| Dokumentenidentifikation |
DE4103893C1 07.05.1992 |
| Titel |
Vorrichtung zum Formen von gekrümmten Bauteilen |
| Anmelder |
Köder Ingenieurbüro und Sondermaschinenbau, 7090 Ellwangen, DE |
| Erfinder |
Köder, Paul, 7090 Ellwangen, DE |
| Vertreter |
Berendt, T., Dipl.-Chem. Dr.; Leyh, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Hering, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München |
| DE-Anmeldedatum |
08.02.1991 |
| DE-Aktenzeichen |
4103893 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
07.05.1992 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
07.05.1992 |
| IPC-Hauptklasse |
B27H 1/00
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| Zusammenfassung |
Es wird eine Vorrichtung zum Formen und gegebenenfalls Pressen von gekrümmten Bauteilen, wie gekrümmten Balken aus Brettschichtträgern, bereitgestellt, welche in modularer Bauweise wenigstens zwei Spanneinrichtungen in einem Grundgestell umfaßt, welche beweglich sind. Jede Spanneinrichtung hat als Grundkörper einen längs Führungen verfahrbaren Schlitten, der beispielsweise mit Rollen längs eines Schienenpaars als Führungen verfahrbar ist. Im Mittelteil des Schlittens ist ein Drehtisch um eine Achse senkrecht zum Schlitten drehbar, an dem wenigstens zwei symmetrisch zur Drehachse verstellbare Spannelemente vorgesehen sind. Zur Verstellung dieser Spannelemente, welche von Spannrollen gebildet werden können, ist eine Verstelleinrichtung zentrisch am Schlitten angeordnet. Mit Hilfe dieser Verstelleinrichtung werden die Spannrollen symmetrisch bezüglich der Drehachse in ihrer gegenüberliegenden Anordnung aufeinander zu und voneinander weg bewegt. Zur Steuerung der Vorrichtung kann eine Handsteuerung oder eine rechnergestützte Steuerung eingesetzt werden.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Formen von
gekrümmten Bauteilen, insbesondere Brettschichtträgern,
gekrümmten Balken oder dergleichen gemäß Oberbegriff von
Patentanspruch 1.
Aus US-PS 23 99 348 ist eine Biegevorrichtung der eingangs
genannten Art bekannt. Diese Biegevorrichtung umfaßt für die
Erzeugung der Biegegestalt des zu biegenden Teils ein festes
Teil, das vorzugsweise zylindrisch ausgestaltet ist oder
wenigstens eine gekrümmte Fläche auf den gegenüberliegenden
Seiten hat. Als Gegenstück hierzu dient ein schlittenförmig
verfahrbares, komplementäres Bauteil, wobei die eigentliche
Biegeform des zu biegenden Teils durch den Zwischenraum
zwischen dem festen und dem beweglichen Formteil der
Biegevorrichtung bestimmt wird. Diese gesonderten Form- und
Gegenformerteile der Biegevorrichtung müssen nicht nur gesondert
hergestellt werden, sondern sie müssen auch bei dem jeweils
vorzunehmenden Biegevorgang auf die gewünschten Positionen
eingestellt werden. Diese Einstellarbeiten sind zeitaufwendig,
und für die Herstellung der die Biegegestalt bestimmenden Form-
und Gegenformteile ist zusätzlich noch ein bedeutender
Material- und Zeitaufwand erforderlich.
Zum Formen und Pressen von als Brettschichtträger
ausgebildeten, gekrümmten Balken war es bisher erforderlich, Winkelböcke
einzusetzen, gegen die die Balken mit Hilfe von Schraubzwingen
gepreßt wurden. Zur Herstellung von gebogenen Bauteilen werden
diese Winkelböcke, die in einem Betonbett verankert sind,
derart angeordnet, daß sie beispielsweise eine Anordnung mit
mehreren Winkelböcken umfaßt, welche in Art einer entsprechend
dem herzustellenden Bauteil gekrümmten Schablone angeordnet
sind. Das Ausrichten und Anordnen der Winkelböcke zur Bildung
einer solchen Schablone sind zeitraubend, und die hierfür
erforderlichen Arbeiten müssen von Hand ausgeführt werden.
Daher ist bisher die Herstellung von gekrümmten Bauteilen,
insbesondere von gekrümmten Balken in Form von
Brettschichtträgern arbeitsintensiv und teuer, da man nahezu jeweils von
Sonderanfertigungen und Einzelanfertigungen hierbei sprechen kann.
