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Dokumentenidentifikation DE3940633C2 22.10.1992
Titel Gauß-Impuls-Kaskade
Anmelder Spectrospin AG, Fällanden, Zürich, CH
Erfinder Bodenhausen, Geoffrey, Prof., Pully, CH;
Emsley, Lyndon, Lausanne, CH
Vertreter Kohler, R., Dipl.-Phys.; Rüdel, D., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 08.12.1989
DE-Aktenzeichen 3940633
Offenlegungstag 13.06.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.10.1992
IPC-Hauptklasse G01N 24/08
IPC-Nebenklasse G01R 33/46   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines Spektrums von Kernspinresonanz-Signalen durch Einstrahlen einer Sequenz von n HF-Impulsen auf eine Probe, die sich in einem homogenen statischen Magnetfeld befindet, wobei die Einhüllende der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum näherungsweise eine Rechteckfunktion ist.

Die Fähigkeit zur Anregung oder Inversion von Kernspins über ein ausgewähltes Band von Frequenzen ist zu einem wichtigen Teil in vielen Experimenten in der modernen Kernspinresonanz geworden. In der hochauflösenden NMR-Spektroskopie ist es oft wünschenswert, die Breite der relevanten Frequenzdomäne zu beschränken, insbesondere in der zwei- und dreidimensionalen Spektroskopie. Frequenzselektive Anregung ist auch ein integraler Bestandteil einer ganzen Klasse von Experimenten, bei denen zwei- oder dreidimensionale Spektren in eine Dimension komprimiert werden. Die vielleicht wichtigste Anwendung der selektiven Anregung sind die NMR-Bildgebungsverfahren. In diesem Zusammenhang sind zwei besonders wichtige Probleme zu erwähnen, nämlich die Inversion über ein wohldefiniertes rechteckiges Fenster im Frequenzspektrum und die Anregung von transversaler Magnetisierung mit minimaler Phasendispersion ausgehend von longitudinaler Magnetisierung wiederum über ein rechteckiges Fenster im Frequenzspektrum.

Unter den zahlreichen Methoden, die von diversen Autoren für rechteckige Inversion und Anregung vorgeschlagen wurden, basiert eine Vielzahl auf der Anwendung von zusammengesetzten Impulsen, die aus Zügen von harten Impulsen bestehen, welche gegeneinander phasenversetzt sind, aber rechteckige Einhüllende und konstante Amplituden besitzen. Andere Verfahren zur rechteckigen Inversion und Anregung verwenden Amplituden- und/oder Phasen-Modulation. Im weiteren sollen nur Impulse mit rein amplituden-modulierten Einhüllenden betrachtet werden. Zur Spininversion kann man Hochfrequenz-(HF)-Impulse verwenden, deren Einhüllende durch einfache analytische Funktionen, wie z. B. Gauß-, Sinc- oder Hermite-Funktionen beschrieben werden können. Der einzige bekannte amplituden-modulierte Impuls zur phasenrichtigen Anregung mit einer Einhüllenden, die durch eine analytische Funktion beschrieben werden kann, ist ein Gauß-Impuls mit 270° on-resonance Flippwinkel. Obwohl mit diesem Impuls die obigen Probleme teilweise gelöst werden können, bleiben bei anspruchsvollen Anwendungen aufgrund der restlichen Phasendispersion und der mangelhaften Selektivität immer noch Probleme ungelöst.

Jüngste Anstrengungen zur Optimierung von geformten Impulsen basierten auf der Teilung einer willkürlichen Einhüllenden in der Zeit-Domäne in viele diskrete Intervalle und der Variation der HF-Amplitude in jedem einzelnen Intervall, bis die Signalantwort eine Zielfunktion gut approximiert. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Grade an Verfeinerungen eingeführt, unter anderem die optimale Regeltechnik von Conolly et al. in "Proceedings of the Fourth Annual Meeting of the Society of Magnetic Resonance in Medicine, London, August 1985, S. 958 ff", die konjugierte Gradientenmethode von Murdoch et al. in J. Magn. Reson. 74, 226 (1987) und die Linearisierung der Bloch-Gleichungen nach Ngo et al. in Magn. Reson. Med. 5, 217 (1987). Zwar führen diese Verfahren zu exzellenten Resultaten, wobei die von Ngo et al. ziemlich nahe an eine ideale Signalantwort heranreichen. Die sich ergebenden Einhüllenden benötigen jedoch zwischen 100 und 500 unabhängigen Parametern zu ihrer Definition, so daß ihre praktische Anwendung äußerst umständlich wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 vorzustellen, bei dem durch eine Sequenz von n HF-Impulsen mit möglichst wenigen Anpassungsparametern ein Kernspinresonanz-Spektrum mit Rechteckcharakteristik im Frequenzraum erzeugt wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß 2 ≤n ≤10 gilt und daß die HF-Impulse der Sequenz amplituden-modulierte, einer Amplitudenverteilung der analytischen Form



