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Schlauchgurtförderbandvorrichtung - Dokument DE4201309A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4201309A1 30.07.1992
Titel Schlauchgurtförderbandvorrichtung
Anmelder VSR Engineering GmbH Fördertechnik, 4330 Mülheim, DE
Erfinder Rappen, Albert, Dipl.-Ing., 4300 Mülheim, DE;
Holz, Joachim, Dipl.-Ing., 4600 Dortmund, DE
Vertreter Palgen, P., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 4000 Düsseldorf; Schumacher, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 20.01.1992
DE-Aktenzeichen 4201309
Offenlegungstag 30.07.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.07.1992
IPC-Hauptklasse B65G 15/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schlauchgurtförderbandvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Es ist bekannt, Rollentragrahmen bei gattungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtungen als wesentlichen Teil der Tragkonstruktion der Bandanlage zu nutzen. Bei ebenerdig verlaufenden Bandstrecken weisen die Rollentragrahmen an ihrem unteren Ende Stützen auf, mit denen sie auf einem Fundament verankert sind. In Steigungsstrecken und anderen Abschnitten der Sandstrecke, in denen Stützen nur in vergleichsweise großem Abstand gewünscht oder möglich sind, so daß also nicht jeder einzelne Rollentragrahmen am Boden abgestützt sein kann, werden die Rollentragrahmen mittels Längs- und Diagonal-Streben zu einem gittermastähnlichen Gebilde verbunden, welches nur in größeren Abständen am Boden abgestützt sein muß. Auch in diesem Fall sind die Rollentragrahmen ein wesentlicher Teil der Tragkonstruktion der Bandanlage.

Diese bekannten Schlauchgurtförderbandvorrichtungen haben unter anderem den Nachteil, daß der Konstruktions- und Montageaufwand dieser Vorrichtungen vor allem dann besonders groß ist, wenn sich der Verlauf der Bandstrecke in horizontaler oder in vertikaler Richtung ändert. Gerade die Kurvengängigkeit ist aber einer der wesentlichen Vorteile von Schlauchgurtförderbandvorrichtungen.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Tragkonstruktion für eine gattungsgemäße Schlauchgurtförderbandvorrichtung zu schaffen, insbesondere die Kurvengängigkeit gattungsgemäßer Schlauchgurtförderbandvorrichtungen in vereinfachter Weise nutzen zu können.

Diese Aufgabe wird durch eine Schlauchgurtförderbandvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Durch die Erfindung wird unter anderem erreicht, daß die Förderbandanlage nach dem Baukastenprinzip aufgebaut sein kann, d. h., daß speziell an den jeweils zu realisierenden Kurvenverlauf der Bandstrecke angepaßte und vorher hierzu eigens statisch zu berechnende Bauteile nicht erforderlich sind. Darüber hinaus vereinfacht sich die Montage der Bandanlage spürbar. Ebenfalls verringert sich der Herstellungs- und Montageaufwand für die Form-, Führungs- und Tragelemente des zum Schlauch geformten Teiles des Fördergurtes. Insgesamt bietet die Erfindung eine außerordentlich flexible Anpaßbarkeit der Förderbandvorrichtung an den jeweiligen Anwendungsfall und insbesondere an den jeweiligen Bandstreckenverlauf. Die einzelnen Bauteile brauchen lediglich vor Ort entsprechend den dort angetroffenen Gegebenheiten zusammengebaut zu werden. Dies erweist sich vor allem dann als nützlich, wenn der Bandstreckenverlauf sich während der Planungsphase oder während der späteren Nutzungsphase einmal ändern sollte.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung, die auch unabhängig von dem Grundgedanken der Lehre der Erfindung vorteilhaft nutzbar sind und insbesondere eine Nutzbarkeit der Förderbandvorrichtung in extremen Anwendungsfällen, einen verbesserten Übergang zwischen dem geschlossenen und dem geöffneten Fördergurtquerschnitt, eine vereinfachte Konstruktion von Rollentragrahmen, eine weitgehende Unabhängigkeit von vorhandenen Einrichtungen im Bereich der Belade- und Abwurfstationen sowie eine verbesserte Einstellbarkeit der Bandspannung und eine einfache Vermeidung von Bandschieflauf gewährleisten, sind in weiteren Ansprüchen enthalten.

Die vorgenannten, erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so daß die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstands der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft - eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung dargestellt ist.

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schlauchgurtförderbandanlage in (in horizontaler Richtung gesehener) Seitenansicht (Ansicht A gemäß Fig. 2);

Fig. 2 dieselbe Schlauchgurtförderbandanlage in Ansicht von oben (Ansicht B gemäß Fig. 1);

Fig. 3 von einer Schlauchgurtförderbandanlage ähnlich Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht (Ansicht C gemäß Fig. 4);

Fig. 4 von derselben Schlauchgurtförderbandanlage eine Ansicht von oben (Ansicht D gemäß Fig. 3);

Fig. 5 von derselben Schlauchgurtförderbandanlage einen Vertikalschnitt durch die Beladungsstation 19 (Schnitt entlang der Linie V-V gemäß Fig. 3);

Fig. 6 von einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung eine Stirnansicht eines Rollentragrahmens (Schnittansicht entlang der Linie VI-VI gemäß Fig. 7);

Fig. 7 von demselben Rollentragrahmen einen Vertikalschnitt bei fortgelassenem Förderband (Schnitt entlang der Linie VII-VII gemäß Fig. 6);

Fig. 8 eine alternative Ausführungsform eines Rollentragrahmens in stirnseitiger Schnittansicht (Schnitt entlang der Linie VIII-VIII gemäß Fig. 9);

Fig. 9 denselben Rollentragrahmen im Vertikalschnitt, aber bei fortgelassenem Fördergurt (Schnitt entlang der Linie IX-IX);

Fig. 10 eine weitere alternative Ausführungsform eines Rollentragrahmens in stirnseitiger Schnittansicht (Schnitt entlang der Linie X-X gemäß Fig. 11);

Fig. 11 von demselben Rollentragrahmen ein Vertikalschnitt bei fortgelassenem Fördergurt (Schnitt entlang der Linie XI-XI gemäß Fig. 10);

