Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Detektieren von
Wasser in Brennstäben eines Brennelementes wassergekühlter
Kernreaktoren, wobei die Brennstäbe auf einer Tragplatte
abgestützt und von einem Kasten umfaßt sind, der an seiner
Unterseite in einen mit Durchbrüchen versehenen Dreifuß übergeht,
wobei weiterhin eine mit einem Sendeprüfkopf und einem
Empfängerprüfkopf bestückte längliche Sonde durch eine Öffnung der
Tragplatte in einen von vier Brennstäben begrenzten Raum
einfahrbar und um ihre Achse verdrehbar ist, wobei ferner die
Prüfköpfe einen solchen Winkel zueinander einnehmen, daß ein
Schallumlauf vom Sendeprüfkopf durch die Hüllrohrwand des
Brennstabes zum Empfängerprüfkopf stattfindet,
und wobei schließlich eine Intensitätsänderung der
empfangenen Schallsignale ein Maß für einen im Brennstab
vorhandenen Wassereinschluß ist.
Eine derartige Einrichtung ist aus der
EP 02 98 387 A2 bekannt. Die dort angegebene Ultraschallsonde
besitzt, in ihrer Achsrichtung betrachtet, zwei ca. 45 mm
voneinander entfernte Ultraschallprüfköpfe, die den
Ultraschallverlauf in Achsrichtung des Hüllrohres als Indiz für
eingedrungenes Wasser benutzen. Wegen der Gesamtlänge von ca. 90 mm
kann es bei der vorgenannten Ultraschallsonde insbesondere
bei deren Ausfahren aus der Prüfposition, zum Verhaken kommen.
Es stellt sich die Aufgabe, eine Einrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, die mit einer kürzer aufgebauten
Ultraschallsonde auskommt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die
beiden Prüfköpfe auf einer einzigen, senkrecht zur Achse der Sonde
verlaufenden Ebene am Umfang der Sonde angeordnet sind, und daß
der Schallumlauf in azimutaler Richtung durch die Hüllrohrwand
erfolgt.
Die Einrichtung schlägt mit dem azimutal umlaufenden Ultraschall einen
anderen Weg zur Detektierung eines Wassereinschlusses ein.
Somit kann eine Ultraschallsonde mit einer reduzierten
Bauhöhe zum Einsatz kommen. Wegen der geringen
Bauhöhe ist ein Verhaken im Bereich der Durchtrittsöffnung der
Tragplatte für die Brennstäbe ausgeschlossen. Auch bei einer
Schräglage der Ultraschallsonde erreicht eine aussagekräftige
Anzahl von Signalen den Empfängerprüfkopf.
Zwar ist aus der Zeitschrift "Atomwirtschaft" 7 (1989) Seiten
354 bis 356 die Verwendung eines azimutalen Schallumlaufs
bekannt. Dort werden die Prüfköpfe jedoch von einer Sonde
getragen, die horizontal zwischen den Brennstäben eines
Brennelements eingeführt werden. Dabei wird Sender und Empfänger auf
getrennten dünnen Blechen angeordnet.
Anhand eines Ausführungsbeispiels und der schematischen Fig.
1 bis 5 wird die erfindungsgemäße Einrichtung beschrieben.
Dabei zeigt die
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein zu prüfendes
Brennelement,
Fig. 2 eine Ansicht der Fig. 1 von unten in einem
größeren Maßstab,
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Teilbereich des
Brennelements mit der Ultraschallsonde und
Fig. 4 und 5 verschiedene Sondenpositionen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen das zu prüfende und für einen
Siedewasserreaktor übliche Brennelement 1. Das
Brennelement 1 umfaßt ein Brennstabbündel aus 8×8 Brennstäben 2,
die in Bohrungen 3 einer mit einem Fußstück 4
verbundenen Tragplatte 5 abgestützt sind. Am oberen Ende sind
die Brennstäbe in einer Halteplatte 6 festgelegt, die
ihrerseits einen Bügel 7 für den Transport des
Brennelementes trägt. Abstandshaltegitter 8 sorgen für die
erforderliche Distanz zwischen den einzelnen Brennstäben.
