| Dokumentenidentifikation |
DE4117122A1 26.11.1992 |
| Titel |
Schaltung zur Steuerung eines Wechselstromes |
| Anmelder |
ABB Patent GmbH, 6800 Mannheim, DE |
| Erfinder |
Goldyn, Dirk, 5810 Witten, DE; Clever, Gerd, 5884 Halver, DE |
| DE-Anmeldedatum |
25.05.1991 |
| DE-Aktenzeichen |
4117122 |
| Offenlegungstag |
26.11.1992 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
26.11.1992 |
| IPC-Hauptklasse |
H02M 5/293
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| IPC-Nebenklasse |
H02M 1/08
H02H 7/12
H03K 17/68
H03K 17/08
H05B 39/04
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| Zusammenfassung |
Zur Steuerung eines einer Last zuzuführenden Wechselstromes verwendet man steuerbare Halbleiter, die in der Regel am Gleichspannungsausgang einer Gleichrichterbrücke liegen, so daß der Laststrom jeweils zwei Gleichrichterdioden und den steuerbaren Halbleiter durchfließen muß, bevor er die Last erreicht. Es soll eine Schaltung geschaffen werden, die mit geringerer Verlustleistung auskommt. Als steuerbare Halbleiter dienen zwei mit ihren Schaltstrecken (TS1, TS2) in Reihe liegende Transistoren (T1, T2), wobei jeder Schaltstrecke (TS1, TS2) eine Inversdiode (D1, D2) parallelgeschaltet ist. Die beiden Transistoren (T1, T2) sind so gepolt und gesteuert, daß jede der beiden Halbwellen des Wechselstroms (I) nur eine Inversdiode (D1, D2) und eine Schaltstrecke (TS1, TS2) auf dem Weg zur Last (LA) durchfließen muß. Die Schaltung soll bevorzugt bei Dimmern zur Anwendung kommen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Steuerung
eines Wechselstromes mit Hilfe steuerbarer Halbleiter
entsprechend der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art.
Die Steuerung eines Wechselstromes mit elektronischen
Hilfsmitteln zur Speisung einer Last kann sich auf einen
reinen Ein-/Ausschaltvorgang beschränken, oder
zusätzlich noch eine Stellfunktion, z. B. als Dimmer
übernehmen. In beiden Fällen benötigt man für die elektronische
Schaltung eine ausreichende Stromversorgung, die in der
Regel aus der angeschlossenen Wechselspannungsquelle,
also im allgemeinen dem Netz entnommen wird. Hierzu
benötigt man allerdings einen Spannungsabfall an dem
steuerbaren Halbleiter, sofern man die benötigte
Versorgungsspannung nicht mit Hilfe eines
Dreileiteranschlusses vom Spannungsabfall an der Last ableiten will.
Bei reinem Ein-/Ausschaltbetrieb, wie er z. B. bei einer
automatischen Betätigung eines elektronischen Schalters
durch einen Infrarotdetektor in Verbindung mit
Türöffnern oder Beleuchtungseinrichtungen zur Anwendung kommt,
entsteht während der Einschaltphase bei
kurzgeschlossener Schaltstrecke kein für die Stromversorgung nutzbarer
Spannungsabfall. Dieser wird deshalb künstlich mit Hilfe
eines sog. Restphasenanschnittes erzeugt, wobei nur ein
Teil der jeweiligen Wechselspannungshalbwelle zur Last
durchgeschaltet wird, und der verbleibende Rest als
Spannungsabfall am steuerbaren Halbleiter für die
Stromversorgung zur Verfügung steht.
