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Dokumentenidentifikation DE4040681C2 17.12.1992
Titel Fotosetzgerät, insbesondere Laserbelichter, mit einem Zylinderbett
Anmelder Linotype-Hell AG, 6236 Eschborn, DE
Erfinder Klein, Ottokar, 6108 Weiterstadt, DE
Vertreter Dannenberg, G., Dipl.-Ing., 6000 Frankfurt; Weinhold, P., Dipl.-Chem. Dr., 8000 München; Gudel, D., Dr.phil.; Schubert, S., Dipl.-Ing., 6000 Frankfurt; Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 19.12.1990
DE-Aktenzeichen 4040681
Offenlegungstag 02.07.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.12.1992
IPC-Hauptklasse B41B 21/32
IPC-Nebenklasse G03F 7/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fotosetzgerät, insbesondere Laserbelichter, mit einem Zylinderbett nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei derartigen Fotosetzgeräten mit einem Zylinderbett, das auch als Kreiszylindersegment bezeichnet werden kann, ist ein Teil der Belichtungsoptik, insbesondere ein Drehspiegel, um die Zylinderbett-Längsachse drehbar und in deren Richtung verschiebbar, um Fotomaterial, welches innen an dem Zylinderbett gehalten wird und mit seiner lichtempfindlichen Schicht zu der Zylinderbett-Längsachse weist, entlang Abtastzeilen zu belichten. Da hierzu stets der gleiche Wegabschnitt von dem Drehspiegel bis zu der lichtempfindlichen Schicht überbrückt wird und da das Strahlenbündel stets in dem gleichen Winkel auf das lichtempfindliche Material auftrifft, ergeben sich Vorteile, insbesondere durch eine einfache Abbildungsoptik und eine gleichmäßige scharfe Belichtung gleichbleibender Belichtungsintensität für das gesamte zu belichtende Format.

Allerdings muß bei derartigen Fotosetzgeräten mit einem Zylinderbett das blattförmige Fotomaterial aus einer annähernd planen Lage, in der es normalerweise am einfachsten transportiert wird, in das gekrümmte Zylinderbett hinein transportiert werden und innen an dem Zylinderbett anliegend gehalten werden, bevor der Belichtungsvorgang stattfinden kann. Hierzu wird das Fotomaterial in einem bekannten derartigen Fotosetzgerät (DE-PS 36 04 360) durch einen offenen Mantelabschnitt in das Zylinderbett in Richtung dessen Innenumfangs unter Führung hinein transportiert und analog dazu nach dem Belichtungsvorgang aus dem Zylinderbett herausgezogen. Der Transportvorgang in dem Zylinderbett erfolgt somit in dessen Umfangsrichtung. Hierzu sind im einzelnen als Führungselemente, die an Seitenrändern des Fotomaterials angreifen, zwei in axialem Abstand in das Zylinderbett oder Kreiszylindersegment eingesetzte, je einen Stirnanschlag aufweisende Führungsringe angeordnet, deren Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Zylinderbetts bzw. Kreiszylindersegments entspricht. Vor dem Anfang und nach dem Ende des Belichtungsbereichs sind sich axial erstreckende Führungskörper vorgesehen, die das Fotomaterial entlang seiner Breitenerstreckung führen und in die Krümmung der Innenseite des Kreiszylindersegments in der Art einer Zwangsführung überleiten. - Nachteilig dabei ist, daß Platten als Fotomaterial, das direkt belichtet werden soll, nur schwer wegen der Steifigkeit der Druckplatten eingelegt werden können, denn sie müssen in der gekrümmten Form innerhalb des Kreiszylindersegments transportiert werden, nachdem sie beim Einschieben gekrümmt wurden. Bei diesem Krümmungsvorgang und dem anschließenden Transportvorgang können leicht Kratzer auftreten. Diese lassen sich nur mit den Aufwand erhöhenden Zusatzeinrichtungen ganz vermeiden. Weiterhin können nicht ohne weiteres Fotomaterialien beliebiger Länge verarbeitet werden, vielmehr würde deren Transport durch das Kreiszylindersegment ebenfalls verhältnismäßig komplizierte Zusatzeinrichtungen voraussetzen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fotosetzgerät der eingangs genannten Gattung derart weiterzubilden, daß auch steifes Fotomaterial, insbesondere Druckplatten, in das Zylinderbett eingeführt und an dessen Innenseite genau anliegend gehalten werden können, wobei die Länge des Fotomaterials unkritisch sein soll.

