| Dokumentenidentifikation |
DE4040681A1 02.07.1992 |
| Titel |
Fotosetzgerät, insbesondere Laserbelichter, mit einem Zylinderbett |
| Anmelder |
Linotype-Hell AG, 6236 Eschborn, DE |
| Erfinder |
Klein, Ottokar, 6108 Weiterstadt, DE |
| Vertreter |
Dannenberg, G., Dipl.-Ing., 6000 Frankfurt; Weinhold, P., Dipl.-Chem. Dr., 8000 München; Gudel, D., Dr.phil.; Schubert, S., Dipl.-Ing., 6000 Frankfurt; Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München |
| DE-Anmeldedatum |
19.12.1990 |
| DE-Aktenzeichen |
4040681 |
| Offenlegungstag |
02.07.1992 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
02.07.1992 |
| IPC-Hauptklasse |
B41B 21/32
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| IPC-Nebenklasse |
G03F 7/24
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| IPC additional class |
// B41C 1/18
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| Zusammenfassung |
In einem Fotosetzgerät, insbesondere Laserbelichter, ist blattförmiges Fotomaterial (11) an ein Zylinderbett (7) innen anlegbar. Dabei liegt eine Seitenkante des Fotomaterials an wenigstens einem Anschlag (19). Eine Belichtungsoptik, von der wenigstens ein Teil (8) um die Zylinderbettlängsachse (10) drehbar ist und in Richtung der Zylinderbettlängsachse verschiebbar ist, kann sodann das an dem Zylinderbett anliegende Fotomaterial belichten. Um auch steiferes Fotomaterial, insbesondere Druckplatten und Fotomaterial variabler Länge zuverlässig und ohne Beschädigung des Fotomaterials exakt an das Zylinderbett anzulegen, ist eine das Fotomaterial parallel zur Zylinderbettlängsachse (10) transportierende Transporteinrichtung (15, 16, 21) vorgesehen sowie eine Führungseinrichtung mit einstellbaren Elementen (17-20), die das Fotomaterial mit dessen Seitenkanten parallel zu der Zylinderbettlängsachse (10) liegend innen an das Zylinderbett (7) andrückt.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Fotosetzgerät, insbesondere
Laserbelichter, mit einem Zylinderbett nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Bei derartigen Fotosetzgeräten mit einem Zylinderbett, das
auch als Kreiszylindersegment bezeichnet werden kann, ist ein
Teil der Belichtungsoptik, insbesondere ein Drehspiegel, um
die Zylinderbett-Längsachse drehbar und in deren Richtung
verschiebbar, um Fotomaterial, welches innen an dem
Zylinderbett gehalten wird und mit seiner lichtempfindlichen Schicht
zu der Zylinderbett-Längsachse weist, entlang Abtastzeilen zu
belichten. Da hierzu stets der gleiche Wegabschnitt von dem
Drehspiegel bis zu der lichtempfindlichen Schicht überbrückt
wird und da das Strahlenbündel stets in dem gleichen Winkel
auf das lichtempfindliche Material auftrifft, ergeben sich
Vorteile, insbesondere durch eine einfache Abbildungsoptik
und eine gleichmäßige scharfe Belichtung gleichbleibender
Belichtungsintensität für das gesamte zu belichtende Format.