folgende Gauß-Impulse sind, wobei tp die zeitliche Dauer der Sequenz, ωkmax die relative Amplitude des k-ten Impulses der Sequenz an der Position tkmax seines Extremums, ak die Breite des k-ten Impulses und die Funktion Π(0, tp) eine Kastenfunktion mit dem Wert 1 zwischen t=0 und t=tp und dem Wert 0 überall sonst bedeuten, und wobei vorab die analytische Funktion ω1 (t) durch Variation der Parameter ωkmax, tkmax, ak in einer geeigneten Optimierungsprozedur unter dem Kriterium einer Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion ermittelt worden ist.

Die Impulssequenz ω&sub1;(t) besteht aus einer Überlagerung wohlbekannter, einfach zu reproduzierender Gauß-Impulse, deren Anzahl n auf höchstens zehn begrenzt ist, was in jedem Falle für eine optimale Annäherung der Einhüllenden der Signalantwort an eine Rechteckfunktion ausreicht. Die Gesamtzahl der zu kontrollierenden freien Parameter überschreitet 3 · n nicht.

Die Optimierung der erfindungsgemäßen Sequenz von Gauß-Impulsen erfolgt vorab in an sich bekannter Weise durch Variation der Parameter ωkmax, tkmax und ak, die solange verändert werden, bis die Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion minimal ist. Da diese Optimierung lediglich einmal durchgeführt werden muß und sodann die optimalen Parameter für die Amplitudenverteilung ω&sub1;(t) festliegen, spielt die Schnelligkeit der Optimierungsprozedur keine Rolle. Im Prinzip könnten die Parameter auch durch mehr oder minder qualifiziertes Erraten, durch Probieren oder durch eine "von Hand" durchgeführte einfache Iteration ermittelt werden.

Besonders einfach und bequem erfolgt die Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion durch Anwendung eines numerischen Fitprogrammes auf einer automatischen Datenverarbeitungsanlage.

Bei einer vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion durch Optimieren eines vorgegebenen Fehlerfunktionals, welches die Abweichung der Einhüllenden von einer Rechteckfunktion beschreibt. Die Optimierung kann abgebrochen werden, wenn das Fehlerfunktional einen vorgegebenen Grenzwert unterschreitet.

Bei einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens beträgt die Anzahl der Gauß-Impulse pro Sequenz n=3. Damit ergibt sich eine Impulsfolge, die zur selektiven Inversion von kernmagnetischen Momenten besonders geeignet ist.

Die Einhüllende der Inversionssignalantwort kommt bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens einer Rechteckfunktion besonders nahe, wenn die Parameter ωkmax, tkmax/tp und Δtk1/2/tp jeweils einen entsprechenden Wert aus dem Intervall

1,2 < ω&sub2;max/ω&sub1;max < 1,5; 0,3 < ω&sub3;max/ω&sub1;max < 0,7

15 < Δt&sub1;1/2/tp < 25; 15 < Δt&sub2;1/2/tp < 25; 20 < Δt&sub3;1/2/tp < 30;

20 < t&sub1;max/tp < 40; 40 < t&sub2;max/tp < 60; 70 < t&sub3;max/tp < 90

annehmen, wobei Δtk1/2 die halbe Impulsbreite des k-ten Impulses bei der halben Impulsamplitude ωkmax/2 und ak=ln2/(Δtk1/2)² ist, insbesondere, wenn die Parameter jeweils den Wert

ω&sub1;max = -1,00; ω&sub2;max = 1,37; ω&sub3;max = 0,49;

Δt&sub1;1/2/tp = 18,9; Δt&sub2;1/2/tp = 18,3; Δt&sub3;1/2/tp = 24,3;

t&sub1;max/tp = 28,7; t&sub2;max/tp = 50,8; t&sub3;max/tp = 79,5

annehmen.

