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Dokumentenidentifikation DE4206070A1 03.09.1992
Titel Automatische Sicherheits-Eintrittsschleuse
Anmelder Saima Sicurezza S.p.A., Arezzo, IT
Erfinder Rinaldi, Rinaldo, Civitella della Chiana, Arezzo, IT
Vertreter Kinzebach, W., Dipl.-Chem. Dr.phil.; Riedl, P., Dipl.-Chem.Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 27.02.1992
DE-Aktenzeichen 4206070
Offenlegungstag 03.09.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1992
IPC-Hauptklasse E05G 5/00
IPC-Nebenklasse E06B 3/90   E05F 15/20   G07C 9/02   G08B 15/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine automatische Sicherheits-Eintrittsschleuse zur Überwachung des Eingangs zu Räumlichkeiten, die vor dem Zutritt bewaffneter Personen geschützt werden sollen, wie Banken und Juwelierläden. Sie umfaßt eine Eintrittsschleuse mit einer Drehtür und mindestens einen in Radialrichtung am Eingang wirkenden Metalldetektor. Die Schleuse ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Schiebetür (11) vorgesehen ist, die längs einer den Eintritt begrenzenden Fläche (8) angeordnet ist und die so ausgebildet ist, daß sie bei Auslösung eines Alarms durch den Metalldetektor eine Eintrittsöffnung (20) in die überwachte Räumlichkeit verschließt, daß die Drehtür sich nur in einer Richtung dreht, und daß Antriebe für die Drehtür und die Schiebetür und eine elektronische Steuereinheit zur Steuerung der Antriebe für die Dreh- und die Schiebetür vorgesehen sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine automatische Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einer Drehtür und mindestens einem Metalldetektor zur Überwachung des Eingangs zu Räumlichkeiten, die vor dem Zutritt bewaffneter Personen geschützt werden sollen, wie Banken und Juwelierläden.

Es ist bekannt, Räumlichkeiten, die vor dem Zutritt bewaffneter Personen geschützt werden sollen, am Eingang mit Metalldetektoren, und insbesondere mit auf Waffen ansprechende Detektoren auszurüsten. Personen werden am Betreten der Räumlichkeit gehindert, falls ihr Durchtritt durch die überwachte Zone eine Änderung eines elektromagnetischen Felds bewirkt und diese, von dem Metalldetektor aufgenommene Änderung einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Dieser Schwellenwert ist so gewählt, daß der Durchtritt einer Waffe durch die Zone zu einem Überschreiten des Schwellenwerts führt.

Wenn auf diese Weise der Metalldetektor einen Alarm ausgelöst hat, wird eine mechanische oder elektromechanische Vorrichtung aktiviert, die die möglicherweise bewaffnete Person am Betreten der überwachten Räumlichkeit hindert. Dies kann geschehen durch Blockieren der inneren Tür einer zusammenwirkenden Doppeltüreinheit, der Drehflügel einer Drehtür- Einheit oder des Drehzylinders eines zylinderförmigen Einzelzutritts-Systems. Außerdem wird ein Signalsystem aktiviert, das die Aufmerksamkeit einer Überwachungsperson hervorruft, bei der es sich im allgemeinen um einen bewaffneten Wächter handelt. Dieser Wächter veranlaßt dann die Person, auf die der Alarm zurückgeht, den Gegenstand, der den Alarm ausgelöst hat, in einem geeigneten Behälter zu deponieren. Anschließend überprüft der Wächter, daß sich in der Eintrittsschleuse keine Waffe befindet, die außerhalb des Empfindlichkeitsbereichs des Metalldetektors liegen könnte und von dem möglichen Räuber bei einem späteren Durchtritt durch die Schleuse aufgenommen werden könnte, ohne daß dabei der Metalldetektor ansprechen würde. Falls der Wächter die Person kennt, die den Alarm hervorgerufen hat, kann er diese Person nach eigenem Ermessen eintreten lassen und anschließend den Metalldetektor durch manuelle Betätigung eines Steuerpults zurücksetzen.