Zwischen dem Fußstück 4 und der Halteplatte 6 erstreckt
sich ein das Brennstabbündel umfassender Kasten 9. Beim
Einsatz im Kernreaktor durchströmt Kühlwasser über einen
Durchbruch 10 des Fußstücke 4 und über in der Tragplatte
5 angeordnete Öffnungen 11 das Brennelement und tritt
durch nicht dargestellte Öffnungen in der Halteplatte 6
aus. Ein aus Streifen gebildeter Dreifuß 12 übergreift
den Durchbruch 10 des Fußstückes 4 von der Unterseite
her.
In der Fig. 3 ist eine Ultraschallsonde 13 in einer
Prüfstellung und eine weitere Ultraschallsonde 13a beim
Bestimmen ihrer Position innerhalb eines von vier
Brennstäben 2 begrenzten Raumes 14 dargestellt. Die jeweilige
Ultraschallsonde ist in Pfeilrichtung 15 drehbar und
umfangsseitig mit einem Sendeprüfkopf 16 und einem
Empfängerprüfkopf 17 bestückt. Beide Prüfköpfe liegen auf
einer senkrecht zur Achse 18 der Sonde 13, 13a
verlaufenden Ebene 19 (Fig. 4) und sind in einem solchen
Winkel zueinander angeordnet, daß ein mit 20 symbolisierter
Schallumlauf vom Sendeprüfkopf 16 durch die Hüllrohrwand
des Brennstabes 2 zum Empfängerprüfkopf 17 erfolgt. Der
senkrecht vom Sendeprüfkopf wegführende und senkrecht
zum Empfängerprüfkopf hinführende Schallstrahl schließt
etwa einen Winkel 21 von ca. 330° ein. Selbst geringe,
an der Hüllrohrinnenwand niedergeschlagene Wassermengen
bewirken eine bestimnte Intensitätsänderung des
umlaufenden Schalls, die dann über den Empfängerprüfkopf und
seine ihm nachgeordnete nicht dargestellte
Auswertestation defekte Brennstäbe erkennbar macht.
Die Ultraschallsonde 13a führt zur Bestimmung ihrer
Position zu einer der vier den Raum 14 begrenzenden
Brennstäbe 2 bei kontinuierlicher Beschallung einer langsamen
Drehung um 360° aus. Mit den dabei gebildeten vier
Rückwandechos beim Beschallen des Kastens 9 durch den
jeweiligen Zwischenraum zwischen zwei Brennstäben wird
bestimmt, welcher Brennstab aus dem 8×8-Bündel des
Brennelementes gerade geprüft wird oder als nächster
Brennstab geprüft werden soll. So ist beispielsweise die
Brennstabposition 23 dadurch bestimmt, wenn die Sonde 13
analog der mit der Sonde 13a dargestellten Methode bei
ihrer Verdrehung um 360° zwei lange und zwei kurze Wege
zum Kasten 9 anzeigt und dann zwischen den zwei "kurzen"
Kastensignale seine Prüfposition einnimmt. Die einen
bestimmtem Raum 14 zuzuordnenden Kastensignale können in
der Auswerteeinheit gespeichert sein, so daß bei
Übereinstimmung mit den Ist-Signalen die Position des Raumes
bestimmt ist.
Die Fig. 4 zeigt in einer Teilansicht in Pfeilrichtung
IV der Fig. 3 die zwischen zwei Brennstäben 2
angeordnete Ultraschallsonde 13 in einer parallel zu den
Brennstäben 2 erstreckten Position. Diese optimale
Prüfposition wird selten erreicht, da das nicht dargestellte
Antriebselement eine biegsame Welle ist, die wegen der
nur über den Dreifuß 12 (Fig. 2) möglichen
Zugänglichkeit erforderlich ist. Bei der in der Fig. 4 gezeigten
optimalen Position verläuft der Schallumlauf 20 etwa
senkrecht zu den Prüfköpfen 16 und 17.
In der Regel wird die Sonde 13 je nach der Steifigkeit
der biegsamen Welle eine Position einnehmen, die
zwischen der optimalen Position nach der Fig. 4 und der
ungünstigsten Schräglage nach der Fig. 5 liegt. Mit
der Fig. 5 soll dargestellt werden, daß auch bei einer
extremen Schräglage die Sonde eine ausreichende Aussage
über einen Wassereinschluß liefert. Obwohl ein Teil der
zum Empfängerprüfkopf zurücklaufenden Signale diesen
nicht erreicht, ist der verbleibende, zur Auswertung
gelangende Rest der Signale zur Detektierung eines
Wassereinschlusses auch bei dieser extremen Schräglage
der Sonde ausreichend.