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Dokumentenidentifikation DE3717690C2 06.08.1992
Titel Verfahren zur Herstellung von Gitterrosten aus Metall
Anmelder Allendorfer Fabrik Ing. Herbert Panne GmbH & Co KG, 6349 Greifenstein, DE
Erfinder Panne, Herbert, 6349 Greifenstein, DE
Vertreter Papproth, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5880 Lüdenscheid
DE-Anmeldedatum 26.05.1987
DE-Aktenzeichen 3717690
Offenlegungstag 22.12.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.08.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.08.1992
IPC-Hauptklasse B21D 47/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gitterrosten aus Metall, insbesondere Aluminium, die aus massiven, parallel zueinander verlaufenden Querstäben und massiven, quer dazu verlaufenden Tragstäben bestehen, wobei die Querstäbe durch passend profilierte Lochungen der Tragstäbe gesteckt und im zwischen den Tragstäben befindlichen Bereich derart gegenüber den im Durchsteckbereich befindlichen Zonen verformt werden, daß eine Längsverschiebung der Tragstäbe relativ zu den Querstäben unterbunden wird.

Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus dem DE-GM 77 19 231 sowie aus der betrieblichen Praxis bekannt.

Gitterroste aus Stahl, Edelstahl rostfrei und Aluminium werden normalerweise mit feststehenden Maschenteilungen in Großmatten gefertigt. Die Tragstäbe laufen dabei üblicherweise in die lange Rostrichtung und die Querstäbe in die kurze Rostrichtung. Die Maße der Großmatten schwanken zwischen 6·1 Meter bis 12·1 Meter. Sie können aber auch endlos gefertigt werden, bei 1 Meter Breite. Auftragsbezogen werden aus diesen Großmatten die gewünschten Fixmaße zugeschnitten. Die Anbringung der Randeinfassung ist an den Tragstabenden problemlos, da die Schnittstelle der Stäbe in gesamter Rosthöhe zum Anschweißen (Lichtbogen- oder Widerstandsschweißen) zur Verfügung steht. In Querstabrichtung wäre es ideal, wenn das Rostmaß immer so festgelegt werden könnte, daß die Randtragstäbe gleichzeitig die Randeinfassung darstellen können. Dies ist aber häufig nicht möglich, da die vorgeschriebenen Maße nicht aus der feststehenden Maschenteilung zu erreichen sind. Auch ist es nicht immer möglich, wenigstens einen Randtragstab als Randeinfassung zu benutzen und dann nur an der gegenüberliegenden Seite eine Randeinfassung an die schwächeren Querstäbe anzuschweißen, weil hierdurch sich ungleichgroße Randmaschen ergeben würden, was oft aus optischen Gründen nicht erwünscht ist. Bei von der Maschenteilung abweichenden Fixmaßen müssen also die Randeinfassungen an den schwachen Querstäben befestigt werden. Dies geschieht normalerweise durch Anschweißen der Reinfassung, was aber besonders bei Aluminium- und Edelstahlrostfrei-Gitterrosten unschön aussieht. Bei Normalstahl-Gitterrosten wird die Schweißung dagegen durch die Feuerverzinkung verdeckt. Wesentlich ist aber, daß das Anschweißen der Randeinfassung an die schwächeren Querstäbe oft stabilitätsmäßig nicht ausreicht, zumal auch die Randeinfassung bei zahlreichen Bedarfsfällen nach oben, also in Trittrichtung als Fußleiste überstehen soll.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gattungsgemäßer Art zu schaffen, bei dem auch bei von der Maschenteilung abweichenden Fixmaßen eine saubere und stabile Befestigung der Randeinfassungbleche möglich ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß zur Erzeugung einer vom gleichmäßigen Maschenbild abweichenden Randeinfassung, der Gitterrost zwischen zwei Tragstäben durchtrennt wird, der dadurch gebildete Überstandsbereich der Querstäbe auf das ursprüngliche Profil zurückverformt wird, auf das freie Ende der Querstäbe ein mit entsprechenden Lochungen versehenes Randeinfassungsteil aufgeschoben wird und nachfolgend der das Randeinfassungsteil überragende Bereich wiederum gegenüber den im Durchsteckbereich befindlichen Zonen so verformt wird, daß eine Längsverschiebung des Randeinfassungsteils auf den Querstäben unterbunden wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen bezeichnet.

Die vorgeschlagene Verfahrensweise bringt neben der vollständigen Lösung der Aufgabe noch den wesentlichen Vorteil mit sich, daß durch die Zurückverformung der Querstäbe in dem freiabragenden Bereich, und zwar nur in dem Bereich auf welchen die Randeinfassung aufgeschoben werden soll, in dem verbleibenden, nicht zurückverformten Bereich die von der Lochform des Randeinfassungsteils abweichende Profilform beibehalten wird, so daß dieser Bereich als Anschlagbegrenzung für die Einstecktiefe des Randeinfassungsteils genutzt werden kann. Es ist folglich allein durch den Zurückverformungsvorgang der Rastanschlag für die Einschubtiefe des Randeinfassungsteils gegeben und durch einfache nochmalige Verformung des die Lochung des Randeinfassungsteils nach außen überragenden Teils die endgültige Fixierung möglich.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 einen nach der Erfindung hergestellten Gitterrost in Draufsicht;

Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1;

Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 1;

Fig. 4 bis 7 weitere Varianten in gleicher Ansicht wie Fig. 3 gesehen;,

Fig. 8 und 9 eine weitere Variante der Darstellung wie Fig. 3 und Fig. 2.

