PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3941242C2 15.10.1992
Titel Führungsplatte zum Einfädeln einer Bahn
Anmelder J.M. Voith GmbH, 7920 Heidenheim, DE
Erfinder Schmitt, Anton, 7920 Heidenheim, DE
Vertreter Weitzel, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 7920 Heidenheim
DE-Anmeldedatum 14.12.1989
DE-Aktenzeichen 3941242
Offenlegungstag 20.06.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.10.1992
IPC-Hauptklasse D21F 1/36
IPC-Nebenklasse D21G 3/00   B65H 20/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Führungsplatte zum Einfädeln einer Bahn in eine Station einer Bahn-Herstellungs- oder Verarbeitungs-Maschine, insbesondere zum Führen des sogenannten Randstreifens einer Papierbahn in einer Papiermaschine. Im einzelnen hat die Führungsplatte die im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Merkmale.

Derartige oder ähnliche Führungsplatten sind bekannt aus den folgenden Druckschriften:

1. DE-PS 12 45 278,

2. US-PS 13 38 094,

3. US-PS 15 95 478,

4. US-PS 44 29 819,

5. US-PS 45 01 643 (= DE 32 18 306),

6. GB-PS 15 09 506,

7. DE-PS 38 22 624.

Gemäß Druckschrift 1 weist die Führungsplatte eine einzige Mulde auf, die sich über die gesamte Breite der Führungsplatte erstreckt.

Gemäß Druckschrift 2 ist die Führungsplatte als ein einfaches Leitblech ausgebildet, das entsprechend dem gewünschten Laufweg der Bahn gekrümmt sein kann und an seinem zulaufseitigen Ende ein sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckendes Luftblasrohr aufweist.

Gemäß Druckschrift 3 ist die Führungsplatte als Schaberkörper ausgebildet und hat mehrere Blasdüsen. Von diesen erstreckt sich eine Blasdüse entgegen der Bahnlaufrichtung zu der Stelle hin, wo sich die Bahn von der Oberfläche eines Trockenzylinders abheben soll. Die Richtung der anderen Blasdüsen bildet mit der Bahnlaufrichtung einen spitzen Winkel. Hierdurch soll erreicht werden, daß beim Einfädeln des Randstreifens in die Trockenpartie einer Papiermaschine der Anfang des Randstreifens von einem der Trockenzylinder zum nachfolgenden geführt wird.

Gemäß Druckschrift 4 soll die Bahn hauptsächlich durch ein endloses Führungsband geführt werden. Die zusätzlich vorhandenen und mit Blasluftöffnungen versehenen Führungsplatten sollen dafür sorgen, daß die Bahn an der Unterseite des Führungsbandes haftet und zusammen mit diesem läuft.

Beim Gegenstand der Druckschrift 5 sind (ähnlich wie bei Druckschrift 2) Leitbleche vorgesehen, denen Blasluft zugeführt wird. Die Anordnung gemäß den Druckschriften 4 und 5 ist derart getroffen, daß der vom letzten Trockenzylinder einer Papiermaschine zunächst nach unten in den Keller laufende Randstreifen in Richtung zum nachfolgenden Glättwerk umgelenkt und selbsttätig von dem nach unten laufenden Streifen abgetrennt wird.

Gemäß Druckschrift 6 werden zur Blasluft-Zuführung Coanda-Düsen verwendet.

Gemäß Druckschrift 7 ist eine an einem Schaberkörper angeordnete Führungsplatte vorgesehen, die ebenfalls nach Art von Coanda-Düsen ausgebildete Blasschlitze hat. Die Führungsplatte kann gleichzeitig als Klemmstück für die Schaberklinge dienen.

Es ist durchaus möglich, daß die eine oder die andere der obigen bekannten Konstruktionen in bestimmten Anwendungsfällen zu befriedigenden Ergebnissen geführt hat, beispielsweise in relativ langsam laufenden Papier-Herstellungsmaschinen. Probleme treten aber auf in modernen Hochgeschwindigkeits-Papiermaschinen. Hier ist zu beachten, daß zum Einfädeln der Papierbahn zunächst der sogenannte Randstreifen eingefädelt werden muß und daß dies in aller Regel bei der vollen, sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeit erfolgen muß.

