| Dokumentenidentifikation |
DE4036824A1 21.05.1992 |
| Titel |
Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen einer aufzuklebenden Karte |
| Anmelder |
Lemke, Wolfgang, Dipl.-Ing., 2300 Kiel, DE |
| Erfinder |
Lemke, Wolfgang, Dipl.-Ing., 2300 Kiel, DE |
| Vertreter |
Tönnies, J., Dipl.-Ing.Dipl.-Oek., Pat.- u. Rechtsanw., 2300 Kiel |
| DE-Anmeldedatum |
19.11.1990 |
| DE-Aktenzeichen |
4036824 |
| Offenlegungstag |
21.05.1992 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
21.05.1992 |
| IPC-Hauptklasse |
B41D 7/00
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| IPC-Nebenklasse |
B65H 5/22
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| Zusammenfassung |
Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen einer auf ein mit hoher Geschwindigkeit transportiertes Papier oder dgl. aufzuklebenden Karte oder dgl., bei dem die Karte über ein um zwei Umlenkwalzen (10, 12) geführtes Transportband in den Bereich des Papiers gefördert und mittels einer pneumatischen Einrichtung auf das Papier aufgeschossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Karte von einem mit Vakuum beaufschlagten Lochband (14) in den Bereich des mit der Karte zu versehenden Papiers gebracht, von einem seitlich neben dem Lochband (14) angeordneten Stößel (20) durch Unterdruck angesaugt, in Richtung auf das zu beklebende Papier bewegt und durch Überdruck auf das Papier aufgeschossen wird.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen einer
auf ein mit hoher Geschwindigkeit transportiertes Papier
oder dgl. aufzuklebenden Karte oder dgl. bei dem die
Karte über ein um zwei Umlenkwalzen geführtes
Transportband in den Bereich des Papiers gefördert und mittels
einer pneumatischen Einrichtung auf das Papier
aufgeschossen wird.
Ein Verfahren dieser Art ist aus dem Patent DE 37 14 227
bekannt.
Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß man
bisher darauf beschränkt ist, die aufzubringenden Karten
oder dgl. parallel zur Papiertransportrichtung
auszurichten und sie dann aufzubringen. Eine Möglichkeit, die
Karten oder dgl. schräg aufzubringen, gibt es noch
nicht.
Würde man das vorbekannte Verfahren einsetzen, ergäben
sich große Probleme, sobald man beginnt, Karten in einem
anderen Winkel als 90° an die Papierbahn
heranzutransportieren, um sie dann aufzubringen, weil man dann
schräg gegen die Gegenkante des Auffangbehälters
transportiert.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Karten
oder dgl. auch schräg aufzubringen. Eine solche
Aufbringung wird insbesondere von der Werbebranche gewünscht,
da sie ihnen größere künstlerische Freiheit in der
Gestaltung solcher Karten läßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe von folgendem
Verfahren gelöst, bei dem die aufzuklebende Karte von einem
mit Vakuum beaufschlagten Lochband in den Bereich des
mit der Karte zu versehenden Papiers gebracht, von einem
seitlich neben dem Lochband angeordneten Stößel durch
Unterdruck ansaugt, in Richtung auf das zu beklebende
Papier bewegt und durch Überdruck auf das Papier
aufgeschossen wird.
Dieses Verfahren wird in einer Vorrichtung zum Zuführen
einer auf ein mit hoher Geschwindigkeit transportiertes
Papier oder dgl. aufzuklebenden Karte oder dgl.
verwirklicht, die aus einem die Karte in den Bereich des
Papiers fördernden, um Umlenkwalzen geführten
Transportbändern, und einer die Karte auf das Papier
aufschießenden pneumatisch betriebenen Einrichtung, besteht, und
deren Zuführeinrichtung um eine erste Achse, die
parallel zu den Achsen der Umlenkwalzen verläuft, und um eine
zweite Achse, die winklig zu der ersten Achse verläuft,
verschwenkbar ist.
Vorzugsweise verläuft wenigstens eine der Achsen
horizontal, wobei weiter zu bevorzugen ist, daß beide Achsen
rechtwinklig zueinander verlaufen. Dies vereinfacht die
Justierung.
In einer wiederum bevorzugten Ausgestaltung verlaufen
beide Achsen horizontal.