Entsprechend aufgebaute elektronische Dimmerschaltungen
müssen so ausgelegt sein, daß auch hier bei größter
Leistungsabgabe an die Last ein Restphasenanschnitt
verbleibt. Zum Dimmen, das im Prinzip auf verschiedene
Weise erfolgen kann, verwendet man meistens das
Phasenanschnitt- oder das Phasenabschnittsverfahren. Ein
Phasenanschnitt, wird durch eine Verzögerung des Einschaltens
der Last erreicht, wobei der Zündverzögerungswinkel oder
auch kurz Zündwinkel genannt, dem Restphasenanschnitt
entspricht. Der Phasenanschnitt endet beim Nulldurchgang
der Wechselspannung, also am Ende der jeweiligen
Wechselspannungshalbwelle. Er läßt sich mit allen
steuerbaren Halbleitern, insbesondere auch mit Thyristoren und
Triacs realisieren.
Beim Phasenabschnitt erfolgt keine Zündverzögerung, so
daß die Schaltstrecke des steuerbaren Halbleiters bei
Beginn der Halbwelle durchgeschaltet wird, aber
entsprechend dem vorgegebenen Restphasenanschnitt vor dem Ende
der jeweiligen Halbwelle abgeschaltet werden muß. Das
Abschalten einer Spannung ist aber mit normalen
Thyristoren oder Triacs nicht möglich, so daß hierbei
bevorzugt Transistoren als steuerbare Halbleiter verwendet
werden.
Damit möglichst die volle Wechselspannungsleistung für
die Last zur Verfügung steht, müssen beide Halbwellen
der Wechselspannung geschaltet und/oder gedimmt werden.
So ist es u. a. aus der DE 37 43 556 A bekannt, einen
steuerbaren Halbleiterschalter in die Diagonale der
Gleichstromausgänge einer Gleichrichterbrücke zu legen,
wobei diese mit ihren Wechselstromeingängen über eine in
Reihe liegende Last mit einer Wechselspannungsquelle
verbunden ist. Die Last ist in diesem Fall ein Triac,
könnte aber bei geringerem Leistungsbedarf ebenso
unmittelbar der Verbraucher sein. Entscheidend ist, daß es durch
die Gleichrichterbrücke gelingt in beiden Halbwellen der
Wechselspannung einen Phasenanschnitt zu erreichen.
Es ist weiterhin bekannt, entsprechend aufgebaute
Schaltungen mit einem MOSFET als steuerbarem Halbleiter in
einer Gleichrichterbrücke, als Phasenabschnittsdimmer zu
betreiben. Dabei entsteht jedoch nahezu die Hälfte der
Verlustleistung durch die Gleichrichtung, da bei jeder
Halbwelle zwei Gleichrichterdioden und der MOSFET vom
Laststrom durchflossen werden, so daß nur eine relativ
niedrige Anschlußleistung für die Last zur Verfügung
steht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von dem
erläuterten Stand der Technik eine Schaltung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, mit der es gelingt
die Verlustleistung wesentlich zu reduzieren und dadurch
die verfügbare Anschlußleistung bei gleicher
Leistungsdichte der vorgesehenen Baueinheit, z. B. einem
Unterputzdimmer, zu erreichen.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1
gekennzeichneten Merkmale gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und
Weiterbildungen des Anmeldungsgegenstandes sind in den
Unteransprüchen genannt.
Dadurch, daß zu jedem der beiden in Reihe geschalteten
Halbleiterschalter, die nur in einer Stromflußrichtung
steuerbar sind, eine Inversdiode parallel geschaltet
ist, gelingt es auf überraschend einfache Weise die
Verlustleistung um etwa ein Drittel zu vermindern und die
Anschlußleistung entsprechend zu erhöhen. Denn beide
Halbwellen des Laststromes müssen nunmehr nur noch eine
Diode und eine Schaltstrecke des jeweiligen
Halbleiterschalters durchfließen.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung des
Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, zwei Transistoren vom gleichen
Leitfähigkeitstyp zu verwenden, deren Schaltstrecken
gegenpolig in Reihe geschaltet sind. Zum Anlegen des
Steuersignals für die Steuerung der beiden
Schaltstrekken dient ein zwischen ihnen gelegener Verbindungspunkt
als Bezugspotential und die jeweilige Steuerelektrode
der Transistoren als zweiter Anschluß. Ein Verbinden der
beiden Steuerelektroden zu einem gemeinsamen Anschluß
ermöglicht eine besonders einfache Ansteuerung.