Fig. 12 von einer anderen alternativen Ausführungsform des Rollentragrahmens eine Stirnseitenansicht des Tragteils (Ansicht E gemäß Fig. 13);

Fig. 13 von demselben Tragteil eine Seitenansicht (Ansicht F gemäß Fig. 12);

Fig. 14 von demselben Tragteil eine Abwicklung;

Fig. 15 von demselben Tragteil eine Rippe;

Fig. 16 von demselben Tragteil eine Schelle in axialer sowie in radialer Ansicht;

Fig. 17 eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tragteils in der der Fig. 12 entsprechenden Darstellungsweise;

Fig. 18 von einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung einen Verbindungsbereich der Tragkonstruktion (Ansicht G gemäß Fig. 19);

Fig. 19 von demselben Verbindungsbereich eine um 90° verdrehte Ansicht (Ansicht H gemäß Fig. 18);

Fig. 20 von demselben Verbindungsbereich eine Schnittansicht (Schnitt entlang der Linie XX-XX gemäß Fig. 19);

Fig. 21 von einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung eine stirnseitige Schnittansicht eines weiteren Rollentragrahmens mit axial verfahrbarem Tragprofilbalken;

Fig. 22 von einer anderen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung eine schematisch dargestellte Seitenansicht;

Fig. 23 eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung in schematisierter Darstellung unter Fortlassung eines Tragprofilbalkens in Seitenansicht (Ansicht J gemäß Fig. 24);

Fig. 24 von der Schlauchgurtförderbandvorrichtung gemäß Fig. 23 eine Ansicht von oben (Ansicht K gemäß Fig. 23) sowie

Fig. 25 von einer Schlauchgurtförderbandvorrichtung gemäß Fig. 22 oder 23 einen Axialschnitt durch ein Umlenkrollenpaar (Schnitt entlang der Linie XV-XV gemäß Fig. 22 bzw. 23).

Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht das Förderband 1 einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung aus einem endlosen, an den Enden der Bandstrecke a umgelenkten, schlauchförmigen, längsgeteilten, ein Fördertrum 2 und Leertrum 3 bildenden Fördergurt (siehe auch Fig. 6, 8 und 10 sowie 22 und 23). Der zum Schlauch geformte Fördergurt wird in mehr oder minder regelmäßigen in Richtung der Bandstrecke gesehenen Abständen von einem Rollentragrahmen 5 umfaßt. An dem Rollentragrahmen 5 sind, in der Regel mehrere, Rollen 32 derart befestigt und angeordnet, daß sie den Fördergurt 1 in Form halten und/oder tragen. Hierfür sind sowohl an beiden Wellenenden drehgelagerte Rollen 32 als auch Rollen mit Kragwellen verwendbar. Die Rollentragrahmen werden im übrigen weiter unten noch näher erläutert werden.

Zwischen dem Fördertrum 2 und dem Leertrum 3 ist ein Tragprofilbalken 4 vorgesehen. Dieser ist im wesentlichen zentral zwischen dem Fördertrum und dem Leertrum angeordnet und verläuft im wesentlichen parallel zu diesen. Der Tragprofilbalken ist langgestreckt und erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Bandstrecke a. Der Tragprofilbalken 4 kann zwar grundsätzlich über seine Gesamtlänge als ein einstückiges Element ausgebildet sein, das sich über die gesamte Bandstrecke a erstreckt. Bevorzugt besteht der Tragprofilbalken aus mehreren Teilabschnitten, die miteinander verschraubt, verschweißt oder in sonstiger Weise starr oder gelenkig miteinander verbunden sind. Der Tragprofilbalken 4 folgt exakt dem Verlauf der Förderstrecke, d. h., daß er jede Richtungsänderung der Förderstrecke entsprechend mit nachvollzieht bzw. vorgibt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ändert sich der Bandstreckenverlauf lediglich in einer Vertikalebene, nicht aber in einer Horizontalebene - wie aus Fig. 2 ersichtlich. Anstelle dieses sehr einfachen Falles kann aber die Bandstrecke auch von oben betrachtet ihre Richtung zwischen der Beladungsstation 19 und der Abwurfstation 21 ändern, insbesondere mehrfach. Anstelle einer Richtungsänderung der Bandstrecke in zwei Ebenen ist natürlich auch eine Änderung in einer Horizontalebene möglich.

- In allen Fällen vollzieht der Tragprofilbalken den exakten Weg der Bandstrecke nach bzw. gibt ihn vor.

Damit mit dem Tragprofilbalken Richtungsänderungen der Bandstrecke ausführbar sind, sind mehrere Wege offen. Z. B. kann der Tragprofilbalken entsprechend dem Verlauf der Förderstrecke gebogen sein. Er kann aber auch als Polygonzug aus in sich geraden Tragprofilbalkenabschnitten gebildet sein. Mischformen sind ebenso möglich.

Wie aus Fig. 1 und 2 ferner ersichtlich, ist der Fördergurt 1 im Bereich der Umlenkstationen 26A und 26B oder 26C an den Enden der Bandstrecke a und ggf. auch an zwischen diesen Enden liegenden Umlenkstellen, wie z. B. im Bereich der Umlenkrollen 18A und 18B nicht zum Schlauch geformt, sondern in seiner Querschnittsform gestreckt, insbesondere plan oder auch gemuldet, was im Zusammenhang mit Fig. 22 und 23 noch erläutert werden wird.

In der Beladungsstation 19, die, wie auch die Abwurfstation 20 ganz oder teilweise von Schutzgittern umgeben bzw. geschützt sein kann, besteht bei dem Ausführungsbeispiel die Möglichkeit, eine Rampe vorzusehen, von der aus das durch Spreizrollen 25A, 25B in einer gespreizten Form (plan oder gemuldet) gehaltene Fördertrum zu beladen.

