Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Abschalten eines Überstromes bei einem Wechselrichter
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie auf eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 7.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Pulswechselrichter mit
Summenbeschaltung auf der Gleichspannungsseite
und Kurzschlußinduktivitäten auf der
Wechselspannungsseite,
Fig. 2 bis 6 den zeitlichen Verlauf von
interessierenden Ansteuerimpulsen, der
Eingangsgleichspannung, des Stromes über die
Kurzschlußinduktivitäten und des
Eingangsstromes jeweils bei üblicher
Überstrom-Abschaltung,
Fig. 7 den prinzipiellen Aufbau einer selektiven
Überstromschutzeinrichtung,
Fig. 8 bis 12 den zeitlichen Verlauf von
interessierenden Ansteuerimpulsen, der
Eingangsgleichspannung, des Stromes über die
Kurzschlußinduktivitäten und des
Eingangsstromes jeweils bei selektiver
Überstrom-Abschaltung,
Fig. 13 eine Schaltung zur Ermittlung selektiver
Abschaltsignale.
In Fig. 1 ist ein Pulswechselrichter mit
Summenbeschaltung auf der Gleichspannungsseite und
Kurzschlußinduktivitäten auf der Wechselspannungsseite dargestellt. Es
ist ein Pulswechselrichter 1 mit mit dem positiven
Gleichspannungsanschluß verbundenen Halbleiterschaltern
U+, V+, W+ sowie mit mit dem negativen
Gleichspannungsanschluß verbundenen Halbleiterschaltern U-, V-, W- zu
erkennen, wobei im Beispiel IGBTs als Halbleiterschalter
verwendet werden. Jedem der Halbleiterschalter U+, U-,
V+, V-, W+, W- liegt eine Diode (Freilaufdiode) D1, D2,
D3, D4, D5, D6 antiparallel.
Der Pulswechselrichter 1 liegt gleichspannungsseitig an
einem Gleichspannungszwischenkreis mit einer zwischen
beiden Gleichsspannungsanschlüssen angeordneten
Zwischenkreiskapazität CZK. Die durch die Leitungen
zwischen CZK und den Schaltern bedingte und unvermeidbare
Induktivität der Hauptstromkreise ist mit LZK und der
Eingangsstrom ist mit ILZK bezeichnet. Am positiven
Gleichspannungsanschluß liegen ein Widerstand RB sowie
eine Diode DB mit ihrer Anode. Die Diode DB und der
Widerstand RB sind andererseits zusammengeschaltet und
führen über einen Kondensator CB zum negativen
Gleichspannungsanschluß (Reihenschaltung kann auch vertauscht
werden). Die Bauelemente CG, DB und RB stellen eine
Summenbeschaltung auf der Gleichspannungsseite zur
Reduzierung von Überspannungen und somit zum Schutz der
Halbleiterschalter dar. Die Induktivität dieser
Summenbeschaltung ist mit LB bezeichnet. Die
Eingangsgleichspannung über einem Zweigpaar U+/U- oder V+/V- oder W+/W-
ist mit UZK bezeichnet.
Im Zuge der Wechselspannungsanschlüsse U, V, W des
Pulswechselrichters 1 sind Kurzschlußinduktivitäten LKS1,
LKS2, LKS3 angeordnet. Die Ströme über diese
Kurzschlußinduktivitäten sind mit ILKS1, ILKS2, ILKS3 bezeichnet.
Für die nachfolgenden Betrachtungen wird angenommen, daß
ein Kurzschluß KS zwischen U und V auftritt (überbrückte
Ausgänge).
In den Fig. 2 bzw. 3 sind die zeitlichen Verläufe der
Ansteuerimpulse SU+ bzw. SV- für die Halbleiterschalter
U+ bzw. V-, in Fig. 4 ist der zeitliche Verlauf der
Eingangsgleichspannung UZK, in Fig. 5 ist der zeitliche
Verlauf der Ströme ILKS1=-ILKS2 über die
Kurzschlußinduktivitäten LKS1 und LKS2 sowie in Fig. 6 ist der
zeitliche Verlauf des Eingangsstromes ILZK jeweils bei
üblicher Überstromabschaltung dargestellt.