Diese Aufgabe wird durch die Ausbildung des Fotosetzgeräts mit den in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Das damit ausgestattete Fotosetzgerät eignet sich sowohl für die Verarbeitung von Druckplatten als auch von herkömmlichem Platten- oder (Film-)Rollenmaterial.

Damit kann das vorteilhafte Verfahren nach Anspruch 10 durchgeführt werden, wonach das Fotomaterial in einer im wesentlichen planen Ebene in das Zylinderbett in dessen Längsrichtung eingezogen wird, vor der Belichtung mechanisch an die Innenseite des Zylinderbettes angelegt wird, nach der Belichtung in die plane Ebene zurückbewegt wird und aus dem Innern des Zylinderbetts in dessen Längsrichtung herausgefördert wird.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Fotosetzgeräts und das damit ausübbare Verfahren werden also die Vorgänge des Transports des Fotomaterials und dessen Anlage innen an das Zylinderbett entkoppelt bzw. in getrennten Schritten durchgeführt. Der Fotomaterialtransport erfolgt dabei plan, so daß einfache Führungen für den Transport genügen und Kratzer vermieden werden.

Die Länge des transportierten Fotomaterials ist dabei unkritisch und spielt insbesondere keine Rolle zur vollständig gewölbten Anlage des Fotomaterials an das Zylinderbett, da hierzu das Fotomaterial über der gesamten Zylinderbett-Längsachse mit einer unkomplizierten Einrichtung erfaßt, hochgewölbt und in der hochgewölbten Lage gehalten werden kann.

Hierzu weist besonders vorteilhaft nach Anspruch 2 die Führungseinrichtung zu in einem Abstand zueinander angeordnete schwenkbare Einlegeschienen mit einem Führungsschlitz sowie schwenkbare Stangen auf, auf denen das Fotomaterial in einer Einziehstellung in einer im wesentlichen planen Ebene aufliegt. In dieser planen Ebene liegen dann auch die Führungsschlitze der Einlegeschienen. Die Stangen können in eine obere Einlegestellung geschwenkt werden, indem sie den Einziehvorgang der Einlegeschienen unterstützen. Die Stangen drücken das Filmmaterial in das Zylinderbett ein, wobei auch große Steifigkeit des Fotomaterials überwunden werden kann, ohne daß das Fotomaterial Kratzer erfährt. Die Einlegeschienen sind synchron zu den schwenkbaren Stangen in die Einlegestellung schwenkbar, wodurch das an den Längsrändern in Führungsschlitzen gehaltene Fotomaterial in das Zylinderbett exakt anliegend tangential eingedrückt wird. In der eingedrückten Stellung liegt das Fotomaterial in dem Schlitz der einen der beiden Einlegeschienen seitlich an, womit das Fotomaterial ausgerichtet ist. In der Belichtungsstellung wird das Fotomaterial nur mit beiden Einlegeschienen an dem Zylinderbett gehalten, während die Stangen von dem Fotomaterial weg zurückgeschwenkt werden, in der sie im Strahlengang der Belichtungsoptik nicht stören. Es können somit die bekannten grundsätzlichen Vorteile des Fotosetzgeräts mit einem Zylinderbett als Fotomaterialträger unbeeinträchtigt bleiben. Das Fotomaterial wird während des Belichtens nicht bewegt, wodurch die hohe Belichtungsgenauigkeit bei großen Belichtungsformaten erhalten bleibt. Die mechanischen Fotomaterialeigenschaften, die Flächenabmessungen und Dicke haben keinen Einfluß auf die Belichtungsgenauigkeit. Somit können auch direkt belichtbare Druckplatten ohne weiteres verarbeitet werden. Da die Filmanlage im Zylinderbett mechanisch erfolgt, sind keine Einrichtungsteile zur Erzeugung, Zufuhr und Verteilung eines Unterdrucks an dem Fotomaterial erforderlich.