Aus Fig. 1 und 2 erkennt man weiter, daß am von der Umlenkstation 26A entfernten Ende der Beladungsstation 19 Umlenkrollen 18A vorgesehen sind, die aus einem Paar von in axialer Richtung voneinander beabstandeten Rollenscheiben 21A und 21B bestehen. Sie übernehmen eine Doppelfunktion, indem sie das Fördertrum 2 um einen bestimmten Winkel (hier um 30°) umlenken und, zum anderen, den Übergang des Fördertrums von seiner plangestreckten in seine schlauchförmige Querschnittsform verursachen bzw. zulassen.

Die Rollenscheiben 21A, 21B sind drehbar an Rollentragelementen 17 gelagert, welche auch ein Umlenkrollenpaar oder eine Umlenkrollenwalze 18B drehbar trägt, mit welcher die Umlenkung des Leertrums 3 am Übergang zwischen der Beladungsstation 19 und der Steigstrecke des Förderbandes bewirkt wird.

Das Rollentragelement 17 ist als Schwinge ausgebildet, welche um eine zwischen den beiden Umlenkrollen 18A und 18B angeordnete, sich etwa horizontal erstreckende Achse 16 schwenkbar gelagert und gehalten ist. Diese Achse 16 stellt gleichzeitig die Achse einer Gelenkverbindung 15 dar, durch welche ein Profilabschnitt 4A mit einem Profilabschnitt 4B des Tragprofilbalkens 4 miteinander verbunden sind. Auf diese Weise ist eine Änderung der Steigung der in Fig. 1 dargestellten Steigstrecke der Förderbandanlage problemlos möglich.

Die Längsspannung des Fördergurtes 1 wird dadurch kontrolliert, daß die Umlenkrolle 18E an der Umlenkstation 26A in der Richtung der Längserstreckung des Profilabschnittes 40 des Tragprofilbalkens 4 teleskopisch verstellbar ist, was sich im einzelnen aus den Fig. 3 und 4 ergibt.

Die gesamte Schlauchgurtförderbandvorrichtung nach Fig. 1 und 2 ist lediglich im Bereich der Beladungsstation 19 und der Abwurfstation 20 mit drei bzw. zwei paarweise angeordneten Tragstützen 6 am Boden abgestützt. Zwischen der Beladungsstation und der Abwurfstation - ist lediglich ein einzelnes Paar von Tragstützen 6 vorgesehen, welche über etwa horizontal verlaufende Tragstützen 7 an dem Profilbalken 4 angreift, so daß die Last unmittelbar am Tragprofilbalken 4 angreift.

Wie aus Fig. 3 und 4 im einzelnen erkennbar, ist der Profilabschnitt 40 des Tragprofilbalkens 4 als ein innen hohles Rohr ausgebildet, welches als Zylinder 27A einer Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 dient. In das offene, in der Zeichnung rechts sich befindende Ende des Profilabschnittes 40 ist ein Kolben 270 eingeschoben, der zusammen mit dem Zylinder 27A und entsprechenden Fluidanschlüssen und Ventilen, die an sich allesamt bekannt sind, die Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 darstellt. An dem freien, aus dem Zylinder 27A herausschauenden Ende des Kolbens 27B ist ein Tragbügel 28 befestigt, der gabelförmig ausgebildet ist und an seinen beiden Gabelenden Lager für die Drehlagerung der Umlenkrolle 18E aufweist.

Um den Bandlauf kontrollieren zu können, ist es, wie an sich bekannt, vorgesehen, daß die Achse der Umlenkrolle 18E in bezug auf die allgemeine Laufrichtung des Fördergurtes winkelverstellbar ist. Dies geschieht dadurch, daß der mittlere Teil des Tragbügels 28 mittels Stellschrauben 33 bezüglich einer starr am freien Ende des Kolbens 27B befestigte Platte 34 um eine Achse 31 um einige Grad verschwenkbar ist, indem die rechte oder die linke der Stellschrauben 33 wechselseitig in entgegengesetzter Richtung verstellt werden.

Aus Fig. 5 ergibt sich, daß die Spreizung des Fördergurtes 1 im Bereich der Beladungsstation 19 z. B. dadurch erfolgen kann, daß die Randbereiche 1A und 1B durch Spreizrollen 25A von oben niedergehalten werden, während eine sich über die gesamte Bandbreite erstreckende Walze als Spreizrolle 25B dient, welche gleichzeitig als Bandabstützung von unten dient. Hiervon ist in Fig. 5 nur die linke Bildhälfte dargestellt. Dabei ist die Spreizrolle 25B beidseitig und die Spreizrolle 25A nur einseitig gelagert, so daß in der Bandmitte der Beladungsbereich frei bleibt. Alternativ kann der Fördergurt 1, wie in Fig. 5 rechts dargestellt, in gemuldeter Form gespreizt gehalten werden, wozu als Kragrollen ausgebildete Spreizrollen 25C dienen. Sie können, wie durch die an ihnen angebrachten Doppelpfeile angedeutet, in ihrer Neigung bezüglich eines vertikal verstellbaren Spreizrollenhalters 25D um eine im wesentlichen horizontale Achse verschwenkt werden. Außerdem ist es grundsätzlich denkbar, eine axiale Verfahrbarkeit in Richtung des Doppelpfeiles L zu ermöglichen.

Wie aus Fig. 5 ferner erkennbar, erstreckt sich zwischen dem Fördertrum 2 und dem Leertrum 3 ein als kreisrundes Rohr ausgebildeter Tragprofilbalken 4. Dieser trägt seinerseits einen Rollentragrahmen 5 für das Leertrum 3. Ähnliche Rollentragrahmen werden im Zusammenhang mit Fig. 6 bis 17 noch erläutert werden. Seinerseits wird der Tragprofilbalken 4 von sich etwa horizontal erstreckenden Profilabschnitten 7A und 7B einer Tragstütze 7 und vertikaler Tragstützen 6 getragen. Zu diesem Zweck sind die Profilabschnitte 7A und 7B mittels einer Verbindungsschelle 30, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 18 bis 20 erläutert werden wird, starr und in der die Achse des Tragprofilbalkens 4 enthaltenen Ebene mit dem Tragprofilbalken 4 verbunden. Die nur angedeutete Befestigung zwischen den Profilabschnitten 7A und 7B und dem vertikalen Tragstück 6 kann starr oder z. B. in vertikaler Richtung verschiebbar ausgeführt sein. Dies wird durch Doppelpfeil M symbolisiert.