In diesem Zusammenhang bestehen die Forderungen, daß die Verwendung der früher üblichen Seilführung reduziert oder ganz darauf verzichtet werden soll, und daß das Einfädeln des Randstreifens dennoch möglichst ohne Eingreifen des Bedienungspersonals vollkommen selbsttätig vonstatten gehen soll. Gefordert wird außerdem, daß die zum Einfädeln der Bahn dienenden Vorrichtungen möglichst einfach aufgebaut sein sollen und nur wenig Platz beanspruchen. Beispielsweise soll die Anordnung derart getroffen sein, daß ein zusätzliches endloses Führungsband (wie in der oben erwähnten Druckschrift 4 beschrieben) nicht erforderlich ist.

Das Erfüllen dieser Forderungen gelingt gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Maßnahmen. Der Erfinder hat nämlich erkannt, daß man der zu führenden Bahn (z. B. dem Randstreifen einer Papierbahn) mit Hilfe der Blasluft einen viel höheren Bewegungsimpuls verleihen kann, wenn man die Luft nicht auf die Leitfläche der Führungsplatte lenkt, sondern wenn zumindest der überwiegende Teil der Blasluft durch Luftführungsnuten geführt wird, die (ausgehend von der Leitfläche) in der Führungsplatte angeordnet oder eingearbeitet sind und sich wenigstens angenähert parallel zur Bahnlaufrichtung erstrecken. Die Strömungsrichtung der Blasluft wird dabei im allgemeinen mit der Bahnlaufrichtung übereinstimmen; sie kann jedoch auch entgegengesetzt sein.

Die vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemäßen Konstruktion beruht wahrscheinlich darauf, daß die den Luftführungsnuten zugeführte Blasluft lange nicht so rasch verwirbelt wird wie bei herkömmlichen Konstruktionen. Die Folge ist, daß die zu führende Bahn stärker an die Leitfläche der Führungsplatte angesaugt wird und diese dennoch wie bisher nicht berührt. Im Ergebnis kann die Bahn mit wesentlich höherer Sicherheit als bisher - durch entsprechende Anordnung der Führungsplatte - in die gewünschte Richtung geführt werden. Dort, wo die Bahn zunächst noch ungespannt oder gar in unkontrollierten Windungen läuft, wird sie - dank der Erfindung - intensiv beschleunigt und somit gespannt, so daß sie rasch den gewünschten Laufweg einnimmt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Diese Ausgestaltungen und Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.

Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Führungsplatte, die mit einem Schaber zusammenarbeitet.

Die Fig. 2 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1.

Die Fig. 3 ist ein vergrößerter Ausschnitt aus der Fig. 2.

Die Fig. 4 ist ein Schnitt ungefähr entlang der Linie IV-IV der Fig. 3, weicht aber von dieser in einigen Details ab.

Die Fig. 5 zeigt eine andere Bauform der erfindungsgemäßen Führungsplatte im Querschnitt.

Die Fig. 6 ist ein Längsschnitt entlang der Linie VI-VI der Fig. 5.

Die Fig. 7 zeigt eine Führungsplatte, bei der die Richtung der Luftführungsnuten veränderbar ist.

Die Fig. 1 und 2 zeigen einen (am führerseitigen Ende eines Trockenzylinders 9 einer Papiermaschine angeordneten) Randstreifen-Schaber 10, 11 mit einer daran befestigten erfindungsgemäßen Führungsplatte 14. Man erkennt einen im Querschnitt ungefähr dreieckigen Schaberkörper 10 und eine am Mantel des Trockenzylinders 9 anliegende Schaberklinge 11. Diese ist zwischen ein (am Schaberkörper befestigtes) Klemmstück 12 und ein Gegenklemmstück 13 eingespannt. Am Klemmstück 12 ist eine erfindungsgemäße Führungsplatte 14 schwenkbar gelagert; ihre Position ist mittels verstellbarer Halter 15 fixierbar. Das (in der Zeichnung) obere Ende der Führungsplatte 14 (dies ist das zulaufseitige Ende der Führungsplatte) ist als ein sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckendes Blasluft-Zuführrohr 16 ausgebildet, an das eine Blasluft-Zuführleitung 17 angeschlossen ist.

Auch das Klemmstück 12 ist als eine erfindungsgemäße Führungsplatte ausgebildet; sie hat ebenfalls einen sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden Blasluft-Zuführkanal 18, an den eine Blasluft-Zuführleitung 19 angeschlossen ist. Der Schaberkörper 10 sitzt auf einer drehbaren Tragstange 10&min;, die in einem Support 10&min;&min; gelagert ist. Ein Hydraulikzylinder 40 ist über einen Schwenkhebel 41 mit der Tragstange 10&min; verbunden und dient somit zum Verschwenken des Schaberkörpers 10 um die Achse der Tragstange 10&min;.