Allerdings muß bei derartigen Fotosetzgeräten mit einem
Zylinderbett das blattförmige Fotomaterial aus einer annähernd
planen Lage, in der es normalerweise am einfachsten
transportiert wird, in das gekrümmte Zylinderbett hinein transportiert
werden und innen an dem Zylinderbett anliegend gehalten werden,
bevor der Belichtungsvorgang stattfinden kann. Hierzu wird
das Fotomaterial in einem bekannten derartigen Fotosetzgerät
(DE-PS 36 04 360) durch einen offenen Mantelabschnitt in das
Zylinderbett in Richtung dessen Innenumfangs unter Führung
hinein transportiert und analog dazu nach dem
Belichlichtungsvorgang aus dem Zylinderbett herausgezogen. Der
Transportvorgang in dem Zylinderbett erfolgt somit in dessen
Umfangsrichtung. Hierzu sind im einzelnen als Führungselemente,
die an Seitenrändern des Fotomaterials angreifen, zwei in
axialem Abstand in das Zylinderbett oder Kreiszylindersegment
eingesetzte, je einen Stirnanschlag aufweisende Führungsringe
angeordnet, deren Außendurchmesser den Innendurchmesser des
Zylinderbetts bzw. Kreiszylindersegments entspricht. Vor dem
Anfang und nach dem Ende des Belichtungsbereichs sind sich
axial erstreckende Führungskörper vorgesehen, die das
Fotomaterial entlang seiner Breitenerstreckung führen und in die
Krümmung der Innenseite des Kreiszylindersegments in der Art
einer Zwangsführung überleiten. - Nachteilig dabei ist, daß
Platten als Fotomaterial, das direkt belichtet werden soll,
nur schwer wegen der Steifigkeit der Druckplatten eingelegt
werden können, denn sie müssen in der gekrümmten Form
innerhalb des Kreiszylindersegments transportiert werden, nachdem
sie beim Einschieben gekrümmt wurden. Bei diesem
Krümmungsvorgang und dem anschließenden Transportvorgang können leicht
Kratzer auftreten. Diese lassen sich nur mit den Aufwand
erhöhenden Zusatzeinrichtungen ganz vermeiden. Weiterhin
können nicht ohne weiteres Fotomaterialien beliebiger Länge
verarbeitet werden, vielmehr würde deren Transport durch das
Kreiszylindersegment ebenfalls verhältnismäßig komplizierte
Zusatzeinrichtungen voraussetzen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Fotosetzgerät der eingangs genannten Gattung derart
weiterzubilden, daß auch steifes Fotomaterial, insbesondere
Druckplatten, in das Zylinderbett eingeführt und an dessen Innenseite
genau anliegend gehalten werden können, wobei die Länge des
Fotomaterials unkritisch sein soll.
Diese Aufgabe wird durch die Ausbildung des Fotosetzgeräts
mit den in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen gelöst. Das damit ausgestattete Fotosetzgerät
eignet sich sowohl für die Verarbeitung von Druckplatten als
auch von herkömmlichem Platten- oder (Film-)Rollenmaterial.
Damit kann das vorteilhafte Verfahren nach Anspruch 11
durchgeführt werden, wonach das Fotomaterial in einer im
wesentlichen planen Ebene in das Zylinderbett in dessen
Längsrichtung eingezogen wird, vor der Belichtung mechanisch an die
Innenseite des Zylinderbettes angelegt wird, nach der
Belichtung in die plane Ebene zurückbewegt wird und aus dem Innern
des Zylinderbetts in dessen Längsrichtung herausgefördert
wird.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Fotosetzgeräts und
das damit ausübbare Verfahren werden also die Vorgänge des
Transports des Fotomaterials und dessen Anlage innen an das
Zylinderbett entkoppelt bzw. in getrennten Schritten
durchgeführt. Der Fotomaterialtransport erfolgt dabei plan, so daß
einfache Führungen für den Transport genügen und Kratzer
vermieden werden.
Die Länge des transportierten Fotomaterials ist dabei
unkritisch und spielt insbesondere keine Rolle zur vollständig
gewölbten Anlage des Fotomaterials an das Zylinderbett, da
hierzu das Fotomaterial über der gesamten
Zylinderbett-Längsachse mit einer unkomplizierten Einrichtung erfaßt,
hochgewölbt und in der hochgewölbten Lage gehalten werden kann.
Hierzu weist besonders vorteilhaft nach Anspruch 3 die
Führungseinrichtung zu in einem Abstand zueinander angeordnete
schwenkbare Einlegeschienen mit einem Führungsschlitz sowie
schwenkbare Stangen auf, auf denen das Fotomaterial in einer
Einziehstellung in einer im wesentlichen planen Ebene aufliegt.