Bei Verwendung von n=4 Gauß-Impulsen in der Impulssequenz ω&sub1; (t) ist das erfindungsgemäße Verfahren besonders gut für die phasenrichtige Anregung von transversaler Magnetisierung geeignet. Ein besonders gutes Ergebnis wird erzielt, wenn die Parameter ωkmax, tkmax/tp und Δtk1/2/tp jeweils einen entsprechenden Wert aus dem Intervall

0,95 < ω&sub2;max/ω&sub1;max < 1,35; -1,7 < ω&sub3;max/ω&sub1;max < -1,3; -0,7 < ω&sub4;max/ω&sub1;max < -0,4;

15 < Δt&sub1;1/2/tp < 20; 10 < Δt&sub2;1/2/tp < 15; 10 < Δt&sub3;1/2/tp < 15; 10 < Δt&sub4;1/2/tp < 20;

5 < t&sub1;max/tp < 25; 40 < t&sub2;max/tp < 60; 55 < t&sub3;max/tp < 75; 75 < t&sub4;max/tp < 95

annehmen, insbesondere die Werte

ω&sub1;max = 0,62; ω&sub2;max = 0,72; ω&sub3;max = -0,91; ω&sub4;max = -0,33;

Δt&sub1;1/2/tp = 17,2; Δt&sub2;1/2/tp = 12,9; Δt&sub3;1/2/tp = 11,9; Δt&sub4;1/2/tp = 13,9;

t&sub1;max/tp = 17,7; t&sub2;max/tp = 49,2; t&sub3;max/tp = 65,3; t&sub4;max/tp = 89,2.

Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens als Bestandteil von bildgebenden Verfahren, insbesondere in der NMR-Tomographie, bei der mehrdimensionalen NMR- Spektroskopie und insbesondere zur volumenselektiven NMR- Spektroskopie. Die erfindungsgemäße Sequenz von n HF-Impulsen kann Teil einer NOESY-Impulsfolge oder Teil einer COSY-Impulsfolge sein.

Die Erfindung betrifft auch ein NMR-Spektrometer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 16, dessen Speicher einen Datensatz zur Erzeugung einer Sequenz von HF-Impulsen gemäß dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 enthält. Ein solches Spektrometer kann so weitergebildet sein, daß die oben beschriebenen Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens darauf ausgeführt werden können.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung, den Tabellen und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können bei anderen Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination Anwendung finden. Es zeigt

Fig. 1 Fourier-Transformierte (gestrichelt) zusammen mit der numerisch berechneten transversalen Magnetisierung <Mxy> (durchgezogene Linie) von Gauß-Impuls-Kaskaden, deren drei Einzelimpulse die nominalen Flippwinkel +45°, -90°, +135° ergeben, wobei

a) jeder Einzelimpuls eine dem Flippwinkel proportionale Breite besitzt, bzw.

b) die Einzelimpulse gleiche Breiten und zum Flippwinkel proportionale Amplituden besitzen,

Fig. 2 einen Vergleich der Mz-Antworten von Inversions-Impulsen, deren Einhüllende

a) ein einzelner Gauß-Impuls,

b) ein Sinc-Impuls und

c) eine erfindungsgemäße Gauß-Impuls-Kaskade mit n=3,

Fig. 3 die Mz-Antworten auf eine erfindungsgemäße Inversions-Impuls-Kaskade ausgehend von einer Start-Funktion (a) sowie nach verschiedenen Optimierungszyklen (b), (c), (d),

Fig. 4 a) die Startfunktion mit n=4 und die entsprechenden Mx- und My-Profile nach einer phasenrichtigen Anregung,

b) die optimierte Anregungs-Kaskade und die entsprechenden optimierten Signale,

Fig. 5 a) das experimentelle Ergebnis einer Inversions- Kaskade n=3 (oben) sowie das Ergebnis einer Simulation dieses Experiments (unten) und

b) das experimentelle Ergebnis einer Anregungs- Kaskade n=4 (oben) sowie die entsprechende Simulationsrechnung (unten) und

Fig. 6 einen Vergleich des simulierten Verhaltens

a) eines 90°-Gauß-Impulses,

b) eines 270°-Gauß-Impulses und

c) einer erfindungsgemäßen Anregungs-Impuls-Kaskade (n=4).

Für kleine Flippwinkel entspricht die Frequenzantwort des Spinsystems ungefähr der Fouriertransformierten der Einhüllenden des Impulses in der Zeitdomäne. Weit außerhalb der Resonanz, wo die Magnetisierungstrajektorien im wesentlichen auf schmale Auslenkungen in der Nachbarschaft des "Nordpoles" des Bezugssystemes beschränkt sind, wurde gezeigt, daß die obige Äquivalenz sogar für große effektive Flippwinkel erhalten bleibt. Für die Vorhersage des on-resonance-Verhaltens bei großen Flippwinkeln, wie sie für Inversion, Refokussierung oder sogar für effiziente Anregung der transversalen Magnetisierung erforderlich sind, bricht die Äquivalenz jedoch vollständig zusammen. Obwohl also Impulse mit Gauß- oder Sinc-Einhüllenden nützliche Eigenschaften besitzen, können diese nicht der Tatsache zugeschrieben werden, daß die Fouriertransformierten dieser Einhüllenden die Form von Gauß- und Rechteckfunktionen im Frequenzraum besitzen.