Um unterschiedlich große Fotomateriallängen in das Zylinderbett hinein und aus diesem heraus zu transportieren, weist nach Anspruch 3 jede der beiden Einlegeschienen mindestens ein Paar Einzugsrollen auf, deren Spalt in der Ebene der Führungsschlitze liegt. Die verarbeitbaren Fotomateriallängen können durch die Position dieser Einzugsrollen bzw. der Einlegeschienen erweitert werden.

Es ist aber auch möglich, verschiedene Fotomaterialbreiten zu verarbeiten, wozu der Radius des Zylinderbettes durch Einsatz eines entsprechenden Zylinderbetts angepaßt wird.

Von den Einzugsrollen eines Paars ist wenigstens eine zweckmäßig abgefedert und anhebbar, wodurch die Ausrichtung des Fotomaterials bei einem Zwischenstop ermöglicht wird.

Weiterhin kann wenigstens eine der Einlegeschienen eine Locheinrichtung aufweisen, mit der das Fotomaterial gehalten und gelocht werden kann, wenn dies zur Weiterverarbeitung des Fotomaterials gewünscht wird.

Zur exakten Führung der Einlegeschienen und damit genauen Anlage des Fotomaterials innen an dem Zylinderbett, ohne während des Einlegevorgangs eine das Fotomaterial beschädigende Relativbewegung zwischen den Einlegeschienen und dem Fotomaterial hervorzurufen, sind die Einlegeschienen nach Anspruch 6 in Führungsplatten geführt. Dabei greift wenigstens eine an der Einlegeschiene gelagerte Führungsrolle in wenigstens eine Führungsbahn in der Führungsplatte ein.

Zur Unterstützung dieses Einlegevorgangs des Fotomaterials sind die Stangen, auf denen das Fotomaterial während des planen Transports zunächst aufliegt, über je mindestens einen Hebel mit einer Achse verbunden, mit der sie in die obere Einlegestellung schwenkbar sind.

Die Antriebseinrichtung des Fotosetzgeräts umfaßt nach Anspruch 8 ein Eingabewalzenpaar, mit dem das Fotomaterial aus einer Kassette oder einem Blattbehälter in das Zylinderbett, insbesondere zu Einzugsrollen in dessen Innenraum transportierbar ist. Sie umfaßt weiterhin ein Ausgabewalzenpaar, mit dem das Fotomaterial aus dem Zylinderbett, insbesondere von den Einzugsrollen zu einer Ausgabekassette oder direkt in ein Entwicklungsgerät gefördert werden kann. Bei dieser Ausbildung der Antriebseinrichtung kann der Film beispielsweise direkt auf einem geschlossenen Weg von der Vorratskassette über das Zylinderbett, in dem der Belichtungsvorgang stattfindet, bis zu dem Entwicklungsgerät, von dem das entwickelte Fotomaterial ausgegeben wird, geführt werden.

Dazu ist, wenn Film als Fotomaterial verarbeitet wird, zwischen dem Eingabewalzenpaar, das in Fotomaterialtransportrichtung nach der Kassette angeordnet ist, und den Einlegeschienen zweckmäßig eine Schneideeinrichtung angeordnet. Vor dem Schneiden des Films wird dieser bis zumindest den Einzugsrollen an den Einlegeschienen transportiert, wozu insbesondere das Eingabewalzenpaar dient. Nach dem Abschneiden des Filmabschnitts bringen die Einzugsrollen an den Einlegeschienen den Filmabschnitt allein in die Endlage.

Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung mit sechs Figuren erläutert, in denen ein typographischer Laserbelichter dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 den Laserbelichter in einem Längsschnitt,

Fig. 2 einen Querschnitt durch wesentliche Teile des Laserbelichters im Bereich der Führungseinrichtung,

Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Führungseinrichtung gemäß Fig. 2,

Fig. 4 einen Querschnitt durch den Laserbelichter in einer ersten Schnittebene,

Fig. 5 einen Querschnitt durch den Laserbelichter in einer zweiten Schnittebene und

Fig. 6 eine Draufsicht auf den Teil der Führungseinrichtung, die in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist.

Die Figuren weichen hinsichtlich ihres Darstellungsmaßstabs teilweise voneinander ab.

In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse eines im Längsschnitt dargestellten Laserbelichters bezeichnet, in dem eine Führungseinrichtung für Film als Fotomaterial, die im einzelnen in den Fig. 2, 3 und 6 dargestellt ist, eine Belichtungseinheit 2 sowie eine Linearführung mit einem Kurbelgewindetrieb 3 und einem Getriebemotor 4 untergebracht sind.

Zur Belichtung eines Filmabschnitts 6, der in Fig. 1 an ein Zylinderbett 7 angelegt dargestellt ist, wird ein Drehspiegel 8 - siehe auch Fig. 4 und 5 -, so rotiert, daß ein moduliertes Belichtungsstrahlenbündel 9 den als Zylinderabschnitt gekrümmten Film mit seiner lichtempfindlichen Schicht, die zu dem Drehspiegel weist, in Abtastlinien abtastet und dabei belichtet. Außerdem kann der Drehspiegel das Strahlenbündel 9 in der Zylinderbettlängsachse 10 um einen Verfahrweg 10a der Belichtungseinheit 2 verschieben, womit in Längsachsenrichtung Abtastzeile auf Abtastzeile auf der belichteten Filmoberfläche folgt. Der Film steht während des Belichtungsvorgangs still. Die Linearführung der Belichtungseinheit 2 ist in Fig. 4 mit 5 bezeichnet.

Eine Transporteinrichtung für einen unbelichteten Film 11 dient dazu, diesen aus einer Kassette 12 herauszuziehen, in den Bereich des Zylinderbettes 7 einzuführen, wo ein Filmabschnitt 6, der durch eine Schneideinrichtung 13 von dem Film 11 abgeschnitten ist, nach Anlage innen an dem Zylinderbett 7 belichtet wird, um letztlich zu einer Ausgabekassette 14 heraustransportiert zu werden. Hierzu umfaßt die Transporteinrichtung des Films ein Paar Eingabewalzen 15, die zwischen der Schneideinrichtung 13 und der Kassette 12 angeordnet sind, sowie ein Paar Ausgabewalzen 16 zwischen der Bahn des Filmabschnitts im Zylinderbett 7 und der Ausgabekassette 14. Die beschriebenen konventionellen Teile der Transporteinrichtung bedürfen keiner weiteren Erläuterung.

Eine Führungseinrichtung für den Film in dem Bereich des Zylinderbetts ist im einzelnen unter Weglassung der übrigen Teile in den Fig. 2, 3 und 6 dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus Elementen zur Führung des Films in das Zylinderbett 7 und zum Einlegen d. h. Andrücken des Filmabschnittes an das Zylinderbett von innen. Im einzelnen sind parallel und im Abstand entsprechend der Filmbreite und parallel zur Zylinderbettlängsachse 10 ausgerichtet zwei schwenkbare Einlegeschienen 17, 18 vorgesehen, in deren zueinander gewandten Führungsschlitzen 19, 20 die beiden Seitenränder des Films bzw. Filmabschnittes eingreifen, um in diesen während des Transportes geführt zu werden. Die Führungsschlitze 19, 20 dienen außerdem dazu, den Filmabschnitt 6 aus der in Fig. 2 dargestellten Einziehstellung in eine obere Einlegestellung zu schwenken und in dieser Stellung einen Anschlag in Richtung des Innenumfangs des Zylinderbettes 7 zu bilden, während der andere der beiden schwenkbaren Einlegeschienen, hier 18, den Filmabschnitt 6 tangential in das Zylinderbett eindrückt.