In dieser planen Ebene liegen dann auch die Führungsschlitze
der Einlegeschienen. Die Stangen können in eine obere
Einlegestellung geschwenkt werden, indem sie den Einziehvorgang der
Einlegeschienen unterstützen. Die Stangen drücken das
Filmmaterial in das Zylinderbett ein, wobei auch große Steifigkeit
des Fotomaterials überwunden werden kann, ohne daß das
Fotomaterial Kratzer erfährt. Die Einlegeschienen sind synchron
zu den schwenkbaren Stangen in die Einlegestellung schwenkbar,
wodurch das an den Längsrändern in Führungsschlitzen gehaltene
Fotomaterial in das Zylinderbett exakt anliegend tangential
eingedrückt wird. In der eingedrückten Stellung liegt das
Fotomaterial in dem Schlitz der einen der beiden
Einlegeschienen seitlich an, womit das Fotomaterial ausgerichtet ist. In
der Belichtungsstellung wird das Fotomaterial nur mit beiden
Einlegeschienen an dem Zylinderbett gehalten, während die
Stangen von dem Fotomaterial weg zurückgeschwenkt werden, in
der sie im Strahlengang der Belichtungsoptik nicht stören. Es
können somit die bekannten grundsätzlichen Vorteile des
Fotosetzgeräts mit einem Zylinderbett als Fotomaterialträger
unbeeinträchtigt bleiben. Das Fotomaterial wird während des
Belichtens nicht bewegt, wodurch die hohe
Belichtungsgenauigkeit bei großen Belichtungsformaten erhalten bleibt. Die
mechanischen Fotomaterialeigenschaften, die Flächenabmessungen
und Dicke haben keinen Einfluß auf die Belichtungsgenauigkeit.
Somit können auch direkt belichtbare Druckplatten ohne weiteres
verarbeitet werden. Da die Filmanlage im Zylinderbett
mechanisch erfolgt, sind keine Einrichtungsteile zur Erzeugung,
Zufuhr und Verteilung eines Unterdrucks an dem Fotomaterial
erforderlich.
Um unterschiedlich große Fotomateriallängen in das
Zylinderbett hinein und aus diesem heraus zu transportieren, weist
nach Anspruch 4 jede der beiden Einlegeschienen mindestens
ein Paar Einzugsrollen auf, deren Spalt in der Ebene der
Führungsschlitze liegt. Die verarbeitbaren Fotomateriallängen
können durch die Position dieser Einzugsrollen bzw. der
Einlegeschienen erweitert werden.
Es ist aber auch möglich, verschiedene Fotomaterialbreiten zu
verarbeiten, wozu der Radius des Zylinderbettes durch Einsatz
eines entsprechenden Zylinderbetts angepaßt wird.
Von den Einzugsrollen eines Paars ist wenigstens eine
zweckmäßig abgefedert und anhebbar, wodurch die Ausrichtung des
Fotomaterials bei einem Zwischenstop ermöglicht wird.
Weiterhin kann wenigstens eine der Einlegeschienen eine
Locheinrichtung aufweisen, mit der das Fotomaterial gehalten und
gelocht werden kann, wenn dies zur Weiterverarbeitung des
Fotomaterials gewünscht wird.
Zur exakten Führung der Einlegeschienen und damit genauen
Anlage des Fotomaterials innen an dem Zylinderbett, ohne
während des Einlegevorgangs eine das Fotomaterial beschädigende
Relativbewegung zwischen den Einlegeschienen und dem
Fotomaterial hervorzurufen, sind die Einlegeschienen nach
Anspruch 7 in Führungsplatten geführt. Dabei greift wenigstens
eine an der Einlegeschiene gelagerte Führungsrolle in
wenigstens eine Führungsbahn in der Führungsplatte ein.
Zur Unterstützung dieses Einlegevorgangs des Fotomaterials
sind die Stangen, auf denen das Fotomaterial während des
planen Transports zunächst aufliegt, über je mindestens einen
Hebel mit einer Achse verbunden, mit der sie in die obere
Einlegestellung schwenkbar sind.
Die Antriebseinrichtung des Fotosatzgeräts umfaßt nach
Anspruch 9 ein Eingabewalzenpaar, mit dem das Fotomaterial aus
einer Kassette oder einem Blattbehalter in das Zylinderbett,
insbesondere zu Einzugsrollen in dessen Innenraum
transportierbar ist. Sie umfaßt weiterhin ein Ausgabewalzenpaar, mit
dem das Fotomaterial aus dem Zylinderbett, insbesondere von
den Einzugsrollen zu einer Ausgabekassette oder direkt in ein
Entwicklungsgerät gefördert werden kann. Bei dieser Ausbildung
der Antriebseinrichtung kann der Film beispielsweise direkt
auf einem geschlossenen Weg von der Vorratskassette über das
Zylinderbett, in dem der Belichtungsvorgang stattfindet, bis
zu dem Entwicklungsgerät, von dem das entwickelte Fotomaterial
ausgegeben wird, geführt werden.