Das Abschalten des Kurzschlußstromes über die
Ausgangsphasen U, V hat z. B. folgenden zeitlichen Verlauf: Zum
Zeitpunkt t1 (Kurzschluß beginnt) sind die beiden den
Überstrom führenden Halbleiterschalter U+ und V-
eingeschaltet, d. h. die Ansteuerimpulse SU+ und SV- weisen
den Wert H (= High) auf. Folglich erreicht der vom
positiven Gleichspannungsanschluß über U+, LKS1, LKS2, V-
zum negativen Gleichspannungsanschluß fließende
Kurzschlußstrom seinen maximalen Wert (siehe Ströme gemäß
Fig. 5 und 6). Zum Zeitpunkt t2 wird der
Halbleiterschalter U+ ausgeschaltet (SU+=L=Low). Nachfolgend
verläuft ILZK, d. h. der Strom in der positiven
Gleichspannungszuleitung, nach Null. Es ergibt sich ein
Freilaufstrom über LKS1, LKS2, V- und D2 (siehe Strom gemäß
Fig. 5).
Andererseits steigt jedoch die Eingangsgleichspannung
UZK auf den Wert UZK1. Zum Zeitpunkt t3 wird der
Halbleiterschalter V- ausgeschaltet (SV-=L). Nachfolgend
ergibt sich ein Strom über LKS1, LKS2, D3, CZK und D2,
d. h. der Strom erreicht seinen Freilauf nur noch über
CZK. Da die Eingangsgleichspannung UZK bereits größer
als die Spannung an CZK ist und der Strom über CZK in
Gegenrichtung aufgebaut werden muß (siehe Fig. 6), wird
der Halbleiterschalter V- während des Ausschaltens mit
einer stark erhöhten Ausschaltspannung belastet (siehe
Fig. 4: UZK weist zum Zeitpunkt t3 den Wert UZK2 mit
UZK2 größer UZK1 auf). Die Zeitspanne zwischen den
Zeitpunkten t2 und t3 kann beliebig sein, wobei die
Zeitpunkte t2 und t3 auch zusammenfallen können. Zum
Zeitpunkt t4 weisen die Ströme ILKS1=-ILKS2 und ILZK den
Wert Null auf, d. h. der Kurzschlußstrom ist
abgeschaltet.
Wie vorstehend bereits erwähnt, soll die Ausschaltung
des den Überstrom führenden zweiten Halbleiterschalters
verhindert werden, was durch eine selektive Abschaltung
erreicht wird. Gleichzeitig wird durch diese selektive
Abschaltung die Abschaltung eines von zwei den Überstrom
führenden Halbleiterschaltern ermöglicht.
Fig. 7 zeigt hierzu den prinzipiellen Aufbau einer
selektiven Überstromschutzeinrichtung. Es ist ein
übergeordneter Logikkreis 2 inklusive Regler zu erkennen, der
die Ansteuersignale SU bzw. SV bzw. SW für beide
Halbleiterschalter U+/U- bzw. V+/V- bzw. W+/W- eines
Zweigpaares vorgibt. Diese Ansteuersignale SU, SV, SW
gelangen über einen Verriegelungs/Blockierungsblock 3 zu
einem Auswahllogikkreis 4 sowie zu Invertern 6, 7, 8 und
UND-Gattern 9, 11, 13. Im einzelnen wird das
Ansteuersignal SU über den Block 3 zu einem Inverter 6 und dem
ersten Eingang eines UND-Gatters 9 geleitet. Das
Ansteuersignal SV wird über den Block 3 einem Inverter 7 und dem
ersten Eingang eines UND-Gatters 11 zugeführt. Das
Ansteuersignal SW gelangt über den Block 3 zu einem
Inverter 8 und zum ersten Eingang eines UND-Gatters 13. Die
Ausgangssignale der Inverter 6 bzw. 7 bzw. 8 werden
jeweils den ersten Eingängen von UND-Gattern 10 bzw. 12
bzw. 14 zugeführt.
Die jeweils zweiten Eingänge der UND-Gatter 9, 11 und 13
sind mit selektiven Abschaltsignalen S+ sowie die
jeweils zweiten Eingänge der UND-Gatter 10, 12, 14 sind
mit selektiven Abschaltsignalen S- beaufschlagbar.
Die selektiven Abschaltsignale S+, S- werden von einer
Ablaufsteuerung 5 abgegeben, der eingangsseitig Signale
des Auswahllogikkreises 4 sowie Fehlermeldesignale F
zuführbar sind und die Blockierungssignale B an den
Block 3 abgeben kann.