Dieser Einlegestellung entspricht im wesentlichen die in Fig. 5 dargestellte Belichtungsstellung, in der allerdings Stangen 22, 22a aus dem Bewegungsbereich des Strahlenbündels 9 zurückgeschwenkt sind. Diese schwenkbaren Stangen 22, 22a tragen den Film 11 bzw. einen Filmabschnitt 6 in der Einzugsphase in der gleichen, nicht bezeichneten Ebene wie die Führungsschlitze 19, 20 der schwenkbaren Einlegeschienen 18, 19. Die Stangen sind ebenfalls parallel zur Zylinderbettlängsachse 10 ausgerichtet. In Fig. 1 sind nur Enden der Stange 22erkennbar, da der mittlere Abschnitt dieser Stange zur besseren Darstellung der Einlegeschienen entfernt ist. Aus Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 4 kann ersehen werden, wie die Stangen 22, 22a über Hebel 23, 24 mit je einer Welle 25, 26 in Verbindung stehen. In Fig. 5 sind zur besseren Übersichtlichkeit die Hebel 23 und 24 nur durch eine strichpunktierte Linie angedeutet, während die Stangen 22, 22a mit durchbrochenen Linien dargestellt sind.

Die Lagerung der Einlegeschienen 17, 18 ergibt sich am besten aus Abbildung 4. Diese Einlegeschienen sind um Wellen 27, 28 schwenkbar, die somit in einer Ebene zugleich Drehpunkte darstellen. Diese Wellen bzw. Drehpunkte liegen bezüglich der zentralen Mittelachse des Zylinderbettes 7 weiter außen als die Wellen 25, 26. Damit soll das Andrücken der Einlegeschienen optimiert werden, um den Filmabschnitt 6 federnd, seitlich tangential in die innere Zylinderwand des Zylinderbetts 7 einzudrücken. Zum Drehen der Wellen 25-28 dient eine nicht dargestellte Betriebseinheit.

Die Einlegeschienen 17, 18 werden an ihren Enden durch jeweils eine Platte 29, 29a; 30, 30a gehalten. An den Enden der Einlegeschienen befinden sich Rollen 55, 56, 57, 58, die in die Führungsbahnen 35, 36, 37, 38 der Platten 29, 30 eingreifen und die Bewegung der Einlegeschienen vorgeben. Die Schlitze 30, 40 in den Platten 29, 30 dienen zum Durchlaß der Bewegungsrollen (31, 32).

Die Funktionsbewegungen werden nur für die Eingabeseite der Einlegeschienen dargestellt und beschrieben, denn sie sind auf beiden Seiten gleich. Die Einlegeschienen werden durch Hebel 33, 34, die über Wellen 27, 28 angetrieben werden, von der Einziehstellung, Fig. 4 rechts, in die Belichtungsstellung, Fig. 4 links und Fig. 5, bewegt. Zu diesem Zweck wirken die Hebel auf die Bewegungsrollen 31, 32.

In den Einlegeschienen ist jeweils ein Paar Einzugsrollen 41 bzw. 42 gelagert, deren Spalt in der gleichen Ebene liegt, in welcher der Filmabschnitt 6 durch die Führungsschlitze 19, 20 in den Einlegeschienen 17, 18 und die Stangen 22, 22a in der Transportstellung gehalten wird. Von den Einzugsrollen ist die nicht angetriebene angefedert und läßt sich abheben. Eine Gegenrolle 41a zu der Einzugsrolle 41, die zusammen ein Paar Einzugsrollen bilden, ist aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich.

Aus den Fig. 3 und 6 kann weiterhin ersehen werden, wie an der Einlegeschiene 17 im Abstand zueinander zwei Locheinrichtungen 43, 44 angeordnet sind.

