Die Erfindung bezieht sich auf einen magnetischen
Rückschluß für einen Induktionstiegelofen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solcher magnetischer Rückschluß für einen
Induktionstiegelofen ist aus der ABB-Druckschrift Nr. D ME/D
1 18 289 D bekannt. Der Induktionstiegelofen eignet sich
zum induktiven Schmelzen von Gußeisen, Stahl,
Leichtmetall, Schwermetall und Legierungen, wobei der Betrieb
bei Ausbildung als Mittelfrequenz-Induktionstiegelofen
beispielsweise bei Frequenzen von 125 bis 1000 Hz
erfolgt. Zur Einstellung einer Wechselspannung
vorgegebener Frequenz wird ein Stromrichter eingesetzt.
Der aktive Teil des Induktionstiegelofens ist die
Ofenspule, deren Innenraum ein keramischer Tiegel
auskleidet. Der durch die Ofenspule fließende Wechselstrom
erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, das innerhalb des
Ofentiegels durch das metallene Einsatzmaterial und
ausserhalb der Spule durch die Eisenblechpakete der
magnetischen Rückschlüsse geführt wird. Das magnetische
Wechselfeld induziert im metallischen Einsatzmaterial
Wirbelströme, d. h. elektrische Energie, die in Wärme
umgesetzt wird. Der Ofen nimmt aufgrund des
transformatorischen Prinzips aus dem speisenden Netz Leistung auf, so
daß unter ständiger Energiezufuhr das Einsatzmaterial
zum Schmelzen gebracht wird. Die auf die Schmelze
wirkenden elektromagnetischen Kräfte führen zu einer
intensiven Badbewegung, die für einen schnellen Wärme- und
Stoffausgleich sorgt.
Die magnetischen Rückschlüsse sind auf der Außenseite
der Spule in Forn einzelner über den Umfang der Spule
mit Zwischenräumen verteilter Einzelpakete parallel zur
Ofenachse angeordnet. Die Eisenblechpakete der
magnetischen Rückschlüsse haben den Zweck, den magnetischen
Wechselfluß zu führen, wie vorstehend bereits erwähnt.
Dabei soll dem magnetischen Fluß ein Weg geringen
magnetischen Widerstandes geboten werden, der gleichzeitig
nur geringe Wirbelstromverluste verursacht. Durch
Einsatz der magnetischen Rückschlüsse wird infolge
Reduzierung des magnetischen Widerstandes im Rückschlußbereich
des Flusses die erforderliche Blindleistung verringert.
Zusätzlich wird auch der Fluß vom Eintritt in die meist
ferromagnetischen, tragenden äußeren Bauteile des Ofens
(Ofenkörper mit Verkleidung) abgehalten und somit deren
Erwärmung durch Wirbelströme verhindert.
Ein weiterer Zweck der magnetischen Rückschlüsse ist die
radiale Abstützung der Spule gegen die elektromagnetisch
bedingten sowie die durch die thermische Ausdehnung des
feuerfesten Tiegels bedingten Kräfte.
Bei modernen Hochleistungs-Induktionstiegelöfen mit
einer Leistung von 1 MW/t Inhalt an metallischem
Einsatzmaterial ist insbesondere auch die Entstehung, Verstärkung
und Ausbreitung von Schallwellen zu vermeiden.
Um diese Aufgaben erfüllen zu können, müssen die
magnetischen Rückschlüsse selbst gewissen Anforderungen
genügen:
- - Das den Wechselfluß führende Material muß eine hohe
Permeabilität und geringe Wirbelstromverluste
aufweisen. Üblich ist der Aufbau aus entsprechend
dünnen, elektrisch voneinander isolierten
Transformatorblechen mit hohem spezifischem elektrischem
Widerstand.
- - Die magnetischen Rückschlüsse müssen ein genügend
hohes mechanisches Widerstandsmoment in im
eingebauten Zustand radialer Richtung haben, un die
Übertragung der gesamten Abstützkräfte (bis zu
100 t/m2 Spulenoberfläche und mehr) mit möglichst
wenig Unterstützungspunkten zu ermöglichen.
- - Die magnetischen Rückschlüsse sollen
verwindungssteif sein und insbesondere zur Vermeidung von
Resonanzen sollen die Trägheitsmomente in
Längsrichtung (gegen Biegung) sowie gegen Torsion hoch sein.
