PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68901851T2 14.01.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0366773
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM BESCHICHTEN VON PARALLEL LIEGENDEN FÄDEN MIT KAUTSCHUK UND SO HERGESTELLTE MATTE.
Anmelder Compagnie Générale des Etablissements Michelin - Michelin & Cie., Clermont-Ferrand, FR
Erfinder AUCLAIR, Jacques, F-63800 Cournon, FR;
BARDY, Daniel, F-63100 Clermont-Ferrand, FR
Vertreter Beetz, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Timpe, W., Dr.-Ing.; Siegfried, J., Dipl.-Ing.; Schmitt-Fumian, W., Prof. Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Mayr, C., Dipl.-Phys.Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 68901851
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 28.04.1989
EP-Aktenzeichen 899057079
WO-Anmeldetag 28.04.1989
PCT-Aktenzeichen FR8900206
WO-Veröffentlichungsnummer 8910834
WO-Veröffentlichungsdatum 16.11.1989
EP-Offenlegungsdatum 09.05.1990
EP date of grant 17.06.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.01.1993
IPC-Hauptklasse B29D 30/38
IPC-Nebenklasse B29C 47/32   B29C 47/02   B05C 9/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Beschichten von parallel abgewickelten Fäden mit Gummi oder mit einem analogen Beschichtungsmaterial, um Stahlkordmatten zu erhalten, die verwendet werden, um Artikel aus Kautschuk oder Elastomer, wie beispielsweise Luftreifen, zu verstärken.

Durch das Patent US 2 512 762 ist ein derartiges Gerät zum Herstellen von Matten mit Metallkabeln bzw. Stahlkorden bekannt. Hier entnimmt man, daß vier Rollen parallel angeordnet sind. Zwei dünne Gummiblätter werden hergestellt jeweils ausgehend von einem Kautschukwulst, der zwischen zwei sich gegensinnig drehende Rollen gebildet ist. Die parallel abgewickelten Fäden werden zwischen die beiden Gummiblätter eingebracht, wobei die gesamte Anordnung zwischen zwei Rollen gepreßt wird, um eine Matte zu bilden. Dieses Herstellungsprinzip wird weit verbreitet in der Kautschukindustrie angewendet. Leider erweisen sich die Herstellungsgeschwindigkeiten, die das Verfahren erlaubt zu erreichen, derzeit als nicht ausreichend. Darüberhinaus ist eine derartige Maschine überhaupt nicht angepaßt an die Herstellung von Matten, die eine geringe Anzahl von parallelen Fäden aufweisen, wie beispielsweise gewisse Verstärkungen mit 0º, die eine Frettage oder Bandagierung auf der Höhe der Schultern des Luftreifens sicherstellen.

Das Patent FR 2 207 020 schlägt eine Beschichtungsmaschine von Fäden vor, bei der das Beschichtungsmaterial zwischen einer Rolle und einem unbeweglichen profilierten Fadenleiter eingebracht wird. Da eine der Seiten der Imprägnierungskammer unbeweglich ist, wird die Rate des imprägnierten Materials gebremst und hierbei ist es wiederum schwer, hohe Herstellungsgeschwindigkeiten zu erreichen. Darüber hinaus wird die Beschichtung nicht auf gleichmäßige Weise beiderseits der Fäden erzeugt.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, das Erreichen einer wirtschaftlichen Herstellung von Matten mit parallelen Fäden, die mit Kautschuk überzogen sind, insbesondere für die Verwendung in dem Fall von schmalen Matten, d. h. die eine geringe Anzahl von parallelen Fäden aufweisen.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Werkzeug vorzuschlagen, das so einfach und kompakt wie möglich ist, um an die Herstellung von wenig platzgreifenden Produktionseinheiten und einer großen Herstellungsrate angepaßt zu sein.

Gemäß der Erfindung wird das Verfahren zum Beschichten durch den Gummi einer Anordnung von gleichzeitig und parallel abgewickelten Fäden, bei dem die Beschichtung der ersten Seite der Anordnung erzeugt wird unter Drücken der Fadenanordnung auf eine Drehrolle, mit Zwischensetzen von Gummi, dadurch gekennzeichnet, daß sodann die Anordnung, um sie axial bezüglich der Beschichtungsposition der ersten Seite, geführt wird, und sie gegen dieselbe Rolle für ein zweites Vorbeibewegen in Andruck gebracht wird, was erlaubt, die zweite Seite zu beschichten.

