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Dokumentenidentifikation DE4112804A1 22.10.1992
Titel Fügeautomat zur Herstellung von Gelenkketten, insbesondere von Rollenketten
Anmelder Schulze, Achim, Dipl.-Ing., O-6204 Barchfeld, DE
Erfinder Schulze, Achim, O-6204 Barchfeld, DE
Vertreter Schowanek, H., Pat.-Anw., O-6201 Waldfisch
DE-Anmeldedatum 19.04.1991
DE-Aktenzeichen 4112804
Offenlegungstag 22.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.10.1992
IPC-Hauptklasse B21L 9/06
IPC-Nebenklasse F16G 13/06   
Zusammenfassung Zur Verbesserung der Qualität der auf Fügeautomaten montierten Gelenkketten und zur Vereinfachung des Aufbaues der Funktionsgruppen bei leichter Zugänglichkeit der Verschleißteile sowie auch zur Senkung des Lärmpegels während des Betriebes intermittierend angetriebener Montageräder und durch eine Steuerkurve verschiebbarer Druckstempel ist an einem im Gehäuse des Fügeautomaten zwischen einer feststehenden Steuerkurve (36) und einem ebenfalls feststehenden Widerlagerbock (5) mit Widerlagerrolle (32) auf einer intermittierend angetriebenen Antriebswelle (10) befestigten Montagerad (9a; 9b) auf der Seite der Steuerkurve (36) neben jeder Montagekammer (43) ein von der Steuerkurve (36) in Preßrichtung bewegbarer und an dieser mit der Kraft einer Rückstellfeder (26) anliegender Druckstempel (25) angeordnet, der aus einem Stempelkörper (27), einem entsprechend der oberen Hälfte einer Kettenlasche (41a bzw. 45a) einschließlich deren Bohrungen sowie eines durchgehenden Quersteges profilierten Druckstück (28), einem in einer Ausnehmung eines Führungsringes (24) geführten Führungsstück (29) und einer auf einem Rollenbolzen (31) gelagerten Rolle (30) besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fügeautomaten zur Herstellung von Gelenkketten, insbesondere von Rollenketten, durch Zusammenfügen und Verbinden von Kettenelementen aus Kettenlaschen, Buchsen, Rollen und Kettenbolzen mit einen Preß- oder Haftsitz zu Kettengliedern, bestehend aus einem intermittierend angetriebenen Aufnahme- beziehungsweise Montagerad mit umfangsseitig im gleichen Abstand angeordneten Montagekammern zur Aufnahme der Kettenelemente und aus parallel zur Drehachse des Montagerades durch eine Steuerkurve verschiebbaren Druckstempeln für das Verbinden der Kettenelemente.

Nach der US-PS 18 99 976 ist eine Vorrichtung zum Montieren von Rollenketten bekannt, deren zentrale Montageeinheit ein intermittierend angetriebenes Aufnahmerad ist, das umfangsseitig im gleichen Abstand angeordnete Montagekammern zur Aufnahme von Kettenelementen aufweist, die von parallel zur Drehachse des Aufnahmerades auf beiden Seiten in Trommeln verschiebbar geführte Zapfen ausgerichtet und in der Stillstandsphase der Drehbewegung zu Kettengliedern zusammengedrückt werden. Der Aufbau und die Wirkungsweise dieser Vorrichtung haben den Nachteil, daß die als Verbindungsteile zwischen den Kettenlaschen dienenden Bolzen oder Buchsen über ihre ganze Länge durch die Bohrungen der auf der Seite des Druckstempels liegenden Kettenlaschen gedrückt werden, was die Qualität der Preß- oder Haftsitze erheblich verringert. Hinzu kommt noch der lange Preßweg, der einen verhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand erfordert. Ungünstig auf den Geräuschpegel dieser intermittierend arbeitenden Vorrichtung wirkt sich auch der gleichzeitig mit dem Aufnahmerad erfolgende Antrieb der beiden Trommeln zur Führung der Richt- und Preßzapfen aus, weil dabei größere Beschleunigungskräfte auftreten.