Allen Ausführungsformen gemeinsam ist ein Gitterrost, der aus parallel zueinander angeordneten Tragstäben und dazu rechtwinklig verlaufend angeordneten Querstäben 2 besteht. Die Gitterroste sind jeweils mit einer Randeinfassung 3 versehen, die mit gemäß Ausführungsbeispiel Fig. 1 bis 4 aus einem gleichen Profilstab wie die Tragstäbe 1 gebildet sein kann oder aber andere Raumform wie in den anderen Ausführungsbeispielen haben kann. Der Gitterrost wird zur Erzielung des Sollmaßes in Querstabrichtung auf das gewünschte Rostmaß mit geringem Untermaß zugeschnitten. Die Querstabenden können in einem Verformungswerkzeug so verformt werden, daß die Randeinfassung mit der entsprechenden Lochung auf die entsprechenden Querstäbe 2 aufgesteckt werden kann. Durch die entsprechende Verformung der Querstabenden legt sich die Randeinfassung gegen einen einstecktiefen Begrenzungsanschlag 4 an. Von außen, bei verlegten Gitterrosten meist unsichtbar, können die in der Randeinfassung 3 bündig liegenden, durchgesteckten Querstabenden verschweißt werden, wie dies bei 5 angedeutet ist. Es ist auch möglich, die Querstabenden geringfügig über die Randeinfassung herausragen zu lassen, und dann die überstehenden Randteile zu verquetschen, so daß eine feste Verbindung zwischen den Einzelbestandteilen erreicht wird. Je nachdem kann für die Randeinfassung der ohnehin vorhandene Tragstab 1 mit den entsprechenden Lochungen verwendet werden oder aber es kann eine separate Randeinfassung mit entsprechend ausgestanzten Lochungen eingesetzt werden. Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 5 bis 7 sind die Randeinfassungen durch Blechleisten oder Profile gebildet, die erheblich über die eigentliche Trittebene des Gitterrostes hinausragen. Hierdurch wird eine Sicherheitsbegrenzung der Laufgänge oder Bühnen erreicht. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist ebenfalls eine Fußleiste in Form des aufgeschobenen Profiles 6 vorgesehen, welches auf den normalerweise im Randbereich liegenden Randtragstab 1 oder falls dort eine Randeinfassung 3 vorgesehen ist, auf die Randeinfassung 3 aufgeschoben wird. Dazu weist das Profil entsprechende Einschubnuten auf.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ist ein Aufschubprofil vorgesehen, welches auf den jeweils äußersten Tragstab 1 oder die entsprechende Randeinfassung 3 aufgeschoben werden kann. Das Profil ist mit der Bezugszeichenziffer 7 versehen. Durch dieses Profil wird die Verbindungsstelle von Querstab 2 und randseitigem Tragstab 1 oder Randeinfassung 3 abgedeckt.

Zur Erläuterung der Bildung der Gitterroste wird nochmals auf die Zeichnungsfiguren 1 und 2 Bezug genommen.

In Fig. 2 ist deutlich ersichtlich, daß die Ausnehmungen in den Tragstäben 1 und/oder den Randeinfassungen 3 quadratische Grundform haben können. Im Gegensatz dazu sind die Querstäbe in dem zwischen den Tragstäben bzw. zwischen Tragstab und Randeinfassungen liegenden Bereich derart verformt, daß die Randkanten der Verformungszone der Querstäbe 2 die Lochungen in den Tragstäben 1 bzw. in der Randeinfassung 3 überdecken, wodurch eine lagesichere Anordnung der entsprechenden Bestandteile aneinander gesichert ist. Dies ist eine mögliche und vorteilhafte Ausführungsform, die aber keine Beschränkung im Rahmen der Erfindung darstellen soll.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von Gitterrosten aus Metall, insbesondere Aluminium, die aus massiven, parallel zueinander verlaufenden Querstäben und massiven, quer dazu verlaufenden Tragstäben bestehen, wobei die Querstäbe durch passend profilierte Lochungen der Tragstäbe gesteckt und im zwischen den Tragstäben befindlichen Bereich derart gegenüber den im Durchsteckbereich befindlichen Zonen verformt werden, daß eine Längsverschiebung der Tragstäbe relativ zu den Querstäben unterbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung einer vom gleichmäßigen Maschenbild abweichenden Randeinfassung, der Gitterrost zwischen zwei Tragstäben (1) durchtrennt wird, der dadurch gebildete Überstandsbereich der Querstäbe (2) auf das ursprüngliche Profil zurückverformt wird, auf das freie Ende der Querstäbe (2) ein mit entsprechenden Lochungen versehenes Randeinfassungsteil (3) aufgeschoben wird und nachfolgend der das Randeinfassungsteil (3) überragende Bereich wiederum gegenüber den im Durchsteckbereich befindlichen Zonen so verformt wird, daß eine Längsverschiebung des Randeinfassungsteils (3) auf den Querstäben (2) unterbunden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstäbe (2) mit ihren Enden über die Randeinfassungsaußenfläche vorstehen und in diesem Bereich so verformt werden, daß der Verformungsbereich außenseitig der Randeinfassung (3) anliegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Querstäben (2) nahe ihrem Ende ein Einstecktiefenbegrenzungsanschlag für die Randeinfassung ausgebildet wird in dem ein Bereich des Querstabes (2) quetschverformt wird.






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