Die Erfindung sieht ebenfalls ein Beschichtungsgerät einer Fadenanordnung vor, mit einem Zylinder, um den teilweise die Fäden gerollt sind, wobei der Zylinder in Drehung versetzt wird, um das Voranbewegen der Fäden hervorzurufen, wobei der Zylinder mit einer Rolle zusammenwirkt, um die Fäden mit Kautschuk zu imprägnieren, der zwischen die Rolle und die Fäden gesetzt ist, wobei die Rolle sich in Gegendrehrichtung bezüglich des Zylinders befindet, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens eine Walze aufweist, die angeordnet und ausgerichtet ist, um die Aufnahme der Fadenanordnung, die auf einer Seite beschichtet sind, die Bewegung von diesen axial bezüglich der Beschichtungsposition der ersten Seite auf der Rolle und die Führung von diesen sicherzustellen, um sie ein zweites Mal in Zusammenwirkung mit der Rolle zu bringen, für eine Beschichtung der zweiten Seite axial auf der Seite der Beschichtungsposition der ersten Seite.

Die nachfolgenden Figuren stellen die Erfindung durch mehrere Ausführungsformen dar, die erlauben, alle Facetten von ihr zu verstehen.

Die Figuren 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,

die Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht der Hauptorgane der Maschine,

die Figur 2 ist eine Draufsicht,

die Figur 3 ist eine Ansicht gemäß III von Figur 2,

die Figur 4 ist eine Ansicht gemäß IV von Figur 2,

die Figuren 5 bis 7 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung,

die Figur 5 ist eine Draufsicht,

die Figur 6 ist eine Ansicht gemäß F von Figur 5 und

die Figur 7 ist eine Ansicht gemäß F von Figur 5, unter Einbringen einer Modifikation,

die Figuren 8 und 9 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel,

die Figur 9 ist eine Ansicht gemäß F von Figur 8.

Die Erfindung betrifft insbesondere das Prinzip und die Handhabungs- und Führungseinrichtungen der Fäden, um die Beschichtung auf beiden Seiten zu erzeugen, mit Hilfe derselben Rolle, durch zwei aufeinanderfolgende Vorbeibewegungen mit axial versetzten Stellungen gegen die Oberfläche der Rolle.

In Figur 1 ist eine Beschichtungsvorrichtung einer Anordnung von Fäden 4 ersichtlich, um eine Matte 9 zu bilden, in der die Fäden an den beiden Seiten mit Kautschuk, genannt "Kalandrieren" (de calandrage) überzogen sind, das das Imprägnierungsmaterial durch herkömmliche Einrichtungen, die nicht dargestellt sind, bildet. Die aufeinanderfolgenden Stadien der Herstellung und Verarbeitung der Matte 9 werden vergrößert in den Kreisen I, II und III dargestellt. Die Fäden 4 werden von einzelnen Fadenspulen abgewickelt, oder bilden bereits eine Matte, die Schußfäden aufweist, durch herkömmliche nicht dargestellte Einrichtungen. Nach Beschichtung wird die Matte 9 wieder aufgewickelt oder sie kommt zu einem Ablagerungsorgan auf einer Herstellungsstation von Luftreifen, beispielsweise über ein Längenkompensationssystem.

In Figur 1 ist die Herstellung eines einzigen Streifens dargestellt, um das Herstellungsverfahren gut zu zeigen. Es ist selbstverständlich, daß eine beliebige Anzahl von Fäden beschichtet werden kann, um eine einzige Matte herzustellen, oder insbesondere um mehrere gleichzeitig zu erzeugen. Man kann mittels Schlitzen vorgehen, oder besser, man kann getrennte Streifen von Beschichtungsgummi erzeugen, wie sich das besser aus dem Nachfolgenden ergibt (dargestellt in den Figuren 2 bis 4).

