| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Drehrichten
von Brettern u. dgl. mit mehreren, in einem Gestell um
eine gemeinsame Gestellängsachse schwenkbar gelagerten
Führungsrahmen mit einem Schwenkantrieb, die gemeinsam
einen Brettführungskanal bilden, der sich entlang der
Gestellängsachse erstreckt und einen mittels des
Schwenkantriebs jedes Führungsrahmens verstellbaren Drall
um die Gestellängsachse aufweist.
Bretter und ähnliche lamellenartige längliche
Holzerzeugnisse können in spanloser Schneidtechnik von den
Seiten eines angeflachten Kantholzes oder Holzstammes
abgetrennt werden. Diese Bretter oder ähnliche
Holzerzeugnisse weisen nicht nur eine Krümmung, sondern
auch einen Drall auf, d. h. sie sind um ihre Längsachse
gedreht oder gewendelt. Diese Verformung schließt in
zahlreichen Anwendungsfällen eine automatisierte
Weiterverarbeitung der Bretter aus. Der auftretende Drall
ist um so stärker, je schräger die das Brett abtrennenden
Schneiden gegenüber der Holzlängsrichtung angestellt
sind.
Mit einer bekannten Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung (DE-OS 37 01 127) können die Bretter einem
Drehrichtvorgang unterworfen werden, so daß sie ihren
herstellungsbedingten Drall verlieren und so für die
weitere Verarbeitung geeignet sind.
Bei dieser bekannten Vorrichtung sind in mehreren
hintereinandergeschalteten Führungsrahmen als
Brettführungskörper jeweils Rollen gelagert. Die
Führungsrahmen sind so um eine gemeinsame Achse,
beispielsweise die Längsachse des Gestells, geschwenkt,
daß sie gemeinsam einen Brettführungskanal bilden, dessen
Drall um die Längsachse jeweils so gewählt wird, daß er
den vorhandenen Drall der Bretter zurückdreht.
Da der Drall der Bretter je nach den
Herstellungsbedingungen, der Holzart und den
Eigenschaften des Holzes unterschiedlich ist, sind die
Führungsrahmen bei der bekannten Vorrichtung jeweils mit
einem gesonderten Schwenkantrieb versehen, der sie in die
jeweils erforderliche Schwenkstellung bringt. Die
Steuerung dieser einzelnen Schwenkantriebe ist
verhältnismäßig aufwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum
Drehrichten von Brettern u. dgl. der eingangs genannten
Gattung so auszubilden, daß der für die Verstellung
erforderliche Schwenkantrieb der Führungsrahmen wesentlich
vereinfacht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
alle Führungsrahmen von einem gemeinsamen Schwenkantrieb
über jeweils ein Übersetzungsgetriebe antreibbar sind, und
daß die Übersetzungsverhältnisse der Übersetzungsgetriebe
in Brettlaufrichtung zunehmen.
Durch einen einzigen, konstruktiv einfach auszuführenden
gemeinsamen Schwenkantrieb werden die einzelnen
Führungsrahmen über die mit unterschiedlichem
Übersetzungsverhältnis ausgeführten Übersetzungsgetriebe
beim Verstellvorgang so angetrieben, daß in
Brettlaufrichtung jeweils der nächste Führungsrahmen
stärker verschwenkt wird als der vorhergehende. Damit kann
in sehr einfacher Weise rasch jeder gewünschte Drall des
Brettführungskanals eingestellt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß jeder Führungsrahmen an seinem Umfang eine
Abtriebsverzahnung mit gleichem Durchmesser aufweist und
daß auf einer gemeinsamen Antriebswelle jedem
Führungsrahmen eine Antriebsverzahnung zugeordnet ist,
deren Durchmesser in Brettlaufrichtung zunimmt, und daß
jede Antriebsverzahnung mit der zugeordneten
Abtriebsverzahnung über jeweils ein formschlüssiges
Getriebeglied verbunden ist.
Die Übersetzungsgetriebe können als Kettentriebe,
Zahnriementriebe oder Zahnradtriebe ausgeführt sein.
