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Dokumentenidentifikation DE4122285A1 07.01.1993
Titel Dreiachsiger Laserkreisel
Anmelder Bodenseewerk Gerätetechnik GmbH, 7770 Überlingen, DE
Erfinder Neumann, Werner, Dipl.-Ing. (FH), 7776 Owingen, DE
Vertreter Weisse, J., Dipl.-Phys.; Wolgast, R., Dipl.-Chem. Dr., Pat.-Anwälte, 5620 Velbert
DE-Anmeldedatum 05.07.1991
DE-Aktenzeichen 4122285
Offenlegungstag 07.01.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.01.1993
IPC-Hauptklasse G01C 19/62
IPC additional class // G01P 9/00  
Zusammenfassung Bei einem dreiachsigen Laserkreisel mit drei Ringlasern (18, 20, 22) und Dithermitteln (36, 40) zur Erzeugung von Schwingbewegungen der Ringlaser sind die Dithermittel (36, 40) zur Erzeugung einer Schwingbewegung um eine einzige Ditherachse (58) eingerichtet. Die drei Ringlaser (18, 20, 22) sind um 120° gegeneinander um die Ditherachse (58) winkelversetzt. Die Eingangsachsen der Ringlaser (18, 20, 22) bilden mit der Ditherachse (58) gleiche spitze Winkel. Die Ringlaser (18, 20, 22) sind auf einem gewölbeartigen Träger (10) montiert. Der Träger (10) ist von den Dithermitteln (36, 40) zu Schwingbewegungen um die Ditherachse (58) anregbar. Die Dithermittel weisen zwei Dithermoduln (36, 40) auf, die je einen Außenring (44, 46) und einen dazu konzentrischen Innenring (34, 38) aufweisen, der mit dem Außenring (44, 46) durch speicherartige, radiale Federn (47, 48, 50) verbunden ist, sowie Dither-Antriebe (52, 54, 56), durch welche eine Drehschwingbewegung des Innenrings (34, 38) gegenüber dem Außenring (44, 46) erzeugbar ist. Der Innenring (34) des einen Dithermoduls (36) ist mit dem geschlossenen Ende des gewölbeartigen Trägers (10) verbunden. Der Innenring (38) des anderen Dithermoduls (40) ist mit dem Rand des gewölbeartigen Trägers (10) verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen dreiachsigen Laserkreisel mit drei Ringlasern und Dithermitteln zur Erzeugung von Schwingbewegungen der Ringlaser.

Zur Messung von Drehraten sind Ringlaser bekannt. Bei solchen Ringlasern bildet der Resonanzhohlraum einen geschlossenen Ring. Es wird Laserlicht erzeugt, das "linksherum" in dem Ring umläuft, und Laserlicht, das "rechtsherum" in dem Ring umlauft. Wenn der Ringlaser eine Drehbewegung um eine zur Ebene des Ringes senkrechte Achse ausführt, dann wird infolge des Sagnac-Effektes die optische Weglänge des Resonanzhohlraumes für das linksherum laufende Licht verschieden von der optischen Weglänge des rechtsherum laufenden Lichts. Aus der Differenz der Frequenzen des linksherum und des rechtsherum laufenden Lichtes kann die Drehrate bestimmt werden. Das funktioniert jedoch nicht im Bereich geringer Drehraten. Dann sind die optischen Weglängen nur geringfügig unterschiedlich. Durch unvermeidliche Rückstreuung des Lichts kommt es dann zu einem "Einrasten" des Ringlasers auf einer Frequenz. Erst wenn eine gewisse Schwelle der Drehrate überschritten ist, treten die unterschiedlichen Frequenzen des linksherum und rechtsherum laufenden Lichts des Ringlasers in Erscheinung.

Es ist bekannt, diesen Einrasteffekt dadurch zu vermeiden, daß dem Ringlaser eine überlagerte, definierte Schwingbewegung erteilt wird. Man bezeichnet diese als "Dither".