In den Figuren 1 bis 4 ist ein Zylinder 1 ersichtlich, um den die Fäden 4 teilweise aufgewickelt sind. Der Zylinder 1 ist mit kleinen Rillen 100 gekerbt, um eine hervorragende Führung der Fäden 4 sicherzustellen. Er dreht sich in die Richtung, die durch den Pfeil 15 angegeben wird, und wenigstens in der Arbeitsstellung der Vorrichtung ist er derart angeordnet, daß er die Fäden 4 auf die Rolle 2 drückt, mit Zwischensetzen von Kalandrierungsgummi zwischen die Fäden 4 und die Rolle 2. Diese befindet sich somit in Gegendrehrichtung und koodiniert bezüglich des Zylinders 1, und der Kalandrierungskautschuk wird auf die Oberfläche der Rolle 2 in Form von Streifen 20 aufgebracht. Die Fäden 4, die auf einer Seite von dem Kautschuk bedeckt sind (Stadium II in Figur 1), halten ihre Aufnahme mit dem Zylinder 1, werden dann von einer Walze 75 aufgenommen, die bezüglich der Rolle 2 in wesentlichen in der radialen Verlängerung der Stellung des Zylinders 1 angeordnet ist, und kommen schließlich auf den Zylinder 1 zurück in einer axial versetzten Stellung, wobei die bereits bedeckte Seite in Berührung ist mit dem Zylinder 1. Ein zweiter Streifen 20 wird auf die Rolle 2 in Übereinstimmung mit dem zweiten Vorbeibewegen der Fadenanordnung 4 gebracht. Zwischen den beiden Vorbeibewegungen der Anordnung der Fäden 4 auf dem Zylinder 1, muß die Anordung auf sich selbst umgedreht werden. Zwei kleine Zusatzwalzen 76 und 77 sind angeordnet, und tragen die Anordnung derart, daß die Anordnung der Fäden 4 um den gewünschten Abstand axial versetzt wird, und um das Umdrehen zu erlauben.

Die Weise, wie der Streifen 20 aus Kautschuk erhalten wird, wird genauer beschrieben unter Bezugnahme auf die Figuren 2, 3 und 4.

Die Rolle 2 weist Kerben 21 auf, die jeweils einem Streifen 20 entsprechen. Eine zweite Rolle 3, die Vorsprünge 31 aufweist, die den Kerben 21 entsprechen, ist parallel zur ersten Seite angeordnet, derart, daß sie zwischen diesen einen Zwischenraum "e" freiläßt, der der Dicke der Streifen entspricht. Die beiden Rollen 2 und 3 drehen sich in Gegenrichtung zueinander, und der Beschichtungsgummi wird gesammelt unter Druck in der Kammer 50 zwischen den Rollen 2 und 3 auf der stromaufwärtigen Seite bezüglich der Drehrichtung der Rollen. Der Gummi wird durch einen Extruder 51 geliefert, dessen Schraube 55 mit einer regulierten Drehbewegung angetrieben wird, in Abhängigkeit vom Druck des Gummis in der Kammer 50. Die Vorpsprünge 31 der Rolle 3 sind in Eingriff in den Kerben 21 der Rolle 2. Auf diese Weise werden die Streifen 20 aus Gummi voneinander getrennt, ohne daß Messer zum Schlitzen notwendig wären. Der kleine Kautschukwulst, der auf der Spitze eines jeden Flansches 22 vorhanden ist, der zwei Kerben 21 auf der Rolle 2 trennt, wird jeweils, wenn er zur Kammer 50 zurückkommt, wiederverwendet, in der der Kautschuk zum Kalandrieren gesammelt wird.

Somit wird auf der Rolle 2 eine Reihe von Streifen 20 begrenzt, die voneinander getrennt sind. Um dazu zu gelangen, die Anordung oder die Anordnungen von Fäden 4 auf die Rolle 2 zu drücken, ist der Zylinder 1 selbst mit Vorsprüngen 10 und 11 versehen, die den Kerben 21 der Rolle 2 entsprechen, an deren Boden sich die Streifen 20 des Kautschuks befinden.

Somit werden auf der Rolle 2 eine Reihe von untereinander getrennten Streifen 20 begrenzt. Um dazu zu gelangen, die Anordnung oder die Anordnungen von Fäden 4 auf die Rolle 2 zu drücken, ist der Zylinder 1 ebenfalls mit Vorsprüngen 10 und 11 versehen, die den Kerben 21 der Rolle 2 entsprechen, an deren Boden sich die Gummistreifen 20 befinden.

Die Vorsprünge 10 sind mit kleinen Rillen 100 durchsetzt, deren Rolle oben beschrieben wurde, und die Vorsprünge 11 sind glatt. Die Vorsprünge 10 tragen also die Fäden 4, für den ersten Beschichtungsvorgang, während die Vorsprünge 11 die bereits auf einer Seite beschichteten Fäden 4 tragen, um den zweiten Beschichtungsvorgang auf der anderen ihrer Seiten vorzunehmen.