Um einen Durchtritt durch die überwachte Tür sicherzustellen und gleichzeitig den Eintritt bewaffneter Personen zu verhindern, muß bei dieser Art von Überwachungssystemen eine Person zum Eingreifen bei jedem Alarm bereitstehen, gleich ob es sich um einen echten oder falschen Alarm handelt.

Die Hersteller von Eintrittsschleusen mit Metalldetektoren zum Schutz der Zugänge von Räumlichkeiten vor dem Zutritt bewaffneter Personen ziehen daher automatische, d. h. selbstarbeitende Systeme vor. Diese Systeme können die Person(en), die den Alarm hervorgerufen hat (haben), zum Eintritt zurückschicken, automatisch, ohne einen Eingriff des Personals, den Durchgang überprüfen und automatisch in den Ruhezustand zurückkehren.

Schleusen dieser Art benötigen nur sehr wenig Eingriffe, und sind daher für die Überwachung kleiner Banken geeignet. Als besonders nützlich wird angesehen, daß diese Schleusen nicht die Aufmerksamkeit der Angestellten in den so geschützten Räumlichkeiten in Anspruch nehmen.

Eine derartige selbstarbeitende Vorrichtung ist Gegenstand der italienischen Patentschrift 12 03 757. Sie besteht aus einer Schleuse mit zwei zusammenwirkenden schwenkbaren Türen und einem feststehenden Metalldetektor. Im Fall eines Alarms wird die innere, in die Räumlichkeit führende Tür geschlossen gehalten. Die in der Schleuse befindliche(n) Person(en) wird (werden) dann durch eine Nachricht aufgefordert, durch die äußere Eintrittstür zurückzukehren, die dann verschlossen wird. Anschließend wird das innere Volumen der Schleuse auf elektromagnetischem Weg daraufhin überprüft, ob darin ein metallisches Objekt zurückgelassen wurde. Fällt diese Prüfung negativ aus, so kehrt die Schleuse in den normalen Betriebszustand zurück.

Ein Nachteil dieses Typs besteht darin, daß die in der Schleuse befindlichen Personen nach dem Auslösen eines Alarms entsprechend den in der Nachricht gegebenen Anweisungen durch den Eingang zurückgehen müssen, und daß diese Anweisungen falsch verstanden oder nicht beachtet werden können. Dies wiederum bedingt eine beachtliche Verringerung des Durchsatzes von Personen durch den überwachten Eingang.

Ein zweiter Typ einer derartigen Vorrichtung ist der Gegenstand des vom Anmelder gehaltenen italienischen Patents 11 80 574. Die Vorrichtung besteht aus einer Schleuse mit einer Drehtür und einem Metalldetektor. Eine der Wicklungen des Metalldetektors ist im Inneren einer Mittensäule angeordnet. Die andere Wicklung befindet sich in der Nähe des Eingangs hinter einer den Durchgang begrenzenden gekrümmten Wand. Die Überwachung des Durchgangsbereichs erfolgt damit in Radialrichtung. Wenn der Metalldetektor anspricht, hält die Steuerung die drehenden Türflügel an und befördert dann die in der Tür befindliche Person durch eine Umkehrung der Drehrichtung zum Eingang zurück. Dabei dreht sich der Türflügel, der den Empfindlichkeitsbereich des Metalldetektors überschritten hat, zurück und bringt so jeglichen im Inneren verbliebenen Gegenstand zurück zum Eingang. Auf diese Weise wird es einem Räuber unmöglich gemacht, eine Waffe außerhalb des Empfindlichkeitsbereichs des Detektors abzulegen, nach einem ersten Auslösen des Alarms bei einem zweiten Durchgang die Waffe aufzunehmen und, ohne daß ein Alarm ausgelöst würde, die Räumlichkeit bewaffnet zu betreten.