Für eine Lagebestimmung sind drei Sensoren erforderlich, welche die Drehraten um die drei Koordinatenachsen messen. Bei Verwendung von Ringlasern als Sensoren für die Drehraten sind diese üblicherweise orthogonal zueinander angeordnet und nach den Koordinatenachsen ausgerichtet. Für jeden der Ringlaser muß eine Ditherbewegung erzeugt werden. Das ist aufwendig.

Es gibt Anwendungen, bei denen die Sensoranordnung einer extrem hohen Beschleunigung unterworfen ist. Solche hohen Beschleunigungen treten beispielsweise beim Abschuß gelenkter Munition oder rückstoßgetriebener Flugkörper auf. Solche hohen Beschleunigungen sind insbesondere für die Dithermittel zur Erzeugung der besagten Ditherbewegung kritisch. Es ist möglich, die Dithermittel so auszubilden, daß sie gegen Beschleunigungen in einer Richtung widerstandsfähig sind. Bei orthogonaler Anordnung von drei Ringlasern werden bei einer Beschleunigung in dieser Richtung der einen Dithermittel notwendigerweise die anderen Dithermittel in Querrichtung beansprucht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen dreiachsigen Laserkreisel zu schaffen, bei welchem die Dithermittel vereinfacht sind.

Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, einen dreiachsigen Laserkreisel zu schaffen, der extrem hohen Beschleunigungen unterworfen werden kann.

Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben dadurch gelöst, daß die Dithermittel zur Erzeugung einer Schwingbewegung um eine einzige Ditherachse eingerichtet sind und die drei Ringlaser winkelversetzt um die einzige Ditherachse angeordnet sind, wobei die Eingangsachsen der Laserkreisel mit der Ditherachse einen nicht-rechten Winkel bilden.

Aus den Signalen der drei Ringlaser können die Drehraten um drei orthogonale Koordinatenachsen nach einfachen trigonometrischen Beziehungen rechnerisch bestimmt werden. Die Ditherbewegung um die Ditherachse hat Komponenten in Richtung der Eingangsachsen jedes der drei Ringlaser. Es ist dadurch nur eine Ditherachse mit zugehörigen Dithermitteln erforderlich. Diese Ditherachse kann so gelegt werden, daß die Dithermittel eine zu erwartende Beschleunigung etwa in Richtung der Ditherachse aushalten. Es wird dadurch ein dreiachsiger Laserkreisel geschaffen, der gegenüber vorbekannten Lösungen einfacher ist und der hohe Beschleunigungen aushalten kann. Eine solche Anordnung läßt sich auch sehr kompakt ausführen.

Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 ist ein Längsschnitt eines dreiachsigen Laserkreisels mit drei Ringlasern und Dithermitteln sowie der zugehörigen Elektronik.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt des dreiachsigen Laserkreisels von Fig. 1 mit einer Draufsicht auf den Träger der Ringlaser.

Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch ein Dithermodul.

Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt des Dithermoduls von Fig. 3.

Fig. 5 ist ein Längsschnitt einer abgewandelten Ausführung eines dreiachsigen Laserkreisels.

Fig. 6 zeigt einen Querschnitt des Laserkreisels von Fig. 5 mit einer Draufsicht auf den Träger und die Ringlaser.

Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf einen Ringlaser, der bei den Laserkreiseln von Fig. 1 bis 6 benutzt wird.

Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht des Ringlasers von Fig. 7.

In Fig. 1 ist mit 10 ein gewölbeartiger Träger bezeichnet. Der Träger 10 weist auf seiner Außenfläche Ausnehmungen 12, 14 und 16 zur Aufnahme von drei Ringlasern 18, 20 und 22 auf. Die Ausnehmungen sind flach und kreisförmig und im wesentlichen komplementär zu den Ringlasern 18, 20 und 22. Von den Ringlasern 18, 20 und 22 sind in Fig. 1 nur die Ringlaser 18 und 20 sichtbar. Die Ringlaser 18, 20 und 22 sind mit dem Träger 10 verklebt. Zentral in den Ausnehmungen 12, 14 und 16 sitzen Zapfen 24, 26 und 28. Die Zapfen greifen in zentrale Durchbrüche 30 (Fig. 7) der Ringlaser 18, 20 bzw. 22 ein. Auf dem Träger 10 und den Ringlasern 18, 20 und 22 sitzt ein Deckelteil 32, der mit dem Träger 10 verbunden ist.