Das Steuersignal muß von einer Steuerlogik erzeugt
werden, die mit der Netzwechselspannung synchronisiert ist.
Es ist vorteilhaft, das hierzu benötigte
Synchronisiersignal von einem ersten Spannungsabfall abzuleiten, der
durch den die Schaltstrecken der Transistoren
durchfließenden Wechselstrom entsteht. Durch den über die
Schaltstrecken der Transistoren fließenden Wechselstrom
kann auch ein zweiter Spannungsabfall erzeugt werden,
aus dem ein dem Wechselstrom proportionales
Überlastsignal abgeleitet wird, das dann zur Steuerung
einer Überlastlogik und/oder Kurzschlußlogik dient. Um
ein möglichst genaues Überlastsignal zu erhalten, ist es
zweckmäßig, den zweiten Spannungsabfall durch zwei
zwischen die beiden Schaltstrecken eingefügte, mit
diesen in Reihe liegende Sensorwiderstände zu erzeugen.
Das zwischen den Schaltstrecken vorgesehene
Bezugspotential kommt in diesem Fall zwischen den beiden
Sensorwiderständen zu liegen, die zusammen mit zwei
Summierdioden eine erste Gleichrichterbrücke bilden, die
dafür sorgt, daß der an den Sensorwiderständen
entstehende Spannungsabfall der beiden
Wechselstromhalbwellen zu einem Überlastsignal summiert
wird.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des
Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß die beiden in Reihe
liegenden Schaltstrecken der Transistoren als zwei
Zweige einer zweiten Gleichrichterbrücke angeordnet sind,
deren weitere Zweige von zwei Netzteildioden gebildet
werden. Es entsteht hierdurch eine
Zweiweggleichrichterschaltung, mit einem künstlichen Nullpunkt, der dem
Bezugspunkt entspricht und den ersten
Gleichspannungsausgang der Gleichrichterbrücke bildet, deren zweiter
Gleichspannungsausgang zwischen den beiden
Netzteildioden liegt. Somit kann unmittelbar vom
Gleichspannungsausgang dieser zweiten Gleichrichterbrücke eine
Versorgungsspannung zur Speisung der Steuerlogik entnommen
werden. Es ist zweckmäßig, die Versorgungsspannung durch
einen Netzteilkondensator zu puffern und durch eine
Zenerdiode zu begrenzen. Da die Steuerlogik nur eine
geringe Versorgungsleistung benötigt, muß man den Strom
durch die Netzteildioden mit Hilfe vorgeschalteter
Netzteilwiderstände reduzieren. Zwischen der jeweiligen
Netzteildiode und ihrem vorgeschalteten
Netzteilwiderstand kann jeweils das zur Synchronisierung der
Steuerlogik benötigte Synchronisiersignal abgegriffen werden.
Gemäß den einleitenden Ausführungen steht für die
Erzeugung der Versorgungsspannung nur jeweils der während des
Restphasenanschnittes an den Schaltstrecken der
Transitoren entstehende Spannungsabfall zur Verfügung. Mit
Hilfe eines Dreileiteranschlusses für die Schaltung wäre
es möglich, auch den Spannungsabfall an der Last für die
Stromversorgung heranzuziehen und dementsprechend den
Restphasenanschnitt gegebenenfalls zu verringern.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Die dargestellte Schaltungsanordnung zeigt einen
Nulleiteranschluß N und einen Phasenleiteranschluß L eines
Wechselspannungsnetzes, zwischen denen eine
Reihenschaltung liegt, die im wesentlichen aus einer Last LA und
den Schaltstrecken TS1, TS2 zweier Schalttransistoren
T1, T2 besteht. Bei den Schalttransistoren handelt es
sich im vorliegenden Beispiel um zwei Power MOSFETS,
deren durch Drain D und Source S gebildete
Schaltstrekken TS1, TS2 gegenpolig in Reihe geschaltet sind.