Unter den spezifizierten Eigenschaften dieser Ausführung der Erfindung gibt es die vollständige Trennung der Kreisläufe der Fäden 4 und des Kautschuks. Es ist somit möglich, die Beschichtung der Fäden 4 durch ein leichtes Zurückbewegen des Zylinders 1 bezüglich der Rolle 2 anzuhalten. Hierzu reicht es den Zylinder 1 und die Walze 75 auf einen bezüglich der Rolle 2 bewegbaren Rahmen zu setzen. Wenn der Zylinder 1 von der Rolle 2 wegbewegt wird, und diese sich in Drehung befindet, wird der Kautschuk vollständig in die Kammer 50 zurückgeführt. Die Einstellung des Druckes, der die Drehgeschwindigkeit der Schraube 55 steuert, erlaubt das gewünschte Druckniveau beizubehalten. Man kann ebenfalls die Gummistreifen 20 beispielsweise in der Zone unterhalb der Rolle 2 entfernen, und die Streifen in den Extruder 51 wieder einführen. Diese Betriebsweisen sind nützlich, um ein Aufheizen der Maschine sicherzustellen, ohne Vergeudung von Material, da es sehr schwierig ist, ein gemischtes Produkt, d.h. gebildet aus unterschiedlichen Materialien wie die Fäden 4 und den Gummi, wieder zu vervenden. Es ist ebenfalls möglich, ein plötzliches Anhalten der Maschine mit einem Minimum an Störungen des Wärmezustandes zu ermöglichen, unter Beibehaltung der Drehung der Rolle 2 und unter Beabstandung des Zylinders 1.

In diesem Fall wird die Bewegung der Fäden 4 augenblicklich angehalten. Der Gummi oder Kautschuk, der nicht mehr von der Beschichtung verbraucht wird, wird augenblicklich in die Kammer 50 zurückgeführt. Die Maschine ist bereit jederzeit wieder zu starten durch einfaches Annähern des Zylinders 1.

In den beiden anderen Ausführungsformen (Figuren 5 bis 9) werden die Fäden und die Rolle in Zusammenwirkung gehalten, mit Zwischensetzen des Beschichtungsgummis, auf einem Bogen der in der Nähe von 90º liegt, wenigstens für die Beschichtung der ersten Seite.

Es ist ebenfalls ein Zylinder 1 ersichtlich, der eine Anordnung von Fäden 4, die parallel abgewickelt sind, antreibt. Die Fäden 4 werden teilweise um den Zylinder 1 gerollt, der hierzu mit kleinen Rillen 100 durchbrochen ist. Es ist ebenfalls eine Rolle 2 ersichtlich, die mit dem Zylinder zusammenarbeiten wird, um die Beschichtung einer ersten Seite zu verwirklichen, sodann die Beschichtung der zweiten Seite in einer axial versetzen Stellung bezüglich der ersten. In diesen Ausführungsformen wird der Beschichtungsgummi in Form von Streifen geliefert, quer über einen Spalt 52, dessen Länge im wesentlichen der Breite der Fadenanordnung entspricht, wobei der Spalt 52 zwischen dem Zylinder 1 und der Rolle 2 angeordnet ist, an einem Ort, der zwischen der Ebene, die die beiden Drehachsen A1, A2 enthält und der Tangentialebene zum Zylinder 1 und zur Rolle 2 auf der stromaufwärtigen Seite bezüglich der Drehrichtung des Zylinders 1 und der Rolle 2, liegt.