Der Träger 10 ist oben in Fig. 1 geschlossen und nach unten hin offen. Mit dem geschlossenen Bereich des Trägers 10 und Deckelteils 32 ist ein drehbeweglicher Innenring 34 eines "oberen" Dithermoduls 36 verbunden. Mit dem "unteren" Rand am offenen Ende des Trägers 10 ist der Träger 10 mit einem Innenring 38 eines "unteren" Dithermoduls 40 verbunden.

Die Dithermoduln 36 und 40 weisen je einen Außenring 44 bzw. 46 und einen Innenring 34 bzw. 38 auf. Wie aus Fig 3 für das obere Dithermodul 36 dargestellt ist, sind Außenring 44 und Innenring 34 durch radiale Federn 47, 48 und 50 miteinander verbunden. Die drei Federn 47, 48 und 50 sind jeweils um 120° gegeneinander winkelversetzt. Der Außenring 44 ist im Gehäuse gehalten. Der Innenring 34 ist schwingbeweglich. An den Federn 47, 48 und 50 greifen Dithermotoren 52, 54 bzw. 56 an. Die Dithermotoren 52, 54 und 56 sind bekannte Piezoantriebe.

Durch die beiden Dithermoduln 36 und 40 wird eine Ditherachse 58 bestimmt. Der Träger 10 schwingt um diese Ditherachse 58. Die Ringlaser 18, 20 und 22 sind um 120° um diese einzige Ditherachse 58 winkelversetzt. Die Eingangsachsen der Ringlaser 18, 20 und 22, die senkrecht zur Ebene der Ringlaser, also in Fig. 1 schräg nach oben und nach außen verlaufen bilden mit der einzigen Ditherachse 58 gleiche spitze Winkel von etwa 45°.

Das "obere" Dithermodul 36 ist in Fig. 3 und 4 einzeln dargestellt. Mit dem Außenring 44 des Dithermoduls 36 ist auf der dem Träger 10 abgewandten Seite ein Deckel 60 verbunden. Der Deckel 60 erstreckt sich über den Innenring 34 und auch über den Bereich innerhalb des Innenringes 34. Der Deckel 60 gestattet aber die Drehschwingbewegung (Ditherbewegung) des Innenringes. An dieser Struktur sind vergossene Leiterplattenmoduln befestigt, welche die Elektronik des Dithermoduls 36 darstellen. Es sind drei ringsektorförmige Leiterplattenmoduln 62, 64 und 66 zwischen Innen- und Außenring 34 bzw. 44 und zwischen den radialen Federn 47, 48 und 50 angeordnet. Diese Leiterplattenmoduln 62, 64 und 66 sind durch Schrauben 68 an dem Innenring 34 angebracht. Ein drittes, in Draufsicht kreisförmiges Leiterplattenmodul 70 sitzt innerhalb des Innenringes 34 und ist durch Schrauben 72 an dem Deckel 60 angebracht. Die Beweglichkeit des Innenringes 34 und der Federn 47, 48 und 50 wird durch diese vergossenen Leiterplattenmoduln 62 bis 68 nicht beeinträchtigt.

Die Innenringe 34 und 38 und die Außenringe 44 und 46 haben vorzugsweise rechteckigen Querschnitt, wobei die langen Seiten der Querschnitte parallel zu der Ditherachse 58 verlaufen. Dadurch ergibt sich eine erhöhte Stabilität der Dithermoduln 36 und 40 gegen Beschleunigungen parallel zur Ditherachse 58.