Dieser Typ arbeitet einfach und zuverlässig. Ein schwerwiegender Nachteil besteht jedoch in der Unannehmlichkeit, die es für die in der Tür befindliche Personen darstellt, im Fall eines falschen Alarms von den drehenden Türflügeln zwangsweise zum Eingang zurückgebracht zu werden. Dies trifft insbesondere zu für Personen, die sich nur langsam oder unter Schwierigkeiten bewegen können und die unter der Wirkung der zurückdrängenden Drehtür hinfallen oder sich verletzen können.

Die vorliegende Erfindung überwindet die Nachteile der bekannten selbstarbeitenden Typen und kann insbesondere als eine Weiterbildung der in der italienischen Patentschrift 11 80 574 desselben Anmelders beschriebenen Vorrichtung angesehen werden. Sie beruht jedoch auf einem anderen Lösungsgedanken.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung drehen sich die Drehflügel - sei es dauernd oder mit Unterbrechungen - beim Durchgang von Personen immer in derselben Richtung, und zwar selbst im Fall eines echten oder falschen Alarms. Personen, die die Räumlichkeit betreten wollen, werden daher in diesem Fall durch Vollendung einer Umdrehung auf die Straße zurückgeführt, anstatt in Rückwärtsrichtung gedrängt zu werden. Dies ist eine große Erleichterung für langsam bewegliche oder behinderte Personen, und auch für solche Personen, die diese Art eines Eingangs nicht kennen. Beim Auslösen eines Alarms setzt die Drehtür ihre Drehbewegung fort. Simultan dazu wird der innere Eingang in die überwachte Räumlichkeit durch eine gekrümmte Schiebetür verschlossen, die sich im Normalzustand verdeckt hinter den gekrümmten, den überwachten Durchgang begrenzenden Wänden befindet.

Bei einer Betätigung durch den Metalldetektor wird diese Tür so verschoben, daß sie den inneren Eingang zu der geschützten Räumlichkeit verschließt. Sie bleibt dann für ein Zeitintervall geschlossen, das für eine Drehung der Drehtür ausreichend lang ist, die verhindert, daß die Person oder der Gegenstand, die den Alarm ausgelöst haben, durch den inneren Eingang in die geschützte Räumlichkeit eintreten können.

Falls kein weiterer Alarm vorliegt, kehrt die Schiebetür anschließend in ihre ursprüngliche Position zurück und erlaubt damit ein normales Betreten und Verlassen der Räumlichkeit. Falls nach dem ersten Alarm, bei dem die Schiebetür in die Position "geschlossen" gebracht wurde, ein weiterer Alarm ausgelöst wird, so wird ein Speichersystem für den Drehungswinkel der Drehtür zurückgesetzt. Dadurch bleibt die Schiebetür für ein neues Zeitintervall geschlossen, das ausreicht, die Person oder den Gegenstand, die den weiteren Metalldetektoralarm ausgelöst haben, wiederum zwangsweise am inneren Eingang der geschützten Räumlichkeit vorbeizuführen, ohne daß ein Verlassen der Schleuse möglich wäre.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt daher im wesentlichen

  • - eine Eintrittsschleuse mit einer Drehtür, deren Flügel beim Drehen die den Durchgang begrenzenden Fläche und auch den Boden und die Decke der Schleuse überstreichen, um so jegliche in der Schleuse zurückgelassene Fremdkörper mitzunehmen,
  • - einen in Radialrichtung wirkenden Metalldetektor mit einer in der Mittensäule der Drehtüre angeordneten Sender- oder Empfängerwicklung und einer zweiten Wicklung, die hinter der festen, den Zugang zu der geschützten Räumlichkeit begrenzenden Wand angeordnet ist,
  • - eine gekrümmte Schiebetür, die längs der den Zugang begrenzenden Fläche angeordnet ist und die innere Eintrittsöffnung in die überwachte Räumlichkeit bei Auslösung eines Alarms durch den Metalldetektor verschließen kann,
  • - Antriebe für die Dreh- und die Schiebetür und
  • - eine elektronische Steuereinheit zur Steuerung der Antriebe für die Dreh- und die Schiebetür und zur Auslösung eines Alarmsignals.


Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß sich die Drehtür im Falle eines Alarm in derselben Richtung weiterdreht, ohne in der Drehtür befindliche Personen zurückzudrängen. Dabei wird die zu überwachende Räumlichkeit vor dem unerwünschten Zutritt bewaffneter Personen geschützt, indem eine Schiebetür verwendet wird, die den inneren Eingang zu der Räumlichkeit im Falle eines Alarms versperrt. Diese Schiebetür bleibt so lange verschlossen, bis die Drehtür eine Drehung ausgeführt hat, die ausreicht, die Person und/oder den Gegenstand, die das Ansprechen des Metalldetektors hervorgerufen haben, an dem geschlossenen inneren Eingang vorbei in Richtung aus dem Gebäude zu führen.

Die Antriebe der Drehtür (falls diese angetrieben ist) und der Schiebetür können herkömmlicher Art sein; d. h. es kann sich dabei z. B. um einen Elektromotor handeln, der eine Pumpe antreibt, die wiederum auf einen Hydraulikmotor wirkt. Vorzugsweise bewegt sich die eine Drehbewegung ausführende Schiebetür beim Verschließen des Eingangs zu der geschützten Räumlichkeit mit derselben Winkelgeschwindigkeit wie die Drehtür. Vorzugsweise wird die Drehtür dann angehalten, wenn die Schiebetür blockiert ist und die geschlossene Position nicht erreichen kann.

Die Rückwärts-Drehbewegung der Schiebetür zum Wiederöffnen des Eingangs in die überwachte Räumlichkeit kann motorgetrieben oder z. B. durch Rückholfedern erfolgen.

Die mit dem Metalldetektor zusammenwirkende elektronische Steuerschaltung steuert im Fall eines Alarms die Aussendung von Nachrichten und Signalen und steuert und überwacht auch die Bewegung der Drehtür und der Schiebetür. Dabei muß die Bewegung der Drehtür in Abhängigkeit von der Bewegung der Schiebetür und davon, ob sich die Schiebetür in offener oder geschlossener Stellung befindet, gewählt werden, wobei diese Stellungen durch Fühler, z. B. elektronische Schalter, angezeigt werden. Diese Abhängigkeit ist derart, daß die Drehtür beim Vorliegen eines Alarms angehalten wird, falls die Fühler anzeigen, daß die Schiebetür die Position "geschlossen" nicht erreichen kann. Die Bewegung der Drehtür relativ zu der der Schiebetür wird auf jeden Fall so gewählt, daß es für eine Person oder einen Gegenstand, die oder der den Alarm ausgelöst hat, unmöglich ist, eine Waffe aus dem Drehtürabteil in den geschützten Bereich zu bringen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Figuren näher beschrieben. In den Figuren sind beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt der Eintrittsschleuse entlang einer horizontalen Ebene, mit der Drehtür, den Metalldetektorwicklungen, der Schiebetüranordnung und den inneren und äußeren, sich gegenüberliegenden Eintrittsöffnungen;

Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1, wobei sich jedoch die Schiebetür in der Position "geschlossen" befindet;

Fig. 3 ein Blockschema der Steuerlogik des elektrisch- elektronischen Teils der Steuerung der erfindungsgemäßen Eintrittsschleuse und

Fig. 4 ein Blockschema einer anderen Ausführungsform der Steuerlogik des elektrisch-elektronischen Teils der Steuerung der erfindungsgemäßen Eintrittsschleuse.

Die Figuren und die Beschreibung der Figuren dienen dazu, den Gegenstand der Erfindung zu veranschaulichen; sie sollen ihn jedoch nicht beschränken.

In den Figuren bezeichnen die Bezugsziffer 1 eine tragende Struktur der Schleuse, die Bezugsziffer 2 die Flügel einer Drehtür, die Bezugsziffer 3 eine röhrenförmige Mittensäule der Drehtür, die Bezugsziffer 4 eine erste Wicklung eines Metalldetektors, bei der es sich um die Sender- oder Empfängerwicklung handeln kann, und die Bezugsziffer 5 eine zweite Wicklung, die nahe der äußeren Eintrittsöffnung 6 der Schleuse angeordnet ist. Die beiden Wicklungen 4 und 5 definieren eine in Radialrichtung verlaufende Gerade 7, die den Orten maximaler Empfindlichkeit des Metalldetektors entspricht.