Dazu ist, wenn Film als Fotomaterial verarbeitet wird,
zwischen dem Eingabewalzenpaar, das in
Fotomaterialtransportrichtung nach der Kassette angeordnet ist, und den
Einlegeschienen zweckmäßig eine Schneideeinrichtung angeordnet. Vor
dem Schneiden des Films wird dieser bis zumindest den
Einzugsrollen an den Einlegeschienen transportiert, wozu insbesondere
das Eingabewalzenpaar dient. Nach dem Abschneiden des
Filmabschnitts bringen die Einzugsrollen an den Einlegeschienen den
Filmabschnitt allein in die Endlage.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung mit
sechs Figuren erläutert, in denen ein typographischer
Laserbelichter dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 den Laserbelichter in einem Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch wesentliche Teile des
Laserbelichters im Bereich der Führungseinrichtung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Führungseinrichtung
gemäß Fig. 2,
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Laserbelichter in einer
ersten Schnittebene,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Laserbelichter in einer
zweiten Schnittebene und
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Teil der Führungseinrichtung,
die in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist.
Die Figuren weichen hinsichtlich ihres Darstellungsmaßstabs
teilweise voneinander ab.
In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse eines im Längsschnitt
dargestellten Laserbelichters bezeichnet, in dem eine
Führungseinrichtung für Film als Fotomaterial, die im einzelnen in den
Fig. 2, 3 und 6 dargestellt ist, eine Belichtungseinheit 2
sowie eine Linearführung mit einem Kurbelgewindetrieb 3 und
einem Getriebemotor 4 untergebracht sind.
Zur Belichtung eines Filmabschnitts 6, der in Fig. 1 an ein
Zylinderbett 7 angelegt dargestellt ist, wird ein Drehspiegel
8 - siehe auch Fig. 4 und 5 -, so rotiert, daß ein
moduliertes Belichtungsstrahlenbündel 9 den als Zylinderabschnitt
gekrümmten Film mit seiner lichtempfindlichen Schicht, die zu
dem Drehspiegel weist, in Abtastlinien abtastet und dabei
belichtet. Außerdem kann der Drehspiegel das Strahlenbündel 9
in der Zylinderbettlängsachse 10 um einen Verfahrweg 10a der
Belichtungseinheit 2 verschieben, womit in Längsachsenrichtung
Abtastzeile auf Abtastzeile auf der belichteten Filmoberfläche
folgt. Der Film steht während des Belichtungsvorgangs still.
Die Linearführung der Belichtungseinheit 2 ist in Fig. 4 mit
5 bezeichnet.
Eine Transporteinrichtung für einen unbelichteten Film 11
dient dazu, diesen aus einer Kassette 12 herauszuziehen, in
den Bereich des Zylinderbettes 7 einzuführen, wo ein
Filmabschnitt 6, der durch eine Schneideinrichtung 13 von dem Film
11 abgeschnitten ist, nach Anlage innen an dem Zylinderbett 7
belichtet wird, um letztlich zu einer Ausgabekassette 14
heraustransportiert zu werden. Hierzu umfaßt die
Transporteinrichtung des Films ein Paar Eingabewalzen 15, die zwischen
der Schneideinrichtung 13 und der Kassette 12 angeordnet
sind, sowie ein Paar Ausgabewalzen 16 zwischen der Bahn des
Filmabschnitts im Zylinderbett 7 und der Ausgabekassette 14.
Die beschriebenen konventionellen Teile der
Transporteinrichtung bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
Eine Führungseinrichtung für den Film in dem Bereich des
Zylinderbetts ist im einzelnen unter Weglassung der übrigen
Teile in den Fig. 2, 3 und 6 dargestellt. Sie besteht im
wesentlichen aus Elementen zur Führung des Films in das
Zylinderbett 7 und zum Einlegen d. h. Andrücken des
Filmabschnittes an das Zylinderbett von innen. Im einzelnen sind
parallel und im Abstand entsprechend der Filmbreite und
parallel zur Zylinderbettlängsachse 10 ausgerichtet zwei
schwenkbare Einlegeschienen 17, 18 vorgesehen, in deren
zueinander gewandten Führungsschlitzen 19, 20 die beiden
Seitenränder des Films bzw. Filmabschnittes eingreifen, um in
diesen während des Transportes geführt zu werden. Die
Führungsschlitze 19, 20 dienen außerdem dazu, den Filmabschnitt 6 aus
der in Fig. 2 dargestellten Einziehstellung in eine obere
Einlegestellung zu schwenken und in dieser Stellung einen
Anschlag in Richtung des Innenumfang des Zylinderbettes 7 zu
bilden, während der andere der beiden schwenkbaren
Einlegeschienen, hier 18, den Filmabschnitt 6 tangential in das
Zylinderbett eindrückt.
