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Dokumentenidentifikation DE4101329A1 23.07.1992
Titel Verfahren zum Herstellen eines Umwindegarns und Umwindevorrichtung für ein Umwindegarn
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Blank, Otto, Dr.-Ing., 8721 Dittelbrunn, DE;
Schmucker, Wolfgang, 8783 Hammelburg, DE
DE-Anmeldedatum 18.01.1991
DE-Aktenzeichen 4101329
Offenlegungstag 23.07.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.07.1992
IPC-Hauptklasse D02G 3/34
IPC-Nebenklasse D02G 3/36   D02G 3/28   
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt ein Verfahren und eine Umwindevorrichtung zur Erzielung eines Umwindegarns (8), bestehend aus einem hochelastischen Faden (6) und einem Umwindefaden (7), wobei beide Fäden von stehenden Spulen bzw. Kopsen abgezogen werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Umwindegarns und eine Umwindevorrichtung für ein Umwindegarn.

Beim herkömmlichen Umwinden eines elastischen Fadens ist der umwindende Faden auf einer Hohlspindel aufgebracht und läuft mit dieser um. In der DE 32 16 749 C2 wird ein obengenannter Umwindevorgang beschrieben.

Immer höher geforderte Abzugsgeschwindigkeiten und damit auch höher werdende Spindeldrehzahlen ziehen auch zwangsläufig nach sich, daß auch diese Spulen entsprechend größer und damit schwerer werden um eine möglichst lange Ablaufzeit zu erreichen. Hier ist nun irgendwo eine Grenze gesetzt, die es nicht erlaubt, eine z. B. 10 kg schwere Spule mit einer Spindeldrehzahl von z. B. 40 000 min-1 umlaufen zu lassen. Hier wird nicht nur die Lagerbelastung überfordert, was zum kurzzeitigen Ausfall der Spindel führt, sondern auch die Platzverhältnisse in der Umwindemaschine reichen nicht mehr aus. Die Spindelteilung sowie die Maschinenhöhe müßten doppelt so groß wie herkömmlich gewählt werden.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Verfahren aufzuzeigen und eine Umwindevorrichtung zu schaffen, bei der sowohl der elastische als auch der umwindende Faden von großen Kopsen bzw. Spulen abgezogen wird, so daß große Ablaufzeiten des Umwindegarns erzielt werden können, wobei der elastische Faden nahezu drehungsfrei sein soll.

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Umwindevorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. 3 gelöst.

Weitere vorteilhafte Auslegungen enthalten die Ansprüche 2, 4 und 5. Eine an sich bekannte Kablierspindel, aufgebaut nach dem Doppeldrahtprinzip, dient als Vorrichtung. Der über Magnete gehaltene, hierdurch stehenden Topf, ist ausgelegt zur Aufnahme des elastischen Fadens mit dem größtmöglichen Aufnahmevolumen von einem z. B. 180 mm Durchmesser großen Kops. Die Spindel ist bekanntlich in ihrem unteren Spindelseelenteil hohl ausgebildet mit einer seitlichen Öffnung über eine Fadenspeicherscheibe. Hierdurch wird der umwindende Faden geführt, der von einer außerhalb der Maschine (z. B. Gatter) installierten Spule kommt. Der Dimension dieser Spule sind keine Grenzen gesetzt.

Um den elastischen Faden auf seine entsprechende Zuführgeschwindigkeit V1 auf einen Bruchteil, z. B. 1/4, der Abzugsgeschwindigkeit V2 des Umwindegarns zu bringen, ist oberhalb der Spindel ein Streckwerk angebracht. Dies kann auch durch Fadenbremsen der unterschiedlichsten Art ersetzt werden. Der elastische Faden ist nahezu drehungsfrei. An einem definierten Punkt oberhalb der Kablierspindel umwindet der umlaufende Faden den elastischen Faden und wird anschließend als Umwindegarn über ein Lieferwerk aufgespult. Die Kablierspindel wird über einen E-Motor betrieben und kann sowohl S- wie auch Z-Umwindegarne herstellen. Die Erfindung soll an einem Beispiel näher erläutert werden.

Es zeigt:

Fig. 1 eine komplette Umwindestelle innerhalb der Maschine.

Die Kablierspindel 1, die von einem E-Motor 9 angetrieben wird, nimmt in ihrem durch Magnete 5 gehaltenen, feststehenden Topf 2 die Spule mit dem elastischen Faden 6 auf. Der umwindende Faden 7 wird von der extern installierten Spule über eine Fadenbremse 14 durch das hohl ausgebildetet Spindelunterteil 3 zu der Fadenspeicherscheibe 4 geführt. Von hier aus läuft der umwindende Faden ballonierend zum Umwindepunkt 11. Der elastische Faden 6 läuft über das Streckwerk bzw. über die Fadenbremse 10 ebenfalls zum Umwindepunkt 11 und wird hier als Seelenfaden 6 von dem Umwindefaden 7 umwunden. Das Umwindegarn 8 wird sodann über das Lieferwerk 12 zur Aufspulung 13 geführt und hier aufgespult.

Es wurde ein Umwindegarn hergestellt, bei dem die Umwindeeinrichtung wie folgt eingestellt war.



Die hiermit erzielte Garnqualität ist optisch und von der Garngriffigkeit als gut bezeichnet.

Stückliste

1 Kablierspindel

2 Stehender Topf

3 Spindelunterteil

4 Fadenspeicherscheibe

5 Magnet

6 Hochelastischer Faden

7 Umwindefaden

8 Umwindegarn

9 E-Motor

10 Streckwerk bzw. Fadenbremse

11 Umwindepunkt

12 Lieferwerk

13 Aufspulung

14 Fadenbremse


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Herstellen eines Umwindegarns, welches aus einem hochelastischen Faden und einem diesen umwindenden Faden besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung auf einer an sich bekannten Kablierspindel erfolgt, bei der jedoch die Zuführgeschwindigkeit V1 des hochelastischen Fadens (6) nur 1/5 bis 1/3 der Abzugsgeschwindigkeit V2 des Umwindegarns (8) beträgt.
  2. 2. Verfahren zum Herstellen eines Umwindegarns nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführgeschwindigkeit V1 des hochelastischen Fadens (6) nur 1/4 der Abzugsgeschwindigkeit V2 des Umwindegarns (8) beträgt.
  3. 3. Umwindevorrichtung für ein Umwindegarn, welches aus einem hochelastischen Faden und einem diesen umwindenden Faden besteht, wobei sich der umwindende Faden auf einer außerhalb der Maschine angeordneten Spule befindet und der hochelastische Faden sich auf einem auf einer Spindel angeordneten stehenden Topf befindet und wobei der umwindende Faden durch eine Hohlspindel und eine seitlich auf der Höhe der Fadenspeicherscheibe befindliche Austrittsöffnung geführt ist und ballonierend zu einem Umwindepunkt gelangt, wo er den hochelastischen nahezu drehungsfreien Faden umwindet und wobei ein Streckwerk oder eine Fadenbremse für den hochelastischen Faden oberhalb des stehenden Topfes innerhalb des Ballons vor dem Umwindepunkt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der durch Magnete (5) gehaltene, stehende Topf (2) einen von der Größe und Gewicht her optimal ausgelegten Kops (6) mit 180 mm Durchmesser aufnimmt, der mit dem hochelastischen Faden (6) bespult ist.
  4. 4. Umwindevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch einen E-Motor (9) betrieben ist.
  5. 5. Umwindevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie von S- auf Z-Umwindegarn (8) umstellbar ist.






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