Die Bezugsziffern 8 und 9 bezeichnen Seitenwände, die von den Flügeln der Drehtür beim Drehen überstrichen werden. Die Flügel sind in den Figuren geradlinig dargestellt, sie können jedoch auch andere Formen annehmen, wie z. B. eine "S"- oder eine "L"-Form. Die Seitenwände 8, 9 sind einstückig mit der tragenden Struktur 1 der Schleuse ausgeführt, die wiederum an einem Eingang eines Gebäudes mit den Wänden 10 des Gebäudes oder ähnlichem verbunden ist.

Die Bezugsziffer 11 zeigt eine Dreh-Schiebetür, die durch feststehende Führungselemente 12 und 13 zu beiden Seiten des Eingangs in die geschützte Räumlichkeit geführt und gehalten wird. Die Bezugsziffern 14 und 15 bezeichnen auf die Gegenwart der Schiebetür ansprechende Fühler, die in den Führungselementen 12, 13 so angeordnet sind, daß sie die Positionen "geschlossen" und "offen" der Schiebetür 11 aufnehmen können. Die Bezugsziffer 16 bezeichnet ein Betätigungselement für die Fühler 14 und 15, das an der Vorderseite der Dreh-Schiebetür 11 angeordnet ist. Mit A und A&min; bzw. B und B&min; sind die Wege durch die Schleuse zum Betreten bzw. Verlassen der geschützten Räumlichkeit bezeichnet, wobei sich bei der gezeigten Ausführungsform die äußere Eintrittsöffnung 6 und die innere Eintrittsöffnung 20 diametral gegenüberliegen.

Die Blockdiagramme verdeutlichen beispielhaft die Arbeitsweise der Schleuse. Dabei steht "EC" für eine elektronische Steuereinheit. "MD" steht für den Metalldetektor mit den Sender und Empfänger darstellenden Wicklungen 4 und 5. Mit 14 und 15 sind die Fühler zum Nachweis der Positionen "geschlossen" und "offen" der Dreh-Schiebetür 11 bezeichnet. "MT" zeigt eine Antriebssteuereinheit, die im Fall einer angetriebenen Drehtür deren Drehung steuert und regelt. Mit "GMT" ist die Antriebseinheit der Drehtür bezeichnet. "RRT" steht für einen Fühler für die Drehbewegung der Drehtür.

Mit "FR" ist eine Kupplungseinheit bezeichnet, die bei Betätigung die Bewegung der Antriebseinheit "GMT" für die Drehtür zu einer Antriebseinheit "GMA" für die Dreh- Schiebetür überträgt, welche dann die Dreh-Schiebetür 11 antreibt.

Mit "RRA" ist eine Fühlereinheit für die Bewegung der Dreh-Schiebetür 11 bezeichnet.

In Fig. 4 sind zwei getrennte Antriebseinheiten gezeigt, wobei "MA" eine Antriebssteuereinheit für die Schiebetür 11 und "GMA" die Antriebseinheit für die Schiebetür 11 darstellt.

Beim Betrieb der Schleuse ist die Dreh-Schiebetür 11 zunächst in Ruhestellung. Die innere Eintrittsöffnung 20 in die geschützte Räumlichkeit ist dann offen, und die Drehtür dreht sich entweder dauernd oder nur bei Anwesenheit von Personen in der Schleuse. Die Anwesenheit von Personen kann mit Hilfe von Infrarotdetektoren, Drucksensoren in speziellen Bodenmatten, oder von anderen Vorrichtungen festgestellt werden, wie sie bei Eintrittsschleusen mit Metalldetektoren häufig verwendet werden.