Im folgenden wird eine neue Klasse von amplituden-modulierten Impulsen vorgestellt, die insbesondere sowohl für die selektive Inversion als auch für phasenrichtige Anregung nützlich sind und die von analytischen der Form



beschrieben werden. Diese Funktion repräsentiert eine Einhüllende der zeitlichen Dauer tp und besteht aus einer Superposition von n Gauß-Funktionen, wobei für die k-te Gauß-Funktion die Position des Extremums durch tkmax, die Peak-Amplitude durch ωkmax und die Breite durch

ak = ln2/(Δt1/2k

gegeben ist und Δtk1/2 die halbe Impulsbreite des k-ten Impulses bei der halben Impulsamplitude bedeutet. Die Funktion Π(0, tp) stellt eine Kastenfunktion mit dem Wert 1 zwischen t=0 und tp und dem Wert 0 überall sonst dar.

Da die Fourier-Äquivalenz für große Frequenzverschiebungen von der Resonanz gilt (Ω/ω&sub1;max>1), muß die Fourier-Transformierte einer idealen Impulskaskade außerhalb der relevanten Bandbreite so nah wie möglich bei 0 liegen. Abrupte Variationen der Amplitude sollten daher vermieden werden, weil sie zu erratischen Fourier-Transformierten führen. Daher wurden die Impulsformen der Einzelimpulse in der Kaskade als Gauß-Funktionen im Gegensatz zu den sonst üblichen rechteckigen Einhüllenden gewählt. Außerdem wird die Form der Fourier-Transformierten eines Impulses nicht durch die Amplitude, sondern lediglich durch seine Breite beeinflußt. Als direkte Konsequenz der Additions- und Verschiebungstheoreme läßt sich zeigen, daß eine Kaskade von n verschobenen Gauß-Impulsen mit identischen Breiten (ak=a für alle k) und variablen Amplituden eine Fourier-Transformierte besitzt, die aus einer Summe von n Gauß-Einhüllenden mit identischen Breiten (und variablen Amplituden) besteht:



Die Gauß-Impulse im Frequenzraum werden daher lediglich frequenzabhängigen Phasen zugeordnet sein, die die Zeitverschiebungen in der Kaskade reflektieren. Daraus kann man ersehen, daß die Ausgangssequenz für eine Gauß-Kaskade Einzelimpulse mit gleichen Breiten ak und Amplituden ωkmax besitzen sollte, die gemäß den gewünschten nominalen Flippwinkeln variieren. Auf diese Weise kann man erwarten, daß die Anregung so schnell abfällt wie die eines einzelnen Gauß-Impulses.

Zur Demonstration dieses Argumentes zeigt Fig. 1 die Fourier- Transformierten zusammen mit numerischen Simulationen der <Mxy>-Antworten auf zwei Gauß-Impuls-Kaskaden, deren Einzelimpulse jeweils nominale on-resonance-Flippwinkel von +45°, -90° und +135° besitzen. Falls die Amplituden konstant und die Breiten proportional zu den Flippwinkeln sind, ist es offensichtlich, daß die Schwänze der Anregungsprofile sehr langsam auf Null gehen. Im Gegensatz dazu führt eine Kaskade von Gauß-Impulsen mit gleichen Impulsbreiten, aber zu den Flippwinkeln proportionalen Amplituden zu einer Antwort, die sehr viel rascher abklingt. Man beachte auch, daß die Fourier-Transformierte nicht direkt das on-resonance-Verhalten vorhersagt. Obwohl das Prinzip der Amplitudenmodulation im Gegensatz zur Modulation der Impulsdauer leicht auf Impulskaskaden mit beliebiger Phasenverschiebung ausgeweitet werden kann, sollen im Moment lediglich Impulszüge mit konstanter Phase berücksichtigt werden, wobei allerdings Phasenumkehr (z. B. von x nach -x) erlaubt sein soll. Die Impulsantworten in Fig. 1 sind als Funktion der normierten Frequenzverschiebung Ω/ω&sub1;max dargestellt, wobei Ω=ω&sub0;-ωHF und ω&sub1;max die Frequenzverschiebung und die maximale HF-Amplitude des 90°-Impulses sind.