- - Die Einzelbleche des Blechpaketes des magnetischen
Rückschlusses müssen ausreichend stark
zusammengepreßt werden, um Vibrationen der Einzelbleche zu
vermeiden (sonst tritt Geräuschbildung und unter
Umständen auch eine Zerstörung der Isolation der
Bleche mit der Gefahr von Eisenbrand auf).
Das Widerstandsmoment der magnetischen Rückschlüsse in
radialer Richtung ist im wesentlichen durch ihre radiale
Ausdehnung gegeben, weshalb die Blechpakete oft größer
dimensioniert werden müssen, als dies aus Gründen des
eigentlichen Zweckes, der Führung des magnetischen
Flusses, erforderlich wäre. Dies ist eine Lösung, die
vergleichsweise hohe Kosten für die Erzielung des
notwendigen oder wünschenswerten Widerstandsmomentes erfordert.
Die vorstehend erwähnte erforderliche Zusammenpressung
der Blechpakete in senkrechter Richtung zu den
Einzelblechen kann auf verschiedene Weise erfolgen:
Allgemein bekannt ist der Einsatz von Preßbolzen, die
durch Löcher in den Blechpaketen geführt werden. Damit
ist eine ausreichend gute Pressung möglich,
insbesondere, wenn genügend viele derartiger Preßstellen
eingesetzt werden oder wenn bei wenigen individuellen
Preßstellen die Preßkräfte durch entsprechend steife
Deckblätter zu beiden Seiten des Blechpaketes gleichmäßig
auf die ganze zu pressende Fläche verteilt werden. Dies
hat den Vorteil, daß die Pressung jederzeit wieder auf
den optimalen Wert nachjustiert werden kann, es hat
jedoch den Nachteil, daß zusätzlich in den Blechen eine
größere Zahl von Löchern erforderlich ist. Dadurch
entstehen zusätzliche Schnittkanten, die bei nicht ganz
exakter Ausführung oder z. B. bei abgenutztem
Stanzwerkzeug Gratbildung aufweisen können, wodurch die Gefahr
eines elektrischen Kontaktes zwischen den Eisenblechen
und ein dadurch verursachter Eisenbrand gegeben ist.
Allgemein bekannt ist auch eine weitere Preßmethode, bei
der die Einzelbleche zwischen zwei Dechblechen
eingespannt werden, die durch Spannelemente miteinander
verbunden sind. Beispielsweise können die Pakete mit den
Decklechen und Spannelementen unter Vorspannung
verschweißt werden. Dies hat den Vorteil sehr einfacher
Blechformen mit ausschließlich geraden Schnittkanten,
die sich leicht gratfrei ausführen lassen. Es bestehen
jedoch die Nachteile, daß eine nachträgliche Justierung
des Preßdruckes nicht mehr möglich und die spezifische
Anpressung nicht gleichmäßig ist.
Es hat sich herausgestellt, daß außer den
Wirbelstromverlusten, die durch das vorwiegend parallel zu den
Blechen verlaufende magnetische Wechselfeld verursacht
werden, an bestimmten Stellen der Blechpakete örtlich
begrenzt weitere, zum Teil erhebliche
Wirbelstromverluste auftreten. Im Zwischenraum zwischen Ofenspule und
Schmelze und auch im Bereich der Eindringtiefe des
magnetischen Wechselfeldes in die Schmelze ist längs des
Spulenumfanges, d. h. in azimutaler Richtung, der
magnetische Widerstand konstant, es sind demnach auch die
Flußdichten längs des Spulenumfanges konstant und die
Feldlinien verlaufen durchgehend parallel zur Ofenachse.
Im Rückschlußraum des Feldes auf der Außenseite der
Ofenspule wechseln dagegen bei der vorstehend
beschriebenen Anordnung der magnetischen Rückschlüsse am
Spulenumfang Bereiche mit geringem magnetischen Widerstand mit
Bereichen großen magnetischen Widerstandes ab
(Blechpakete und Zwischenräume). Für den Fluß sind demgemäß
Bereiche hohen magnetischen Leitwertes mit solchen sehr
niedrigen Leitwertes parallelgeschaltet. Der Fluß nimmt
somit im Außenbereich der Spule seinen Weg weitgehend
durch die Bereiche hohen Leitwertes, wird also fast
ausschließlich in den Blechpaketen geführt. An den
Spulenbzw. Blechpaketenden breitet er sich jedoch in
Umfangsrichtung aus, um im Spuleninnern auf in Umfangsrichtung
gleichmäßige Flußdichte überzugehen. Dabei tritt ein
Teil des Flusses im Endbereich der Blechpakete quer zur
Schichtungsebene der Bleche aus den Paketen aus.