Der Gummi 5, dessen Zusammensetzung von der vorliegenden Erfindung nicht betroffen wird, und auch nicht die Art der Fäden 4, wird zu dem Ort geliefert, wo er benötigt wird, und exakt mit der Menge, die benötigt wird. Jedoch im Gegensatz zum vorhergehenden Ausführungsbeispiel wird keine vorherige Bildung eines Blattes des Beschichtungsmaterials durch die Wirkung der Rolle erzeugt. Dieses wird direkt in Form von Streifen 20 in den Hohlraum gebracht, der zwischen dem Zylinder 1 und der Rolle 2 besteht, direkt vor der minimalen Beabstandungszone. Nach seinem Austritt aus der Extrudervorrichtung 51, wird das Beschichtungsmaterial 5 ergriffen in dem Zwischenraum 12, der zwischen dem Zylinder 1 und der Rolle 2 besteht, und die Imprägnierung der Fäden 4 erzeugt. Die Extrusionsöffnung in Form des Spaltes 52 sitzt stromauf der theoretischen Ebene, die die Drehachsen A1 und A2 der Zylinder 1 und der Rolle 2 miteinander verbindet, (rückwärtig bezüglich der Drehrichtung der Rollen), jedoch stromab der theoretischen Ebene, die gleichzeitig den Zylinder und die Rolle auf der linken Seite von Figur 5 tangiert.

Beispielsweise wird die Extrusion durch einen Extruder 51 sichergestellt, dessen Körper eine schraubenförmige Schnecke (nicht dargestellt) aufweist. Jegliche Vorrichtung, die erlaubt, ein Material zu liefern, kann passend sein. Am Kopf des Extruders 51 befindet sich eine Kammer, die erlaubt zunehmend den Durchtrittsquerschnitt von einer kreisförmigen Form zu einer sehr abgeflachten Form zu verändern, wonach sich die Extrusionsöffnung in Form eines Spaltes befindet. Notwendigenfalls, beispielsweise für große Mattenbreiten, können parallel mehrere Extruder vorgesehen werden.

Vorzugsweise wird eine geschlossene Kreisregelung vorgesehen, um die Gleichmäßigkeit der Messungen des Produktes sicherzustellen. Die Kameras 61 und 62 messen jeweils die Dicke und die Breite des erhaltenen Produkts nach Beschichtung durch das Imprägnierungsmaterial. Auf der Basis dieser Messungen kann auf die Größe des Zwischenraumes 12 unter Bewegen des Zylinders 1 bezüglich der Rolle 2 Einfluß genommen werden. Man kann ebenfalls auf die Druckspeicherung des Imprägnierungsmaterials im Inneren des Extruders Einfluß nehmen. Dieser wird durch die Drucksonde 63 gesteuert und man wirkt auf diesen Druck ein unter Steuern der Geschwindigkeit der Schraubenschnecke.

Um die Beschichtung der zweiten Seite gemäß der vorliegenden Erfindung sicherzustellen, wird die Anordnung der Fäden, die auf einer Seite beschichtet sind, axial bezüglich der ersten Beschichtungsposition bewegt.

In den Figuren 5 bis 7 ist ein erstes Führungsverfahren der Anordnung der Fäden 4 dargestellt. Dieses besteht aus Zurückbringen der Fäden 4 auf die Rolle 2. Somit unter Bezugnahme auf eine fiktive Mittenebene, die die Rolle 2 und den Zylinder 1 trennt, eine Ebene, in der der Beschichtungskautschuk geliefert wird, um auch gleichermaßen sowohl die erste als auch die zweite Seite zu beschichten, besteht dieses daraus, die Fäden 4 in den Zwischenraum 12 zwischen der Rolle 2 und dem Zylinder 1 von der anderen Seite der Mittenebene bezüglich der Einführseite für die erste Imprägnierung, einzuführen. Somit kann die zweite Seite beschichtet werden, ohne daß der Streifen auf sich selbst zurückgeführt bzw. umgedreht werden muß.

Im Gegensatz hierzu werden in den Figuren 8 und 9 die Fäden 4 für das zweite Vorbeibewegen durch dieselbe Seite der Mittenebene, wie bei der ersten Beschichtung zurückgeführt, was erfordert, daß die Anordnung der Fäden 4 auf sich selbst zurückkehrt.

Zurückkommend auf die Figuren 5 bis 7 ist es ersichtlich, daß die Vorrichtung zwei Walzen 71, 72 aufweist, die in der Nähe der Rolle 2 angeordnet sind, die leicht von dieser auf der Seite beabstandet sind, die bezüglich dem Zylinder 1 gegenüberliegt. Die Walzen 71, 72 bringen die Anordnung der Fäden 4 in Kontakt mit der Rolle 2 axial auf der Seite der Zone der ersten Beschichtung, bevor sie ein zweites Mal in den Zwischenraum 12 zwischen dem Zylinder 1 und der Rolle 2 gebracht werden, für eine Beschichtung der zweiten Seite durch einen Extruder, der den Gummi durch einen zweiten Spalt liefert, der axial in Übereinstimmung mit der Zone des zweiten Vorbeibewegens der Fäden angeordnet ist, und zwischen der Rolle 2 und dem Zylinder 1 auf ähnliche Weise wie beim ersten Spalt. Es kann sich um denselben Extruder 51 handeln, der über zwei Spalten 52 extrudiert, oder jede Spalte 52 kann ihren eigenen Extruder 51 aufweisen.