Zwischen den beiden Schaltstrecken TS1, TS2 liegt das
Bezugspotential BZ, auf das alle Steuersignale und
Hilfsspannungen bezogen sind.
Von einer Steuerlogik SL wird ein Steuersignal SS
abgegeben, das zur Steuerung der beiden miteinander
verbundenen, als Steuerelektrode dienenden Gates G der MOSFETS
T1, T2 dient. Jede der beiden Schaltstrecken TS1, TS2
ist durch eine Inversdiode D1, D2 überbrückt.
Die insoweit beschriebene Grundschaltung arbeitet
derart, daß beide MOSFETS T1, T2 entsprechend dem
angelegten Steuersignal SS ihre Schaltstrecken TS1, TS2
gemeinsam ein- oder ausschalten. Bei eingeschalteten
Schaltstrecken TS1, TS2 bestimmt die Polarität der jeweils
anliegenden Halbwelle des die Last LA durchfließenden
Wechselstroms I, welchen Weg dieser Strom nimmt. Bei
einer auf den Nulleiter N bezogenen positiven Halbwelle
und einem ebenfalls positiven Steuersignal SS, nimmt der
Strom seinen Weg über die erste Schaltstrecke T1 des
ersten MOSFETS T1 und die zweite Inversdiode D2 des
zweiten MOSFETS T2. Bei einer negativen Halbwelle des
Wechselstroms I fließt dieser dagegen über die
Schaltstrecke TS2 des zweiten MOSFETS T2 und die erste
Inversdiode D1 des ersten MOSFETS T1.
Um einen Schutz gegen Überlast und Kurzschluß zu
erzielen, sind zwischen die beiden Schaltstrecken TS1, TS2
zwei Sensorwiderstände RS1, RS2 in Reihe liegend
eingefügt, die einen dem Wechselstrom I proportionalen
Spannungsabfall U2 erzeugen sollen. Mit Hilfe zweier
Summierdioden DS1, DS2 wird eine erste
Gleichrichterbrücke B1 gebildet, an derem Gleichspannungsausgang,
zwischen den beiden Summierdioden DS1, DS2 und den
beiden Sensorwiderständen RS1, RS2 ein Überlastsignal ÜL
abgegriffen werden kann, das eine Sperrung der
Schaltstrecken TS1, TS2 bewirkt, sobald der die Last LA
durchfließende Wechselstrom I einen vorgegebenen Grenzwert
überschreitet. Das Überlastsignal ÜL dient zur Steuerung
einer Kurzschlußlogik 3 und einer Überlastlogik 4, die
zur Steuerlogik SL gehören.
Zur Erzeugung einer Versorgungsspannung VS für die
Steuerlogik SL dient eine zweite Brückenschaltung B2, bei
der die MOSFETS T1, T2 mit den zwischengeschalteten
Sensorwiderständen RS1, RS2 je einen Zweig der zweiten
Gleichrichterbrücke B2 und zwei Netzteildioden DN1, DN2
die beiden anderen Brückenzweige bilden. Jeder der
beiden Netzteildioden DN1, DN2 ist noch ein
Netzteilwiderstand RN1, RN2 vorgeschaltet, um den für die Versorgung
benötigten Strom zu begrenzen. Der durch den
Wechselstrom I an der Reihenschaltung der beiden Schaltstrecken
TS1, TS2 und der beiden Sensorwiderstände RS1, RS2
entstehende Spannungsabfall steht als Wechselspannung U1 an
den Wechselspannungseingängen der Gleichrichterbrücke B2
zur Verfügung. Die an den Gleichspannungsausgängen der
Gleichrichterbrücke B2 erzeugte Versorgungsspannung VS
wird noch durch einen Kondensator CN gepuffert und durch
eine Zenerdiode Z auf einen vorgegebenen Wert begrenzt.