Wie sich nun aus Fig. 6 bis 17 ergibt, kann ein Rollentragrahmen mehrteilig ausgebildet sein. Die eine bevorzugte Teilungsmöglichkeit besteht darin, daß sowohl für das Fördertrum als auch für das Leertrum je ein Rollentragrahmen 5A und 5B vorgesehen ist und diese beiden unter Einschluß des Tragprofilbalkens 4 derart miteinander verbunden werden, daß sie dabei gleichzeitig auf dem Tragprofilbalken 4 festgeklemmt werden. Diese Möglichkeit ist in den Fig. 6 und 7 sowie 10 und 11 dargestellt. Es ist auch möglich, die Tragprofilrahmen 5A bzw. 5B für das Fördertrum bzw. das Leertrum an verschiedenen Stellen entlang des Tragprofilbalkens 4 zu befestigen. Hierzu dient die eine Hälfte 13B einer geteilten Schelle, wobei die andere Hälfte 13A mit dem Rollentragrahmen 5A bzw. 5B unlösbar verbunden ist. Die Schellenteile werden z. B. miteinander verschraubt und bringen die Klemmkraft zum Befestigen des Rollentragrahmens auf dem Tragprofilbalken auf (Fig. 8 und 9).

Es ist also jederzeit möglich, alle Rollentragrahmen in einem festen, vorzugsweise rechten Winkel an dem Tragprofilbalken 4 starr zu befestigen.

Der Aufbau und die Herstellung der Rollentragrahmen 5 ist denkbar einfach und im einzelnen aus den Fig. 12 bis 17 leicht ersichtlich. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein Flächenmaterial 10, z. B. Metallblech, verwendet, welches im noch flachen Zustand mit kreisförmigen Aussparungen 11 für den Fördergurt und 12 für den Tragprofilbalken versehen. Der aus einer größeren Platte auszuschneidende, zu brennende oder zu stanzende Grundriß stellt eine Abwicklung 38 des herzustellenden Tragprofilrahmens dar. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 bis 17 ist - im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 bis 11 die Teilung des Rollentragrahmens derart vorgenommen, daß sie entlang einer von dem Fördertrum oder dem Leertrum und dem Tragprofilbalken (Fig. 12 bis 14) oder aber von dem Fördertrum und dem Leertrum sowie dem Tragprofilbalken gemeinsam aufgespannten Ebene 8 in zwei Tragprofilrahmenteile 5C und 5C geteilt ist. Die Teilungsebene 8 ist aber nicht zwingend auf die Mitten des Schlauchgurtes und des Tragprofilbalkens fixiert und sie muß auch nicht zwingend in sich eben sein. Sie muß es lediglich ermöglichen, den Rollentragrahmen 5 so zu teilen, damit die beiden Rollentragrahmenteile bei der Montage bzw. der Demontage so aufgesetzt werden können, daß sie anschließend den Tragprofilbalken 4 zwischen sich einklemmen und den Schlauchgurt aufnehmen können.

Wie man ausgehend von Fig. 14 erkennt, werden zur Herstellung des Rollentragrahmens zumindest ein Teil der Randstreifen der Abwicklung 38 aufgekantet. Die Aufkantungen 36 und 37 werden dann an den gemeinsamen Berührungskanten miteinander verschweißt. Einschweißrippen 35 dienen als weitere Verstärkung, die nicht nur am äußeren Rand des Rollentragrahmens, sondern auch in Richtung auf die Flächenmitte hin eine Versteifung bieten und im übrigen Löcher 35A aufweisen, die die Verwendung von Verbindungsschrauben (in Fig. 12 und 17 angedeutet) zur paarweisen Verbindung der Rollentragrahmenteile 5C und 5D aufnehmen können.

Die bereits erwähnten geteilten Schellen 13A, 13B sind in Fig. 16 näher dargestellt und benötigen der Einfachheit ihrer Form wegen keine nähere Erläuterung. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 und 17 werden beide Schellenteile 13A und 13B (letzteres nicht eigens dargestellt, da das Rollentragrahmenteil 5B zu dem Teil 5C spiegelsymmetrisch ist) an einer stirnseitigen Kante mit dem Flächenmaterial 10 verschweißt, so daß die aufgekanteten Befestigungsenden für Klemmschrauben 13C noch bewegbar sind. Angeschweißte Versteifungsrippen 14 verstärken den Rollentragrahmen im Bereich der Tragprofilbalken-Befestigung. Sie können ggf. auch als einzige Befestigungsteile für die Schellen 13A bzw. 13B dienen, so daß darauf verzichtet werden kann, diese mit einer Längsnaht oder mehreren Längsnähten mit dem Flächenmaterial 10 zu verschweißen.

Das Abstützen des Tragprofilbalkens 4 ist mit den in Fig. 18 bis 20 dargestellten Bauteilen besonders einfach und variabel vor Ort zu bewerkstelligen. Die bereits im Zusammenhang mit Fig. 5 erläuterten Profilabschnitte 7A und 7B sind durch eine Verbindungsschelle 30 miteinander verbunden, die aus einem halbkreisförmig gebogenen Flachmaterial 30A, einem ebenen Flachmaterial 30B und am Flachmaterial 30A angeschraubten Viergewindebolzen 30C besteht. Die Verbindungsschelle 30A, 30B umfaßt den Tragprofilbalken 4, wobei mittels der Schraubbolzen 30C und entsprechenden Schraubmuttern eine ausreichende Klemmkraft erzeugt wird. Das etwa halbkreisförmig gebogene Flachmaterial 30A ist mit den Profilabschnitten 7A und 7B an deren formangepaßten Stirnenden verschweißt. Die gleiche Art von Schelle ist auch zur Befestigung der Profilabschnitte 7A und 7B an den Tragstützen 6 auf deren oberen Stirnenden verwendbar, wobei die Schellenkonstruktion einen variablen Abstand zwischen dem Tragprofilbalken 4 und den senkrechten Tragstützen 6 ermöglicht.

