PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3417101C2 11.03.1993
Titel Flusenfiltervorrichtung einer Konvektionstrocken- und/oder -fixiermaschine
Anmelder A. Monforts GmbH & Co, 4050 Mönchengladbach, DE
Erfinder Gierse, Franz-Josef, Prof. Dr.-Ing., 5900 Siegen, DE;
Hermanns, Heinrich, 4052 Korschenbroich, DE;
Hermes, Werner, 4154 Tönisvorst, DE;
Lüpnitz, Gerhard, 4050 Mönchengladbach, DE;
Pabst, Manfred, Dipl.-Ing., 5000 Köln, DE;
Schlicht, Heribert, 4050 Mönchengladbach, DE
Vertreter von Creytz, D., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 5144 Wegberg
DE-Anmeldedatum 09.05.1984
DE-Aktenzeichen 3417101
Offenlegungstag 14.11.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1993
IPC-Hauptklasse F26B 13/00
IPC-Nebenklasse D06B 23/00   D06C 7/02   D06F 58/22   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Flusenfiltervorrichtung im Innenraum einer Konvektionstrocken- und/oder -fixiermaschine zum Behandeln einer textilen Stoffbahn mit beheiztem Umluftstrom und mit einem in seiner Arbeitsposition in dem Umluftstrom etwa horizontal angeordneten sowie zum Reinigen in horizontaler Richtung aus der Maschine herauszuziehenden Filtersieb zum Verhindern des Eindringens von Flusen und anderen Ablagerungen in einen Wärmetauscher, Brennraum oder dergleichen der Maschine. Bei der Konvektionsmaschine handelt es sich vorzugsweise um eine Plan- oder Schleifentrocken- bzw. -fixiermaschine wie einen Spannrahmen, einen Siebbandtrockner, eine Hotflue oder dergleichen. Der Begriff "Umluftstrom" umfaßt jedes in den Maschinen der angegebenen Art eingesetzte gasförmige Behandlungsmittel.

In zum kontinuierlichen Trocknen und/oder Fixieren von textilen Stoffbahnen vorgesehenen Konvektionsmaschinen mit aus Düsen vornehmlich auf beide Seiten der Stoffbahn aufgeblasenem gasförmigen Behandlungsmittel, sind die inneren Maschinenteile mit zunehmend kompakter Bauweise immer schwieriger zugänglich geworden. Diese Tatsache wirkt sich besonders nachteilig bei der regelmäßig erforderlichen Reinigung des Maschineninnern aus. Um zu verhindern, daß von einer noch mehr oder weniger roh in die Behandlungsmaschine gelangenden Stoffbahn herabfallende Flusen, Fäden oder dergleichen in die Maschinenaggregate, z. B. in den Brennraum oder in den Wärmetauscher, gelangen und dort zu Verschmutzung oder gar Brandgefahr führen, werden in den Umluftstrom- vornehmlich in den von der Stoffbahn kommenden Rückstrom vor dessen Kontakt mit den nachgeschalteten Aggregaten - Filtersiebe gesetzt.

Während die Filtersiebe ihrer Aufgabe entsprechend Flusen oder dergleichen auffangen, bilden sie einen mit der angefangenen Flusenmenge zunehmend größeren Widerstand für den Umluftstrom. Um die Siebreinigung bei laufender Maschine zu ermöglichen, wurden die Filtersiebe schon horizontal in der so angeordnet, daß sie durch in der Maschinenwand vorgesehene Schlitze ohne Produktionsunterbrechung, z. B. insbesondere ohne Türen eines Spannrahmens öffnen zu müssen, in horizontaler Richtung seitlich aus dem Innenraum herauszuziehen, außerhalb der Maschine zu reinigen und/oder durch andere Siebe zu ersetzen sind. Diese Reinigung bzw. der Austausch muß jedenfalls sehr schnell vonstatten gehen, um ein zwischenzeitliches Eindringen der Ablagerungen in die an sich zu schützenden Aggregate der Maschine möglichst gering zu halten.