Mit dem beschriebenen Laserbelichter wird der Film 11 mittels der Eingabewalzen 15 aus der Kassette 12 herausgezogen und durch die Schneideinrichtung 13 hindurch in die Einlegeschienen 17, 18 eingeschoben, wo der linke und der rechte Rand des Films geführt werden und der weitere Transport von den Einzugsrollen 41, 42 übernommen wird. Nach dem Abschneiden durch die Schneideinrichtung 13 folgt der weitere Transport des Filmabschnitts 6 allein durch die Einzugsrollen 41, 42, die ihn parallel zur Längsachse 10 in die Endstellung bewegen. Dabei liegt der Filmabschnitt auf den Stangen 22, 22a auf, die ein Herunterfallen verhindern.

Um den Filmabschnitt 6 innen an das Zylinderbett 7 anzulegen, werden die Stangen 22, 22a mittels der Wellen 27, 28 nach oben in die Einlegestellung geschwenkt, in der sie in Bild 4 unterbrochen dargestellt sind. Gleichzeitig werden die Einlegeschienen 17, 18 durch Drehen der Wellen 27, 28 von der in den Fig. 1, 3 und 4, rechter Teil, gezeigten Einziehstellung in die in Fig. 4, linker Teil, gezeigte Einlegestellung bewegt. Hinsichtlich der Lage des Films und der Einlegeschienen 17, 18 stimmt, wie oben erläutert, die in Fig. 5 gezeigte Belichtungsstellung mit der oberen Einlegestellung überein. In der oberen Einlegestellung und der Belichtungsstellung ist der Filmabschnitt 6 durch die Einlegeschienen fest anliegend an das Zylinderbett 7 gedrückt. Die rechte Einlegeschiene 18 drückt den Filmabschnitt 6 tangential in das Zylinderbett stauchend ein, während sich die andere Filmkante am nicht bezeichneten Schlitzgrund in dem Führungsschlitz 19 der Einlegeschiene 18 abstützt. Wenn gelocht wird, wird die linke Seitenkante des Filmabschnitts 6 von den nicht bezeichneten Lochstempeln der Locheinrichtungen 43, 44 festgehalten.

Nach dem bereits erwähnten Zurückschwenken der Stangen 22, 22a und dem anschließenden Belichtungsvorgang können die Einlegeschienen 17, 18 wieder in die Einziehstellung zurückgeschwenkt werden und der vollständig belichtete Filmabschnitt mit dem Ausgabewalzenpaar 16 aus dem Zylinderbettbereich herausgezogen und in die Ausgabekassette 14 oder direkt in ein Entwicklungsgerät weitertransportiert werden. Der Laserbelichter braucht dazu nicht in einem Dunkelraum zu stehen.