Das Dithermodul 40 ist spiegelbildlich zu dem Dithermodul 36 im wesentlichen in gleicher Weise aufgebaut wie dieses.

Der Träger 10 mit den Ringlasern 18, 20 und 22 und die Dithermoduln 36 und 40 sind von einem zylindrischen Gehäuse 74 umgeben. Bei der Ausführung von Fig. 1 und 2 ist das Gehäuse von ringförmigen, vergossenen Leiterplattenmoduln 76, 78, 80 und 82 gebildet, welche die Elektronik der Ringlaser und die Signalauswertung enthalten. Die Leiterplattenmoduln sind zur Bildung des zylindrischen Gehäuses 74 aufeinandergesetzt und miteinander verbunden. Das Gehäuse 74 ist an seinen beiden Stirnseiten durch je einen Deckel 84 bzw. 86 abgeschlossen. Die Außenringe 44 und 46 der Dithermoduln 36 bzw. 40 sind in drei um 120° gegeneinander winkelversetzten Punkten mittels durch die Deckel 84 und 86 und die Leiterplattenmoduln 76, 78, 80 und 82 hindurchgehender Bolzen 88 mit dem benachbarten Deckel 84 bzw. 86 verbunden und werden so undrehbar in dem Gehäuse 74 gehalten. An den Deckeln 84 und 88 sind weiterhin um 120° gegeneinander versetzt axiale Anschläge 90, 92 und 94 angebracht, an denen die Innenringe 34 und 38 der Dithermoduln 36 bzw. 40 zur Anlage kommen, wenn die Federn 47, 48 und 50 sich unter dem Einfluß hoher axialer Beschleunigungen verformen. Die Anschläge 90, 92 und 94 ragen durch Durchbrüche in den Deckelteilen 60 der Dithermoduln 36 und 40 hindurch. Die Anschläge sind bleibend verformbar. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Anschläge aus Rohrstücken, die an ihren Enden Bleikugeln tragen. Bei dem Auftreten der hohen Beschleunigungen, wie sie etwa beim Abschuß lenkbarer Munition oder beim Abschuß eines rückstoßgetriebenen Flugkörpers auftreten, werden die Bleikugeln verformt und in die Rohrstücke hineingedrückt. Nach dem Wegfall der Beschleunigung ist dann der Innenring 34 frei beweglich. Die Anschläge 90, 92 und 94 verhindern somit eine Beschädigung der Dithermoduln durch die hohen Beschleunigungen, beeinträchtigen aber deren Funktion nach Wegfall der Beschleunigung infolge der bleibenden Verformung der Anschläge nicht mehr.

Der elektrische Anschluß der Leiterplattenmoduln 76, 78, 80 und 82 erfolgt über integrierte Steckverbindungen. Der Anschluß der Ringlaser 18, 20 und 22 und der mit dem Träger 10 über die Innenringe 34 bzw. 38 verbundenen Leiterplattenmoduln 62, 64 und 68 der Dithermoduln 36 und 40 sind mit dem Gehäuse 74 über Flexverbindungen 96 verbunden.

Die Signale der drei Ringlaser liefern Drehraten um die drei Eingangsachsen. Aus den so erhaltenen Drehraten können nach einfachen trigonometrischen Beziehungen durch einen Rechner die Drehraten um drei orthogonale Koordinatenachsen berechnet werden. Die Ditherbewegung um die Ditherachse 58 hat drei gleiche Komponenten in Richtung der Eingangsachsen der drei Ringlaser 18, 20 und 22.

Es ergibt sich auf diese Weise eine sehr kompakte und einfache Anordnung mit Dithermitteln 36, 40 für nur eine Achse. Die Anordnung ist unempfindlich gegen Beschleunigungen in Richtung der Ditherachse 58. Die Innen- und Außenringe der Dithermoduln 36 und 40 sind in dieser Richtung, die parallel zu den längeren Seiten des Rechteckquerschnitts verläuft, sehr biegesteif.