Auch setzen die jeweils vorzunehmenden Arbeiten hierbei
Erfahrung und Kenntnis voraus, so daß für diese Arbeiten
erfahrenes und geschultes Personal eingesetzt werden muß. Ein
besonderer Nachteil bei der bisherigen Herstellungsweise
insgesamt ist ferner darin zu sehen, daß die Grundelemente für
die herzustellenden gebogenen Bauteile meist wirtschaftlich auf
maschinelle und sogar voll automatische Weise bereitgestellt
werden können, so daß beim Formen und Pressen dieser Bauteile
zu der gewünschten gebogenen Gestalt die kontinuierliche
Herstellungsweise für die Grundbauteile unterbrochen werden
muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Formen von gekrümmten Bauteilen der gattungsgemäßen Art
bereitzustellen, welche eine vereinfachte Herstellung von
gekrümmten Bauteilen mit wählbarer Krümmung und beliebiger
Länge gestattet.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung zum
Formen von gekrümmten Bauteilen, insbesondere
Brettschichtträgern, gekrümmten Balken oder dergleichen, welche die Merkmale
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweist, in Verbindung
mit den Merkmalen seines Kennzeichens gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung können beliebig gekrümmte
Bauteile, wie als Brettschichtträger ausgebildete, gekrümmte
Balkenteile, auf wesentlich vereinfachte und kostengünstige
Weise hergestellt werden, da die als Grundkörper dienenden
Schlitten der Spanneinrichtungen unter Erzielung der jeweils
gewünschten Bogenform des herzustellenden Bauteils an die
gewünschten Stellen gefahren werden können und sich die darauf
gelagerten Drehtische mit den wenigstens zwei verstellbaren
Spannelementen bei eingelegtem und zu biegendem Bauteil
selbsttätig in die erforderliche Winkellage ausrichten, wobei
sich die Spannelemente bei jeder beliebigen Stellung der
Schlitten öffnen und schließen lassen, so daß man
gegebenenfalls unterschiedliche Preßdrücke auf das herzustellende
Bauteil ausüben kann. Diese Vorrichtung gestattet auf nahezu
universelle Weise die Herstellung von Bauteilen mit beliebigen
Krümmungen, ohne zeitaufwendige und komplizierte
Ausrichtarbeiten für die jeweiligen Spanneinrichtungen. Auch läßt sich die
Anzahl der bei der Vorrichtung zum Formen von gekrümmten
Bauteilen nach der Erfindung eingesetzten Spanneinrichtungen
auf den jeweils gewünschten Anwendungszweck anpassen und dank
der modularen Bauweise nahezu frei wählbar erweitern. Hierdurch
wird auch erreicht, daß die Längen der herzustellenden
gekrümmten Bauteile frei wählbar sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nicht nur auf dem Gebiet
der Herstellung von Leimholz und beispielsweise zur Formgebung
von Brettschichtträgern bei der Herstellung von Bauteilen für
den Wohnhausbau, wie Türzargen, Fensterstürze, Dachgauben,
Dachsparren usw. von Schalungen für Betonbauer, von Bauteilen
für Wintergärten, Pavillons, Pergolen, Autounterstellplätze,
Spielplätze, usw. in besonderer Weise geeignet, sondern es
können mit dieser Vorrichtung auch Formgebungen bei anderen
Materialien mit ähnlichen Elastizitätsmodulen erzielt werden,
wie dies beispielsweise bei der Erstellung von
Schweißkonstruktionen aus Stahlbauteilen der Fall ist.
Vorzugsweise sind die Führungen für die verfahrbaren Schlitten
parallel zueinander angeordnet, und sie sind zweckmäßigerweise
in dieser Anordnung an einem Grundgestell vorgesehen, so daß
die Spanneinrichtungen unabhängig voneinander in die jeweils
gewünschte Position verfahren werden können.
Vorzugsweise umfaßt die Vorrichtung eine gemeinsame
Antriebseinrichtung zum Verfahren der Schlitten der
Spanneinrichtungen wozu am Grundgestell der Vorrichtung Motore, Kettentriebe
und dergleichen beispielsweise vorgesehen sein können, so daß
sich die Arbeiten für die jeweilige Positionierung der
Schlitten der Spanneinrichtungen einfach und schnell auch mit
ungeschultem und unerfahrenen Personal durchführen lassen.