Damit entfällt die Notwendigkeit gesonderter gesteuerter
Antriebe für jeden Führungsrahmen. Es reicht aus, den
gemeinsamen Schwenkantrieb je nach der Größe des
gewünschten Dralls des Brettführungskanals zu verstellen.
Alle Führungsrahmen werden dann rein mechanisch
selbsttätig so verstellt, daß der gewünschte
Brettführungskanal gebildet wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind
Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher beschrieben, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Es zeigt:
Fig. 1 in einer vereinfachten Stirnansicht eine
Vorrichtung zum Drehrichten von Brettern u. dgl.,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1 und
Fig. 3 in vereinfachter Darstellung einen Längsschnitt
durch den Brettführungskanal.
In einem gemeinsamen Gestell 1 sind mehrere Führungsrahmen
2a-2f um eine gemeinsame Gestellängsachse 3
schwenkbar gelagert. Hierzu stützt sich jeder
Führungsrahmen 2a-2f mit einer äußeren Ringfläche an
im Gestell 1 gelagerten Führungsrollen 4 ab.
Jeder Führungsrahmen 2a-2f ist als ein an einer
Umfangsstelle offener Ring ausgeführt und trägt einen
oberen Brettführungskörper 5 und einen unteren
Brettführungskörper 6, deren einander zugekehrte Flächen 7
bzw. 8 in Längsrichtung des Gestells 1 gewölbt sind. Die
Brettführungskörper 5, 6 sind als längliche Stäbe
ausgeführt und erstrecken sich quer zur
Gestellängsrichtung. Jeweils der obere
Brettführungskörper 5 jedes Führungsrahmens ist darin fest
angeordnet, während der untere Brettführungskörper 6 an
seinem einen Ende in einem Schwenklager 9 schwenkbar im
Führungsrahmen 2a-2f gelagert ist. Jeweils das andere
Ende 10 des unteren Brettführungskörpers 6 ist nach unten
aufklappbar am Führungsrahmen befestigt. Die jeweils
unteren Brettführungskörper 6 sind aufklappbar, um die
Möglichkeit zu schaffen, in der Vorrichtung verbleibende
Holzreste oder Bruchstücke von Brettern zu entfernen.
Deshalb sind die Führungsrahmen 2a-2f jeweils an einer
Umfangsstelle offen.
Alle Brettführungskörper 5, 6 der hintereinander
angeordneten Führungsrahmen 2a-2f bilden einen
gemeinsamen, sich entlang der Gestellängsachse 3
erstreckenden Brettführungskanal 11 für die zu
richtenden Bretter 12 (Fig. 3). Der Antrieb der Bretter 12
erfolgt vorzugsweise durch dem Gestell 1 nachgeordnete
(nicht dargestellte) Antriebsrollen.
Zum Drehrichten der in Richtung des Pfeiles in den Fig. 2
und 3 durchlaufenden Bretter 12 ist es erforderlich, den
Brettführungskanal 11 mit einem Drall um die Achse 3
auszuführen, der dem Drall der Bretter 12 entgegengesetzt
ist und jeweils so groß gewählt werden muß, daß der
zunächst vorhandene Drall der Bretter 12 vollständig
beseitigt wird, so daß gerade Bretter erhalten werden.
Da der jeweils erforderliche Drall des Brettführungskanals
unterschiedlich ist, müssen die Führungsrahmen 2a-2f
unterschiedlich verstellt werden.
Hierzu dient ein in Fig. 2 nur schematisch angedeuteter
gemeinsamer Schwenkantrieb 13, beispielsweise ein
Stellmotor, der als Getriebemotor ausgeführt sein kann und
eine gemeinsame Antriebswelle 14 antreibt, die im Gestell
1 gelagert ist. Auf der gemeinsamen Antriebswelle 14 sind
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hintereinander
mehrere jeweils eine Antriebsverzahnung 15a-15f
bildende Kettenräder 16a-16f befestigt. Jede
Antriebsverzahnung 15a-15f steht jeweils mit einer
Abtriebsverzahnung 17a-17f am Umfang des jeweils
zugeordneten Führungsrahmens 2a-2f über jeweils eine
Kette 18a-18f in formschlüssiger Antriebsverbindung.
