| Dokumentenidentifikation |
DE3743171C2 04.06.1992 |
| Titel |
Einrichtung zur Inspektion und/oder Reparatur von in einem Rohrboden eines Wärmetauschers endenden Rohren |
| Anmelder |
ABB Reaktor GmbH, 6800 Mannheim, DE |
| Erfinder |
Ziegelmeyer, Fritz, 7525 Bad Schönborn, DE |
| DE-Anmeldedatum |
19.12.1987 |
| DE-Aktenzeichen |
3743171 |
| Offenlegungstag |
29.06.1989 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
04.06.1992 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
04.06.1992 |
| IPC-Hauptklasse |
G21C 17/017
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur lnspektion
und/oder Reparatur von in einem Rohrboden eines
Wärmetauschers endenden Rohren, die in einer vom Rohrboden
und einem halbkreisförmigen Boden begrenzten, über ein Mannloch zugänglichen Kammer
angeordnet ist, wobei die Einrichtung aus einem relativ
zum Wärmetauscher festgelegten Standbein und einem
parallel zum Rohrboden erstreckten, am Standbein
angelenkten und relativ zu ihm verdrehbaren und in seiner Höhe verstellbaren Arm besteht, der
seinerseits aus mindestens zwei relativ zueinander
verdrehbaren Teilarmen gebildet ist, wobei an dem freien Ende des äußersten Teilarmes ein Träger
für Werkzeuge oder Inspektionsgeräte angekuppelt
ist und wobei der Träger während seines
Arbeitseinsatzes über wenigstens einen relativ zu einem
Rohr arretierbaren Spreizfinger festgelegt ist.
Bei einer derartigen, aus der
DE-OS 31 22 660 bekannten Einrichtung ist die lösbare
Verbindung zwischen dem parallel zum Rohrboden
erstreckten Arm eines Manipulators und dem Träger als Kupplung
ausgebildet, die stets eine starre Verbindung darstellt.
Durch das Gewicht des Armes und des Trägers erfolgt eine
Durchbiegung und/oder eine aus dem Lagerspiel zwischen
dem Arm und dem Standbein sowie zwischen den Teilarmen
resultierende Schräglage des Armes, was zu einer
geneigten Lage dieses Armes relativ zum Rohrboden führt. Die
Art und Größe der Abweichung von der Parallelen ist
abhängig von der jeweiligen Stellung des Armes bzw. der
Teilarme und kann ein unerwünschtes Maß von der Normalen
abweichen. Bedingt durch die Schräglage des Trägers wird
er auch während des Einfahrvorganges der ihm
zugeordneten Spreizfinger diese Schräglage beibehalten, da die
Spreizfinger in ihrer ungespannten Stellung wegen ihres
Spiels zur Rohrinnenwand kaum Zentrierungseigenschaften
besitzen. Das Hochfahren des Trägers während dem
Einfahrvorgang der Spreizfinger erfolgt solange, bis der
Träger an dem Rohrboden zur Anlage kommt. Aufgrund der
vorgehend erwähnten Schräglage ist die Einfahrbewegung
beendet, obwohl der Träger aufgrund seiner Schräglage
erst mit einer Kante am Rohrboden zur Anlage gekommen
ist. Bei der in dieser Schräglage des Trägers
erfolgenden Festlegung der Spreizfinger führt die Anpreßkraft
der Spreizfinger an die Wandung des senkrecht zum
Rohrboden erstreckten Wärmetauscherrohres dazu, daß der
Träger bestrebt ist, eine parallele Lage zum Rohrboden
einzunehmen. Je nach Stellung des Armes wirkt eine mehr
oder weniger große Kraft des Armes entgegen, so daß auf
jeden Fall unerwünschte Belastungen im Arm bzw. in
dessen Lagerung am Standbein entstehen. Die erzwungene
parallele Lage des Trägers führt weiterhin dazu, daß in
der gespannten Stellung möglicherweise der Träger am Rohrboden
überhaupt nicht zur Anlage kommt. Die beim Einsatz eines
Werkzeuges auftretenden Gegenkräfte führen dann zum Vibrieren
des Trägers oder zu dessen Verschiebung, da die Abstützung am
Rohrboden fehlt. Ferner fehlt die genaue Positionsangabe, da der
tatsächliche Abstand des Trägers zum Rohrboden nicht bekannt
ist. Die unpräzise Positionsangabe kann zum Werkzeugbruch oder
zum Verkanten der Reparaturwerkzeuge oder Inspektionsgeräte führen.