Bei der der DE-AS 23 07 034 beschriebenen Vorrichtung werden im Prinzip die gleichen Bauteile wie bei der vorstehend beschriebenen verwendet. Abweichend davon führen aber hier das Aufnahmerad und die beiden Trommeln mit den Aufnahme- und Druckzapfen eine kontinuierliche Drehbewegung aus. Dadurch soll der Montagevorgang beschleunigt und die Arbeitsgeräusche verringert werden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Qualität der mit einer solchen Vorrichtung hergestellten Ketten geringer ist als die von Ketten, die auf Vorrichtungen mit intermittierender Drehbewegung des Aufnahmerades hergestellt worden sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fügeautomaten zur Herstellung von Gelenkketten zu entwickeln, der die Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermeidet, einen einfacheren Aufbau aufweist und mit einer gleichbleibend hohen Qualität arbeitet.

Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Vorrichtung mit einem intermittierend angetriebenen Aufnahme- beziehungsweise Montagerad mit umfangsseitig im gleichen Abstand angeordneten Montagekammern zur Aufnahme der Kettenelemente und parallel zur Drehachse des Montagerades durch eine Steuerkurve verschiebbaren Druckstempeln für das Zusammenfügen der Kettenelemente, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an einem im Gehäuse des Fügeautomaten zwischen einer feststehenden Steuerkurve und einem ebenfalls feststehenden Widerlagerbock mit Widerlagerrolle auf einer intermittierend angetriebenen Antriebswelle befestigten Montagerad auf der Seite der Steuerkurve neben jeder Montagekammer ein von der Steuerkurve in Preßrichtung bewegbarer und an dieser mit der Kraft einer Rückstellfeder anliegender Druckstempel angeordnet ist, der aus einem Stempelkörper, einem entsprechend der oberen Hälfte einer Kettenlasche einschließlich deren Bohrungen sowie eines durchgehenden Quersteges profilierten Druckstück, einem in einer Ausnehmung eines Führungsringes geführten Führungsstück und einer auf einem Rollenbolzen gelagerten Rolle besteht.

Aus fertigungstechnischen Gründen und auch wegen einer höheren Funktionsgenauigkeit ist es zweckmäßig, daß das Montagerad aus einem kreisscheibenförmigen Grundkörper mit einer zentrisch eingesetzten Nabe, einem an der einen Stirnseite umfangsseitig aufgesetzten Widerlagring, einem daran anschließenden Montagering mit den Montagekammern, einem Führungsring mit axialen Führungsnuten für die Druckstempel sowie aus einem dessen Ausgangsstellung begrenzenden Anschlagring zusammengesetzt ist.

Eine Vereinfachung der Herstellung der Montagekammern im Montagering ist dadurch möglich, daß der Montagering entsprechend den stufenförmigen Absätzen im radialen Profil einer Montagekammer aus Ringscheiben zusammengesetzt ist.

Um eine spielfreie Abstützung des Montagerades gegenüber den axial von den Druckstempeln ausgehenden Fügekräften zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, daß das den Widerlagerring des Montagerades abstützende Widerlager durch einen an einer Widerlageplatte und einer Abdeckplatte mit dem Gehäuse fest verbundenen Widerlagerbock gebildet ist, der in einer Ausnehmung ein mittels Stellschrauben einstellbares sowie feststellbares Ausgleichssegment mit einer auf einem Lagerbolzen gelagerten Widerlagerrolle trägt.

Eine wirkungsvolle Einstellung oder Nachstellung der Fügegenauigkeit kann dadurch erzielt werden, daß die Steuerkurve durch Stellschrauben in Verbindung mit Stellprismen einstellbar und durch Klemmschrauben feststellbar an einem Kurvenlagerbock angebracht ist, der über eine Kurvenlagerplatte mit dem Gehäuse des Fügeautomaten fest in Verbindung steht.

Bei der gleichzeitigen Herstellung von mehreren Rollenketten ist es zweckmäßig, daß in einem Fügeautomaten die Steuerkurven mit ihrem Kurvenlagerbock paarweise spiegelbildlich nebeneinanderliegend angeordnet sind und jede der beiden Steuerkurven mit den Druckstempeln eines anderen Montagerades in Wirkverbindung steht.

