| Dokumentenidentifikation |
DE4105786A1 27.08.1992 |
| Titel |
Anordnung mit flüssigkeitsgekühltem, elektrischem Leistungswiderstand und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| Anmelder |
ABB Patent GmbH, 6800 Mannheim, DE |
| Erfinder |
Baumann, Heinrich, Dr.-Ing., 7523 Graben-Neudorf, DE |
| DE-Anmeldedatum |
23.02.1991 |
| DE-Aktenzeichen |
4105786 |
| Offenlegungstag |
27.08.1992 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
27.08.1992 |
| IPC-Hauptklasse |
H01C 7/00
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| IPC-Nebenklasse |
H01C 1/082
H01C 17/06
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| IPC additional class |
// H01C 17/08,17/12,1/034
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| Zusammenfassung |
Es wird eine Anordnung mit gekühltem, elektrischem Leistungswiderstand, bei der die Verlustleistung mittels Flüssigkeitskühlung abführbar ist, vorgeschlagen, wobei der Leistungswiderstand als strukturierte Widerstandsschicht (4, 17, 18, 32, 33) mit mindestens zwei elektrischen Anschlußflächen (5, 6, 34, 35, 36) auf mindestens eine Hauptoberfläche eines Flüssigkeitskühlkörpers (1, 12, 19) aus einem elektrisch nicht leitenden, jedoch gut wärmeleitenden Material aufgebracht ist. Die strukturierte Widerstandsschicht wird in Dünnfilm-Technik oder im Siebdruckverfahren aufgebracht.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung mit
flüssigkeitsgekühltem, elektrischem Leistungswiderstand
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf Verfahren zu
ihrer Herstellung.
Die Erfindung kann bei Stromrichtergeräten für
Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, verwendet werden.
Eine solche Anordnung mit flüssigkeitsgekühltem,
elektrischem Leistungswiderstand ist aus der DE-OS 36 09 195
bekannt. Dort wird ein zwangsgekühlter Drahtwiderstand
beschrieben, bei dem die Verlustleistung mittels Siede-
oder Flüssigkeitskühlung abgeführt wird, wobei der
Widerstand aus einem elektrisch isolierenden,
zylindrischen Hohlkörper besteht, auf dessen Innenwand eine
Widerstandswicklung angeordnet ist, und ein Kühlmedium das
Innere des Hohlkörpers durchfließt.
In der deutschen Patentanmeldung P 39 33 956.4 wird eine
Anordnung mit flüssigkeitsgekühltem, elektrischem
Leistungswiderstand vorgeschlagen, bei der die
Verlustleistung mittels Siede- oder Flüssigkeitskühlung abführbar
ist, wobei der Leistungswiderstand aus einem flachen,
ebenen, metallischen Widerstandselement mit mindestens
zwei elektrischen Anschlüssen besteht. Das
Widerstandselement ist aus einem blechförmigen Werkstoff mit einem
hohen spezifischen elektrischen Widerstand gebildet, und
der Leistungswiderstand ist direkt mit mindestens einem
elektrisch nichtleitenden, jedoch gut wärmeleitenden
Flüssigkeitskühlkörper druckkontaktiert.
In vielen Geräten der Leistungselektronik, z. B.
Gleichstromstellern oder allgemein Stromrichtern, werden
Widerstände eingesetzt, in denen eine hohe Verlustleistung
erzeugt wird. Diese Widerstände müssen daher intensiv
gekühlt werden. Bei vielen Anwendungen werden derartige
Leistungswiderstände im Kühlluftstrom einer
Zwangskühlung für die Halbleiterbauelemente des Stromrichters
angeordnet. Dies kann aber bei gewissen kritischen
Anwendungsgebieten, insbesondere im Bahnbetrieb, Probleme
verursachen, da die Widerstände über den Kühlluftstrom
mit Feuchtigkeit und Schmutz in Berührung kommen. Aus
diesem Grund wird oft gefordert, keine auf hohem
elektrischem Potential liegenden Bauelemente im
Kühlluftstrom unterzubringen.
Darüberhinaus ist es auf Fahrzeugen oft vorteilhaft, den
Kühlluftstrom von den Geräten der Leistungselektronik
entfernt zu halten, um eine einfachere Anordnung der
großvolumigen Kühlluftführung zu erreichen. In diesem
Fall muß zum Wärmetransport von dem zu kühlenden
elektrischen Bauteil an die Umgebungsluft ein Zwischenkreis
mit einem meist flüssigen Wärmeträger vorgesehen werden.