Aus der US-PS 44 25 296 ist für eine Einrichtung zur Inspektion
und/oder Reparatur von in einem Rohrboden eines Wärmetauschers
endenden Rohren die Verbindung zwischen einem Arm und dem Träger
für Werkzeuge oder Inspektionsgeräte über eine am Arm befestigte
Kugel und eine dem Träger zugeordnete Kugelpfanne herstellbar.
In Verbindung mit einem mehrere Zentrierfinger tragenden Riementrieb
ist der Träger entlang dem Rohrboden bewegbar. Die relative
Orientierung von Arm und Träger ist beliebig einstellbar
und arretierbar. Der im Mannloch abgestützte teleskopartig ausgebildete
Arm nimmt in vielen Arbeitspositionen eine ungünstige
Schräglage gegenüber dem Rohrboden ein.
Es stellt sich die Aufgabe eine Einrichtung der eingangs genannten
Art anzugeben, die einen spannungsfreien Niveauausgleich des
Trägers relativ zum Rohrboden ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Kupplung
zwischen Träger und Teilarm im nicht arretierten Zustand
starr ist, jedoch bei Annäherung an den arretierten Zustand eine
pendelnde Bewegung des Trägers gegenüber dem Teilarm zuläßt, und
daß die starre oder pendelnde Verbindung zwischen dem Träger und
dem Teilarm von einem relativ zum Träger bewegbaren Tastbolzen
gesteuert ist, der weniger weit in Richtung Rohrboden vom Träger
auskragt als der Spreizfinger. Damit bleibt die starre Verbindung
zwischen dem Teilarm und dem Träger so lange aufrechterhalten,
bis der Spreizfinger ein Stück in ein Rohr eingefahren und
eine Vorzentrierung erfolgt ist. Beim weiteren Bewegen der Einrichtung
in Richtung Rohrboden stößt der Tastbolzen an den Rohrboden
und löst bei seiner Relativbewegung die starre Verbindung
zwischen Träger und Teilarm. Der nunmehr pendelnd aufgehängte
Träger wird sich bei der weiteren Fahrbewegung ohne Spannungen
im Arm oder im Standbein auszulösen am Rohrboden anlegen und
eine parallele Erstreckung sicherstellen. Auch das nach
der Anlage des Trägers erfolgende Spannen des
Spreizfingers führt wegen der pendelnden Aufhängung zu keinerlei
Verspannungen.
Damit bei Wärmetauschern mit über dem Rohrboden
hervorstehenden Rohrenden eine zuverlässige Anlage des Trägers
am Rohrboden erfolgt, wird vorgesehen, daß mehrere, das
gleiche Höhenmaß aufweisende Anschlagnoppen in Richtung
Rohrboden vom Träger höchstens soweit auskragen, wie der
relativ zum Träger bewegbare Tastbolzen in seiner
eingefahrenen Stellung.
Der Träger besteht vorzugsweise aus einer den
Spreizfinger, den Tastbolzen und die Anschlagnoppen tragenden
Kopfplatte, die sich etwa parallel zum Rohrboden erstreckt, sowie aus einer mit der Kopfplatte einen
Winkel von ca. 90° einschließenden Rückwandplatte, die sich
nach der dem Rohrboden abgewandten Richtung erstreckt.
Mit diesem einem Winkelprofil entsprechenden Querschnitt
wird eine stabile Ausführung geschaffen, die ausreichend
Platz für die zuverlässige Anbringung eines Werkzeuges
oder Inspektionsgerätes beläßt.
