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Dokumentenidentifikation DE3903684C2 30.04.1992
Titel Verbesserung der Wirkung und Funktion von Vogelscheuchen mit rotierenden Metall-Bändern oder -Teilen, die beim Gegeneinanderschlagen klirren
Anmelder Wilhelms, Walter, 5591 Bruttig-Fankel, DE
Erfinder Wilhelms, Walter, 5591 Bruttig-Fankel, DE
DE-Anmeldedatum 08.02.1989
DE-Aktenzeichen 3903684
Offenlegungstag 09.08.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.04.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1992
IPC-Hauptklasse A01M 29/02
IPC-Nebenklasse H02P 7/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine intermittierend motorisch angetriebene Vogelscheuche mit rotierenden Metall-Bändern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 35 31 403 A1 ist bereits eine elektrische betriebene Vogelscheuche mit rotierenden Metallbändern bekannt, bei der gegenüber den davor bekannten, gattungsgemäßen Vogelscheuchen US-PS 40 74 653 und CH-PS 6 62 703, durch das Gegeneinanderklirren der Bänder am Ende der Drehbewegung zusätzlich eine akustische Scheuchwirkung erzielt wird.

Bekannt ist lt. dieser DE 35 31 403 A1 eine Vogelscheuche mit rotierenden Bändern, welche an einer horizontal angeordneten, intermittierend angetriebenen Metallscheibe beweglich gelagert sind, aus Metall bestehen und so bemessen und angeordnet sind, daß sie nur bei plötzlichem Stillstand der Metallscheibe klirrend aneinanderschlagen. Die Scheuchwirkung lt. DE-GM 75 35 421 wirkt nur bei Wind, statt mit motorischer Kraft und dann dauernd, statt intervallartig (ca. 10 Sekunden lang, ca. 1 Minute Pause gegen den Gewöhnungseffekt) und weist vor allem nicht die erfindungsgemäße Vorrichtung auf zur Verstärkung der Klirrwirkung. Durch die DE-GM 75 35 421 ist auch bekannt, das Aneinanderhaften der klirrenden Metallflächen durch vorstehende Noppen o. ä. zu verhindern, während das Haften und Verheddern der Bänder bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch die weiter unten dargelegte Anordnung der Bänder verhindert wird.

Bei dem Tongenerator gemäß dem DE-GM 19 69 827 handelt es sich um einen teuren, schweren Tongenerator, während ein "Digi Memo" ein rein elektronischer Tonspeicher ist (Recorder ohne mechanisch bewegte Teile). Es handelt sich um eine kleine Platine mit einem RAM-Speicher IC, auf dem z. B. ein Original-Wegflattergeräusch gespeichert sein kann, das jeweils nach einer Pause (von ca. 1 Minute) neu abgestrahlt wird. Im übrigen handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung um die Anwendung einer sich potenzierenden Gesamt- bzw. Kombinationswirkung von aufschreckendem Klirren und stakkatoartigem Vogelwarnruf (statt Gesang, schrilles, gleichmäßig in "aufgeregter" Tonfolge wiederholtes piep piep piep und Wegflattergeräusch).

Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung der Scheuchwirkung von intermittierend motorisch angetriebenen Vogelscheuchen mit rotierenden Metall-Bändern durch eine verlängerte Scheuchzeit und eine intensive Scheuchwirkung.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die vom Rand der Metallscheibe herabhängenden Metall-Bänder bei der Rotation um den Scheiben-Drehpunkt, hinten am Gerät schräg gegen ein horizontal angebrachtes, groß bogenförmig vorstehendes Metallband geraten, dadurch bei der Drehung unterschiedlich stark nach oben abgelenkt und emporgeworfen werden, durcheinander wirbeln und dadurch, statt nur am Ende der Bewegung während der ganzen Aktionszeit des Intervallbetriebs gegeneinander klirren.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Eine Schaltungsanordnung zum Betrieb der elektrisch betriebenen Vogelscheuche ist in Abb. 1 gezeigt.

In Abb. 1 sind dabei die 100 MF 1 M Ohm für die Pausen und 22 kOhm für die Aktionszeit zuständig und ergeben zusammen mit den 3,3 Ohm für die geeignete Rotationsgeschwindigkeit von 0,5 U/sek, wiederholt nach jeweils einminütiger Pause ein wirkungsvolles, ca. 10 Sekunden langes Dauerklirren der Bänder. Zusätzlich ist nun auch hinten, außen am Gerät (innerhalb des schützenden, bogenförmigen Ableitbandes) außer dem Fotowiderstand ein kleiner induktiver Impuls-Signalgeber angebracht, der mit parallelem Resonanzkondensator und relativ überhöhter Spannung betrieben, mit in kurzen, gleichmäßigen Abständen wiederholtem schrillen Stakkato-Piepsen einen Vogel-Warn bzw. -Angstschrei vorzüglich nachahmt und dadurch eine zusätzliche Scheuchwirkung hervorruft.

Durch einen Resonanzkondensator geeigneter Größe (2,2 MF) parallel zum Impuls-Signalgeber, ist der Vogelwarnschrei lauter und es wird gleichzeitig viel weniger Strom aufgenommen.

Um darüber hinaus eine großflächigere Scheuchwirkung zu erzielen, ist der Einbau eines digitalen Tonspeichers ("Digi Memo") mit anschließendem NF-Leistungs-Verstärker in Brückenschaltung vorgesehen, und unter dem Gerät eine Mini-Leistungs-Lautsprecherbox angebracht.

Mit dieser Einrichtung wird ein Geräusch "einmalig" aufgenommen, gespeichert und in den genannten, 10 Sekunden dauernden Aktionszeiten immer wieder abgestrahlt, und zwar vornehmlich als ein Geräusch, welches die Vögel hervorrufen, wenn sie verängstigt, empört Laute ausstoßend davonflattern. Vor allem dieses Flattergeräusch ruft ein instinkhaftes Mit- davonflattern-Wollen hervor.