Ein Ringlaser der hier benutzten Art, der in Fig. 1 mit 18 oder 20 bezeichnet ist, ist in Fig. 7 und 8 im einzelnen dargestellt. Es handelt sich dabei um einen Helium-Neon- Ringlaser. Ein solcher Helium-Neon-Ringlaser ist Gegenstand der (nicht vorveröffentlichten) deutschen Patentanmeldung P 40 17 188.4.

Der Ringlaser 18 weist einen flach-zylindrischen Keramikblock 100 mit einem in sich geschlossenen, längs der Seiten eines gleichseitigen Dreiecks verlaufenden, gasgefüllten Kanal 102 auf, der einen Resonanzhohlraum bildet. Eine Anode 104 und Kathoden 106 und 108 gestatten die Erzeugung zweier Gasentladungen. Durch dielektrische Spiegel 110, 112 und 114 können zwei Lichtbündel mit entgegengesetztem Umlaufsinn in dem Kanal 102 geführt werden. Zur leichteren Herstellung besteht der Keramikblock 100 aus einer Glaskeramik, die aus einem Grünkeramikkörper durch Sintern hergestellt ist. Die Spiegel 110, 112 und 114 sind in metallischen Justierfassungen 116, 118 bzw. 120 mit Glaslot in den Keramikblock 100 eingelötet. Der Keramikblock 100 weist eine zentrale Bohrung 122 auf. Mit der zentralen Bohrung 122 ist der Keramikblock 100 auf dem Zapfen 24 des Trägers 10 zentriert.

Die Anordnung von Fig. 5 und 6 ist ähnlich aufgebaut wie die Anordnung von Fig. 1 und 2. Entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet wie dort. Das Gehäuse 124 ist dort nicht von ringförmigen Leiterplattenmoduln gebildet sondern weist einen einfachen zylindrischen Mantelteil 126 mit drei um 120° gegeneinander winkelversetzten, inneren Längsrippen 128, 130 und 132 auf. Die Längsrippen erstrecken sich nicht über die gesamte Höhe des Mantelteils 126. "Oben" und "unten" sitzen in dem Mantelteil 126 die Dithermoduln 36 und 40. An den Stirnseiten ist das Gehäuse von Deckeln 134 und 136 abgeschlossen. Die Dithermoduln 36 und 40 liegen an den Stirnflächen der Längsrippen 128, 130 und 132 an. Die Dithermoduln werden durch Bolzen 138 gehalten, die durch Bohrungen der Dithermoduln und der Längsrippen hindurchgeführt sind.

Bei der Anordnung von Fig. 5 und 6 sind die Leiterplattenmoduln 140, 142, 144, 146 und 148 in einem gesonderten Paket an das Gehäuse 124 angesetzt.


