der Platte 8 rollen, und die von den Platten 9 in der kanalförmigen Führung gehalten werden. Wie man aus den Zeichnungen entnehmen kann, ragt ein Teil bzw. eine Kalotte einer jeden Kugel nach außen aus der Kanalführung hervor. Anstelle der Kugeln können auch Rollen verwendet werden.

Der am weitesten außen liegende Abschnitt einer jeden Kanalführung ist im wesentlichen geradlinig und diese äußeren geradlinigen Abschnitte der verschiedenen Kanalführungen sind im gegenseitigen gleichen Abstand und entlang einer zylindrischen Oberfläche angeordnet, wie in Fig. 2 zu sehen ist, wo lediglich zwei der Kanalführungen nahezu vollständig schematisch dargestellt sind, während die übrigen mit Hilfe von unterbrochenen radial verlaufenden Linien angedeutet sind.

Mit ihrem nach innen gerichteten Teil weisen die Kanalführungen noch einen kurzen geradlinigen Abschnitt auf, in denen die Kugeln 10 mit schraubenförmigen Vertiefungen einer Schneckenschraube 11 im Eingriff sind, die formschlüssig auf der Welle 4 aufgekeilt ist. Unter der Annahme, daß die Drehung des starren Teils 7 verhindert sei, und damit die Drehung der Kanalführungen, folgt, daß die Drehung der Welle und damit der Schneckenschraube 11 die Bewegung der Kugeln 10 in den jeweiligen Kanalführungen bewirkt. Als Folge bewegen sich alle Kugeln gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit entlang der äußeren Peripherie der Kanalführungen in Fig. 1 von links nach nachts.

Wenn der die Welle 4 antreibende Elektromotor eine entgegengesetzte Drehrichtung hat, als die zuvor zugrunde gelegte, reicht es aus, eine Schneckenschraube zu verwenden, deren Spirale entgegengesetzt gedreht ist, um die Kugeln im radial außenliegenden Abschnitt ihres Umlaufweges in Fig. 1 von links nach rechts zu bewegen. Auch wenn es aus Vereinfachungsgründen nicht in den Zeichnungen dargestellt ist, weil es offensichtlich ist, ist die Schneckenschraube vorzugsweise aus zwei aufeinanderfolgenden Schneckenschraubenteilen mit U-förmigen oder kanalförmigen Gewinden, die in einem Teil entgegengesetzt zu dem anderen Teil gerichtet sind. Auf diese Weise ist es möglich, eine solche Schneckenschraube auf der Welle 4 zu befestigen, während die Kugeln mit demjenigen Teil des Gewindes im Eingriff sind, der die gewünschte Bewegung der Kugeln in den Kanalführungen bewirkt.

Um die Drehung des starren Teils 7 mit den Kanalführungen um die Welle 4 zu verhindern, sind ein Kegelradpaar 12 und 13 vorgesehen, von denen das eine Kegelrad auf einer Seite und das andere auf der anderen Seite des Arms 5 (Fig. 1) angeordnet ist. Dieses Kegelradgetriebe ist auf der Welle 4 mit Wälzlagern 14 bzw. 15 montiert, deren Achsen sich schneiden und die gleichwohl die Achse der Welle 4 schneiden, mit der sie in einer Ebene liegen. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel bilden die Achsen der beiden Kegelräder 12 und 13 den gleichen Winkel mit der Achse der Welle 4.

Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die Verzahnungen der beiden Kegelräder 12 und 13 in einem Bereich 16 untereinander im Eingriff, der diametral demjenigen Bereich entgegengesetzt ist, aus dem zwischen den gleichen Kegelrädern der Arm 5 hervortritt.

Die beiden Kegelräder weisen jeweils ein zahnförmig ausgebildetes abstehendes Teil 17 bzw. 18 auf, das sich radial nach außen erstreckt (s. auch Fig. 5), und das in einem entsprechend ausgebildeten Sitz, der von zwei seitlichen Wänden 19 bzw. 20 begrenzt wird, im Eingriff ist und darin parallel zu den Wänden pendelt, wobei die Wände 19 bzw. 20 Bestandteil des Körpers 1 bzw. des starren Teils 7 sind.

Es ist offensichtlich, daß das Kegelrad 12 sich während der Drehbewegung der Welle 4 nicht drehen kann, da dies von dem abstehenden Teil 17, das im Eingriff steht mit dem von den Wänden 19 begrenzten Sitz, verhindert wird: Während der Drehbewegung der Welle bewegt sich aufgrund der Neigung der Achse des Lagers 14 das abstehende Teil in dem starren Sitz und pendelt parallel zu den Wänden.