Zur Führung des Schlittens jeder Spanneinrichtung können
Gleitführungen oder Rollenführungen oder auch Kombinationen
hiervon eingesetzt werden, wobei die jeweilige Führungsweise
natürlich auch von der erforderlichen Herstellgenauigkeit der
herzustellenden Bauteile sowie deren Größe und/oder Länge
abhängig ist. Als besonders bevorzugt hat sich erwiesen, die
Schlitten der Spanneinrichtungen auf Rollen längs den
Führungen, die zweckmäßigerweise als Schienenführungen ausgelegt
sind, verfahrbar zu machen.
Vorzugsweise werden die symmetrisch zur Drehachse verstellbaren
Spannelemente der jeweiligen Spanneinrichtung von Spannrollen
gebildet, so daß sich beim Verformen des herzustellenden
Bauteils, wenn die parallel angeordneten Spanneinrichtungen
verfahren werden, sich das Bauteil auf diesen Spannrollen
abrollen kann und man eine Linienberührung von den
Spanneinrichtungen und dem herzustellenden Teil hat, um an der
Oberfläche des herzustellenden Teils möglicherweise sichtbare
Biegemarkierungen zu vermeiden.
Obgleich die Verstelleinrichtung für die Spannelemente auch
motorisch mit Hilfe eines elektrischen, hydraulischen,
pneumatischen Antriebs jeweils angetrieben sein kann, hat es
sich als zweckmäßig erwiesen, die zentrisch vorgesehene
Verstelleinrichtung für die Spannelemente mechanisch
wiederstandsfähig und robust so auszubilden, daß sie ein
Kettenradritzel mit einer Zahnradübertragungseinrichtung zur
symmetrischen Verstellung der Spannelemente bezüglich der Drehachse des
Schlittens aufweist. Hierdurch können die jeweils
erforderlichen Einspannkräfte auf individuelle Weise variiert und
abgestimmt werden.
Eine Grundausgestaltungsform einer Vorrichtung nach der
Erfindung umfaßt beispielsweise sieben verstellbare
Spanneinrichtungen der vorstehend genannten Art, und mit einer solchen
Vorrichtung lassen sich die gängigsten Längen der zu biegenden
Bauteile bearbeiten.
Die Anzahl von Spanneinrichtungen
der Vorrichtung läßt sich beliebig
erweitern. Vorzugsweise ist zur Steuerung der Vorrichtung eine
Handsteuerung oder eine rechnergestützte Steuerung vorgesehen.
Die Handsteuerung erlaubt eine individuelle Eingabe und Vorgabe
der für die Herstellung der Bauteile erforderlichen Verfahrwege
und Stellgrößen, während eine rechnergestützte Steuerung
insbesondere ein vollautomatisches Betreiben der
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit möglichst geringem Personalaufwand
erlaubt. Die rechnergestützte Steuerung kann in zweckmäßiger
Weise ferner derart ausgelegt werden, daß sie unmittelbar bei
dem Entwurf der herzustellenden Bauteile erhaltene
Informationen und Daten, wie CAD-Daten, verarbeiten und hieraus die
erforderlichen Einstellungen ermitteln kann, um die jeweiligen
Spanneinrichtungen der Vorrichtung und deren Teile in
gewünschter Weise zu positionieren. Auf diese Weise ist ein On-line-
Betrieb beispielsweise mit einem zentralen Rechner für die
Konstruktion und die Fertigung möglich.
Insbesondere hat die Vorrichtung einen modularen Aufbau, so daß
man nahezu eine universelle Flexibilität für die Formgebung der
verschiedensten Ausgestaltungen der Bauteile erreichen kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform sind die
Spanneinrichtungen unabhängig voneinander verfahrbar. In Abhängigkeit
von dem jeweiligen Anwendungsfall lassen sich aber die
Spanneinrichtungen auch in einer vorbestimmten Abfolge und
miteinander bewegungsgekoppelt gegebenenfalls verfahren.
Vorzugsweise sind die Spanneinrichtungen in einer gemeinsamen
Ebene angeordnet, die von den parallel vorgesehenen Führungen
zum Verfahren der Schlitten der Spanneinrichtung gebildet wird.