Hierdurch werden im Endbereich der Blechpakete erhebliche
zusätzliche Wirbelstromverluste erzeugt, die zu einer
lokalen Überhitzung der Blechpakete und der Deckbleche
führen können. Bei entsprechend großen Leistungen sind
an diesen Stellen gesonderte aufwendige Zusatzkühlungen
erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
magnetischen Rückschluß für einen Induktionstiegelofen der
eingangs genannten Art anzugeben, der trotz insgesamt
einfachen Aufbaus ein hohes Trägheitsmoment und
Torsionsmoment aufweist.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des
Oberbegriffes erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß durch die Einfassung des
Blechpaketes in einem Tragkörper eine hohe Steifigkeit bezüglich
Biegung und Torsion des magnetischen Rückschlusses bei
vergleichsweise geringem Materialeinsatz, eine hohe
Dämpfung auf dem Übertragungsweg von der Spule zum
Ofengehäuse für Radialschwingungen und eine hohe
Wärmeableitfähigkeit für die während des Betriebes erzeugte
Verlustwärme gewährleistet wird.
Aufgrund der großen Steifigkeit des Tragkörpers ist es
möglich, die Abstützung des magnetischen Rückschlusses
gegen den Ofenhörper in radialer Richtung auf zwei
Stellen je magnetischem Rückschluß nahe den Enden der
Blechpakete zu beschränken. Damit lassen sich statisch
bestimmte Verhältnisse erzielen und die gewünschte
Anpreßhraft ist leicht definiert einstellbar. Der Einsatz
eines eigenen Ofenkörper-Rahmenstabes je magnetischem
Rückschluß ist nicht erforderlich, so daß der Ofenhörper
einfacher und materialsparender aufgebaut werden kann.
Die Abstützung der magnetischen Rückschlüsse gegen den
Ofenhörper erfolgt zweckmäßig über einen unteren und
einen oberen Rahmen hoher Steifigheit und hoher
Eigenfrequenz. Dementsprechend werden lediglich hohe,
unschädliche Resonanzfrequenzen von der Ofenspule über die
magnetischen Rückschlüsse zum Rahmen geleitet. Außerdem
können in diese Abstützungen mit minimalem Aufwand
schwingungsdämpfende Elemente eingebaut werden, die eine
Übertragung der von der Ofenspule ausgehenden und
zumindest teilweise über die magnetischen Rückschlüsse auf
den Ofenkörper fortgeleiteten Schwingungen sehr stark
dämpfen.
Eine weitere Dämpfung bereits bei der
Schwingungsübertragung von der Ofenspule auf die Blechpakete kann
dadurch erzielt werden, daß die magnetischen Rückschlüsse
respektive ihre Tragkörper auf ihrer der Spule
zugekehrten Seite mit schwingungsdämpfenden Elementen belegt
werden.
Durch ein Bündel von Maßnahmen, die je nach Erfordernis
einzeln oder in beliebigen Konbinationen eingesetzt
werden, wird die Entstehung, Verstärkung und Ausbreitung
von Schallwellen vermieden. So wird die Weiterleitung
der elektromagnetisch bedingten Schwingungen der
Ofenspule auf den Ofenhörper optimal gedämpft, so daß die
Schallabstrahlung vom Induktionsofen an die Umgebung
minimiert wird.
Bei Einfassung der Blechpakete durch einen Tragkörper
hoher elektrischer Leitfähigheit auf den drei nicht der
Ofenspule zugewandten Seiten wird das Ein- und Austreten
von Flußkomponenten quer zur Blechrichtung im Sinne
einer Abschirmung verhindert. Damit werden Zusatzverluste
und damit zusätzliche Erwärmungen insbesondere in den
Endbereichen der Blechpakete vermieden, so daß auf
Sondermaßnahmen zu ihrer Abführung verzichtet werden kann.
Die Abfuhr der in den Blechpaketen entstehenden
Wirbelstrom-Wärmeverluste ist in sehr einfacher Weise möglich,
in dem die Längskanäle des Tragkörpers zumindest
teilweise zur Kühlmittelführung herangezogen werden. Je nach
erforderlicher Wärmeübergangsfläche können ein, zwei,
drei oder mehr Längskanäle als Kühlmittelkanäle
verwendet werden. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß die
Temperatur der Blechpakete innerhalb zulässiger Grenzen
gehalten wird. Als Kühlmittel kann z. B. Wasser dienen.