Da das Kegelrad 13 in dem Bereich 16 im Eingriff steht mit dem Kegelrad 12, wird auch dieses Kegelrad 12 am Drehen gehindert, und auch dessen abstehendes Teil 18 pendelt in dem von den drehfesten Wänden 20 begrenzten Sitz, so daß jegliche Drehbewegung des starren Teils 7, dem die Wände angehören, und der Kanalführungen 8, 9 mit den jeweiligen Kugeln 10 verhindert werden.

Während der Drehbewegung der Welle wird fortlaufend aufgrund der Neigung der Lager 14 und 15 der Bereich, in dem Zähne der beiden Kegelräder gegenseitig im Eingriff sind, variieren. Folglich sind die Verzahnungen untereinander immer in einem Bereich im Eingriff, der diametral demjenigen Bereich entgegengesetzt ist, aus dem der Arm 5 der Welle 4 hervorsteht.

Man nehme nun an, daß ein Faserstrang oder ein dünnes Band in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 in das Innere des ausgehöhlten Teils der Welle 4 durch das röhrenförmige Teil des Arms 5 und eine an diesem Arm befestigte Verteileröse 21 geführt wird, um schraubenförmig um die Kanalführungen gewickelt zu werden. Ein solcher Faserstrang oder ein solches Band wird sich, wie in Fig. 1 gestrichelt dargestellt und mit dem Bezugszeichen 22 versehen, schraubenförmig auf die Führungen 8 bis 10 wickeln, und zwischen zwei einander nachfolgenden Kugeln 10 abgelegt, wie vergrößert in Fig. 3 dargestellt ist, wo die verschiedenen Windungen in Abschnitten dargestellt sind und die Form von kleinen Rechtecken 23 aufweisen, die über die freien Kanten der Platten 9 gleiten. Der Faden, der vom freien Ende des Gerätes abgenommen wird, durchquert eine an einem festen Arm 26 befestigte Führungsöse 25, und wird abgewickelt, indem er entlang der gesamten ringförmigen glatten Kante eines ausrastbaren Teils 30 gleitet, das mehrere Aussparungen aufweist, in die mehrere Zapfen 31 (im Ausführungsbeispiel 8) von untereinander parallelen und aus dem starren Teil herausragenden Stäben 32 eingefügt sind. Das bewegliche Teil 30 wird auf den Zapfen 31 der Stäbe 32 von einer oder mehreren Rückhaltefedern 33 gehalten (Fig. 6), die elastisch nach außen verformbar sind, und die das Lösen des Teils 30 von den Stäben 6, folglich das Ausrasten des Teils nach außen, zulassen, wenn auf das Teil ein zu hoher Druck von den auf den Kanalführungen aufgewickelten Windungen des Fadens ausgeübt wird. Um dies zu verhindern und um eine einwandfreie Lieferung des Fadens zu erlauben, weist das Gerät einen oder mehrere Sensoren auf, die ein Anhalten des Antriebsmotors des Gerätes bewirken, wenn eine maximale vorbestimmte Anzahl von Windungen auf den Kanalführungen aufgewickelt ist, und die den automatischen Start des Motors veranlassen, wenn wegen der Fadenabnahme der Verarbeitungsmaschine zuwenig Windungen vorliegen. Der Sensor, der das Anhalten und das Starten des Motors steuert, wird hier der Einfachheit halber nicht weiter beschrieben, da er an sich bekannt ist und beispielsweise aus einem Mikroschalter besteht, der von den Fadenwindungn betätigt wird, wie er in der US-PS 31 31 729 und US-PS 37 76 480 beschrieben ist.

Das beschriebene Gerät hat eine extreme Effektivität bewiesen, indem es eine Fadenlieferung an Verarbeitungsmaschinen unter kontrollierter Vorspannung erlaubt, speziell bei fortlaufenden Fasersträngen und dünnen Bändern, indem es ein Übereinanderlegen der Windungen verhindert und indem es deren einwandfreien Transport und ihren gegenseitigen Abstand während der Lieferung aufgrund der Kugeln sichert. Ein solches Gerät hat sich darüber hinaus als extrem verschleißfest und frei von Nachteilen beim schnellen Start sowie beim schnellen Anhalten des Antriebsmotors erwiesen.