Wie sich nun aus Fig. 21 ergibt, kann ein in seinen Einzelheiten nicht näher dargestellter Rollentragrahmen 5 in der Nähe des Tragprofilbalkens 4 mit Randausnehmungen 5E versehen sein, die es ermöglichen, relativ nahe und parallel zum Tragprofilbalken 4 Führungsschienen 29 anzuordnen. An dem Tragprofilbalken 4 oder dem Rollentragrahmen 5 befestigte Führungselemente, insbesondere drehgelagerte Führungsrollen 40 sind auf die Führungsschiene 29 derart abgestimmt, daß der Tragprofilbalken 4 in seiner Längsrichtung geführt verschiebbar ist und dabei gleichzeitig getragen werden kann. Eine derartige Führung und Verstellbarkeit kann insbesondere im Bereich der Abwurfstation dazu genutzt werden, in Förderrichtung voneinander beabstandete Abwurfstellen zu erreichen. Hierzu ist dann der gesamte Fördergurt in Förderrichtung verfahrbar. Es ist aber auch denkbar, bei einer mehrfach seine Richtung ändernden Förderstrecke bewegbare Verbindungsgelenke zwischen den Stirnenden einzelner Abschnitte des Tragprofilbalkens 4 vorzusehen und damit eine Veränderung des Förderweges herbeizuführen, wie er sonst z. B. von Gliederrohren oder Schläuchen bekannt ist, wie sie z. B. an Beton-Förderpumpen vorgesehen sind. Auch für solche Zwecke können Führungsschienen der in Fig. 21 dargestellten Art nützlich sein. In keinem der Fälle ist es allerdings zwingend, die Randausnehmungen 5E vorzusehen, weil es grundsätzlich auch denkbar ist, die Führungselemente 40 weiter nach außen in bezug auf die Mitte des Tragprofilbalkens zu verlagern.

Die vielfältige Nutzbarkeit einer erfindungsgemäß ausgestalteten Schlauchgurtförderbandvorrichtung ist aus den Fig. 22 bis 25 erkennbar:

Gemäß Fig. 22 erstreckt sich der Tragprofilbalken 4 in der weiter oben bereits erläuterten Weise über die gesamte eigentliche Förderstrecke bis hin zur Abwurfstation 20, wo eine Abkippbarkeit des Tragprofilbalkens 4 und damit eine Einstellbarkeit der Abwurfparabel durch ein Verbindungsgelenk 15 erreicht wird, das den Profilabschnitt 4A und den diesbezüglich schwenkbaren Endabschnitt 4D des Tragprofilbalkens 4 miteinander gelenkig verbindet. Wie der Doppelpfeil N andeutet, ist der Schlauchgurtförderer um die vor dem Tragprofilbalken 4 gebildete Längsachse verdrehbar, so daß dadurch verschiedene Abwurfstellen erreichbar werden. Dies ist zum einen dadurch realisierbar, daß die Rollentragrahmen zueinander verdreht auf dem Tragprofilbalken 4 festgeklemmt werden. Es ist aber auch möglich und für die Einfachheit der Verdrehbarkeit von Vorteil, wenn der Tragprofilbalken 4 in sich verdrehbar ist, indem z. B. benachbarte Profilabschnitte zueinander verdrehbar angeordnet sind.

Im Bereich der Beladungsstation 19 ist eine besondere Bandführung vorgesehen, an welcher der Tragprofilbalken 4 nicht mehr beteiligt ist. Um nämlich zu einem im wesentlichen S-förmigen Bandverlauf zu gelangen und einen besonders vorteilhaften Übergang von einer im wesentlichen horizontal verlaufenden Beladungsstrecke in eine etwa vertikal verlaufende Förderstrecke zu ermöglichen, ist eine entsprechend angeordnete weitere Umlenkrolle 18C vorgesehen, die, wie durch Doppelpfeile D und P angedeutet, sowohl vertikal als auch horizontal verlagerbar sein kann. Zwischen den Umlenkrollen 18C und der Umlenkrolle 18E an der Umlenkstation 26C ist eine Teleskopiervorrichtung vorgesehen, die als Kolben/Zylinder-Einrichtung 27, 27A, 27B ausgebildet sein kann, wie sie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 4 beschrieben worden ist. Diese Teleskopiereinrichtung kann wiederum als Tragprofilbalken-Abschnitt 4E ausgestaltet sein, der seinerseits in der Zeichnung der Übersichtlichkeit halber nicht einzeln dargestellte Rollentragrahmen im Bereich der Beladungsstation 19 trägt.

Die Umlenkrollen 18A sind in ähnlicher Weise ausgestaltet, wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 4 beschrieben, jedoch mit der Besonderheit, daß die seitlichen Randbereiche 1A und 1B des Fördergurtes 1 im ansonsten gespreizten Zustand des Fördergurtes in Richtung auf die Achse der Rollenscheiben 21A und 21B der Umlenkrollen 18A hin umgebogen sein können. Zu diesem Zweck sind gerundete Laufflächen 21D vorgesehen, die die Gefahr von Gurtschäden vermindern. Wie Fig. 25 zeigt, wird das im horizontalen Bereich der Beladungsstation aufgeladene Fördergut 41 vermittels der Umlenkrolle 18C in den Abstandsspalt 21C zwischen den Rollenscheiben 21A und 21B abgeworfen, um von dort aus in die vertikale Förderstrecke hochgeschleudert und von dem sich zum Schlauch schließenden Fördergurt mitgenommen zu werden. Der Querschnitt des geschlossenen Fördergurtes ist in Fig. 25 als gestrichelter Kreis angedeutet.

Eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 22 ist in Fig. 23 und 24 dargestellt, wobei, der Übersichtlichkeit halber, der Tragprofilbalken 4 fortgelassen wurde. Es ist aber auch denkbar, derartige Schlauchgurtförderbandvorrichtungen - wie dargestellt - ohne Tragprofilbalken zu verwenden.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 23 ist als Besonderheit ein an sich bekannter Fülltrichter 42 am Ende der Bandstrecke vorgesehen, wobei die Bandspannung dadurch erreicht wird, daß die Achse der Umlenkrolle 18E in einer leicht nach unten geneigten Richtung durch eine Teleskopiereinrichtung od. dgl. aufgebracht wird.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung (Fig. 26) ist es auch möglich, daß mehrere Fördergurte von einem einzigen Tragprofilbalken getragen werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Fördertrume 2 und zwei Leertrume 3 vorgesehen. Im übrigen entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem nach Fig. 6 und 7, wobei aber die Teilung des Rollentragrahmens 5 in vier Rollentragrahmenteile 5F, 5G, 5H und 5J vorgesehen ist, wobei die Teile 5H und 5J den Tragprofilbalken 4 zwischen sich einklemmen, während die Teile 5F und 5G einer durch die beiden Trume eines Fördergurtes gehenden Teilung entsprechen, wie sie in analoger Weise im Zusammenhang mit Fig. 17 beschrieben wurde.

Eine im wesentlichen zentrale Anordnung des Tragprofilbalkens zwischen zwei oder mehreren Schlauchgurttrumen der Förderbandanlage entspricht einer der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung.

Die beiden Trume eines Fördergurtes können sowohl vertikal übereinander als auch horizontal nebeneinander angeordnet sein sowie beliebige Zwischenpositionen einnehmen. Insbesondere kann im Verlauf der Bandstrecke eine spiralförmige Verdrehung vorgenommen werden, z. B. um von einer horizontalen Nebeneinanderanordnung zu einer vertikalen Übereinanderanordnung der Trume zu gelangen.

Im übrigen ist es für die Erfindung gleichbleibend, ob der Fördergurt ein ebener Fördergurt ist, der in die Schlauchform erst gebracht und so gehalten werden muß, oder ob ein, sozusagen naturgeformter, Gurt verwendet wird, der von Hause aus bereits eine Schlauchform mit Längsschlitz besitzt. Letztere sind besonders vorteilhaft im Zusammenhang mit der Erfindung verwendbar.

Fig. 27 stellt (im Gegensatz zu Fig. 2) eine ebenfalls in Ansicht von oben dargestellte erfindungsgemäße Schlauchgurtförderbandvorrichtung dar, wobei der Förderweg (von oben betrachtet) gebogen (und nicht gerade wie in Fig. 2) verläuft.

Eine ganz andere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung ist in Fig. 28 schematisiert und ausschnittsweise in perspektivischer, zum Teil aufgebrochener Ansicht dargestellt. Bei dieser Ausführungsform dient der als rundes Rohr ausgestaltete Tragprofilbalken 4 gleichzeitig als Trag-, Führ- und Informhalte-Element für einen der beiden Schlauchgurttrume (hier für das Fördertrum 2). An der Innenwand des Hohlraumes 4F des Tragprofilbalkens 4 sind streifenförmige, insbesondere entlang der Förderrichtung orientierte Streifen als Gleitelemente mit einer Gleitschicht 44 befestigt, welche ein reibungsarmes Gleiten des Schlauchgurtes gestatten. Statt einer Gleitschicht 44 können auch Rollelemente 46 vorgesehen sein, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 29 beschrieben werden, welche Öffnungen 45 in der Wandung des Tragprofilbalkens 4 durchgreifen, z. B. Kugelform aufweisen und verteilt an den dafür erforderlichen Stellen des Tragprofilbalkens 4 in verteilter Anordnung vorgesehen sind. Derartige Rollelemente, die ihrerseits durch Wälzkörper 47 reibungsarm wälzbar innerhalb eines Käfigs 48 gehalten und drehbar gelagert sind, sind an sich bekannt. Die Käfige 48 können relativ einfach von außen an dem Tragprofilbalken 4 befestigt werden.

Wie Fig. 28 fernerhin zeigt, können Rollentragrahmen 5 für ein oder mehrere Schlauchgurttrume an dem Tragprofilbalken 4 befestigt sein. In Fig. 28 ist - beispielhaft - ein Rollentragrahmen entsprechend Fig. 8 und 9 zu diesem Zweck dargestellt.

Alternativ zur Ausführungsform gemäß Fig. 28 können auch weitere Schlauchgurttrume in je einem weiteren Tragprofilbalken 4 gleitend geführt und in Form gehalten sowie getragen werden. Dies ist - rein schematisch - in Fig. 29 angedeutet, wobei die beiden Tragprofilbalken 4 durch ein Verbindungselement 49 miteinander verbunden sind.

Wie sich schließlich aus Fig. 30 und 31 ergibt, kann eine erfindungsgemäße Schlauchgurtförderbandvorrichtung auch mit einem Zwischenantrieb versehen werden, bei dem sich ein eigens angetriebenes Antriebsband 50 auf einer Teilstrecke um das anzutreibende Schlauchtrum schlingt, insbesondere unter Andruck entsprechender Rollen, während auf der übrigen Strecke des endlosen, zweimal umgelenkten Antriebsbandes dieses im wesentlichen einen gerade gestreckten Querschnitt hat. Derartige Zwischenantriebe sind aus dem deutschen Gebrauchsmuster (Gebrauchsmusteranmeldung G 89 15 255.7) im Zusammenhang mit der dortigen Fig. 9 an sich bekannt. Die Umlenkrollen 51 und 52 für das Zwischen-Antriebsband 50 können im Falle der hier vorliegenden Erfindung besonders günstig angeordnet und gehalten werden, indem sie an dem Tragprofilbalken 4 befestigt sind. Dies kann einerseits dadurch geschehen, daß die die Umlenkrollen 51 und 52 drehbar und antreibbar tragenden Tragelemente in beliebiger Weise an dem Tragprofilbalken 4 befestigt werden. Besonders raum- sowie gewichtssparend ist es aber, wenn, wie in Fig. 31 dargestellt, die Umlenkrollen in einem oder mehreren Tragrahmen 53 gelagert sind, die als Teil der Tragkonstruktion zwischen geraden Stücken des Tragprofilbalkens 4 eingesetzt sind. Wie sich aus Fig. 30 ergibt, welche eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Zwischenantriebsstation ausschnittsweise darstellt, können Tragrollenrahmen 5 in geeigneter Weise an dem Tragrahmen 53 befestigt sein und geeignete Rollen tragen, die den notwendigen Andruck des Antriebsbandes 50 an dem von ihm umschlungenen Schlauchgurttrum auf einer Teilstrecke aufrecht erhalten.