In der nicht vorveröffentlichten DE-33 15 755 A1 wird eine Vorrichtung zum Auffangen der mit dem Behandlungsmittelstrom mitgeführten Fasern oder Flusen bei Wärmebehandlungsvorrichtungen der angegebenen Art beschrieben. Es wird vorgeschlagen, die Faserfangsiebe als Doppelsiebe mit je zwei Siebkörpern auszubilden, von denen jeweils ein Sieb zum Reinigen seiner Siebfläche aus dem Behandlungsmittelstrom herausnehmbar ist, während das andere Sieb die Absiebung des Behandlungsmittelstroms übernimmt. Hierbei besteht ein Nachteil darin, daß für jede Siebposition zwei getrennte Siebkörper vorgesehen und mit entsprechendem Platzaufwand eingebaut sein müssen.

In dem DE-GM 18 34 526 wird ebenfalls eine Wärmebehandlungsmaschine, insbesondere Trockenmaschine für Warenbahnen, beschrieben, in der die Umluft zu filtern ist. Anstelle fest angebrachter oder auch auswechselbarer Filter wurden Filter in Form von endlos umlaufenden Bändern vorgesehen. Weil durch solche Filter der Aufbau des Maschineninnern verhältnismäßig kompliziert und bei Störungen umfangreiche Arbeiten erforderlich gewesen sein sollen, wird in dem Gebrauchsmuster vorgeschlagen, die bandartig umlaufenden Filter außerhalb des eigentlichen Behandlungsraums in seitlich davon anzuordnenden Belüftungseinbauten unterzubringen.

Schließlich wird in der US-PS 27 13 213 eine sich selbst reinigende Filteranordnung für eine mit Umluft arbeitende, mehrere in Transportrichtung hintereinander angeordnete Abteile aufweisende Maschine angegeben. In den hintereinander folgenden Abteilen wird die Luft abwechselnd von unten nach oben und von oben nach unten geblasen. Es werden mehrere Filterschirme vorgesehen, von denen jeder die Länge eines Abteils besitzt. Die Filterschirme können von einem zum nächsten Abteil geschoben werden, so daß die Umluft das Filter einmal in der einen und einmal in der anderen Richtung trifft, so daß die Filter durch die wechselnde Stromrichtung selbsttätig gereinigt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebene Schutzvorrichtung so zu verbessern, daß auch während des Reinigens eines horizontal aus dem Maschineninnern herauszuziehenden Filtersiebs ein Verschmutzen der an sich zu schützenden Maschinenteile nicht eintreten kann. Die erfindungsgemäße Lösung ist gekennzeichnet durch ein unter das jeweilige aktive, erste Filtersieb bei Anheben dieses Siebs um mindestens die Stärke des Siebrahmens in die Sieb-Arbeitsposition zu schiebendes, zweites Filtersieb. Gemäß weiterer Erfindung werden Mittel zum Anheben des jeweils geraden aktiven, ersten Filtersiebs aus der Arbeitsposition beim Einschieben des zweiten, vorzugsweise gereinigten, Filtersiebs unter das erste Filtersieb vorgesehen.

Beim erfindungsgemäßen Austausch eines Filtersiebs durch ein zweites, gereinigtes Filtersieb wird erreicht, daß auch während des Wechsels eines seitlich in die Maschine hinein- bzw. aus der Maschine herauszuziehenden Filtersiebs ein sicherer Schutz von im zu filternden Luftstrom nachgeschalteten Aggregaten gewährleistet wird. Da das neue, gereinigte Filtersieb stets vor dem endgültigen Herausziehen des jeweils vorhandenen Filtersiebs in die Sieb-Arbeitsposition gebracht wird, kann auch eventuell beim Entfernen des ersten Siebs von diesem herunterfallender Schmutz nicht in den nachfolgenden Maschinenraum gelangen. Die Arbeitsposition des Siebs ist nämlich jederzeit vollständig gesichert.

Wenn nach einiger Betriebsdauer das zweite Sieb allmählich durch aufgefangene Flusen und dergleichen zugesetzt ist, kann es in der vorbeschriebenen Weise wiederum durch ein neues Sieb, z. B. durch das zwischenzeitlich gereinigte, erste Sieb, ersetzt werden.

Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels werden Einzelheiten der Erfindung für deren Anwendung in einem Planrahmen bzw. Spannrahmen erläutert.