Der Einsatz separater Kühlvorrichtungen, die mit den
Blechpaketen in direkten Wärmeleitungskontakt zu bringen
sind, ist nicht erforderlich.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Induktionstiegelofen im seitlichen
Schnitt,
Fig. 2 eine Aufsicht auf einen Induktionstiegelofen,
Fig. 3 eine erste prinzipielle Ausgestaltung eines
magnetischen Rückschlusses im Schnitt,
Fig. 4 eine zweite prinzipielle Ausgestaltung eines
magnetischen Rückschlusses im Schnitt,
Fig. 5 einen magnetischen Rückschluß mit einem
einstückigen Strangprofil im Schnitt,
Fig. 6 einen magnetischen Rückschluß mit drei
Einzelprofilen im Schnitt,
Fig. 7 eine bevorzugte Ausführungsform des
magnetischen Rückschlusses im Schnitt,
Fig. 8 einen magnetischen Rückschluß mit
schwingungsdämpfenden Bauelement im Schnitt,
Fig. 9 einen magnetischen Rückschluß mit mechanisch
befestigtem Blechpaket im Schnitt,
Fig. 10 einen magnetischen Rückschluß mit
eingespanntem Blechpaket,
Fig. 11 einen magnetischen Rückschluß mit Klammern zur
Befestigung der drei Einzelprofile des
Tragkörpers und des Blechpakets,
Fig. 12 eine Aufsicht auf einen magnetischen
Rückschluß mit Klammern,
Fig. 13 den Verlauf des magnetischen Flusses bei
Übertritt vom magnetischen Rückschluß zur Schmelze
im Tiegel.
In Fig. 1 ist ein Induktionstiegelofen im seitlichen
Schnitt dargestellt. Der Induktionstiegelofen 1 besteht
aus einem feuerfesten, vorzugsweise keramischen,
zylinderförmigen, unten geschlossenen und oben offenen Tiegel
2, einer zylinderförmigen, um den Tiegel 2 greifenden
Spule 3 und mehreren magnetischen Rückschlüssen 4, die
in Form einzelner, parallel zur Ofenachse an der
Außenmantelfläche der Spule angeordneter Stäbe ausgebildet
ist. Die Schmelze (=geschmolzenes metallisches
Einsatzmaterial) im Innenraum des Tiegels 2 ist mit 5
bezeichnet. Die Anpressung der einzelnen stabförmigen
magnetischen Rückschlüsse 4 an die Ofenspule 3 erfolgt durch
einen oberen bzw. einen unteren Rahmen 6 bzw. 7. Diese
Rahmen 6, 7 sind Teil eines nicht dargestellten tragenden
Ofenkörpers.
In Fig. 2 ist eine Aufsicht auf einen
Induktionstiegelofen 1 mit Tiegel 2, Schmelze 5, Ofenspule 3, den
einzelnen stabförmigen magnetischen Rückschlüssen 4 und dem
oberen Rahmen 6 dargestellt. Der Rahmen 6 ist in Fig. 2
ringförmig ausgebildet, er kann jedoch beispielsweise
auch quadratisch geformt sein. Zwischen den einzelnen
magnetischen Rückschlüssen 4 sind Zwischenräume
vorhanden. Der eigentliche tragende Ofenkörper ist aus Gründen
der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
In Fig. 3 ist eine erste prinzipielle Ausgestaltung
eines magnetischen Rückschlusses im Schnitt dargestellt.
Es ist zu erkennen, daß das aktive Blechpaket 9 von
einem einstückigen Tragkörper 8 C- bzw. U-förmig eingefaßt
ist. Der Tragkörper 8 ist zweckmäßig als
Strangpreßprofil ausgebildet, und zwar vorzugsweise aus einer
Aluminium-Legierung, was den Vorteil hoher elektrischer
Leitfähigkeit aufweist. Das Blechpaket 9 besteht aus einer
Vielzahl einzelner, elektrisch gegeneinander isolierter
Einzelbleche, wie vorstehend erläutert.
In Fig. 4 ist eine zweite prinzipielle Ausgestaltung
eines magnetischen Rückschlusses im Schnitt dargestellt.