Weitere Einzelheiten der Führungsplatte 14 und des Klemmstückes 12 werden nun anhand der Fig. 3 erläutert. Darin erkennt man wieder den "Kopf" des Schaberkörpers 10, die Schaberklinge 11, das Klemmstück 12, das Gegenklemmstück 13 und die am Klemmstück 12 mittels eines Gelenkes 20 befestigte Führungsplatte 14. Die Führungsplatte 14 kann zusammengesetzt sein beispielsweise aus zwei Seitenstegen 21, dem schon erwähnten Blasluft-Zuführrohr 16, einer Grundplatte 22 und aus mehreren auf der Grundplatte befestigten Profilstäben 23 und 24 (siehe auch Fig. 1), zwischen denen Luftführungsnuten 25 verbleiben. Die Oberfläche 28 der Profilstäbe 23, 24 bildet die im Anspruch 1 erwähnte "Leitfläche". Jede der Luftführungsnuten 25 steht mit dem Inneren des Blasluft-Zuführrohres 16 über eine Blasöffnung oder über ein kurzes düsenähnliches Rohrstück 26 in Verbindung. Jedes der düsenähnlichen Rohrstücke ist in das Zuführrohr 16 eingesetzt und erstreckt sich ein Stück weit in die Luftführungsnut hinein. Das Rohrstück 26 kann gerade oder ein wenig gekrümmt sein; vorzugsweise wird es aus einem relativ weichen Material, z.B. Kupfer, hergestellt, so daß seine Form (und somit seine Blasrichtung) nachträglich bei Bedarf an die jeweiligen Erfordernisse angepaßt werden kann.

Die Fig. 4 zeigt eine von Fig. 3 abweichende Konstruktion; es fehlt hier die Grundplatte 22. Die Seitenstreben 21 sind hier Vierkant-Vollprofile. Dazwischen sind Vierkant-Hohlprofile 23&min; und 24&min; sowie an den Stellen der Luftführungsnuten 25 kleinere Vierkant-Vollprofile 27 angeordnet.

In die Leitfläche 28&min; des Klemmstückes 12 sind ebenfalls einige Luftführungsnuten 35 eingearbeitet, die über Bohrungen 36 mit dem Blasluft-Zuführkanal 18 in Verbindung stehen. Die Blasrichtung ist hier der Bahnlaufrichtung entgegengesetzt. Das Klemmstück 12 kann beispielsweise (wie dargestellt) als Gußstück ausgebildet sein. Hierdurch kann in einfacher Weise eine Form realisiert werden, bei der das Klemmstück als ganzes (wie auch die Tiefe der Luftführungsnuten 35) sich in Richtung zum freien Ende der Schaberklinge 11 hin verjüngt. Wichtig ist, daß der plattenförmige (unterhalb des Nutgrundes 35a der Luftführungsnuten 35 befindliche) Bereich 12a des Klemmstückes 12 sich ebenfalls in Blasrichtung, d. h. in Richtung zum freien Ende der Schaberklinge 11 hin verjüngt. Hierdurch wird die Blasluft gezielt zum Ende der Schaberklinge 11 geführt.

Die gesamte Vorrichtung wirkt folgendermaßen: Wenn die Bahn entlang der gestrichelten Linie 8 zunächst bis zur Schaberklinge 11 läuft, wird sie anfangs durch die Schaberklinge vom Zylinder 9 abgelöst (und dabei unter Umständen gekreppt wie in Fig. 3 angedeutet). Unter der Wirkung der Blasluftstrahlen, die aus den Luftführungsnuten 35 austreten, wird die Bahn alsbald schon vor Erreichen der Schaberklinge vom Zylinder 9 abgelöst.

Sie läuft dann als glatte Bahn ungefähr auf der Linie 8a entlang dem Klemmstück 12 nach unten und sodann entlang der Führungsplatte 14. Unter deren Wirkung wird die Bahn noch weiter beschleunigt und zunehmend gestrafft und gespannt, so daß die Bahn schließlich entlang der mit 8b bezeichneten gestrichelten Linie läuft. Auf diese Weise kann die Bahn (z. B. der Randstreifen der Papierbahn) sehr sicher und rasch dem nachfolgenden, in der Zeichnung weggelassenen Trockenzylinder zugeführt werden. Die Länge L (Fig. 2) der Luftführungsnuten (und somit auch die ungefähre Länge einer einzelnen Führungsplatte) liegt etwa in der Größenordnung von 1/2 m. Deshalb wird man bei Bedarf an geeigneter Stelle eine zweite Führungsplatte (oder eine größere Anzahl von Führungsplatten) vorsehen, die unabhängig von einem Schaberkörper in einer eigenen Halterung befestigt sind. Man kann hierdurch relativ lange gerade oder gekrümmte Führungsstrecken aufbauen. In der Regel wird man dank der Erfindung auf eine Seilführung zum Einfädeln des Randstreifens z. B. in eine Trockenpartie verzichten können. Es ist aber auch möglich, wenigstens eine erfindungsgemäße Führungsplatte zum Einführen des Randstreifens in die sogenannte Seilschere der Seilführung zu verwenden.

