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Dokumentenidentifikation DE3807006C2 06.08.1992
Titel Verfahren zur Kennzeichnung der Anrufart von an Makler-Vielfachanlagen angeschlossenen Externleitungen
Anmelder Telenorma GmbH, 6000 Frankfurt, DE
Erfinder Hutt, Hans-Ulrich;
Bühler, Udo, 7336 Uhingen, DE
DE-Anmeldedatum 04.03.1988
DE-Aktenzeichen 3807006
Offenlegungstag 14.09.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.08.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.08.1992
IPC-Hauptklasse H04M 3/58
IPC-Nebenklasse H04M 3/64   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kennzeichnung der Anrufart von an Makler-Vielfachanlagen angeschlossenen Externleitungen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

In den TN-Nachrichten 1987, Heft 91 ist ab Seite 20 ein Aufsatz mit dem Titel : "TN-Makleranlage im Einsatz bei internationalen Banken" abgedruckt. Es sind dort eine Menge Merkmale beschrieben, wie sie bei Makler-Vielfachanlagen angewendet werden. Außerdem ist angegeben, auf welche Weise die Bedien-, oder Abfrageplätze von Makleranlagen ausgestattet sind. So zeigt beispielsweise Bild 13 auf Seite 26 ein Leitungstastenfeld mit Wähltastatur, Softkeys und gemeinsamem Tastenfeld für einen Bildschirmarbeitsplatz. Es ist dort angegeben, daß für jede einzelne Externleitung eine besondere numerierte Teilfläche vorgesehen ist. Bei Berührung dieser Teilfläche wird eine freie Leitung belegt oder ein Anruf abgefragt. Außerdem ist bei Abb. 13 deutlich zu erkennen, daß ein Anruf durch Aufleuchten des Tastenfeldes in einer auffälligen Farbe (rot) gekennzeichnet wird. Die Anrufkennzeichnung ist normalerweise für alle Plätze und Leitungen einheitlich, wobei zusätzlich noch ein gemeisames optisches und auch akustisches Anrufsignal eingeschaltet werden kann. Aufgrund der besonderen betrieblichen Gegebenheiten bei Makleranlagen kann es von Vorteil sein, wenn leitungsindividuell festgelegt werden kann, auf welche Art ein Anruf signalisiert wird.

Deshalb ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, womit von jedem Bedien- oder Abfrageplatz aus mit einer einfachen Bedienungsprozedur bestimmbar ist, wie die Signalisierung eines Anrufes für jede einzelne Externleitung erfolgen soll. Die festgelegte Anrufart, die so lange erhalten bleibt, bis sie geändert wird, soll in einem der betreffenden Externleitung zugeordneten Anzeigefeld sichtbar gemacht werden.

Für die Lösung dieser Aufgabe sind Merkmale vorgesehen, wie sie im Patentanspruch 1 angegeben sind.

Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß Unterscheidungsmerkmale zur Verfügung stehen, wodurch es möglich ist, beispielsweise besonders wichtige Leitungen besonders zu behandeln. Mit den in den Unteransprüchen angegebenen Weiterbildungen der Erfindung wird eine Erhöhung des Bedienungskomforts bzw. eine weitergehende Information der Bedienungspersonen erreicht. So kann u. a. besonders gekennzeichnet werden, wenn bei einzelnen Externleitungen an dem betreffenden Vermittlungsplatz keine Anrufe ankommen sollen, weil diese bevorzugt an anderen Vermittlungsplätzen abgefragt werden sollen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläuert. Es zeigt

Fig. 1 einen mit Bildschirm ausgestatteten Makler-Vielfachplatz.

Fig. 2 das Blockschaltbild eines in der Vermittlungsanlage befindlichen Arbeitsspeichers.