Der Weg zum Betreten der Räumlichkeit ist durch AA&min;, und der zum Verlassen durch BB&min; gegeben. Diese Wege können näherungsweise gerade sein. Die äußere und die innere Eintrittsöffnung 6, 20 können aber auch in Abhängigkeit von der Anlage der Räumlichkeiten und des die Schleuse aufnehmenden Eingangs in einem beliebigen Winkel zueinander liegen.

Wenn eine Waffe oder eine äquivalente Metallmasse die Nachweisgerade 7 kreuzt, so spricht der Metalldetektor an, und die elektronische Steuerschaltung veranlaßt eine Drehung der Dreh-Schiebetür 11, bis diese die Position "geschlossen" erreicht. Diese Position wird dadurch definiert, daß der Fühler 14 das entsprechende Betätigungselement 16 an der Schiebetür 11 berührt oder ihm nahe kommt. Während der Drehung der Dreh-Schiebetür 11 setzt die Drehtür ihre Drehbewegung in gleichbleibender Drehrichtung fort.

Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform beruht die Bewegung der Dreh-Schiebetür 11 darauf, daß die Kupplungseinheit "FR" betätigt wird und dadurch die Antriebseinheiten der Drehtür und der Dreh-Schiebetür in der gleichen Richtung angetrieben werden, derart, daß im Fall eines Alarms die Drehbewegungen der Drehtür und der Dreh-Schiebetür gekoppelt sind.

Bei der zweiten, in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform wird die eigene Antriebssteuerung "MD" der Dreh-Schiebetür 11 aktiviert.

Bei beiden Ausführungsformen wird die Antriebseinheit "GMA" der Schiebetür 11 in Gang gesetzt. Die Bewegung der Schiebetür wird durch den Fühler "RRA" aufgenommen und in Form von Signalen an die elektronische Steuerschaltung "EC" übermittelt, die diese Information wiederum mit den vom Fühler "RRT" für die Drehbewegung der Drehtür herrührenden Signale vergleicht.

Die Drehbewegungen der Drehtür und der Dreh-Schiebetür 11 werden so geregelt, daß weder die Drehgeschwindigkeit der Dreh-Schiebetür kleiner als die der Drehtür ist, noch die Dreh-Schiebetür anhält, bevor die innere Durchtrittsöffnung 20 völlig verschlossen ist. Dadurch wird verhindert, daß bewaffnete Personen die geschützte Räumlichkeit betreten können, oder daß die Waffe eines Räubers die Schleuse alleine passiert, der das Gebäude zuvor unbewaffnet betreten hat.

Die Schiebetür 11 bleibt so lange in der geschlossenen Position, bis sich die Drehtür um einen Winkel von ungefähr 270° gedreht hat. Dieser Winkel reicht aus, um die Person oder den Gegenstand, die oder der den Alarm ausgelöst hat, an der inneren Eintrittsöffnung 20 vorbeizuführen. Die Schiebetür 11 kehrt dann in die Position "offen" zurück, falls nicht bereits wieder ein Alarm ausgelöst wurde. Die Steuereinheit und damit die Schleuse verhalten sich entsprechend einer Steuerlogik, die die Dreh-Schiebetür 11 für ein Zeitintervall in der Position "geschlossen" hält, das sich daraus ergibt, daß die Steuerlogik bei jedem Alarm aufs Neue in einen Alarmzustand gesetzt wird und von dort in den Ausgangszustand zurückzukehren beginnt. Dies geschieht dadurch, daß ein Speicher für die Stellung der Drehtür bei Alarmauslösung bei jedem Alarm neu zurückgesetzt wird, auch falls die Wirkungen eines vorhergehenden Alarms noch nicht aufgehoben sind, und so die Dreh-Schiebetür 11 erst dann in die offene Position zurückkehrt, wenn die Drehtür nach dem Auslösen des letzten Alarms einen vorbestimmten Winkel überstrichen hat.

