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Dokumentenidentifikation DE4115865C1 08.10.1992
Titel Einrichtung zur Betätigung einer Pfeifenorgel
Anmelder Holzapfel, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 8881 Reistingen, DE
Erfinder Holzapfel, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 8881 Reistingen, DE
DE-Anmeldedatum 15.05.1991
DE-Aktenzeichen 4115865
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.10.1992
IPC-Hauptklasse G10B 1/04
IPC-Nebenklasse G10H 1/00   G10F 1/00   
IPC additional class // G06F 3/00  
Zusammenfassung Zur Steuerung der Betätigungselemente einer Pfeifenorgel wird ein Interface verwendet, das aus einem seriellen Datenstrom einer MIDI-Schnittstelle die Steuersignale für die entsprechenden Betätigungselemente nach MIDI-Norm generiert.
Die Einrichtung ist als Aufsatz auf das Manual über der Klaviatur ausgeführt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Betätigung einer Pfeifenorgel. Das zugehörige Interface wandelt den Datenstrom einer MIDI-Schnittstelle nach der MIDI-Norm um, worauf die Daten an sogenannten Gate- Ausgängen als Steuerspannung anstehen. In einem folgenden Transistorteil wird diese verstärkt und den einzelnen Betätigungselementen als Leistungsteil zur Verfügung gestellt. Der Datenstrom wird dabei von einem elektronischen Tasteninstrument (Keyboard) oder einem Rechner mit MIDI-Schnittstelle geliefert.

Bei der Erfindung kann mit einer Abspieleinheit, die über eine MIDI-Schnittstelle verfügt, gearbeitet werden, nämlich mit einem programmierbaren Keyboard, einem Computer mit MIDI-Schnittstelle oder auch nach Anspruch 2 mittels eines Diskettenabspielgerätes (Sequenzer) von sogenannten Standard-MIDI-Files. Der Standard-MIDI-File kann heute von den unterschiedlichsten Computersystemen mit wiederum zahllosen Notenschreibprogrammen erzeugt werden. Mit Hilfe dieser Programme ist man in der Lage auf relativ einfache Art und Weise Musikstücke bis ins Finale (Tempoänderungen, Artikulation, etc.) zu bearbeiten und dann auf Datenträger abzuspeichern.

Nach Anspruch 1 ist die Einrichtung transportabel ausgeführt, wodurch bestehende, eventuell denkmalgeschützte Kirchenorgeln problemlos damit ausgerüstet werden können. Diese Bauart kann auch dem Orgelbauer bei den Pfeifenstimmarbeiten eine Arbeitskraft ersparen; zum Beispiel über ein kleines Keyboard mit MIDI-Ausgang, das er mit in das Pfeifenwerk nehmen, und somit, von dort aus, selbst die entsprechende Pfeife ansteuern kann. Mit der Erfindung ist eine Fernbedienung des Orgelwerkes manuell oder automatisch ermöglicht.

In der Druckschrift DE 32 26 679 A1 ist zwar ein Spielwerk beschrieben, das als Aufsatz über der Tastatur verwendet werden soll; die Gesamteinheit ist aber nicht geeignet, um musikalisch anspruchsvolle Literatur zu bearbeiten und wiederzugeben.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine universelle, an jeder Orgel nachrüstbare und deren normale Bespielbarkeit nicht einschränkende Bedienung zu ermöglichen.

Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Der serielle Datenstrom der MIDI-Schnittstelle wird im Interface (1) nach MIDI-Norm umgewandelt, und steht als Steuerspannung an den sogenannten Gate-Ausgängen (2) an. In einem Transistorteil (3) wird die Steuerspannung verstärkt und den einzelnen Betätigungselementen (4) als Leistungsteil zur Verfügung gestellt, worauf die dem MIDI-Datenfluß entsprechenden Tasten gedrückt werden.

Die Daten werden von einem geeigneten Keyboard und/oder einem Computer erzeugt. Die Vorteile des Systems liegen darin, daß beispielsweise in einer Kirchengemeinde ohne Organisten aber mit der eigenen Orgel gespielt werden kann, daß diese Orgel auch über das Keyboard quasi fernbedienbar gespielt werden kann, und daß die Einrichtung gleichzeitig als Serviceeinrichtung für Wartungs- und Reparaturzwecke einsetzbar ist. Soll in üblicher Weise gespielt werden, so kann der Aufsatz problemlos vom Orgeltisch genommen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur Betätigung einer Pfeifenorgel mit
    1. - einem elektronischen Tasteninstrument mit MIDI-Schnittstelle und/oder einem Rechner mit MIDI-Schnittstelle
    2. einer daran angeschlossenen Vorrichtung zur Umwandlung von MIDI- Signalen in Streuerspannungssignale
    3. - einem an diese Vorrichtung angeschlossenen Leistungsverstärker
    4. - und mehreren vom Leistungsverstärker gespeisten Betätigungselementen, wobei
    5. - die Betätigungselemente in im wesentlichen vertikaler Ausrichtung in einer Halterung vorgesehen sind, die auf das Orgelmanual als Baueinheit aufsetzbar und von diesem abnehmbar ist, und wobei
    6. - die Betätigungselemente jeweils einzeln den Tasten des Manuals zugeordnet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, wobei ein Diskettenabspielgerät vorgesehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zusätzlich Betätigungselemente vorgesehen sind, mit denen Registerzüge betätigbar sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Betätigungselemente als Magnete ausgebildet sind.






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