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Dokumentenidentifikation DE68902465T2 11.02.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0374051
Titel Verschalung einer Endfuge eines Abschnitts einer Schlitzwand.
Anmelder Soletanche, Nanterre, FR
Erfinder Lefort, Philippe, F-91800 Brunoy, FR;
Rande, Michel, F-33700 Merignac, FR;
Chagnot, Philippe, F-77940 Voulx, FR
Vertreter Strehl, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Schübel-Hopf, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Groening, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 68902465
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 14.12.1989
EP-Aktenzeichen 894034909
EP-Offenlegungsdatum 20.06.1990
EP date of grant 12.08.1992
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 11.04.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.02.1993
IPC-Hauptklasse E02D 5/18

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schalung für die endseitige Verbindungsstelle von Formwandabschnitten und insbesondere eine solche Schalung, die eine Platte und einen Kasten aufweist, der auf der genannten Platte angebracht ist.

Es ist bekannt, Formwandabschnitte auf dem Boden dadurch herzustellen, daß man einen Graben aushebt, wobei man eine Schalung an dessen Ende anordnet, diese ausbetoniert und nachfolgend die Schalung hieraus herauszieht.

Bei diesen Verfahren wird der Graben im allgemeinen unter Bentonitschlamm ausgehoben. Wenn der Graben erst einmal ausgehoben ist, dann taucht man in den Schlamm eine Schalung, die man an das Ende des Grabens setzt.

Nachfolgend wird Beton eingegossen, um den Schlamm zu ersetzen, so daß der Beton demnach in Berührung mit der Schalung gelangt. Wenn der Beton abgebunden hat, hebt man einen neuen Graben in Nachbarschaft zum ersten auf der anderen Seite der Schalung aus, indem man im allgemeinen diese benutzt, um die Lochungseinrichtung zu führen. Schließlich wird die Schalung ausgezogen.

Es ergeben sich jedoch Schwierigkeiten während der Ausführung von Wänden sehr großer Tiefe. Die Endschalungen müssen tatsächlich eine Länge aufweisen, die gleich ist dieser Tiefe, und werden demzufolge sehr schwierig zu handhaben sein. Insbesondere erfordern sie die Benutzung von Kränen, die eine Höhe aufweisen, die mindestens gleich ist der Tiefe dieser Wand. Außerdem erfordert die horizontale Lagerung der Schalungen auf dem Boden einen Platz mit großer Abmessung.

Aus dem Dokument CH-A-665241 ist eine Schalung der vorher genannten Art bekannt, die aus mehreren Teilen ausgeführt ist, die so ausgebildet sind, daß sie in Längsrichtung die eine auf die andere folgend verbunden werden.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, diese Ausbildung zu verbessern.

Zu diesem Zweck zielt die Erfindung auf eine Verschalung für die endseitige Verbindung von Formwandabschnitten ab, die eine Platte und einen auf dieser angebrachten Kasten umfaßt, im Querschnitt eine Längsfuge zum Einfügen der Verbindungsstelle aufweist und aus mindestens zwei Teilen aufgebaut ist, die zur aufeinanderfolgenden Verbindung mittels Verbindungselementen ausgerüstet sind (siehe CH-A- 665241), dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Kastens eines jeden Teils gegenüber dem entsprechenden Ende der Platte zurückgesetzt ist, und daß die Verbindungselemente von einem Verbindungsstück gebildet sind, das im wesentlichen den gleichen Querschnitt hat wie der Kasten und mit den betreffenden Platten jedes Teiles verbindbar ist, indem es in den Unterbrechungsbereich der Kästen derart eingefügt wird, daß es die Endbereiche der Platten übergreift.

Man handhabt somit während der Ausführung der geformten Wände nicht die gesamten Schalungen, sondern Schalungsstücke. Außerdem gestattet das System der Verbindung zwischen zwei Schalungsteilen eine hervorragende Ausrichtung und eine gute Starrheit der Baugruppe. Zusätzlich liefert dieses System der Verbindung keinerlei Überdicke der Schalung, die ihr Ausziehen schwieriger machen könnte.

In einer speziellen Ausführungsweise weist das Verbindungsteil mindestens zwei Löcher auf, die gegenüber von Löchern gelegen sind, die in den Enden der Schalungen ausgebildet sind, für den Durchtritt von Verbindungsbolzen.

Diese Ausbildung gestattet es, die vertikalen Kräfte zwischen den unterschiedlichen Schalungsteilen während ihres vertikalen Ausziehens vollkommen zu übertragen.

Das Verbindungsstück kann beispielsweise fest am Ende einer der Schalungen angebracht sein, über die es hinausragt, und Mittel zur Verbindung mit dem Ende der anderen Schale aufweisen.

Der Kasten kann in Form zweier Halbkasten ausgebildet sein, die durch eine Längsfuge getrennt sind, die insbesondere das Einfügen einer Abdichtverbindung gestattet, wobei das Verbindungsstück aus zwei entsprechenden Halbstücken gebildet ist.

Zum Zweck, das Ausziehen der Schalung zu erleichtern, kann der Kasten an seinem unteren Teil außerdem eine Querabmessung aufweisen, die sich in Richtung seines freien Endes auf mindestens einem Teil seiner Höhe vermindert.

Es wird nun beispielsweise und nicht einschränkend eine spezielle Ausführungsweise der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:

- Fig. 1 eine Frontansicht des Oberteils einer aus zwei Teilen ausgeführten Schalung ist,

- Fig. 2 eine Frontansicht ihres unteren Teils ist,

- Fig. 3 ein Schnitt längs Linie III-III in Fig. 1 oder III-III in Fig. 2 ist,

- Fig. 4 ein Schnitt längs Linie IV-IV in Fig. 2 ist,

- Fig. 5 ein Schnitt längs Linie V-V in Fig. 1 ist,

- Fig. 6 ein Schnitt längs Linie VI-VI in Fig. 7 ist, und

- Fig. 7 eine Teil-Frontansicht der beiden zusammengebauten Enden von Schalungsteilen der Fig. 1 und 2 ist.