Die Flügel 2 der Drehtür sind so breit ausgebildet, daß sie die Wände 8 und 9 und die Schiebetür 11 überstreichen, falls sich diese in der Position "geschlossen" befindet. Die Höhe der Flügel 2 entspricht im wesentlichen dem Abstand vom Boden zur Decke der Schleuse. Auf diese Weise wird der Durchgang während der Drehung der Drehtür freigehalten, und jegliche jenseits der Nachweisgeraden 7 des Metalldetektors zurückgelassene Gegenstände werden von der Drehtür in Richtung zur äußeren Eintrittsöffnung 6 herumgeführt.

Die erfindungsgemäße Sicherheitsschleuse kann mit einem akustischen Übertragungssystem ausgerüstet sein, um im Fall eines Alarms Nachrichten an in der Schleuse befindliche Personen geben zu können. Auch kann ein Signalsystem vorgesehen sein, das das Personal im Inneren der geschützten Räumlichkeit alarmiert, falls jemand versucht, die Schleuse zu überlisten, z. B. indem er einen Gegenstand in der inneren Eintrittsöffnung 20 placiert, der die Schiebetür 11 am Erreichen der Position "geschlossen" hindert.

Die Steuerschaltung kann zur Ausführung spezieller Steuerfunktionen ausgebildet sein. So kann eine besondere Steuerfunktion für den Fall vorgesehen sein, daß die Drehtür aufgrund eines Nicht-Schließens der Schiebetür 11 bei einem Alarm blockiert wird. Dann kann aufgrund von Steuerbefehlen aus dem Inneren des Gebäudes die Drehrichtung der Drehtür umgedreht werden, um die in der Schleuse gefangenen Personen zurück zur äußeren Eintrittsöffnung 6 zu bringen.

Eine andere mögliche Ausführungsform, die auf dem gleichen Funktionsprinzip beruht und daher auch unter die vorliegende Erfindung fällt, liegt in der Verwendung einer Drehtür, die von den in der Drehtür befindlichen Personen angeschoben wird. Die Schiebetür 11 kann durch zwei kleine Schiebetüren gebildet werden, die sich in ihren Ruhepositionen jeweils hinter einer der Wände 8 und 9 befinden. Diese kleinen Schiebetüren können sich bei Betätigung durch den Metalldetektor schließen, indem sie simultan oder zeitlich versetzt in der Mitte der inneren Eintrittsöffnung 20 zusammentreffen.

Zur Realisierung einer erfindungsgemäßen Schleuse können verschiedene im Stand der Technik bekannte Mittel und Verfahren verwendet werden, und zwar für die Antriebseinheiten der Drehtür und Schiebetür(en) 11, für die Führungselemente, für die Fühler, die die offene oder geschlossene Position der Schiebetür(en) angeben, für die Vorrichtungen, die die Drehgeschwindigkeiten der Drehtür und der Schiebetür 11 beim Verschließen der inneren Eintrittsöffnung 20 im Fall eines Alarms in aufeinander bezogener Weise steuert, für die Mittel, die der (den) Schiebetür(en) 11 in Position "geschlossen" Stabilität verleihen und für die Mittel, die die Rückkehr der Schiebetür(en) 11 nach dem Aufheben eines Alarms in den Ruhezustand bewirken.


Anspruch[de]
  1. 1. Automatische Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einer Drehtür und mindestens einem Metalldetektor zur Überwachung eines Eingangs in Räumlichkeiten, die vor dem Zutritt bewaffneter Personen geschützt werden sollen, wie Banken und die Juwelierläden, umfassend:
    1. - eine Eintrittsschleuse mit einer Drehtür, deren Flügel (2) in Drehung einen Durchgang begrenzende Flächen (8, 9) und den Boden und die Decke der Schleuse überstreichen, um in der Schleuse zurückgelassene Fremdkörper mitzunehmen,
    2. - mindestens einen, in Radialrichtung am Eingang wirkenden Metalldetektor mit einer ersten Sender- oder Empfängerwicklung (4), die in einer Mittensäule (3) der Drehtür angeordnet ist, und mit einer zweiten Wicklung (5), die hinter der den Eingang zu der geschützten Räumlichkeit begrenzenden festen Wand (8) angeordnet ist,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Schiebetür (11) vorgesehen ist, die längs der den Eingang begrenzenden Fläche (8) angeordnet ist und die so ausgebildet ist,