Zur pendelnden Aufhängung des Trägers wird vorgesehen,
daß der äußerste Teilarm einen
Kugelbolzen trägt, dessen Kugel in eine den Abmessungen der
Kugel angepaßte und der Kopfplatte zugeordnete
Kugelpfanne eingreift.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung besteht eine
Arretiervorrichtung aus einem am Träger befestigten Zylinder, dessen Kolbenstange
durch Druckbeaufschlagung in eine
Vertiefung des Teilarmes einfahrbar ist und durch
Entlüftung im Zusammenspiel mit einer Druckfeder aus der
Vertiefung zurückziehbar ist. Das Einfahren der
Kolbenstange muß also entgegen der Federkraft erfolgen, so daß
eine unerwünschte Arretierung nicht erfolgen kann.
Zur Druckbeaufschlagung bzw. Entlüftung der
Arretiervorrichtung ist an der dem Rohrboden abgewandten Seite der
Kopfplatte ein Schaltventil angeordnet, das vom
Tastbolzen betätigt wird.
Damit die parallele Anordnung des Trägers zur Rohrplatte
sowohl vor als auch nach dem Spannen des Spreizfingers
kontrolliert werden kann, wird jedem Anschlagnoppen ein
Fühlgerät zum Prüfen seiner an der Rohrplatte angelegten
Position zugeordnet.
Anhand eines Ausführungsbeispieles und der schematischen
Zeichnungen Fig. 1 bis 4 wird die erfindungsgemäße
Einrichtung beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch den Teilbereich eines
Wärmetauschers mit einer Reparatur- und
Inspektionseinrichtung,
Fig. 2 eine Einzelheit "II" der Fig. 1 in einem
größeren Maßstab in einem Schnitt entlang der
Linie II-II der Fig. 3,
Fig. 3 eine Ansicht in Pfeilrichtung III der Fig. 2
und
Fig. 4 eine Ansicht der Fig. 3 in Pfeilrichtung IV
ohne den Teilarm 11.
Die Fig. 1 zeigt als Wärmetauscher den Teilbereich
eines Dampferzeugers 1 mit einer Dampferzeugerkammer 2,
die von einem halbkugelförmigen Boden 3 und einem
Rohrboden 4 begrenzt ist. Im Rohrboden 4 endet eine Vielzahl
von Dampferzeugerrohren 5, von denen aus Gründen der
besseren Übersichtlichkeit nur wenige dargestellt sind.
Die Rohre sind in bestimmten Zeitabständen einer
Inspektion zu unterziehen. Dabei können verschiedene
Reparaturwerkzeuge zum Einsatz kommen, um Schäden an den
Rohren zu beheben. Durch ein im Boden 3 vorgesehenes
Mannloch 6 wird eine mit 7 bezeichnete Reparatur- und
Inspektionseinrichtung in die Dampferzeugerkammer 2
eingebracht. Die Reparatur- und Inspektionseinrichtung
besteht nach der schematischen Darstellung aus einem
zwischen dem Boden 3 und dem Rohrboden 4 erstreckten
Standbein 8, das in wenigstens einem Dampferzeugerrohr 5
arretierbar ist. Parallel zum Rohrboden 4 erstreckt sich
ein Arm 9, der aus zwei Teilarmen 10, 11 besteht. Der
Teilarm 10 ist am Standbein 8 angelenkt und über einen
Antrieb 12 sowohl relativ zum Standbein drehbar als auch
entlang des Standbeines in vertikaler Richtung bewegbar.
Die Teilarme 10, 11 sind über ein Drehgelenk 13
miteinander verbunden und über einen Antrieb 14 gegeneinander
verdrehbar. An seinem radial nach außen gerichteten Ende
trägt der Teilarm 11 über eine starre
Kupplungsverbindung 15 einen Träger 16 zur Aufnahme eines nicht
dargestellten Reparaturwerkzeuges oder eines
Inspektionsgerätes. Der Träger 16 wird durch Verdrehen eines oder
beider Teilarme 10, 11 unterhalb des zu reparierenden bzw.
zu prüfenden Dampferzeugerrohres 5 in Position gebracht.
