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Dokumentenidentifikation DE3422475C2 15.10.1992
Titel Selbstfahrender Mähdrescher
Anmelder Claas oHG, 4834 Harsewinkel, DE
Erfinder Hemker, Heinrich, Dipl.-Ing.;
Freye, Theodor, Dipl.-Ing. Dr.sc.agr.;
Heidjann, Franz, Dipl.-Ing., 4834 Harsewinkel, DE
DE-Anmeldedatum 16.06.1984
DE-Aktenzeichen 3422475
Offenlegungstag 19.12.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.10.1992
IPC-Hauptklasse A01F 12/18
IPC-Nebenklasse A01D 41/12   A01F 12/39   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen selbstfahrenden Mähdrescher mit einer aus Dreschtrommel und Dreschkorb bestehenden, im Radialfluß arbeitenden Drescheinheit und einer sich daran anschließenden im Axialflußsystem arbeitenden Trenneinheit, die aus zumindest einem Trennrotor und einem diesen mit Abstand umgebenden Siebgehäuse besteht.

Selbstfahrende Mähdrescher bekannter Bauart arbeiten mit hin- und herschwingenden Hordenschüttlern, um die noch in der Strohmatte befindlichen Restkörner auszuscheiden. Im Zuge der Durchsatzsteigerung moderner Mähdrescher müssen zwangsläufig auch die Hordenschüttler immer größer werden, um eine befriedigende Restkornausscheidung zu gewährleisten. Die durch die Erweiterung der Hordenschüttler vergrößerten Massen lassen sich aber nur schwer beherrschen, so daß die Mähdrescherhersteller mehr und mehr dazu übergehen, der eigentlichen, im Radialflußsystem arbeitenden Drescheinrichtung statt Hordenschüttler Trenneinrichtungen nachzuordnen, die aus einem Trennrotor und einem diesen umgebenden Siebgehäuse bestehen, wobei das Erntegut mittels besonderer Einrichtungen, beispielsweise Kufen, schraubenlinienförmig um den Trennrotor geführt wird. Solche rotierenden Siebeinrichtungen arbeiten an sich zufriedenstellend. Ein großer Nachteil liegt allerdings in der Übergabe des Erntegutes von der Dresch- zur Trenneinrichtung.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, einen selbstfahrenden Mähdrescher der eingangs näher bezeichneten Art so auszubilden, daß er die an ihn gestellten Anforderungen im Hinblick auf eine einwandfreie Gutübergabe gewährleistet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dreschtrommel außer im Bereich des Dreschkorbes von einem mit das Dreschgut zusammenführenden Kufen besetzten Gehäuse umgeben ist, dessen Breite ebenso wie die Breite seiner Einlaßöffnung der Breite des zugeführten Gutstromes entspricht und dessen Auslaßöffnung eine wesentlich geringere Breite aufweist als die Einlaßöffnung. Eine derartige Ausbildung hat den Vorteil, daß umständliche Übergabeeinrichtungen zum Übergeben des Dreschgutes von der eigentlichen Drescheinheit zur Trenneinheit nicht erforderlich sind. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Auslaßöffnung des Gehäuses etwa halb so breit ist wie seine Einlaßöffnung. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung schließt sich an die Auslaßöffnung eine in Fahrtrichtung sich erstreckende im Axialfluß arbeitende Trenneinheit an. Ebenso ist es möglich, unmittelbar hinter der Auslaßöffnung eine der Breite der Auslaßöffnung entsprechende Überleittrommel anzuordnen, an die sich eine quer zur Fahrtrichtung angeordnete, das Erntegut zu beiden Seiten transportierende Trenneinheit anschließt, die wesentlich breiter ist als die Übergabetrommel. Bei einem so ausgestalteten Mähdrescher hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die quer angeordnete Trenneinheit an ihren beiden Endbereichen je eine Auslaßöffnung aufweist, an die sich der Breite der Auslaßöffnungen entsprechende Überleittrommeln anschließen, die das Erntegut einer weiteren quer zur Fahrtrichtung angeordneten mit zwei seitlichen Einlaßöffnungen versehenen Trenneinheit zuführen, die eine mittige Auslaßöffnung hat.

Im folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und mehrerer dieses schematisch darstellender Figuren näher erläutert werden. Dabei zeigt:

Fig. 1 den Dresch- und Reinigungsteil eines selbstfahrenden Mähdreschers in der Seitenansicht,

Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Teil in der Draufsicht,

Fig. 3 den in Fig. 1 dargestellten Dresch- und Reinigungsteil in abgewandelter Form,

Fig. 4 den in Fig. 3 dargestellten Teil in der Draufsicht und

Fig. 5 die in Fig. 1 dargestellte Drescheinheit in perspektivischer Darstellung.