Dieser Einlegestellung entspricht im wesentlichen die in Fig. 5
dargestellte Belichtungsstellung, in der allerdings Stangen
22, 22a aus dem Bewegungsbereich des Strahlenbündels 9
zurückgeschwenkt sind. Diese schwenkbaren Stangen 22, 22a tragen
den Film 11 bzw. einen Filmabschnitt 6 in der Einzugsphase
in der gleichen, nicht bezeichneten Ebene wie die
Führungsschlitze 19, 20 der schwenkbaren Einlegeschienen 18, 19.
Die Stangen sind ebenfalls parallel zur Zylinderbettlängsachse
10 ausgerichtet. In Fig. 1 sind nur Enden der Stange 22erkennbar, da der mittlere Abschnitt dieser Stange zur
besseren Darstellung der Einlegeschienen entfernt ist. Aus Fig. 1
in Verbindung mit Fig. 4 kann ersehen werden, wie die Stangen
22, 22a über Hebel 23, 24 mit je einer Welle 25, 26 in
Verbindung stehen. In Fig. 5 sind zur besseren Übersichtlichkeit die
Hebel 23 und 24 nur durch eine strichpunktierte Linie
angedeutet, während die Stangen 22, 22a mit durchbrochenen Linien
dargestellt sind.
Die Lagerung der Einlegeschienen 17, 18 ergibt sich am besten
aus Abbildung 4. Diese Einlegeschienen sind um Wellen 27, 28
schwenkbar, die somit in einer Ebene zugleich Drehpunkte
darstellen. Diese Wellen bzw. Drehpunkte liegen bezüglich der
zentralen Mittelachse des Zylinderbettes 7 weiter außen als
die Wellen 25, 26. Damit soll das Andrücken der Einlegeschienen
optimiert werden, um den Filmabschnitt 6 federnd, seitlich
tangential in die innere Zylinderwand des Zylinderbetts 7
einzudrücken. Zum Drehen der Wellen 25-28 dient eine nicht
dargestellte Betriebseinheit.
Die Einlegeschienen 17, 18 werden an ihren Enden durch jeweils
eine Platte 29, 29a; 30, 30a gehalten. An den Enden der
Einlegeschienen befinden sich Rollen 55, 56, 57, 58, die in die
Führungsbahnen 35, 36, 37, 38 der Platten 29, 30 eingreifen und die
Bewegung der Einlegeschienen vorgeben. Die Schlitze 30, 40 in den
Platten 29, 30 dienen zum Durchlaß der Bewegungsrollen (31, 32).
Die Funktionsbewegungen werden nur für die Eingabeseite der
Einlegeschienen dargestellt und beschrieben, denn sie sind
auf beiden Seiten gleich. Die Einlegeschienen werden durch
Hebel 33, 34, die über Wellen 27, 28 angetrieben werden, von
der Einziehstellung, Fig. 4 rechts, in die die
Belichtungsstellung, Fig. 4 links und Fig. 5, bewegt. Zu diesem Zweck
wirken die Hebel auf die Bewegungsrollen 31, 32.
In den Einlegeschienen ist jeweils ein Paar Einzugsrollen 41
bzw. 42 gelagert, deren Spalt in der gleichen Ebene liegt, in
welcher der Filmabschnitt 6 durch die Führungsschlitze 19, 20
in den Einlegeschienen 17, 18 und die Stangen 22, 22a in der
Transportstellung gehalten wird. Von den Einzugsrollen ist
die nicht angetriebene angefedert und läßt sich abheben. Eine
Gegenrolle 41a zu der Einzugsrolle 41, die zusammen ein Paar
Einzugsrollen bilden, ist aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich.