Der Makler-Vielfachplatz MVP besteht aus einer Bedienungskonsole mit einer Tastatur TA und einem Bildschirm BS, wie dies auch in den TN-Nachrichten 1987, Heft 91 auf den Seiten 25 und 27 in den Bildern 11 und 15 dargestellt ist. Die Anzeigefläche des Bildschirms ist in viele Teilflächen TB aufgeteilt, wobei jeder Externleitung EL eine eigene Teilfläche TB zugeordnet ist. Wenn die Gesamtzahl der Externleitung EL größer ist als die Zahl der auf dem Bildschirm BS zur Verfügung stehenden Teilflächen TB, so können weitere Bildschirmseiten angerufen werden. Außerdem ist am unteren Rand des Bildschirms eine besondere Teilfläche TF vorgesehen, welche für das Kennzeichnen der Anrufart von Externleitungen EL benutzt wird.

Durch eine besondere Bedienungsprozedur mit der Tastatur TA wird erreicht, daß die Teilfläche TF im Bildschirm BS erscheint. Mit Hilfe der Zifferntastatur wird daraufhin eine Leitungsnummer LNR eingegeben, womit eine Externleitung EL bezeichnet wird, deren Anrufart gekennzeichnet werden soll. Zusätzlich dazu kann eine Leitungsbezeichnung LBEZ eingegeben werden, wobei es sich beispielsweise bei einer Standleitung um den Herkunftsort dieser Externleitung handeln kann. Selbstverständlich können auf die gleiche Art und Weise auch Kennzeichnungen von Internleitungen und Nebenstellenanschlüssen vorgenommen werden.

Außerdem wird das Anrufkennzeichen AKZ eingegeben, wobei beispielsweise festgelegt wird, daß ein Anruf nur optisch und nicht akustisch angezeigt wird. So ist es beispielsweise denkbar, daß für eine nur optische Anzeige der Buchstabe A eingegeben wird, für eine optische und akustische Anrufsignalisierung der Buchstabe L (Lautsprecher) eingegeben wird, und daß der Buchstabe O eingegeben wird, wenn überhaupt keine Anrufsignalisierung für diese Anschlußleitung erfolgen soll. Diese Buchstaben werden zunächst in dem betreffenden Feld (AKZ) der Teilfläche TF angezeigt.

Beim Beenden der Eingabeprozeduren werden die eingegebenen Informationen zur Vermittlungsanzeige VA übertragen, um im Arbeitsspeicher AS abgelegt zu werden. Dabei wird mit der Leitungsnummer LNR diejenige Zeile im Arbeitsspeicher AS adressiert, die der betreffenden Externleitung EL zugeordnet ist. Die Leitungsbezeichnung LBEZ und die Anrufkennzeichnung AKZ werden dann in diese Zeile eingetragen. Die Leitungsbezeichnung LBEZ erscheint daraufhin entweder permanent oder erst bei einem Anruf in derjenigen Teilfläche TB, die der betreffenden Externleitung EL zugeordnet ist. Wenn es sich bei der betreffenden Externleitung EL nicht um eine Standleitung handelt, sondern um eine Leitung, wo jede Art von Anruf ankommen, so kann auch vorgesehen werden, daß bei einem Anruf als Leitungsbezeichnung LBEZ die Kennzeichnung des betreffenden Anrufers eingetragen wird, wenn über die besagte Externleitung EL die Übertragung einer Anrufer-Kennzeichnung möglich ist.

Die Kennzeichnung der Anrufart, wozu die betreffenden Informationen im Arbeitsspeicher AS als Anrufkennzeichnung AKZ abgelegt sind, erfolgt permanent in der Teilfläche TB, die der betreffenden Externleitung EL zugeordnet ist. Für die Anzeige können anstelle von Buchstaben auch Symbole vorgesehen werden. Diese Symbole können auch bei der Eingabe schon in der besonderen Teilfläche TF erscheinen. So kann beispielsweise bei einer zusätzlichen akustischen Signalisierung ein Lautsprechersymbol in der betreffenden Teilfläche TB erscheinen. Bei einer ausschließlich optischen Signalisierung könnte als Symbol ein Ring dargestellt werden. Wenn eine Externleitung, oder auch Internleitung, Nebenstellenleitung usw. so gekennzeichnet ist, daß auf ihr überhaupt kein Anruf ankommen kann, weil sie vorwiegend für eine abgehende Belegung benutzt werden soll, oder weil Anrufe auf dieser Leitung an einem anderen Makler-Vielfachplatz MVP ankommen soll, so könnte dies durch ein Kreissymbol gekennzeichnet werden.