Fig. 32 zeigt einen axialen Längsschnitt durch eine Fördergurtspannvorrichtung (Kolben/Zylinder-Einrichtung 27), die als Alternative zu der in Fig. 3 und 4 dargestellten Spannvorrichtung vorteilhaft verwendbar ist. Gemäß Fig. 32 ist als Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 eine marktübliche hydraulische Spannvorrichtung vorgesehen, welche durch ein Fenster 27D in den Profilabschnitt 4B eingesetzt werden kann. Der Profilabschnitt 4B weist entlang seiner Längserstreckung mehrere Bohrungspaare 4E auf, durch welche als Widerlager für die Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 dienende Bolzen 27E steckbar sind.

Der Profilabschnitt 4A des Tragprofilbalkens 4 ist mit seinem freien Endbereich im gegenüberliegenden Endbereich des Profilabschnitts 4B längsverschiebbar angeordnet und mit einem quer zu seiner Achsrichtung vorgesehenen Bohrungspaar 4F versehen, zwischen welchem ein Distanzrohr 27F als zweites Widerlager der Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 vorgesehen ist. - Durch gegenseitiges Verschieben der Profilabschnitte 4A und 4B können Bohrungspaare 4E und 4F miteinander in Flucht gebracht werden. Dies ist in der Zeichnung dargestellt. Diese Relativposition kann erforderlichenfalls durch einen weiteren Bolzen 27E (in der Zeichnung nicht eigens dargestellt) gesichert werden. Bei langen Förderbandanlagen, bei denen erhebliche Spannwege (3 m sind keine Seltenheit) für den Fördergurt erforderlich sein können, kann eine Kolben/Zylinder-Einrichtung mit vergleichsweise kurzem Hub verwendet werden. Wenn der Hub voll ausgeschöpft ist, wird die erreichte Relativposition zwischen den Profilabschnitten 4A und 4B durch Einstecken eines Bolzens 27E zunächst gesichert. Danach kann der als Widerlager der Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 dienende andere Bolzen 27E herausgezogen und die Kolbenstange der Kolben/Zylinder-Einrichtung wieder eingefahren werden, d. h., daß sich der Zylinder bewegt, weil die Kolbenstange fixiert ist. Gegen Ende des Hubweges muß eine neue Fluchtungslage mit Bohrungspaaren 4E zum erneuten Durchstecken eines Bolzens 27E gesucht werden, so daß der Zylinder sich wieder am Profilabschnitt 4B abstützen und - nach Herausziehen des kolbenstangenseitigen Bolzens - der Spannvorgang fortgesetzt werden kann. Die Lagefixierung der Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 in bezug auf den Querschnitt des Tragprofilbalkens 4 kann z. B. durch die Distanzrohre 27F gesichert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schlauchgurtförderbandvorrichtung mit
    1. - einem endlosen, an den Enden der Bandstrecke umgelenkten, schlauchförmigen, längsgeteilten, ein Fördertrum und ein Leertrum bildenden Fördergurt,
    2. - den zum Schlauch geformten Fördergurt an seinem Umfang in Form haltenden und/oder tragenden Gleit- oder Rollelementen sowie einer
    3. - Tragkonstruktion für den Fördergurt und die Gleit- oder Rollelemente,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - als Tragkonstruktion ein parallel zu dem Fördertrum (2) und dem Leertrum (3) verlaufender, langgestreckter, sich im wesentlichen über die gesamte Bandstrecke (a) erstreckender, ggf. dem Verlauf der Förderstrecke entsprechend gebogener und/oder als Polygonzug ausgestalteter Tragprofilbalken (4) vorgesehen ist und der Tragprofilbalken die Gleitoder Rollelemente trägt.
  3. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Fördertrum (2) und für das Leertrum (3) jeweils eigene Rollentragrahmen (5A und 5B) vorgesehen und diese getrennt voneinander oder paarweise auf dem Tragprofilbalken (4), insbesondere durch Klemmen, befestigt sind, oder