An den beiden Netzteildioden DN1, DN2, zwischen diesen
und den vorgeschalteten Netzteilwiderständen RN1, RN2
wird jeweils ein Synchronisiersignal SYN1, SYN2
abgegriffen und einem Monoflipflop 2 der Steuerlogik SL
zugeführt.
Zur Steuerlogik SL gehören außer dem Monoflipflop 2, der
Kurzschlußlogik 3 und der Überlastlogik 4 noch eine
Einschaltverzögerung 1. Letztere hat die Aufgabe, die
Ansteuerung der MOSFETS T1, T2 solange zu unterbinden, bis
der Netzteilkondensator CN genügend aufgeladen ist. Das
für die Synchronisierung des Steuersignals SS dienende
Monoflipflop 2 ist noch mit einem Potentiometer PS
versehen, mit dem es möglich ist, den Steuerwinkel des
Phasenan- bzw. -abschnitts entsprechend der gewählten
Dimmstellung zu verändern. Die Kurzschlußlogik 3 ist so
ausgewählt, daß sie bei ca. 5fachem Nennstrom innerhalb
weniger Mikrosekunden anspricht und ein Signal abgibt,
während die Überlastlogik bei dem ca. 1,2fachen
Nennstrom mit einer Verzögerung von ca. 100 Millisekunden
ein Ausgangssignal abgibt. Die von den erläuterten
Logikeinheiten 1 bis 4 abgegebenen Signale werden einem
UND-Gatter 5 zugeführt, dessen Ausgang mit dem Eingang
einer Gatesteuerung 6 verbunden ist, die ihrerseits das
zur Steuerung der beiden MOSFETS T1, T2 benötigte
Steuersignal SS abgibt. Die Steuerlogik SL kann mit
bekannten integrierten Steuerbausteinen, z. B. einem Vierfach-
Nor-Gatter vom Typ 4001 aufgebaut werden.
Wegen des wesentlich geringeren Verdrahtungsaufwandes
versucht man in der Praxis die Schaltungsanordnung so
aufzubauen, daß diese mit einem Zweileiteranschluß
auskommt. Andererseits wird der Dimmbereich in
unerwünschter Weise eingeschränkt, weil ein Restphasenanschnitt
von etwa 3 Millisekunden für die Ladung des Netzteils
benötigt wird, und somit die Stromflußzeit auf ca. 7
Millisekunden pro Halbwelle begrenzt werden muß. Bei
einem Dreileiteranschluß, wie er in der Schaltung durch
eine gestrichelte Linie angedeutet ist, kann auch der
Spannungsabfall an der Last LA für die Stromversorgung
herangezogen werden und dementsprechend der
erforderliche Restphasenanschnitt vermindert werden oder sogar
ganz wegfallen.
Je nach Art des durch die Steuerlogik SL erzeugten
Steuersignals SS kann die Schaltung als Phasenanschnitt- oder
-abschnittdimmer arbeiten. Der Anschnittart
entsprechend müssen auch die steuerbaren Halbleiter T1, T2
gewählt werden. Für den Phasenabschnitt kommen außer
normalen bipolaren Transistoren und MOSFETS
(Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistoren) z. B. auch IGBTS
(bipolare Transistoren mit isoliertem Gate) in Frage.
Abhängig vom jeweiligen Halbleiterschalter ist es
gegebenenfalls notwendig, als Inversdiode eine diskrete
Diode oder ein anderes Bauteil mit geeigneter
Gleichrichterfunktion zu verwenden. Selbst bei MOSFETS, die mit
integrierten Inversdioden hergestellt werden, kann es
ratsam sein, eine Inversdiode mit höherer Leistung
extern zuzuschalten.
Bezugszeichenliste
Anlage:
Diese Anlage ist kein Teil der Anmeldung, sondern
soll lediglich deren Prüfung durch das Patentamt
erleichtern.