Im Unterschied zur Ausgestaltung gemäß Fig. 3 ist das
aktive Blechpaket 9 dabei von einem aus drei
Einzelprofilen bestehenden Tragkörper eingefaßt. Die drei
Einzelprofile, nämlich zwei Seitenwände 10, 11 und eine
Rückwand 12, umgeben das Blechpaket C- bzw. U-förmig, wobei
die Rückwand 12 auf geeignete, nachfolgend noch
beschriebene Weise mit beiden Seitenwänden 10, 11
verbunden ist.
In Fig. 5 ist ein magnetischer Rückschluß mit einem
einstückigen Strangpreßprofil im Schnitt dargestellt.
Der Tragkörper 8 ist dabei als
Aluminium-Strangpreßprofil mit einer Vielzahl von einzelnen Längskanälen 13
ausgebildet, so daß das Strangpreßprofil im Querschnitt
ein Gitterwerk mit einer großen Zahl von Längshohlräumen
darstellt (ein ähnliches Gitterwerk ist in Fig. 8
gezeigt). Diese Ausführungsart - die auch für die
Einzelprofile der dreiteiligen Variante gemäß Fig. 4
anwendbar ist - hat eine Reihe von Vorteilen. Zum einen ist
eine hohe Steifigheit gegen Biegung und Torision bei
vergleichsweise geringem Materialeinsatz, niedrigem
Materialgewicht und geringen Materialkosten gewährleistet.
Zum anderen ergibt sich eine hohe Dämpfung der
Radialschwingungen, die von der Ofenspule 3 über die
magnetischen Rückschlüsse 4 und die Rahmenringe 6, 7 zum
Ofenkörper übertragen werden. Die Längskanäle 13 können
zumindest teilweise als interne Kühlkanäle zur Zirkulation
eines Kühlmittels (vorzugsweise Wasser) herangezogen
werden, so daß sich infolge der großen
Wärmeübergangsfläche eine hohe Wärmeableitfähigheit für die während
des Betriebes entstehende Verlustwärme ergibt. Auf diese
Weise ist es möglich, die Temperaturbelastung der
magnetischen Rückschlüsse auf vorgeschriebene Werte zu
begrenzen.
In Fig. 6 ist ein magnetischer Rückschluß mit drei
Einzelprofilen im Schnitt dargestellt. Es ist zu erkennen,
daß die vorzugsweise aus Aluminium bestehenden
Seitenwände 10, 11 mit internen Längskanälen 14 versehen sind,
während die Rückwand als Stahlprofil 15 ausgebildet ist.
Dabei kann das Stahlprofil 15 massiv oder als hohles
Vierkantprofil oder hohles Rechteckprofil ausgebildet
sein. Eine Befestigung des Stahlprofiles 15 mit den
beiden Seitenwänden 10, 11 kann beispielsweise über
Befestigungsschrauben 16 erfolgen, die durch Bohrungen in
den Seitenwänden 10, 11 greifen und in Gewindebohrungen
im Stahlprofil 15 verankert sind. Alternativ hönnen auch
Stehbolzen mit dem Stahlprofil 15 verschweißt sein,
wobei diese mit einem Gewinde versehenen Stehbolzen durch
Bohrungen in den Seitenwänden 10, 11 greifen und eine
Anpressung der Seitenwände gegen die Rückwand über mit
dem Stehbolzen verschraubte Muttern erfolgt.
In Fig. 7 ist eins bevorzugte Ausführungsform des
magnetischen Rückschlusses im Schnitt dargestellt. Der
einstückige Tragkörper 8 weist mehrere - im
Ausführungsbeispiel fünf - Kühlkanäle 17 mit jeweils kreisförmigem
Querschnitt auf. Jeweils zwischen den Kühlkanälen
befinden sich weitere Längskanäle 18 mit unregelmäßig
geformtem Querschnitt. Die der Ofenspule 3 zugewandte
Stirnfläche des aktiven Blechpakets 9 und die beiden
Stirnflächen der Seitenwände des Tragkörpers können mit
einer Abdeckung 19 - beispielweise aus Glimmer - versehen
sein. Durch den Winkel Alpha mit einem Wert von ungefähr
170° ist angedeutet, daß sowohl die der Ofenspule 3
zugewandte Stirnfläche des Tragkörpers als auch die
entsprechende Fläche des Blechpakets an die Zylinderform
der Ofenspule angepaßt sind. An der Außenfläche der
Rückwand des Tragkörpers 8 können zwei Haltenasen 21 zur
Arretierung eines auf der Rückwand befestigten
Stahlprofils 20 angeformt sein. Durch das Stahlprofil 20 wird
die Biege- und Torsionssteifigkeit des Tragkörpers 8
erhöht. Die Befestigung des Stahlprofiles erfolgt
zweckmäßig mittels Klebstoff 22.