Hierdurch wird erreicht, daß man bei der Herstellung der zu
formenden Bauteile insbesondere auch die gewünschte hohe
Genauigkeit im Hinblick auf die Ebenheit des Bauteils auf
konstruktiv einfache Weise erreicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer bevorzugten
Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer bevorzugten
Ausführungsform einer Vorrichtung zum Formen und
Pressen eines Brettschichtträgers zur Herstellung
eines gekrümmten Balkenteils in einer Draufsicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Spanneinrichtung nach der
Erfindung als Einzelteildarstellung,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Spanneinrichtung nach Fig.
3 in Teilschnittdarstellung, und
Fig. 5 eine Seitenansicht der Spanneinrichtung nach Fig.
3.
In den Figuren der Zeichnung sind gleiche oder ähnliche Teile
mit denselben Bezugszeichen versehen.
Anhand den Fig. 1 und 2 wird eine Vorrichtung zum Formen und
Pressen von gekrümmten Bauteilen anhand eines Beispiels zur
Herstellung eines gekrümmten Balkens aus einem
Brettschichtträger erläutert. Die Vorrichtung ist dort insgesamt mit 1
bezeichnet. An einem Grundgestell 2 der Vorrichtung 1 sind bei
dem dargestellten Beispiel acht Führungen 3 für insgesamt
sieben Spanneinrichtungen 4 angebracht. Die Führungen 3 werden
von jeweils parallel vorgesehenen Schienen 5 gebildet, längs
denen die Spanneinrichtungen 4 unabhängig voneinander
verfahrbar sind. Jede Spanneinrichtung 4 hat ein längs den Führungen
3 bewegbaren Grundkörper, welcher als Schlitten 6 ausgelegt
ist, der auf den als Führungen 3 dienenden Schienen 5 mittels
Rollen 7 verfahrbar ist. Dieser Schlitten 6 hat eine
Mittelachse 8. Um diese Mittelachse 8 ist ein Drehtisch bzw. Drehteller
9 drehbar gelagert, d. h. er ist zentrisch am Schlitten 6 um
eine senkrechte oder in Fig. 1 vertikale Achse drehbar
gelagert. Am Drehtisch 9 sind symmetrisch zur Drehachse 8 und
diametral gegenüberliegend Spannelemente 10 vorgesehen, welche
am Drehtisch 9 mittels einer Verschiebebewegung verstellbar
vorgesehen sind. Mit Hilfe einer zentrisch angeordneten und
insgesamt mit 11 bezeichneten Verstelleinrichtung können die
Spannelemente 10 zur Veränderung des Abstandes zwischen
denselben aufeinander zu oder voneinander weg zum Öffnen oder
Schließen der Spanneinrichtung bewegt werden. Beim
dargestellten Beispiel werden die Spannelemente 10 von zwei Spannrollen
12 in diametral gegenüberliegender Anordnung gebildet. Mit
Hilfe einer Antriebseinrichtung 13, die beim dargestellten
Beispiel von einem motorisch angetriebenen Kettentrieb gebildet
wird, werden die Schlitten 6 individuell längs den Führungen
3 verfahren. Natürlich können auch andere Antriebseinrichtungen
als die dargestellte Antriebseinrichtung 13 zum Verfahren der
Schlitten 6 eingesetzt werden.
Die vorstehend erläuterte Vorrichtung 1 hat im wesentlichen die
nachstehend näher beschriebene Funktionsweise.
In Abhängigkeit von der gewünschten gekrümmten Gestalt des
herzustellenden Bauteils, wie eines gekrümmten Balkens 14, der
als Brettschichtträger ausgelegt ist und in seiner Grundform
einen geraden Verlauf hat, wenn er in der nicht gezeigten
Grundstellung der Spanneinrichtungen 4 eingelegt wird, werden
die Schlitten 6 mit Hilfe der Antriebseinrichtung 13 über eine
gegebenenfalls vorgesehene nicht näher dargestellte Steuerung
in die gewünschten Positionen verfahren. Zweckmäßigerweise sind
die Spannelemente 10 der Spanneinrichtungen 4 noch wenigstens
teilweise geöffnet, bis die Schlitten 6 ihre bestimmungsgemäße
Position einnehmen. Der Balken 14 kann sich dann auf den
Spannrollen 12 abrollen, bis man die gewünschte und in Fig.
1 beispielsweise gezeigte gekrümmte Gestalt des Balkens 14 hat.