Da in der DE 35 31 403 A1 am Rand der großen, horizontal angeordneten Drehscheibe aus Metall für jedes runterhängende Metallband nur je ein Loch vorgesehen war, zur Aufnahme der Scheibe und Bänder lose verbindenden Metallringelchen, zeigten die Flachseiten der runterhängenden Bänder zum Scheiben-Mittelpunkt. Bei drehender Bewegung der Scheibe konnten die Flachseiten der Bänder schon mal übereinander gleiten und (vorerst) sogar ein Band quer zwischen große, drehende Metallscheibe und Getriebemotor enthaltendes Gehäuse geraten, was letztlich zum Verheddern der Bänder führte.

Nunmehr sind am Rand der inzwischen größeren Scheibe für jedes Metallringelchen je 2 Löcher vorgesehen, Löcher die dicht nacheinander auf gleicher Kreisbahn (um den Scheibendrehpunkt) liegen, so daß die Ringelchen tangential angeordnet sind und nunmehr je eine Bandkante der herabhängenden Bänder zum Scheiben-Drehpunkt zeigt, bzw. die Flachseiten der Bänder fast parallel zueinander angeordnet sind, wodurch das Verheddern der Bänder vermieden wird. Da früher bei Nässe die Bänder dazu neigten aufeinander zu haften, wodurch sie kaum noch klirrten, wird dies nun durch die neue Bandanordnung verhindert.

Durch die Zwischenschaltung eines Fotowiderstandes zwischen Kollektor von T1 und Basis von T2, siehe Abb. 1, wird eine automatische Nachtabschaltung des Gerätes bewirkt.

Durch einen Widerstand von nur 1 kΩ in Reihe mit dem lichtempfindlicheren Fotowiderstand und der weniger den Fotowiderstand bedeckenden Bandanordnung, ist der Tagbetrieb (der Nachtabschaltung) mit weniger Licht möglich. Zum Wegsieben der Resonanzfrequenz und der Ein- und Ausschalt-Spannungsspitzen (durch die Induktivität des Motors) liegt ein 2,2 MF-Elko zwischen Basis und Emitter von Transistor T1. Der Kondensator 0,1 MF zwischen Basis und Emitter und die Schottky-Diode SB 140 parallel zum Transistor T2 vermeiden Störungen und schützen den Transistor vor den Einschalt- und Ausschalt-Spannungsspitzen des Motors. Die zusätzliche Leistungs-Schottky- Diode SB 140 in Serie mit der restlichen Schaltung dient dem Verpolungsschutz beim Falsch-Anschließen durch den Kunden und ruft wenig Spannungsabfall hervor.

Durch die Speisung mittels 12 V-Bleiakku/36 Ah (bei einer Spitzen-Stromaufnahme von nur 120-130 mA, ist für eine Saison nur eine Akku-Ladung erforderlich) und entsprechende Schaltungsänderung, z. B. ein 3,3 Ω statt eines 330 Ω Widerstand können die sieben großen Sammelkondensatoren gemäß der DE 35 31 403 A1 von je 4700 MF entfallen.


Anspruch[de]
  1. 1. Intermittierend motorisch angetriebene Vogelscheuche mit rotierenden Metallbändern, die an einer Metallscheibe beweglich gelagert sind und bei Bewegungsänderung klirrend aneinanderschlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Rand der Metallscheibe herabhängenden Metallbänder bei der Rotation um den Scheiben-Drehpunkt, hinten am Gerät schräg gegen ein horizontal angebrachtes, groß bogenförmig vorstehendes Metallband geraten, dadurch bei der Drehung unterschiedlich stark nach oben abgelenkt, und emporgeworfen werden, durcheinanderwirbeln und dadurch, statt nur am Ende der Bewegung, während der ganzen Aktionszeit des Intervallbetriebs gegeneinander klirren.
  2. 2. Vogelscheuche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem induktiven elektromagnetischen Impuls-Signalgeber ein Resonanzkondensator parallel geschaltet ist und dieser Signalgeber mit relativ überhöhter Spannung betrieben einen lauten, schrillen stakkatoförmig piepsenden Ton erzeugt und damit zwecks zusätzlicher Scheuchwirkung einen Vogelwarnschrei nachahmt.
  3. 3. Vogelscheuche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tonspeicher, insbesondere ein digitaler elektronischer Tonspeicher, das Geräusch davonflatternder Vögel abstrahlt.
  4. 4. Vogelscheuche nach Anspruch 1, bei der am Rand der Metallscheibe von vornehmlich 16 cm Durchmesser für jedes der vorzugsweise 16 am Rand der Scheibe herabhängenden Metallbänder ein Metallring vorgesehen ist, welcher Scheibe und Band lose miteinander verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß am Rand der Scheibe für jeden Metallring je 2 Löcher vorgesehen sind, die dicht nacheinander auf gleicher Kreisbahn um den Scheibendrehpunkt liegen, so daß die Ringe tangential angeordnet sind und nunmehr je eine Bandkante der herabhängenden Bänder zum Scheiben-Drehpunkt zeigt, bzw. die Flachseiten der Bänder fast parallel zueinander angeordnet sind.
  5. 5. Vogelscheuche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Nachtabschaltung zusätzlich zwischen Kollektor von Transistor T1 und Basis von Transistor T2 ein Fotowiderstand geschaltet ist.
  6. 6. Vogelscheuche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verpolungsschutz eine Leistungs-Schottky-Diode vorgeschaltet ist, die mit der übrigen Elektronik in Reihe liegt.






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