Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur
Überwachung eines Weidezaunes, der von einem,
insbesondere eine niedrige Ausgangsimpedanz aufweisenden,
Elektrozaungerät zyklisch mit Hüteimpulsen beaufschlagt
ist, mit einer Auswerteschaltung und einer
Anzeigeeinrichtung, die im gestörten Zustand des
Weidezaunes ein Signal abgibt.
Marktbekannt sind neben Elektrozaungeräten mit hoher
Ausgangsimpedanz, solche mit niedriger Ausgangsimpedanz.
Bei solchen Elektrozaungeräten mit niedriger
Ausgangsimpedanz erfolgt die maximale Leistungsabgabe bei
einer Zaunimpedanz von beispielsweise 500 Ohm. Solche
Elektrozaungeräte sind mit einer elektrischen
Impulserzeugerschaltung mit Ladekondensator und einer
Kontrolleinrichtung zur Überwachung der
Mindestzaunspannung ausgestattet. Diese
Mindestzaunspannung liegt nach VDE-Vorschriften bei 2 kV.
Solche leistungsstarken Elektrozaungeräte mit niedriger
Ausgangsimpedanz eignen sich auch zum Betrieb langer
Weidezäune. Sie bieten auch bei schlecht isolierten
Weidezäunen oder Zaunbewuchs noch eine hohe
Hütesicherheit. Die Mindestspannung von 2 kV der
Hüteimpulse ist selbst bei teilweiser Bodenberührung des
Weidezaunes noch gewährleistet.
Nachteilig ist bei solchen leistungsstarken
Elektrozaungeräten, daß der Anwender höchstens
unzureichende Informationen über den Zaunzustand erhält.
In der Praxis kann beispielsweise der Fall eintreten, daß
bei teilweiser Bodenberührung des Zaunes das Vieh
ausbrechen kann. Denn der Anwender erkennt die
Bodenberührung des Zaunes nicht, weil die
Mindestzaunspannung von 2 kV weiterbesteht und die
Kontrolleinrichtung dies anzeigt. Diese Gegebenheiten
sind gerade bei leistungsstarken Elektrozaungeräten
nachteilig, da diese bei langen Weidezäunen eingesetzt
werden und bei diesen die Wahrscheinlichkeit von
Störstellen bzw. Bodenberührungen steigt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein Elektrozaungerät mit angeschlossenem
Weidezaun schematisch, wobei die Schaltungsanordnung den
Primärstrom des Elektrozaungeräts erfaßt,
Fig. 2 eine Alternative zu Fig. 1, wobei die
Schaltungsanordnung den Zaunstrom auf der Sekundärseite
des Elektrozaungeräts erfaßt,
Fig. 3 eine weitere Alternative zu Fig. 1, wobei die
Schaltungsanordnung den Zaunstrom auf der Zaunseite
erfaßt,
Fig. 4 den Verlauf der Schwingungen des Primärstroms und
der Zaunspannung bei einem niederohmigen, gestörten Zaun
niedriger Kapazität - also kurzem Zaun,
Fig. 5 den Strom-Spannungsverlauf entsprechend Fig. 4
bei hochohmigem, ungestörtem Zaun niedriger Kapazität,
Fig. 6 den Strom-Spannungsverlauf entsprechend Fig. 4
bei niederohmigem, gestörtem Zaun hoher Kapazität - also
langem Zaun,
Fig. 7 den Strom-Spannungsverlauf entsprechend Fig. 4
bei hochohmigem, ungestörtem Zaun hoher Kapazität,
Fig. 8 den Verlauf der Schwingungen des Zaunstroms und
der Zaunspannung bei einem niederohmigen, gestörten Zaun
niedriger Kapazität - also kurzen Zaun,
Fig. 9 den Strom-Spannungsverlauf nach Fig. 8 bei einem
hochohmigen, ungestörten Zaun niedriger Kapazität,
Fig. 10 den Strom-Spannungsverlauf nach Fig. 8 bei
einem niederohmigen, gestörten Zaun hoher Kapazität -
also langen Zaun,
Fig. 11 den Strom-Spannungsverlauf nach Fig. 8 bei
einem hochohmigen ungestörten Zaun hoher Kapazität,
Fig. 12 eine Schaltungsanordnung zur Überwachung des
Primärstroms oder des Zaunstroms durch Auswerten deren
erster positiver Halbwelle,
Fig. 13 eine Schaltungsanordnung nach Fig. 12 zur
zusätzlichen Auswertung einer negativen Halbwelle und
Fig. 14 eine Schaltungsanordnung nach Fig. 12 zur
zusätzlichen Überwachung einer zweiten positiven
Halbwelle.