Aus baulichen Gründen ist es vorteilhaft, daß die Kurvenlagerplatte mit dem Kurvenlagerbock die eine Lagerung und die Widerlagerplatte mit dem Widerlagerbock die andere Lagerung für eine Antriebswelle bilden und daß das Gehäuse des Fügeautomaten aus einer Grundplatte, Seitenplatten, einer dreigeteilten Abdeckplatte und Verstrebungen zusammengesetzt ist.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die zwischen den Kettenlaschen als Verbindungsteile dienenden Bolzen oder Buchsen jeweils nur an ihren beiden Enden in die Bohrungen der Kettenlaschen gedrückt werden, wodurch sich gegenüber den bekannten Vorrichtungen, bei denen das Verbindungsteil über seine ganze Länge durch die Bohrung einer Kettenlasche gedrückt wird, eine erhebliche Verbesserung des Preß- oder Haftsitzes ergibt. Außerdem wird durch den wesentlich kürzeren Preßweg und dessen Aufteilung auf zwei Arbeitsstufen die stoßweise Belastung der Funktionsteile und des gesamten Fügeautomaten niedriger, so daß der Geräuschpegel deutlich absinkt. Damit ist die wesentlichste Voraussetzung für den getakteten Betrieb geschaffen worden. Ebenfalls geräuschmindernd wirkt sich auch die Anordnung der Preßstempel unmittelbar an den Montagerädern aus, wodurch die früher notwendigen Führungstrommeln für die Richt- und Preßzapfen nicht mehr erforderlich sind und die umlaufenden Massen sowie damit auch die beim Taktbetrieb auftretenden Beschleunigungskräfte geringer werden.

Insgesamt gesehen ist bei dem erfindungsgemäßen Fügeautomaten der Kraftfluß von der Antriebseinheit zum Druckstempel gegenüber den bekannten Automaten einfacher und dadurch wirkungsvoller. Deshalb konnte die Anzahl der Verschleißteile verringert werden. Das Auswechseln der Verschleißteile, insbesondere des Montageringes ist jetzt leichter möglich, weil die Lagerungen der Antriebswellen geteilt sind.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1: Eine Vorderansicht eines Fügeautomaten nach der Erfindung zur Herstellung von Rollenketten;

Fig. 2: Eine Seitenansicht des Fügeautomaten gemäß Fig. 1 im Schnitt A-A;

Fig. 3: Die vergrößert dargestellte Seitenansicht entsprechend der Einzelheit "X" in Fig. 1, jedoch im Schnitt;

Fig. 4: Die weiter vergrößert dargestellte Seitenansicht entsprechend der Einzelheit "Y" in Fig. 3 ebenfalls im Schnitt;

Fig. 5: Die weiter vergrößert dargestellte Seitenansicht entsprechend der Einzelheit "Z" in Fig. 3 ebenfalls im Schnitt;

Fig. 6: Eine vergrößert dargestellte Seitenansicht des Montagerades aus Fig. 1;

Fig. 7: Die Draufsicht auf das Montagerad gemäß Fig. 6 im Schnitt B-B;

Fig. 8: Die vergrößerte Draufsicht auf einen Druckstempel entsprechend der Fig. 7;

Fig. 9: Eine Seitenansicht zu Fig. 8;

Fig. 10: Eine andere Seitenansicht zu Fig. 8 in Richtung "X";

Fig. 11: Eine Seitenansicht auf das Schachtmagazin für die Innenlasche im Schnitt;

Fig. 12: Eine Seitenansicht zu Fig. 11 bei der Abnahme einer Innenlasche;

Fig. 13: Eine Seitenansicht zu Fig. 11, jedoch nach der Abnahme der Innenlasche;

Fig. 14: Eine Seitenansicht auf das Schachtmagazin für die Kettenrolle im Schnitt;

Fig. 15: Eine Seitenansicht zu Fig. 14 bei der Abnahme einer Kettenrolle;

Fig. 16: Eine Seitenansicht zu Fig. 14, jedoch nach der Abnahme der Kettenrolle;

Fig. 17: Eine Seitenansicht auf das Schachtmagazin für die Kettenhülse im Schnitt;

Fig. 18: Eine Seitenansicht zu Fig. 17 bei der Abnahme einer Kettenhülse;

Fig. 19: Eine Seitenansicht zu Fig. 17, jedoch nach der Abnahme der Kettenhülse;

Fig. 20: Eine schematische Darstellung der Funktionsweise des Montagerades gemäß Fig. 6 mit den Druckstempeln gemäß Fig. 8 in Verbindung mit der Steuerkurve gemäß Fig. 5;

Fig. 21: Eine Seitenansicht auf die Übergabeschacht der Kettenblöcke bzw. Ketteninnenglieder an das Montagerad für die Montage der Außenglieder im Schnitt;

Fig. 22: Eine schematische Darstellung der Funktionsweise des Montagerades gemäß Fig. 2 mit den Druckstempeln entsprechend Fig. 8 in Verbindung mit einer Steuerkurve entsprechend Fig. 5.