Es wird vorgeschlagen, zwischen zwei der Umlenkwalzen
einen an das Lochband anliegenden Vakuumkasten
anzuordnen, wenigstens ein Transportband als um die beiden
Umlenkwalzen herum und an dem Vakuumkasten entlang
geführtee Lochband auszubilden, und daß die Einrichtung zum
Aufschießen der Karte einen seitlich neben dem Lochband
angeordneten Stößel aufweist, der zum Absaugen der
Karte, zu einer Bewegung auf das Papier zu und zum Abstoßen
der Karte auf das zu beklebende Papier hin eingerichtet
ist, und mit Öffnungen 28 versehen ist, die mit einem
Volumen in Verbindung stehen, das mit einem Vakuum oder
mit Preßluft beaufschlagt werden kann.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß um die
Umlenkwalzen herum zwei voneinander beabstandete
Transportbänder ausgebildet sind, und daß der Stößel zwischen beiden
angebracht ist.
Zusätzlich wird als vorteilhaft angesehen, daß zwei
Vakuumkästen, einer für jedes Transportband, vorgesehen
sind.
In einer bevorzugten Ausgestaltung liegen an den
Außenflächen der Umlenkwalzen Anpreßrollen anliegen, die die
zu transportierenden Karten an das Lochband anpressen.
Damit eine Verschiebbarkeit bzw. Verdrehbarkeit um eine
vertikale Achse gegeben ist, ist die gesamte Vorrichtung
auf einer verfahrbaren Basiseinheit angeordnet. Durch
diese Verdrehmöglichkeit um eine vertikale Achse kann
besonders einfach dann, wenn die erste und zweite Achse
jeweils horizontal verlaufen, jede beliebige Stellung
für den Stößel und die Umlenkwalzen gewählt werden.
Somit können auch Hefter, also Zeitschriften bzw. Magazine
vor dem Binden in jeder Position mit Karten oder dgl.
beklebt werden.
Zusätzlich wird eine Ausführung bevorzugt, bei der die
Zuführeinrichtung relativ zur Basiseinheit entlang einer
Säule in der Höhe verstellt werden kann.
Im folgenden wird die Vorrichtung anhand einer Zeichnung
erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 die gesamte Vorrichtung von der Seite
mit einer waagerecht ausgerichteten
Stößel- und Umlenkwalzen-Einheit,
Fig. 2 die Stößeleinheit mit zwei Lochbändern
in einer Perspektive, die in Fig. 1
einer Ansicht von unten entspricht; ein
Teil der Fig. 1 ist "hochgeklappt",
und
Fig. 3 die gesamte Vorrichtung wie in Fig. 1,
aber mit einer schräg ausgerichteten
Stößel- und Umlenkwalzen-Einheit.
Die Vorrichtung zum Zuführen einer auf ein mit hoher
Geschwindigkeit transportiertes Papier oder dgl.
aufzuklebenden Karte oder dgl. mit wenigstens einem die Karte in
den Bereich des Papiers fördernden, besteht aus einer
verfahrbaren Basiseinheit 30, an der eine Säule 32
angebracht ist, an der wiederum eine in der Höhe
verstellbare Zuführeinrichtung 24 befestigt ist.
Diese Zuführeinrichtung 24 ist um die horizontale Achse
26 verdrehbar.
An der Zuführeinrichtung 24 befindet sich die Stößel-
und Umlenkwalzen-Einheit. Sie ist um eine Achse 22, die
rechtwinklig zur Achse 26 verläuft, verschwenkbar. Diese
Achse 22 verläuft in den Fig. 1 und 3 ebenfalls
horizontal, jedenfalls aber parallel zu den Achsen der
Umlenkwalzen 10, 12.
In dieser Einheit werden zwei Lochbänder 14 um
Umlenkwalzen 10, 12 geführt. Ihr Vakuum erhalten die
Lochbänder durch wenigstens einen in der Zeichnung nicht
dargestellten Vakuumkasten, der zwischen zwei der
Umlenkwalzen 10, 12 angeordnet an den Lochbändern 14 anliegt.
An den Außenflächen der Umlenkwalzen 10, 12 liegen
zusätzlich Anpreßrollen 18 an, die die zu
transportierenden Karten an das Lochband 14 anpressen, wenn die Karten
aufgrund der Krümmung an den Umlenkwalzen 10, 12 von dem
mit Vakuum beaufschlagten Lochband 14 nicht gut gehalten
werden.
Besonders wichtig ist die in Fig. 2 gut zu erkennende
Anordnung des Stößels 20 zwischen den beiden Lochbändern
14. Der Stößel 20 ist mit Öffnungen 28 versehen, die mit
einem dahinterliegenden Volumen in Verbindung stehen,
das sowohl mit einem Vakuum als auch mit Preßluft
beaufschlagt werden kann.
Daher kann der Stößel 20 die durch die Lochbänder 14 an
ihn herantransportierte Karte ansaugen und sich in
Richtung auf das zu beklebende Papier bewegen, worauf die
Lochbänder 14 unter der Karte durchzurutschen beginnen.