Der Oberteil der in Fig. 1 dargestellten Schalung ist von einer Platte 1 gebildet, auf der zwei Halbkästen 2 aufgeschweißt sind, die von der Längsfuge 3 getrennt sind.

Die zwei Halbkästen 2 sind in der oberen Endzone 4 und unteren Endzone 5 der Platte 1 unterbrochen.

In der unteren Unterbrechungszone 5 der Kästen bildet die Platte zwei Löcher 6, deren Achse in derselben horizontalen Ebene liegen, während im oberen Teil 4 der Unterbrechung der Kästen sie zwei Löcher 7 bildet, die im wesentlichen denselben Durchmesser wie die Löcher 6 aufweisen und deren Achsen in gleicher Weise in derselben horizontalen Ebene liegen, sowie vier Löcher 8 mit kleinerem Durchmesser, die jeweils unter und über jedem der Löcher 7 gelegen sind.

Zwei Verbindungs-Halbteile 9 mit dem gleichen Querschnitt wie die Kästen 2 sind am unteren Unterbrechungsteil 5 der Kästen befestigt, und zwar einerseits durch Schweißungen 10, die ihre Positionierung sicherstellen, und andererseits mit Hilfe jeweils eines Bolzens 11, der gleichzeitig in ein Loch 6 und in ein entsprechendes Loch 12 des Verbindungs-Halbstücks eingreift.

Jedes Verbindungs-Halbstück steht zum unteren Rand der Platte 1 über und weist in diesem Bereich ein zweites Loch mit großem Durchmesser 13 auf, in welchem ein Verbindungsbolzen 14 befestigt ist, sowie zwei Löcher mit kleinerem Durchmesser 15 jeweils sowohl unter als auch über dein Loch 13.

Auf die gleiche Weise weist der untere Teil der Schalung, der in Fig. 2 dargestellt ist, eine Platte 1' auf, auf welcher zwei Halbkästen 2' befestigt sind, die zwischeneinander eine Längsfuge 3' freihalten. Die Kästen 2' sind in dem oberen Bereich 4' der Platte 1' unterbrochen, und dieser obere Bereich weist Löcher 7' und 8' ähnlich den Löchern 7 und 8 der Platte 1 auf.

Wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, hat jeder Halbkasten eine Querabmessung, die sich fortlaufend im unteren Teil der Schalung verringert, wobei diese beiden Halbkästen durch geneigte Ebenen 20 schräg enden.

Die Verbindung zwischen dem oberen und unteren Schalungsteil wird durch den Eingriff der Verbindungsbolzen 14 bewirkt, die an den Verbindungsteilen 9 in den Löchern 7' der Platte 1' befestigt sind, wobei man dann Schraubenbolzen 21 in die Löcher 15 und 8' gegenüber einschraubt.

Die Schraubenbolzen 21 dienen im wesentlichen dazu, den Quer-Zusammenbau der beiden Schalungsteile sicherzustellen, während die vertikalen Auszugskräfte durch die Bolzen 11 und 14 übertragen werden.

Man wird bemerken, daß die oberen Elemente in Fig. 1 tatsächlich die einen auf die anderen aufeinanderfolgend zusammengefügt sein können, wobei ihre Löcher 7 und 8 entweder für ihre Verbindung mit einem anderen Stück oder für ihre Verbindung an einer Hubeinrichtung benutzt werden können.

Im übrigen gestattet die Tatsache, daß der Querschnitt der Kästen 2' sich verringert, einen einfacheren Auszug des Rahmens nach dem Abbinden des Betons.

Verschiedene Varianten und Änderungen können ausdrücklich in dem Rahmen der Erfindung erbracht werden, wie er durch die beigefügten Ansprüche definiert ist.


Anspruch[de]

1. Schalung für die endseitige Verbindungsstelle von Formwandabschnitten, die eine Platte (1) und einen auf dieser montierten Kasten (2) umfaßt, im Querschnitt eine Längsfuge (3) zum Einfügen der Verbindungsstelle aufweist und aus mindestens zwei Teilen aufgebaut ist, die zur aufeinanderfolgenden Verbindung in Längsrichtung mittels Verbindungselementen ausgerüstet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (2, 2') jedes Teils gegenüber einem entsprechenden Ende (1, 1') der Platte zurückgesetzt ist, und daß die Verbindungselemente von einem Verbindungsstück (9) gebildet sind, das im wesentlichen den gleichen Querschnitt hat wie der Kasten und mit den betreffenden Platten Dedes der Teile verbindbar ist, indem es in den Unterbrechungsbereich der Kästen derart eingefügt wird, daß es die Endbereiche der Platten übergreift.

2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück mindestens zwei Löcher (12, 13) aufweist, die entsprechenden, in den Enden der Platten ausgebildeten Löchern (6, 7') zum Hindurchführen von Verbindungsbolzen (11, 14) gegenüberliegen.

3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück auf dem Ende einer der Platten (1), über das es hinausragt, fest montiert ist und Einrichtungen (13, 15) zur Verbindung mit dem Ende der anderen Platte (1') aufweist.

4. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten in Form von zwei durch eine Längsfuge (3, 3') voneinander getrennten Halbkästen und das Verbindungsstück in Form von zwei entsprechenden Halbstücken ausgebildet ist.

5. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten im unteren Bereich eine Querabmessung aufweist, die in Richtung seines freien Endes auf mindestens einen Teil seiner Höhe abnimmt.







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