Die Figur 6 zeigt die einfachste Ausführungsform wo die Rolle 2 einstückig ist, während in der Figur 7 die Rolle 2 in Wirklichkeit in zwei Bereiche aufgeteilt ist: einen ersten Bereich 2A, der der Beschichtung der ersten Seite entspricht, während der zweite Bereich 2B der Beschichtung der zweiten Seite entspricht, was erlaubt, getrennt die Zwischenräume zwischen der Rolle und dem Zylinder einzustellen, für einen jeden der beiden Beschichtungsvorgänge

Für das zweite Verfahren zum Führen der Fäden weist die Vorrichtung eine Walze 75 auf, die in der Nähe der Rolle 2 angeordnet ist, und weist eine Walze 77 auf, die in der Nähe des Zylinders 1 angeordnet ist, wobei die Anordnung der Fäden 4 auf sich selbst zurückgeführt bzw. umgedreht wird, zwischen den Walzen 76 und 77. Die genannten Walzen 75, 77 bringen die Fadenanordnung 4 in Kontakt mit dem Zylinder 1 axial auf der Seite der ersten Beschichtung, bevor sie ein zweites Mal in den Zwischenraum zwischen dem Zylinder 1 und der Rolle 2 eingebracht werden, für eine Beschichtung der zweiten Seite durch einen Extruder, der den Gummi durch einen zweiten Spalt liefert, der axial in Zusammenhang mit der Zone des zweites Vorbeibewegens der Fäden und zwischen der Rolle und dem Zylinder auf ähnliche Weise wie bei dem ersten Spalt angeordnet ist.

Die Vorrichtung, die die Führung der Fäden sicherstellt, weist eine dritte Walze 76 auf, deren Rolle einfach die ist, einen ausreichenden Raum freizulassen, um die Kameras 61 und 62 einzubauen, die vorgesehen sind für das Einstellen der Maschine.

Aus Figur 9 wird ersichtlich, daß die Beschichtung der ersten Seite mit Hilfe eines ersten Extruders 51A erfolgt, während die Beschichtung der zweiten Seite über einen zweiten Extruder 51B ausgeführt wird. Dies erlaubt, gegebenenfalls unterschiedliche Kautschukmischungen zu verwenden. Diese Möglichkeit könnte ebenfalls kombiniert werden mit den anderen Ausführungsformen.

Somit wird ersichtlich, daß die Erfindung sehr wohl für unterschiedliche Anpassungen und unterschiedliche Arten von halbfertigen Produkten geeignet ist, die herzustellen sind. Sie entspricht also der derzeitigen Notwendigkeit, über nachgiebige Werkzeuge zu verfügen, die gute industrielle Leistungen ermöglichen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Beschichten mit Kautschuk einer Anordnung von gleichzeitig abgewickelter und parallel verlaufender Fäden (4), bei dem die Beschichtung auf der ersten Seite der Anordnung (4) erzeugt wird durch Andrücken der Fadenanordnung (4) auf eine sich drehende Rolle (2), mit Zwischensetzen von Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, daß sodann die Anordnung (4) geführt wird, um sie axial bezüglich der Beschichtungsstellung der ersten Seite zu bewegen, und sie in Andruck auf dieselbe Rolle (2) für ein zweites Vorbeibewegen gebracht wird, das die Beschichtung der zweiten Seite ermöglicht.

2. Beschichtungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Axialbewegung bezüglich der Beschichtungsposition der ersten Seite die Fadenanordnung (4) auf sich selbst umgeschlagen wird, um die Berührungsseite mit der Rolle (2) zu ändern.