Ein Elektrozaungerät (1) ist in den Fig. 1 bis 3 nur
schematisch dargestellt. Im Beispielsfall wurde zur
Ermittlung der Strom-Spannungsverläufe nach den Fig. 4
bis 11 ein netzbetriebes Elektrozaungerät mit niedriger
Ausgangsimpedanz verwendet, wie es beispielsweise unter
der Typenbezeichnung S 8000 (AKO) marktbekannt ist.
Das Elektrozaungerät (1) weist einen Transformator (2) auf,
dem primärseitig ein Ladekondensator (3)
parallelgeschaltet ist. Beim Schließen eines
elektronischen Schalters (4) entlädt sich der
Ladekondensator (3) über die Primärwicklung (5) des
Transformators (2) und den Schalter (4). Dabei entsteht ein
Primärstrom (Ip), wie er in den Stromverläufen nach den
Fig. 4 bis 7 dargestellt ist.
Die Sekundärwicklung (6) des Transformators (2) ist an
einer Klemme (7) an einen Weidezaun (8) angeschlossen.
Außerdem liegt die Sekundärwicklung (6) an einer
Erdungsklemme (9). Der ohmsche Widerstand und die
Kapazität, die der Weidezaun (8) bildet, sind mit R bzw. C
dargestellt. Bei einem Primärstrom (Ip) in der
Primärwicklung (5) stellt sich in der Sekundärwicklung (6)
bzw. im Weidezaun (8) ein Zaunstrom (Iz) ein, wie er in den
Stromverläufen der Fig. 8 bis 11 gezeigt ist. Am
Weidezaun (8) steht dabei die Zaunspannung (Uz) an, die in
den Spannungsverläufen der Fig. 4 bis 11 gezeigt ist.
Ein ungestörter, gut isolierter Weidezaun (8) ist
hochohmig. Sein Widerstand (R) liegt dabei in der
Größenordnung von 1 MOhm (vgl. Fig. 5, Fig. 7, Fig.
9), Fig. 11). Ist der Weidezaun (8) beispielsweise durch
Bewuchs oder durch Erdberührung gestört, dann ist er
niederohmig. Sein Widerstand kann dabei etwa 500 Ohm
betragen (vgl. Fig. 4, Fig. 6, Fig. 8, Fig. 10). Die
Zaunspannung (Uz) sinkt dabei nicht unter die nach VDE-
Vorschriften vorgesehene Mindestspannung von 2 kV.
Ist der Weidezaun (8) vergleichsweise kurz, dann ist seine
Kapazität (C) niedrig. Bei einem kurzen Weidezaun (8) von
1 km Länge beträgt die Kapazität (C) etwa 10 nF (vgl.
Fig. 4, Fig. 5, Fig. 8, Fig. 9). Die Kapazität (C)
steigt bei längeren Weidezäunen (8) um etwa 10 nF/1 km.
Für lange Weidezäune wird bei der Bemessung der
Elektrozaungeräte mit Weidezaunkapazitäten bis zu 1 F
gerechnet (vgl. Fig. 6, Fig. 7, Fig. 10, Fig. 11).