Die Impulse wurden auf dem Computer mit einer modifizierten Simplex-Prozedur optimiert, wobei die Abweichung von einer rechteckigen Zielfunktion minimiert wurde. Man beachte, daß die obengenannten Fourier-Bedingungen hinreichend für das gewünschte off-resonance-Verhalten, jedoch keineswegs notwendig sind. Es kann gut sein, daß Kaskaden mit ungleichen Impulsbreiten ak ebenfalls zu gutartigen Antwortsignalen führen. Daher wurde die Optimierung mit allen unabhängigen Parametern von Gl. (1) ausgeführt. Die Minimierung des Fehlers einer Impuls-Antwort, die den Bloch-Gleichungen genügt, wird durch die Anwesenheit einer Vielzahl von flachen Schein-Minima besonders erschwert. Dieses Problem wird am einfachsten durch Redefinition der Form des Fehlerfunktionals während der Optimierungsprozedur gelöst.

Als Startwert für eine Impulskaskade mit drei Impulsen wurde die folgende Sequenz gewählt:

G{270°-x} G{270°x} G{180°x} (3)

Die Sequenz besteht aus einem einfachen Vorbereitungszyklus, dem ein gewöhnlicher Inversions-Impuls folgt. Der G{270°-x} G{270°x}-Zyklus hat keinen Netto-Effekt in der Gegend der Resonanz, sondern präpariert die off-resonance-Magnetisierung in günstiger Weise für die nachfolgende Einwirkung des 180°-Impulses zur Erzeugung eines rechteckigen Inversionsprofiles. Im Hinblick auf die Überlegungen bezüglich der Fourier- Transformierten wurden alle drei Gauß-Impulse mit der gleichen Breite aber mit zu den Flippwinkeln proportionalen Amplituden gewählt.

In Fig. 2 wird die Mz-Magnetisierung als Funktion der normierten Frequenzverschiebung nach Anwendung (a) eines 180°-Gauß-Impulses, (b) eines 180°-Sinc-Impulses und (c) der Kaskade nach Gl. (3) verglichen. Der Gauß-Impuls wurde bei 5% von ω&sub1;max abgeschnitten, der Sinc-Impuls hatte vier Nulldurchquerungen auf jeder Seite des Maximums, und die Kaskade besaß die Parameter aus Zyklus 0 in Tab. 1. Obwohl das Ergebnis der Kaskade von Fig. 2c innerhalb der gewählten Bandbreite alles andere als perfekt ist, zeigt die fehlende Anregung außerhalb der gewünschten Bandbreite eine Verbesserung gegenüber dem einzelnen Gauß-Impuls und der Sinc-Funktion. Die Sequenz G{270°-x} G{270°x} G{180°x} wurde daher als Startpunkt für eine Optimierung benutzt.

Fig. 3a bis d zeigt die Mz-Magnetisierungsprofile nach sukzessiven Zyklen in der Optimierungsprozedur. Dabei ist (a) die Startfunktion, (b), (c) und (d) sind die Ergebnisse des ersten, zweiten und dritten Optimierungszyklus, wobei letzteres die endgültig angenommene Inversions-Kaskade G³ ist. Die Parameter für die resultierenden Impulse sind in Tab. 1 aufgeführt. Für jeden Optimierungszyklus (150 Iterationen) werden zwei Fehlerfunktionen fin und fout definiert, eine für die Isochromaten innerhalb und eine für die Isochromaten außerhalb des Anregungs- bzw. Inversions-Rechteckes:



Dabei ist Mk die Magnetisierungsantwort für t=tp bei der k-ten Verschiebung und l der Punkt, an dem die Mz-Antwort durch 0 läuft (nur für Inversion). Die Intervalle m und m&min; korrespondieren zu einer kleinen Übergangszone, in der sich die Antwort frei bewegen darf, ohne zum Fehlerfunktional beizutragen. Die Fehlerfunktionale sind definiert als