Wie aus der in Fig. 1 dargestellten Vorderansicht des erfindungsgemäßen Fügeautomaten für Rollenketten hervorgeht, ist dessen Grundkörper in Plattenbauweise ausgeführt. An der Grundplatte 1 sind zwei senkrecht stehende Seitenplatten 2, zwei Widerlagerplatten 3 und in der Mitte des Grundkörpers zwei aneinander anliegende Kurvenlagerplatten 4 befestigt. Auf die Widerlagerplatte 3 ist ein Widerlagerbock 5 aufgesetzt und auf die Kurvenlagerplatte 4 ein Kurvenlagerbock 6. Die Widerlagerplatten 3 und die Kurvenlagerplatten 4 sind zur Stabilisierung durch Verstrebungen 7 mit den Seitenplatten 2 verbunden. Der Gehäusekasten wird durch eine dreigeteilte Abdeckplatte 8 nach oben verschlossen.

Im Gehäusekasten sind insgesamt vier Montageräder 9a; 9b paarweise übereinander und jeweils paarweise spiegelbildlich nebeneinander auf je einer Antriebswelle 10 angeordnet. Die beiden oberen Montageräder 9a dienen zur Montage der Ketteninnenglieder beziehungsweise der Kettenblöcke 44 und die unteren Montageräder 9b zur Montage der Kettenaußenglieder, so daß gleichzeitig zwei Rollenketten hergestellt werden. Jede der zweifach im Gehäuse gelagerten Antriebswellen 10 ist über eine Kupplung 11 mit einer zugehörigen an eine Seitenplatte angeflanschten Antriebseinheit 12 verbunden, die aus einem getakteten und gesteuerten Gleichstrommotor mit Untersetzungsgetriebe besteht und das für die Fügekräfte erforderliche Antriebsmoment erzeugt.

Die in ihrer Lage ausgerichteten Einzelteile 41 werden von Zuführeinrichtungen 13, hier Vibrationsförderer, den Schachtmagazinen 14 zugeführt, aus denen sie von den Montagerädern 9 einzeln übernommen werden. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist werden die in den Montagerädern 9a zusammengefügten Innenkettenglieder bzw. Kettenblöcke 44 durch Übergabeschächte 42 den Montagerädern 9b zugeführt.

Der Gehäusekasten ist noch durch eine Ölwanne 15, Füße 16 und ein Verkleidungsblech 17 vervollständigt.

Aus der in Fig. 3 vergrößert dargestellten Seitenansicht entsprechend der Einzelheit "X" in Fig. 1 ist die spiegelbildliche Anordnung der beiden oberen Montageräder 9a zu den anderen Funktionsteilen deutlicher zu erkennen. Hier sind auch die Lagerungen 19 der Antriebswellen 10 und die Nabe 18 der Montageräder 9a zu sehen.

In der in Fig. 4 weiter vergrößert dargestellten Seitenansicht entsprechend der Einzelheit "Y" aus Fig. 3 ist das stirnseitige Widerlager für das linke Montagerad 9a gezeichnet, das die axialen Füge- und Preßkräfte abstützt, die während des Montagevorganges auftreten. Der an der Widerlagerplatte 3 befestigte Widerlagerbock 5 trägt in einer Ausnehmung ein mittels Stellschrauben 34 einstellbares sowie feststellbares Ausgleichssegment 35, an dem eine auf einem Lagerbolzen 33 gelagerte Widerlagerrolle 32 angeordnet ist.

In der in Fig. 5 ebenfalls weiter vergrößert dargestellten Seitenansicht entsprechend der Einzelheit "Z" aus Fig. 3 sind die beiden mit ihren Rückseiten aneinanderliegenden Kurvenlager dargestellt. Sie sind beide gleich nur eben spiegelbildlich ausgeführt. Ein Kurvenlager besteht aus einem an der Kurvenlagerplatte 4 befestigten Kurvenlagerbock 6, an dem in einer entsprechenden stirnseitigen Ausnehmung eine als Plankurve ausgebildete Steuerkurve 36 durch Stellprismen 37 und eine Stellschraube 38 einstellbar sowie durch eine Klemmschraube 39 feststellbar befestigt ist. An der Steuerkurve 36 liegen die am Montagerad 9 geführten Druckstempel 25 an und werden bei Drehung des Montagerades 9 von der stillstehenden Steuerkurve 36 zur Ausführung des Füge- und Preßvorganges axial bewegt.