Bei den Ausführungsbeispielen ist eine
Schaltungsanordnung (10) vorgesehen, die wenigstens eine
Stromhalbwelle der Schwingung des Stromes (Ip bzw. Iz)
erfaßt, welche sich einstellt, wenn ein Hüteimpuls durch
Schließen des Schalters (4) erzeugt wird. Nach Fig. 1
erfaßt die Schaltungsanordnung (10) den Primärstrom (Ip).
Nach den Fig. 2 und 3 erfaßt die
Schaltungsanordnung (10) den Zaunstrom (Iz). Dabei erfaßt
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 die
Schaltungsanordnung (10) den Zaunstrom (Iz) an der
Sekundärwicklung (6), also im Elektrozaungerät (1). Beim
Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 erfaßt die
Schaltungsanordnung (10) den Zaunstrom (Iz) am
Weidezaun (8). Sie kann dabei als zu dem
Elektrozaungerät (1) zusätzliches Gerät aufgebaut sein.
Ein Vergleich der Stromverläufe des Primärstroms in den
Fig. 4 und 5 zeigt, daß sich die erste Halbwelle des
Primärstromes (Ip) bei einem niederohmigen Weidezaun (8)
(vgl. Fig. 4) deutlich von dem Verlauf der ersten
positiven Stromhalbwelle bei einem hochohmigen,
ungestörten Zaun (vgl. Fig. 5) unterscheidet. Nach Fig.
4 ist die erste Stromhalbwelle - abgesehen von ihrer
höheren Amplitude - zeitlich wesentlich länger als bei
Fig. 5. Gleiches ergibt sich beim Vergleich der ersten
positiven Halbwellen des Zaunstromes (vgl. Fig. 8 und
Fig. 9). Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 12 wird
dieser charakteristische Unterschied ausgewertet.
Ein Vergleich der Verläufe des Primärstroms (Ip) bei einem
Weidezaun (8) mit großer Kapazität (0,5 F bis 1 F), also
einem langen Weidezaun, zeigt, daß sich im niederohmigen
(500 Ohm), d. h. gestörten Zustand (vgl. Fig. 6) die
erste positive Halbwelle des Primärstromes (Ip) nur wenig
von der im ungestörten Zustand (vgl. Fig. 7)
unterscheidet. Jedoch tritt im ungestörten Fall (vgl.
Fig. 7) nach der ersten positiven Halbwelle (a) eine
charakteristische, negative Halbwelle(b) auf. Außerdem
tritt nach dieser eine zweite positive, charakteristische
Halbwelle (c) auf.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 13 ist der
Primärstrom (Ip) zusätzlich auf das Auftreten der
negativen Halbwelle (b) überwacht. Bei der
Schaltungsanordnung nach Fig. 14 ist der Primärstrom (Ip)
zusätzlich auf das Auftreten der zweiten positiven
Halbwelle (c) überwacht. Gleiches ergibt sich beim
Vergleich der Fig. 10 und 11 für den Zaunstrom (Iz).
Auch hier treten im ungestörten Zustand nach der ersten
positiven Halbwelle (a) die negative Halbwelle (b) und die
zweite positive Halbwelle (c) auf. Dementsprechend eignen
sich die Schaltungsanordnungen nach den Fig. 13 und 14
auch zur Überwachung des Zaunstromes (Iz).
Die Schaltungsanordnung (10) ist an einen
Meßwiderstand (Rm) angeschlossen, über den entweder der
Primärstrom (Ip) (vgl. Fig. 1) oder der Zaunstrom (Iz)
(vgl. Fig. 2, Fig. 3) fließt. An den Meßwiderstand (Rm)
ist ein Eingang eines Vergleichers (11) angeschlossen, der
beispielsweise von einem Operationsverstärker als
Schwellwertschalter gebildet ist. An den anderen Eingang
des Vergleichers (11) ist eine Schwellwertspannung (Us)
gelegt. Ausgangsseitig liegen am Vergleicher (11) ein
Zeitglied (12) und ein UND-Gatter (13). Das Zeitglied (12)
ist ebenfalls an das UND-Gatter (13) angeschlossen und
liegt über ein RC-Glied aus einem Kondensator (C1) und
einem Widerstand (R1) an einem Rücksetzeingang (R) an einem
Speicherglied (14), das beispielsweise von einem Flip-Flop
gebildet ist. An dessen Setzeingang (S) liegt das
UND-Gatter (13). Sein Q-Ausgang ist mit einer
Anzeigeeinrichtung (15), beispielsweise einer
Leuchtanzeige verbunden.