Hierbei muß auch die Verlustwärme von
Leistungswiderständen zunächst an ein flüssiges Kühlmedium abgeführt
werden. Als Kühlmedium eignet sich neben verschiedenen
elektrisch isolierenden Kühlmedien (z. B. Mineralöl oder
Silikonflüssigkeiten) insbesondere Wasser, sofern es
entionisiert oder in geeigneter Weise von dem zu
kühlenden Bauteil elektrisch isoliert gehalten wird.
Außerdem steht z. B. auf Hochleistungstriebfahrzeugen
Einbauraum immer nur beschränkt zur Verfügung, so daß
die verwendeten Bauteile eine hohe Leistungsdichte und
ein geringes Bauvolumen aufweisen müssen, was mit reiner
Luftkühlung häufig nicht realisiert werden kann. Für die
Kühlung von scheibenförmigen Halbleitern sind Kühlkörper
aus elektrisch isolierenden, jedoch gut wärmeleitenden
keramischen Werkstoffen vorgeschlagen worden, die die
Verwendung von nicht entionisiertem, also elektrisch
leitfähigem Wasser als Kühlmittel gestatten (siehe z. B.
die deutschen Patentanmeldungen P 39 08 996.7 und
P 40 17 749.1.).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung
nit flüssigkeitsgekühltem, elektrischem
Leistungswiderstand der eingangs genannten Art anzugeben, die derart
ausgebildet ist, daß sie bei kleinem Bauvolumen eine
hohe Leistungsdichte ermöglicht. Desweiteren sollen
Verfahren zu ihrer Herstellung angegeben werden.
Diese Aufgabe wird bezüglich der Anordnung in Verbindung
mit den Merkmalen des Oberbegriffes durch die im
Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Die
Aufgabe wird bezüglich des Herstellungsverfahrens
alternativ durch die Merkmale der Ansprüche 11 und 15 gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß durch die vorgeschlagene Anordnung
mit zwangsgekühltem, elektrischem Leistungswiderstand
keine Rücksicht auf den gegebenenfalls Feuchtigkeit und
Schmutz enthaltenden Kühlluftstrom genommen werden muß.
Der Leistungswiderstand ist getrennt vom Kühlluftstrom
angeordnet und ermöglicht eine intensive Kühlung mit
Wärmeabfuhr über eine Kühlflüssigkeit. Die
vorgeschlagene Anordnung gewährleistet eine hohe Leistungsdichte bei
kleinem Bauvolumen, was z. B. beim Einsatz in
Hochleistungstriebfahrzeugen von großer Bedeutung ist. Durch
den Einsatz von elektrisch isolierenden, jedoch gut
wärmeleitenden keramischen Werkstoffen für den
Flüssigkeitskühlkörper kann vorteilhaft nicht entionisiertes,
also elektrisch leitfähiges Wasser zur Kühlung verwendet
werden, was inbesondere auch aus Umwelt- und
Brandschutzgründen vorteilhaft ist und eine aufwendige
Entionisierung entbehrlich macht. Um einen Frostschutz zu
gewährleisten, kann dem Wasser ein Frostschutzmittel (z. B.
Glykol) beigemischt werden.
Im Unterschied zu der in der deutschen Patenanmeldung
P 39 33 956.4 vorgeschlagenen Anordnung mit aus Blech
gestanzten Widerständen ist es bei der erfindungsgemäßen
Anordnung nicht notwendig, daß der Widerstand in jedem
Fall in einem Spannverband angeordnet werden muß, was
insbesondere dann unerwünscht ist, wenn der für die
Halbleiter vorgesehene Spannverband die zur Verfügung
stehende Baulänge schon erreicht hat, oder wenn
Halbleiter verwendet werden, die nicht in Spannverbänden
anzuordnen sind (z. B. Transistor-Module).
Im Vergleich zu der in der deutschen Patentanmeldung
P 39 33 956.4 vorgeschlagenen Anordnung ergibt sich
demnach eine größere Freiheit in der Anordnung des
Widerstandes, da kein Spannverband erforderlich ist. Die
Kühlkörper-Widerstand-Einheit kann vielmehr an
beliebiger Stelle eingebaut werden. Die Montage ist wesentlich
einfacher, da Widerstand und Kühlkörper eine einzige
Einheit darstellen. Es ist kein gleichmäßiges Anziehen
von Spannschrauben zur Einstellung definierter,
gleichmäßiger Pressungsverteilung erforderlich. Es ergibt sich
ein besserer Wärmeübergang von der metallischen
Widerstandsschicht an den Kühlkörper, da keine trennende und
isolierende Luftschicht vorhanden ist. Es ist eine
größere Freiheit bei der Ausbildung der Geometrie der
Widerstandsschicht als beim Stanzen aus Blech vorhanden.