Weisen die selektiven Abschaltsignale S+ den Wert H auf,
so wird der momentane Einschaltzustand der mit dem
positiven Gleichspannungsanschluß verbundenen
Halbleiterschalter U+, V+, W+ beibehalten oder diese
Halbleiterschalter können einschalten. Weisen die selektiven
Abschaltsignale S+ den Wert L auf, so werden die momentan
eingeschalteten, mit dem positiven
Gleichspannungsanschluß verbundenen Halbleiterschalter U+, V+, W+
ausgeschaltet.
Weisen die selektiven Abschaltsignale S- den Wert H auf,
so wird der momentane Einschaltzustand der mit dem
negativen Gleichspannungsanschluß verbundenen
Halbleiterschalter U-, V-, W- beibehalten oder diese
Halbleiterschalter können einschalten. Weisen die selektiven
Abschaltsignale S- den Wert L auf, so werden die momentan
eingeschalteten, mit dem negativen
Gleichspannungsanschluß verbundenen Halbleiterschalter U-, V-, W-
ausgeschaltet.
Dem UND-Gatter 9 ist ausgangsseitig der Ansteuerimpuls
SU+ für den Halbleiterschalter U+ entnehmbar. In
analoger Weise sind den weiteren UND-Gattern 10 bzw. 11 bzw.
12 bzw. 13 bzw. 14 Ansteuerimpulse SU- für den
Halbleiterschalter U- bzw. Ansteuerimpulse SV+ für den
Halbleiterschalter V+ bzw. Ansteuerimpulse SV- für den
Halbleiterschalter V- bzw. Ansteuerimpulse SW+ für den
Halbleiterschalter W+ bzw. Ansteuerimpulse SW- für den
Halbleiterschalter W- entnehmbar. Die Ansteuerimpulse gelangen
jeweils über Treiberstufen (evtl.
Potentialtrennungsstufen) zu den einzelnen Halbleiterschaltern.
Im ungestörten Normalbetrieb wird das Ein- und
Ausschalten der einzelnen Halbleiterschalter durch den
Logikkreis 2 in Verbindung mit den Invertern 6 bis 8 und
UND-Gattern 9 bis 14 bestimmt. Der Block 3 ist für die
Ansteuersignale SU, SV, SW durchlässig, wobei ein
gegenphasiges Schalten von zwei Ausgangsphasen (z. B.
SU: L → H, SV: H → L) während einer gewissen Zeit
verhindert wird. Die selektiven Abschaltsignale S+ und S-
weisen konstant den Wert H auf. Falls ein Überstrom
(Kurzschluß) auftritt, wird dies durch das Fehlermeldesignal
F mit dem Wert H an die Ablaufsteuerung 5 gemeldet. Die
Erfassung des Überstromes kann dabei beispielsweise
unter Einsatz von im Zuge der Phasen U, V, W angeordneten
Stromerfassungseinrichtungen erfolgen, die einen über
dem Nennwert liegenden Stromfluß melden. Alternativ
hierzu können auch Stromerfassungseinrichtungen auf der
Gleichspannungsseite oder in Serie zu jedem einzelnen
Halbleiterschalter angeordnet sein. Da ein Kurzschluß
prinzipiell zu einem beliebigen Zeitpunkt auftreten
kann, ist es möglich, daß - bedingt durch die Totzeit
der Kurzschlußerfassung und -meldung - einer der am
Kurzschluß beteiligten, d. h. den Überstrom selbst
führenden Halbleiterschalter durch den übergeordneten
Logikkreis 2 bereits routinemäßig abgeschaltet wurde. Der
zweite den Kurzschluß führenden Halbleiterschalter darf
dann nicht mehr abgeschaltet werden, um zu verhindern,
daß dieser Halbleiterschalter einer überhöhten
Spannungsbelastung ausgesetzt wird (siehe UZK2 in Fig. 4).
Beim Auftreten eines Fehlermeldesignals F "Kurzschluß"
gibt die Ablaufsteuerung 5 ein Blockierungssignal B mit
dem Wert H an den Verriegelungs/Blockierungsblock 3 ab.
Hierdurch werden die momentan vom Logikkreis 2
vorgegebenen Ansteuersignale SU, SV, SW festgehalten
("eingefroren"), d. h. gespeichert und den Invertern 6 bis 8,
UND-Gattern 9 bis 14 sowie dem Auswahllogikkreis 4
unverändert vorgegeben.