Anspruch[de]
  1. 1. Dreiachsiger Laserkreisel mit drei Ringlasern (18, 20, 22) und Dithermitteln (36, 40) zur Erzeugung von Schwingbewegungen der Ringlaser, dadurch gekennzeichnet, daß die Dithermittel (36, 40) zur Erzeugung einer Schwingbewegung um eine einzige Ditherachse (58) eingerichtet sind und die drei Ringlaser (18, 20, 22) winkelversetzt um die einzige Ditherachse (58) angeordnet sind, wobei die Eingangsachse wenigstens eines der der Laserkreisel (18, 20, 22) mit der Ditherachse (58) einen nicht-rechte Winkel bilden.
  2. 2. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Ringlaser (18, 20, 22) um 120° gegeneinander um die Ditherachse (58) winkelversetzt sind und die Eingangsachsen der Ringlaser (18, 20, 22) mit der Ditherachse (58) gleiche spitze Winkel bilden.
  3. 3. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) die Ringlaser (18, 20, 22) auf einem gewölbeartigen Träger (10) montiert sind und
    2. b) der Träger (10) von den Dithermitteln (36, 40) zu Schwingbewegungen um die Ditherachse (58) anregbar ist.
  4. 4. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) die Dithermittel zwei Dithermoduln (36, 40) aufweisen, die je einen Außenring (44, 46) und einen dazu konzentrischen Innenring (34, 38) aufweisen, der mit dem Außenring (44, 46) durch speichenartige, radiale Federn (47, 48, 50) verbunden ist, sowie Dither-Antriebe (52, 54, 56), durch welche eine Drehschwingbewegung des Innenrings (34, 38) gegenüber dem Außenring (44, 46) erzeugbar ist,
    2. b) der Innenring (34) des einen Dithermoduls (36) mit dem geschlossenen Ende des gewölbeartigen Trägers (10) verbunden ist und
    3. c) der Innenring (38) des anderen Dithermoduls (40) mit dem Rand des gewölbeartigen Trägers (10) verbunden ist.
  5. 5. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innen- und Außenringe (34, 38 bzw. 44, 46) der Dithermoduln (36, 40) rechteckigen Querschnitt aufweisen, wobei die größeren Abmessungen der rechteckigen Querschnitte parallel zu der Ditherachse (58) liegen.
  6. 6. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dithermoduln (36, 40) je einen Deckel (60) aufweisen, der auf der dem Träger (10) abgewandten Seite mit dem Außenring (44, 46) verbunden ist.
  7. 7. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Deckel (60) innerhalb des Innenringes (34, 38) integrierte Komponenten (70) der Ditherelektronik angebracht sind.
  8. 8. Dreiachsiger Laserkreisel nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) auf seiner Außenfläche Ausnehmungen (12, 14, 16) aufweist, die im wesentlichen komplementär zu den Außenkonturen der Ringlaser (18, 20, 22) sind und in welche die Ringlaser (18, 20, 22) eingesetzt sind.
  9. 9. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringlaser (18, 20, 22) mit dem Träger (10) verklebt sind.
  10. 10. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Deckelteil (32) auf den Träger (10) und die darauf angebrachten Ringlaser (18, 20, 22) aufgesetzt und mit dem Träger (10) und dem Innenring (34) des einen Dithermoduls (36) verbunden ist.
  11. 11. Dreiachsiger Laserkreisel nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) von einem zylindrischen Gehäuse (74) umgeben ist, das an seinen Stirnseiten durch je einen Deckel (84, 86) abgeschlossen ist.
  12. 12. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (74) von ringförmigen, vergossenen Leiterplattenmoduln (76, 78, 80, 82) gebildet ist, welche die Elektronik der Ringlaser (18, 20, 22) und die Signalauswertung enthalten.
  13. 13. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenringe (44, 46) der Dithermoduln (36, 40) an den Deckeln (84, 86) angebracht sind.
  14. 14. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens an dem einen Deckel (84) axiale Anschläge (90, 92, 94) für den Innenring (34) des benachbarten Dithermoduls (36) vorgesehen sind.
  15. 15. Dreiachsiger Laserkreisel nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) durch Haltekörper aus einem bleibend verformbaren Material in einer Ruhelage gehalten ist, wobei das Material bei Auftreten einer hohen Beschleunigung in Richtung der Ditherachse (58) eine die freie Beweglichkeit des Trägers (10) gestattende Verformung erfährt.
  16. 16. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die bleibend verformbaren Haltekörper an den Anschlägen (90, 92, 94) vorgesehen sind.
  17. 17. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge von Rohrstücken gebildet sind, die sich parallel zu der Ditherachse (58) erstrecken und in ihrem dem Innenring (34) zugewandten Ende einen Körper aus einem bleibend verformbaren Material aufnehmen, der von dem Innenring (34) unter dem Einfluß der Beschleunigung verformt und wenigstens teilweise in das Rohrstück hineingedrückt wird.
  18. 18. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper eine Kugel ist.
  19. 19. Dreiachsiger Laserkreisel nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß das verformbare Material Blei ist.






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