    das Fördertrum (2) und das Leertrum (3) sowie den Tragprofilbalken (4) gemeinsam umfassende und in einer von dem Fördertrum (2), dem Leertrum (3) und dem Tragprofilbalken (4) gemeinsam aufgespannten Ebene (8) geteilte oder teilbare Rollentragrahmenteile (5C, 5D) vorgesehen und paarweise auf dem Tragprofilbalken (4), insbesondere durch Klemmen, befestigt sind.
  4. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) ein Rohr ist.
  5. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) ein Rundrohr ist.
  6. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrollenrahmen (5; 5A, 5B; 5C, 5D) Rahmenprofilteile (9) sowie ein von den Rahmenprofilteilen im wesentlichen umschlossenes Flächenmaterial (10), wie ein Metallblech aufweist und in dem Flächenmaterial Aussparungen (11) zum völligen oder teilweisen Umfassen des Fördertrums (2) und/oder des Leertrums (3) aufweist.
  7. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrollenrahmen (5; 5A, 5B; 5C, 5D) Rahmenprofilteile (9) sowie ein von den Rahmenprofilteilen im wesentlichen umschlossenes Flächenmaterial (10), wie ein Metallblech aufweist und daß das Flächenmaterial (10) mindestens eine Aussparung (12) zum völligen oder teilweisen Umfassen des Tragprofilbalkens (4) aufweist.
  8. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, insbesondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragrollenrahmen (5A, 5B; 5C, 5D) mittels geteilten Schellen (13A, 13B) an dem Tragprofilbalken befestigbar sind.
  9. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Schellen (13A, 13B) am Rand der Aussparung (12) für den Tragprofilbalken (4) befestigt ist.
  10. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch zwischen den Schellen (13A bzw. 13B) und dem Flächenmaterial (10) wirksame Versteifungsrippen (14).
  11. 10. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenprofilteile (9) zumindest teilweise aus aufgekanteten Bereichen des Flächenmaterials (10) besteht.
  12. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) aus zumindest zwei Profilabschnitten (4A, 4B) besteht und die Profilabschnitte an ihren aneinander angrenzenden Stirnenden mittels eines Gelenkes (15) miteinander verbindbar oder verbunden sind.
  13. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkverbindung starr ist.
  14. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß aneinander angrenzende Profilabschnitte (4A, 4B) zueinander und/oder der Tragprofilbalken (4) in sich derart verdrehbar sind/ist, daß der Schlauchgurt auf einer Teilstrecke spiralförmig verläuft.
  15. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13 dadurch gekennzeichnet, daß die aneinander angrenzenden Profilabschnitte (4A, 4B) zueinander schwenkbar sind.
  16. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14 gekennzeichnet durch ein um die Achse (16) des Gelenkes (15) schwenkbares Rollentragelement (17) mit Umlenkrollen (18A, 18B) für das Fördertrum (2) bzw. das Leertrum (3).
  17. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Rollentragelement (17) als Rollentragrahmen ausgestaltet ist.
  18. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, insbesondere nach Anspruch 15 oder 16, gekennzeichnet durch den Fördergurt (1) in einer gemuldeten oder flachen Querschnittsform gespreizt haltende Umlenkrollen (18A, 18B) an einer Beladungsstation (19) und/oder an einer Abwurfstation (20) für das Fördergut.
  19. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrolle (18A) zwei in axialer Richtung gesehen voneinander beabstandeten, einen Abstandsspalt (21C) zwischen einander freilassenden Rollenscheiben (21A, 21B) aufweist.
  20. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenscheiben (21A, 21B) und das Fördertrum (2) einen Aufgaberaum (22) für das Fördergut bilden.
  21. 20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Rollenscheiben (21A, 21B) gespreizt gehaltene Fördergurt (1) auf der von dem Abstandsspalt (21C) fortweisenden Seite der Rollenscheiben (21A, 21B) in Richtung der Rollenscheibenachsen umgebogene Randbereiche (1A, 1B) aufweist.
  22. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenscheiben (21A, 21B) im Querschnitt gesehen nach radial außen gewölbte Laufflächen (21D) aufweisen.
  23. 22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 21, gekennzeichnet durch eine im auseinandergespreizten Bereich des Fördergurtes (1), insbesondere an der Beladungsstation (19) vorgesehene, auf der zum Ende der Bandstrecke weisenden Seite der Rollenscheiben (21A, 21B) angeordnete weitere Umlenkrolle (18C) und einen S-förmigen Verlauf des Fördergurtes (1) zwischen den Rollenscheiben (21A, 21B) und der Umlenkrolle (18C).
  24. 23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Achse (23) der Umlenkrolle (18C) bezüglich der Lage der Achsen der Rollenscheiben (21A, 21B) verstellbar ist.
  25. 24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Fördergurt (1) zumindest im Bereich der Beladungsstation (19) durch an den Randbereichen (1A, 1B) des Fördergurtes (1) wirksame, ggf. paarweise angeordnete, den Fördergurt (1) in einer ebenen oder einer gemuldeten Form haltende Spreizrollen (25A, 25B, 25C).
  26. 25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) teleskopierbar ist.
  27. 26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopierbarkeit an zumindest einem der freien, im Bereich einer der Umlenkstationen (26A, 26B, 26C) der Bandstrecke gelegenen Stirnenden des mindestens einen Tragprofilbalkens (4) vorgesehen ist.
  28. 27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, gekennzeichnet durch eine Kolben/Zylinder-Einrichtung (27) für die Teleskopierbarkeit.
  29. 28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß Umlenkrollen (18D, 18E) des Fördergurtes (1) an den Enden der Bandstrecke von den Endbereichen (4C) der Tragprofilbalken (4) oder dem Kolben (27B) oder dem Zylinder (27A) einer Kolben/Zylinder-Einrichtung (27) unter Zwischenschaltung eines Tragbügels (28) getragen werden.
  30. 29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbügel (28) bezüglich des Tragprofilbalkens (4) verschwenkbar ist.
  31. 30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) mittels mindestens einer Führungsschiene (29) in seiner Erstreckungsrichtung verfahrbar ist.
  32. 31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) zumindest an einem seiner Enden einen bezüglich des übrigen Tragprofilbalkens verschwenkbaren Endabschnitt (4D) aufweist.
  33. 32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstützen (6, 7) zwei etwa senkrecht von dem Tragprofilbalken (4) abstehende, an Seitenflächen des Tragprofilbalkens (4) endende Profilabschnitte (7A, 7B) aufweisen.
  34. 33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilabschnitte (7A, 7B) mittels den Tragprofilbalken (4) zumindest teilweise umschließender Schellen (30) verbunden sind.
  35. 34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken seinerseits mittels Tragstützen (6, 7) abstützbar ist.
  36. 35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, gekennzeichnet durch mindestens einen, mehrere Spreizrollen (25) gemeinsam tragenden, in seiner Lage in bezug auf die Beladungsstation (19) verstellbaren Balken (43).
  37. 36. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) im wesentlichen zentral zwischen mindestens einem Fördertrum (2) und mindestens einem Leertrum (3) angeordnet ist.
  38. 37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) in seinem inneren Hohlraum (4F) ein Fördertrum oder ein Leertrum trägt und es in Form haltend führend aufnimmt.
  39. 38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gleitschicht (44) auf der Innenwandung des Hohlraumes (4F) oder auf der äußeren Oberfläche des Schlauchgurtes als Gleitelement für den Schlauchgurt vorgesehen ist.
  40. 39. Vorrichtung nach Anspruch 37, gekennzeichnet durch in der Wandung des Tragprofilbalkens angeordnete Öffnungen (45) durchgreifende Rollelemente (46).
  41. 40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken Rollentragrahmen (5) für mindestens ein weiteres Fördergurttrum trägt.
  42. 41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 40, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiteres Fördergurttrum innerhalb eines weiteren Tragprofilbalkens verläuft.
  43. 42. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 41, gekennzeichnet durch einen von dem Tragprofilbalken getragenen Zwischenantrieb für den Schlauchgurt.






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