Während die Welle 4 sich dreht, kann das starre Teil 7 mit den Kanalführungen und anderen Teilen, die mit ihm verbunden sind, mit Hilfe von anderen Vorrichtungen als den Kegelrädern 12 und 13, beispielsweise mit Hilfe einer Lagervorrichtung, eines Magneten oder anderer wie die in der Einleitung der vorliegenden Beschreibung erwähnten Getriebevorrichtungen festgehalten werden. Jedoch ist das in den Zeichnungen dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel wegen seiner extremen Einfachheit, der geringen Herstellkosten und der sicheren Funktionsweise bevorzugt.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenspeicher zur Speicherung und Lieferung von Fäden, insbesondere von fortlaufenden Fasersträngen und dünnen Bändern, mit einem feststehenden Körper (1), einer Welle (4), die auf mindestens einem Wälzlager (3) drehbar in dem Körper (1) gelagert ist, einer Motoreinheit für den Antrieb der Welle (4), einem Stützkörper für Fadenwicklungen, der an einem Ende der Welle (4) von mindestens einem Wälzlager (6) getragen wird, einem mit der Welle (4) fest verbundenen Fadenwindungsverteilarm (5), dessen freies Ende seitlich von dem Fadenwindungsstützkörper absteht und durch den ein von dem einen Ende der Welle (4) kommender rohrförmiger Kanal verläuft und mit einer Einrichtung zur Verhinderung von Drehungen des Fadenwindungsstützkörpers auf der Welle (4) sowie mit Hilfsmitteln für den Transport der Fadenwindungen entlang des Fadenwindungsstützkörpers in Richtung auf dessen freies Ende, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenwindungsstützkörper (7 bis 10) aus mehreren starren Führungen (8, 9) besteht, die um die Achse der Welle (4) herum angeordnet sind, daß jede dieser Führungen (8, 9) einen nach außen offenen endlosen Kanal hat, daß die Hilfsmittel zum Transport der Fadenwindungen aus mehreren Kugeln (10) oder Rollen bestehen, die in den Kanälen beweglich geführt sind, und sich untereinander im wesentlichen berühren, während sie nach außen aus den Kanälen vorstehen, und daß mit der Welle (4) eine koaxial zu dieser Welle verlaufende Schneckenschraube (11) verbunden ist, mit der die Kugeln (10) in einem Teilbereich ihrer Umlaufbahn im Eingriff sind.
  2. 2. Fadenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneckenschraube (11) abnehmbar auf der Welle (4) befestigt ist, daß sie aus zwei aufeinanderfolgenden Schneckenschraubenteilen mit kanalförmigen Windungen besteht, die in einem Teil relativ zum anderen Teil entgegengesetzt verlaufen, und daß die Kugeln (10) lediglich mit einem Teil dieser Schneckenschraube im Eingriff sind.
  3. 3. Fadenspeicher nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem freien Ende des Fadenwindungsstützkörpers (7 bis 10) ein Körper (30) ausrastbar montiert ist, auf den die Windungen von den Kugeln (10) zubewegt werden, und daß der ausrastbare Körper (30) aufgrund des auf ihn von den Fadenwindungen ausgeübten Druckes in eine Position verschiebbar ist, wo er die Fadenlieferung unterbricht.
  4. 4. Fadenspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Verhinderung der Drehbewegung des Fadenwindungsstützkörpers aus zwei unterschiedlichen Kegelrädern (12, 13) mit Frontverzahnung besteht, von denen eines auf der einen Seite und das andere auf der anderen Seite des Fadenwindungsverteilarms (5) angeordnet sind, daß diese Kegelräder auf der Welle (4) mit Wälzlagern (14, 15) gelagert sind, daß die Achsen der beiden Kegelräder (12, 13) sich untereinander und mit der Achse der Welle (4) schneiden, daß die Verzahnungen der beiden Kegelräder (12, 13) in einem Bereich (16) ineinandergreifen, der im wesentlichen demjenigen Bereich entgegengesetzt angeordnet ist, in dem der Fadenwindungsverteilarm (5) hindurchragt, und daß mit jedem der beiden Kegelräder (12, 13) jeweils ein zahnförmig ausgebildetes Teil (17, 18) fest verbunden ist, das sich radial nach außen erstreckt und pendelnd in einen Sitz eingreift, wobei sich einer der Sitze am Körper (1) und der andere am Fadenwindungsstützkörper (7) befindet.
  5. 5. Fadenspeicher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der beiden Kegelräder (12, 13) gleiche Winkel mit der Achse der Welle (4) bilden.






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