1 Einschaltverzögerung
2 Monoflipflop
3 Kurzschlußlogik
4 Überlastlogik
5 UND-Gatter
6 Gatesteuerung
B1 erste Gleichrichterbrücke
B2 zweite Gleichrichterbrücke
BZ Bezugspotential
CN Netzteilkondensator
D1 erste Diode
D2 zweite Diode
DN1 erste Netzteildiode
DN2 zweite Netzteildiode
DS1 erste Summierdiode
DS2 zweite Summierdiode
G Steuerelektrode
I Wechselstrom
LA Last
L-N Wechselstromquelle
PS Stellpotentiometer
RN1 erster Netzteilwiderstand
RN2 zweiter Netzteilwiderstand
RS1 erster Sensorwiderstand
RS2 zweiter Sensorwiderstand
SS Steuersignal
SL Steuerlogik
SYN1 erstes Synchronisiersignal
SYN2 zweites Synchronisiersignal
T1 erster Transistor
T2 zweiter Transistor
TS1 erste Schaltstrecke
TS1 zweite Schaltstrecke
ÜL Überlastsignal
U1 erster Spannungsabfall
U2 zweiter Spannungsabfall
VS Versorgungsspannung
Z Zenerdiode
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| Anspruch[de] |
- 1. Schaltung zur Steuerung eines Wechselstromes (I)
mit Hilfe steuerbarer Halbleiter, die in Abhängigkeit
von einem Steuersignal (SS) mindestens einen Teil der
positiven oder negativen Halbwelle des Wechselstromes
(I) einer Last (LA) zuführen, wobei die Last (LA),
mindestens ein steuerbarer Halbleiter und eine
Wechselstromquelle (L-N) in Serie geschaltet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß als steuerbare Halbleiter zwei mit
ihren Schaltstrecken (TS1, TS2) in Reihe liegende
Transistoren (T1, T2) dienen und jeder Schaltstrecke (TS1, TS2)
eine Inversdiode (D1, D2) parallelgeschaltet ist und daß
die beiden Transistoren (T1, T2) so gepolt und gesteuert
sind, daß bei einer eingeschalteten ersten Schaltstrecke
(TS1) des ersten Transistors (T1) ein während einer
ersten Halbwelle fließender Strom über die erste
Schaltstrecke (TS1) und die Inversdiode (D2) des zweiten
Transistors (T2) fließt und bei einer eingeschalteten
zweiten Schaltstrecke (TS2) des zweiten Transistors (T2) ein
während der zweiten Halbwelle fließender Strom über die
zweite Schaltstrecke (TS2) und die Inversdiode (D1) des
ersten Transistors (T1) fließt.
- 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der beiden Transistoren (T1, T2) vom gleichen
Leitfähigkeitstyp sind und ihre Schaltstrecken (TS1, TS2)
gegenpolig in Reihe geschaltet sind und das Steuersignal
(SS) zwischen den Steuerelektroden (G) der Transistoren
(T1, T2) und einem zwischen den beiden Schaltstrecken
(TS1, TS2) liegenden Bezugspotential (BZ) anliegt, wobei
die beiden Steuerelektroden (G) vorzugsweise miteinander
verbunden sind.
- 3. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal (SS)
von einer Steuerlogik (SL) erzeugt wird und zur
Synchronisierung der Steuerlogik (SL) dienende
Synchronisiersignale (SYN1, SYN2) von einem ersten Spannungsabfall
(U1) abgeleitet sind, der durch den die Schaltstrecken
(TS1, TS2) der Transistoren (T1, T2) durchfließenden
Wechselstrom (I) entsteht.
- 4. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von einem zweiten
Spannungsabfall (U2), den der über die Schaltstrecken
(TS1, TS2) der Transistoren (T1, T2) fließende
Wechselstrom (I) erzeugt, ein diesem Wechselstrom (I)
proportionales Überlastsignal (ÜL) abgeleitet und einer der
Steuerlogik (SL) zugeordneten Überlastlogik (4) und/oder
Kurzschlußlogik (3) zugeführt ist.