Aus den Fig. 3 und 6 kann weiterhin ersehen werden, wie an
der Einlegeschiene 17 im Abstand zueinander zwei
Locheinrichtungen 43, 44 angeordnet sind.
Mit dem beschriebenen Laserbelichter wird der Film 11 mittels
der Eingabewalzen 15 aus der Kassette 12 herausgezogen und
durch die Schneideinrichtung 13 hindurch in die Einlegeschienen
17, 18 eingeschoben, wo der linke und der rechte Rand des
Films geführt werden und der weitere Transport von den
Einzugsrollen 41, 42 übernommen wird. Nach dem Abschneiden durch die
Schneideinrichtung 13 folgt der weitere Transport des
Filmabschnitts 6 allein durch die Einzugsrollen 41, 42, die ihn
parallel zur Längsachse 10 in die Endstellung bewegen. Dabei
liegt der Filmabschnitt auf den Stangen 22, 22a auf, die ein
Herunterfallen verhindern.
Um den Filmabschnitt 6 innen an das Zylinderbett 7 anzulegen,
werden die Stangen 22, 22a mittels der Wellen 27, 28 nach
oben in die Einlegestellung geschwenkt, in der sie in Bild 4
unterbrochen dargestellt sind. Gleichzeitig werden die
Einlegeschienen 17, 18 durch Drehen der Wellen 27, 28 von der in
den Fig. 1, 3 und 4, rechter Teil, gezeigten Einziehstellung
in die in Fig. 4, linker Teil, gezeigte Einlegestellung bewegt.
Hinsichtlich der Lage des Films und der Einlegeschienen 17,
18 stimmt, wie oben erläutert, die in Fig. 5 gezeigte
Belichtungsstellung mit der oberen Einlegestellung überein. In der
oberen Einlegestellung und der Belichtungsstellung ist der
Filmabschnitt 6 durch die Einlegeschienen fest an liegend an
das Zylinderbett 7 gedrückt. Die rechte Einlegeschiene 18
drückt den Filmabschnitt 6 tangential in das Zylinderbett
stauchend ein, während sich die andere Filmkante am nicht
bezeichneten Schlitzgrund in dem Führungsschlitz 19 der
Einlegeschiene 18 abstützt. Wenn gelocht wird, wird die linke
Seitenkante des Filmabschnitts 6 von den nicht bezeichneten
Lochstempeln der Locheinrichtungen 43, 44 festgehalten.
Nach dem bereits erwähnten Zurückschwenken der Stangen 22,
22a und dem anschließenden Belichtungsvorgang können die
Einlegeschienen 17, 18 wieder in die Einziehstellung
zurückgeschwenkt werden und der vollständig belichtete Filmabschnitt
mit dem Ausgabewalzenpaar 16 aus dem Zylinderbettbereich
herausgezogen und in die Ausgabekassette 14 oder direkt in
ein Entwicklungsgerät weitertransportiert werden. Der
Laserbelichter braucht dazu nicht in einem Dunkelraum zu stehen.
Infolge der exakten konstanten Anlage des Filmabschnitts
innen an dem Zylinderbett 7 sind paßgenaue Einbelichtungen
aus einem zweiten Steuergerät (Raster Image Processor) möglich.
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| Anspruch[de] |
- 1. Fotosetzgerät, insbesondere Laserbelichter, mit einem
Zylinderbett (7), in welches blattförmiges Fotomaterial
(11) transportierbar und innen anlegbar ist, wobei eine
Seitenkante des Fotomaterials an wenigstens einem Anschlag
(19) anliegt, sowie mit einer Belichtungsoptik, von der
wenigstens ein Teil (8) um die Zylinderbett-Längsachse
(10) drehbar ist und in Richtung der
Zylinderbett-Längsachse verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine das Fotomaterial (11) parallel zur Zylinderbett-
Längsachse (10) transportierende Transporteinrichtung
(15, 16, 21) vorgesehen ist und daß eine Führungseinrichtung
mit einstellbaren Elementen (17-20) das Fotomaterial mit
dessen Seitenkanten parallel zu der Zylinderbett-Längsachse
(10) liegend von innen an das Zylinderbett (7) drückt.