Da der Kühlkörper aus einem elektrisch isolierenden
Werkstoff besteht, kann die Widerstandsschicht zudem
unmittelbar auf der Kühlkörperoberfläche aufgebracht
werden; zusätzliche Isolierschichten sind nicht
erforderlich.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Anordnung mit
flüssigkeitsgekühltem elektrischem
Leistungswiderstand,
Fig. 2 einen Kühlkörper zur ersten Ausführungsform,
Fig. 3, 4 einen alternativen Kühlkörper zur ersten
Ausführungsform,
Fig. 5, 6 eine zweite Ausführungsform einer Anordnung
mit flüssigkeitsgekühltem elektrischem
Leistungswiderstand,
Fig. 7 eine strukturierte Widerstandsschicht zur
zweiten Ausführungsform.
In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform einer Anordnung
mit flüssigkeitsgekühltem elektrischem
Leistungswiderstand dargestellt. Es ist ein für Flüssigkeitskühlung
geeigneter quaderförmiger Kühlkörper 1 mit
Anschlußstutzen 2, 3 für Kühlmittelzulauf und Kühlmittelrücklauf zu
erkennen, der zumindest auf seiner einen quadratischen
oder rechteckigen Hauptoberfläche mit einer
strukturierten Widerstandsschicht 4 versehen ist. Für den
elektrischen Anschluß ist die Widerstandsschicht 4 mit zwei
großflächigen, vorzugsweise aus Kupfer bestehenden
Anschlußflächen 5, 6 versehen, auf die elektrische
Anschlußleitungen 7, 8 gelötet sind. Alternativ zur Lötung
sind auch andere allgemein bekannte elektrische
Kontaktierungen einsetzbar. Die Widerstandsschicht 4 weist
infolge zahlreicher Aussparungen eine mäanderförmige
Struktur auf und besteht aus einen Werkstoff mit einem
hohen spezifischen elektrischen Widerstand. Wie aus
Fig. 1 zu erkennen ist, kann der Leistungswiderstand
beispielsweise aus zwei nebeneinanderliegenden, in Reihe
geschalteten, jeweils mäanderförmigen Teilwiderständen
aufgebaut sein.
Das Aufbringen der Widerstandsschicht kann in
Dünnfilm-Technik (Aufdampfen, Aufsputtern, Ionenplattieren)
oder in Siebdrucktechnik mit anschließendem Einbrennen
erfolgen. Eine Verstärkung der Widerstandsschicht
erfolgt zweckmäßig durch galvanische Verfahren.
Zum Schutz vor Oxidation, Korrosion oder mechanischer
Schädigung ist es möglich, über der elektrisch
leitfähigen Widerstandsschicht 4 eine oder mehrere
Schutzschichten anzubringen. Der Kühlkörper 1 kann auf seiner
weiteren Hauptoberfläche mit einer weiteren strukturierten
Widerstandsschicht versehen sein.
Als Werkstoff für die Widerstandsschicht 4 können
Metalle und Metall-Legierungen oder auch Cermets verwendet
werden. Vorteilhaft ist die Verwendung von Wolfram oder
Molybdän, da die Wärmeausdehnungskoeffizienten dieser
Metalle von demjenigen von Aluminiumnitrid nicht
wesentlich abweichen.
Aluminiumnitrid dient vorzugsweise als Werkstoff für den
Kühlkörper, da es sich hierbei um einen elektrisch
isolierenden und thermisch gut leitenden keramischen
Werkstoff handelt. Alternativ kann der Kühlkörper aber auch
aus Berylliumoxid oder aus einem anderen elektrisch
isolierenden und thermisch gut leitenden Werkstoff (andere
Keramik oder Kunststoff) bestehen.
Fig. 2 zeigt einen Kühlkörper zur ersten
Ausführungsform in Schnitt. Der Flüssigkeitskühlkörper 1 weist
einen inneren Kühlkanal 9 auf, der sich im Inneren des
Kühlkörpers an einem Ende 10 Y-förmig in zwei
parallelliegende interne Kanäle aufspaltet, die jeweils S-förmig
das Innere des Kühlkörpers durchlaufen und sich am
weiteren Ende 11 T-förmig vereinen. Das Ende 10 führt zum
Anschlußstutzen 2, während das weitere Ende 11 mit dem
Anschlußstutzen 3 verbunden ist.