Das RC-Glied (R1, C1) erzeugt einen differenzierten Impuls,
der das Speicherglied (14) zu Beginn jedes Zaunimpulses,
bei dem der Schwellwert (Us), zurücksetzt. Ohne das
RC-Glied (R1, C1) können am Rücksetzeingang (R) und am
Setzeingang (S) gleichzeitig "H"-Signale anliegen und
damit zu einer Fehlfunktion des Speichergliedes (14)
führen.
Das Zeitglied (12) erzeugt ein Meßfenster, innerhalb
dessen ein Ereignis stattfinden muß. Beim Überschreiten
des Schwellwertes (Us) am Vergleicher (11) schaltet dieser
auf "L" und startet damit das Zeitglied (12), dessen
Ausgang dann für die Zeit (tm) "H" wird. Ändert sich
während der Zeit (tm) der Zustand des Vergleicherausgangs,
so hat das keinen Einfluß auf die Zeit (tm). Das Zeitglied
ist also "nicht nachtriggerbar". Nach Ablauf der Zeit (tm)
wird der Ausgang des Zeitgliedes (12) "L". Ist über die
Zeit (tm) hinaus der Vergleicherausgang "L", dann bleibt
der Ausgang des Zeitgliedes (12) so lange "H".
Die Funktionsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. 12
ist etwa folgende:
Zum Zeitpunkt (t0) - beim Hüteimpulsanfang - (vgl. Fig.
4, Fig. 5) überschreitet die vom Primärstrom bzw.
Zaunstrom abgeleitete Meßspannung (Um) die
Schwellwertspannung (Us). Dadurch wird das nicht
nachtriggerbare Zeitglied (12) für eine Zeit (tm)
gestartet, die für den ungestörten Zaunzustand einen
Normalwert bildet. Die Zeit (tm) ist so bemessen, daß sie
länger als die Zeit zwischen den Zeitpunkten (t0 und t1)
(vgl. Fig. 4, 5) ist, wobei der Zeitpunkt (t1) derjenige
ist, zu dem die erste Halbwelle (a) im ungestörten Zustand
den Schwellwert (Us) wieder unterschreitet. Die Zeit (tm)
ist jedenfalls kürzer als die Zeit zwischen dem
Zeitpunkt (t0) und dem Zeitpunkt (t2) (vgl. Fig. 4), in
dem die erste Halbwelle (a) im gestörten Zustand die
Schaltschwelle (Us) unterschreitet.
Gleichzeitig mit dem Starten des Zeitgliedes (12) wird
über das Zeitglied (12) und das RC-Glied (C1, R1) das
Speicherglied (14) über seinen Rücksetzeingang (R)
zurückgesetzt. Dadurch leuchtet die
Anzeigeeinrichtung (15) zunächst an sich. Dies allein
bildet jedoch noch nicht das eigentliche Signal für einen
gestörten Zustand des Weidezauns (8).
Bei ungestörtem, hochohmigem Zaun unterschreitet die
erste Stromhalbwelle (a) und damit die Meßspannung (Um) den
Spannungsschwellwert (Us). Dieser Zeitpunkt (t1) liegt
innerhalb der Zeitdauer (tm) des Zeitgliedes (12). Zum
Zeitpunkt (t1) wird der Vergleicherausgang "H" und über
das UND-Gatter (13) wird das Speicherglied (14) über seinen
Eingang (S) gesetzt, so daß nun nach dieser kurzen Zeit,
beispielsweise 0,05 ms die Anzeigeeinrichtung (15)
erlischt. Während dieser kurzen Zeit ist das Leuchten der
Anzeige nicht als Signal wahrzunehmen. Es kann jedoch für
einen Test der Funktion der Schaltungsanordnung
ausgenutzt werden.