Infolge der exakten konstanten Anlage des Filmabschnitts innen an dem Zylinderbett 7 sind paßgenaue Einbelichtungen aus einem zweiten Steuergerät (Raster Image Processor) möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Fotosetzgerät, insbesondere Laserbelichter, mit einem Zylinderbett (7), in welches blattförmiges Fotomaterial (11) transportierbar und innen anlegbar ist, wobei eine Seitenkante des Fotomaterials an wenigstens einem Anschlag (19) anliegt, sowie mit einer Belichtungsoptik, von der wenigstens ein Teil (8) um die Zylinderbett-Längsachse (10) drehbar ist und in Richtung der Zylinderbett-Längsachse verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine das Fotomaterial (11) parallel zur Zylinderbett- Längsachse (10) transportierende Transporteinrichtung (15, 16, 21) vorgesehen ist, daß eine Führungseinrichtung mit verstellbaren Elementen (17-20) das Fotomaterial mit dessen Seitenkanten parallel zu der Zylinderbett-Längsachse (10) liegend von innen an das Zylinderbett (7) drückt, daß die Transporteinrichtung (15, 16, 21) das Fotomaterial (11) plan in das Zylinderbett (7) transportierend ausgebildet ist und daß die Führungseinrichtung mit den einstellbaren Elementen (17-20) das plane Fotomaterial in dem Zylinderbett (7) bis zur Anlage an diesem hochwölbt.
  2. 2. Fotosetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung zwei im Abstand zueinander angeordnete schwenkbare Einlegeschienen (17-18) mit je einem Führungsschlitz (19, 20) sowie schwenkbare Stangen (22, 22a) aufweist, auf denen das Fotomaterial (11) in der Einziehstellung in einer im wesentlichen planen Ebene aufliegt, in welcher in der Transportstellung auch die Führungsschlitze (19, 20) liegen, daß die Stangen (22, 22a) in eine obere Einlegestellung schwenkbar sind, in der sie das Filmmaterial (11) in das Zylinderbett (7) eindrücken, daß die Einlegeschienen (17, 18) in die Einlegestellung schwenkbar sind, in der das Fotomaterial (11) mit mindestens einer der beiden Einlegeschienen in das Zylinderbett (7) eingedrückt wird und an einem in der anderen der beiden Einlegeschienen (17, 18) gebildeten Anschlag seitlich anliegt, und daß die Stangen (22, 22a) unter Aufrechterhaltung der oberen Einlegestellung der Einlegeschienen in eine Belichtungsstellung von dem Fotomaterial weg zurückschwenkbar sind.
  3. 3. Fotosetzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Einlegeschienen (17, 18) mindestens ein Paar Einzugsrollen (41, 42) aufweist, deren Spalt in der Ebene der Führungsschlitze (19, 20) liegt.
  4. 4. Fotosetzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Einzugsrollen eines Paars (41, 42) abgefedert und anhebbar ist.
  5. 5. Fotosetzgerät nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Einlegeschienen (17) eine Locheinrichtung (43 bzw. 44) aufweist.
  6. 6. Fotosetzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbaren Einlegeschienen (17, 18) in Führungsplatten (29, 30) geführt sind, indem wenigstens eine an der Einlegeschiene gelagerte Führungsrolle in wenigstens eine Führungsbahn (35; 36; 37; 38) in der Führungsplatte (29 bzw. 30) eingreift.
  7. 7. Fotosetzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (22, 22a) über je mindestens einen Hebel (23, 24) mit einer Welle (27 bzw. 28) in Verbindung stehen, mit der sie schwenkbar sind.
  8. 8. Fotosetzgerät nach einem der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung ein Eingabewalzenpaar (15) umfaßt, mit dem das Fotomaterial (11) aus einer Kassette (12) oder einem Blattbehälter in das Zylinderbett (7), insbesondere zu den Einzugsrollen (21) transportierbar ist, sowie ein Ausgabewalzenpaar (16) aufweist, mit dem das Fotomaterial aus dem Zylinderbett, insbesondere von den Einzugsrollen (21) zu einer Ausgabekassette (14) oder direkt in ein Entwicklungsgerät förderbar ist.
  9. 9. Fotosetzgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Eingabewalzenpaar (15), das in Fotomaterialtransportrichtung nach der Kassette (12) angeordnet ist, und den Einlegeschienen (17, 18) eine Schneideeinrichtung (13) angeordnet ist, dergestalt, daß nach Betätigung der Schneideeinrichtung (13) der Weitertransport des abgeschnittenen Filmmaterials in eine Endstellung allein durch die Einzugsrollen (41, 42) erfolgt.
  10. 10. Verfahren zum Einlegen von Fotomaterial in ein Fotosetzgerät mit einem Zylinderbett, an welches das Blattmaterial während einer Belichtung innen angedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Fotomaterial in einer im wesentlichen planen Ebene in das Zylinderbett (7) in dessen Längsrichtung (10) eingezogen wird, vor der Belichtung mechanisch an die Innenseite des Zylinderbettes angelegt wird, nach der Belichtung in die plane Ebene zurückbewegt wird und aus dem Innern des Zylinderbetts in dessen Längsrichtung herausgefördert wird.






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