Durch vertikales Verfahren des Teilarmes 11 erfolgt ein
Einfahren von wenigstens einem vom Träger 16
auskragenden Spreizfingers 17 in ein Dampferzeugerrohr 5. Durch
Spannen des Spreizfingers entsteht eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem Träger 16 und dem Rohrboden 4,
so daß ein störungsfreies Arbeiten eines an dem Träger
zu befestigenden Reparatur- bzw. Bearbeitungswerkzeuges
oder eines Inspektionsgerätes möglich ist.
In den Fig. 2 bis 4 wird die den Träger 16 und seine
Anbindung an den Teilarm 11 betreffende Einzelheit "II"
nach der Fig. 1 in einem größeren Maßstab dargestellt.
Der Träger 16 besteht aus einer parallel zum Rohrboden 4
erstreckten Kopfplatte 18 und einer einen Winkel von 90°
mit der Kopfplatte 18 einschließenden Rückwandplatte 19,
die miteinander verbunden und durch Streben 20 versteift
sind. An der Kopfplatte 18 sind zwei Spreizfinger 17
befestigt, die sich in vertikaler Richtung zum Rohrboden
4 hin erstrecken und zur Festlegung des Trägers 16
relativ zum Rohrboden 4 dienen. Eine Betätigungseinrichtung
21 hydraulischer oder pneumatischer Art für die
Spreizfinger 17 ist der dem Rohrboden 4 abgewandten Seite der
Kopfplatte 18 zugeordnet. Die Kopfplatte weist weiterhin
vier Anschlagnoppen 22 auf, die das gleiche Maß in
Richtung Rohrplatte von der Kopfplatte auskragen und an der
Rohrplatte zwischen den von ihr gegebenenfalls
vorstehenden Dampferzeugerrohren 5 zur Anlage kommen. Die
Anschlagnoppen 22 sind mit nicht dargestellten
Fühlelementen ausgerüstet, die ihre Anlage an der Rohrplatte
überwachen. Der Kopfplatte 18 ist ferner ein Tastbolzen 23
zugeordnet, der nicht so weit wie die Spreizfinger 17
aber weiter wie die Anschlagnoppen 22 von der Kopfplatte
18 auskragt. Er ist in einer die Kopfplatte 18
durchsetzenden Hülse 24 vertikal bewegbar. Die Hülse 24 ist über
einen Flansch 25 an der Kopfplatte 18 befestigt. Ein dem
Rohrboden 4 abgewandtes Ende der Hülse 24 weist einen
Rücksprung 26 auf. Ein abgestufter Teil des Tastbolzens
23 vermag den Rücksprung 26 der Hülse 24 zu durchsetzen.
Der abgestufte Teil ist von einer Druckfeder 27 umfaßt,
die zwischen dem Rücksprung 26 und einem Bund 28 des
abgestuften Teils des Tastbolzens eingespannt ist. Der
Tastbolzen ist vertikal bewegbar und vermag ein
Schaltventil 29 zu betätigen, das über eine Lasche 30 an der
Kopfplatte 18 befestigt ist. Der vertikale Weg des
Tastbolzens 23 ist über einen bei 31 angedeuteten Anschlag
begrenzt. Die Funktion des Schaltventils 29 wird
weiter unten erläutert. Ein Reparaturwerkzeug 32, das in
bekannter Weise mit dem Träger 16 verbunden ist, ist in
strichpunktierten Linien angedeutet.