- 5. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Spannungsabfall (U2) durch zwei zwischen die beiden Schaltstrecken
(TS1, TS2) eingefügte, mit diesen in Reihe liegende
Sensorwiderstände (RS1, RS2) erzeugt wird, derart, daß das
Bezugspotential (BZ) zwischen ihnen zu liegen kommt, und
daß das dem zweiten Spannungsabfall (U2) proportionale
Überlastsignal (ÜL) am Gleichstromausgang einer ersten
Gleichrichterbrücke (B1) zwischen dem Bezugspotential
(BZ) und dem Verbindungspunkt einer am ersten
Sensorwiderstand (RS1) anliegenden ersten Summierdiode (DS1) und
einer am zweiten Sensorwiderstand (RS2) anliegenden
zweiten Summierdiode (DS2) entnommen wird.
- 6. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Spannungsabfall (U1) an der Reihenschaltung entsteht, die die
beiden Schaltstrecken (TS1, TS2) mit oder ohne die beiden
Sensorwiderstände (RS1, RS2) bilden, und dieser
Spannungsabfall (U1) am Wechselspannungseingang einer
zweiten Gleichrichterbrücken (B2) anliegt, die ihrerseits
durch die Reihenschaltung und mindestens zwei
Netzteildioden (DN1, DN2) gebildet wird und an derem
Gleichstromausgang, zwischen den Netzteildioden (DN1, DN2) und dem
Bezugspotential (BZ), eine Versorgungsspannung (VS) für
die Steuerlogik (SL) abgegriffen wird.
- 7. Schaltung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Versorgungsspannung (VS) durch einen
Netzteilkondensator (CN) gepuffert und durch eine Zenerdiode
(Z) begrenzt ist, wobei die Parallelschaltung von
Netzteilkondensator (CN) und Zenerdiode (Z) zwischen den
Netzteildioden (DN1, DN2) und Bezugspotential (BZ) liegt.
- 8. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden
Netzteildioden (DN1, DN2) je ein Netzteilwiderstand (RN1, RN2)
vorgeschaltet ist, und zwischen dem ersten
Netzteilwiderstand (FN1) und der ersten Netzteildiode (DN1) ein
erstes Synchronisiersignal (SYN1) und zwischen dem zweiten
Netzteilwiderstand (RN2) und der zweiten Netzteildiode
(DN2) ein zweites Synchronisiersignal (SYN2) abgegriffen
und der Steuerlogik (SL) zugeführt wird.
- 9. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Spannungsabfall (U2) der Netzwechselspannung entspricht, die an der
durch die Last (LA) und die Reihenschaltung gebildeten
Gesamtreihenschaltung anliegt.
- 10. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerlogik (SL)
außer einer Überlastlogik (4) und gegebenenfalls einer
Kurzschlußlogik (3) noch ein Monoflipflop (2) und eine
Einschaltverzögerung besitzt, die mit ihren Ausgängen
dem Eingang eines UND-Gatters (5) zugeführt sind und an
dessen Ausgang eine das Steuersignal (SS) erzeugende
Gatesteuerung (6) liegt.
- 11. Schaltung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Monoflipflop (2) eingangsseitig die
Synchronisiersignale (SYN1, SYN2) und das Stellsignal
eines Stellpotentiometers (PS) zur Vorgabe eines
Stromflußwinkels zugeführt sind.
- 12. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Steuerlogik
(SL) erzeugte Steuersignal (SS) die Transistoren (T1, T2)
so steuert, daß die Schaltung als Phasenabschnittdimmer,
als Phasenanschnittdimmer oder als Impulsgruppendimmer
arbeitet.
- 13. Schaltung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Transistoren
(T1, T2) bipolare Transistoren, FETS, insbesondere
MOSFETS, oder IGBTS sind und die beiden Inversdioden (D1,
D2) als diskrete oder integrierte Bauteile mit den
Transistoren (T1, T2) verbunden sind.
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