Das Speicherglied (14) bleibt nun gesetzt bis - nach
beispielsweise 1,2 s - der nächste Hüteimpuls auftritt.
Ist jedoch der Weidezaun (8) niederohmig, dann
unterschreitet der Primärstrom (Ip) bzw. der Zaunstrom (Iz)
und damit die Meßspannung (Um) die Schwellwertspannung (Us)
innerhalb der Zeitdauer (tm) des Zeitgliedes (12) nicht,
dann liegt bei Ablauf der Zeitdauer (tm) am Ausgang des
Zeitgliedes (12) und damit am einen Eingang des
UND-Gatters (13) "L"-Potential, so daß der Speicher über
seinen Setzeingang (S) auch dann nicht gesetzt wird, wenn
später zum Zeitpunkt (t2) am Ausgang des Vergleichers (11)
"H"-Potential auftritt. Das Speicherglied (14) wird also
nicht gesetzt, so daß die Anzeigeeinrichtung (15)
weiterleuchtet. Der Benutzer erhält dadurch ein Signal,
daß der Weidezaun (8) niederohmig ist, beispielsweise weil
er durch eine Bodenberührung gestört ist.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 13, die nicht nur
die Halbwelle (a), sondern auch die Halbwelle (b)
überwacht, sind zusätzlich zur Schaltungsanordnung nach
Fig. 12 Vergleicher (16, 17) vorgesehen, deren einen
Eingänge am Meßwiderstand (Rm) liegen. Der andere Eingang
des Vergleichers (16) liegt an einer weiteren
Schwellwertspannung (Us2). Der andere Eingang des
Vergleichers (17) liegt an einer weiteren
Schwellwertspannung (Us1). Dem Vergleicher (17) ist ein
weiteres Zeitglied (18) nachgeschaltet, das auf eine
Zeitdauer (tu) eingestellt ist. Sein Ausgang liegt an
einem UND-Gatter (19), an dem auch der Vergleicher (16)
liegt. Das UND-Gatter (19) liegt zusammen mit dem
UND-Gatter (13) über ein ODER-Gatter (20) an dem
Speicherglied (14).
Das Zeitglied (18) ist wie das oben beschriebene
Zeitglied (12) nicht nachtriggerbar. Beim Überschreiten
des Schwellwertes (Us1) am Vergleicher (17) schaltet dieser
auf "L" und startet das Zeitglied (18) mit der Zeit (tu).
Die Zeit (tu) ist so bemessen, daß sie länger ist als die
Zeit zwischen den Zeitpunkten (t01 und t4) (vgl. Fig. 7),
wobei t01 der Zeitpunkt ist, zu dem die erste
Halbwelle (a) bei hoher Kapazität - also langem Zaun - den
Schwellwert (Us1) überschreitet. t4 ist der Zeitpunkt, in
dem die negative Halbwelle (b) "0" wird. Die Zeit (tu) wird
also so bemessen, daß sie lange genug ist, ein optisches
oder akustisches Signal für den Benutzer deutlich
erkennbar zu machen, jedoch vor dem Auftreten eines
nächsten Hüteimpulses endet.
Die zusätzliche Wirkungsweise ist im wesentlichen
folgende:
Bei einem hochohmigen Zaun sehr großer Kapazität (vgl.
Fig. 7) wird während der Zeit (tm) der Schwellwert (Us)
nicht unterschritten, der Speicher (14) wird nicht gesetzt
und da die Anzeige weiterleuchtet, würde eine Fehlanzeige
erfolgen. Dies wird jedoch durch die
Schaltungserweiterung nach Fig. 13 verhindert.