wobei sich die Subskripte inv und exc auf Funktionen beziehen, die zur Optimierung von Inversions- bzw. Anregungsimpulsen verwendet werden. Die Parameter a-h, die die Fehlerfunktionale nach Gl. (6) bis (8) definieren, können von Zyklus zu Zyklus während der Optimierung verändert werden und sind in Tab. 1 und 2 zusammen mit den Werten m und m&min; sowie den Parametern für jeden einzelnen Puls in der Kaskade angegeben, wobei letztere Parameter in Form der Position tkmax des k-ten Impulses in Einheiten der zeitlichen Dauer tp der Sequenz, der relativen Amplitude ωkmax und der Linienbreite Δtk1/2 ebenfalls in Einheiten von tp dargestellt sind. Man beachte, daß jeweils entweder c oder h in Gl. (8) Null ist. Die Optimierung wurde für 80 Isochromaten ausgeführt und jede Antwort durch numerische Lösung der Bloch-Gleichungen mit 200 gleichen Zeitintervallen in der Integration berechnet. Die Frequenzverschiebungen sind so gewählt, daß l etwa bei der 25. Isochromate liegt, und die Fehlerfunktion ist normiert, um irgendwelche Variationen in l von Iteration zu Iteration zu berücksichtigen. Jeder Optimierungszyklus besteht aus 150 Iterationen einer Simplex-Minimierung der Fehlerfunktion. In Fig. 3a bis d sind auch die Impulsformen gezeigt, die sich nach jedem Zyklus ergeben, so daß es möglich ist, die graduelle Optimierung des Impulses sichtbar zu machen. Der letzte Inversions-Impuls, der G³ genannt wird, besitzt die in Tab. 1 angegebenen Parameter und ist dem Anfangswert bei Zyklus 0 ziemlich ähnlich. Zum Erhalt des vorliegenden Resultates wurden lediglich drei Zyklen der Optimierungsprozedur benötigt, die ungefähr 15 Minuten c.p.u.-Zeit auf einem VAX-8550-Verbund bei 14 mips benötigten.

Die G³-Kaskade kann nicht nur für die Inversion, sondern auch als refokussierender Impuls benutzt werden. Obwohl der Impuls nicht für diesen Zweck optimiert wurde, verhält er sich dennoch auch in dieser Hinsicht vorteilhaft. Diese Eigenschaft wird im folgenden für den Aufbau von Anregungs-Impulsen benutzt.

Ein weiteres Ziel ist es, einen Impuls zu finden, der in einem ausgewählten Frequenzintervall die longitudinale Magnetisierung in transversale Magnetisierung mit der geringstmöglichen Phasendispersion überführen kann. Außerhalb des gewählten Intervalles sollte der Ausgangszustand sowenig wie möglich gestört werden. Diese Anforderungen können im Ausdruck "rechteckige phasenrichtige Anregung" zusammengefaßt werden. Bisher wurde noch keine geeignete Impuls-Kaskade mit nur drei Gauß-Impulsen für diesen Zweck gefunden. Die einfachste vier-Impuls-Kaskade ist ein gewöhnlicher 270°-Gauß-Anregungs-Impuls, dem eine G³-Kaskade als refokussierender Impuls folgt.

G{270°x}G³x (9)

Diese Kaskade wurde als Startwert benutzt. Die Phase einer Kaskade soll im folgenden durch ein Subskript angezeigt werden, das die Phase des ersten Einzelimpulses repäsentiert. Der gesamte on-resonance-Flippwinkel der Sequenz in Gl. (9) ist daher +90°. Der Verlauf der Optimierung ist in Tab. 2 gezeigt. Da Anregung von Natur aus ein schwierigeres Problem darstellt, konvergierte die Optimierung langsamer und bedurfte 11 Zyklen und etwa 90 Minuten c.p.u.-Zeit.

Fig. 4 zeigt die Antworten auf den Startimpuls (a) und auf den Endimpuls (b), wie er durch die Optimierung erzeugt wurde. Letzterer wird im folgenden G&sup4; genannt. Wenn man als nutzbare Bandbreite den Bereich definiert, in dem die Amplitude Mxy 90% des Maximalwertes überschreitet, beträgt die maximale Phasenabweichung des G&sup4;-Impulses in diesem Fenster weniger als 5°.

Experimente mit Gauß-Impuls-Kaskaden wurden auf einem Bruker AM-400-Spektrometer durchgeführt, das mit einer Einrichtung zur selektiven Anregung von Oxford Research Systems (Serie Nr. H1657/0013) bestückt war. Die Impulsformen wurden von einem Pascal-Programm generiert, das auf dem Aspect-3000-Computer läuft, das eine Datei erzeugt, die von dem Bruker SHAPE-PACKAGE benutzt werden kann, um die Daten für den Wellenform-Speicher zu kreieren. Die Generierung der einhüllenden Funktionen im Falle der Inversion bzw. Anregung reduziert sich dabei auf das schlichte Eingeben der neun bzw. zwölf relevanten Parameter, die jeweils am Ende von Tab. 1 bzw. 2 angegeben sind.

Die in den Fig. 1 bis 3 eingesetzten Kästchen sowie die beiden linken Kästchen in Fig. 4 zeigen die Einhüllende der jeweils verwendeten Gauß-Impuls-Kaskade.