    daß sie bei Auslösung eines Alarms durch den Metalldetektor eine Eintrittsöffnung (20) der geschützten Räumlichkeiten verschließt,

    daß sich die Drehtür nur in einer Drehrichtung dreht, und

    daß Antriebe für die Drehtür und die Schiebetür und eine elektronische Einheit zur Steuerung der Antriebe für die Drehtür und die Schiebetür vorgesehen sind.
  3. 2. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebetür (11) durch an beiden Seiten der Eintrittsöffnung (20) angeordnete feste Führungselemente (12, 13) geführt und gehalten wird.
  4. 3. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Positionsfühler (14, 15) vorgesehen sind, die von der Schiebetür (11) betätigt werden, wenn sich diese in den Positionen "offen" und "geschlossen" befindet.
  5. 4. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionsfühler (14, 15) jeweils an einer Seite der Eintrittsöffnung (20) in den festen Führungselementen (12, 13) so angeordnet sind, daß sie von der Schiebetür (11) betätigbar sind.
  6. 5. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Drehtür entweder ununterbrochen oder nur bei Anwesenheit von Personen in der Schleuse dreht.
  7. 6. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Drehtür auch bei einem Alarm weiterdreht, die Drehung jedoch blockiert wird, wenn die Schiebetür (11) am Erreichen der Position "geschlossen" gehindert wird.
  8. 7. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Drehtür und die Schiebetür (11) bei einem Alarm mit einander entsprechenden Geschwindigkeiten bewegen.
  9. 8. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schiebetür (11) bei einem Alarm in die Position "geschlossen" verschiebt und in dieser Position mindestens so lange bleibt, bis die Drehtür eine Drehung ausgeführt hat, die ausreicht, Personen und/oder Gegenstände, die den Alarm ausgelöst haben, am Durchtritt durch die in die geschützte Räumlichkeit führende Eintrittsöffnung (20) zu hindern.
  10. 9. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorliegen mehrerer überlappender Alarme die Schiebetür (11) so lange geschlossen bleibt, bis die Drehtür nach Auslösung des letzten Alarms mindestens eine Drehung um einen vorbestimmten Winkel ausgeführt hat.
  11. 10. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine von einer elektronischen Steuereinheit (EG) gesteuerte Antriebseinheit (MT) vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit die Bewegung und Geschwindigkeit der Drehtür und, bei Vorliegen eines Alarms, der Schiebetür (11) regelt.
  12. 11. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Steuereinheit (EG) zum Steuern der Drehtür und der Schiebetür (11) mit dem Metalldetektor (MD) mit den Fühlerns (14, 15) zum Nachweis der Positionen "offen" oder "geschlossen" der Schiebetür (11), mit Fühlern zum Feststellen der Anwesenheit von Personen in der Schleuse und mit Fühlern (RRT und RRA) verbunden ist, die die Drehgeschwindigkeit der Drehtür und die Geschwindigkeit der Schiebetür (11) zum Zweck eines Vergleichs dieser Geschwindigkeiten aufnehmen.
  13. 12. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehtür von in der Schleuse befindlichen Personen durch Anschieben gedreht werden kann.
  14. 13. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (2) der Drehtür "S"- oder "L"-förmig gekrümmt sind.
  15. 14. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei kleine Schiebetüren vorgesehen sind, die sich in Ruheposition hinter den Wänden (8, 9) befinden, und sich bei einem Ansprechen des Metalldetektors dadurch schließen, daß sie simultan oder zeitlich versetzt in der Mitte der Eintrittsöffnung (20) zusammentreffen.
  16. 15. Sicherheits-Eintrittsschleuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Eintrittsöffnung (20) und eine äußere Eintrittsöffnung (6) gegenüber angeordnet sind oder einen beliebigen Winkel zueinander bilden.






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