Zum Zeitpunkt (t01) überschreitet die positive
Halbwelle (a) den Schwellwert (Us1) des Vergleichers (17),
so daß das Zeitglied (18) mit der Zeit (tu) gestartet wird.
Zum Zeitpunkt (t3) überschreitet aufgrund des hochohmigen
Zaunes die negative Halbwelle (b) des Primärstroms (Ip) den
Schwellwert (Us2), und der Ausgang des Vergleichers (16)
wird innerhalb der Zeit (tu) "H". Dadurch ist die
Bedingung des UND-Gatters (19) erfüllt und über das
ODER-Gatter (20) wird das Speicherglied (14) gesetzt, so
daß die Anzeigeeinrichtung (15) erlischt.
Dieses bis dahin kurze Leuchten der
Anzeigeeinrichtung (15) ist für den Benutzer kaum
wahrnehmbar, kann jedoch für Testzwecke genutzt werden.
Der Benutzer erhält durch das Nichtleuchten der
Anzeigeeinrichtung (15) den Hinweis, daß der Weidezaun (8),
der eine hohe Kapazität (C), beispielsweise 0,5 F bis 1 F,
aufweist, ungestört ist.
Ist der Weidezaun (8) dagegen niederohmig, d. h. gestört,
wird während der Zeitdauer (Tu) des weiteren
Zeitgliedes (18) der Schwellwert (Us2) des Vergleichers (16)
nicht erreicht. Das Speicherglied (14) bleibt also
zurückgesetzt, so daß die Anzeigeeinrichtung (15)
weiterleuchtet, bis ein neuer Hüteimpuls auftritt.
Diese Schaltungseinrichtung ist also sowohl für die
Überwachung eines kurzen als auch eines langen
Weidezaunes geeignet. Gleiches gilt für die
Schaltungsanordnung nach Fig. 14.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 14 ist zusätzlich
zum Vergleicher (11) ein weiterer Vergleicher (21)
vorgesehen, an dem eine Schwellwertspannung (Us3) liegt.
Ausgangsseitig liegt der Vergleicher (21) und nicht der
Vergleicher (11) an dem UND-Gatter (13). Das RC-Glied liegt
hier am Ausgang des Vergleichers (11).
Bei dieser Schaltungsanordnung wird der Primärstrom (Ip)
bzw. der Sekundärstrom (Iz) zusätzlich auf die zweite
positive Halbwelle (c) überwacht. Die
Anzeigeeinrichtung (15) bleibt nur dann leuchtend, wenn
die zweite positive Halbwelle (c) den Schwellwert (Us3)
nicht überschreitet.
Die Wirkungsweise ist im einzelnen folgende:
Zum Zeitpunkt (t0) wird die Schwellwertspannung (Us)
überschritten (vgl. Fig. 5, 7), der Ausgang des
Vergleichers (11) wird "H" und über das RC-Glied (C1, R1)
wird das Speicherglied (14) über seinen Rücksetzeingang (R)
zurückgesetzt. Dadurch leuchtet die
Anzeigeeinrichtung (15) zunächst an sich. Dies allein
bildet jedoch nicht das eigentliche Signal für einen
gestörten Zustand des Weidezaunes (8).
Zum Zeitpunkt (t1) (vgl. Fig. 5, 7) wird die
Schwellwertspannung (Us) unterschritten, der Ausgang des
Vergleichers wird "L" und startet dadurch das
Zeitglied (12), dessen Ausgang für die Zeit (tm1) "H" ist.
Die Zeit (tm1) ist bemessen vom Zeitpunkt (t1) bis zum
Zeitpunkt (t6), wobei t1 der Zeitpunkt ist, zu dem die
Halbwelle (a) im ungestörten Zustand den Schwellwert (Us)
unterschreitet und t6 der Zeitpunkt ist, zu dem der
Primärstrom (Ip) oder der Zaunstrom (Iz) im gestörten als
auch im ungestörten Zustand abgeklungen ist.