Die Kopfplatte 18 ist mit einer Aussparung 33 zur
Aufnahme eines Kupplungsstückes 34 versehen, wobei die
Aussparung aus Gründen der Gewichtsersparnis bis in die
Rückwandplatte 19 erstreckt ist. Vier als Langloch
ausgeführte Durchbrüche 35 der Rückwandplatte 19 dienen zur
Durchführung des Kupplungsstückes 34. Das Kupplungsstück
34 weist, in einer Richtung parallel zum Rohrboden 4
betrachtet, einen Z-förmigen Querschnitt auf. Es besteht
aus einem parallel zur Rückwandplatte 19 erstreckten
Grundkörper, der in seinem in der Aussparung 33
angeordneten Bereich als Vierkantrohr ausgebildet ist und dort
einen oberen Schenkel 36 bildet. Der untere Schenkel 37
kragt dem oberen Schenkel 36 entgegengerichtet aus. Er
besteht aus vier vom Grundkörper des Kupplungsstückes 34
wegführenden Stegen 38, die durch die Durchbrüche 35
führen und an ihren dem Teilarm 11 zugewandten Enden mit
einer die Stege 38 versteifenden Traverse 39 verbunden
sind. Die Traverse 39 trägt einen als schräg
zusammenlaufende Schwalbenschwanzführung ausgebildeten
Kupplungsteil 40, der mit einem ebenso ausgebildeten, dem
Teilarm 11 zugeordneten, Gegenstück 41 zu einer starren
Kupplungsverbindung 15 zwischen Teilarm 11 und
Kupplungsstück 34 führt. Ein Kugelbolzen 42, dessen mit
einem Gewinde versehener Schaft über eine Mutter 43 mit
dem oberen Schenkel 36 des Kupplungsstückes 34 verbunden
ist, greift mit seiner Kugel 44 in eine der Kopfplatte
18 zugeordnete Kugelpfanne 45 ein. Mit Hilfe dieses
dadurch gebildeten Kugelgelenks ist der Träger 16 pendelnd
am starr mit dem Teilarm 11 verbundenen Kupplungsstück
34 aufgehängt. Die Pendelbewegung ist durch die Größe
des Spiels zwischen den Stegen 38 und den Durchbrüchen
35 bzw. zwischen der Traverse 29 und der Rückwandplatte
19 sowie der Rückwandplatte 19 und dem Grundkörper des
Kupplungsstückes 34 bestimmt. Ein über Schrauben 46
an der Kopfplatte 18 befestigter Bügel 47 dient als
Sicherung gegen unerwünschtes Ausklinken. Sein Abstand zum
Schaft des Kugelbolzens 40 ist so groß bemessen, daß die
gewünschte Pendelbewegung nicht gestört wird.
Die pendelnde Aufhängung läßt sich durch eine starre
Verbindung zwischen der Rückwandplatte 19 und dem
Kupplungsstück 34 überbrücken. Dazu erstreckt sich von zwei
gegenüberliegenden Anflächungen 48 (Fig. 4) aus je eine
in der Rückwandplatte 19 angeordnete Arretiervorrichtung
49 senkrecht zu je einem Steg 38 des Kupplungsstückes
34. Einen Teil der Arretiervorrichtung 49 stellt eine
parallel zum Rohrboden 4 verlaufende Bohrung 50 dar, die
an ihrem dem Kupplungsstück 34 zugewandten Ende einen
Rücksprung 51 aufweist. An ihrem dem Kupplungsstück
abgewandten Ende ist die Bohrung 50 mit einem
Gewindestopfen 52 verschlossen. Die Bohrung 50 dient als Zylinder
für einen Kolben 53, dessen Kolbenstange 54 den
Rücksprung 51 durchsetzt und mit ihrem angespitzten Ende in
eine dem Kupplungsstück 34 zugeordnete Vertiefung 55
einrastet. Bei der in Fig. 4 gezeigten Arretierstellung
ist der Kolben 53 über die Leitung 56 hydraulisch oder
pneumatisch beaufschlagt und hält die Kolbenstange 54
entgegen der Kraft einer zwischen dem Rücksprung 51 und
dem Kolben 53 angeordneten Druckfeder 57 in
Arretierstellung. Soll die Arretierung zugunsten einer
pendelnden Aufhängung aufgegeben werden, wird die Zufuhr des