Die Abtriebsverzahnungen 17a-17f auf den
Führungsrahmen 2a-2f bilden somit Kettenzahnräder 19a-19f,
die alle mit gleichem Durchmesser ausgeführt sind. Dagegen
sind die Antriebsverzahnungen 15a-15f mit in
Brettlaufrichtung zunehmendem Durchmesser ausgeführt.
Dadurch ergibt sich, daß die Übersetzungsverhältnisse von
dem Übersetzungsgetriebe 15a, 17a, 18a am Bretteinlauf bis
zum Übersetzungsgetriebe 15f, 17f, 18f am Ende des
Brettführungskanals zunehmen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt das
Übersetzungsverhältnis beispielsweise am Anfang des
Brettführungskanals 1 : 4 und am Ende des
Brettführungskanals 1 : 2. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel sind die die gemeinsame Antriebswelle
14 mit den einzelnen Führungsrahmen 2a-2f verbindenden
Übersetzungsgetriebe Kettentriebe. Statt dessen ist es auch
möglich, Zahnriementriebe zu verwenden. Die
Antriebsverzahnung und die Abtriebsverzahnung werden dabei
als Zahnriemenscheiben ausgeführt.
Statt dessen ist es auch möglich, die Antriebsverzahnungen
und die Abtriebsverzahnungen als Stirnzahnräder und
die verbindenden Getriebeglieder als damit in Eingriff
stehende Zwischenzahnräder auszuführen.
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| Anspruch[de] |
- 1. Vorrichtung zum Drehrichten von Brettern u. dgl. mit
mehreren, in einem Gestell um eine gemeinsame
Gestellängsachse schwenkbar gelagerten Führungsrahmen mit
einem Schwenkantrieb, die gemeinsam einen
Brettführungskanal bilden, der sich entlang der
Gestellängsachse erstreckt und einen mittels des
Schwenkantriebs jedes Führungsrahmens verstellbaren Drall
um die Gestellängsachse aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Führungsrahmen (2a-2f) von einem gemeinsamen
Schwenkantrieb (13, 14) über jeweils ein
Übersetzungsgetriebe (15a, 17a, 18a-15f, 17f, 18f)
antreibbar sind, und daß die Übersetzungsverhältnisse der
Übersetzungsgetriebe in Brettlaufrichtung zunehmen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Führungsrahmen (2a-2f) an seinem Umfang eine
Abtriebsverzahnung (17a-17f) mit gleichem Durchmesser
aufweist und daß auf einer gemeinsamen Antriebswelle (14)
jedem Führungsrahmen (2a-2f) eine Antriebsverzahnung
(15a-15f) zugeordnet ist, deren Durchmesser in
Brettlaufrichtung zunimmt, und daß jede Antriebsverzahnung
(15a-15f) mit der zugeordneten Abtriebsverzahnung (17a
-17f) über jeweils ein formschlüssiges Getriebeglied
(18a-18f) verbunden ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsverzahnungen (15a-15f) und die
Abtriebsverzahnungen (17a-17f) Kettenzahnräder (16a-16f;
19a-19f) und die verbindenden Getriebeglieder Ketten
(18a-18f) sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsverzahnungen und die Abtriebsverzahnungen
Zahnriemenscheiben und die verbindenden Getriebeglieder
Zahnriemen sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsverzahnungen und die Abtriebsverzahnungen
Stirnzahnräder und die verbindenden Getriebeglieder damit
in Eingriff stehende Zwischenzahnräder sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Führungsrahmen (2a-2f) zwei feststehende
Brettführungskörper (5, 6) angeordnet sind, deren dem
Brettführungskanal (11) zugewandten Führungsflächen (7, 8)
in Brettlaufrichtung gewölbt sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils einer der beiden Brettführungskörper (6) an
seinem einen Ende (9) schwenkbar im Führungsrahmen (2a-
2f) gelagert und an seinem anderen Ende (10) aufklappbar
befestigt ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsrahmen (2a-2f) im Bereich des
aufklappbaren Endes (10) des einen Führungskörpers (6) zu
seinem Umfang hin offen ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Führungsrahmen (2a-2f) eine äußere
Ringfläche aufweist, die sich an im Gestell gelagerten
Führungsrollen (4) abstützt.
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