In den Fig. 3 und 4 ist ein alternativer Kühlkörper
zur ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 in Schnitt und
in der Seitenansicht dargestellt. Der quaderförmige
Kühlkörper 12 weist in seinem Inneren zahlreiche
Kühlkanäle 13 auf, die durch eine Vielzahl von Zapfen 14
gebildet werden. Die Anschlußstutzen 15 für
Kühlmittelzulauf und 16 für Kühlmittelrücklauf befinden sich auf der
gleichen Seite des Kühlkörpers 12. In der Seitenansicht
gemäß Fig. 4 ist zu erkennen, daß sich strukturierte
Widerstandsschichten 17 und 18 auf beiden
Hauptoberflächen des Kühlkörpers befinden.
In den Fig. 5 und 6 ist eine zweite Ausführungsform
einer Anordnung mit flüssigkeitsgekühltem elektrischem
Leistungswiderstand im Schnitt und in der Seitenansicht
dargestellt. Es ist ein Kühlkörper 19 mit kreisförmigen
Hauptoberflächen zu erkennen. Die Kühlkanäle 20 im
Inneren des massiven, in Form einer Kühldose ausgebildeten
Kühlkörpers 19 weisen wie der Kühlkörper 12 gemäß Fig.
3 eine waffelmusterförmige Struktur auf, was den
Strömungswiderstand im Vergleich zur Ausführungsform gemäß
Fig. 2 erheblich reduziert und gleichzeitig ein sehr
gutes Wärmeübertragungsverhalten gewährleistet.
Dabei sind eine Vielzahl parallel zueinander
verlaufender und aufeinander senkrecht stehender oder sich mit
stumpfem oder spitzem Winkel schneidender Kühlkanäle 20
vorgesehen, die jeweils durch massive, mit mindestens
einem Boden des Kühlkörpers verbundene Zapfen 21
voneinander getrennt werden. Diese Zapfen 21 sind senkrecht
zu beiden Böden des Kühlkörpers orientiert, reichen von
Boden zu Boden und sind beispielsweise im Querschnitt
quadratisch, rautenförmig, kreisrund oder oval und
vergrößern die wärmeübertragende Oberfläche im Innenraum
des Kühlkörpers beträchtlich.
Die Kühlkanäle 20 münden zumindest teilweise in zwei
sich gegenüberliegenden Enden 22 bzw. 23, die mit
Anschlußstutzen 24 bzw. 25 für die externe Kühlmittelzu-
und -abfuhr versehen sind. Dabei erfolgt die
Kühlmittelzu- und -abfuhr von bzw. nach derselben Seite bezüglich
des Kühlkörpers, d. h. nach oben oder unten oder nach der
rechten oder linken Seite, so daß die drei anderen
Seiten für elektrische Anschlüsse zur Verfügung stehen.
Diese spezielle Anschlußkonfiguration wird erzielt,
indem beide Anschlußstutzen 24, 25 jeweils rechtwinklig
abgebogen sind, so daß ihre dem Kühlkörper abgewandten,
zum externen Anschluß geeigneten Endstücke parallel
verlaufen und zur gleichen Seite weisen. Diese Endstücke
der Anschlußstutzen 24 bzw. 25 sind über angeklebte oder
angelötete Metallbälge oder metallische Wellrohre 26
bzw. 27 mit einer metallischen Montageplatte 28
verbunden, die ihrerseits an eine externe Kühlmittelversorgung
anschließbar ist. Die ringförmig um die Endstücke der
Anschlußstutzen 24 bzw. 25 verlaufenden Löt- oder
Klebestellen sind mit Ziffer 29 bezeichnet.
Die Wellrohre 26, 27 sind vorzugsweise mit der
Montageplatte 28 verlötet und gewährleisten vorteilhaft
einerseits den Ausgleich von Fertigungstoleranzen und
andererseits eine Beweglichkeit bei der Montage. Zur
Verbindung zwischen Montageplatte 28 und externer
Kühlmittelversorgung sind Montagebohrungen 30 in der Montageplatte
28 vorgesehen (Schraubverbindungen). Nuten 31 in der
Montageplatten 28 dienen zur Aufnahme von O-Ringen aus
Gummi oder geeigneten Kunststoffen, die eine Abdichtung
zwischen der Montageplatte und der externen
Kühlmittelversorgung gewährleistet.
Als Kühlmittel gelangt vorzugsweise nichtentionisiertes
Wasser zur Anwendung. Die Länge der ebenfalls aus einem
elektrisch gut isolierenden Werkstoff bestehenden und
stoffschlüssig mit dem Kühlkörper verbundenen
Anschlußstutzen 24, 25 ist so bemessen, daß die für die
elektrische Isolation erforderlichen Luft- und Kriechstrecken
zwischen den zu kühlenden Widerständen und den
metallischen Wellrohren 26, 27 eingehalten werden.
In Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Kühlkörpers
dargestellt. Insbesondere ist der Anschlußstutzen 24 des
Kühlkörpers 19 zu erkennen. Der Metallbalg 26 ist
einerseits an der Löt- oder Klebstelle 29 mit dem Endstück
des Anschlußstutzens 24 und andererseits mit der
metallischen Montageplatte 28 verbunden. Beide
Hauptoberflächen des Kühlkörpers 19 sind mit strukturierten
Widerstandsschichten 32, 33 versehen.
In Fig. 7 ist eine strukturierte Widerstandsschicht zur
zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 5, 6 dargestellt.
Es ist die mäanderförmig strukturierte
Widerstandsschicht 32 zu erkennen, bestehend aus zwei
Teilwiderständen, wobei sich der erste Teilwiderstand zwischen
einer äußeren Anschlußfläche 34 und einer zentralen
Anschlußfläche 35 sowie der zweite Teilwiderstand
zwischen einer äußeren Anschlußfläche 36 und der zentralen
Anschlußfläche 35 befinden.
Der Einsatz der vorstehend beschriebenen
Leistungswiderstände erfolgt beispielsweise in Stromrichtergeräten für
Fahrzeuge, insbesondere auch Schienenfahrzeuge. Während
des Betriebes des Leistungswiderstandes wird die dabei
produzierte Verlustwärme an die Kühlflüssigkeit des
eingesetzten Flüssigkeitskühlkörpers abgeführt. Dieser an
die Kühlflüssigkeit übertragene Wärmestrom wird in einem
räumlich getrennt an beliebiger Stelle auf dem Fahrzeug
angeordneten Wärmeübertrager an die Umgebungsluft
abgeführt.
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| Anspruch[de] |
- 1. Anordnung mit gekühltem, elektrischem
Leistungswiderstand, bei der die Verlustleistung mittels
Flüssigkeitskühlung abführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Leistungswiderstand als strukturierte
Widerstandsschicht (4, 17, 18, 32, 33) mit mindestens zwei elektrischen
Anschlußflächen (5, 6, 34, 35, 36) auf mindestens eine
Hauptoberfläche eines Flüssigkeitskühlkörpers (1, 12, 19)
aus einem elektrisch nicht leitenden, jedoch gut
wärmeleitenden Material aufgebracht ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlkörper (1, 12, 19) aus Aluminiumnitrid
besteht.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlkörper (1, 12, 19) aus Berylliumoxid
besteht.
- 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß Wolfram als
Widerstandsmaterial dient.
- 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß Molybdän als
Widerstandsmaterial dient.
- 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandsschicht
(4, 17, 18, 32, 33) durch zahlreiche seitliche Aussparungen
eine mäanderformige Struktur aufweist.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Widerstandsschicht (4, 17, 18, 32, 33) aus
mindestens zwei in Reihe geschalteten, jeweils
mäanderförmigen Teilwiderständen besteht.
- 8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandsschicht mit
mindestens einer Schutzschicht versehen ist.
- 9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Hauptoberflächen des
Kühlkörpers (1, 12, 19) mit strukturierten
Widerstandsschichten (4, 17, 18, 32, 33) versehen sind.
- 10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einhüllende der
Widerstandsschicht (4, 17, 18, 32, 33) an die Formgebung der
Hauptoberfläche des Kühlkörpers angepaßt ist.
- 11. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung mit
gekühltem, elektrischen Leistungswiderstand, bei der die
Verlustleistung mittels Flüssigkeitskühlung abführbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine strukturierte
Widerstandsschicht auf einen aus elektrisch nicht
leitendem, jedoch gut wärmeleitendem Material bestehenden
Flüssigkeitskühlkörper in Dünnfilm-Technik aufgebracht
wird.
- 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Widerstandsschicht aufgedampft wird.
- 13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Widerstandsschicht aufgesputtert wird.
- 14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Widerstandsschicht durch
Ionenplattieren aufgebracht wird.
- 15. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung mit
gekühltem, elektrischem Leistungswiderstand, bei der die
Verlustleistung mittels Flüssigkeitskühlung abführbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine strukturierte
Widerstandsschicht auf einen aus elektrisch nicht
leitendem, jedoch gut wärmeleitendem Material bestehenden
Flüssigkeitskühlkörper im Siebdruckverfahren aufgebracht
und anschließend eingebrannt wird.
- 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die strukturierte
Widerstandsschicht galvanisch verstärkt wird.
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