Druckmediums über die Leitung 56 gesperrt, so daß die
Druckfeder 57 den Kolben 53 und damit die Kolbenstange
54 zwangsläufig aus der Vertiefung 55 zurückfährt. Die
Größe des Rückhubes ist durch einen durch den
Gewindestopfen 52 geführten Stab über eine Kontermutter 59
regelbar. Gesteuert wird die als einseitig wirkender
Zylinder arbeitende Arretiervorrichtung 49 durch den
Tastbolzen 23. In der in Fig. 2 gezeigten Stellung ist
das federbelastete Schaltventil 29 vom Tastbolzen nicht
beeinflußt, so daß der in Pfeilrichtung 60 in der
Leitung 56 fließende Strom des Druckmediums nicht
unterbrochen und der Kolben 53 beaufschlagt ist. Unterbrochen
wird die Druckbeaufschlagung, wenn bei der
Abwärtsbewegung des Tastbolzens 23 das Schaltventil 29 entgegen der
Kraft der Feder 61 über den Stößel 62 in Schließstellung
gebracht wird.
Die Funktion der Einrichtung wird an dem folgenden
Beispiel beschrieben. Wie in der Fig. 2 dargestellt, hat
der Teilarm 11 seine in der Fig. 1 erläuterte vertikale
Fahrbewegung in Pfeilrichtung 63 schon so weit
durchgeführt, daß die Spreizfinger 17 eine Vorzentrierung
gegenüber dem Rohrboden 4 durch teilweises Einfahren in
die Dampferzeugerrohre 5 erreicht haben. In dieser
gezeigten Position besteht neben der starren Verbindung
zwischen dem Teilarm 11 und dem Kupplungsteil 40 auch
zwischen dem Kupplungsstück 34 und dem Träger 16 eine
starre Verbindung, da sich die Arretiervorrichtung 49 in
der eingerasteten Stellung nach Fig. 4 befindet. Zur
Anpassung des Trägerniveaus an eine parallele Lage zur
Rohrplatte 4 und zwar frei von Spannungen die durch die
starre Verbindung zwischen Träger und Teilarm
eingebracht werden, wird beim weiteren Hochfahren des
Teilarmes 11 in Pfeilrichtung 63 der Tastbolzen 23 vom
Rohrboden 4 kontaktet und relativ zur Kopfplatte 18 nach unten
bewegt. Dabei schiebt der Tastbolzen 23 den Stößel 62
des Schaltventils 23 zurück. Das nunmehr geschlossene
Schaltventil 29 unterbricht den Strom des Druckmediums
in der Leitung 56, so daß die Druckfeder 57 die
Kolbenstange 54 aus der Vertiefung 55 des Kupplungsstückes 34
entfernt. Das Kupplungstück 34 ist somit nur noch über
den Kugelbolzen 42 und zwar pendelnd an der Kopfplatte
18 aufgehängt. Beim weiteren Hochfahren des Teilarmes 11
werden die Anschlagnoppen 22 aufgrund der pendelnden
Aufhängung nacheinander zur Anlage kommen. Es wird
dadurch zwangsläufig eine spannungsfreie parallele Lage
des Trägers 16 zum Rohrboden 4 erreicht und zwar
unabhängig von der Schräglage des Armes 9. Kontrolliert wird
die Anlage der Anschlagnoppen durch ihnen zugeordnete
Fühlelemente. Ist die Arbeitsposition, signalisiert
durch die Anzeige aller Fühlelemente, erreicht erfolgt
das Festlegen der Spreizfinger 17. Eine mit dem
Reparaturwerkzeug erfolgende Bearbeitung kann nun
vibrationsfrei und losgelöst von Spannungen erfolgen. Nach
Beendigung des Reparatur- oder Inspektionsvorganges werden die
Spreizfinger 17 gelöst und der Träger 16 mit dem Teilarm
11 abgesenkt. Der Tastbolzen 23 gelangt durch Federkraft
in seine Ausgangsstellung. Der Kontakt mit dem
Schaltventil 29 wird unterbrochen und die Kolben 53 der
Arretiervorrichtungen 49 werden über dieses Schaltventil mit
Druck beaufschlagt, so daß wieder eine starre Verbindung
zwischen Teilarm 11 und Träger 16 hergestellt ist.