In der Zeichnung wird ein vertikaler Schnitt quer zur Längsrichtung eines Spannrahmens schematisch dargestellt. Die zu behandelnde Stoffbahn 1 wird an den Längsrändern in Ketten 2 und 3 gehalten in der Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene zwischen oberhalb und unterhalb angeordneten Düsenkästen 4 und 5 hindurchgeführt sowie dabei von oben und unten mit dem in Pfeilrichtung 6 aus einem Ventilator 7 herangeführten Gas, insbesondere mit erhitzter Luft, behandelt. Das von der Stoffbahn 1 in Pfeilrichtung 8 zurückströmende Gas wird zumindest zum größten Teil wieder von Ventilator 7 angesaugt und im Kreislauf erneut auf die Stoffbahn 1 aufgeblasen. Falls das Behandlungsgas erhitzt werden soll, wird es im Ausführungsbeispiel auf seinem Wege von der Stoffbahn 1 zum Ventilator 7 durch einen Wärmetauscher 9 oder durch einen Brennraum 10, beispielsweise mit direkter Gasheizung 11, geleitet.

Da von der Stoffbahn 1 bei deren Bedüsung mit dem Behandlungsgas Flusen, Fäden und ähnliches abfallen können, wird im allgemeinen in die in Pfeilrichtung 8 fließende Rückströmung ein Filtersieb 12 eingesetzt. Um das Reinigen des Filtersiebs 12 bei laufendem Betrieb - also ohne ein Öffnen einer Tür 13 in der Verkleidung 14 der Maschine - zu ermöglichen, wurde, die Anordnung so getroffen, daß das Sieb 12 geführt in Pfeilrichtung 15 durch einen Schlitz 16 seitlich in horizontaler Richtung durch die Verkleidung 14 hindurch aus der Maschine herauszuziehen und auszutauschen bzw. zu reinigen ist.

Um auch während des Austausches bzw. der Reinigung des Filtersiebs 12 eine Verschmutzung der der Sieb-Arbeitsposition im Luftstrom 8 nachgeschalteten Maschinenaggregate 9, 10 oder 11 auszuschließen, wird vor dem Herausziehen des jeweils gerade aktiven Filtersiebs 12 ein neues, gereinigtes Filtersieb 12a in dessen Arbeitsposition gebracht, in dem das bisherige Sieb 12 durch den Einschiebevorgang aus der Arbeitsposition im wesentlichen senkrecht angehoben und damit Platz für das neue Sieb 12a geschaffen wird. Anschließend kann das verschmutzte Sieb aus der Maschine gezogen werden, ohne daß zu irgendeinem Zeitpunkt die Gefahr einer Verschmutzung des Maschineninnenraums besteht. Selbst beim Herausziehen des Filtersiebs 12 aus der Maschine von diesem eventuell herabfallende oder heruntergeblasene Ablagerungen bedeuten keine Verschmutzungsgefahr der nachgeschalteten Maschinenaggregate, da solche Schmutzteilchen selbstverständlich auf das beim Herausziehen eines Siebs bereits in der Arbeitsposition befindliche neue Sieb 12a gelangen.


Anspruch[de]
  1. 1. Flusenfiltervorrichtung im Innern einer Konvektionstrocken- und/oder -fixiermaschine zum Behandeln einer textilen Stoffbahn (1) mit beheiztem Umluftstrom und mit einem in seiner Arbeitsposition in dem Umluftstrom etwa horizontal angeordneten sowie zum Reinigen in horizontaler Richtung aus der Maschine herauszuziehenden Filtersieb (12) zum Verhindern des Eindringens von Flusen und anderen Ablagerungen in einen Wärmetauscher (9), Brennraum (10) oder dergleichen der Maschine, gekennzeichnet durch ein unter das gerade aktive, erste Filtersieb (12) bei Anhebung dieses Siebs um mindestens die Stärke des Siebrahmens in die Arbeitsposition zu schiebendes zweites Sieb (12a).
  2. 2. Flusenfiltervorrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch Mittel zum Anheben des jeweils gerade aktiven, ersten Filtersiebs beim Einschieben des zweiten Filtersiebs (12a) unter das erste Filtersieb (12).






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com