Ferner ist es möglich, eine herkömmliche Trockenpartie nachträglich mit Führungsplatten auszurüsten und die bisherige Seilführung zu entfernen (siehe in Fig. 1 im Zylinder 9 die nicht mehr benötigte Führungsrille 9a für die früher vorhandenen Seile).

In manchen Fällen wird man auf die Schwenkbarkeit der Führungsplatte 14 (also auf das Gelenk 20 und die Halter 15) verzichten können. In diesem Fall kann man die benachbarte Wand 10a des Schaberkörpers 10 als Führungsplatte mit Luftführungsnuten ausbilden; oder die Führungsplatte hat zugleich die Funktion des Schaberkörpers (mit darin integrierter Blasluft-Zuführeinrichtung).

In den Fig. 1 bis 4 haben die Luftführungsnuten 25 einen (wenigstens in grober Annäherung) rechteckigen Querschnitt. Die Breite B der Luftführungsnuten muß man von der Art der zu führenden Bahn abhängig machen. Beispielsweise bei relativ dünnen und weichen, d. h. nachgiebigen Papierbahnen, kann die Breite B ungefähr zwischen 3 und 10 mm liegen. Je dicker und je steifer die Papierbahn ist, umso größer kann die Breite B sein. Ihre obere Grenze liegt ungefähr bei 30 mm. Die Tiefe T der Luftführungsnuten kann ungefähr das 0,3- bis 2fache der Breite B betragen. Dabei wird man die relative Tiefe T um so größer machen, je kleiner die Breite B der Luftführungsnut ist. Der Abstand A zwischen zwei benachbarten Luftführungsnuten kann ungefähr das 2- bis 5fache der Breite B betragen.

Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Führungsplatte 44 unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen hauptsächlich dadurch, daß der Querschnitt der zwischen den Luftführungsnuten 45 verbleibenden (und abgerundeten) Stege 46 ungefähr dreieckig ist. Auch die Luftführungsnuten selbst können, wie als Beispiel dargestellt, ungefähr dreieckigen Querschnitt haben. Derartige Luftführungsnuten 45 können beispielsweise mechanisch in die Führungsplatte 44 eingearbeitet werden. In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, ein Blasluft-Zuführrohr 47 vorzusehen, das einen sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden Blasschlitz 48 aufweist. Dessen Ausströmrichtung ist vorzugsweise relativ zur Platten-Ebene geneigt. Hierdurch und durch die im wesentlichen dreieckige Querschnittsform der Stege 46 wird dafür gesorgt, daß die austretende Blasluft sicher in die Luftführungsnuten 45 einströmt.

Erfindungsgemäße Führungsplatten 14 oder 44, die in der oben beschriebenen Art an einem Schaberkörper 10 angeordnet oder unabhängig von einem Schaberkörper an einer eigenen Halterung befestigt sind können auch an anderen Stellen der Papiermaschine, z. B. in der Pressenpartie oder zwischen Trockenpartie und Glättwerk und Rollapparat oder an einer Leimpresse, genausogut aber auch außerhalb der Papierherstellungsmaschine an einer Streichmaschine, Rollenschneidmaschine oder ähnlichen Folien- oder Papier-Verarbeitungsmaschinen angewendet werden.