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| Anspruch[de] |
- 1. Einrichtung zur Inspektion und/oder Reparatur von in
einem Rohrboden (4) eines Wärmetauschers (1) endenden Rohren
(5), die in einer vom Rohrboden (4) und einem halbkugelförmigen
Boden (3) begrenzten, über ein Mannloch (6) zugänglichen Kammer
(2) angeordnet ist, wobei die Einrichtung aus einem relativ zum
Wärmetauscher festgelegten Standbein (8) und einem parallel zum
Rohrboden (4) erstreckten, am Standbein angelenkten und relativ
zu ihm verdrehbaren und in seiner Höhe verstellbaren Arm (9)
besteht, der seinerseits aus mindestens zwei relativ zueinander
verdrehbaren Teilarmen (10, 11) gebildet ist, wobei an dem
freien Ende des äußersten Teilarms ein Träger (16) für Werkzeuge
oder Inspektionsgeräte angekuppelt ist und wobei der Träger
(16) während seines Arbeitseinsatzes über wenigstens einen
relativ zu einem Rohr (5) arretierbaren Spreizfinger (17) festgelegt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung zwischen
Träger (16) und Teilarm (11) im nicht arretierten Zustand starr
ist, jedoch bei Annäherung an den arretierten Zustand eine pendelnde
Bewegung des Trägers gegenüber dem Teilarm zuläßt, und
daß die starre und pendelnde Verbindung zwischen dem Träger
(16) und dem Teilarm (11) von einem relativ zum Träger (16) bewegbaren
Tastbolzen (23) gesteuert ist, der weniger weit in Richtung
Rohrboden (4) vom Träger (16) auskragt als der Spreizfinger
(17).
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere, das gleiche Höhenmaß aufweisende Anschlagnoppen
(22) in Richtung Rohrboden (4) vom Träger (16) höchstens soweit
auskragen, wie der relativ zum Träger bewegbare Tastbolzen (23)
in seiner eingefahrenen Stellung.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (16) aus einer den Spreizfinger (17),
den Tastbolzen (23) und die Anschlagnoppen (22) tragenden
Kopfplatte (18), die sich etwa parallel zum Rohrboden erstreckt,
sowie aus einer mit der Kopfplatte einen Winkel von
ca. 90° einschließenden Rückwandplatte (19) besteht, die sich
nach der dem Rohrboden (4) abgewandten Richtung erstreckt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der äußerste Teilarm (11) einen Kugelbolzen (42) trägt,
dessen Kugel (44) in eine den Abmessungen der Kugel angepaßte
und der Kopfplatte (18) zugeordnete Kugelpfanne (45) eingreift.
- 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Arretiervorrichtung (49) aus einem am
Träger befestigten Zylinder besteht, dessen Kolbenstange (54)
durch Druckbeaufschlagung in eine Vertiefung (55) des Teilarms
einfahrbar ist und durch Entlüftung im Zusammenspiel mit einer
Druckfeder (57) aus der Vertiefung (55) zurückziehbar ist.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß an der dem Rohrboden (4) abgewandten Seite der Kopfplatte
(18) ein Schaltventil (29) angeordnet ist, daß das Schaltventil
(29) vom Tastbolzen (23) betätigt wird und daß das Schaltventil
die Druckbeaufschlagung bzw. die Entlüftung der Arretiervorrichtung
(49) steuert.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Anschlagnoppen (22) ein Fühlgerät zum Prüfen seiner
an der Rohrplatte (4) angelegten Position zugeordnet ist.
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