In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 der Schrägförderer eines nicht näher dargestellten selbstfahrenden Mähdreschers bezeichnet, der das zu dreschende Erntegut einer Drescheinheit 2 zuführt. Die Drescheinheit 2 besteht in bekannter Weise aus einer Dreschtrommel 3 mit zugehörigem Dreschkorb 4. Der Teil der Dreschtrommel 3, der nicht von dem Dreschkorb 4 abgedeckt ist, ist von einem Gehäuse 5 umgeben, welches eine Guteintrittsöffnung 6 aufweist, die in ihrer Breite der Breite der Dreschtrommel 3 bzw. der Breite der zugeführten Erntegutmatte entspricht. Die Innenwände des Gehäuses 5 sind in ihren Seitenbereichen mit Kufen 7 besetzt, die die zugeführte Erntegutmatte 8 zu einer schmalen Gutmatte 9 zusammenführen. Der Breite dieser Gutmatte 9 ist auch die Auslaßöffnung 10 des Gehäuses 5 angepaßt, an die sich unmittelbar eine im Axialflußsystem arbeitende Trenneinheit 11 anschließt, welche aus einem in Fahrtrichtung des Mähdreschers sich erstreckenden Trennrotor 12 und einem diesen mit Abstand umgebenden Siebgehäuse 13 besteht. Das von der Drescheinheit 2 ausgedroschene Gut durchläuft folglich diese Trenneinheit 11, in der das Stroh vom noch darin enthaltenen Korn-Spreu-Gemisch getrennt wird. Letzteres gelangt über einen schräg angestellten Förderboden 14 zu einer an sich bekannten Windsiebeinrichtung 15, wo das Korn vom Spreu getrennt wird, während das Stroh wendelförmig den Trennrotor 12 umlaufend nach hinten wegtransportiert und beispielsweise als Schwad auf den Acker abgelegt wird.

Von der in den Fig. 1, 2 und 5 dargestellten Dresch- und Reinigungsvorrichtung unterscheidet sich die in den Fig.3 und 4 dargestellte dadurch, daß unmittelbar hinter der schmalen Auslaßöffnung 10 im Gehäuse 5 eine Überleittrommel 16 vorgesehen ist, die die schmale Gutmatte 9 einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten Trenneinheit 17 mittig zuführt, in der die Gutmatte 9 gleichmäßig zu beiden Seiten hin auseinandergezogen wird. Diese beiden Teilströme 9&min; und 9&min;&min; gelangen dann über entsprechende, nicht näher dargestellte Auslaßöffnungen zu zwei Überleittrommeln 18, von denen sie den beiden Endbereichen einer zweiten, im Axialfluß arbeitenden Trenneinheit 19 zugeführt werden. Durch entsprechend angeordnete Führungsbleche werden dann die beiden Teilströme 9&min; und 9&min;&min; wieder zusammengeführt und verlassen die Trenneinheit 19 durch eine schmale Auslaßöffnung 20 als eine einheitliche Matte bzw. als ein einheitliches Schwad 9.


Anspruch[de]
  1. 1. Selbstfahrender Mähdrescher mit einer aus Dreschtrommel und Dreschkorb bestehenden, im Radialfluß arbeitenden Drescheinheit und einer sich daran anschließenden im Axialflußsystem arbeitenden Trenneinheit, die aus zumindest einem Trennrotor und einem diesen mit Abstand umgebenden Siebgehäuse besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreschtrommel (3) außer im Bereich des Dreschkorbes (4) von einem mit das Dreschgut zusammenführenden Kufen (7) besetzten Gehäuse (5) umgeben ist, dessen Breite ebenso wie die Breite seiner Einlaßöffnung (6) der Breite des zugeführten Gutstromes entspricht und dessen Auslaßöffnung (10) eine wesentlich geringere Breite aufweist als die Einlaßöffnung (6).
  2. 2. Selbstfahrender Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnung (10) des Gehäuses (5) etwa halb so breit ist wie seine Einlaßöffnung (6).
  3. 3. Selbstfahrender Mähdrescher nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Auslaßöffnung (10) eine in Fahrtrichtung sich erstreckende im Axialfluß arbeitende Trenneinheit (11) anschließt.
  4. 4. Selbstfahrender Mähdrescher nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar hinter der Auslaßöffnung (10) eine der Breite der Auslaßöffnung entsprechende Überleittrommel (16) angeordnet ist, an die sich eine quer zur Fahrtrichtung angeordnete, das Erntegut zu beiden Seiten transportierende Trenneinheit (17) anschließt, die wesentlich breiter ist als die Übergabetrommel (16).
  5. 5. Selbstfahrender Mähdrescher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die quer angeordnete Trenneinheit (17) an ihren beiden Endbereichen je eine Auslaßöffnung aufweist, an die sich der Breite der Auslaßöffnungen entsprechende Überleittrommeln (18) anschließen, die das Erntegut einer weiteren, quer zur Fahrtrichtung angeordneten mit zwei seitlichen Einlaßöffnungen versehenen Trenneinheit (19) zuführen, wobei letztere eine mittige Auslaßöffnung (20) aufweist.






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