Der Auswahllogikkreis 4 erkennt aus den zugeleiteten
festgehaltenen Ansteuersignalen SU, SV, SW, ob die
positive oder die negative Phasenhälfte gesperrt
(abgeschaltet) werden muß. Im Gegensatz zu bisher üblichen
Überstrom-Schutzkonzepten erfolgt nur eine selektive
Sperrung, d. h. Abschaltung der positiven oder negativen
Phasenhälfte bzw. oberen oder unteren Brückenhälfte. Soll
die positive Phasenhälfte abgeschaltet werden, weisen
das Abschaltsignal S+ den Wert L und das Abschaltsignal
S- den Wert H auf, d. h. nachfolgend werden die momentan
eingeschalteten Halbleiterschalter U+, V+, W+
abgeschaltet, während die Halbleiterschalter U-, V-, W- ihren
momentanen Schaltzustand beibehalten. Soll die negative
Phasenhälfte abgeschaltet werden, weisen das
Abschaltsignal S+ den Wert H und das Abschaltsignal S- den Wert
L auf, d. h. nachfolgend werden die momentan
eingeschalteten Halbleiterschalter U-, V-, W- abgeschaltet,
während die Halbleiterschalter U+, V+, W+ ihren momentanen
Schaltzustand beibehalten.
Bei einem dreiphasigen Wechselrichter mit entsprechender
Schutzbeschaltung, wie in den Fig. 1 und 7
dargestellt, kann durch den Auswahllogikkreis 4 z. B. eine
einfache "2 aus 3"-Auswahl erfolgen, um die
Ablaufsteuerung S zur Abgabe der entsprechenden selektiven
Abschaltsignale S+, S- zu aktivieren. Tritt der Überstrom
in einem Zeitraum auf, in dem zwei Ansteuersignale von
drei Ansteuersignalen SU, SV, SW den Wert H aufweisen,
wird die negative Phasenhälfte gesperrt (abgeschaltet),
d. h. das Abschaltsignal S+ hat den Wert H und das
Abschaltsignal S- hat den Wert L. Tritt der Überstrom in
einem Zeitraum auf, in dem zwei Ansteuersignale von drei
Ansteuersignalen SU, SV, SW den Wert L aufweisen, so
wird die positive Phasenhälfte abgeschaltet, d. h. das
Abschaltsignal S+ hat den Wert L und das Abschaltsignal
S- hat den Wert H.
Bei einem Wechselrichter mit einer beliebigen
Phasenanzahl kann die Entscheidung, ob die Halbleiterschalter
der positiven oder der negativen Phasenhälfte
abgeschaltet werden müssen, durch Speicherung der letzten
Umschaltung (z. B. der letzten Einschaltung eines
Halbleiterschalters) vor dem Auftreten des Fehlermeldesignals F
erfolgen. Wurde bei dieser letzten Umschaltung ein
Halbleiterschalter der positiven Phasenhälfte eingeschaltet
(Wert wechselt von L nach H), so wird folglich die
negative Phasenhälfte gesperrt (S+ hat den Wert H, S- hat
den Wert L). Wurde bei der letzten Umschaltung ein
Halbleiterschalter der negativen Phasenhälfte eingeschaltet,
so wird folglich die positive Phasenhälfte abgeschaltet
(S+ hat den Wert L, S- hat den Wert H).
In Fig. 13 ist eine Schaltung zur Ermittlung selektiver
Abschaltsignale dargestellt, wie sie bei einem
vorstehend erwähnten Wechselrichter mit beliebiger
Phasenanzahl eingesetzt werden kann. Die Ausgangssignale des
Verriegelungs/Blockierungsblocks 3 werden Monoflops 15,
16, 17 und über vorgeschaltete Inverter 18, 19, 20
weiteren Monoflops 21, 22, 23 zugeführt. Die Monoflops geben
jeweils einen Kurzimpuls an den Eingang eines
zugeordneten ODER-Gatters ab, wenn das entsprechende
Ansteuersignal SU, SV, SW eine positive Flanke aufweist (Wechsel
von L nach H, d. h. Einschaltung des entsprechenden
Halbleiterschalters). Im einzelnen sind die Ausgänge der
Monoflops 15, 16, 17 mit dem ODER-Gatter 24 und die
Ausgänge der Monoflops 21, 22, 23 mit dem ODER-Gatter 25
verbunden. Der Ausgang des ODER-Gatters 24 führt zum
Setzeingang S eines RS-Kippgliedes 26, während der
Ausgang des ODER-Gatters 25 am Rücksetzeingang R dieses
Kippgliedes 26 liegt. Auf diese Art und Weise wird die
letzte Einschaltung eines Halbleiterschalters
gespeichert und am Q-Ausgang des RS-Kippgliedes 26 steht ein
Signal mit dem Wert H an, falls ein Halbleiterschalter
der positiven Phasenhälfte zuletzt eingeschaltet wurde
und es steht ein Signal mit dem Wert L an, falls ein
Halbleiterschalter der negativen Phasenhälfte zuletzt
eingeschaltet wurde. Das Signal am ≙-Ausgang des
RS-Kippgliedes 26 ist stets invers zum Signal am Q-Ausgang.