- 2. Fotosetzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transporteinrichtung (15, 16, 21) das Fotomaterial
(11) plan in das Zylinderbett (7) transportierend
ausgebildet ist und daß die Führungseinrichtung mit den
einstellbaren Elementen (17-20) das plane Fotomaterial in dem
Zylinderbett (7) bis zur Anlage an diesem hochwölbt.
- 3. Fotosetzgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungseinrichtung zwei im Abstand zueinander
angeordnete schwenkbare Einlegeschienen (17-18) mit je
einem Führungsschlitz (19, 20) sowie schwenkbare Stangen
(22, 22a) aufweist, auf denen das Fotomaterial (11) in der
Einziehstellung in einer im wesentlichen planen Ebene
aufliegt, in welcher in der Transportstellung auch die
Führungsschlitze (19, 20) liegen, daß die Stangen (22, 22a)
in eine obere Einlegestellung schwenkbar sind, in der sie
das Filmmaterial (11) in das Zylinderbett (7) eindrücken,
daß die Einlegeschienen (17, 18) in die Einlegestellung
schwenkbar sind, in der das Fotomaterial (11) mit
mindestens einer der beiden Einlegeschienen in das Zylinderbett
(7) eingedrückt wird und an einem in der anderen der
beiden Einlegeschienen (17, 18) gebildeten Anschlag seitlich
anliegt, und daß die Stangen (22, 22a) unter
Aufrechterhaltung der oberen Einlegestellung der Einlegeschienen in
eine Belichtungsstellung von dem Fotomaterial weg
zurückschwenkbar sind.
- 4. Fotosetzgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede der beiden Einlegeschienen (17, 18) mindestens ein
Paar Einzugsrollen (41, 42) aufweist, deren Spalt in der
Ebene der Führungsschlitze (19, 20) liegt.
- 5. Fotosetzgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Einzugsrollen eines Paars (41, 42)
abgefedert und anhebbar ist.
- 6. Fotosetzgerät nach einem der Ansprüche 3-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Einlegeschienen (17) eine
Locheinrichtung (43 bzw. 44) aufweist.
- 7. Fotosetzgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schwenkbaren Einlegeschienen (17, 18) in
Führungsplatten (29, 30) geführt sind, indem wenigstens eine an der
Einlegeschiene gelagerte Führungsrolle in wenigstens eine
Führungsbahn (35; 36; 37; 38) in der Führungsplatte (29 bzw.
30) eingreift.
- 8. Fotosetzgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stangen (22, 22a) über je mindestens einen Hebel
(23, 24) mit einer Welle (27 bzw. 28) in Verbindung stehen,
mit der sie schwenkbar sind.
- 9. Fotosetzgerät nach einem der Ansprüche 4-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung ein Eingabewalzenpaar (15)
umfaßt, mit dem das Fotomaterial (11) aus einer Kassette
(12) oder einem Blattbehälter in das Zylinderbett (7),
insbesondere zu den Einzugsrollen (21) transportierbar
ist, sowie ein Ausgabewalzenpaar (16) aufweist, mit dem
das Fotomaterial aus dem Zylinderbett, insbesondere von
den Einzugsrollen (21) zu einer Ausgabekassette (14) oder
direkt in ein Entwicklungsgerät förderbar ist.
- 10. Fotosetzgerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Eingabewalzenpaar (15), das in
Fotomaterialtransportrichtung nach der Kassette (12) angeordnet
ist, und den Einlegeschienen (17, 18) eine
Schneideeinrichtung (13) angeordnet ist, dergestalt, daß nach Betätigung
der Schneideinrichtung (13) der Weitertransport des
abgeschnittenen Filmmaterials in eine Endstellung allein
durch die Einzugsrollen (41, 42) erfolgt.
- 11. Verfahren zum Einlegen von Fotomaterial in ein
Fotosetzgerät mit einem Zylinderbett, an welches das Blattmaterial
während einer Belichtung innen angedrückt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fotomaterial in einer im wesentlichen planen
Ebene in das Zylinderbett (7) in dessen Längsrichtung
(10) eingezogen wird, vor der Belichtung mechanisch an
die Innenseite des Zylinderbettes angelegt wird, nach der
Belichtung in die plane Ebene zurückbewegt wird und aus
dem Innern des Zylinderbetts in dessen Längsrichtung
herausgefördert wird.
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