Die Befestigung der Bodenfläche des aktiven Blechpakets
9 an der Innenfläche der Rückwand des Tragkörpers 8
erfolgt beispielsweise durch einen Klebstoff 23 mit hoher
Wärmeleitfähigkeit. Alternativ hierzu kann eine
Wärmeleitpaste eingesetzt werden, wobei das Blechpaket auf
andere Weise zu befestigen ist. Auf diese Weise ist
stets ein guter Wärmeübergang von der Bodenfläche des
Blechpakets 9 zur Rückwand des Tragkörpers 8
gewährleistet. Um einen guten Wärmeübergang zwischen den
Seitenflächen des Blechpakets 9 und den Seitenwänden des
Tragkörpers 8 sicherzustellen und um störende
Geräuschbildung zu unterbinden, wird das Blechpaket vorzugsweise
zwischen beiden Seitenwänden eingepreßt.
In Fig. 8 ist ein magnetischer Rückschluß mit
schwingungsdämpfendem Bauelement im Schnitt dargestellt. Es
ist zu erkennen, daß ein schwingungsdämpfendes
Bauelement 24 - beispielsweise aus Keramik oder einem
teflongetränkten Keramikfaserprofil - an der Stirnfläche der
zur Ofenspule 3 zugewandten Seitenwand des Tragkörpers 8
befestigt ist. Hierzu sind Haltenasen 25 an der
Stirnflächen des Tragkörpers angeformt, zwischen denen ein
schwalbenschwanzförmiger Zwischenraun zur Einführung des
entsprechend geformten Bauelements 24 gebildet wird.
Dieses schwingungsdämpfende Bauelement 24 wird gegen den
Außenmantel der Spule 3 gepreßt und dämpft zusätzlich
die Schwingungsübertragung von der Ofenspule 3 zu den
Rahmenringen 6, 7.
In Fig. 9 ist ein magnetischer Rückschluß mit
mechanisch befestigtem Blechpaket im Schnitt dargestellt.
Dabei ist das Blechpaket 9 in seinem der Rückwand 9 bzw.
dem Stahlprofil 15 des Tragkörpers zugewandten
Bodenbereich mit einer, zwei oder mehr schwalbenschwanzförmigen
Nuten senkrecht zur Längsachse (senkrecht bzw.
tangential zum Durchmesser der Ofenspule) versehen. In diese
Nuten greifen entsprechend geformte Befestigungskeile 26
ein, die das Blechpaket über Befestigungschrauben 27 an
die Innenfläche der Rückwand bzw. des Stahlprofils 15
des Tragkörpers pressen. Die Befestigungsschrauben 27
greifen hierzu durch entsprechende Bohrungen der
Rückwand bzw. des Stahlprofils 15. Die Ausbildung der
Seitenwände 10, 11 des Tragkörpers mit Längskanälen 14
sowie die Befestigung der Seitenwände an Stahlprofil 15
mittels Befestigungsschrauben 16 ist wie vorstehend
unter Fig. 6 erläutert. In Fig. 9 ist ein aus drei
Einzelproiflen zusammengesetzter Tragkörper gezeigt, die
vorstehend erläuterten Befestigungsweisen des
Blechpakets sind jedoch auch bei einstückigem Tragkörper (siehe
Fig. 3) möglich.
In Fig. 10 ist ein magnetischer Rückschluß mit
eingespanntem Blechpaket dargestellt. Bei dieser Variante
drücken Preßbolzen 28, die ihr Widerlager 29 in den
Seitenwänden 10, 11 des Tragkörpers haben, gegen das
Blechpaket 9. Die Preßbolzen 28 werden mit vorgegebenem
Drehmoment angezogen, un eine ausreichende Pressung des
Blechpakets 9 zu erzielen. Um die punktförmigen
Druckkräfte gegen die Seiten des Blechpakets gleichmäßig zu
verteilen, können steife Deckblätter 30 jeweils zwischen
Blechpaket-Seitenfläche und Innenfläche der Seitenwand
10 bzw. 11 vorgesehen sein. Bei Bedarf ist ein
nachträgliches Justieren des optimalen Preßdruckes durch
Nachziehen der Preßbolzen 28 möglich (z. B. bei
Materialermüdung oder prinzipiell nach einer vorgeschriebenen
Betriebszeit). Durch eine gleichmäßige optimale Pressung
über die ganze Länge des Blechpaketes wird insbesondere
ein "Eigenbrummen" des Blechpaketes unterdrückt.