3. Vorrichtung zum Beschichten einer Fadenanordnung (4) mit einem Zylinder 1, um den teilweise die Fäden (4) gerollt werden, wobei der Zylinder mit einer Rolle (2) zusammenwirkt, um die Fäden (4) mit Kautschuk zu imprägnieren, der zwischen der Rolle (2) und den Fäden (4) gebracht wird, wobei die Rolle (2) sich in umgekehrter Drehrichtung bezüglich des Zylinders (1) befindet, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens eine Walze (71,72) aufweist, die 50 angeordnet und ausgerichtet ist, daß sie die Wiederaufnahme der auf einer Seite beschichteten Fadenanordnung (4), die bezüglich der Beschichtungsstelle der ersten Seite axiale Bewegung von dieser Anordnung auf der Rolle (2), und deren Führung sicherstellt, um sie ein zweites Mal in Zusammenarbeit mit der Walze (2) für eine Beschichtung der zweiten Seite zu bringen, die axial neben der Beschichtungsstelle der ersten Seite erzeugt wird.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschichtungskautschuk durch einen Extruder geliefert wird über wenigstens einen Spalt (52), dessen Länge der Breite der Fadenanordnung (4) entspricht, wobei der Spalt (52) zwischen dem Zylinder (1) und der Rolle (2) an einem Ort positioniert ist, der zwischen der Ebene, die die beiden Drehachsen (A1, A2) aufweist, und der zu dem Zylinder (1) und der Rolle (2) tangentialen Ebene auf der stromaufwärtigen Seite bezüglich der Vorwärtsbewegungsrichtung der Fäden (4) liegt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei Walzen (71,72) aufweist, die in der Nähe der Rolle (2) angeordnet sind, wobei sie leicht von dieser auf der Seite bezüglich des Zylinders (1) gegenüberliegend angeordnet sind, und daß die Walzen (71,72) die Anordnung der Fäden (4) axial in Berührung mit der Rolle (2) auf der Seite der Zone der ersten Beschichtung bringen, bevor sie ein zweites Mal in den Zwischenraum (12) zwischen dem Zylinder (1) und der Rolle (2) hindurchgeführt werden für eine Beschichtung der zweiten Seite durch einen Extruder (51), der Kautschuk durch einen Spalt (52) liefert, der axial entsprechend der Zone der zweiten Passage der Fäden (4) und zwischen der Rolle (2) und dem Zylinder (1) auf gleiche Weise wie der erste Spalt (52) angeordnet ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens eine Walze (75,76,77) aufweist, die in der Nähe der Rolle (2) angeordnet ist, und eine Walze aufweist, die in der Nahe des Zylinders (1) angeordnet ist, wobei die Fadenanordnung (4) auf sich selbst zurückgeführt wird zwischen den Walzen (75,76,77), und daß die Walzen (75,76,77) die Fadenanordnung (4) axial in Berührung mit dem Zylinder (1) auf der Seite der ersten Beschichtung bringen, bevor sie diese ein zweites Mal in den Zwischenraum (12) zwischen dem Zylinder (1) und der Rolle (2) für eine Beschichtung der zweiten Seite durch einen Extruder (51) bringen, der den Kautschuk über einen zweiten Spalt (52) liefert, der axial entsprechend mit der Zone der zweiten Passage der Fäden (4) und zwischen der Rolle (2) und dem Zylinder (1) auf gleiche Weise wie der erste Spalt (52) angeordnet ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschuk in Streifen auf der Rolle (2) angeordnet wird und daß die Walze (71,72) im wesentlichen in der radialen Verlängerung der Stellung des Zylinders (1) angeordnet ist, und daß nach Vorbeibewegen um den Zylinder (1), um einen Streifen (20) auf eine Fadenanordnung (4) anzubringen, die Anordnung der Fäden (4) zur Walze (71,72) und sodann auf den Zylinder (1) zurückkommt, wobei die von dem Beschichtungsmaterial überdeckte Seite in Berührung ist mit dem Zylinder (1).

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (2) Kerben (21) aufweist, wobei jede einem Streifen (20) entspricht und daß jene dank einer zweiten Rolle (3) erhalten werden, die Buckel (10) entsprechend den Kerben (21) aufweist, wobei die zweite Rolle (3) parallel zur ersten derart angeordnet ist, daß sie zwischen diesen ein Intervall (e) freiläßt entsprechend der Dicke der Streifen (20), wobei die Rollen (2,3) sich in umgekehrte Richtung zueinander drehen, wobei das Imprägniermaterial zwischen den Rollen (2,3) stromauf bezüglich der Drehrichtung der Rollen (2,3) gesammelt wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com