Der Stößel 20 ist versetzbar, sodaß er an beiden Seiten
der Stößel- und Umlenkwalzeneinheit angebracht werden
kann, damit man durch eine Verschwenkung der Stößel- und
Umlenkwalzeneinheit zu den in Fig. 1 und Fig. 3 gezeigten
Anordnungen kommt.
Nach dem Ende der Bewegung auf das Papier zu wird der
Stößel 20 die Karte auf das zu beklebende Papier hin mit
Druckluft abstoßen. Dieser Druckluftstoß erlaubt es
weiter, das vorher herrschende Vakuum in sehr kurzer Zeit
aufzuheben, was zur Erreichung hoher Taktraten unbedingt
notwendig ist und auf anderem Wege keineswegs einfach zu
erreichen ist.
Es ist jetzt also möglich, daß beliebig geformte Karten
oder dgl. von den Lochbändern 14 zum Stößel 20
transportiert werden und von diesem in beliebiger Richtung auf
das zu beklebende Papier geschossen werden.
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| Anspruch[de] |
- 1. Verfahren zum Zuführen einer auf ein mit hoher
Geschwindigkeit transportiertes Papier oder dgl.
aufzuklebenden Karte oder dgl., bei dem die Karte über ein
um zwei Umlenkwalzen (10, 12) geführtes Transportband
in den Bereich des Papiers gefördert und mittels einer
pneumatischen Einrichtung auf das Papier aufgeschossen
wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Karte von einem mit Vakuum beaufschlagten Lochband
(14) in den Bereich des mit der Karte zu versehenden
Papiers gebracht, von einem seitlich neben dem Lochband
(14) angeordneten Stößel (20) durch Unterdruck
angesaugt, in Richtung auf das zu beklebende Papier bewegt
und durch Überdruck auf das Papier aufgeschossen wird.
- 2. Vorrichtung zum Zuführen einer auf ein mit hoher
Geschwindigkeit transportiertes Papier oder dgl.
aufzuklebenden Karte oder dgl. mit wenigstens einem die
Karte in den Bereich des Papiers fördernden, um
Umlenkwalzen (10, 12) geführten Transportband, und einer die
Karte auf das Papier aufschießenden pneumatisch
betriebenen Einrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Zuführeinrichtung (24) um eine erste Achse
(22), die parallel zu den Achsen der Umlenkwalzen (10,
12) verläuft, verschwenkbar ist, und
- - die Zuführeinrichtung (24) um eine zweite Achse
(26), die winklig zu der ersten Achse (22) verläuft,
verschwenkbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Achsen (22, 26) horizontal
verläuft.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Achsen (22, 26)
rechtwinklig zueinander verlaufen.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Achsen (22, 26)
horizontal verlaufen.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zwischen zwei der Umlenkwalzen (10, 12) ein an das
Lochband (14) anliegender Vakuumkasten angeordnet ist,
- - wenigstens ein Transportband als um die beiden
Umlenkwalzen herum und an dem Vakuumkasten entlang
geführtes Lochband (14) ausgebildet ist,
- - die Einrichtung zum Aufschießen der Karte einen
seitlich neben dem Lochband (14) angeordneten Stößel
(20) aufweist, der zum Absaugen der Karte, zu einer
Bewegung auf das Papier zu und zum Abstoßen der Karte auf
das zu beklebende Papier hin eingerichtet ist, und
- - der Stößel (20) mit Öffnungen (28) versehen ist,
die mit einem Volumen in Verbindung stehen, das mit
einem Vakuum oder mit Preßluft beaufschlagt werden kann.
- 7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß um die Umlenkwalzen (10,
12) herum zwei voneinander beabstandete Transportbänder
(14) ausgebildet sind, und daß der Stößel (20) zwischen
beiden angebracht ist.
- 8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Vakuumkästen, einer
für jedes Transportband (14), vorgesehen sind.
- 9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Außenflächen der
Umlenkwalzen (10, 12) Anpreßrollen (18) anliegen, die
die zu transportierenden Karten an das Lochband
anpressen.
- 10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Vorrichtung auf
einer verfahrbaren Basiseinheit (30) angeordnet ist.
- 11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung (24)
relativ zur Basiseinheit (30) entlang einer Säule (32)
in der Höhe verstellt werden kann.
- 12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (20) relativ zu
den Umlenkwalzen (10, 12) umsetzbar angebracht ist und
an sowohl der Unter- wie auch der Oberseite der Stößel-
und Umlenkwalzen-Einheit angebracht werden kann.
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