Die Fig. 7 zeigt das Prinzip einer erfindungsgemäßen Führungsplatte, deren Blasrichtung veränderbar ist. Ein Blasluft-Zuführrohr ist wieder mit 16 bezeichnet und eine Grundplatte mit 22. Unmittelbar am Zuführrohr 16 sind an der Grundplatte 22 mehrere Profilstäbe 34 mit Hilfe von Gelenken 33 befestigt, so daß zwischen ihnen Luftführungsnuten 25 verbleiben. Die ablaufseitigen Enden der Profilstäbe sind mit Hilfe von Gelenken 32 an einen Quersteg 31 gekoppelt. Dieser ist quer zur Bahnlaufrichtung verschiebbar, wie durch einen Doppelpfeil P symbolisch dargestellt ist. Ein in dem Quersteg 31 sitzender Gewindebolzen 30 ragt durch ein in der Grundplatte 22 vorgesehenes Langloch 29. Hierdurch können der Quersteg 31 und somit auch die Profilstäbe 34 in verschiedenen wählbaren Positionen arretiert werden. Man kann hierdurch die über die Führungsplatte laufende Bahn mehr oder weniger weit quer zu ihrer Laufrichtung umlenken.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Einfädeln einer Bahn in eine Station einer Bahn-Herstellungs- oder Verarbeitungsmaschine, insbesondere zum Führen des sogenannten Randstreifens einer Papierbahn in einer Papiermaschine, mit den folgenden Merkmalen:.
    1. a) die Vorrichtung (12; 14) hat eine Leitfläche (28; 28&min;), die sich entlang dem Laufweg der Bahn erstreckt;
    2. b) die Vorrichtung (12; 14) hat eine Einrichtung (16; 18) zum Zuführen von Blasluft mit wenigstens einer Blasluft-Austrittsöffnung (26; 36), die geeignet ist zum Abgeben von Blasluft in einer zur Bahnlaufrichtung wenigstens angenähert parallelen Richtung;
    3. c) dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (12; 14) mehrere in die Leitfläche (28; 28&min;) eingelassene Luftführungsnuten (25; 35) hat, welche sich wenigstens angenähert parallel zur Bahnlaufrichtung erstrecken und in welche die Blasluft-Austrittsöffnung(en) (26; 36) mündet bzw. münden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Luftführungsnut (25; 35) eine ihr eigene Blasluft- Austrittsöffnung (26; 36) zugeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Zuführen von Blasluft für jede Luftführungsnut (25; 35) einen düsenähnlichen Kanal (26; 36) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der düsenähnliche Kanal durch ein Rohrstück (26) gebildet ist, das sich ein Stück weit in die Luftführungsnut (25) hinein erstreckt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Mündung des Rohrstücks (26) veränderbar ist, insbesondere quer zur Blasrichtung.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplatte (14) aus Rechteckprofilen (21, 23&min;, 24&min;, 27) zusammengesetzt ist, z. B. unter Verwendung von Hohlprofilen (23&min;, 24&min;) mit quadratischem Querschnitt.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftführungsnuten (35; 45) eingegossen oder mechanisch eingearbeitet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (B) der Luftführungsnuten (25; 35), deren Querschnitt ungefähr rechteckig ist, zwischen 3 und 30 mm, ihre Tiefe (T) das 0,3- bis 2fache der Breite (B) und der Abstand (A) zwischen benachbarten Luftführungsnuten das 2- bis 5fache der Breite (B) beträgt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der zwischen den Luftführungsnuten (45) befindlichen Stege (46) ungefähr dreieckig ist, und daß die Blasluft-Austrittsöffnung als ein sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckender Blasschlitz (48) ausgebildet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit derart angeordneten Blasluft-Austrittsöffnungen, daß die Strömungsrichtung in den Luftführungsnuten (25) im wesentlichen gleich der Bahnlaufrichtung ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftführungsnuten (25) begrenzt sind durch eine Grundplatte (22) und durch mehrere zueinander parallel und auf Abstand angeordnete Längsstäbe (34), die an ihrem einen Ende gelenkig mit der Grundplatte (22) und an ihrem anderen Ende gelenkig mit einem quer zur Bahnlaufrichtung verschiebbaren Quersteg (31) verbunden sind.
  11. 11. Vorrichtung mit einer ersten, nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildeten Führungsplatte (14), worin die Blasluft-Auslaßöffnungen (26) derart angeordnet sind, daß die Strömungsrichtung in den Luftführungsnuten (25) im wesentlichen gleich der Bahnlaufrichtung ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Führungsplatte (12) vorgesehen und als Klemmstück für die Schaberklinge (11) eines Schabers ausgebildet ist, und daß die Blasöffnungen (36) der zweiten Führungsplatte (12) hin zum freien Ende der Schaberklinge (11) gerichtet sind, so daß die Strömungsrichtung in den Luftführungsnuten (35) der Bahnlaufrichtung entgegengesetzt ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Führungsplatte (14) mit ihrem zulaufseitigen Ende mittels eines Gelenks (20) an einem Schaberkörper (10) oder an der genannten zweiten Führungsplatte (12) befestigt ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplatte als Teil eines Schaberkörpers mit darin integrierter Blasluft-Zuführeinrichtung ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com