Die in den Fig. 6 und 7 vergrößert gezeichnete Seitenansicht und Draufsicht auf ein Montagerad 9 lassen erkennen, daß ein Montagerad 9 aus einem Grundkörper 20, einer Nabe 18, einem Widerlagerring 22, einem Montagering 23 und einem Führungsring 24 zusammengesetzt ist. Der Montagering 23 ist entsprechend den stufenförmigen Absätzen im radialen Profil der Montagekammern 40; 46 aus Ringscheiben 23a, b, c und d zusammengesetzt. Der Führungsring 24 hat umfangsseitig im Abstand entsprechend der Kettenteilung gegenüber den Montagekammern 40; 46 Ausnehmungen, in denen die Druckstempel 25 geführt werden. Durch die Federkraft der Rückstellfeder 26 wird der Druckstempel 25 immer zur Anlage an die Steuerkurve 36 geführt, wobei diese Bewegungsrichtung durch den Anschlagring 21 begrenzt wird. Der Widerlagerring 22 nimmt die auf den Montagering 23 über die in den Montagekammern 40 liegenden Kettenelemente von den Druckstapeln 25 einwirkenden Kräfte auf und wird von der Widerlagerrolle 32 des bereits beschriebenen Widerlagers abgestützt.

Der Druckstempel 25 ist im einzelnen in den Fig. 8 bis 10 dargestellt. Auf der einen Seite hat der Stempelkörper 27 ein Druckstück 28, dessen Querschnitt der oberen Hälfte einschließlich den Bohrungen und dem Mittelteil einer Kettenlasche 44 entspricht. Auf der anderen Seite ist der Stempelkörper 27 gabelförmig ausgebildet und nimmt dort eine auf einem Rollenbolzen 31 drehbar gelagerte Hubrolle 30 auf, die an der Steuerkurve 36 abrollt und dadurch einen Axialhub auf den Druckstempel 25 überträgt.

Aus den Fig. 11 bis 13 ist die Zuführung der ersten Innenlasche 41a zur Montagekammer 40 ersichtlich. Diese erfolgt in einem Schachtmagazin 14a, das durch einen Sensor für Anwesenheitskontrolle 43 überwacht wird. Die unterste erste Innenlasche 41a wird in die im Montagekammer 40 befindliche Teileaufnahme 40a des Montagerades 9 befördert und mitgenommen. Die Montagekammer 40 hat neben der Teileaufnahme 40a für die erste Innenlasche 41a weitere Teileaufnahmen 40b für die Rolle 41b, 40c für die zweite Innenlasche 41c und 40d für die Hülse 41d. Die Schachtmagazine 14b und 14c für Rolle 41b, für die zweite Innenlasche 41c und Hülse 41d haben die gleiche Form und Funktion. An jedem Schachtmagazin 42 ist ein Sensor für Anwesenheitskontrolle 43 angebracht. Das ist aus den weiteren Zeichnungen der Fig. 14 bis 19 zu entnehmen.

In der Fig. 20 sind die einzelnen Arbeitstakte des Montagerades 9a für die Montage eines inneren Kettengliedes 41 schematisch wiedergegeben, was in der folgenden Funktionsbeschreibung noch erläutert wird.

In der Fig. 20 ist die Übergabe der fertigen inneren Kettenglieder 41, auch Kettenblöcke 44 genannt, über Übergabeschienen 42 an die unteren Montageräder 9b dargestellt. Die Funktionsweise des unteren Montagerades 9b in Verbindung mit einer entsprechenden Steuerkurve 36 bei der Fertigmontage einer Rollenkette geht aus der Fig 22 hervor. Hier sind die Einzelteile eines äußeren Kettengliedes 45 die ersten Außenlaschen 45a, die Kettenbolzen 45 b und die zweiten Außenlaschen 45c eingezeichnet.