In Fig. 10 ist ein aus drei Einzelprofilen 10 bis 12
zusammengesetzter Tragkörper gezeigt, die vorstehend
erläuterte Einspannung des Blechpakets ist jedoch auch
bei einstückigem Tragkörper (siehe Fig. 3) einsetzbar.
In Fig. 11 ist ein magnetischer Rückschluß mit Klammern
zur Befestigung der drei Einzelprofile des Tragkörpers
und des Blechpakets dargestellt. Es sind U- bzw.
C-förmige Klammern 31 zu erkennen, die sowohl Rückwand 12 als
auch Seitenwände 10, 11 umfassen. Bei entsprechender
Vorspannung der Klammern 31 ist eine Befestigung der
drei Einzelprofile 10 bis 12 des Tragkörpers ohne
weitere Hilfsmittel möglich, wobei gleichzeitig eine
Einspannung des Blechpakets 9 durch den auf beide Seitenwände
10, 11 ausgeübten Druck erfolgt. Alternativ ist es durch
Einsatz von Preßbolzen 32, die ihre Widerlager in den
Seitenwangen der Klammern 31 haben, möglich, eine
präzise vorgegebene Druckkraft auf die Seitenwände 10, 11 und
das Blechpaket 9 auszuüben. Zur zusätzlichen Verteilung
der über die Preßbolzen 32 punktförmig aufgebrachten
Druckkraft können steife Deckplatten 34 zwischen
Seitenwangen der Klammern 31 und Außenflächen der Seitenwände
10, 11 vorgesehen sein.
In Fig. 12 ist eine Ansicht auf einen magnetischen
Rückschluß mit Klammern dargestellt. Es ist der
stabförmige magnetische Rückschluß 4 mit Seitenwänden 10, 11
des Tragkörpers, eingespannten Blechpaketen 9 und
mehreren Klammern 31 zu erkennen. Desweiteren ist in
Figur 12 beispielhaft angedeutet, wie eine
Kühlmittelzufuhr und ein Kühlmittelrücklauf zu einem externen
Rückkühler erfolgen hann. Hierzu können die Kühlkanäle bzw.
Längskanäle an ihrem einen Ende mit Stutzen 38 versehen
sein, auf die Kühlmittelschläuche 39 aufsteckbar sind.
Die weiteren Enden der Kühlkanäle bzw. Längskanäle
können über U-Bögen 40 miteinander verbunden sein. Es sind
auch andere allgemein bekannte Kühlmittelverbindungen
einsetzbar. Das vorstehend angedeutete Konzept ist
selbstverständlich nicht auf die Variante des
magnetischen Rückschlusses mit Klammern beschränkt. sondern
allgemein bei allen Ausführungsarten einsetzbar.
In Fig. 13 ist der Verlauf des magnetischen Flusses bei
Übertritt vom magnetischen Rückschluß 4 zur Schmelze im
Tiegel dargestellt. Der magnetische Fluß tritt aus den
Enden der Blechpakete 9 aus und verläuft über den Tiegel
2 zur Schmelze 5 respektive zum metallischen
Einsatzmaterial. Der magnetische Fluß im Blechpaket ist mit
Ziffer 37, der Fluß im Randbereich der Ofenspule 3 bzw. des
Tiegels ist mit Ziffer 35 und der Fluß im metallischen
Einsatzmaterial respektive in der Schmelze 5 ist mit
Ziffer 36 bezeichnet. Durch die Abschirmwirkung des aus
elektrisch leitfähigem Material (vorzugsweise einer
Aluminiumlegierung) bestehenden Tragkörpers 8 wird
verhindert, daß der Fluß im Endbereich des magnetischen
Rückschlusses quer zur Längsachse des Blechpakets ein- oder
austritt, so daß entsprechende Zusatzverluste vermieden
werden. Es wird auf die diesbezüglichen vorstehenden
Ausführungen hingewiesen.