Fig. 5a zeigt das experimentelle Verhalten der G³-Kaskade. Die Ergebnisse wurden durch Anlegen der Sequenz

Φ - 90° - acquisition (10)

erhalten, wobei der 90°-Impuls ein gewöhnlicher harter nichtselektiver Impuls ist. Die Position der Proton-Resonanz von Benzen (dotiert mit Cr(acac)&sub3;) wurde durch schrittweises Inkrementieren der Senderfrequenz verändert. Die Phase der G³-Kaskade wurde durch Φ=0°, 90°, 180° und 270° gedreht, während die Empfängerphase konstant gehalten wurde, um sicherzustellen, daß nur die Z-Komponente der durch die G³-Kaskade erzeugten Magnetisierung gemessen wurde. Die Übereinstimmung mit der Theorie ist exzellent. Im oberen Bild ist das tatsächliche experimentelle Ergebnis gezeigt, während das untere Bild von Fig. 5a die Simulation dieses Experimentes zeigt. Die unvollständige Inversion im Zentrum ist ein Ausdruck der HF-Inhomogenität in der Probe, die durch eine Lorentzverteilung der Flippwinkel mit einer Halbwertsbreite von ω&sub1;=0,12 · ω&sub1;nominal repräsentiert wird. Die HF-Inhomogenität hat lediglich einen geringen Effekt auf die resultierenden Profile, welcher von der Theorie ebenfalls vorhergesagt wird.

Fig. 5b zeigt einen ähnlichen Satz von Ergebnissen für die G&sup4;- Anregungs-Kaskade. Diese wurden durch den Einsatz einer einfachen G&sup4;-acquisition-Sequenz und schrittweises Inkrementieren der Frequenz des Senders wie oben beschrieben erhalten. Wiederum ist die Übereinstimmung von Theorie und Experiment nahezu exakt. Es wurde keine frequenz-abhängige Phasenkorrektur an diesen Spektren vorgenommen. Man beachte, daß die Impulsantwort eine konstante Phase bis hin zur Grenze der Anregungsbandbreite besitzt.

Zum Vergleich zeigt Fig. 6 das simulierte Verhalten (a) eines einzelnen 90°-Gauß-Impulses (b) eines 270°-Gauß-Impulses und (c) der G&sup4;-Anregungs-Kaskade. Man sieht, daß die Kaskade eine beträchtliche Verbesserung sowohl für das Profil selbst als auch für die Phaseneigenschaften der Impuls-Antwort darstellt.

Das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere die Anwendung der G³-Inversions-Kaskade und der G&sup4;-Anregungs-Kaskade kann auch als Teil von bilderzeugenden Verfahren in der NMR-Tomographie verwendet werden. Da die erfindungsgemäßen Impulssequenzen experimentell leicht generiert werden können, ist auch ihre Verwendung in der mehrdimensionalen NMR-Spektroskopie, insbesondere in der volumenselektiven NMR-Spektroskopie vorteilhaft. Die erfindungsgemäße Sequenz von n HF-Impulsen kann speziell auch Teil einer Impulsfolge zur korrelierten NMR-Spektroskopie (COSY) oder einer NOESY-Impulsfolge sein.

Tabelle 1


Tabelle 2


Anspruch[de]
  1. 1.Verfahren zum Erzeugen eines Spektrums von Kernspinresonanz-Signalen durch Einstrahlen einer Sequenz von n HF- Impulsen auf eine Probe, die sich in einem homogenen statischen Magnetfeld befindet, wobei die Einhüllende der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum näherungsweise eine Rechteckfunktion ist, dadurch gekennzeichnet,

    daß 2 ≤ n ≤ 10 gilt

    und daß die HF-Impulse der Sequenz amplituden-modulierte, einer Amplitudenverteilung der analytischen Form



    folgende Gauß-Impulse sind, wobei tp die zeitliche Dauer der Sequenz, ωkmax die relative Amplitude des k-ten Impulses der Sequenz an der Position tkmax seines Extremums, ak die Breite des k-ten Impulses und die Funktion Π(0, tp) eine Kastenfunktion mit dem Wert 1 zwischen t=0 und t=tp und dem Wert 0 überall sonst bedeuten und wobei vorab die analytische Funktion ω&sub1;(t) durch Variation der Parameter ωkmax, tkmax, ak in einer geeigneten Optimierungsprozedur unter dem Kriterium einer Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion ermittelt worden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion durch Anwendung eines numerischen Fitprogramms auf einer automatischen Datenverarbeitungsanlage erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion durch Optimieren eines vorgegebenen Fehlerfunktionals erfolgt, welches die Abweichung der Einhüllenden von einer Rechteckfunktion beschreibt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abbruch der Optimierung erfolgt, wenn der Absolutwert des Fehlerfunktionals einen vorgegebenen Grenzwert unterschreitet.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß n=3 gilt und daß das Verfahren zur selektiven Inversion von kernmagnetischen Momenten verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Parameter ωkmax, tkmax/tp und Δtk1/2/tp jeweils einen entsprechenden Wert aus dem Intervall