Bei einem ankommenden Anruf wird grundsätzlich die betreffende, einer Externleitung EL oder einer sonstigen Leitung zugeordnete Zeile im Arbeitsspeicher AS abgefragt. Dabei wird das Anrufkennzeichen AKZ ausgelesen und decodiert. Die sich daraus ergebenden Befehle führen dazu, daß die Art des Anrufes so gestaltet wird, wie dies durch die Anzeigeart gekennzeichnet ist. Dabei lassen sich u. a. auch in der optischen Anrufsignalisierung Varianten festlegen, so daß beispielsweise bei einem Farbbildschirm verschiedene Farben möglich sind. Es läßt sich auf die gleiche Weise außerdem festlegen, ob bei einem Anruf das betreffende Teilfeld TB in einem besonderen Rhythmus blinken soll. Zu jeder Art der Anrufsignalisierung wird im Ruhezustand in der einer Externleitung EL oder einer anderen Anschlußleitung zugeordneten Teilfläche TB das entsprechende Symbol angezeigt. Es ergeben sich dadurch Unterscheidungsmerkmale, wodurch der Bedienungskomfort an einem Makler-Vielfachplatz MVP erheblich verbessert werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Kennzeichnung der Anrufart von an Makler-Vielfachanlagen angeschlossenen Externleitungen, wobei von den mit Bildschirm oder anderen Anzeigeeinrichtungen ausgestatteten Bedien- oder Abfrageplätzen aus einer direkten Zugriffsmöglichkeit zu einer Vielzahl von Externleitungen besteht und die Belegung oder die Abfrage einer Externleitung durch Berühren einer zugeordneten Teilfläche des Bildschirms oder der Anzeigeeinrichtung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine besondere Bedienungsprozedur mit einer Tastatur (TA) auf einer besonderen Teilfläche (TF) des Bildschirms (BS) oder einer Anzeigeeinrichtung eine Leitungsnummer (LNR) eine Leitungsbezeichnung (LBEZ) und ein Anrufkennzeichen (AKZ) darstellbar sind, daß mit der Leitungsnummer (LNR) ein Arbeitsspeicher (AS) der Vermittlungsanlage (VA) adressiert wird, wo das Anrufkennzeichen (AKZ) zusammen mit der Leitungsbezeichnung (LBEZ) der entsprechenden Externleitung (EL) zugeordnet abgelegt wird, daß nach Abschluß der besonderen Bedienungsprozedur festgelegt ist, auf welche Art die Anrufsignalisierung (optisch, akustisch) erfolgt, indem bei einem Anruf die der betreffenden Externleitung (EL) zugeordnete Zeile des Arbeitsspeichers (AS) abgefragt wird, und daß ein diese Anrufart kennzeichnendes Symbol in der einer Externleitung (EL) zugeordneten Teilfläche (TB) permanent erscheint.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anrufkennzeichen (AKZ) für die jeweilige Anrufart als Buchstabe oder unabhängig von alpha-numerischen Zeichen als Grafik-Symbol darstellbar ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch dann ein besonderes Anrufkennzeichen (AKZ) angezeigt wird, wenn an der betreffenden Externleitung (EL) für den betreffenden Makler-Vielfachplatz (MVP) keine Anrufsignalisierung erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der einer Extern-Leitung (EL) zugeordneten Teilfläche (TB) angezeigte Leitungsbezeichnung (LBEZ) aus einem Firmennamen und/oder einer Ortsbezeichnung bestehen kann, wenn diese Externleitung (EL) als Standleitung zu einem bestimmten Ziel führt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der einer Externleitung (EL) zugeordneten Teilfläche (TB) angezeigte Leitungsbezeichnung (LBEZ) aus der der betreffenden Externleitung (EL) eigenen Rufnummer bestehen kann.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Leitungsbezeichnung (LBEZ) die Kennzeichnung eines Anrufers eingetragen werden kann, wenn eine solche Information über die Anschlußleitung bei einem Anruf übertragbar ist.






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