Für die Funktion der Schaltungsanordnung ist es
unerheblich, ob das RC-Glied (C1, R1) am Ausgang des
Vergleichers (11) oder am Ausgang des Zeitgliedes (12)
angebunden ist. Im ersten Fall erfolgt die Zurücksetzung
des Speichergliedes (14) zum Zeitpunkt (t0), im anderen
Fall zum Zeitpunkt (t1).
Beim ungestörten hochohmigen Zaun wird zum Zeitpunkt (t5)
(vgl. Fig. 5, 7) der Schwellwert (Us3) überschritten, der
Ausgang des Vergleichers (21) wird "H", die Bedingung des
UND-Gatters (13) ist erfüllt und über dessen Ausgang wird
das Speicherglied (14) über seinen Eingang (S) gesetzt, so
daß nun nach dieser kurzen Zeit die
Anzeigeeinrichtung (15) erlischt.
Der Schwellwert (Us3) ist so bemessen, daß er von der
Amplitude der positiven Halbwelle (a) bei einer Zaunlast
(vgl. Fig. 5) nicht erreicht wird, jedoch von der
Amplitude der positiven Halbwelle (a) (vgl. Fig. 4, 6)
und der zweiten positiven Halbwelle (c) (vgl. Fig. 5, 7)
überschritten wird.
Im gestörten, niederohmigen Zustand bleibt der
Primärstrom (Ip) der zweiten positiven Halbwelle unterhalb
der Schwellwertspannung (Us3) (vgl. Fig. 4, 6), so daß
während der Zeit (tm1) der Ausgang des Vergleichers (21)
nicht "H" wird und somit der Speicher (14) nicht gesetzt
wird und die Anzeigeeinrichtung (15) weiterleuchtet.
Zur Bemessung der Schaltschwellen bzw.
Schwellwerte (Us, Us1, Us2) läßt sich zusammenfassend
festhalten:
Der Schwellwert (Us) ist so bemessen, daß er bei der
Belastung des Elektrozaungeräts mit dem Zaun (Zaunlast)
(vgl. Fig. 5) von der Amplitude der positiven
Halbwelle (a) des Primärstroms (Ip) überschritten wird.
Der Schwellwert (Us1) kann unterschiedlich bemessen
werden. Zur Erkennung der kapazitiven Zaunlast und ihrer
Anzeige wird der Schwellwert (Us1) so bemessen, daß er bei
einer Zaunlast entsprechend Fig. 4 von der Amplitude der
positiven Halbwelle (a) des Primärstroms (Ip) nicht
überschritten wird, aber bei einer Zaunlast entsprechend
Fig. 6 von der Amplitude der positiven Halbwelle (a) des
Primärstroms (Ip) überschritten wird. Die Meldung
"kapazitiver Zaun" erfolgt durch Auswertung des
Schaltzustandes des Zeitgliedes (18), welchem dafür eine
nicht näher dargestellte Schaltstufe nachgeschaltet wird.
Wird auf die Meldung "kapazitiver Zaun" verzichtet, dann
können die Schwellwerte (Us, Us1) gleich bemessen sein. Der
Vergleicher (17) kann dann entfallen. Das weitere
Zeitglied (18) wird dann vom Vergleicher (11) gestartet,
sobald dessen Schaltschwelle (Us) überschritten wird.
Der Schwellwert (Us2) ist so bemessen, daß er bei einer
Zaunlast nach Fig. 6 von der Amplitude der negativen
Halbwelle (b) des Primärstroms (Ip) nicht überschritten und
bei einer Zaunlast nach Fig. 7 von der Amplitude der
negativen Halbwelle (b) des Primärstromes (Ip)
überschritten wird. Die beschriebene Festlegung der
Schwellwerte gilt auch für den Zaunstrom (Iz).
Innerhalb des angegebenen Bereichs können die
Schwellwerte variiert werden, wodurch die
Schaltungsanordnung den Gegebenheiten im Feld, auf dem
der Weidezaun installiert wird, angepaßt werden kann.