Die Baukomponenten 15 bis 26 stellen einen
Auswahllogikkreis 4 dar.
Das Signal am Q-Ausgang des RS-Kippgliedes 26 stellt das
selektive Abschaltsignal S bei Vorliegen eines
Fehlermeldesignals F dar. Analog hierzu entspricht das Signal
am ≙-Ausgang des RS-Kippgliedes dem selektiven
Abschaltsignal S+. Eine einfach aufgebaute Ablaufsteuerung 5
weist deshalb drei Umschalter 27, 28, 29 auf, wobei
Umschalter 27 das Abschaltsignal S+, Umschalter 28 das
Abschaltsignal S- und Umschalter 29 das
Blockierungssignal B abgeben. Bei Vorliegen eines Fehlermeldesignals F
schalten die Umschalter 27 bzw. 28 die an den Ausgängen
Q bzw. ≙ des RS-Kippgliedes 26 anstehenden Signale
durch, während der Umschalter 29 ein Signal mit dem Wert
H durchschaltet. Liegt jedoch kein Fehlermeldesignal F
mit dem Wert H vor, schalten die Umschalter 27 und 28
Signale mit dem Wert H durch, während der Umschalter 29
ein Signal mit dem Wert L weitergibt.
In den Fig. 8 bzw. 9 sind die zeitlichen Verläufe der
Ansteuerimpulse SU+ bzw. SV- für die Halbleiterschalter
U+ bzw. V-, in Fig. 10 ist der zeitliche Verlauf der
Eingangsgleichspannung UZK, in Fig. 11 ist der
zeitliche Verlauf der Ströme ILKS1=-ILKS2 über die
Kurzschlußinduktivitäten LKS1 und LKS2 sowie in Fig. 12 ist
der zeitliche Verlauf des Eingangsstromes ILZK jeweils
bei selektiver Überstrom-Abschaltung dargestellt.
Zum Zeitpunkt t1&min; sind die beiden am Kurzschluß direkt
beteiligten Halbleiterschalter U+ und V- eingeschaltet,
d. h. die Ansteuerimpulse SU+ und SV- weisen den Wert H
auf. Folglich erreicht der vom positiven
Gleichspannungsanschluß über U+, LKS1, LKS2, V- zum negativen
Gleichspannungsanschluß fließende Kurzschlußstrom seinen
maximalen Wert (siehe Ströme gemäß Fig. 11 und 12).
Zum Zeitpunkt t2&min; wird routinemäßig über den Logikkreis
2 oder über die vorstehend beschriebene selektive
Abschalteinrichtung der Halbleiterschalter U+
ausgeschaltet (SU+ hat den Wert L). Nachfolgend verläuft ILZK,
d. h. der Strom in der positiven
Gleichspannungszuleitung, nach Null. Es ergibt sich ein Freilaufstrom über
LKS1, LKS2, V- und D2 (siehe Strom gemäß Fig. 11). Die
Eingangsgleichspannung UZK steigt auf den Wert UZK1 an.
Die routinemäßige Ausschaltung des Halbleiterschalters
V- zum Zeitpunkt t3&min; wird durch die selektive
Überstrom-Abschaltung verhindert, d. h. der Ansteuerimpuls
SV- behält den Wert H bei. Dadurch wird verhindert, daß
der Halbleiterschalter V- mit einer stark erhöhten
Spannung vom Wert UZK2 belastet wird und daß die
Summenbeschaltung für diesen erhöhten Spannungswert auszulegen
ist.
Zu den Einrichtungen gemäß Fig. 7 und 13 ist
allgemein anzumerken, daß die Logik zweckmäßig in Form
einzelner Funktionsblöcke verwirklicht wird, wobei einzelne
Funktionsblöcke auch gemeinsam realisiert sein können.