    1,2 < ω&sub2;max/ω&sub1;max < 1,5; 0,3 < ω&sub3;max/ω&sub1;max < 0,7

    15 < Δt&sub1;1/2/tp < 25; 15 < Δt&sub2;1/2/tp < 25; 20 < Δt&sub3;1/2/tp < 30;

    20 < t&sub1;max/tp < 40; 40 < t&sub2;max/tp < 60; 70 < t&sub3;max/tp < 90

    annehmen, wobei Δtk1/2 die halbe Impulsbreite des k-ten Impulses bei der halben Impulsamplitude ωkmax/2 bedeutet und ak=ln2/(Δtk1/2)².
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Parameter ωkmax, tkmax und Δtk1/2/tp jeweils den Wert

    ω&sub1;max = -1,00; ω&sub2;max = 1,37; ω&sub3;max = 0,49;

    Δt&sub1;1/2/tp = 18,9; Δt&sub2;1/2/tp = 18,3; Δt&sub3;1/2/tp = 24,3;

    t&sub1;max/tp = 28,7; t&sub2;max/tp = 50,8; t&sub3;max/tp = 79,5

    annehmen.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß n=4 gilt und daß das Verfahren zur phasenrichtigen Anregung von transversaler Magnetisierung verwendet wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Parameter ωkmax, tkmax/tp und Δtk1/2/tp jeweils einen entsprechenden Wert aus dem Intervall

    0,95 < ω&sub2;max/ω&sub1;max < 1,35; -1,7 < ω&sub3;max/ω&sub1;max < -1,3; -0,7 < ω&sub4;max/ω&sub1;max < -0,4;

    15 < Δt&sub1;1/2/tp < 20; 10 < Δt&sub2;1/2/tp < 15; 10 < Δt&sub3;1/2/tp < 15; 10 < Δt&sub4;1/2/tp < 20;

    5 < t&sub1;max/tp < 25; 40 < t&sub2;max/tp < 60; 55 < t&sub3;max/tp < 75; 75 < t&sub4;max/tp < 95

    annehmen, wobei Δt&sub1;1/2 die halbe Impulsbreite des k-ten Impulses bei der halben Impulsamplitude ωkmax/2 bedeutet und ak=ln2/(Δtk1/2)².
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Parameter ωkmax, tkmax und Δtk1/2/tp jeweils den Wert

    ω&sub1;max = 0,62; ω&sub2;max = 0,72; ω&sub3;max = -0,91; ω&sub4;max = -0,33;

    Δt&sub1;1/2/tp = 17,2; Δt&sub2;1/2/tp = 12,9; Δt&sub3;1/2/tp = 11,9; Δt&sub4;1/2/tp = 13,9;

    t&sub1;max/tp = 17,7; t&sub2;max/tp = 49,2; t&sub3;max/tp = 65,3; t&sub4;max/tp = 89,2

    annehmen.
  11. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren zur Erzeugung von Schnittbildern in der NMR-Tomographie verwendet wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren zur mehrdimensionalen NMR-Spektroskopie verwendet wird.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren zur volumenselektiven NMR-Spektroskopie verwendet wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sequenz von n HF-Impulsen Teil einer NOESY-Impulsfolge ist.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sequenz von n HF-Impulsen Teil einer COSY-Impulsfolge ist.
  16. 16. Kernspinresonanz-Spektrometer mit einem HF-Impulsgenerator und einer Einrichtung zur Ansteuerung des HF-Impulsgenerators, die einen Speicher zur Speicherung von Datensätzen zur Erzeugung von HF-Impulssequenzen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher einen Datensatz zur Erzeugung einer Sequenz von amplituden-modulierten HF-Impulsen enthält, die einer Amplitudenverteilung der analytischen Form



    folgende Gauß-Impulse sind, wobei tp die zeitliche Dauer der Sequenz, ωkmax die relative Amplitude des k-ten Impulses der Sequenz an der Position tkmax seines Extremums, ak die Breite des k-ten Impulses und die Funktion Π(0, tp) eine Kastenfunktion mit dem Wert 1 zwischen t=0 und t=tp und dem Wert 0 überall sonst bedeuten, wobei vorab die analytische Funktion ω&sub1;(t) durch Variation der Parameter ωkmax, tkmax, ak in einer geeigneten Optimierungsprozedur unter dem Kriterium einer Minimierung der Abweichung der Einhüllenden der Kernspinresonanz-Signalantwort im Frequenzraum von einer Rechteckfunktion ermittelt worden ist und wobei 2 ≤n ≤10 gilt.






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