Im folgenden wird die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Fügeautomaten beschrieben. Durch die Antriebseinheit 12 wird über die Antriebswellen 10 eine definiert getaktete intermittierende Drehbewegung mit genügend großem Drehmoment auf die Montageräder 9 übertragen. Dabei rollt die Hubrolle 30 jedes umfangsseitig am Montagerad 9 axial verschiebbar geführten Druckstempels 26 an der feststehenden Steuerkurve 36 ab, wodurch die intermittierende Drehbewegung in eine Hubbewegung und das Drehmoment in eine axiale, über den Druckstempel 25 wirkende Kraft umgewandelt wird, welche die notwendige Fügearbeit leistet. Diese realisiert die Verbindung der Einzelteile eines Kettengliedes 41 miteinander. Bezogen auf die oberen Montageräder 9a werden die Einzelteile eines inneren Kettengliedes 41a bis 41d den Montagekammern und Teileaufnahmen 40 zugeführt und dort positioniert. Die Zuführung der Einzelteile 41 erfolgt über Zuführeinrichtungen 13 und Schachtmagazine 14. Die Einzelteile 41 werden durch das Zusammenwirken der Schachtmagazine 14 mit den Montagekammern 40 bei der Drehbewegung des Montagerades 9 vereinzelt. Die Taktpause bezweckt ein Beruhigen der Einzelteile 41 in der Montagekammer 40 und bei dem darauf folgenden Fügevorgang deren Einsetzen mit Füge- beziehungsweise Preßsitz unter der Beauflagung mit der von der Steuerkurve 36 über den Druckstempel 25auf das betreffende Einzelteil 41a bis 41d übertragenen Preßkraft. Die aus den Einzelteilen eines inneren Kettengliedes 41 zusammengefügten Kettenblöcke 44 fallen in einer bestimmten unteren Stellung des Montagerades 9a von selbst aus den Montagekammern 40 heraus und werden von einer Übergabeschiene 42 aufgenommen die diese jeweils einem zugehörigen Montagerad 9b für die Fertigmontage einer Rollenkette zuführt. Außerdem erhält das Montagerad 9b von einem Schachtmagazin 14d die Einzelteile eines äußeren Kettengliedes 45. Zuerst die erste Außenlasche 45a, dann die Kettenbolzen 45b, die von dem Druckstempel 25a durch die Hülse 41d des Kettenblockes 44 geführt und in die Bohrungen der Außenlasche 45a eingepreßt werden. Abschließend wird die zweite Außenlasche 45c mit ihren Bohrungen auf die Kettenbolzen 45b aufgepreßt. Die Montagekammern 46 des Montagerades 9b sind entsprechend der Lage der Einzelteile eines äußeren Kettengliedes 45 angepaßt und haben voneinander den genauen Abstand der Kettenteilung der herzustellenden Rollenkette.