Bei dieser Verfahrbewegung der Schlitten 6 richten sich die
jeweiligen Drehtische 9 hinsichtlich der Winkellage von selbst
an das zu biegende Bauteil, wie den Balken 14, aus.
Gegebenenfalls können die Schlitten 6 in der bestimmungsgemäßen
Endposition an den Führungen 3 arretiert und unverrückbar
festgelegt werden. Mit Hilfe der zentral angeordneten
Verstelleinrichtung 11, die beispielsweise von einem Kettenradritzel
15 gebildet werden kann, werden dann die Spannelemente 10 so
bezüglich der Mittelachse 8 zueinander verfahren, daß die
Spannelemente 10 mit einer vorbestimmten Andrückkraft an dem
Balkenteil 14 in der bogenförmig gekrümmten Gestalt unter
Berücksichtigung der Dicke des Balkenteils 14 anliegen.
Wenn die Form- und Preßbearbeitung nach der jeweils
erforderlichen Bearbeitungszeit abgeschlossen ist, können die
Spanneinrichtungen 4 durch Verstellen der Spannelemente 10 in
Öffnungsrichtung geöffnet werden, wobei die Spannelemente 10 in
Richtung voneinander weg bewegt werden, so daß das
fertiggebogene Balkenteil 14 aus der Vorrichtung 1 entnommen werden kann.
Die Anzahl von sieben Spanneinrichtungen 4 ist hierbei auf eine
Länge des Balkenteils 14 mit durchschnittlicher Größe
abgestellt. Durch den modularen Aufbau mit den jeweiligen
Spanneinrichtungen 4 und diesen zugeordeten Führungen 3 läßt sich
natürlich die Vorrichtung 1 beliebig erweitern. Es ist eine
flexible Anpassung auch unter Berücksichtigung von
unterschiedlich herzustellenden Bauteilen mit verschiedenen Krümmungen
jeder Zeit auf konstruktiv einfache Weise möglich.
In Abhängigkeit von dem gewünschten Integrationsgrad der
Vorrichtung 1 in den gesamten Herstellungsablauf bei der
Leimholzherstellung sowie unter Berücksichtigung des jeweiligen
Maschinenparks läßt sich die jeweils eingesetzte Steuerung für
die Vorrichtung 1 wählen. Diese Steuerung kann von einer
Handsteuerung oder einer automatischen Steuerung, wie einer
rechnergestützten Steuerung gebildet werden. Eine solche
rechnergestützte Steuerung der Vorrichtung 1 kann sogar eine
unmittelbare Eingabe und Verarbeitung von bei der Konstruktion
erstellten Information und Daten ermöglichen, falls man
beispielsweise bei der Konstruktion die sogenannte Computer
aided Design (CAD)-Weise anwendet. Auf diese Weise lassen sich
bei der Erstellung von Einzelteilzeichnungen, beispielsweise
beim Statiker oder Architekten, erhaltene Daten unmittelbar als
Eingabedaten für die Steuerung der Vorrichtung 1 verwenden.
Die Vorrichtung 1 zum Formen und gegebenenfalls Pressen von
gekrümmten Bauteilen ermöglicht eine schnelle kostengünstige
Herstellung von in beliebiger Weise gekrümmten Bauteilen aus
unterschiedlichen Materialien. Die Vorrichtung 1 läßt sich
leicht bedienen und hat eine stabile Konstruktion umfassend
mehrere, einzelne Modulbausteine. Die beträchtliche
Zeitersparnis bei der Herstellung von gekrümmten Bauteilen unter Einsatz
der Vorrichtung 1 stellt einen gewichtigen Vorteil der
Vorrichtung 1 dar.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 5 werden nähere
Einzelheiten einer jeweiligen Spanneinrichtung 4 näher
verdeutlicht.
Wie in Fig. 5 verdeutlicht ist, laufen die Rollen 7 des als
Grundkörper der Spanneinrichtung 4 dienenden Schlittens 6
jeweils in einem parallel angeordneten Schienenpaar 5, welche
die Längsführungen 3 für den Schlitten 6 bilden. Hierzu sind
beispielsweise vier Rollen 7 am jeweiligen Schlitten 6
vorgesehen. Auf dem Schlitten 6 ist der Drehtisch 9 um die
Mittelachse 8 drehbar gelagert. In diametral gegenüberliegender
Anordnung zur Mittelachse 8 sind am Drehtisch 9 zwei
Spannrollen 12 symmetrisch verschieblich längs zugeordneten Führungen
gelagert. Als Verstelleinrichtung 11 ist das Kettenradritzel
15 mit einem Stellspindelteil 16 an seiner Welle 17 und eine
zentrisch angeordnete Zahnradübertragungseinrichtung 18, die
im Drehtisch 9 untergebracht ist, vorgesehen, so daß bei einer
Drehbewegung des Kettenradritzels 15 über die
Zahnradübertragungseinrichtung 18 den Spannrollen 12 eine Verstellbewegung
längs ihren Führungen am Drehtisch 9 erteilt wird. Durch diese
Verstelleinrichtung 11 lassen sich die Spannrollen 12 in
Richtung aufeinander zu oder voneinander weg bewegen, um die
gewünschte Einspannung des herzustellenden Bauteils zu
erreichen. Die anhand den Fig. 3 bis 5 gezeigte und
erläuterte Einzelheit stellt beispielsweise einen Modul der
insgesamt mit 1 bezeichneten Vorrichtung zum Formen von
gekrümmten Bauteilen 14 dar. Mit Hilfe von Kugellagern 19 sind
die Spannrollen 12 um ihre eigene Achse 20 drehbar, so daß sich
das herzustellende Bauteil auf den Spannrollen 12 abrollen
kann. Ein entsprechender Stellantrieb kann über die
Zahnradübertragungseinrichtung 18 die jeweiligen Spannrollen 12 zur
Ausführung einer Bewegung längs diesen Führungen antreiben. Die
jeweiligen Spanneinrichtungen 4 sind so ausgelegt, daß sie eine
ausreichende Eigensteifigkeit haben, um die gewünschte
Genauigkeit bei den herzustellenden Bauteilen 14 erreichen zu
können. Die Vorrichtung 1 ist insgesamt robust und
widerstandsfähig ausgelegt.
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| Anspruch[de] |
- 1. Vorrichtung zum Formen von gekrümmten Bauteilen,
insbesondere Brettschichtträgern, gekrümmten Balken oder
dergleichen mit wenigstens zwei verstellbaren Spanneinrichtungen,
die jeweils einen längs Führungen (3) verfahrbaren
Schlitten (6) als Grundkörper aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Spanneinrichtung (4) ferner folgendes aufweist:
- - einen Drehtisch (9), welcher um die Mittelachse (8) des
Schlittens (6) drehbar gelagert ist,
- - wenigstens zwei verstellbare Spannelemente (10), die
symmetrisch zur Mittelachse (8) des Schlittens (6) am
Drehtisch (9) diametral einander gegenüberliegend
angeordnet sind, und
- - eine zentrisch angeordnete Verstelleinrichtung (11) zum
Verändern des Abstandes zwischen den Spannelementen (10)
und zum Öffnen oder Schließen der jeweiligen
Spanneinrichtung (4).
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungen (3) für die verfahrbaren Schlitten (6)
parallel zueinander angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die parallel zueinander angeordneten Führungen (3) an
einem Grundgestell (2) vorgesehen sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine gemeinsame Antriebseinrichtung
(13) zum Verfahren der Schlitten (6) vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitten (6) an den Führungen
(3) gleitbeweglich gelagert ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitten (6) auf Rollen (7)
längs den Führungen (3) verfahrbar ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannelemente (10) von
Spannrollen (12) gebildet werden.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (11) für die
Spannelemente (10) ein Kettenradritzel (15) mit einer
Zahnradübertragungseinrichtung (18) zur symmetrischen
Verstellung der Spannelemente (10; 12) bezüglich der
Drehachse (8) des Drehtisches (9) bzw. der Mittelachse
(8) des Schlittens (6) aufweist.
- 9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1) eine
Anordnung mit sieben verstellbaren Spanneinrichtungen (4)
aufweist.
- 10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Vorrichtung
(1) eine Handsteuerung oder eine rechnergestützte
Steuerung vorgesehen ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die rechnergestützte Steuerung übergebene CAD-Daten
verarbeitet.
- 12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1) einen
modularen Aufbau hat.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß mittels der Vorrichtung gekrümmte
Stahlbauteile für Schweißkonstruktionen erstellbar sind.
- 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtungen (4) unabhängig
voneinander verfahrbar sind.
- 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtungen (4) in einer
gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
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