Aufstellung der Bezugszeichen

1 Grundplatte

2 Seitenplatte

3 Widerlageplatte

4 Kurvenlagerplatte

5 Widerlagerbock

6 Kurvenlagerbock

7 Verstrebung

8 dreigeteilte Abdeckplatte

9a oberes Montagerad

9b unteres Montagerad

10 Antriebswelle

11 Kupplung

12 Antriebseinheit

13 Zuführeinrichtung

14 Schachtmagazin

15 Ölwanne

16 Fuß

17 Verkleidungsblech

18 Nabe

19 Lagerung

20 Grundkörper

21 Anschlagring

22 Anschlagring

23 Montagering

24 Führungsring

25 Druckstempel

26 Rückstellfeder

27 Stempelkörper

28 Druckstück

29 Führungsstück

30 Rolle

31 Rollenbolzen

32 Rolle

34 Stellschraube

35 Arretierschraube

36 Steuerkurve

37 Stellprisma

38 Stellschraube

39 Klemmschraube

40 Montagenest

40a Montagenest für erste Innenlasche 41a

40b Montagenest für Rolle

40c Montagenest für zweite Innenlasche

40d Montagenest für Hülse

41 Einzelteile eines inneren Kettengliedes

41a erste Innenlasche

41b Rolle

41c zweite Innenlasche

41d Hülse

42 Schachtmagazin

42a Schachtmagazin für Innenlasche

42b Schachtmagazin für Rolle

42c Schachtmagazin für Hülse

43 Montagenest und Teileaufnahme

43a Montagenest und Teileaufnahme für erste Innenlasche

43b Montagenest und Teileaufnahme für Rolle

43c Montagenest und Teileaufnahme für Hülse

43d Montagenest und Teileaufnahme für zweite Innenlasche

44 Innenlasche

45 Rolle

46 Hülse

47 Sensor für Anwesenheitskontrolle

47a Sensor für Anwesenheitskontrolle für eine Innenlasche

47b Sensor für Anwesenheitskontrolle für Rolle

47c Sensor für Anwesenheitskontrolle für Hülse


Anspruch[de]
  1. 1. Fügeautomat zur Herstellung von Gelenkketten, insbesondere von Rollenketten, durch Zusammenfügen und Verbinden von Kettenelementen aus Kettenlaschen, Buchsen, Rollen und Kettenbolzen mit einen Preß- oder Haftsitz zu Kettengliedern, bestehend aus einem intermittierend angetriebenen Aufnahme- beziehungsweise Montagerad mit umfangsseitig im gleichen Abstand angeordneten Montagekammern zur Aufnahme der Kettenelemente und aus parallel zur Drehachse des Montagerades durch eine Steuerkurve verschiebbaren Druckstempeln für das Verbinden der Kettenelemente, dadurch gekennzeichnet, daß an einem im Gehäuse des Fügeautomaten zwischen einer feststehenden Steuerkurve (36) und einem ebenfalls feststehenden Widerlagerbock (5) mit Widerlagerrolle (32) auf einer intermittierend angetriebenen Antriebswelle (10) befestigten Montagerad (9a; 9b) auf der Seite der Steuerkurve (36) neben jeder Montagekammer (43) ein von der Steuerkurve (36) in Preßrichtung bewegbarer und an dieser mit der Kraft einer Rückstellfeder (26) anliegender Druckstempel (25) angeordnet ist, der aus einem Stempelkörper (27), einem entsprechend der oberen Hälfte einer Kettenlasche (41a bzw. 45a) einschließlich deren Bohrungen sowie eines durchgehenden Quersteges profilierten Druckstück (28), einem in einer Ausnehmung eines Führungsringes (24) geführten Führungsstück (29) und einer auf einem Rollenbolzen (31) gelagerten Rolle (30) besteht.
  2. 2. Fügeautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Montagerad (9a; 9b) aus einem kreisscheibenförmigen Grundkörper (20) mit einer zentrisch eingesetzten Nabe (18), einem an der einen Stirnseite umfangsseitig aufgesetzten Widerlagring (22), einem daran anschließenden Montagering (23) mit den Montagekammern (40 bzw. 46), einem Führungsring (24) mit axialen Führungsnuten für die Druckstempel (25) sowie aus einem dessen Ausgangsstellung begrenzenden Anschlagring (21) zusammengesetzt ist.
  3. 3. Fügeautomat nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagering (23) entsprechend den stufenförmigen Absätzen im radialen Profil einer Montagekammer (40; 46) aus Ringscheiben (23a, b, c und d) zusammengesetzt ist.
  4. 4. Fügeautomat nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das den Widerlagerring (22) des Montagerades (9 bzw. 9b) abstützende Widerlager durch einen an einer Widerlageplatte (3) und einer Abdeckplatte (8) mit dem Gehäuse fest verbundenen Widerlagerbock (5) gebildet ist, der in einer Ausnehmung ein mittels Stellschrauben (34) einstellbares sowie feststellbares Ausgleichssegment (35) mit einer auf einem Lagerbolzen (33) gelagerte Widerlagerrolle (32) trägt.
  5. 5. Fügeautomat nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (36) durch Stellschrauben (38) in Verbindung mit Stellprismen (37) einstellbar und durch Klemmschrauben (39) feststellbar an einem Kurvenlagerbock (6) angebracht ist, der über eine Kurvenlagerplatte (4) mit dem Gehäuse des Fügeautomaten fest in Verbindung steht.
  6. 6. Fügeautomat nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Fügeautomaten die Steuerkurven (36) mit ihrem Kurvenlagerbock (6) paarweise spiegelbildlich nebeneinanderliegend angeordnet sind und jede der beiden Steuerkurven (36) mit den Druckstempeln (25) eines anderen Montagerades (9a; 9b) in Wirkverbindung steht.
  7. 7. Fügeautomat nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenlagerplatte (4) mit dem Kurvenlagerbock (6) die eine Lagerung (19) und die Widerlageplatte (3) mit dem Widerlagerbock (6) die andere Lagerung (19) für eine Antriebswelle (10) bilden.
  8. 8. Fügeautomat nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse des Fügeautomaten aus einer Grundplatte (1), Seitenplatten (2), einer dreigeteilten Abdeckplatte (8) und Verstrebungen (7) zusammengesetzt ist.






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